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Uta Heil, Sebastiano Panteghini. Technisch betreut durch Thomas Klampfl.

(Ps.)-Athanasius, Expositiones in Psalmos

FWF Project 32988

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2025-10-02

In Bearbeitung.

Text, Übersetzung, Kommentar

Liste der Textzeugen:

AbkürzungHandschrift
A1Mediolan. Ambros. M 47 sup.
A2Mediolan. Ambros. B 106 sup.
A3Mediolan. Ambros. C 98 sup.
B1Oxon. Bodl. Auct. D. 4. 1.
B2Oxon. Coll. S. Trin. 78
B3Oxon. Laudon. gr. 42
CParis. Coislin 10
GGenua, Franzon. Urbani 3
L1Flor. Med. Laurent. Plut. 5. 30
L2Flor. Med. Laurent. Plut. 6. 3
MMosq. Sinod. gr. 194
N2Athen. B.N. 45
OVat. Ottob. gr. 398
P1Paris. gr. 166–167
P2Paris. Coislin 187
P3Paris. gr. 164
P4Paris. gr. 165
P5Paris. Coislin 12
P6Paris. gr. 139
P7Paris. gr. 146
P8Paris. Suppl. gr. 1157
V1Vat. gr. 754
V4Vat. gr. 1747
V5Vat. gr. 1422
ZVenet. Marc. gr. Z. 17
Psalm 1
ΨΑΛΜΟΣ Α´
Psalm 1
Expositio 1:
Τὴν ἀρχὴν τῆς προφητείας, τῷ ἐξ αὐτοῦ κατὰ σάρκα τεχθησομένῳ Χριστῷ ἀνατίθησιν ὁ Δαυΐδ· διὸ ἐν πρώτοις μακαρίζει, τοὺς εἰς αὐτὸν ἠλπικότας· μακαρίους δὲ καλεῖ, τοὺς μὴ πορευθέντας ἐν βουλῇ ἀσεβῶν· μήτε μὴν στάντας ἐν ὁδῷ ἁμαρτωλῶν· μήτε ἐπὶ καθέδραν κεκαθικότας λοιμῶν· τρία γὰρ ἦν τάγματα παρὰ ἰουδαίοις, κατὰ τοῦ σωτῆρος ἐπαναστάντα· γραμματεῖς, φαρισαῖοι· καὶ νομικοί· οἳ καὶ κληθεῖεν εἰκότως, ἀσεβεῖς· καὶ ἁμαρτωλοὶ· καὶ λοιμοί: –
Den Anfang der Prophetie bringt David Christo dar, der dem Fleisch nach aus ihm geboren werden soll. Deshalb preist er zuerst die selig, die auf ihn hoffen. Er nennt selig jene, die weder im Rat der Gottlosen wandelten, [cf. Ps 1,1a] noch auf den Weg der Sünder traten [cf. Ps 1,1b] und sich auch nicht auf den Stuhl der Verseuchten setzten. [cf. Ps 1,1c] Denn es gab bei den Juden drei Gruppen, die sich gegen den Erlöser erhoben: Schriftgelehrte, Pharisäer und Gesetzeskundige. [cf. Luc 11,52–53parr] Eben diese könnten zu Recht Gottlose, Sünder und Verseuchte genannt werden.

V1 M O B1 B2 B3 V5 P7

κατὰ σάρκα – ἀνατίθησιν] τεχθησο[μένῳ] [ἀνατίθησιν(?)] B2 || ὁ Δαυΐδ] ὁ μέγας Δαυΐδ V5 P7 || ἠλπικότας – καλεὶ] post ἠ- evanida B2 || μὴ πορευθέντας] μὴ τί πορευθέντας B1 | μήτε πορ[ευθέντ]ας B2 || μὴν] -ν supra lin. add. O || ἐν ὁδῷ ἁμαρτωλῶν] evanida B2 || μήτε ἐπὶ καθέδραν] μήτε ἐπὶ καθέδρᾳ O | μὴ δὲ ἐπὶ καθέδρας V5 P7 || κεκαθικότας λοιμῶν] λοιμῶν καθεστηκότας V1 M O | [κα]θε[σθέντας(?)] λο[ιμῶν] B2 || τρία – λοιμοί] om. B2 || τρία] τρία** M || τάγματα – τοῦ σωτῆρος] παρὰ ἰουδαίοις τὰ κατὰ τοῦ σωτῆρος V5 P7 || παρὰ ἰουδαίοις] παρ᾿ ἰουδαίοις B3 || γραμματεῖς φαρισαῖοι] γραμματεῖς καὶ φαρισαίοι B1 B3 || οἳ καὶ κληθεῖεν] οἳ καὶ κλήσει ἂν B1 | καὶ κληθεῖεν B3 || εἰκότως] ἀληθῶς V5 P7

Die Expositio, die den Kommentar zu einem Psalm einleitet, dient als allgemeine Einführung (Hypothesis). Die Erläuterung einzelner Verse (oder Zeilen) des Psalms obliegt den darauffolgenden Expositiones. Gleich zu Beginn findet jedoch eine ambivalente Anwendung dieses Musters statt. Nach einer allgemeinen Betrachtung des ersten Psalms (Τὴν ἀρχὴν – ἠλπικότας), mündet exp. 1 in eine Erklärung von Ps 1,1. Zwei Handschriften scheinen von der Mehrdeutigkeit der ersten Expositio betroffen zu sein. Der Schreiber von V1 (Typus XIX) zählt im Rahmen der Zählung der Expositiones in Centurien exp. 1 als die allererste (Α´), wiederholt diese Zahl jedoch nicht neben dem Psalmtext, weder neben der Überschrift (Ψαλτήριον ⁘ Ἀλληλούια ⁘) noch neben Ps 1,1a. In der Randkatene B2 ist gar kein Zeichen vorhanden, das exp. 1 mit dem Psalmtext verknüpft. Darüber hinaus wurde sie in dieser Handschrift erst nach exp. 6 (zu Ps 1,3a) am unteren Rand ausgeschrieben und liegt somit außerhalb des Chors. Die anderen hier berücksichtigten Katenen beziehen exp. 1 auf Ps 1,1. In der Textkatene B1 (Typus I) steht sie zwar nach Ps 1,1c (= Lemma), jedoch vermerkte der Schreiber am inneren Rand, dass sie drei Zeilen (= Ps 1,1) erklärt: [ἐρμηνεία τοῦ Ἀθανασίου(?)] [εἰς] τοὺς [τ]ρεῖς [σ]τίχους. Denn in dieser Katene stellt Ps 1,1 kein einheitliches Lemma dar, sondern jede der drei Zeilen, aus denen es sich zusammensetzt, wird separat kommentiert. In der Folge hat exp. 1 nur Ps 1,1c als Lemma, und nicht, wie ursprünglich für sie vorgesehen, den gesamten ersten Vers. Auch in der exegetischen Anthologie B3, die hinsichtlich der Expositiones derselben Familie wie B1 angehört, wird exp. 1 auf Ps 1,1 bezogen ('Μακάριος ἀνὴρ', ἕως 'οὐκ ἐκάθισεν' = Lemma). Dabei wird der in dieser Handschrift anderswo für Expositiones angewandte Terminus 'Hypothesis' nicht verwendet. Des Weiteren wurde exp. 1 in den zur selben Familie gehörenden Randkatenen V5 P7 (Typus XV) und L2 A3 (Typus XVI) nicht als Hypothesis angesehen, da sie nicht im Abschnitt zu finden ist, in dem die Hypotheseis zu Ps 1 gesammelt sind. Stattdessen ist sie Teil des Kommentars (dort ist sie irrtümlich mit Ps 1,1b verknüpft). L1: exp. 1 fehlt. Nach Ps 1,1c (= Lemma) wird wie gewohnt an erster Stelle das Scholion des Hesychius aufgeführt (nr. 3 in Ps 1,1c [Antonelli; PG 27,652]). An zweiter Stelle folgt eine Erklärung, die Athanasius zugeschrieben wird. Es handelt sich dabei jedoch um zwei miteinander verbundene Glossen (Τὴν τῶν κακῶν ἐργασίαν κατὰ διάδοσιν γινομένην [= Analecta sacra II 445,24–25] + ἀκαθάρτων κακῶν). Dies kann ein Hinweis dafür sein, dass exp. 1 ursprünglich auch in der Tradition dieser Textkatene enthalten war, und zwar wie in B1 nach Ps 1,1c. P1: exp. 1 fehlt. Es gibt jedoch am äußeren Rand drei Glossen, die ihren Ursprung in exp. 1 haben könnten: ο[ἱ] γρα[μματείς], φαρ[ισαῖοι], νομικοί (jeweils zu den Wörtern des Psalmtextes ἀσεβῶν, ἁμαρτωλῶν, λοιμῶν, die am äußeren Rand mit roter Tinte wiedergeschrieben werden). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden (γραμματεὶς – λοιμοί). Montfaucon: In seiner Erstausgabe der Expositiones konnte er nur Τὴν ἀρχὴν – ἠλπικότας edieren (darin fehlt κατὰ σάρκα). Diese gekürzte Fassung findet sich in keiner der in der Präfatio seiner Erstausgabe genannten Handschriften (P1 [Typus XIX], P6 und Paris. gr. 148 [Typus III], P7 [Typus XV]. Zwar ist exp. 1 in P7 vollständig bezeugt, aber anonym, sodass sie unbemerkt blieb. Es ist daher mehr als wahrscheinlich, dass Montfaucon ein Incipit verwendet hat, das er in der Präfatio zu einem Buch von A. Arnold aufgefunden hatte und das er ebenfalls in der Präfatio zu seiner Erstausgabe zitiert hat (siehe oben, p. XXX). Den fehlenden Teil von exp. 1 hat Montfaucon in Ergänzung zu seiner Erstausgabe aus der Sammlung von Colville veröffentlicht (siehe oben, p. XXX). Aus textkritischer Perspektive findet diese Ergänzung ihre Entsprechung im Typus XIX (V1 M O), wobei sie sich lediglich durch die Variante τὰ τάγματα anstelle von τάγματα unterscheidet.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:1

(1,1a)
Μακάριος ἀνὴρ ὃς οὐκ ἐπορεύθη ἐν βουλῇ ἀσεβῶν·
(1a) Selig der Mann, der nicht im Rat der Gottlosen wandelte
Expositio 2 (dubium):
Δυνατὸν δὲ βουλὴν ἀσεβῶν εἰπεῖν τὴν σύνοδον, τὴν συνέλευσιν τῶν πονηρῶν· καὶ ἐπεὶ βλαβερὸν· τὸ τοῖς ἀθροίσμασι τῶν ἀσεβῶν παραβάλλειν, μακαρίζει τὸν μὴ δὲ κατὰ ποσὸν εἰς αὐτὸν αὐτοῖς ἐρχόμενον· τοιοῦτος ὑπῆρχεν, ὁ Ἰωσὴφ ὁ ἀπὸ Ἀριμαθαίας· ὁ τὸ σῶμα τοῦ κυρίου καὶ θεοῦ θάψας· εἴρηται γὰρ περὶ αὐτοῦ, ὡς οὐκ ἦν συγκατατιθέμενος τῇ βουλῇ τῶν Ἰησοῦ προδοτῶν: –
Es ist wohl möglich, den Rat der Gottlosen die Zusammenkunft, (das heißt) das Zusammentreffen der Bösen zu nennen. Und weil zu den Versammlungen der Gottlosen dazuzustoßen schädlich ist, preist er selig jenen, der nicht im Geringsten an denselben Ort wie diese geht. Ein solcher war Josef von Arimatäa, derjenige, der den Leib des Herrn und Gottes begraben hatte. [cf. Mt 27,57–60parr] Denn über ihn wurde gesagt, dass er dem Rat der Verräter Jesu nicht zustimmen wollte. [cf. Lc 23,51]

V5 P7

V5 P7 (Typus XV): Dieses Dubium wird Athanasius zugeschrieben. Die anderen hier betrachteten Katenen haben es nicht. Das Exemplum aus den Passionsgeschichten wird auch in zwei Kommentaren des Hesychius verwendet (schol. nr. 3 in Ps 1,1c [Antonelli; PG 27,652] und comm. brevis in Ps 1,1a [1 Jagić]). Es ist daher möglich, dass dieses Dubium nicht aus den Expositiones, sondern aus dem dritten Kommentar des Hesychius, seinem Commentarius magnus, stammt. Weder Paris. gr. 654 noch Paris. gr. 139 (Typus III) besitzen ein vergleichbares Fragment (siehe Dorival V 347–350). Montfaucon (P7): exp. 2 wurde aufgenommen, aber mit der Korrektur von τὴν συνέλευσιν in καὶ τὴν συνέλευσιν.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:2

(1,1b)
καὶ ἐν ὁδῷ ἁμαρτωλῶν οὐκ ἔστη·
(1b) und auf den Weg der Sünder nicht trat
(1,1c)
καὶ ἐπὶ καθέδραν λοιμῶν οὐκ ἐκάθισεν: –
(1c) und auf den Stuhl der Verseuchten sich nicht setzte,
Expositio 3 (dubium):
Διὰ τῆς καθέδρας, τὴν διδασκαλίαν δηλοῖ· ὡς φησὶν ἐπὶ τῆς Μωσέως καθέδρας· καθέδρα τοίνυν λοιμῶν, ἡ διδασκαλία τῶν παρανόμων: –
Durch 'Stuhl' deutet er auf die Lehre, wie er sagt 'auf den (Lehr)stuhl des Moses'. [cf. Mt 23,2] Der Stuhl der Verseuchten ist also die Lehre der Gesetzwidrigen.

P6 Z

ὡς φησὶν] ὥς φησιν Z

N2 (Typus III): Dieses Dubium ging mit der ersten Lage verloren. P6 Z (Typus III): Bei Ps 1 werden lediglich zwei Erklärungen des 'Athanasius' berücksichtigt, nämlich exp. 3 und exp. 6. Obwohl diese Handschriften in Bezug auf Autorennamen normalerweise zuverlässig sind, liegt in diesem Fall wahrscheinlich eine fehlerhafte Zuweisung vor. Diese Annahme wird durch Codex Barocci 235 (s. IXex., f. 14r [Catena in Psalmos Typus VI]) der Catena Palestinensis gestützt, wo 'Asterius der Arianer' als Autor dieses Fragments genannt wird (= Asterius, fr. 2 in Ps 1,1 [249 Richard]). Das Nebeneinander von δηλοῖ (d. h. David?) und ὡς φησὶν (d. h. Jesus?) wirkt darin etwas ungeschickt, als sei eine ursprüngliche Fassung komprimiert worden. Ein ähnliches Fragment, das von den Sammelkatenen V5 P7 (Typus XV) ebenfalls Asterius zugeschrieben wird, ist noch kürzer (jeweils auf f. 25v): Διδασκαλίας γὰρ ἡ καθέδρα κατὰ τὸ ἐπὶ τῆς καθέδρας Μωσέως. L1: Siehe den Kommentar zu exp. 1. Montfaucon (P6 P7): exp. 3 dürfte aus P6 stammen, wurde aber an zwei Stellen korrigiert: ἐπὶ τῆς Μωσέως καθέδρας wird zu ἐπὶ τῆς καθέδρας Μωσέως (nach P7?) und τῶν παρανόμων wird zu τῶν πονηρῶν (ohne handschriftliche Grundlage?).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:3

(1,2a)
ἀλλ᾽ ἢ ἐν τῷ νόμῳ κυρίου τὸ θέλημα αὐτοῦ·
(2a) sondern am Gesetz des Herrn sein Gefallen (hat)
Expositio 4:
Τῷ εὐαγγελικῷ δηλονότι: –
Nämlich (am Gesetz) des Evangeliums.

V1 M O P1 A1 V4 B2

Τῷ – δηλονότι] Ν[ό]μῳ, τουτέστιν τῷ εὐαγγελι[κῷ]: – V4 | Oὐκ ἔμειν[αν ἐν τοῖς(?)] εὐαγγ[ε]λικ[οῖς δη]λο[νό]τ[ι]: – B2

M O: exp. 4 liegt zwischen den Psalmzeilen. B2: Möglicherweise ist eine Paraphrase von exp. 4 vorhanden, aber mit Ps 1,1c (λοιμῶν) verbunden. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Montfaucon (P1): exp. 4 wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:4

(1,2b)
καὶ ἐν τῷ νόμῳ αὐτοῦ μελετήσει ἡμέρας καὶ νυκτός: –
(2b) und über seinem Gesetz Tag und Nacht sinnen wird.
Expositio 5:
Τὸ σύντονον δηλοῖ· οὐ γὰρ ἠμελημένως δεῖ, μελετᾶν τοῦ κυρίου τὸν νόμον: –
Dies deutet auf die Anspannung. Denn man darf nicht nachlässig über dem Gesetz des Herrn sinnen.

V1 M O P1 A1 B2 V5 P7

Τὸ] -o ex corr. O || ἠμελημένως δεῖ] ἡμελημένoς δὴ M | ἡμελημένως δὴ O | δεῖ ἠμελημένον V5 P7 || δεῖ μελετᾶν] post δ- evanida B2 || τοῦ κυρίου τὸν νόμον] τὸν [νό]μ[ον τοῦ] [κυρίου(?)] B2 | τὸν νόμον τοῦ θεοῦ A1

M O: exp. 5 liegt zwischen den Psalmzeilen. V5: Innerhalb der Gruppe der Fragmente zu Ps 1,2 wird exp. 5 präziser mit Ps 1,2b verbunden (mittels Obelos). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Montfaucon (P1 P7): exp. 5 entspricht P1, allerdings wurde τοῦ κυρίου τὸν νόμον zu τὸν νόμον τοῦ κυρίου korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:5

(1,3a)
καὶ ἔσται ὡς τὸ ξύλον τὸ πεφυτευμένον παρὰ τὰς διεξόδους τῶν ὑδάτων,
(3a) Und er wird wie der Baum sein, der an den Wasserbächen gepflanzt ist,
Expositio 6:
Ξύλον, ὁ Χριστὸς ἀναγέγραπται ἐν τῇ θεοπνεύστῳ γραφῇ· κατὰ τὸ εἰρημένον· 'ξύλον ζωῆς ἐστι πᾶσι τοῖς ἀντεχομένοις αὐτῆς·' λέγει οὖν ὅτι οἱ πιστεύσαντες Χριστῷ, σῶμα αὐτοῦ ἔσονται· μετασχηματίσει γὰρ τὸ σῶμα τῆς ταπεινώσεως ἡμῶν, σύμμορφον τῷ σώματι τῆς δόξης αὐτοῦ· διεξόδους δὲ ὑδάτων, τὰς θείας γραφάς· ἐν αἷς ἁπανταχοῦ ἔστιν εὑρεῖν, Χριστὸν κηρυσσόμενον: –
Als ein Baum wird Christus in der von Gott inspirierten Schrift beschrieben, gemäß der Aussage: 'Ein Baum des Lebens ist sie allen, die sie festhalten.' [Prov 3,18a] Er sagt also, dass die, welche an Christus glauben, sein Leib sein werden; denn er wird den Leib unserer Niedrigkeit zu einer Gestalt umformen, die dem Leib seiner Herrlichkeit gleich ist. [cf. Phil 3,21var] Wasserbäche aber nennt er die göttlichen Schriften; in diesen kann der verkündigte Christus überall gefunden werden.

V1 M O P1 A1 B1 B2 L1 P6 Z L2

Ξύλον – κηρυσσόμενον] Ἐξ ὁμοιώσεως παραβολῆς· ὕδατα, αἱ θεῖαι γραφαί· ἐν τούτοις γὰρ πιαίνεται ὁ τὸν νόμον κυρίου μελετῶν: – A1 || ἀναγέγραπται] [ἀνα(?)][γέ]γρ[α]π[τ]α[ι] B2 || Ξύλον] Ἐξομολογήσεως ἤτοι παραβολῆς (glossa?) ante ξύλον add. P6 Z || θεοπνεύστῳ γραφῇ] θείᾳ γραφῇ B1 | γ[ραφῇ] B2 || κατὰ – κηρυσσόμενον] om. B1 || ξύλον ζωῆς ἐστιν] om. V1 P1 || πᾶσι – αὐτῆς] [τοῖς(?)] ἀ[ν]τ[ε]χ[ομένοις] [πᾶσιν αὐτῆς(?)] B2 || αὐτῆς] αὐτοῦ O L1 L2 | αὐτ[οῦ(?)] M | [ταύτης] B2 || λέγει – κηρυσσόμενον] om. B2 L2 || οἱ πιστεύσαντες Χριστῷ] οἱ πιστεύσαντες τῷ Χριστῷ P1 | οἱ πιστεύοντες τῷ Χριστῷ M O | οἱ πιστεύοντες Χριστῷ L1 | οἱ πιστεύοντες εἰς Χριστὸν P6 Z || μετασχηματίσει] μετασχηματίζει Z || σύμμορφον] πρὸς τὸ γενέσθαι (cf. Phil 3,21var) ante σύμμορφον add. V1 P1 | σύμορφον P6 || διεξόδους – κηρυσσόμενον] evanida M | om. L1 || τὰς θείας γραφάς] τὰς θείας φησὶ γραφάς P1 P6 Z || ἔστιν – κηρυσσόμενον] κύριον ἐστιν εὐρεῖν κηρυττόμενον P6 Z || Χριστὸν] *** Χριστὸν O

A1 P6 Z: In beiden Fassungen von exp. 6 wird einleitend behauptet, dass die im Psalmtext verwendeten Bilder durch ein Gleichnis auszulegen sind. Bei P6 Z muss eine Textkorruption vorliegen (ἐξομολογήσεως aus ἐξ ὁμοιώσεως). exp. 6 liegt in A1 in Form einer verkürzenden Paraphrase vor. Die Auslegung von "Holz", "Baum" als ein im Alten Testament zu findendes Bild für Christus wurde zur Gänze ausgelassen. P1: Ein leerer Zwischenraum ist vor διεξόδους δὲ ὑδάτων. Auf diese Weise wird ein Themenwechsel signalisiert. M O: Die exp. ist zweiteilig: Der erste Teil wird eingeleitet durch das Halblemma καὶ ἔσται ὡς τὸ ξύλον; der zweite Teil durch παρὰ τὰς διεξόδους. B1: exp. 6 Hesychius zugeschrieben. B1: exp. 14 irrtümlich Hesychius zugeschrieben. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (ξύλον ζωῆς). Montfaucon (P1 P6): P1 wurde durch P6 ergänzt (mit Ἐξομολογήσεως ἤτοι παραβολῆς und ξύλον ζωῆς ἐστι) und ὑδάτων wurde zu τῶν ὑδάτων korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:6

(1,3b)
ὃ τὸν καρπὸν αὐτοῦ δώσει ἐν καιρῷ αὐτοῦ·
(3b) der seine Frucht zu seiner Zeit geben wird
(1,3c)
καὶ τὸ φύλλον αὐτοῦ οὐκ ἀπορρυήσεται·
(3c) und dessen Laub nicht abfallen wird.
Expositio 7:
Καρπὸν τοῦ ξύλου νοήσεις, τὴν ὀρθὴν πίστιν· φύλλα δὲ αὐτοῦ, τὴν πλήρωσιν τῶν ἐντολῶν: –
Unter der Frucht des Baumes wirst du den richtigen Glauben verstehen; unter seinen Blättern die Erfüllung der Gebote.

V1 M O P1 B2 L1 V5 P7 L2

Καρπὸν – αὐτοῦ] om. B2 || νοήσεις] νόησον L1 || φύλλα] φύλλον V5 P7 L2 || αὐτοῦ] αὐτῆς M || τῶν ἐντολῶν] post τῶν ἐντολῶν· add. οὐκ ἀποπεσεῖται· οὐ γάρ ἐστι τί τῶν ἁγίων πρᾶγμα ἢ λόγος, ὅπερ οὐκ εἰς ἀγαθὸν ἤξει πέρας· τοῖς γὰρ ἀγαπῶσι τὸν θεὸν, πάντα συνεργεῖ εἰς ἀγαθόν (= glossa in Ps 1,3c [ex Aquila; cf. Field II 87] + fons ignotus in Ps 1,3 [cf. Rom 8,28]) L1

M O L2: exp. 7 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Psalmzeilen. B1: exp. 7 irrtümlich Theodoret zugeschrieben. L1: In Abweichung von der restlichen Überlieferung ist exp. 7 zweiteilig: Καρπὸν – πίστιν folgt nach Ps 1,3b; Φύλλα – ἐντολῶν nach Ps 1,3c. Der zweite Teil ist durch zwei Zusätze erweitert. Erstens durch eine Glosse, die aus einer hexaplarischen Variante gewonnen wurde (Aquila). Diese findet sich auch in anderen Handschriften wie V1 (f. 37v), B2 (f. 5v). Ob es sich um eine Glosse oder hexaplarische Variante handelt, war der Schreiber von V1 möglicherweise unsicher: Die ersten Buchstaben zeichnet er als Majuskeln aus (wie für hexaplarische Varianten vorgesehen); die folgenden als Minuskeln (wie für Glossen vorgesehen). Der zweite fremde Körper in der exp. von L1 ist eine Auslegung von Ps 1,3, die durch ein Bibelzitat untermauert wird. Dieses Bibelzitat findet sich auch in V5 (f. 26r) in Gestalt einer Marginalie neben Ps 1,3d–4a. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (τὴν ὀρθὴν πίστιν). Montfaucon (P1 P7): exp. 7 entspricht P1, allerdings mit Auslassung von ὀρθὴν. Montfaucon edierte diese Expositio ein zweites Mal in den Ergänzungen zu seiner Editio princeps. Dort befindet sie sich im Kontext eines größeren Fragments. Die Ergänzungen stammen aus der Sammlung, die Colville in El Escorial zusammengestellt hatte.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:7

(1,3d)
καὶ πάντα ὅσα ἂν ποιῇ, κατευοδωθήσεται: –
(3d) Und alles, was er tut, wird gelingen.
Expositio 8:
Οὐ γάρ ἐστι πρᾶξις τῶν κατὰ θεὸν γινομένων, ἀνωφελής: –
Denn keines der Werke, die gottgemäß geschehen, ist nutzlos.

V1 M O P1 A1 A2 V4 B2 V5 P7

γινομένων] γενομένων O

V5 P7 (Typus XV): V5 verbindet exp. 8 mit Ps 1,4. P7 begeht diesen Fehler nicht. Montfaucon (P1 P7): exp. 8 entspricht P1 (= P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:8

(1,4a)
οὐχ οὕτως οἱ ἀσεβεῖς, οὐχ οὕτως·
(4a) Nicht so die Gottlosen, nicht so,
(1,4b)
ἀλλ᾽ ἢ ὡς ὁ χνοῦς, ὃν ἐκριπτεῖ ὁ ἄνεμος ἀπὸ προσώπου τῆς γῆς: –
(4b) sondern sie sind wie der Staub, den der Wind vom Angesicht der Erde wegreißen wird.
Expositio 9a:
Ἄλλα γὰρ περὶ αὐτῶν ἐβουλεύσατο· τοῖς μὲν δικαίοις, τὴν βασιλείαν ἀποδοῦναι· τοῖς δὲ ἁμαρτωλοῖς ἐρεῖν, 'ἀποστραφήτωσαν οἱ ἁμαρτωλοὶ εἰς τὸν ᾅδην': –
Καθ᾿ ὑπερβατὸν νοητέον· ἐν τῇ κρίσει φησὶν, οὐκ ἀναστήσονται· οὔτε οἱ ἀσεβεῖς· οὔτε οἱ ἁμαρτωλοὶ ἐν τῇ βουλῇ τῶν δικαίων· ἕτερα γὰρ περὶ ἑκατέρων ἐβουλεύσατο· τοῖς μὲν γὰρ δικαίοις, τὴν βασιλείαν ἀποδίδωσι· τοῖς δὲ ἁμαρτωλοῖς ἐρεῖ, 'ἀποστραφήτωσαν οἱ ἁμαρτωλοὶ εἰς τὸν ᾅδην': –
Denn er hat etwas anderes über sie beschloßen: den Gerechten das Reich zu übergeben, den Sündern zu sagen: 'Die Sünder sollen in die Unterwelt getrieben werden!' [Ps 9,18a]
Dies sollte im Sinne eines Ηyperbaton betrachtet werden: Im Gericht, sagt er, werden die Gottlosen nicht aufstehen, noch die Sünder im Rat der Gerechten. Denn er hat etwas anderes für jeden von beiden beschlossen: Den Gerechten wird er das Reich übergeben; den Sündern wird er sagen: 'Die Sünder sollen in die Unterwelt getrieben werden!' [Ps 9,18a]

V1 M O

Ἄλλα] ἀλλὰ M O || ἀποδοῦναι] ἀποδίδωσιν V1 || ἐρεῖν] ἐρεῖ V1

V1: exp. 9a mit Ps 1,4b verbunden. Das Ἄλλα γὰρ scheint jedoch in direkter Beziehung zu οὐχ οὕτως (Ps 1,4a) zu stehen. M O: Theodoret (comm. in Ps 1,4a [PG 80,872 B12–14 sub Ps 1,5]) ohne Trennung verbunden mit exp. 9b. Diese Einheit wird Theodoret zugeschrieben. Die beiden Fragmente folgen in V1 aufeinander, aber getrennt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:9a

V5 P7

περὶ ἑκατέρων] correximus | π[αρ᾿] ἑκατέρων V5 | παρεκατέρων P7

Beide Handschriften verbinden diese Fassung der exp. 9a mit Ps 1,5. Καθ᾿ ὑπερβατὸν - δικαίων wurde als fons ignotus von G. Dorival bereits herausgegeben (IV 368, fr. 13). Montfaucon wurde auf exp. 9a nicht aufmerksam, da sie in P7 anonym vorliegt (ἄλλως).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:9apar

Expositio 9b (dubium):
Καὶ τοῦτο ἐξ ὁμοιώσεως, δηλούσης τῶν ἀσεβῶν τὸ εὐρίπιστον: –
Auch dieses ergibt sich aus einem Vergleich, der zeigt, mit welcher Leichtigkeit die Gottlosen bewegt werden können.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:9b

(1,5a)
διὰ τοῦτο οὐκ ἀναστήσονται ἀσεβεῖς ἐν κρίσει,
(5a) Deshalb werden die Gottlosen im Gericht nicht aufstehen,
(1,5b)
οὐδὲ ἁμαρτωλοὶ ἐν βουλῇ δικαίων: –
(5b) auch nicht die Sünder im Rat der Gerechten.
Expositio 10:
Διὰ τοῦτο μὲν· διὰ τὸ μὴ ἔχειν ῥίζαν, ἀλλ᾿ ὁμοίους εἶναι χοῒ γῆς ὑπὸ ἀνέμου ῥιπιζομένῳ· ἄνεμον δὲ νοήσεις, τὴν ἀπειλὴν τοῦ θεοῦ τὴν λέγουσαν· πορεύεσθε ἀπ᾿ ἐμοῦ οἱ κατηραμένοι εἰς τὸ πῦρ τὸ αἰώνιον· οἳ· τὴν τοιαύτην ἀκούσαντες φωνὴν, καταπεσοῦνται δικαίως· οὐ γὰρ ἐστήκασιν εἰς Χριστὸν, ὅς ἐστι τῶν πιστευόντων στήριγμα καὶ θεμέλιος: –
Deshalb nämlich, weil sie keine Wurzel haben, sondern weil sie Erdenstaub ähnlich sind, der vom Wind aufgeweht wird. Unter dem Wind wirst du die Drohung Gottes verstehen, welche sagt: 'Geht von mir, ihr Verfluchte, in das ewige Feuer!' [Mt 25,41] Die diese Stimme hören, werden mit Recht niederfallen. Denn sie stehen nicht in Christus, welcher die Stütze und das Fundament der Gläubigen ist.

V1 M O P1 B2 L1 V5 P7

Διὰ – ῥιπιζομένῳ] om. M O || Διὰ τοῦτο μὲν· διὰ τὸ] Διατοῦτο τὸ L1 V5 P7 || ἀλλ᾿ ὁμοίους – ῥιπιζομένῳ] ὑπὸ ἀνέμου ῥιπίζονται V5 P7 | οἱ ἀνέμου ῥιπιζόμενοι L1 || ἄνεμον δὲ νοήσεις] ἀνέμους δὲ νοεῖν L1 | ἄνεμον δεῖ νοεῖν V5 P7 || πορεύεσθε] πορεύεσθαι M O || οἳ2 – θεμέλιος] om. B2 || οἳ2] οἱ M O | ὅτι L1 | καὶ V5 P7 || τὴν τοιαύτην] τὴν αὐτὴν P1 || οὐ γὰρ ἐστήκασιν εἰς Χριστὸν] ὅτι οὐκ ἔγνωκαν Χριστὸν L1 | ὅτι οὐκ ἐγνώκασι Χριστὸν V5 P7 || τῶν πιστευόντων στήριγμα] τῶ πιστεύοντι στηριγμὸς V5 P7 || θεμέλιος] θεμέλιον P7 | post θεμέλιος· add. τὸ γὰρ (γὰρ om. V5 P7) εἰς κρίσιν φησὶν οὐκ εἰς ἐρώτησιν θεοῦ (θεοῦ om. V5 P7) (= Origenes, schol. [?] in Ps 1,5a; cf. Analecta Sacra II [446,23–24], Ps-Evagrius, fr. 9 [278 Rondeau – Géhin – Cassin]) P1 V5 P7

M O: exp. 10 liegt in der inneren Kolumne. V5 P7: Nicht nur exp. 9a, sondern auch exp. 10 wird mit Ps 1,5 verbunden. P1 V5 P7: exp. 10 endet mit einer Aussage, die ursprünglich eine selbständige war. Diese wird in der Überlieferung Origenes zugeschrieben, z.B. in V1 (f. 37v). Obgleich unter dem Namen des Origenes laufende Erklärungen in vielen Fällen auf Evagrius zurückgehen, behandeln die Editoren des Evagrius diesen Fall als Spurium. Die Behauptung, dass David (φησίν) den Stichos (τὸ, i.e. οὐκ ἀναστήσονται) "in Bezug auf das Gericht" und nicht "in Bezug auf die Befragung Gottes" gesagt habe, wirkt kryptisch. Der Vergleich mit der Version in den Analecta sacra scheint nahezulegen, dass es sich dabei um eine komprimierte Fassung handelt. Montfaucon: exp. 10 mit Erweiterung aus P1 (= PG 27,64 A6–7), nicht aus P7. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (πορεύεσθε – αἰώνιον). Montfaucon (P1 P7): exp. 10 entspricht P1. Allerdings wurde τῶν πιστευόντων zu πιστευόντων und εἰς τὸ πῦρ zu εἰς πῦρ korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:10

(1,6a)
ὅτι γινώσκει κύριος ὁδὸν δικαίων,
(6a) Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten,
Expositio 11:
Τὸ γινώσκει, ἀντὶ τοῦ τιμᾷ· κατὰ τὸ εἰρημένον ὑπὸ θεοῦ πρὸς Μωϋσῆν· γινώσκω σε παρὰ πάντας, καὶ εὗρες χάριν παρ᾿ ἐμοί: –
'Kennt' steht für 'er ehrt', gemäß dem, was von Gott zu Moses gesagt wurde: 'Ich kenne dich vor allen, und du hast Gnade vor mir gefunden.' [Ex 33,12.17]

V1 M O P1 A1 A2 V4 V5 P7

γινώσκει] γινώσκει* O || τιμᾷ] τιμῶ M | ἀγαπᾷ * A1 || κατὰ – παρ᾿ ἐμοί] om. A1 || ὑπὸ θεοῦ] ὑπὸ τοῦ θεοῦ M V5 P7 || πρὸς Μωϋσῆν] εἰς Μωσῆν P1 || γινώσκω] post γινώσκω σε παρὰ πάντας add. ἀντὶ τοῦ τιμῶ σε V5 P7 || παρ᾿ ἐμοί] ἐν ἐμοί P1 | ἐναντίον μου V5 P7

Montfaucon (P1 P7): P1 wurde durch die Übernahme von ἀντὶ τοῦ τιμῶ σε aus P7 ergänzt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:11

(1,6b)
καὶ ὁδὸς ἀσεβῶν ἀπολεῖται: –
(6b) und der Weg der Gottlosen wird vergehen.
Expositio 12 (dubium):
Ἀπώλεια γὰρ ἔσται τῶν πονηρῶν πράξεων· καὶ οὐδεὶς ἔσται ἐκεῖ πορνεύων ἢ κλέπτων: –
Denn es wird eine Vernichtung der bösen Handlungen geben; und niemand wird dort sein, der Unzucht treibt oder stiehlt.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:12

Psalm 2
ΨΑΛΜΟΣ Β´
Psalm 2
Expositio 13: Hypothesis
Ἐν τῷ πρώτῳ ψαλμῷ ἀσεβεῖς καὶ ἁμαρτωλοὺς καὶ λοιμοὺς ἀποφηνάμενος τοὺς ἄρχοντας τοῦ ἰουδαίων ἔθνους, ἐν τούτῳ πάλιν δείκνυσι τὰς πράξεις διὰ τῶν τοιούτων ὀνομάτων ὧν γεγόνασι μέτοχοι: –
Nachdem er im ersten Psalm die Anführer des jüdischen Volkes als Gottlose, Sünder und Verseuchte angezeigt hat, zeigt er ferner in diesem die Taten mit solchen Namen an, die ihnen entsprechen.

V1 M O P1 B3

ἀσεβεῖς καὶ] ἀσεβεῖς τὲ καὶ P1 || τοῦ ἰουδαίων ἔθνους] τῶν ἰουδαίων B3 || διὰ – μέτοχοι] δι᾿ ἃς τῶν τοιούτων ὀνομάτων γεγόνασι μέτοχοι B3 || ὧν] ὧ- ex corr. M |

M O (Typus IV): exp. 13 bilden mit exp. 14 eine Einheit. B1 (Typus I): Die Hypothesis zu Ps 2 aus den Expositiones fehlt. Es ist hingegen die Einleitung zu Ps 2 aus Theodoret (comm. in Ps 2 [PG 80,873 B12–C4]), die Athanasius zugeschrieben wird, wie folgt: σχόλιον, εἰς τὸ δεύτερον ψαλμὸν τοῦ ἁγίου Ἀθανασίου. Der Text des Theodoret steht nicht vor dem Psalmbeginn in der Abteilung, die in B1 den Hypotheseis gewidmet ist, sondern nach den Exegesen zu Ps 2,1. Syrische Version (Epitome): exp. 13 wird vollständig wiedergegeben. Montfaucon: exp. 13 stand nur in P1 zur Verfügung.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:13

(2,1a)
῞Ινα τί ἐφρύαξαν ἔθνη
(1a) Wozu haben die Völkerschaften getobt
(2,1b)
καὶ λαοὶ ἐμελέτησαν κενά;
(1b) und die Völker Leeres ersonnen?
Expositio 14:
Φρύαγμά ἐστιν, τὸ ἀλόγιστον φρόνημα· ἀπὸ κοινοῦ τὸ 'ἵνα τί·' 'ἵνα τί' καὶ διὰ τί οἱ 'λαοὶ ἐμελέτησαν κενά·' πῶς γὰρ οὐ κενὴ γέγονεν αὐτοῖς ἡ μελέτη, μὴ δεξαμένοις τὸν σωτῆρα τοῦ γένους;
Ein Toben ist der völlig unvernünftige Sinn. Das 'wozu' ist (beiden Zeilen) gemeinsam: 'Wozu' und warum haben die Völker Leeres ersonnen? Denn wie ist ihnen ihr Nachsinnen nicht zu etwas Leerem geworden, da sie den Erlöser ihres Geschlechtes nicht aufnahmen?

V1 M O G P1 A1 A2 V4 B1 B2 B3 P6 Z V51 P71 V52 P72 L2 A3

Φρύαγμά] Ὑπερηφανεύσαντο ἐμεγαλοφρόνησαν· (= glossa) ante φρύαγμα add. B2 || Φρύαγμά – ἵνα τί1] Φρύαγμά ἐστι τὸ ἀλόγιστον φρόνημα· ἀπὸ κοινοῦ δὲ τὸ ἵνα τί ἐφρύαξαν: – A2 || Φρύαγμά – φρόνημα] in lacuna (ut vid.) G | om. P1 | Φρύαγμα ἐστὶν, τὸ ἀλόγιστον φρόνημα: – V4 B1 | ... φρύαγμα δέ ἐστι, τὸ ἀλόγιστον φρόνημα: – B2 | Φρύαγμα τὸ ἄλογον φρόνημα P6 Z | om. V52 P72 || ἀπὸ κοινοῦ – τοῦ γένους] om. V4 B1 B2 V51 P71 || ἀπὸ κοινοῦ – κενά] om. A1 || ἀπὸ κοινοῦ] ἀπὸ κοινοῦ δὲ P6 Z | om. B3 || ἵνα τί καὶ διὰ τί] ἵνα ᾖ καὶ διὰ τί P6 Z B3 | τουτέστιν διὰ τί P1 V52 P72 L2 A3 || ἵνα τί] bis scriptum O || πῶς – τοῦ γένους] καὶ πῶς οὐχὶ κενὰ τὸν σωτῆρα τοῦ γένους μὴ δεξάμενοι G || γὰρ] om. A1 || οὐ κενὴ γέγονεν αὐτοῖς] οὐκ ἐνὶ αὐτοῖς γέγονεν V5 P7* | οὐ κενὴ αὐτοῖς γέγονεν P7c L2 A3 || μὴ δεξαμένοις] μὴ δεξαμένη V52 P72 L2 A3 || τοῦ γένους] τοῦ βροτίου γένους A1

V1: Ps 2,1a–b bilden, wie im Bibelcodex B, einen einzigen Stichos. B1: exp. 14, die unmittelbar nach dem Lemma Ps 2,1 steht, wird irrtümlich Theodoret zugeschrieben. Es folgen zwei eigenständige Erklärungen, die jeweils aus zwei Glossen bestehen. Die zweite Erklärung (= Ὑπερηφανεύσαντο, ἐμεγαλοφρόνησαν; siehe App.) wird Athanasius zugeschrieben. A1: exp. 14 ist in zwei Erklärungen geteilt: Φρύαγμά – φρόνημα steht nach Ps 2,1a; πῶς – τοῦ γένους nach Ps 2,1b. L2: exp. 14 ist hier nicht völlständig erhalten, sondern zwei Teile davon. Φρύαγμά – φρόνημα befindet sich nicht im Hauptkommentar, sondern unter der Kolumne des Psalmtextes; ἀπὸ κοινοῦ – τοῦ γένους im Hauptkommentar (mit Ps 2,1a verbunden). V5 P7 A3: exp. Wie schon in der Familienvorlage der Fall gewesen sein muss, steht auch hier exp. 17 vor der Erklärung aus exp. 14. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (πῶς – μελέτη). Montfaucon (P1 P6 P7): Der erste Satz von exp. 14 ist aus P6, der Rest aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:14

(2,2a)
παρέστησαν οἱ βασιλεῖς τῆς γῆς,
(2a) Aufgestellt haben sich die Könige der Erde,
Expositio 15:
Ἡρώδης τε καὶ Πόντιος Πιλᾶτος: –
Βασιλεῖς δὲ τῆς γῆς παρεστάναι φησὶν, τόν τε Ἡρώδην καὶ τὸν Πιλάτον: –
Herodes und Pontius Pilatus.
Er sagt, dass sich die Könige der Erde aufgestellt haben, nämlich Herodes und Pontius Pilatus.

V1 M O P1 A1 B1 B2 B3

τε καὶ] καὶ B1 B2 B3

M O (Typus IV): exp. 15 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Psalmzeilen. P1 (Typus XIX): exp. 15 ist mit einer Erklärung verbunden, die vermutlich ein Scholion des Origenes ist (in Ps 2,2a = Analecta sacra II 449,27–28). Dieser exegetische Komplex wird Eusebius zugeschrieben, denn Scholia des Origenes werden in den Typen IV (M O) und XIX (V1 C P1) nicht Origenes selbst, sondern Eusebius zugeschrieben. A2 V4 (Typus XIV): exp. 15 fehlt. An ihrer Stelle wird ein abgekürztes Zitat aus Asterius (hom. 2,5–6 in Ps 2,2a–b [6,3–13 Richard]) Athanasius zugeschrieben. Syrische Version (Epitome): exp. 15 wird wiedergegeben. Montfaucon: Da exp. 15 in P1 an Eusebius zugeschrieben wird, wurde sie nachträglich in Ergänzung zur Editio princeps aus der Sammlung von Colville publiziert. Dabei handelt es sich um ein breiteres Fragment, das exp. 15 beinhaltet.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:15

G

(2,2b)
καὶ οἱ ἄρχοντες συνήχθησαν ἐπὶ τὸ αὐτὸ
(2b) und die Herrscher haben sich am selben Ort versammelt
Expositio 16:
Τὰ προλεχθέντα τάγματα· γραμματεῖς καὶ φαρισαῖοι καὶ νομικοί: –
Ἄρχοντας δὲ λέγει τὰ προλεχθέντα τάγματα, γραμματεῖς καὶ φαρισαίους καὶ νομικούς: –
Die schon angeführten Gruppen: Schriftgelehrte, Pharisäer und Gesetzeskundige.
Als Herrscher nennt er die schon angeführten Gruppen: Schriftgelehrte, Pharisäer und Gesetzeskundige.

V1 G P1 B3 L1

Montfaucon: exp. 16 stand nur in P1 zur Verfügung.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:16

G A1

Τὰ – νομικοί] Ἄρχοντας, τοὺς γραμματεῖς καὶ φαρισαίους καὶ νομικοὺς λέγει: – A1

A1: exp. 16 wurde umgestaltet. Grund dafür war das Fehlen der Hypotheseis zu Ps 1 und 2 (= exp. 1 und 13) in dieser Katene. In diesen ist die Rede von drei Gruppen (τὰ προλεχθέντα τάγματα), in die die Anführer der Juden eingeteilt werden können. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (Τὰ προλεχθέντα τάγματα).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:16par

(2,2c)
κατὰ τοῦ κυρίου καὶ κατὰ τοῦ χριστοῦ αὐτοῦ
(2c) gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten.
Expositio 17:
Ἡ γὰρ εἰς τὸν Χριστὸν ἐπιβουλὴ, καὶ εἰς αὐτὸν ἀνατρέχει τὸν πατέρα· εἰ γὰρ ὁ πατὴρ ἐν τῷ υἱῷ· καὶ ὁ υἱὸς ἐν τῷ πατρὶ, πῶς οὐκ ἂν μία τίς εἰς αὐτοὺς ὕβρις γένοιτ᾿ ἄν;
Denn die Hinterlist gegen den Gesalbten wendet sich auch gegen den Vater selbst. Denn wenn der Vater im Sohn ist, und der Sohn im Vater, wie wäre die ihnen zugefügte Schmach nicht ein und dieselbe?

V1 M O G P1 A1 B3 L1 P6 Z V5 P7 L2 A3

] Κατὰ τοῦ κυρίου, τοῦ πατρὸς λέγει· ante ἡ add. A1 | Εἰ M || Ἡ – τὸν πατέρα] om. L1 || εἰς τὸν Χριστὸν] εἰς Χριστὸν B3 || καὶ1 – γένοιτ᾿ ἄν] καὶ εἰς τὸν αὐτοῦ πατέρα ἀνατρέχει· ἐπεὶ καὶ ὁ πατῆρ ἐν τῶ υἱῶ· καὶ ὁ υἱὸς ἐν τῶ πατρὶ ταυτόν εἰσιν G || εἰς αὐτὸν] εἰσάββατ (ut vid.) O || εἰ – τῷ πατρὶ] εἰ γὰρ ἐν τῷ υἱῷ ὁ πατὴρ· καὶ ὁ υἱὸς ἐν τῷ πατρὶ B3 | εἰ γὰρ καὶ ὁ υἱὸς ἐν τῷ πατρὶ L1 || καὶ2 – γένοιτ᾿ ἄν] non descripsit M || πῶς οὐκ ἂν μία τίς] πῶς οὐχὶ μία τίς (-ς supra lin. add.) B3 | πῶς οὐχὶ καὶ μία τις L1 | πῶς οὐ καὶ μία P6 Z V5 P7 | πῶς [οὐ]χὶ καὶ μία (καὶ supra lin. add.) L2 | πῶς οὐ μία A3 || ἡ εἰς αὐτοὺς ὕβρις] ἡ εἰς αὐτοὺς ὕβρεως (sic) O || 2] ὶ (sic) L1 | supra. lin. Z || γένοιτ᾿ ἄν] γένητᾶν P1 | [γέ][νοιτἄν(?)] V5 | γένοιτἂν (sic) P7

M O (Typus IV): exp. 17 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Kolumne. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden. Montfaucon (P1 P6 P7): exp. 17 entspricht P6. Diese gleiche Expositio wurde in Ergänzung zur Editio princeps ein zweites Mal aus der Sammlung von Colville publiziert. Darin ist die eine von P6 abweichende Formulierung enthalten (πῶς οὐκ ἂν μία τις εἴη ἡ εἰς αὐτοὺς ὕβρις;) .

urn:cts:etf:psath.expps.grc:17

(2,2d)
διάψαλμα
(2d) Zwischenspiel
(2,3a)
Διαρρήξωμεν τοὺς δεσμοὺς αὐτῶν
(3a) Lasst uns ihre Fesseln zerreißen
Expositio 18:
Λείπει τὸ λέγοντες, ἵνα ᾖ ἡ διάνοια αὕτη· συνήχθησαν κατὰ τοῦ κυρίου καὶ κατὰ τοῦ Χριστοῦ λέγοντες· 'διαρρήξωμεν τοὺς δεσμοὺς αὐτοῦοὐ γὰρ ἤθελον εἴσω τῆς ἱερᾶς γενέσθαι σαγήνης· περὶ ἧς γέγραπται· 'ὁμοία ἐστὶν ἡ βασιλεία τῶν οὐρανῶν σαγήνῃ': –
Es fehlt 'indem sie sagten', sodass dies der Sinn ist: Sie versammelten sich gegen den Herrn und den Gesalbten, indem sie sagten: Lasst uns seine Fesseln zerreißen. Denn sie wollten nicht im heiligen Schleppnetz sein, von dem geschrieben steht: 'Gleich ist das Königtum der Himmel einem Schleppnetz'. [Mt 13,47]

V1 M O G P1 A1 B3 P6 Z V5 P7 L2 A3

Λείπει – αὐτοῦ] Kατὰ γὰρ τοῦ κυρίου γέγοναν· (γέγον[..] A3) V5 P7 A3 | om. G L2 || τὸ] τὸ ex τω corr. O || ἵνα ᾖ] ἵνα τί M || συνήχθησαν] συνῆσαν P6 B3 || κατὰ τοῦ Χριστοῦ] κατὰ τοῦ Χριστοῦ αὐτοῦ M P1 A1 | κατὰ Χριστοῦ B3 || τοὺς δεσμοὺς αὐτοῦ] τοὺς δεσμοὺς αὐτῶν M O A1 P6 B3 || οὐ γὰρ ἤθελον εἴσω] λειπετε ἴσως P6* | λειπειτε ἴσως P6c | λειπει τὲ ἴσως P6corr | λείπειται εἴσω Z || γενέσθαι σαγήνης] σαγήνης (σαγίνης M P7) γενέσθαι M O V5 P7 L2 A3 || περὶ – σαγήνῃ] ᾗπερ ἡ βασιλεία τῶν οὐρανῶν ἀφωμ[ο]ίωται G | om. B3 || ὁμοία] ὁμοίον O || σαγήνῃ] post σαγήνῃ· add. ταύτη τὸ καὶ θηρίοις ἑκόντες νοητοῖς γεγόνασι παρανάλωμα (= glossa?) L2

M O (Typus IV): exp. 18 wird irrtümlich Origenes zugeschrieben. Es handelt sich wahrscheinlich um eine Fehlplatzierung des Autorennamens, denn auf diese Expositio folgt ein Fragment des Origenes (PG 23,81 A10–D12). L1: exp. 18 fehlt. An ihrer Stelle steht nach Ps 2,3a ein exegetischer Komplex, der aus einer Glosse (= Suda, lex. s.v. Διαρρήξωμεν [Δ nr. 730 Adler]), Hesychius (Antonelli; PG 27,653) und einer unbekannten Quelle zusammengesetzt ist. Da dieser Athanasius zugeschrieben wird, kann dies darauf hindeuten, dass exp. 18 in der Tradition dieser Textkatene ursprünglich vorhanden war. L2: Die abgekürzte exp. 18 ist umgeben von Erklärungen aus Hesychius (Antonelli und Jagić) zu Ps 2,3. Diese Gruppe folgt unmittelbar nach der Kommentierung von Ps 2,1 (Q2; siehe zu exp. 14). Darin weist die Textlage von exp. 18 Merkmale vor, die sie von den anderen Mitgliedern der Familie absondern: a) Sie bildet eine Einheit mit der Erklärung aus Hesychius (comm. brevis in Ps 2,3 [2 Jagić]); b) Sie enthält keinen Anfangssatz (Kατὰ γὰρ τοῦ κυρίου γέγοναν), sehr wohl aber eine konsistente Erweiterung am Ende. V5 P7 A3: Der erwähnte Anfangssatz ersetzt den ersten Teil von exp. 18. Dieser Satz dürfte zusammengestellt worden sein, um ein Problem in Bezug auf die Verständlichkeit der Familienvorlage zu umgehen. Das Verhalten von L2 in diesem Fall – nicht typisch für dieses präzise Manuskript – scheint diese Annahme zu stützen. Seine Zusammenlegung von Hesychius und Athanasius ist jedoch in den verwandten Handschriften vermieden worden. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (διαρρήξωμεν – σαγήνης). Montfaucon (P1 P6 P7): exp. 18 entspricht P1, aber τοὺς δεσμοὺς αὐτοῦ wurde zu τοὺς δεσμοὺς αὐτῶν korrigiert (nach P6?).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:18

(2,3b)
καὶ ἀπορρίψωμεν ἀφ᾽ ἡμῶν τὸν ζυγὸν αὐτῶν.
(3b) und ihr Joch von uns werfen!
Expositio 19:
Περὶ οὗ εἴρηκεν· 'ὁ γὰρ ζυγός μου χρηστός ἐστιν': –
Von dem er gesagt hat: 'Mein Joch ist erträglich.' [Mt 11,30]

V1 G P1 A1 B2 L1 V5 P7 L2 A3

Περὶ] Tὴν βαρύτητα τοῦ νόμου (= glossa) ante περὶ add. P1 || Περὶ οὗ εἴρηκε] ... oὗ καὶ εἴρηκεν V5 P7 | ... περὶ oὗ καὶ εἴρηκεν A3 | Γέγραπται ἐν εὐγγελίοις L2 || χρηστός ἐστιν] χ(ριστό)ς ἐστιν B2* L1 V5 A3 | χρηστός ἐστιν B2c | χριστὸς καὶ τὸ φορτίον μου ἐλαφρόν ἐστιν P1

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (ζυγός μου χρηστός). Montfaucon (P1 P7): exp. 19 entspricht der erweiterten Fassung in P1 (siehe App.)

urn:cts:etf:psath.expps.grc:19

(2,4a)
ὁ κατοικῶν ἐν οὐρανοῖς ἐκγελάσεται αὐτούς,
(4a) Der in den Himmeln wohnt, wird sie laut auslachen,
Expositio 20:
Ὡς ἀνόητα βουλευσαμένους: –
Weil sie Unverständiges beraten haben.

V1 M O P1 A1 L1

βουλευσαμένους] δηλονότι βουλευσαμένους A1 | βουλευσαμένοις V1* M O | βουλευσαμένους V1c

M O (Typus IV): exp. 20 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern unter der Kolumne des Psalmtextes. P1: exp. 20 ist mit Theodoret (comm. in Ps 2,4 [PG 80,877 A13–B3]) verbunden. Montfaucon: Die Verbindung von P1, der für exp. 20 als einziger Zeuge zur Verfügung stand, wurde reproduziert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:20

(2,4b)
καὶ ὁ κύριος ἐκμυκτηριεῖ αὐτούς.
(4b) und der Herr wird sie verhöhnen.
Expositio 21:
Ἀντὶ τοῦ μισήσει καὶ ἀποστραφήσεται: –
Ἐξουδενώσει γὰρ αὐτοὺς φησὶν, καὶ μισήσει καὶ ἀποστραφήσεται: –
Anstelle von 'er wird sie hassen und verabscheuen'.
Denn er wird sie vernichten, sagt er, und sie hassen und verabscheuen.

V1 M O G A1 B2 L1

Ἀντὶ τοῦ μισήσει] Ἀντὶ τοῦ μισεῖ B2 || καὶ ἀποστραφήσεται] ἐξ[ου]δε[νώσ]ει [καὶ ἀ]π[ο]στ[ραφήσεται] G

M O (Typus IV): exp. 21 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern oberhalb der Kolumne des Psalmtextes.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:21

P1

Montfaucon: exp. 21 stand nur in P1 zur Verfügung.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:21par

(2,5a)
τότε λαλήσει πρὸς αὐτοὺς ἐν ὀργῇ αὐτοῦ
(5a) Dann wird er zu ihnen in seinem Zorn reden,
(2,5b)
καὶ ἐν τῷ θυμῷ αὐτοῦ ταράξει αὐτούς
(5b) und in seinem Grimm wird er sie erschrecken.
Expositio 22:
Τότε πότε, ἢ ὅτε ἔλεγον· διαρρήξωμεν τοὺς δεσμοὺς αὐτῶν· τί δέ ἐστι τὰ ἐν ὀργῇ παρ᾿ αὐτοῦ λαληθέντα ἢ τὸ, 'οὐαὶ ὑμῖν γραμματεῖς καὶ φαρισαῖοι·' 'ὅτι ἀρθήσεται ἀφ᾿ ὑμῶν ἡ βασιλεία τοῦ θεοῦ·''καὶ ὑμῖν τοῖς νομικοῖς, οὐαί': –
'Dann' wann anders, als da sie sagten: 'Lasst uns ihre Fesseln zerreißen.' Was hat er denn im Zorn gesprochen, wenn nicht: 'Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer!' [Mt 23,13 et seq.], 'Weil weggenommen werden wird von euch das Königtum Gottes' [Mt 21,43], und 'Wehe euch, ihr Gesetzeskundigen'. [Lc 11,46]

V1 M O G P1 A1 B1 L1 P6 Z V5 P7

Τότε πότε] Πό[τ]ε τ[ότε] G || ἢ ὅτε ἔλεγον] ἢ ὅτε ἔλεγε(ν) B1 P6 Z | ὅτι ἔλεγον L1 || τοὺς δεσμοὺς αὐτῶν] τοὺς δεσμοὺς G A1 | τοὺς δεσμοὺς αὐτοῦ V5 P7 || τί – ἢ τὸ] τί δὲ τὰ ἐ[ν ὀργῇ λα]ληθέ[ντα]· G || παρ᾿ αὐτοῦ] αὐτοῦ M O | om. A1 || λαληθέντα] λαληθέντα ῥήματα A1 || ἢ τὸ, οὐαὶ ὑμῖν] οὐαὶ ὑμεῖς V1 | οὐαὶ ἡμῖν M O | εἰ τὸ οὐαὶ ὑμῖν B1 | τὸ οὐαὶ ὑμῖν L1 P6 Z || γραμματεῖς καὶ φαρισαῖοι] φαρισαῖοι καὶ γραμματεῖς B1 | γραμματεῖς καὶ φαρισαῖοι ὑποκριταὶ V5 P7 || ὅτι – οὐαί] om. G || ὅτι ἀρθήσεται] καὶ τὸ, ἀρθήσεται P1 | καὶ ἀρθήσεται B1 || τοῦ θεοῦ – οὐαί] om. B1 || τοῦ θεοῦ] om. P1 A1 | post τοῦ θεοῦ add. καὶ δοθήσεται ἔθνη (ἔθνη P7* | ἔθνει P7m.sec.) ποιοῦντι τοὺς καρποὺς αὐτῆς (= glossa?) V5 P7 || καὶ ὑμῖν τοῖς νομικοῖς οὐαί] τὸ αὐτὸ καὶ ὑμῖν οὐαὶ τοῖς νομικοῖς P1 | καὶ πάλιν· καὶ ὑμῖν οὐαὶ τοὶς νομικοῖς A1 | καίτοι· καὶ ὑμῖν τοῖς νομικοῖς τὸ οὐαί L1 | καὶ τὸ καὶ ὑμῖν τοῖς νομικοῖς οὐαί P6 Z | καὶ τό τε ὑμῖν τοῖς νομικοῖς οὐαί V5 P7

M O (Typus IV): exp. 22 mit Theodoret (comm. in Ps 2,5 [PG 80,877 B5–C3]) verbunden. In O ist Teil dieses Blocks auch das Fragment, das dieser Expositio ursprünglich getrennt vorausging (Eusebius, fr. 4 in Ps 2,3–4 [Villani]). B1 (Typus I): exp. 22 irrtümlich Hesychius zugeschrieben. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden (ἀρθήσεται – τοῦ θεοῦ). Montfaucon (P1 P6 P7): exp 22 entspricht P1 bis τοῦ θεοῦ. Der Schlusssatz τὸ αὐτὸ καὶ ὑμῖν οὐαὶ τοῖς νομικοῖς wurde wahrscheinlich gemäß P6 korrigiert, allerdings nicht völlig entsprechend zu καὶ τό· καὶ ὑμῖν οὐαὶ τοῖς νομικοῖς korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:22

(2,6a)
Ἐγὼ δὲ κατεστάθην βασιλεὺς ὑπ᾽ αὐτοῦ
(6a) Ich bin ja von ihm eingesetzt als König
Expositio 23:
Ὡς ἀποβληθέντος τοῦ ἐξ ἰσραὴλ λαοῦ· τὴν εἰς τὰ ἔθνη γενομένην αὐτοῦ πίστιν, αὐτοῖς διηγεῖται: –
Gleich als wäre das israelitische Volk verworfen, erzählt er ihnen von dem unter die heidnischen Völker dringenden Glauben an ihn.

V1 O P1 A1 B2 L1 P6 Z V5 P7

Ὡς ἀποβληθέντος] Ὡς ἀποκλιθέντος L1 || τὴν εἰς τὰ ἔθνη γενομένην] τὴν εἰς τὰ ἔθνη γεναμένην A1 | τῆς εἰς τὰ ἔθνη γενομένης (vel γενομένην) P7 || αὐτοῦ - διηγεῖται] αὐτοῦ πίστιν οὕτω(ς) διηγεῖται P1 L1 | αὐτοῦ πίστιν αὐτὸς ὁ Χριστὸς κατασημαίνει A1 | αὐτοῖς πίστιν διηγεῖται V5 P7 || αὐτοῦ] fort. αὐτῶ P6* | αὐτοῦ (ut. vid.) P6m.sec. | αὐτὰ Z

M O (Typus IV): O hat exp. 23 nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Psalmzeilen. Das graphische Erscheinungsbild legt nahe, dass diese Expositio zusammen mit dem Psalmtext abgeschrieben wurde. M hat sie ausgelassen. P6 Z (Typus III): exp. 23 bildet mit exp. 24 eine Einheit. Montfaucon (P1 P6 P7): Die Einheit von exp. 23 mit exp. 24 wurde gemäß P6 reproduziert. Da in P6 nach dem Wort γενομένην aufgrund einer Rasur nur αὐτ- zu lesen ist – ein -οῦ- darüber ist nur schwer erkennbar –, hat Montfaucon daraus ein αὐτὸς koniziert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:23

(2,6b)
ἐπὶ σιὼν ὄρος τὸ ἅγιον αὐτοῦ
(6b) auf Sion, seinem heiligen Berg.
Expositio 24:
Σιὼν, τὴν ἐκκλησίαν δηλοῖ: –
Zion bezeichnet die Kirche.

V1 O P1 A1 B2 P6 Z

Σιὼν] ... σιὼν δὲ P6 Z

O: exp. 24 liegt zwischen den Psalmzeilen. M hat sie ausgelassen. Syrische Version (Epitome): exp. 24 wird wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:24

(2,7a)
διαγγέλλων τὸ πρόσταγμα κυρίου
(7a) Dabei mache ich die Anordnung des Herrn bekannt:
Expositio 25:
Τὴν γνῶσιν τοῦ μόνου θεοῦ, καὶ τὴν ἐντολὴν τοῦ κυρίου: –
Τουτέστιν, ἐξαγγέλλων τὴν γνῶσιν τοῦ μόνου θεοῦ· καὶ τοῦ ἀποσταλέντος Ἰησοῦ: –
Das Wissen um den einen Gott und das Gebot des Herrn.
Das heißt, er verkündigt das Wissen um den einen Gott und den gesandten Jesus.

V1 M O B2 V5 P7 L2 A3

Τὴν γνῶσιν] Ἐ[ξαγ]γέλλων (= glossa?) ante τὴν γνῶσιν add. B2 || τοῦ μόνου θεοῦ] τοῦ – θεοῦ V5 P7 L2 | [τοῦ μονογε(?)]νοῦς υἱοῦ [τοῦ θεοῦ] A3 || καὶ τὴν ἐντολὴν] evanida A3 || τοῦ κυρίου] κυρίου M O

M O (Typus IV): exp. 25 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Kolumne. Sie folgt ohne das Interpunktionszeichen, das Fragmente trennt, auf Evagrius (schol. nr. α´ in Ps 2,5a [282 Rondeau – Géhin – Cassin]). L2: exp. 25 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Zeilen des Psalmtextes.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:25

A1

(2,7b)
Κύριος εἶπεν πρός με Υἱός μου εἶ σύ,
(7b) Der Herr sprach zu mir: Mein Sohn bist du;
(2,7c)
ἐγὼ σήμερον γεγέννηκά σε·
(7c) ich habe dich heute gezeugt.
Expositio 26a:
Ὅρα πῶς τὴν κατὰ σάρκα γέννησιν τοῦ μονογενοῦς, οἰκειοῦται ὁ πατήρ: –
Ὁρᾶς πῶς τὴν κατὰ σάρκα οἰκονομίαν τοῦ μονογενοῦς οἰκειοῦται ὁ πατήρ· τὸ γὰρ 'σήμερον', οὐχ ἕτερον τινὰ καιρὸν· ἢ τὸν ἐνεστήκοτα σημαίνει· τουτέστι· τὸν τῆς ἐπιδημίας· τὸν γὰρ ἀεί τε καὶ ὡσαύτως ἔχοντα· καὶ συναΐδιον ἑαυτῷ λόγον τε καὶ υἱὸν· 'σήμερον' εἰς υἱὸν γεγέννησαι φησὶν· οὐκ εἰς υἱὸν τότε δεχόμενος πρῶτο[ν]· ὃν πρὸ παντὸς αἰῶνος γεγέννηκεν, ἀλλ᾿ ὡς τούτον πεφηνότα καὶ μετὰ σαρκός· ἐφ᾿ ᾗπερ ἂν λέγοιτο, καὶ τὸ 'σήμερον' εἰκότως· ἐν ἐσχάτοις γὰρ τοῦ αἰῶνος καιροῖς γέγονεν ἄνθρωπος: –
Beachte, wie der Vater die Geburt nach dem Fleisch des Einziggeborenen sich zu eigen macht.
Du sollst beachten, wie der Vater den Heilsplan nach dem Fleisch des Einziggeborenen sich zu eigen macht. Das Wort 'heute' bezeichnet keine andere Zeit, als die gegenwärtige, das heißt, die Zeit der Ankunft. Denn er sagt, den Logos und Sohn, der zwar immer auf dieselbe Art ist und mit ihm selbst gleich ewig ist, 'heute' zum Sohn gezeugt zu haben, nicht, weil er als Sohn erst damals den angenommen hat, den er vor jeder Zeit gezeugt hat, sondern weil dieser auch mit einem Fleisch erschienen ist. In Bezug auf diese dürfte das 'heute' zurecht gesagt werden. Denn in den letzten Zeiten der Welt wurde er Mensch.

V1 P1 A1 B2 V5 P7 L2 A3

Ὅρα] Ὁρᾶς A1 || τοῦ μονογενοῦς] τοῦ μονογενοῦς υἱοῦ V5 P7 L2 A3

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden. Montfaucon (P1 P7): exp. 26a wurde nicht aus P1 übernommen, sondern später in Ergänzung zur Editio princeps aus der Sammlung von Colville in folgender Fassung veröffentlicht: Ὅρα πῶς τὴν κατὰ σάρκα γέννησιν οἰκειοῦται ὁ Πατὴρ τοῦ μονογενοῦς τοῦ Χριστοῦ. In dieser Fassung schließt sie ein bisher nicht identifiziertes Fragment ab.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:26a

B3

τὸν2] -ν supra lin. add. B3corr. || τούτον] correximus | τοῦτω B3* | τουτο (sic) B3corr
Expositio 26b:
Kατὰ τὸ ἀνθρώπινον λέγει: –
Er spricht in Bezug auf die menschliche Natur.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:26b

Expositio 26c:
Τὴν ἐκκλησίαν δηλῶν καὶ τοὺς πιστεύοντας εἰς αὐτὸν, οἷς καὶ διαγγέλει τὴν γνῶσιν ἢ τὴν διαθήκην τοῦ μόνου θεοῦ· γενόμενος ἀτρέπτως ἄνθρωπος· μείνας δὲ ὃ ἢν, τουτέστιν θεὸς μετὰ τοῦ ἰδίου πατρός: –
Dabei bezeichnet er die Kirche und diejenige, die an ihn glauben. Diesen macht er auch das Wissen bzw. den Bund des einzigen Gottes bekannt, der unwandelbar Mensch wurde. Dabei ist er geblieben, was er war, nämlich Gott mit seinem Vater.

G

urn:cts:etf:psath.expps.grc:26c

(2,8a)
αἴτησαι παρ᾽ ἐμοῦ, καὶ δώσω σοι ἔθνη τὴν κληρονομίαν σου
(8a) Erbitte es von mir, und ich will dir Völkerschaften zu deinem Erbe geben
(2,8b)
καὶ τὴν κατάσχεσίν σου τὰ πέρατα τῆς γῆς·
(8b) und zu deinem Besitz die Enden der Erde.
(2,9a)
ποιμανεῖς αὐτοὺς ἐν ῥάβδῳ σιδηρᾷ,
(9a) Du wirst sie mit einem eisernen Stab weiden,
(2,9b)
ὡς σκεῦος κεραμέως συντρίψεις αὐτούς.
(9b) wie das Gefäß eines Töpfers sie zerschmettern.
Expositio 27:
Τὴν τῶν ῥωμαίων ἀρχὴν δηλοῖ: –
Er bezeichnet die Herrschaft der Römer.

V1 P1

V1 P1: Die Aussage von exp. 27 findet sich in V1 in ähnlicher Form im Schlusssatz eines Fragments von V1 wieder, das Hieronymus von Jerusalem zugeschrieben wird: Ῥάβδος, θεοῦ ἡ ἐξουσία· ἡ κατὰ τῶν ἀπειθούντων τιμωρία· τουτέστιν ἐν τῷ σταυρῷ· ἡ μὲν γὰρ ὕλη ξύλου· ἡ δὲ ἰσχὺς σιδήρου· τινὲς δὲ, τὴν τῶν ῥωμαίων βασιλείαν. Dasselbe Fragment bietet P1 ebenfalls, jedoch mit einer Zuschreibung an Athanasius und in leicht veränderter Form: Τουτέστιν ἐν τῷ σταυρῷ· ἡ μὲν γὰρ ὕλη ξύλου· ἡ δὲ ἰσχὺς σιδήρου· τινὲς δὲ, τὴν τῶν ῥωμαίων ἀρχὴν δηλοῦσιν. Die unterschiedliche Zuschreibung scheint darauf zurückzuführen zu sein, dass das βασιλείαν des Hieronymus-Fragments durch ἀρχὴν δηλοῦσιν in Anlehnung an exp. 27 ersetzt wurde. Die für sich stehende exp. 27 wurde infolgedessen ausgelassen. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Montfaucon: Das genannte Fragment von P1, das Athanasius zugeschrieben wird, wurde reproduziert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:27

(2,10a)
καὶ νῦν, βασιλεῖς, σύνετε·
(10a) Und nun, Könige, versteht,
(2,10b)
παιδεύθητε, πάντες οἱ κρίνοντες τὴν γῆν.
(10b) lasst euch unterweisen, all ihr, die ihr die Erde richtet!
(2,11a)
δουλεύσατε τῷ κυρίῳ ἐν φόβῳ
(11a) Dient dem Herrn mit Furcht
(2,11b)
καὶ ἀγαλλιᾶσθε αὐτῷ ἐν τρόμῳ.
(11b) und jubelt ihm zu mit Zittern!
Expositio 28:
Προτροπὴ εἰς μετάνοιαν: –
Ἐπὶ μετάνοιαν προτρεπόμενος ταῦτα λέγει, ὡς δῆλον ἐκ τῶν ἐξῆς: –
Ermahnung zur Buße: –
Wie aus dem Folgendem ersichtlich wird, er sagt diese Dinge, um zur Buße zu ermahnen.

V1 G P1 V5 P7

Προτροπὴ εἰς μετάνοιαν] Tουτέστιν νοήσατε, πρὸς μετάνοιαν ἐπιστράφητε: – P1 || εἰς μετάνοιαν] post εἰς μετάνοιαν· add. βασιλέας δὲ αὐτοὺς καλεῖ· εἰς ὅπερ εἶχον ἀξίωμα ἀνατρέχει〈ν〉 πείθων· ἐλέχθη γὰρ πρὸς αὐτοὺς τοὺς ὑπακούοντας θεῷ· ὑμεῖς δὲ ἔσεσθέ μοι βασίλειον ἱεράτευμα· ἔθνος ἅγιον· [Ex 19,6] οὗ ἐξέπεσαν διὰ τὴν εἰς τὸν μονογενενῆ δυσσέβειαν (fons ignotus in Ps 2,10 [cf. PG 12,1113 C8–10]) V5 P7

V5 P7: Es handelt sich um ein anonymes Fragment unbekannten Ursprungs, dessen Anfang sich mit exp. 28 deckt. Ein ähnliches, aber kürzeres Fragment wurde in der PG 12 (1113 C8–10) gedruckt. Angesichts seiner Kürze könnte man ein Scholion des Origenes vermuten (oder des Evagrius?). Es ist denkbar, dass exp. 28 sich mit diesem Text vereint hat. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass andere Abhängigkeitsverhältnisse vorliegen. Syrische Version (Epitome): exp. 28a wird wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:28

A1

exp. 28 steht nach Ps 2,10b.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:28par

Expositio 29 (dubium):
Καὶ γὰρ ὁ ἀρετῆς ἐπιμελούμενος, οὗτος δουλεύει τῷ κυρίῳ ἐν φόβῳ· ποιῶν τὰς ἐντολὰς αὐτοῦ καὶ δεδοικὼς, μή τι παραπέσῃ· ταύτας δὲ τελειώσας, ἀγαλλιᾶται ὡς ἤδη τελειώσας· ἀλλ᾿ ὅμως καὶ τότε τρέμει· ὁ γὰρ δοκῶν ἱστάναι, βλέπεται μὴ πέσῃ: –
Gerade derjenige, der die Tugend fleißig betreibt, dieser dient dem Herrn mit Furcht, indem er seine Gebote praktiziert und sich fürchtet, daneben zu fallen. Bei der Vollendung dieser Gebote freut er sich, als hätte er sie schon vollendet. Nichtdestotrotz fürchtet er sich auch in diesem Zustand: Derjenige, der meint zu stehen, schaue genau hin, dass er nicht falle. [cf. 1Cor 10,12]

A1

Dieses Dubium steht nach Ps 2,11.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:29

(2,12a)
δράξασθε παιδείας, μήποτε ὀργισθῇ κύριος
(12a) Ergreift die Unterweisung, damit der Herr nicht erzürnt wird
Expositio 30:
Τῆς εὐαγγελικῆς δηλονότι: –
Die des Evangeliums nämlich.

V1 M O P1 B2 P6 Z V5 P7 L2 A3

Τῆς εὐαγγελικῆς] Ἐπιλάβεσθε τῆς ἐπιστήμης (= glossa; cf. Hesychius, lex. s.v. δράξασθε παιδείας [Δ nr. 2321 Latte]) ante τῆς εὐαγγελικῆς add. B2 | Τῆς ἀγγελικῆς M O || δηλονότι] δηλονότι νομοθεσίας P1

M O (Typus IV): exp. 30 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Psalmzeilen. L2 (Typus XVI): exp. 30 wurde im leeren Raum am Ende einer Zeile des Hauptkommentars hinzugefügt. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden. P6 Z N2 (Typus III): exp. 30 bildet mit exp. 31 eine Einheit. Montfaucon (P1 P6 P7): exp. 30 entspricht P6 (= P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:30

(2,12b)
καὶ ἀπολεῖσθε ἐξ ὁδοῦ δικαίας.
(12b) und ihr vom gerechten Weg abkommt und zugrunde geht,
Expositio 31:
Τοῦ εἰρηκότος, 'ἐγὼ εἰμὶ ἡ ὁδός' : –
Dessen, der gesagt hat: 'Ich bin der Weg.' [Ioh 14,6]

V1 P1 B2 P6 Z

Τοῦ] ... ὁδοῦ δὲ δικαίας ante τοῦ add. P6 Z || ἡ ὁδός] add. V1m.ter.

Montfaucon (P1 P6): exp. 30 entspricht P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:31

Expositio 30–31:
Ἐπικρατήσατε φησὶ τῆς εὐαγγελικῆς παιδείας, ἵνα μὴ ἔξω τοῦ λέγοντος 'ἐγώ εἰμι ἡ ὁδὸς' γένησθε: –
Er sagt: Ergreift die Unterweisung des Evangeliums, damit ihr nicht jenseits von dem seid, der sagt: 'Ich bin der Weg'. [Ιoh 14,6]

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:30–31

(2,12c)
ὅταν ἐκκαυθῇ ἐν τάχει ὁ θυμὸς αὐτοῦ·
(12c) wenn sein Grimm schnell aufflammt!
(2,12d)
μακάριοι πάντες οἱ πεποιθότες ἐπ᾽ αὐτῷ.
(12d) Selig alle, die auf ihn vertrauen.
Expositio 32 (dubium):
Ἐνταῦθα καὶ τοὺς ἐκ ταραχώσεως πῶς πειρασμοῖς περιπεσόντας καὶ μὴ ἀπελπίσαντας, μακαρίζει: –
An dieser Stelle preist er selig auch jene, die etwa auf Grund von Verwirrung den Versuchungen anheimgefallen sind, aber nicht verzweifelt haben.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:32

Psalm 3
ΨΑΛΜΟΣ Γ´
Psalm 3
(3,1)
Ψαλμὸς τῷ Δαυῒδ, ὁπότε ἀπεδίδρασκεν ἀπὸ προσώπου Αβεσσαλὼμ τοῦ υἱοῦ αὐτοῦ.
(1) Ein Psalm, bezogen auf David, als er floh vor dem Angesicht Absaloms, seines Sohnes.
Expositio 33a (dubium): Hypothesis
Oὗτος ἐκ προσώπου Δαυῒδ ἐστὶ[ν]· ἡ[ν]ίκα ἐκ τοῦ Ἀβεσσ[α]λὼ[μ] ἀπεδίδρασκε· νοεῖ[ται δὲ] καὶ εἰς ψ[υχὴν π]ολεμουμένην ὑπὸ δ[αιμόν]ω[ν] κ[αὶ] πονηρῶν λογισμῶν· καὶ εὐχ[ο]μ[έ]νη[ν] ἀπαλλαγῆ[ν]α[ι] ἀπ᾿ αὐτῶν· νοεῖται κ[α]ὶ ἀπὸ τῆς ἀ[νθρώπων φύ(?)]λης παρακαλούσης ἐλθεῖν τὸν Χριστὸν· κ[αὶ] ἀναστῆναι ἐκ νεκρῶν· καὶ τὸν δ[ι]άβολον [ὀλ]έσαι: –
Dieser Psalm ist in Person Davids, als er vor Absalom zu fliehen hatte. Er kann gedacht werden auch in Bezug auf die Seele, die von Dämonen und bösen Gedanken bekämpft wird und betet, von diesen befreit zu werden. Er kann auch gedacht werden vom [Geschlecht der Menschen?] ausgehend, wenn dies bittet, dass Christus kommen, auferstehen von den Toten und den Teufel zugrunde richten möge.

A1

Die gesamte Überlieferung, die hier berücksichtigt wird, liefert für Ps 3 keine Athanasius zugeschriebene Hypothesis. A1: Für Dubium spricht die Tatsache, dass in dieser Handschrift Hypotheseis aus den Expositiones oft herangezogen werden. Innerhalb der ersten zehn Psalmen werden vier davon durch Expositiones eingeführt (Ps 4; 5; 7; 9). Zu anderen Psalmen finden sich Auszügen aus Theodorets Einleitungen in die jeweiligen Psalmen: Zu Ps 7 nach der Hypothesis des "Athanasius" (exp. 82); wahrscheinlich auch zu Ps 2; 6 und 10, in Form von verkürzenden Paraphrasen. Zu Ps 1 besitzt A1 keine Hypothesis; jene zu Ps 8 kann kaum entziffert werden, scheint aber nicht aus Theodorets Kommentar zu stammen. Montfaucon fand einen Ersatz für die fehlende Hypothesis in P7, und zwar in der anonym liegenden Hypothesis des Hesychius (= PG 27,68 C3–12; siehe zu exp. 33b).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:33a

Expositio 33b (dubium): Hypothesis
Ἰστέον δὲ ὅτι ἅπας ὁ ψαλμὸς, ἀναφορὰν ἔχει εἰς τὴν ἀνθρωπίνην φύσιν· ἁμαρτήσασαν καὶ διὰ τοῦτο παραδιδομένην τοῖς νοητοῖς ἐχθροῖς· βοῶσαν τὲ ἐν θλίψει καὶ ἐπακουσθεῖσαν παρὰ τοῦ θεοῦ· καὶ μὴν καὶ σωθεῖσαν διὰ τὸ ἀναστῆναι τὸν θεὸν ἐκ νεκρῶν δηλονότι· αὐτὸς γὰρ ἠλευθέρωσεν ἡμᾶς ἐκ τῶν τοῦ ᾅδου δεσμῶν τῷ οἰκείῳ θανάτῳ: –
Man sollte also wissen, dass der ganze Psalm einen Bezug auf die menschliche Natur hat, die gesündigt hat und ist eben deshalb den geistigen Feinden ausgeliefert ist; in der Bedrängnis hat sie dann gerufen und wurde von Gott erhört. Ja sie wurde sogar gerettet, weil nämlich der Gott von den Toten auferstanden ist. Denn er hat uns von den Fesseln des Hades durch seinen eigenen Tod befreit.

V5hyp P7hyp

Ἰστέον] Σῶσον με κύριε φησὶν, εὔχομαι δὲ τοῦτο καὶ εἰς πάντα ἐπενεχθῆναι τὸν λαὸν· (sic) ante ἴστεον (ἰστέον P7) V5exp P7exp || ὅτι] ὡς V5exp P7exp || ἁμαρτήσασαν – δηλονότι] om. V5exp P7exp || αὐτὸς – θανάτῳ] αὐτὸς γάρ ἐστιν ὁ κύριος· ὁ τὰς μύλας τῶν λεόντων συνθλάσας καὶ αὐτός ἐστιν ἤτοι παρ᾿ αὐτοῦ ἡ σωτηρία: – (Ps 57,7b) V5exp P7exp

V5hyp P7hyp: Derselbe Text ist in zwei Fassungen vorhanden, nämlich am Beginn in Form einer Hypothesis (exp. 33b) und am Ende als Erklärung der letzten Stichoi (exp. 41). Wahrscheinlich wurde exp. 41 von einem Kompilator zur Hypothesis gemacht. Zum einen gab es die Hypothesis des Hesychius (Antonelli; PG 27,657–658 B2–7) – diese folgt in beiden Handschriften unmittelbar nach exp. 33b –, mit einer Deutung von Ps 3 im Licht der Prophetenverfolgung. Zum anderen lag im Zentrum von exp. 41 eine spirituelle Deutung des gesamten Psalmes. Eben diese wurde an den Anfang gestellt. Ihre Conclusio, die spezifisch Ps 3,8c–9a beleuchtet, musste jedoch bei diesem Funktionswechsel umgeschrieben werden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:33b

(3,2a)
Κύριε, τί ἐπληθύνθησαν οἱ θλίβοντές με;
(2a) Herr, wie haben sich die vermehrt, die mich bedrängen!
Expositio 34:
Τὸ 'τί', ἀντὶ τοῦ σφόδρα κεῖται: –
Τὸ 'τὶ', ἀντὶ τοῦ λίαν· ἵν᾿ ᾖ, σφόδρα κύριε ἐπληθύνθησαν οἱ θλίβοντές με: –
Das 'wie' steht geschrieben anstelle von 'heftig'.
Das 'wie' steht anstelle von 'viel', so dass es heißt: Heftig 'Herr', haben sich die vermehrt, die mich bedrängen!'

V1 O A1 A2 V4 B1 P3 B2 B3 V5 P7 L2 A3

Τὸ – κεῖται] Ἀντὶ τοῦ σφόδρα: – P3 || Τὸ τί] Τὸ O | Τὸ δὲ τί B2

O (Typus IV) L2 (Typus XVI): exp. 34 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Psalmzeilen. M (Typus IV) hat sie ausgelassen. B1 (Typus I): exp. 34 vom Schreiber am äußeren Rand hinzugefügt. A3 (Typus XVI): exp. 34 steht nicht im Hauptkommentar, sondern am unteren Rand. Montfaucon: exp. 34 konnte in P7 aufgefunden werden, da sie dort ausdrücklich Athanasius zugeschrieben wird.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:34

G

Diese Langfassung ist mit einem leicht angepassten Zitat aus Evagrius (schol. nr. α´ in Ps 3,2a [284 Rondeau – Géhin – Cassin]) verbunden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:34par

(3,2b)
πολλοὶ ἐπανίστανται ἐπ᾽ ἐμέ·
(2b) Viele erheben sich gegen mich;
(3,3a)
πολλοὶ λέγουσιν τῇ ψυχῇ μου
(3a) viele sagen in Bezug auf meine Seele:
(3,3b)
Οὐκ ἔστιν σωτηρία αὐτῷ ἐν τῷ θεῷ αὐτοῦ.
(3b) Es gibt keine Rettung für ihn durch seinen Gott.
Expositio 35:
Ὁ θεὸς φησὶν αὐτοῦ, οὐ σώσει αὐτόν· εἰς γὰρ μόνην ἁμαρτίαν ἔβλεπον ἣν πεποιήκει, ἀγνοοῦντες αὐτοῦ τὴν μετάνοιαν: –
Ὁ θεὸς φησὶν, οὐ σώσει αὐτόν· τοῦτο γὰρ ποιοῦσιν, οἱ τοῖς κακοῖς ἐπιχαίροντες τοῦ δικαίου: –
Sein Gott, sagt er, wird ihn nicht erretten. Denn sie richteten ihr Augenmerk stets allein auf die Sünde, die er begangen hatte, und kannten seine Umkehr nicht.
Sein Gott, sagt er, wird ihn nicht erretten. Das tun nämlich diejenigen, die sich über die Übel der Gerechten freuen.

V1 M O G P1 A1 A2 V4 V5 P7

εἰς γὰρ μόνην ἁμαρτίαν] εἰς μόνην γὰρ τὴν ἁμαρτίαν G | εἰς γὰρ μόνην τὴν ἁμαρτίαν P1 A2 V4 V5 P7 | εἰς γὰρ τὴν [ἁμα]ρτίαν A1 || πεποιήκει] πεποίηκεν P1 | πεποιήκει ὁ Δαυῒδ A2 | ἐπεποιήκει V5 P7

P1 (Typus XIX): exp. 35 mit Theodor von Mopsuestia (fr. in Ps 3,2b [17 Devreesse sub Ps 3,3]) verbunden. Montfaucon (P1 P7): Die Verbindung von P1 wurde reproduziert, aber πεποίηκεν wurde nach P7 zu ἐπεποιήκει korrigiert

urn:cts:etf:psath.expps.grc:35

V5 P7

(3,3c)
διάψαλμα.
(3c) Zwischenspiel.
(3,4a)
σὺ δέ, κύριε, ἀντιλήμπτωρ μου εἶ,
(4a) Du aber, Herr, bist mein Beistand,
(3,4b)
δόξα μου καὶ ὑψῶν τὴν κεφαλήν μου.
(4b) meine Herrlichkeit und der, der mein Haupt erhöht.
(3,5a)
φωνῇ μου πρὸς κύριον ἐκέκραξα,
(5a) Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn,
Expositio 36:
Διδάσκει ὁ λόγος ὡς ἐν ταῖς περιστάσεσιν οὐκ ἄλλῳ, ἢ θεῷ μόνῳ προσιέναι δεῖ: –
Die Worte lehren, dass man in der Gefahr zu niemand als zu Gott sich begeben soll.

V1 G P1 A1 B1 V5 P7

Διδάσκει] ... διδάσκει δὲ A1 || θεῷ μόνῳ] μόνῳ θεῷ G || προσιέναι] προϊένε (sic) A1 | προϊέναι V5 P7* | προσιέναι P7corr || δεῖ] δή B1

exp. 36 mit Ps 3,5a verbunden (V1 P1 A1) bzw. mit Ps 3,4a (B1), Ps 3,4 (V5 P7). A1: Eine verkürzende Paraphrase des Theodoret (comm. in Ps 3,5 [cf. PG 80,885 C4–7]) ist verbunden mit exp. 36. B1 (Typus I): exp. 36 irrtümlich Hesychius zugeschrieben. Montfaucon: exp. 36 stand nur in P1 zur Verfügung.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:36

(3,5b)
καὶ ἐπήκουσέν μου ἐξ ὄρους ἁγίου αὐτοῦ.
(5b) und er erhörte mich von seinem heiligen Berg aus.
Expositio 37:
Οὗτος ὁ καιρὸς τῆς προσελεύσεως· τὸ δὲ ἐξ ὄρους, ἀντὶ τοῦ ἐκ τοῦ οὐρανοῦ: –
Dies ist der Augenblick der Annäherung. Der Ausdruck 'vom Berg' steht anstelle von 'vom Himmel'.

V1 P1 A1

Οὗτος – ἀντὶ τοῦ] om. A1 || τῆς προσελεύσεως] τῆς προελεύσεως P1 || ἀντὶ τοῦ] ἀντὶ τὸ (sic) V1 P1 || ἐκ τοῦ οὐρανοῦ] Ἐκ τοῦ οὐρανοῦ δηλονότι: – A1

P1 (Typus XIX): exp. 37 ist mit einer Fassung von Didymus (fr. 12 in Ps 3,5 [126 Mühlenberg]) verbunden, die umfangreicher ist als das von Mühlenberg veröffentlichte Fragment. Montfaucon: Der erwähnte exegetische Komplex in P1 wurde nicht übernommen, obwohl dieser nicht Didymus zugeschrieben, sondern anonym belassen wurde. Ps 3,5b wurde erst durch ein umfangreiches Fragment aus der Sammlung von Colville erläutert, das in den Ergänzungen zur Editio princeps enthalten ist. Dieses Fragment beinhaltet einen Satz, der eine adaptierte Fassung von exp. 37 zu sein scheint (᾿Ἢ τὸ, ἐξ ὄρους ἁγίου, ἀντὶ τοῦ, ἐξ οὐρανοῦ).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:37

(3,5c)
διάψαλμα.
(5c) Zwischenspiel.
(3,6a)
ἐγὼ ἐκοιμήθην καὶ ὕπνωσα·
(6a) Ich legte mich hin und schlief ein;
Expositio 38:
Τὸν περὶ τὸν νοῦν ὕπνον, δι᾿ οὗ καὶ εἰς τὴν ἁμαρτίαν κατέπεσον: –
Den Schlaf des Geistes, durch den ich in die Sünde fiel.

V1 M O G P1 A1 A2 V4 B2 B3

Τὸν] Ἐγὼ ἐκοιμήθην (= Ps 3,6a) ante τὸν add. V1 | Ἐγὼ ἐκοιμήθην καὶ ὕπνωσα (= Ps 3,6a) ante τὸν add. P1 || Τὸν – ὕπνον] τὸν περὶ τοῦ νοῦ ὕπνον φησὶν P1 | Τοῦ περὶ τὸν νοῦν ὕπνον λέγει B3 || εἰς τὴν ἁμαρτίαν] εἰς ἁμαρτίαν A1 A2 V4 || κατέπεσον] κατέπεσε(ν) P1 A1 A2 V4 B2 B3

M O (Typus IV): exp. 38 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. A1: exp. 38 ist mit einer verkürzenden Paraphrase des Theodoret (comm. in Ps 3,6 [cf. PG 80,885 D1–2; 888 Α1–4]) verbunden. P1 (Typus XIX): exp. 38 ist mit Theodoret (comm. in Ps 3,6 [PG 80,885 D1–5]) verbunden. Diese Einheit wird Theodoret zugeschrieben. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden. Montfaucon: exp. 38 konnte nur über den in P1 angebotenen kombinierten Text mit Theodoret erschlossen werden. Montfaucon erkannte, dass der erste Satz dieses Textes eine Expositio ist – und das, obwohl er an Theodoret zugeschrieben wird. In dieser anerkannten Expositio entfernte er auch die ersten Worte, die als eine sekundäre Erweiterung durch den Psalmtext zu deuten sind (siehe App.).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:38

(3,6b)
ἐξηγέρθην, ὅτι κύριος ἀντιλήμψεταί μου.
(6b) ich wachte auf, denn der Herr wird mir beistehen.
(3,7a)
οὐ φοβηθήσομαι ἀπὸ μυριάδων λαοῦ
(7a) Ich will mich nicht fürchten vor Zehntausenden des Volkes,
(3,7b)
τῶν κύκλῳ συνεπιτιθεμένων μοι.
(7b) die mich gemeinsam ringsum angreifen.
Expositio 39 (dubium):
Tῶν μετὰ τοῦ Ἀβεσσαλώμ· ἀνάξεις δὲ καὶ ἐπὶ τοὺς δαίμονας: –
Tῶν μετὰ τοῦ Ἀβεσσαλώμ· '[σ]υνεπιτιθεμένων' δὲ, ἀν[τὶ το]ῦ συνεδρευόντων: –
(Ich will mich nicht fürchten) vor denen, die auf der Seite des Absaloms sind. Du wirst sie auch auf die Dämonen beziehen können.
(Ich will mich nicht fürchten) vor denen, die auf der Seite des Absaloms sind. 'Die mich gemeinsam angreifen' steht anstelle von 'gemeinsam im Hinterhalt liegen'.

A1 B2

ἀνάξεις – δαίμονας] om. B2

G

(3,8a)
ἀνάστα, κύριε, σῶσόν με, ὁ θεός μου,
(8a) Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott,
(3,8b)
ὅτι σὺ ἐπάταξας πάντας τοὺς ἐχθραίνοντάς μοι ματαίως,
(8b) denn du hast alle geschlagen, die mich vergeblich angefeindet haben.
Expositio 40:
Ἀντὶ τοῦ πατάξεις· οὐ γὰρ ἠδικημένοι ἐπετίθεντο: –
Anstelle von 'du wirst schlagen'. Denn sie griffen stets an, ohne Unrecht erlitten zu haben.

V1 M O G P1 A1 V4 L2

Ἀντὶ – πατάξεις] Ἀντὶ τοῦ πατάξεις τοὺς δαίμονας: – V4 || πατάξεις] πατάξης P1 || οὐ – ἐπετίθεντο] om. V4 L2 || ἠδικημένοι] ἠδικημένοι παρ᾿ αὐτοῦ A1 | ἡδικημένοις P1 || ἐπετίθεντο] ἐπετίθοντο V1 P1

V1: exp. 40 ist mit Ps 3,8b verbunden. M O (Typus IV): exp. 40 steht nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. Die Glosse συνεδρευόντων zu Ps 3,7b (συνεπιτιθεμένων) ist in O mit dieser Expositio ohne eindeutige Trennung verbunden. A1: Ἀντὶ τοῦ πατάξεις wurde vom Schreiber (A) am äußeren Rand neben Ps 3,8a–b hinzugefügt; οὐ – ἐπετίθεντο findet sich nach diesem Lemma im Haupttext. exp. 40 ist V4 (Typus XIV): exp. 38 und 40 folgen aufeinander, jedoch nicht im Hauptkommentar, sondern unterhalb der Kolumne mit dem Bibeltext. Im Gegensatz zu den meisten umliegenden Fragmenten sind sie nicht durch Zahlen, sondern durch Zeichen mit dem Bibeltext verbunden. Außerdem sind sie, in Abhebung von den anderen Fragmenten auf der Seite, mit roter Tinte geschrieben worden. Die Schwesterkatene A2 hat exp. 40 nicht. L2 (Typus XVI): exp. 40 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern über der Kolumne des Psalmtextes. Montfaucon: Obwohl exp. 40 in P1 vorhanden ist, wurde sie nicht übernommen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:40

(3,8c)
ὀδόντας ἁμαρτωλῶν συνέτριψας.
(8c) Die Zähne der Sünder hast du zermalmt.
(3,9a)
τοῦ κυρίου ἡ σωτηρία,
(9a) Dem Herrn (gehört) das Heil,
(3,9b)
καὶ ἐπὶ τὸν λαόν σου ἡ εὐλογία σου.
(9b) und auf deinem Volk liegt dein Segen.
Expositio 41:
Σῶσόν με φησὶ κύριε, εὔχομαι δὲ τοῦτο καὶ εἰς πάντα ἐξενηνέχθαι τὸν λαόν· ἰστέον δὲ ὡς ἅπας ὁ ψαλμὸς, ἀναφορὰν ἔχει εἰς τὴν ἀνθρωπότητα· ἁμαρτοῦσαν μὲν καὶ διὰ τοῦτο παραδεδομένην τοῖς νοητοῖς ἐχθροῖς· βοῶσαν δὲ ἐν θλίψει, καὶ ἐπακουσθεῖσαν διὰ τὸ ἀναστῆναι αὐτόν· ἐκ νεκρῶν δὲ, δηλονότι· καὶ πατάξαι τοὺς ἐχθραίνοντας ἡμῖν δαίμονας ματαίως, αὐτὸς ὁ τὰς μύλας τῶν λεόντων συνθλάσας κύριος· καὶ αὐτὸς ἤτοι παρ᾿ αὐτοῦ ἡ σωτηρία: –
Rette mich, spricht er, o Herr! Ich bitte aber, dass dies auch vor das ganze Volk gebracht werde. Man sollte auch wissen, dass der ganze Psalm einen Bezug auf die Menschheit hat: Diese hat zwar gesündigt und ist eben deshalb den geistigen Feinden ausgeliefert worden; sie hat aber in der Bedrängnis gerufen und wurde von Gott erhört, weil er auferstanden ist, nämlich von den Toten. Und er selbst, der Herr, der die Kinnbacken der Löwen zerdrückte, schlug die Dämonen, die uns töricht hassen. [cf. Ps 57,7b] Er selbst oder bei ihm ist die Rettung.

V1 M O P1 A1 P6 Z N2 V5exp P7exp

φησὶ κύριε] κύριε φησὶν V5exp P7exp || εὔχομαι – τὸν λαόν] εὔχομαι δὲ τοῦτο (τούτω O) καὶ εἰς πάντα (πάντας O) ἐξενηνέχθαι τὸν ψαλμὸν M O | εὔχομαι δὲ καὶ τοῦτο εἰς πάντα ἐξενεχθῆναι τὸν λαόν P6 Z | τοῦτο δὲ καὶ εἰς πάντα τὸν λαὸν ἐξενεχθῆναι εὔχομαι N2 || ἐξενηνέχθαι] ἐξενεχθῆναι (ἐ- ex corr. P1) P1 A1 P6 Z N2 | ἐπενεχθῆναι V5exp P7exp || ἰστέον – ἡ σωτηρία] om. A1 || ἰστέον] ἴστεον O V5 || εἰς τὴν ἀνθρωπότητα] εἰς τὴν ἀνθρωπίνην φύσιν V5exp P7exp || ἁμαρτοῦσαν – ματαίως ] om. V5exp P7exp || διὰ τοῦτο] δι᾿ αὐτὸ τοῦτο P6 Z N2 || ἁμαρτοῦσαν] ἁμαρτῶσαν V1 M O P1 || παραδεδομένην] παραδιδομένην P1 || τοῖς νοητοῖς] τοῖς ἀνοήτοις P1 | ἐν τοῖς νοητοῖς P6 || καὶ ἐπακουσθεῖσαν – ἡ σωτηρία] καὶ ἐπακουσθεῖσαν παρὰ τοῦ θεοῦ· καὶ μὴν καὶ σωθεῖσαν διὰ τοῦ ἀναστῆναι αὐτὸν ἐκ νεκρῶν δηλονότι· καὶ πατάξαι τοὺς ἐχθραίνοντας ἡμῖν δαίμονας· αὐτὸς γὰρ ὁ τὰς μύλας τῶν λεόντων συνθλάσας κύριος, καὶ αὐτοῦ ἐστιν ἤτοι παρ᾿ αὐτοῦ ἡ σωτηρία P6 Z N2 || αὐτὸς – ἡ σωτηρία] αὐτὸς γάρ ἐστιν ὁ κύριος· ὁ τὰς μύλας τῶν λεόντων συνθλάσας καὶ αὐτός ἐστιν ἤτοι παρ᾿ αὐτοῦ ἡ σωτηρία V5exp P7exp || τὰς μύλας] τὰς μώλας (ut vid.) M* O* | τὰς μύλας Mcorr Ocorr || κύριος] om. M O

V1: exp. 41 ist mit Ps 3,9a verbunden. V1 P1: καὶ πατάξαι – δαίμονας hängt von αὐτὸς – ἡ σωτηρία ab. M O P6 Z N2: καὶ πατάξαι – δαίμονας hängt von διὰ ab; αὐτὸς – ἡ σωτηρία sind Nominalsätze. V5exp P7exp: Durch Auslassung (ἁμαρτοῦσαν – ματαίως) und Hinzufügungen (ἐστιν) ist das Problem der mehrdeutigen Abhängigkeit beseitigt. Das Ausgelassene wird zum Herzstück der Hypothesis (= exp. 33b). Syrische Version (Epitome): Inhaltliche Parallelen sind vorhanden (εὔχομαι – τὸν λαόν; καὶ πατάξαι – ματαίως). Montfaucon (P1 P6 P7): exp. 41 entspricht P6, aber τοῖς νοητοῖς ἐχθροῖς wurde ohne handschriftliche Grundlage zu ἐν τοῖς νοητοῖς ἐχθροῖς korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:41

Psalm 4
ΨΑΛΜΟΣ Δ´
Psalm 4
(4,1)
Εἰς τὸ τέλος, ἐν ψαλμοῖς· ᾠδὴ τῷ Δαυΐδ.
(1) Auf das Ende hin, unter den Psalmen; ein Lied bezogen auf David.
Expositio 42: Hypothesis
Τοῦτον τὸν ψαλμὸν μετὰ τὸ νικῆσαι τὸν πόλεμον, ἀνατίθησι τῷ νικοποιῷ : –
Τοῦτον τὸν ψαλμὸν μετὰ τὸ νικῆσαι τὸν πόλεμον, ἀνατίθησι τῷ νικοποιῷ θεῷ· εἴρηται δὲ καὶ ὡς ἐκ προσώπου τοῦ υἱοῦ πρὸς τὸν πατέρα: –
Diesen Psalm weiht er, nachdem er im Kriege gesiegt hat, dem Urheber des Sieges.
Diesen Psalm weiht er, nachdem er im Kriege gesiegt hat, dem Urheber des Sieges, Gott. Der Psalm ist gleichsam auch in Person des Sohnes zum Vater gesprochen worden.

V1 M O P1 A1 B1 B2

Τοῦτον] ... τοῦτον δὲ B1 || νικῆσαι] νικῆσαι σωματικῶς A1 || ἀνατίθησι] ἀντιτίθησι A1 || τῷ νικοποιῷ] τῷ θεῷ τῷ νικοποιῷ B1

B1 (Typus I): Hesychius (comm. brevis in Ps 4,1 [4 Jagić)] ist mit exp. 42 verbunden, deshalb die Einfügung eines δὲ. Diese Verbindung wird Hesychius zugeschrieben. Syrische Version (Epitome): exp. 42 wird vollständig wiedergegeben. Montfaucon: exp. 42 war nur über P1 verfügbar.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:42

V4 V5 P7

Τοῦτον τὸν ψαλμὸν] Ἐν τῷ πρὸ τούτῳ (τούτου P7corr) ψαλμῷ V5 P7 || τῷ νικοποιῷ θεῷ] τῷ νικοποιῷ P7 || τοῦ υἱοῦ] τοῦ Χριστοῦ V4

V5 P7: exp. 42 könnte aus einem verlorenen Vertreter des Typus XIV (A2 V4) entnommen worden sein (Q4). Dieser müsste enger mit V4 verwandt gewesen sein als mit A2.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:42par

(4,2a)
᾿Εν τῷ ἐπικαλεῖσθαί με εἰσήκουσέν μου ὁ θεὸς τῆς δικαιοσύνης μου·
(2a) Während ich ihn anrief, hörte mich der Gott meiner Gerechtigkeit an.
Expositio 43:
Ὅμοιον τὸ 'ἔτι σοῦ λαλοῦντος ἐρῶ, ἰδοὺ πάρειμι' : –
Gleich ist die Stelle 'Da du noch redest, werde ich sagen: Siehe, ich bin da.' [Is 58,9]

V1 M O G P1 A1

Ὅμοιον τὸ] Ὅμοιον τῷ V1 G P1 || σοῦ λαλοῦντος] λαλοῦντος σου P1 || ἐρῶ] ἐρεῖ P1 | om. M A1 || πάρειμι] ἐγὼ πάρειμι G

M O (Typus IV): exp. 43 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern an der Spitze der Kolumne des Psalmtextes. Montfaucon: exp. 42 war nur über P1 verfügbar.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:43

(4,2b)
ἐν θλίψει ἐπλάτυνάς μοι·
(2b) In der Bedrängnis hast du mir Raum geschaffen.
Expositio 44:
Οὐ μόνον φησὶ τῶν περιστάσεων ἐξήγαγες, ἀλλὰ καὶ εἰς εὐρυχωρίαν πολλὴν στῆναι παρεσκεύασας: –
Du hast mich nicht bloß, will er sagen, aus der Gefahr hinausgeführt, sondern dafür gesorgt, dass ich in einem weiten Raum frei stehen kann.

V1 G P1 A1 A2 V4 P6 Z N2

τῶν περιστάσεων ἐξήγαγες] ἐκ τῶν περιστάσεων ἐξήγαγές με A1 || ἐξήγαγες] ἐξήγαγεν P6* | ἐξήγαγες P6corr || εἰς εὐρυχωρίαν – παρεσκεύασας] εἰς εὐρυχωρίαν στῆναι πεποίηκας A1 || εὐρυχωρίαν] εὑρυχορείαν P1

Montfaucon (P1 P6): exp. 44 entspricht P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:44

(4,2c)
οἰκτίρησόν με καὶ εἰσάκουσον τῆς προσευχῆς μου.
(2c) Erbarme dich meiner und höre mein Gebet an.
Expositio 45:
Ἐπειδὴ εἰσηκούσθη φησὶν ἐκ τῆς δικαιοσύνης αὐτοῦ, τούτου χάριν ἐπὶ τοὺς οἰκτιρμοὺς ἀνατρέχει τοῦ θεοῦ, τὸ πᾶν ἐκείνοις ἀνατιθείς: –
Da er, wie er sagt, erhört worden ist wegen seiner Gerechtigkeit, so wendet er sich deshalb dem Erbarmen Gottes zu, indem er diesem alles weiht.

V1 M O G P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

εἰσηκούσθη] εἰσηκούσθην N2 || φησὶν] ἔφη P6 Z V5 P7 L2 A3 || ἐπὶ τοὺς οἰκτιρμοὺς] καὶ ἐπὶ τοὺς οἰκτιρμοὺς M O || ἀνατρέχει] ἀνατρέχειν Z V5 P7 A3 | ἀνατρέχειν με δεῖ N2 || τὸ πᾶν ἐκείνοις ἀνατιθείς] om. P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 || ἀνατιθείς] ἂν τιθεὶς O

M O (Typus IV): exp. 45 bildet eine Einheit mit exp. 46a. An diese Einheit ist ohne eindeutige Trennung Evagrius (schol. nr. γ´ in Ps 4,3a [290 Rondeau – Géhin – Cassin]) angeschlossen. In O ist diese Einheit durch zusätzliche Fragmente erweitert, die ohne eindeutige Trennung noch vor exp. 45 stehen. Montfaucon (P6 P7): exp. 45 entspricht P6, aber εἰσηκούσθη wurde zu ἐξηκούσθη ohne handschriftliche Grundlage korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:45

(4,3a)
υἱοὶ ἀνθρώπων, ἕως πότε βαρυκάρδιοι;
(3a) Menschenkinder, wie lange seid ihr unverständigen Herzens?
(4,3b)
ἵνα τί ἀγαπᾶτε ματαιότητα καὶ ζητεῖτε ψεῦδος;
(3b) Warum liebt ihr Nichtigkeit und sucht Lüge?
Expositio 46:
Ταῦτα ὡς πρὸς τοὺς πιστεύσαντας τῷ πλήθει τοῦ στρατοῦ, ἑλεῖν τὸν δίκαιον· αὕτη δέ φησιν ἡ ἐλπὶς, ματαία καὶ ψευδής ἐστιν: –
Ταῦτα ὡς πρὸς τοὺς ἐπιστρατεύσαντας τῷ πλήθει τοῦ στρατοῦ, ἑλεῖν τὸν δίκαιον προσδοκήσαντας· αὕτη δέ φησιν ἡ ἐλπὶς, ματαία καὶ ψευδὴς ἀνθρώποις· [ἀνά]ξεις δὲ τὸ[ν λό]γον καὶ ἐπὶ τοὺς [ἰουδαί(?)]ους [πο(?)]λέμ[ους(?)] [.....]ρ[.]ουμένο[..] [..][λατου(?)] [.....]ους τῶ[ν] [......]ῶν διὰ τοῦ Χριστοῦ: –
Das sagt er gleichsam zu denen, die durch ein großes Heer sich des Gerechten zu bemächtigen glaubten. Diese Hoffnung aber, sagt er, ist eitel und trügerisch.
Das sagt er gleichsam zu denen, die mit einem großem Heer in den Krieg gezogen sind, indem Glauben, sich des Gerechten zu bemächtigen. Diese Hoffnung aber, sagt er, ist eitel und trügerisch. Du wirst diese Worte anagogisch auch auf die Juden zurückführen ... durch Christus.

V1 M O G P1 P6 Z N2 V5 P7

Ταῦτα] om. P6 Z N2 || τοὺς πιστεύσαντας] τοὺς πιστοὺς πιστεύσαντας V5 P7 || πιστεύσαντας] -α-1 supra lin. add. P1 || τῷ πλήθει] τοῦ πλήθους P6 Z N2 || ἑλεῖν τὸν δίκαιον] ἔλεγε τῶν δικαίων P1 V5 P7 | ἑλεῖν τὸν δίκαιον αὐτὰ εἴρηται· P6 | ἑλεῖν τὸν δίκαιον, ταῦτα εἴρηται· Z N2 || αὕτη – ἐστιν] om. G || αὕτη] αὐτ´ M | αὐτοῦ O || φησιν ἡ ἐλπὶς] ἡ ἐλπὶς φησὶ(ν) P1 N2

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden (τῷ πλήθει). Montfaucon (P1 P6 P7): exp. 46 entspricht P1, aber ἔλεγε τῶν δικαίων wurde P6 entsprechend zu ἑλεῖν τὸν δίκαιον korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:46

A1

(4,3c)
διάψαλμα.
(3c) Zwischenspiel.
(4,4a)
καὶ γνῶτε ὅτι ἐθαυμάστωσεν κύριος τὸν ὅσιον αὐτοῦ·
(4a) Und erkennt, dass der Herr seinen Frommen wunderbar behandelt hat.
Expositio 47:
Ἀντὶ τοῦ γνῶτε τοιγαροῦν οἱ πεποιθότες ἐπὶ πλήθει, ὡς θαυμαστὸν ἀπέδειξε τὸν πεποιθότα ἐπ᾿ αὐτῷ: –
Anstelle von 'Wisset also, die ihr auf eine große Schar vertraut, dass er Wunderbares an dem gewirkt hat, der auf ihn vertraut'.

V1 M O G P1 A1 B2

Ἀντὶ τοῦ γνῶτε] Γνῶτε A1 || ἐπὶ πλήθει] ἐπὶ πλήθει δυνάμεως καὶ πλούτου G || τὸν πεποιθότα] πεποιθότα O || ἐπ᾿ αὐτῷ] ἐπ᾿ αὐτόν A1

M O (Typus IV): exp. 47 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Zeilen des Psalmtextes. A1: exp. 47 bildet nach Ps 4,4 eine Einheit mit exp. 48. Syrische Version (Epitome): exp. 47 wird wiedergegeben. Montfaucon: exp. 47 war nur über P1 verfügbar.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:47

(4,4b)
κύριος εἰσακούσεταί μου ἐν τῷ κεκραγέναι με πρὸς αὐτόν.
(4b) Der Herr wird mich anhören, während ich unaufhörlich zu ihm schreie.
Expositio 48:
Ἀντὶ τοῦ ἐπήκουσεν: –
Χρόνος ἀντὶ χρόνου εἴληπται· ἀντὶ τοῦ εἰσήκουσε γὰρ, ἔφη τὸ εἰσακούσεται ῥῆμα: –
Anstelle von 'er hörte mich an'.
Er hat eine Zeitform anstelle einer anderen genommen. Denn anstelle von 'er hat angehört' sagte er das Verb 'er wird anhören'.

V1 M G P1 A1

Ἀντὶ] Ἐνεστὼς ἀντὶ τοῦ (-οῦ ex corr.) παρεληλυθότος, ante ἀντὶ add. G | Τὸ δὲ εἰσακούσεται· ante ἀντὶ add. A1 || ἐπήκουσεν] εἰσήκουσεν A1 | εἰσήκουσέ μου P1

M O (Typus IV): exp. 48 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern unter der Kolumne des Psalmtextes (M). O hat sie ausgelassen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:48

P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Χρόνος – ῥῆμα] ... χρόνος δὲ παρείληπται ἀντὶ χρόνου· τὸ εἰσακούσεται ἀντὶ τοῦ εἰσήκουσεν N2

N2: Die Auslegung aus Theodoret (comm. in Ps 4,4 [PG 80,889 D6–892 A13 sub Ps 4,5]) ist mit exp. 48 verbunden. Montfaucon (P1 P6 P7): exp. 48 entspricht P6 (= P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:48par

(4,5a)
ὀργίζεσθε καὶ μὴ ἁμαρτάνετε·
(5a) Seid zornig, und doch sündigt nicht.
(4,5b)
λέγετε ἐν ταῖς καρδίαις ὑμῶν
(5b) Redet in euren Herzen,
(4,5c)
καὶ ἐπὶ ταῖς κοίταις ὑμῶν κατανύγητε.
(5c) und auf euren Lagern seid zerknirscht.
Expositio 49:
Ὡς πρὸς τοὺς ἰδίους αὐτοῦ τὰ τοιαῦτα φησὶν ὡς πρὸς πάντας ἀνθρώπους· εἰ καὶ δέξησθε φησὶ τὴν ὀργὴν, ἀλλ᾿ ἄπρακτον ἀπoφήνατε τῇ ἐν ἡσυχίᾳ κατανυγῇ· τοῦτο γάρ ἐστι τὸ, 'ἐν ταῖς κοίταις ὑμῶν κατανύγητε' : –
Das spricht er zu den Seinen, wie auch zu allen Menschen. Wenn ihr auch, wie er sagt, vom Zorn erfasst werdet, so macht ihn doch wirkungslos durch Zerknirschung in Stille. Denn das wollen die Worte sagen: 'auf euren Lagern seid zerknirscht'.

V1 M O G P1 A1 V5 P7 L2 A3

Ὡς – τὴν ὀργὴν] om. G || πρὸς τοὺς ἰδίους] πρὸς τοὺς ἰουδαίους A3 || τὰ τοιαῦτα] ταῦτα P1 | ταῦτα bis scriptum O || ὡς] [καὶ ὡ]ς A1 | ὡς καὶ V5 P7 L2 A3 || δέξησθε] δέ[ξεσθε] A1 || τὴν ὀργὴν] ὀργὴν O || ἀπoφήνατε] ἀποφαίνειν G | ἀπεφήνατε P1 | ἀ[πεφήνατε] A1 || τῇ ἐν ἡσυχίᾳ] τῇ ἡσυχίᾳ V5 P7 L2 A3 || κατανυγῇ] κατανυγῆ V5* L2*vid. | κατανυγήτε (-τε supra lin. add.) V5corr. | κατανύγητε (-τε supra lin. add.) L2c || ἐν ταῖς κοίταις] ἐπ[ὶ ταῖς κοί]ταις A1

M O (Typus IV): Eine verkürzende Paraphrase aus Eusebius (fr. 4 in Ps 4,5a [Villani]), exp. 49 sowie ein Zitat aus Gregor von Nyssa (beat. 6 [146,22–147,4 Callahan] in Mt 5,21–22) folgen ohne eindeutige Trennung aufeinander. Während Typus IV hier für Eusebius von der Tradition des Typus III abhängig ist (vgl. P6, f. 16v), stammen exp. 49 sowie die Stelle aus Gregor aus dem Typus XIX (vgl. V1, f. 41v). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden (εἰ καὶ – κατανυγῇ). Montfaucon (P1 P7): exp. 49 entspricht P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:49

(4,5d)
διάψαλμα.
(5d) Zwischenspiel.
(4,6a)
θύσατε θυσίαν δικαιοσύνης
(6a) Opfert ein Opfer der Gerechtigkeit
(4,6b)
καὶ ἐλπίσατε ἐπὶ κύριον.
(6b) und hofft auf den Herrn.
Expositio 50a:
Διδάσκει, πῶς περιεσόμεθα τῶν ἐχθρῶν· πῶς δὲ περιεσόμεθα, δίκαια πράττοντες· καὶ τοῦτο ὥσπερ θυσίαν ἀναπέμποντες τῷ θεῷ;
Er lehrt, wie wir die Feinde überwinden werden. Wie werden wir sie überwinden, wenn nicht indem wir gerechte Werke vollbringen und diese wie ein Opfer zu Gott hinaufsenden?

V1 G P1 B2 P6 Z N2 V5 P7

Διδάσκει] Διδάσκει δὲ P6 Z || πῶς δὲ περιεσόμεθα] πῶς δὲ περιεσόμεθα; P1 | πῶς δὲ περιεσόμεθα τῶν ἐχθρῶν; B2 | om. G | πῶς δὲ V5 P7 || ἢ δίκαια πράττοντες] εἰ δίκαια πράττοντες P1 | εἰ δικαιοπραγμονοῦντες V5 P7 || τοῦτο] ταῦτα B2 V5 P7 || τῷ θεῷ] θεῷ V5 P7

P6 Z N2 (Typus III): exp. 50a ist mit der verkürzenden Paraphrase des Eusebius (fr. 5 in Ps 4,6 [Villani]) verbunden. Dieses Gefüge wird entweder Eusebius zugeschrieben (P6 Z) oder es wird mit ἄλλο(ς) eingeführt (N2). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden (δίκαια – τῷ θεῷ). Montfaucon: exp. 50a entspricht P1, aber δίκαια πράττοντες wurde zu δικαιοπράττοντες korrigiert. Dies könnte durch die Variante δικαιοπραγμονοῦντες in P7 ausgelöst worden sein.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:50a

Expositio 50b (dubium):
Ὅτι ἀληθὴς θυσία ἡ κατὰ ψυχὴν δικαιοσύνη, ὅπερ ἀλλαχοῦ φησὶ 'θυσία τῷ θεῷ πνεῦμα συντετριμμένον' : –
Das wahre Opfer ist nämlich die Gerechtigkeit der Seele; wie er auch andernorts sagt: 'Ein Opfer für Gott ist ein verwundeter Geist.' [Ps 50,19a]

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:50b

(4,7a)
πολλοὶ λέγουσιν Τίς δείξει ἡμῖν τὰ ἀγαθά;
(7a) Viele sagen: Wer wird uns das Gute zeigen?
Expositio 51:
Ταῦτα τῶν περὶ τὰς διοικήσεις τοῦ θεοῦ ὀλιγωρούντων τὰ ῥήματα: –
Diese sind die Worte derjenigen, die die Anordnungen Gottes geringschätzen.

V1 G A1 A2 V4 P6 Z V5 P7

τῶν] om. V5 | supra lin. add. P7

P1: Ein Blatt ist verloren gegangen. Möglicherweise befand sich exp. 51 auf diesem Blatt. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden. Montfaucon (P6 P7): exp. 51 entspricht P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:51

(4,7b)
ἐσημειώθη ἐφ᾽ ἡμᾶς τὸ φῶς τοῦ προσώπου σου, κύριε.
(7b) Auf uns ist das Licht deines Angesichts aufgeprägt, Herr.
(4,8a)
ἔδωκας εὐφροσύνην εἰς τὴν καρδίαν μου·
(8a) Du gabst Freude in mein Herz:
Expositio 52:
Τὸ φῶς τοῦ κυρίου, ὁ Χριστός ἐστιν· ὃς καὶ ἐδίδαξεν ἡμᾶς τὰ ὄντως ἀγαθὰ, δι᾿ ἃ καὶ τὴν νοητὴν εὐφροσύνην ἐσχήκαμεν· τὴν εἰς νοῦν καὶ καρδίαν: –
Das Licht des Herrn ist Christus, der uns die wahren Güter gelehrt hat, wegen deren wir auch die geistige Freude im Geist und Herzen genossen haben.

V1 M O A1 B1 B2 B3 V5 P7

Τὸ φῶς τοῦ κυρίου] Τὸ φῶς τοῦ κόσμου Montfaucon, fort. ex P1 || ὃς] ὡς O || ἐδίδαξεν ἡμᾶς] ἔδειξεν ἡμῖν B1 | ἐδίδαξεν ἡμῖν B2 | διδάξας ἡμᾶς V5 P7 || τὰ ὄντως ἀγαθὰ] τα ὄντα ἀγαθὰ M O || δι᾿ ἃ – ἐσχήκαμεν] διὰ τὴν νοητὴν εὐφροσύνην ἣν ἐσχήκαμεν V1 M | διὰ τὴν νοητὴν εὐφροσύνην ἐσχήκαμεν O | δι᾿ αὐτοῦ [γὰρ] τὴν νοητὴν εὐφροσύνην καὶ δ[ικαι]οσύνην ἐσχήκαμ[εν] A1

M O (Typus IV): exp. 52 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Zeilen des Psalmtextes. B1 (Typus I): Ein angepasstes Zitat aus Gregor von Nyssa (Ps. inscr. I 4 [35, l. 20–23 McDonough] in Ps 4,7) ist mit exp. 52 verbunden. Diese Verbindung wird Gregor zugeschrieben. P1: Ein Blatt ist verloren gegangen. Möglicherweise befand sich exp. 51 darauf. Montfaucon (P7): Da exp. 51 in P7 nicht an Athanasius zugeschrieben wird – sie ist unbenannt –, stellt sich die Frage, wie Montfaucon an diese Expositio gelangen konnte. Eine Möglichkeit wäre, dass das betreffende Blatt zur Zeit Montfaucons in P1 noch nicht verloren war. Diesem Szenario widerspricht jedoch die Tatsache, dass Montfaucon exp. 53 und 54 nicht veröffentlichen konnte. Das würde bedeuten, dass P1 beide Expositiones nicht hatte, was etwas merkwürdig erscheint.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:52

(4,8b)
ἀπὸ καιροῦ σίτου καὶ οἴνου καὶ ἐλαίου αὐτῶν ἐπληθύνθησαν.
(8b) Von der Zeit der Ernte ihres Getreides, Weins und Öls an haben sie sich vermehrt.
Expositio 53:
Ἐν τούτοις εὐθηνοῦντες οἱ περὶ τὴν γῆν ἐπτοημένοι, ἐνόμισαν τὰ ὄντως ἀγαθὰ ἔχειν: –
Die, die nach dem Irdischen verlangen, fühlten sich sehr wohl bei diesen Dingen, und dachten, die wahrhaften Güter zu besitzen.

V1 G M O A1 P6 Z N2

Ἐν τούτοις] Ἐν τούτοις τοίνυν G || εὐθηνοῦντες – τὴν] post εὐθηνο- evandida A1 || εὐθηνοῦντες] εὐθυνοῦντες M O || ἐνόμισαν τὰ ὄντως] evanida A1

M O (Typus IV): exp. 53 steht nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Zeilen des Psalmtextes. P1: Ein Blatt ist verloren gegangen. Möglicherweise befand sich exp. 53 darauf. P6 Z N2 (Typus XVI): exp. 53 anonym (P6 N2) bzw. Hesychius zugeschrieben (Z). Syrische Version (Epitome): exp 53 wird wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:53

(4,9a)
ἐν εἰρήνῃ ἐπὶ τὸ αὐτὸ κοιμηθήσομαι καὶ ὑπνώσω,
(9a) In Frieden werde ich mich hinlegen und am selben Ort einschlafen,
(4,9b)
ὅτι σύ, κύριε, κατὰ μόνας ἐπ᾽ ἐλπίδι κατῴκισάς με.
(9b) den du, Herr, hast meine Wohnung allein auf Hoffnung gegründet.
Expositio 54:
Ἐγὼ φησὶν οὐδὲν τῶν αὐτῶν ἐκείνοις πεφρονηκὼς, ἐπὶ πάσης ἀσφαλείας ἔσομαι· καὶ τοῦτό μοι ἔσται ἀνάπαυσις: –
Ich habe, sagt er, an nichts von dem gedacht wie jene, deshalb werde ich in völliger Sicherheit sein. Eben das wird meine Erholung sein.

V1 G A1

ἔσται] -αι ex corr. (ut vid.) A1

P1: Ein Blatt ist verloren gegangen. Möglicherweise befand sich exp. 54 darauf.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:54

Psalm 5
ΨΑΛΜΟΣ Ε´
Psalm 5
(5,1)
Εἰς τὸ τέλος, ὑπὲρ τῆς κληρονομούσης· ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ.
(1) Auf das Ende hin, über die, die erbt; ein Psalm bezogen auf David.
Expositio 55: Hypothesis
Ἡ κληρονομοῦσά ἐστιν ἡ θεοφιλὴς ψυχὴ, ἤτοι ἐκκλησία· τί δέ ἐστιν ἃ κληρονομεῖ; ἃ ὀφθαλμὸς οὐκ ἴδεν, καὶ οὖς οὐκ ἤκουσεν καὶ ἐπὶ καρδίαν ἀνθρώπου οὐκ ἀνέβη· εὔχεται δὴ καὶ τί ἂν ποιουμένη εἰσακουσθῆναι· ἑαυτῆς τό τε εὐθὲς παριστᾶσα, καὶ τῶν αἰτίων διαβάλλουσα τὴν πονηρίαν: –
Diejenige, die das Erbe erhält, ist die Gott liebende Seele, oder die Kirche. Was ist, das sie erbt? Was ein Auge nicht sah und ein Ohr nicht hörte und zum Herzen des Menschen nicht aufstieg. [1Cor 2,9] Sie betet aber auch, was sie tun sollte, um erhört zu werden, indem sie ihre eigene Aufrichtigkeit darstellt und die Bosheit der Schuldigen verklagt.

V1 G M O A1 B2 B2marg.

Ἡ κληρονομοῦσά ἐστιν] Kληρονομοῦσά ἐστιν Montfaucon, fort. ex P1 || ἡ θεοφιλὴς ψυχὴ] θεοφιλὴς ψυχῆς A1* | θεοφιλὴς ψυχή A1corr || ἤτοι ἐκκλησία] ἤτοι ἡ ἐκκλησία Montfaucon, fort. ex P1 | ἐστί καὶ ἡ ἐκκλησία A1 | ἤ ἡ ἐκκλ[ησία] B2marg. || τί1 – τὴν πονηρίαν] om. B2marg. || ἃ ὀφθαλμὸς οὐκ ἴδεν] ἃ ὀφθαλμὸς οὐκ εἶδε M O G | etiam Montfaucon., fort. ex P1 | ἅπερ ὀφθαλμὸς οὐκ οἶδεν B2 || καὶ1 – τὴν πονηρίαν] om. B2 || οὖς] οὓς M O G || καὶ2 – οὐκ ἀνέβη] om. G | καὶ τὰ ἐξῆς M O || εὔχεται – εἰσακουσθῆναι] εὔχεται δ᾿ εἰσακουσθῆναι G | [Εὔχετα]ι ἱκετηρίαν ποιουμένη εἰσακουσθῆναι A1 || δὴ] -ὴ ex corr. M | δὲ Montfaucon, fort. ex P1 || ἑαυτῆς – παριστᾶσα] ἑαυτῆς τό τε εὐθὺς παριστᾶσα M O | ἑαυτῆς τὸ εὐθὲς παριστᾶσα G | ἑαυτῆς τό τε εὐθὲς παριστῶσα Montfaucon, fort. ex P1 | τό τε ἑαυτῆς εὐθὲς παριστῶσα A1 || τῶν αἰτίων] τῶν αἰτιῶν M | τῶν ἐναντίων G A1

P1 (Typus XIX): Ein Blatt ist verloren gegangen. Möglicherweise befand sich exp. 55 darauf. Μ Ο (Typus IV): Evagrius (schol. nr. α´ in Ps 5,1 [294 Rondeau – Géhin – Cassin]) ohne eindeutige Trennung mit exp. 55 verbunden. A1 G: exp. 55 ist in der Textkatene A1 zweiteilig: Ἡ – ἀνέβη steht nach Ps 5,1 und εὔχεται – τὴν πονηρίαν nach Ps 5,2a. Dem zweiten Teil wurde ein Zitat aus Theodoret (comm. in Ps 5,2–3b [PG 80,896 C10–12]) angehängt. In der Randkatene G findet sich dieselbe Teilung von exp. 55 mit denselben Psalmbezügen wie in A1. V4 (Typus XIV): Die kurze Hypothesis (Καὶ οὗτος ὁ ψαλμὸς ἀπὸ τῆς ἐκκλησίας εἴρηται) kann aus exp. 55 oder Hesychius (Antonelli; PG 27,661–662 C8) entnommen worden sein. B2marg.: Am oberen Rand wurde der erste Satz von exp. 55 durch eine zweite Hand wiederholt, wobei sich diese Fassung leicht von jener des Hauptschreibers unterscheidet (siehe zu exp. 59). Darüber hinaus wurde von derselben Hand Folgendes über der Kolumne des Psalmtextes hinzugefügt: Ἡσυχ(ίου) (καὶ) Ἀθα(νασίου)· ἐκ προσώπου τ(ῆς) ἐκκλη(σίας) προσευχ(ή). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden (Ἡ κληρονομοῦσά – ἀνέβη). Montfaucon: Siehe zu exp. 52.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:55

(5,2a)
Τὰ ῥήματά μου ἐνώτισαι, κύριε,
(2a) Meine Worte vernimm, Herr
(5,2b)
σύνες τῆς κραυγῆς μου·
(2b) nimm mein Geschrei wahr.
(5,3a)
πρόσχες τῇ φωνῇ τῆς δεήσεώς μου,
(3a) Achte auf die Stimme meines Flehens,
(5,3b)
ὁ βασιλεύς μου καὶ ὁ θεός μου.
(3b) mein König und mein Gott.
Expositio 56 (dubium):
Eἶπε τὰ ῥήματά μου ἐνώτισαι κύριε· εἶτα δεικνὺς ὅτι οὐχ ἁπλῶς εἰσὶ ῥήματα, λέγει ὅτι μετὰ κραυγῆς προφέρονται· καὶ οὐ μόνον τῷ ἔξωθεν στόματι, ἀλλὰ καὶ μετὰ φωνῆς εἰσὶν ἀπὸ καρδίας δεομένης· καθάπερ Μωσῆς βοᾷ· διὸ ἐπὶ μὲν τῶν ἔξωθεν ῥημάτων, λέγει τὸ ἐνώτισαι· ἐπὶ δὲ τῆς κραυγῆς, τὸ σύνες· ἐπὶ δὲ τῆς ἐγκαρδίου φωνῆς εἶπεν· πρόσχες· αὕτη γὰρ θεῷ μόνῳ ἐστὶ βλεπομένη: –
Er sagte 'Meine Worte vernimm, Herr'. Dann um zu zeigen, dass es sich nicht nur um Worte handelt, sagt er, dass diese mit Geschrei vorgebracht werden. Und nicht nur mit dem äußerlichen Mund; vielmehr durch die Stimme kommen sie von einem betenden Herz, in der gleichen Weise wie Moses schreit. [cf. Ex 14,15] Deswegen 'vernimm' sagt er über die äußerlichen Worte; über das Geschrei das 'nimm wahr'. Aber über die Stimme, die vom Herz ausgeht, sagte er: 'achte'. Denn nur diese wird von Gott beachtet.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:56

(5,3c)
ὅτι πρὸς σὲ προσεύξομαι, κύριε·
(3c) Denn zu dir will ich beten, Herr.
(5,4a)
τὸ πρωὶ εἰσακούσῃ τῆς φωνῆς μου,
(4a) Am Morgen wirst du meine Stimme anhören;
Expositio 57:
Ἐν ἀπολαύσει φησὶ τοῦ νοητοῦ γενομένη φωτὸς, προσεύξομαί σοι· διὸ καὶ εἰσακουσθῆναι πιστεύω: –
Nachdem sie (die Seele) in den Genuss des geistigen Lichtes gekommen ist, sagt er, will ich zu dir beten. Deshalb vertraue ich darauf, dass ich erhört werde.

V1 M O G P1 A1 B1 B2

Ἐν ἀπολαύσει] Ἐν ἀναπαύσει B1 || γενομένη] γενόμενος P1 | γενάμενος B1 || πιστεύω] πιστέω M

V1 (Typus XIX): exp. 57 ist mit Ps 5,4a verbunden. Auch Ps 5,3c – wenn nicht sogar Ps 5,2–3b – wird von der Erklärung berücksichtigt. M O (Typus IV): exp. 57 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern entweder zwischen den Psalmzeilen (M) oder unter der Kolumne des Psalmtextes (O). G (Typus XIX): exp. 57 bildet mit einer stark gekürzten exp. 58 eine Einheit, die mit Ps 5,3c–4 verbunden ist. Montfaucon (P1): Nach dem Abfall eines Blattes setzt P1 mit exp. 57 wieder ein. Seltsamerweise hat Montfaucon diese Expositio unbeachtet gelassen, und sie erst in einer Ergänzung zur Editio princeps aus der Sammlung von Colville veröffentlicht.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:57

(5,4b)
τὸ πρωὶ παραστήσομαί σοι καὶ ἐπόψομαι.
(4b) am Morgen will ich zu dir treten und betrachten.
Expositio 58:
Μέγα εἰς ἁγνείας καύχημα, τὸ ἐκ κοίτης αὐτῆς παρίστασθαι τῷ θεῷ· καὶ φθάνειν ἐν εὐχαριστίᾳ τὸν ἥλιον· οὕτω γάρ φησιν ἐπόψομαι τὰ θεῖα καὶ ἅγιά σου μυστήρια· ἃ ἡτοίμασας τοῖς ἀγαπῶσίν σε: –
Dies wird zum großen Ruhm der Reinheit, nämlich sich schon vom Bett weg vor Gott hinzustellen und mit der Danksagung der Sonne zuvorzukommen. Denn so, sagt er, werde ich deine göttlichen und heiligen Geheimnisse betrachten, die du denen bereitet hast, die dich lieben.

V1 M O G A1 B1 B2 B3 V5 P7 L2 A3

Μέγα – φησιν] om. G || εἰς ἁγνείας καύχημα] ἁγνείας καύχημα B1 B2 | προσευχῆς ἐφόδιον A1 | ἀγωνίας καύχημα V5 P7 L2 A3 || τὸ] τῷ B1 || ἐκ κοίτης] ἐκ τῆς κοίτης V5 P7 L2 A3 || αὐτῆς] αὐτῆς {αὐτῆς} M | αὐτοῦ A1 || παρίστασθαι] προΐστασθαι V5 P7* L2* A3 | παρΐστασθαι P7corr L2corr || ἐν εὐχαριστίᾳ] ἐν ἐξομολογήσει καὶ εὐχαριστείᾳ A1 | εὐχαριστεῖα B1 | ἐν εὐχαριστείᾳ B3* | ἐν εὐχαριστίᾳ B3corr || οὕτω – σε] om. A1 B1 || οὕτω] οὕτως B3 || ἐπόψομαι] ἐπόψομαι δὲ G || τὰ – μυστήρια] τὰ ὅσια καὶ οὐράνια μυστήρια B3

B1 (Typus I): exp. 58 wird irrtümlich Hesychius zugeschrieben. Montfaucon: exp. 58 war nur über P7 verfügbar. Dank der Zuschreibung an Athanasius konnte sie als Expositio identifiziert werden. Die darin enthaltene Lesart προΐστασθαι wurde zu παρίστασθαι korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:58

(5,5a)
ὅτι οὐχὶ θεὸς θέλων ἀνομίαν σὺ εἶ,
(5a) Denn du bist kein Gott, der an der Gesetzlosigkeit Gefallen hat,
(5,5b)
οὐδὲ παροικήσει σοι πονηρευόμενος·
(5b) und der Übeltäter wird nicht bei dir weilen.
(5,6a)
οὐ διαμενοῦσιν παράνομοι κατέναντι τῶν ὀφθαλμῶν σου,
(6a) Vor deinen Augen werden die Gesetzesbrecher keinen Bestand haben,
(5,6b)
ἐμίσησας πάντας τοὺς ἐργαζομένους τὴν ἀνομίαν.
(6b) du hasst alle, die die Gesetzlosigkeit verüben.
(5,7a)
ἀπολεῖς πάντας τοὺς λαλοῦντας τὸ ψεῦδος·
(7a) Du wirst alle die zugrunde richten, die die Lüge aussprechen;
(5,7b)
ἄνδρα αἱμάτων καὶ δόλιον βδελύσσεται κύριος.
(7b) einen Mörder und einen Betrüger verabscheut der Herr.
Expositio 59:
Διὰ τοῦτο φησὶν εἰσακουσθήσεσθαι θαρρῶ, ὅτι τῶν τοιούτων οὐκ ἐπετήδευσα οὐδὲν· ὧν μεμίσηκας· ταῦτα δέ ἐστιν, ἀνομία καὶ πονηρία· καὶ παρανομία καὶ ψεῦδος· καὶ φθόνος καὶ δόλος: –
Διατοῦτο φησὶν εἰσακουσθήσεσθαι θαρρῶ, ὅτι τῶν τοιούτων οὐκ ἐπετήδευσα οὐδὲν· ὧν μεμίσηκας· ταῦτα δέ ἐστιν, ἀνομία καὶ παρανομία· καὶ ψεῦδος καὶ δόλος· καὶ φθόνος καὶ πορνεία· καὶ μοιχεία καὶ κλοπὴ· καὶ καταλαλιὰ καὶ ἐπιορκία καὶ πᾶν ὅτι ἕτερον τοιοῦτον: –
Deshalb, will er sagen, bin ich zuversichtlich erhört zu werden, weil ich nichts derartiges getan habe, was du hasstest. Diese Dinge sind Gesetzlosigkeit und Schlechtigkeit, Gesetzwidrigkeit und Lüge, Neid und Hinterlist.
Deshalb, will er sagen, bin ich zuversichtlich erhört zu werden, weil ich nichts derartiges getan habe, was du hasstest. Diese Dinge sind Gesetzlosigkeit und Gesetzwidrigkeit, Lüge und Hinterlist, Neid und Unzucht, Ehebruch und Diebstahl, üble Nachrede und Eidbruch, und all das andere, was dieser Art ist.

V1 M O G P1 A1 A2 V4 B2marg.

εἰσακουσθήσεσθαι] εἰ[σ]ακούσεσθαι B2marg. || θαρρῶ] θαρρὼν (ut vid.) M || ἐπετήδευσα] ἐπιτήδευσα P1 || οὐδὲν ὧν μεμίσηκας] om. A1 || οὐδὲν] οὐδὲ (sic) M O || ἀνομία καὶ πονηρία] ἀνομία M | ἀνομία· παρα[ν]ομία· B2marg. || καὶ παρανομία – δόλος] παραν[ο]μία τε καὶ ψεῦδος· φθόνος, καὶ δόλος G | [καὶ παρανομ][ί][α] καὶ ψεῦδος· φόν[ο]ς κα[ὶ] [δ][ό]λος A1 | καὶ παρανομία· καὶ ψεῦδος καὶ δόλος καὶ φόνος A2 V4 | πον[η]ρία· ψ[ε]ῦδος· φόνος· [καὶ] δόλος B2marg. || παρανομία] πα**ρανομία M

M O (Typus IV): Eine verkürzende Paraphrase aus Eusebius (fr. 3 in Ps 5,5–7 [Villani]) ist ohne eindeutige Trennung mit exp. 59 verbunden. In O sind die Grenzen zwischen den umliegenden Fragmenten noch unpräziser. P1 (Typus XIX): exp. 59 steht nach Ps 5,5 (= Lemma). Ein mögliches Scholion des Origenes steht sowohl nach Ps 5,6a (PG 12,1169 A8–11) als auch nach Ps 5,6b–7a (PG 12,1169 A14–B6; PG 69,741 C4–11; PG 27,73 C13–D5 [ex Paris. gr. 166–167]). Das zweite dieser Scholien wird irrtümlich Athanasius zugeschrieben. B2marg.: Am unteren Rand wurde exp. 59 durch eine zweite Hand ergänzt (siehe zu exp. 55). Montfaucon: exp. 59 war nur über P1 verfügbar.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:59

V5 P7 L2 A3

ἐπετήδευσα] ἐπιτήδευσα V5* P7 L2 A3 | ἐπετήδευσα V5corr || κλοπὴ] -λ- ex corr. V5 || πᾶν] πάντων A3

V5 P7 L2 A3: exp. 59 Iohannes Chrysostomus zugeschrieben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:59par

(5,8a)
ἐγὼ δὲ ἐν τῷ πλήθει τοῦ ἐλέους σου εἰσελεύσομαι εἰς τὸν οἶκόν σου,
(8a) Ich aber werde in der Fülle deines Erbarmens in dein Haus eintreten,
(5,8b)
προσκυνήσω πρὸς ναὸν ἅγιόν σου ἐν φόβῳ σου.
(8b) werde niederfallen vor deinem heiligen Tempel in Furcht vor dir.
Expositio 60:
Τὴν ἐπουράνιον ἱερουσαλὴμ, τὴν τῶν πρωτοτόκων μητέρα: –
Τὴν ἐπουράνιο[ν] [ἱερουσαλ]ὴμ, τὴν τῶν πρωτοτόκων ἐν Χριστῶ [μητέρα·] ναὸν ἅγιoν, τ[ὸ] [πνεῦ(?)]μα το[ῦ] Χριστοῦ τὸ ζω[οπ]οι[ό]ν· ὅπ[ερ ἐν(?)] τῇ μ[ε]τ[α]λήψει δ[εχόμ]ε[ν]οι, πρ[οσ]κυνοῦσ[ι]ν οἱ π[τωχοί(?)]: –
In das himmlische Jerusalem, die Mutter der Erstgeborenen.
In das himmlische Jerusalem, die Mutter der Erstgeborenen im Christus. Heiliger Tempel ist der lebendigmachende Geist Christi. Diesen anbetend niederfallen die Bedürftigen, wenn sie ihn (in der Kommunio) empfangen.

V1 M O G P1 A2 V4 B2 V5 P7 L2 A3

Τὴν] Οἶκον ἐνταῦθα ante τὴν add. G | εἰς τὴν B1 || ἱερουσαλὴμ] ἱερουσαλὴμ λέγει V5 P7 L2 A3 || τὴν τῶν πρωτοτόκων μητέρα] om. B1 || τῶν πρωτοτόκων] πρωτοτόκων P1 O V5 P7 L2 A3

M O (Typus IV): exp. 60 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern entweder unter der Kolumne des Psalmtextes (M) oder am unteren Rand (O). L2 (Typus XVI): exp. 60 wurde am oberen Rand hinzugefügt und Athanasius zugeschrieben. Montfaucon (P1 P7): exp. 60 entspricht P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:60

A1

(5,9a)
κύριε, ὁδήγησόν με ἐν τῇ δικαιοσύνῃ σου ἕνεκα τῶν ἐχθρῶν μου,
(9a) Herr, führe mich in deiner Gerechtigkeit wegen meiner Feinde,
(5,9b)
κατεύθυνον ἐνώπιόν μου τὴν ὁδόν σου.
(9b) mache vor mir deinen Weg gerade.
Expositio 61:
Τῶν νοητῶν δηλονότι· πολλοὶ γὰρ οἱ ἐπιβουλεύοντες τῇ θεοφιλεῖ ψυχῇ· τῇ κατὰ θεὸν αὐτῆς προκοπῇ διαβασκαίνοντες: –
Ἡ δικαιοσύνη τοῦ πατρὸς ὁ υἱὸς, ἐφ᾿ ἣν ὁδηγηθῆναι ὁ προφήτης εὔχεται· πολλοὶ γὰρ οἱ ἐπιβουλεύοντες τῇ θεοφιλεῖ ψυχῇ, τὴν κατὰ θεὸν αὐτῆς προκοπὴν διαβασκαίνοντες: –
Offensichtlich (den Weg) der geistigen Dinge. Denn viele ersinnen Hinterlist gegen die gottliebende Seele und hintertreiben ihren gottgemäßen Fortschritt.
Der Sohn ist die Gerechtigkeit des Vaters, auf die der Prophet bittet, geführt zu werden. Denn viele ersinnen Hinterlist gegen die gottliebende Seele und hintertreiben ihren gottgemäßen Fortschritt.

V1 M O G P1 A1 A2 V4 B2

πολλοὶ – διαβασκαίνοντες] om. P1 || διαβασκαίνοντες] βασκαίνοντες M O A2 V4

V1 (Typus XIX): Ps 5,9a ist in zwei Zeilen aufgeteilt. exp. 61 ist mit der zweiten Zeile verbunden (ἕνεκα τῶν ἐχθρῶν μου). M O (Typus IV): Hesychius (comm. brevis in Ps 5,9b [6 Jagić]), exp. 61 sowie Aquila und Symmachus (Ps 5,9) folgen ohne eindeutige Trennung aufeinander. Dieser exegetische Komplex ist nach exp. 62 gestellt. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Montfaucon: exp. 61 entspricht P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:61

V5 P7 L2 A3

ἐφ᾿ ἣν] ἐφ᾿ ἃ V5 P7 L2*vid. A3 | ἐφ᾿ ἣν L2corr

V5 P7 (Typus XV) L2 A3 (Typus XVI): Der zweite Satz dieses Fragments entspricht exp. 61. In all den genannten Handschriften wird es jedoch Arsenius (Anachoreta, s. IV–V; CPG 5548; Dorival V 316) zugeschrieben. Wenn dies nicht das Ergebnis einer Zusammenlegung ist, liegt hier ein Abhängigkeitsverhältnis vor, das noch vor der zweiten Hälfte des fünften Jahrhunderts zu datieren ist.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:61par

(5,10a)
ὅτι οὐκ ἔστιν ἐν τῷ στόματι αὐτῶν ἀλήθεια,
(10a) Denn es gibt in ihrem Mund keine Wahrheit,
(5,10b)
ἡ καρδία αὐτῶν ματαία·
(10b) ihr Herz ist lügenhaft;
Expositio 62:
Τῶν σοφῶν τοῦ αἰῶνος τούτου, ἢ καὶ τῶν αἱρετικῶν· οὗτοι γὰρ ἀληθείας λόγους, οὐκ ἴσασιν: –
Das der Weisen dieser Welt, oder auch der Häretiker. Denn diese kennen die Worte der Wahrheit nicht.

V1 M O G P1 A1 A2 V4 B1 B2 P6 Z

ἢ καὶ] ἤτοι B1 B2 | καὶ ἡ P6 Z || αἱρετικῶν] post αἱρετικῶν add. δόξα, εἰς τὸ αὐτὸ συμβαίνουσά ἐστιν· Z || ἀληθείας λόγους] ἀληθείας λόγον P1 | λόγους ἀληθείας V4 || ἴσασιν] ἴ*ασιν O

M O (Typus IV): exp. 62 mit Zitaten aus Theodoret (comm. in Ps 5,10a [PG 80,900 A11–12] et in Ps 5,10b [PG 80,900 A12–14]) verbunden. P6 (Typus III): Der Zusatz δόξα – ἐστιν ist in P6 nicht vorhanden. N2 (Typus III): Zwischen f. 39r und f. 40r ist mindestens ein Blatt ausgefallen. Montfaucon (P1 P6): exp. 62 entspricht P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:62

(5,10c)
τάφος ἀνεῳγμένος ὁ λάρυγξ αὐτῶν,
(10c) ein geöffnetes Grab ist ihre Kehle,
(5,10d)
ταῖς γλώσσαις αὐτῶν ἐδολιοῦσαν.
(10d) mit ihren Zungen haben sie betrogen.
Expositio 63:
Τὰ νεκρὰ ἐρευγόμενοι δόγματα: –
Indem sie tote Lehren ausspucken.

V1 M O P1 B1 B2

Τὰ] Tὴν γλῶσσαν αὐτῶν λεαίνουσι (= fons ignotus in Ps 5,10d ) ante καὶ τὰ add. P1 || ἐρευγόμενοι] ἐρεύγονται P1 || δόγματα] ῥήματα B1 B2

V1 (Typus XIX): Ps 5,10d und Ps 5,11a bilden eine einzige Verszeile. M O (Typus IV): exp. 63 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern entweder zwischen den Psalmzeilen (M) oder am unteren Rand (O). B1 (Typus I): exp. 63 wurde vom Schreiber zum äußeren Rand hinzugefügt. Montfaucon: exp. 63 wurde in der erweiterten Fassung von P1 übernommen (siehe App.).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:63

(5,11a)
κρῖνον αὐτούς, ὁ θεός·
(11a) Richte sie, Gott;
(5,11b)
ἀποπεσάτωσαν ἀπὸ τῶν διαβουλίων αὐτῶν·
(11b) ablassen sollen sie von ihren Plänen;
Expositio 64:
Ταῦτα γάρ φησι πάντα τὰ διαβούλια κατ᾿ ἐμοῦ ἐποιοῦντο, τῇ κατὰ θεόν μου προκοπῇ ἐναντιούμενοι: –
All diese Pläne, sagt er, machten sie gegen mich, weil sie sich meinem gottgemäßen Fortschritt widersetzen wollten.

V1 M O G P1 V5 P7 L2 A3

Ταῦτα – ἐποιοῦντο] Ταῦτα φησὶ(ν) τὰ διαβούλια· ἃ κατ᾿ ἐμοῦ ποιοῦνται V5 P7 L2 A3 || πάντα τὰ διαβούλια] τὰ διαβούλια πάντα P1 || ἐναντιούμενοι] φθονούμενοι V5 P7 L2 A3

M O (Typus IV): Ein mögliches Scholion des Origenes (Analecta sacra II 455,26–29; cf. PG 12,1172 B3–5), exp. 64 und 65 folgen ohne eindeutige Trennung aufeinander. L2 A3 (Typus XVI): exp. 64 steht nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Psalmzeilen. Montfaucon (P1 P7): exp. 64 entspricht P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:64

(5,11c)
κατὰ τὸ πλῆθος τῶν ἀσεβειῶν αὐτῶν ἔξωσον αὐτούς,
(11c) da ihre gottlosen Handlungen zahlreich sind, verstoße sie,
(5,11d)
ὅτι παρεπίκρανάν σε, κύριε.
(11d) denn sie haben dich erbittert, Herr.
Expositio 65:
Οἱ γὰρ διώκοντες τὴν φίλα τῷ θεῷ πράττουσαν ψυχὴν, θεὸν παραπικραίνουσιν θεομαχοῦντες σαφῶς: –
Denn diejenigen, die die Seele verfolgen, weil sie Gott wohlgefällige Dinge tut, sie erbittern Gott, da sie offensichtlich Kämpfer gegen Gott sind.

V1 M O P1 A2 V4 B1

τὴν – ψυχὴν] τὴν φιλοθέως κατορθουμένην ψυχὴν P1 B1 | τῇ φίλα θεῷ κατορθούσῃ ψυχῇ A2 V4 || θεὸν παραπικραίνουσιν] ἐμπαραπικραίνουσι P1 | σὲ ἐμπαραπικραίνουσιν B1

A2 V4 (Typus XIV): exp. 65 ist entweder anonym (A2) oder wird irrtümlich Iohannes Chrysostomus zugeschrieben (V4). Montfaucon: exp. 65 wurde nicht aus P1 übernommen, sondern erst in Ergänzung zur Editio princeps aus der Sammlung von Colville veröffentlicht. In dieser Fassung ist die Variante πικραίνουσι enthalten.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:65

(5,12a)
καὶ εὐφρανθήτωσαν πάντες οἱ ἐλπίζοντες ἐπὶ σέ·
(12a) Und freuen sollen sich alle, die auf dich hoffen,
(5,12b)
εἰς αἰῶνα ἀγαλλιάσονται, καὶ κατασκηνώσεις ἐν αὐτοῖς,
(12b) bis in Ewigkeit sollen sie jubeln, und du wirst unter ihnen wohnen,
Expositio 66:
Αὐτὸς γὰρ ἐλεύσεται καὶ ὁ πατὴρ, καὶ μονὴν παρ᾿ αὐτοῖς ποιήσονται: –
Ὅσῳ φησὶ πλεονάζουσιν εἰς τὸ ἐμποδίζειν τῇ ψυχῇ μου εἰς τὴν κατὰ θεὸν ὠφέλειαν, τοσούτῳ ποίησον αὐτοὺς ἐκπεσεῖν τῶν ἐπιβουλῶν· οὕτω γὰρ ἂν τούτου γενομένου, εὐφρανθήτωσαν πάντες οἱ ἐλπίζοντες ἐπὶ σοὶ· καὶ ναός σου γενήσονται· αὐτὸς γὰρ Χριστὸς τότε ἐλεύσεται καὶ ὁ πατὴρ, καὶ μονὴν ποιήσονται παρ᾿ αὐτοῖς: –
Denn er wird kommen, und der Vater auch, und sie werden eine Bleibe bei ihnen beziehen. [cf. Ioh 14,23]
So sehr sie sich eifrig bemühen, sagt er, meine Seele daran zu hindern, gottgemäße Gewinne zu erzielen, um so viel mehr lass sie an ihren Ausschlägen scheitern. Denn sollte das so geschehen, 'freuen sollen sich alle, die auf dich hoffen', und sie werden dein Tempel werden. Denn Christus selbst wird dann kommen, auch der Vater, und sie werden eine Bleibe bei ihnen beziehen. [cf. Ioh 14,23]

V1 M O P1

παρ᾿ αὐτοῖς] παρ᾿ αὐτῷ P1

V1 (Typus XIX): exp. 66 mit Ps 5,12b verbunden. M O (Typus IV): exp. 66 steht nicht im Hauptkommentar, sondern am unteren Rand. Syrische Übersetzung (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden. Montfaucon: exp. 66 war nur über P1 verfügbar.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:66

A1

(5,12c)
καὶ καυχήσονται ἐν σοὶ πάντες οἱ ἀγαπῶντες τὸ ὄνομά σου.
(12c) und rühmen werden sich in dir alle, die deinen Namen lieben.
(5,13a)
ὅτι σὺ εὐλογήσεις δίκαιον·
(13a) Denn du wirst den Gerechten segnen;
(5,13b)
κύριε, ὡς ὅπλῳ εὐδοκίας ἐστεφάνωσας ἡμᾶς.
(13b) Herr, wie mit einem Schild des Wohlgefallens hast du uns gekrönt.
Expositio 67:
Στέφανον φησὶν ἡμῖν τῶν πόνων, χαρίσῃ τὸ τέλος· τούτῳ καθάπερ ὅπλῳ τινὶ περιφράττων ἡμᾶς: –
Ἀντὶ τοῦ διὰ τῆς ἀγαθῆς σου θελήσεως· ὡς ἐν ὅπλῳ καὶ στεφάνῳ, κατεκόσμησας ἡμᾶς: –
Möge der Herr, sagt er, uns eine Krone schenken, das Ende unserer Mühen, indem er mit dieser wie mit einem Schilde uns bedeckt.
Anstelle von 'durch deinen wohlwollenden Willen hast du uns ausgerüstet wie mit einem Schild und einer Krone.'

V1 P1 V4 B2marg. P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Στέφανον φησὶν ἡμῖν] Στέφανος φησὶν ἡμῖν V1 | Στέφανος φησὶν ἡμῶν P1 | Στέφανον φησὶ B2marg. | Στέφανον ἡμῖν φησὶ Z | Στέφανον ἡμῖν V4 V5 P7 L2 A3 || χαρίσῃ τὸ τέλος· τούτῳ] χάρις· ἡ τὸ τέλος τοῦτο V1 P1 | χαρίσηται V4 | χαρίσηται τὸ τέλος τοῦτο B2marg. | χαρίσεται V5 P7 L2 A3 || περιφράττων] περιφράττουσα V1 P1

V5 P7 (Typus XV): Ein bislang unbekanntes Fragment zu Ps 5,12c ist mit exp. 67 ohne eindeutige Trennung verbunden. L2 (Typus XVI): exp. 67 wurde vom Schreiber am oberen Rand hinzugefügt. Montfaucon (P1 P6 P7): exp. 67 entspricht größtenteils P1, aber χάρις· ἢ τὸ τέλος· τοῦτο wurde nach P6 zu χαρίσῃ τὸ τέλος, τούτῳ korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:67

A1

στεφάνῳ] fort. στεφάκῳ A1*
Psalm 6
ΨΑΛΜΟΣ Ϛ´
Psalm 6
(6,1)
Εἰς τὸ τέλος, ἐν ὕμνοις, ὑπὲρ τῆς ὀγδόης· ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ.
(1) Auf das Ende hin, unter den Hymnen, über die Achte; ein Psalm bezogen auf David.
Expositio 68: Hypothesis
Καὶ τίς ἂν εἴη ἡ ὀγδόη, ἢ ἡ τοῦ Χριστοῦ ἀναστάσιμος ἡμέρα· καθ᾿ ἣν τῶν ἡμετέρων κόπων ἀποληψόμεθα τοὺς καρπούς; τῶν ἐχθρῶν δηλαδὴ ἀποστρεφομένων εἰς τὰ ὀπίσω· μετ᾿ αἰσχύνης δηλονότι καὶ ταραχῆς· ᾄδει δὲ τὸν ψαλμὸν ὡς μακρὸν χρόνον ἔχων ἐν τῇ μετανοίᾳ· ἣν ὑπὲρ ἁμαρτίας προσέφερεν: –
Was wäre wohl die Achte anders als der Auferstehungstag Christi, an dem wir die Früchte unserer Mühen erhalten werden? Während ohne Zweifel die Feinde ins Abseits versetzt werden, nähmlich in Schande und Verwirrung. Er singt diesen Psalm, nachdem er schon lange Zeit in der Buße gelebt hat, die er für die Sünde darbrachte.

V1 G P1 A2 V4 B1 B2s2 V5 P7

Καὶ τίς ἂν εἴη] om. G | Καί τις, ἂν, ἣ (sic) B1 || ἡ ὀγδόη] Ὀγδόη G | ἡ ὀγδοᾶς B2s2 || ἢ ἡ] ἡ G B1 A2 V4 V5 P7 || τοῦ Χριστοῦ] τοῦ κυρίου B2s2 || καθ᾿ ἣν] καθἧ B2s2 || δηλαδὴ] om. B2s2 || ἀποστρεφομένων – ταραχῆς] μετ᾿ αἰσχύνης ἀποστρεφομένων εἰς τὰ ὀπίσω G || δηλονότι – προσέφερεν] om. A2 V4 V5 P7 || δηλονότι] om. B2s2 || ὡς μακρὸν χρόνον ἔχων] ὡς μακρὸν ἔχων τὸν χρόνον B2s2 || ὑπὲρ ἁμαρτίας] ὑπὲρ τῆς ἁμαρτίας B1 B2s2 || προσέφερεν] ὁ Δαυῒδ προσέφερεν B2s2

V5 P7: exp. 68 ist zusammen mit anderen Texten am falschen Platz, nämlich an Ps 7,1 angebunden. Neben dem ersten dieser Texte steht am Rand geschrieben: ὑποθέσεις ἕτεραι τοῦ ζ´ ψαλμοῦ: Es handelt sich um eine unbekannte Hypothesis. Danach folgen exp. 68 und Hesychius (Antonelli und Jagić), jeweils zu Ps 6,1. Danach setzt die Erklärung von Ps 7,1 wieder ein, nämlich mit Hesychius (Antonelli und Jagić). Offensichtlich stammen all diese Texte aus unbekannten katenarischen Traditionen. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden (Καὶ – ταραχῆς). Montfaucon (P 1P7): exp. 68 entspricht P1, aber ἀπολειψόμεθα τοὺς καρπούς wurde nach P7 zu ἀποληψόμεθα καρπούς korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:68

(6,2a)
Κύριε, μὴ τῷ θυμῷ σου ἐλέγξῃς με
(2a) Herr, in deinem Grimm strafe mich nicht,
(6,2b)
μηδὲ τῇ ὀργῇ σου παιδεύσῃς με.
(2b) und in deinem Zorn züchtige mich nicht.
Expositio 69:
Οὐ τὸν ἔλεγχον παραιτεῖται, ἀλλὰ τὸν μετὰ θυμοῦ· οὐδὲ τὴν παιδείαν, ἀλλὰ τὴν μετ᾿ ὀργῆς: –
Er weist nicht die Strafe (an sich) zurück, sondern die im Grimm; und nicht die Züchtigung (an sich), sondern die im Zorn.

V1 M O G P1 A1 A2 V4 B1 B2

τὸν μετὰ θυμοῦ] τὸ μετὰ σφοδροῦ θυμοῦ B1 B2 || τὴν μετ᾿ ὀργῆς] τὸ μετ᾿ ὀργῆς B1

M O (Typus IV): Evagrius (schol. nr. α´ in Ps 6,2a [304 Rondeau – Géhin – Cassin]), exp. 69 sowie exp. 70 folgen ohne eindeutige Trennung aufeinander. exp. 69 und 70 sind in diesen Randkatenen nach exp. 74 gestellt. B1 (Typus I): exp. 69 wird irrtümlich Hesychius zugeschrieben. Syrische Version (Epitome): exp. 69 wird wiedergegeben. Montfaucon: exp. 69 war nur über P1 verfügbar.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:69

(6,3a)
ἐλέησόν με, κύριε, ὅτι ἀσθενής εἰμι·
(3a) Erbarme dich meiner, Herr, denn ich bin schwach,
Expositio 70:
Πᾶσα γὰρ ψυχὴ οὐ πρότερον εἰς ἁμαρτίαν πίπτει, πρὶν τῆς ἰσχύος ἐνδῷ: –
Denn jede Seele fällt nicht eher in eine Sünde, als bevor sie in ihrer Kraft nachlasse.

V1 M O G P1 A1 B2s2 P6 Z N2

γὰρ] om. A1 || πίπτει] πίστει O | ἐμπίπτει N2 || πρὶν τῆς ἰσχύος] πρὸ τῆς ἰσχύος M O

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden. Montfaucon (P1 P6): exp. 70 entspricht P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:70

(6,3b)
ἴασαί με, κύριε, ὅτι ἐταράχθη τὰ ὀστᾶ μου,
(3b) heile mich, Herr, denn erschrocken sind meine Gebeine.
(6,4a)
καὶ ἡ ψυχή μου ἐταράχθη σφόδρα·
(4a) Auch meine Seele ist sehr erschrocken;
Expositio 71:
Αἱ τῆς ψυχῆς δηλονότι δυνάμεις: –
Nämlich die Kräfte der Seele.

V1 M O P1 B2 V5 P7 L2

Αἱ] Ὀστᾶ φησὶν, νοῦς· διάνοια· σάρξ· (= paraphrasis ex Theodoreto, comm. in Ps 6,3b–4a [PG 80,904 A9–13 sub Ps 6,4]) ante αἱ add. P1

M O (Typus IV): exp. 71 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Psalmzeilen. A3 (Typus XVI): f. 6v enthält sowohl die Überschrift von Ps 6 als auch Kommentarfragmente zu dessem Beginn. Die Seite endet mit einem Text zu Ps 6,3b, welcher auf der nächsten Seite nicht vervollständigt wird. Denn darin sind bereits die letzten drei Zeilen von Psalm 6 mit den dazugehörigen Kommentarfragmenten zu lesen (f. 7r). Diese große Lücke ist auf den Zustand der unmittelbaren Vorlage von A3 zurückzuführen. Dafür spricht der Umstand, dass der obere Teil von f. 7r mit Absicht leer gelassen wurde. Eine zweite Hand war noch im Stande, die Inhalte anzubringen, die auch in L2 am Beginn von f. 45v zu lesen sind. Montfaucon (P1 P7): exp. 71 entspricht P1 (= P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:71

(6,4b)
καὶ σύ, κύριε, ἕως πότε;
(4b) und du, Herr, wie lange?
Expositio 72:
Τῆς πολυχρονίου μετανοίας τὸ ῥῆμα παραστατικόν: –
Der Ausdruck bezeichnet die lang anhaltende Buße.

V1 M O G P1 A1 V4 B2 V5 P7 L2

πολυχρονίου] πολυχρόνου P1 || τὸ ῥῆμα παραστατικόν] τὸ ῥῆμα παρατατικόν B2 | τὸ (-ὸ ex corr. L2) ῥῆμα παρεκτείνων V5 P7 L2 | παραστατικόν τὸ ῥῆμα V4 || τὸ] τὰ (ut vid.) O* | τὸ Oc

M O (Typus IV): exp. 72 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Psalmzeilen. Montfaucon (P1 P7): exp. 72 entspricht P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:72

(6,5a)
ἐπίστρεψον, κύριε, ῥῦσαι τὴν ψυχήν μου,
(5a) Wende dich um, Herr, errette meine Seele,
Expositio 73:
Ὡς ἀπεστραμμένου αὐτοῦ δηλονότι διὰ τὴν ἁμαρτίαν: –
Offensichtlich als abgewendet wegen der Sünde.

V1 M O G P1 A1 A2 V4 B2 V5 P7 L2

Ὡς ἀπεστραμμένου αὐτοῦ] Ὡς ἀπoστραμμένου αὐτοῦ V1 | Ὡς ἀποστρεφομένου αὐτοῦ G | Ὡς ἀπεστραμμένου αὐτ[ὸ]ν A1 || δηλονότι] om. B2 || διὰ τὴν ἁμαρτίαν] δι᾿ ἁμαρτίαν V1 M G B2 | διὰ μαρτ´ O

M O (Typus IV): exp. 72 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Psalmzeilen. A1: exp. 73 mit Theodoret (comm. in Ps 6,4b–5 [cf. PG 80,904 B12–13 sub Ps 6,5]) verbunden. Montfaucon (P1 P7): exp. 72 entspricht P1 (= P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:73

(6,5b)
σῶσόν με ἕνεκεν τοῦ ἐλέους σου.
(5b) rette mich um deines Erbarmens willen.
Expositio 74:
Ἅπαν γὰρ τὸ τῆς σωτηρίας ἡμῶν, τῷ ἐλέῳ ἀναθετέον τοῦ θεοῦ: –
Denn die ganze Angelegenheit unseres Heiles sollte der Barmherzigkeit Gottes beigelegt werden.

V1 M O G P1 A1 A2 V4 B2 V5 P7 L2

Ἅπαν – τῷ ἐλέῳ] Ἅπαντα γὰρ τῷ τῆς σωτηρίας ἐλέῳ B2 | Ἅπαν γὰρ τῷ τῆς μετανοίας ἐλέῳ V5 P7 L2 || τὸ] om. M O A1vid. || τῆς] evanidum A1 || ἀναθετέον τοῦ θεοῦ] ἀναθετέον τῷ θεῷ P1* B2 | ἀναθετέον θεῷ V5 P7 L2 | ἀναθεταῖον τοῦ θεοῦ P1c | το[ῦ] [θεοῦ(?)] [............] [εὐ][χεῖν ὁ Χριστός(?)] A1

O (Typus IV) L2 (Typus XVI): exp. 74 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern entweder unter der Kolumne des Psalmtextes (O) oder darüber (L2). Montfaucon (P1 P7): exp. 72 entspricht P1, aber Ἅπαν wurde zu Πᾶν korrigiert (wahrscheinlich nach P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:74

(6,6a)
ὅτι οὐκ ἔστιν ἐν τῷ θανάτῳ ὁ μνημονεύων σου·
(6a) Denn niemanden gibt es im Tod, der an dich erinnert,
Expositio 75:
Ἐπειδὴ μακρός μοι γέγονε φησὶν ὁ τῆς μετανοίας καιρὸς, δέδοικα μὴ φθάσῃ τὸν παρὰ σοῦ ἔλεον ὁ θάνατος· ἐν ᾧ τὰ τῆς ἐξομολογήσεως οὐκ ἔστιν· τούτου χάριν ἐπιταχύναι τὸν ἔλεον αἰτῶ: –
Da die Zeit der Buße, sagt er, mir lang gewesen ist, fürchte ich, es möchte deiner Barmherzigkeit der Tod zuvorkommen, indem es kein Bekenntnis gibt. Deshalb bitte ich, du mögest schnell Barmherzigkeit gewähren.

V1 M O P1 A1 L2

γέγονε] om. L2 || δέδοικα – ὁ θάνατος] καὶ δέδοικα μὴ φθάσαι τὸν παρὰ σοῦ ἔλεον τὸν θάνατον L2 || μὴ φθάσῃ] μὴ φθάσει P1 || ἐπιταχύναι τὸν ἔλεον] τὸν ἔλεον ἐπιταχύναι L2

A1: exp. 75 kann nur zum Teil gelesen werden. Außerdem scheint sie mit Theodoret (comm. in Ps 6,6 [cf. PG 80,904 D5–905 A1]) vermischt worden zu sein: Ἐ[π]ειδὴ [μακρός μοι γεγόν(?)]νε φ[ησὶν] ὁ τῆ[ς] μετ[ανο]ί[ας] [...........]επήλα[.....] [μ]ε ἐν τῷ ἐλέει [...]ε[.]λα[..] [ἔστιν(?)] [ὁ] Χριστὸς καὶ τὸν παρ[ὰ σ]οῦ ἔλεον πρ[....]λως α[ὐ]τῶ, τὴν δι[ὰ το]ῦ Χριστοῦ πίστιν καὶ ἔλεον· ἵνα μὴ φθ[άσα]ς ὁ [θ]άνατος ἐλ[θ]ὼν στερ[ή]σῃ με τῆ[ς] διὰ τοῦ Χριστοῦ πίστεως καὶ ἐξομολογήσ[ε]ως καὶ ἀφέσεως καὶ τελειώσεως. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden. Montfaucon: exp. 75 war nur über P1 verfügbar.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:75

(6,6b)
ἐν δὲ τῷ ᾅδῃ τίς ἐξομολογήσεταί σοι;
(6b) in der Unterwelt, wer wird dich dort preisen?
Expositio 76 (dubium):
Ὅμοιον τὸ οὐ γὰρ οἱ ἐν ᾅδου ἐξομολογήσονταί σοι ἀλλ᾿ ἡμεῖς οἱ ζῶντες: –
Gleich ist die Stelle, wonach nicht diejenigen, die in der Unterwelt sind, dich preisen werden, 'sondern wir, die Lebendigen' [Ps 113,26a].

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:76

(6,7a)
ἐκοπίασα ἐν τῷ στεναγμῷ μου,
(7a) Müde geworden bin ich in meinem Seufzen,
Expositio 77 (dubium):
Χαρακτηρίζει τὸ εἶδος τῆς μετανοίας κα[...]χ[...]έτι οὐχ ἁπλῶς ἐν χείλεσιν ἀλλ᾿ ἀπὸ διαθέσεως καρδίας καὶ στεναγμῶν ὀφείλει γίνεσθαι: –
Er charakterisiert die Art der Buße ... nicht bloß von den Lippen soll sie kommen, sondern aus einer Disposition des Herzens heraus und unter Seufzen.

A1

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:77

(6,7b)
λούσω καθ᾽ ἑκάστην νύκτα τὴν κλίνην μου,
(7b) waschen will ich in jeder Nacht mein Bett,
(6,7c)
ἐν δάκρυσίν μου τὴν στρωμνήν μου βρέξω.
(7c) mit meinen Tränen mein Lager benetzen.
Expositio 78:
Ἀντὶ μιᾶς φησὶ νυκτὸς καθ᾿ ἣν τὴν ἁμαρτίαν ἐποίησα, πολλὰς διετέλεσα νύκτας· δάκρυσι βρέχων τὴν στρωμνήν μου: –
Ὁ[....]σ[..]ρηθεὶς ἐπιμενῶ τῇ με[τανοίᾳ ἐμβ(?)]ρέχων τοῖς δάκρυσιν: –
Für eine Nacht, will er sagen, in der ich die Sünde beging, habe ich viele Nächte damit zugebracht, dass ich mit Tränen mein Lager benetzte.
... ich werde in der Buße ausharren, indem ich mit Tränen benetze.

V1 P1 A1 A2 V4 B1 B2

νυκτὸς] [νυ]κτ[oς] add. in marg. A1corr || νύκτας] om. B1 || δάκρυσι – μου] δ[άκρ]υ[σι βρέχων τὴν στρωμν?]ή[ν μου?] A1

B1 (Typus I): exp. 78 wird irrtümlich Hesychius zugeschrieben. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden. Montfaucon: exp. 78 war nur über P1 verfügbar.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:78

A1

(6,8a)
ἐταράχθη ἀπὸ θυμοῦ ὁ ὀφθαλμός μου,
(8a) Erschrocken ist mein Auge vom Grimm,
Expositio 79:
Τὸν νοῦν φησίν· οὗτος γάρ ἐστι τῆς ψυχῆς ὁ ὀφθαλμός: –
Ὀφθαλμὸν λέγει τὸν τῆς ψυχῆς· ὅ[ς] ἐστιν ὁ νοῦς· ὅς μοι φησὶν ἐταράχθη διὰ [τὸ]ν ἀνένδοτον πόλεμον, τῶν πνευμάτων τῆς πονηρίας· καὶ τὸ πεπαλαιῶσθαί με ἐν ταῖς ἐφόδοις αὐτῶν: –
Er redet von Geist. Denn dieser ist das Auge der Seele.
Er nennt Auge das der Seele, das der Geist ist: Dieser, sagt er, wurde mir verstört auf Grund des unnachgiebigen Krieges seitens der Geister der Bosheit und auf Grund dessen, dass ich alt geworden bin inmitten deren Angriffen.

V1 M O G P1 A2 V4 B1 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2

Τὸν – ὁ ὀφθαλμός] ... ὀφθαλμὸν δὲ τὸν νοῦν λέγει· ἐπειδὴ ὁ ὀφθαλμὸς τῆς ψυχῆς ἐστὶν, ὁ νοῦς P1 || οὗτος – ὁ ὀφθαλμός] οὗτος γὰρ ὁ τῆς ψυχῆς ὀφθαλμός V5 P7 L2 || τῆς ψυχῆς] τῆς διανοίας M O || ὁ ὀφθαλμός] ὀφθαλμός O B1 B2

M O (Typus IV) L2 (Typus XVI): exp. 79 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern entweder in der inneren Spalte (M O) oder zwischen den Psalmzeilen (L2). P1: Eine bislang unbekannte Erklärung (ἐφλέγμανεν ἀπὸ δακρύων μου ὁ ὁφθαλμός μου) ist mit einer Paraphrase von exp. 79 (siehe App.) verbunden. Montfaucon (P1 P6 P7): exp. 79 entspricht P1. Die mit der Expositio verbundene Erklärung wurde nicht übernommen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:79

A1

(6,8b)
ἐπαλαιώθην ἐν πᾶσιν τοῖς ἐχθροῖς μου.
(8b) alt geworden bin ich durch alle meine Feinde.
Expositio 80:
Τὸν χρόνον τῆς κακοπαθείας δηλοῖ: –
Σημαίνων φησὶ τὴν πολυχρόνιον ἑαυτοῦ κάκωσιν καὶ τὴν ταπείνωσιν, ἣν ἐποεῖτο ἐν μέσοις τυγχάνων τοῖς ἑαυτοῦ ἐχθροῖς: –
Er gibt die Zeitdauer seines Leidens an.
Andeutungsweise erwähnt er die dauerhafte Misshandlung seiner selbst und Erniedrigung, die er erduldete, als er sich in der Mitte seiner Feinde befand.

V1 M O P1 A1 A2 B2 L2 A3m.sec.

Τὸν χρόνον] Ἐνταῦθα τὸν χρόνον P1 || τῆς κακοπαθείας δηλοῖ] δηλοῖ τῆς κακοπαθείας P1 | τῆς κακοπαθείας λέγει A1

M O (Typus IV) L2 (Typus XVI): exp. 80 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Psalmzeilen. A2 (Typus XIV): Johannes Chrysostomus (exp. in Ps. 6 [PG 55,78, l. 13] in Ps 6,8b) wird mit exp. 80 verbunden. L2 (Typus XVI): exp. 80 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Psalmzeilen. A3: Der leer gelassener oberer Teil der Seite wurde von zweiter Hand mit einigen Fragmenten gefüllt. Montfaucon: exp. 80 war nur über P1 verfügbar.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:80

G

Diese Erklärung scheint eine Langfassung von exp. 80 zu sein. Sie ist mit einem leicht angepassten Zitat aus Theodoret (comm. in Ps 6,8b [PG 80,905 B9–11]) verbunden .

urn:cts:etf:psath.expps.grc:80par

(6,9a)
ἀπόστητε ἀπ᾽ ἐμοῦ, πάντες οἱ ἐργαζόμενοι τὴν ἀνομίαν,
(9a) Weicht von mir, all ihr, die ihr die Gesetzlosigkeit verübt,
(6,9b)
ὅτι εἰσήκουσεν κύριος τῆς φωνῆς τοῦ κλαυθμοῦ μου·
(9b) denn der Herr hat die Stimme meines Weinens angehört;
(6,10a)
εἰσήκουσεν κύριος τῆς δεήσεώς μου,
(10a) der Herr hat mein Flehen angehört,
(6,10b)
κύριος τὴν προσευχήν μου προσεδέξατο.
(10b) der Herr hat mein Gebet angenommen.
(6,11a)
αἰσχυνθείησαν καὶ ταραχθείησαν σφόδρα πάντες οἱ ἐχθροί μου,
(11a) Zuschanden und sehr erschreckt werden sollen alle meine Feinde,
(6,11b)
ἀποστραφείησαν καὶ καταισχυνθείησαν σφόδρα διὰ τάχους.
(11b) abwenden sollen sie sich und völlig zuschanden werden eiligst.
Expositio 81:
Ὡς ἤδη εἰσακουσθεὶς, μακρὸν κατὰ τῶν ἐχθρῶν συνείρει λόγον: –
Als ob er schon erhört wäre, entfaltet er eine lange Rede gegen die Feinde.

V1 M O G P1 A1 B2 V5 P7 L2

μακρὸν κατὰ τῶν] evanida A1 || συνείρει] συναίρει A1 B2 | συνερεῖ V5 P7

M O (Typus IV): exp. 81 liegt nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Psalmzeilen. P1 (Typus XIX): exp. 81 ist mit einer verkürzenden Paraphrase aus Johannes Chrysostomus (exp. in Ps. 6 [PG 55,78, l. 36–37; 47–52] in Ps 6,9–10 = PG 27,77 C1–4 [ex P1]) sowie einem Fragment unbekannten Ursprungs (in Ps 6,9–10 = PG 27,77 C4–7 [ex P1]) verbunden. Die beiden Texte, die mit exp. 81 verbunden sind, fehlen in den anderen Vertretern des Typus XIX (V1 C G). Montfaucon (P1 P7): exp. 81 entspricht P1. Sie wurde mitsamt der Erklärung aus Johannes Chrysostomus übernommen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:81

Psalm 7
ΨΑΛΜΟΣ Z´
Psalm 7
(7,1)
Ψαλμὸς τῷ Δαυῒδ, ὃν ᾖσεν τῷ κυρίῳ ὑπὲρ τῶν λόγων Χουσὶ υἱοῦ Ἰεμενί.
(1) Ein Psalm, bezogen auf David, den er dem Herrn gesungen hat, über die Worte des Chusi, des Sohnes des Jemeni.
Expositio 82: Hypothesis
Ἀρχιεταῖρος τοῦ Δαυῒδ ὁ Χουσί· ὃς καὶ ἀποστέλλεται παρὰ τοῦ Δαυῒδ πρὸς Ἀβεσσαλὼμ ἐπὶ τὸ ἀντιπράξαι τῷ Ἀχιτόφελ· βουλὰς εἰσηγουμένῳ κατὰ τοῦ Δαυΐδ· ὃς καὶ ἀπελθὼν καὶ προδοσίαν ὑποκρινάμενος, βουλῆς προτεθείσης παρὰ τοῦ Ἀβεσσαλὼμ αὐτῷ τε τῷ Χουσὶ καὶ τῷ Ἀχιτόφελ· καὶ τοῦ μὲν κελεύοντος ἐπιδιώκειν· τοῦ Ἀχιτόφελ· τοῦ δὲ μὴ τοῦ Χουσί· οὐ γὰρ δεῖ ἀπράκτως φησὶν ἐπιέναι ἀνδρὶ ἐπισταμένῳ τὰ πολέμια· καὶ τούτῳ τῷ λόγῳ διασώσαντος τὸν Δαυΐδ· ἐπειδὴ ἀκήκοεν τὰ πεπραγμένα αὐτὸς ὁ Δαυῒδ· ὡς ἂν μὴ ὑπὸ ἀνθρωπίνης ἐπικουρίας σωζόμενος, τῷ θεῷ τὴν ὑπὲρ τούτων χαριστήριον ὠδὴν ἀναπέμπει· τὸ πᾶν ἐκείνῃ τῇ χάριτι ἀνατιθεὶς· ἀνθρώπων δὲ οὐδενί: –
Ein engster Freund Davids war Chusi. Eben dieser wird von David an Absalom abgesandt, um sich dem Achitophel zu widersetzen, der Vorschläge gegen David unterbreitete. Dieser ging fort und täuschte einen Verrat vor, so dass von Absalom eben diesem Chusi und Achitophel eine Beratung angesetzt wurde. Und während der eine riet weiter zu verfolgen – der Achitofel –, der andere eben nicht (der Chusi). 'Denn man muss nicht', sagt er, 'gegen einen Mann wirkungslos antreten, der das Kriegshandwerk versteht' [cf. 2Sam 17,8], und mit dieser Rede rettete er den David. Nachdem David selbst gehört hatte, was getan worden war, sendet er zu Gott hiefür einen Dankgesang, als wäre er nicht durch menschliche Hilfe gerettet, indem er alles seiner Gnade und nichts den Menschen zuschreibt.

V1 M O P1 A1 B1

Ἀρχιεταῖρος τοῦ Δαυῒδ ὁ Χουσί] Ἐν ταῖς βασιλείαις ὁ Χουσὶ ἀρχιέταιρος μὲν (μὲν bis scripsit M) τοῦ Δαυῒδ· υἱὸς δὲ Ἀρχεὶ ἱστόρηται· ἐνταῦθα Ἰεμενεί (ex Basilio, hom. in Ps. 7 [PG 29,228 C4–5; 229 A1–3] in Ps 7,1) M O || Ἀρχιεταῖρος] Ἀρχιέταιρος V1 | Ἀρχιέτερος P1 B1 | Ἀρχ[ι][.] [ἔτ][ε(?)]ρος A1 || ὃς καὶ] ὃς P1 | [ὃς(?)] [..] [κα(?)]ὶ A1 || παρὰ τοῦ Δαυῒδ] παρὰ τῷ Δαυῒδ A1 || ἐπὶ τὸ ἀντιπράξαι] ἐπὶ τῷ ἀντιπράξαι O | non legi potest (imaginis causa) M | πρὸς τὸ ἀντιπαρατάξασθαι B1 | πρὸς τὸ ἀντιπράξαι A1 || βουλὰς εἰσηγουμένῳ κατὰ τοῦ Δαυΐδ] om. A1 || ὑποκρινάμενος] ὑποκρινόμενος M O B1 || προτεθείσης] προστεθήσεις P1 | προστεθείσης M O || παρὰ τοῦ Ἀβεσσαλὼμ] παρὰ τῷ Ἀβεσαλὼμ M O | κατὰ τοῦ Ἀβεσσαλὼμ B1 || αὐτῷ – τῷ Ἀχειτώφελ] αὐτῷ τὲ τῷ Ἀχιτόφελ A1 || καὶ τοῦ μεν – τὸν Δαυΐδ] καὶ τοῦ μὲν Ἀχιττόφελ κελεύοντος ἐπιδιώκειν· τοῦ δὲ μή· ὥστε διασώσασθαι τὸν Δαυΐδ· ἀκήκοεν τὰ πεπραγμένα ὁ Δαυΐδ· B1 || τοῦ Ἀχειτῶφελ] Ἀχιτόφελ οὕτως A1 || δεῖ] δῆ P1 || ἀπράκτως φησὶν ἐπιέναι ἀνδρὶ] ἀνδρὶ ἀπράκτως φησὶν ἐπιέναι M O | φησὶν ἀφρακτης (sic; -κ- ex corr.) ἐπιέναι ἀνδρὶ A1 || διασώσαντος] διασώσας M O || ἐπειδὴ – ὁ Δαυῒδ] ἀκήκοεν τὰ πεπρα[γ]μέν[α] α[ὐτ(?)]ὸς ὁ Δ[αυῒδ] A1 | om. (sed cf. B1 ad loc.) V1 P1 M O || ὑπὸ] om. P1 || σωζόμενος] σεσωσμένος B1 || ὑπὲρ τούτων] ὑπὲρ τούτου M O || χαριστήριον] εὐχαριστήριον P1 || ὠδὴν ἀναπέμπει] ἀναπέμπει ὠδήν B1 || ἐκείνῃ τῇ χάριτι] ἐκείνο[υ] τῇ [χάριτι(?)] A1 || ἀνατιθεὶς] ἀνατεθεὶς B1 || ἀνθρώπων δὲ οὐδενί] ἀνθρώπῳ δὲ οὐδέν B1 || οὐδενί] post οὐδενί add. compendium ex Basilio (hom. in Ps. 7 [PG 29,229 A5–8; A12–B4; B7–10] in Ps 7,1) M O

M O: exp. 82 wurde am Anfang und am Ende durch Teile erweitert, die auf die Auslegung des Basilius zur Überschrift von Ps 7 zurückgehen. Diese Erweiterungen wurden nicht direkt aus dem ersten Kapitel seiner Homilie entnommen, sondern aus dessen Paraphrase. Die Paraphrase dieses ersten Kapitels ist auch in Typus III (P6 Z N2) zu finden, wo sie als erstes Kommentarfragment zu Ps 7 auftritt. Hintereinander gestellt, ergeben die Erweiterungen von exp. 82 geanu die erste Hälfte der Paraphrase. Syrische Übersetzung (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:82

(7,2a)
Κύριε ὁ θεός μου, ἐπὶ σοὶ ἤλπισα·
(2a) Herr, mein Gott, auf dich habe ich meine Hoffnung gesetzt.
(7,2b)
σῶσόν με ἐκ πάντων τῶν διωκόντων με καὶ ῥῦσαί με,
(2b) Rette mich vor allen, die mich verfolgen, und errette mich,
(7,3a)
μήποτε ἁρπάσῃ ὡς λέων τὴν ψυχήν μου
(3a) damit er nicht wie ein Löwe meine Seele reißt,
(7,3b)
μὴ ὄντος λυτρουμένου μηδὲ σῴζοντος.
(3b) ohne dass jemand mich erlöst oder rettet.
Expositio 83:
Ἐπειδὴ ἀνθρώπῳ φησὶ περὶ σωτηρίας οὐ θαρρῶ· εἰ καὶ τοῦ Χουσὶ οἱ λόγοι καλοὶ, σῶσόν με καὶ ἐκ τῶν παρόντων μὲν ἐχθρῶν· μάλιστα δὲ ἀπὸ τοῦ ἐφεδρεύοντος νοητοῦ λέοντος τῇ ἡμετέρᾳ ψυχῇ: –
Da ich, sagt er, nicht auf einen Menschen vertraue wegen des Heiles, wenn auch die Worte des Chusi vortrefflich sind, so rette mich auch von den gegenwärtigen Feinden, besonders aber von dem geistigen Löwen, der unserer Seele lauert.

V1 M O P1 A1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἐπειδὴ ἀνθρώπῳ φησὶ] Ἐπειδή φησιν ἀνθρώπῳ A1 || περὶ σωτηρίας] τὰ περὶ τῆς σωτηρίας A1 | περὶ τῆς σωτηρίας M O P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 || θαρρῶ] θαρῷ M | θαρρῷ O P7 || σῶσόν με] post σῶσόν με fort. φη(σὶ) in ras. O || μὲν ἐχθρῶν] με ἐχθρῶν O | μοῦ ἐχθρῶν A1 || ἀπὸ – ψυχῇ] ἀπὸ τοῦ ἐφεδρεύοντος τῇ ἡμετέρᾳ ψυχῂ* (ψυχῇ A1m.sec.) νοητοῦ A1 || τῇ ἡμετέρᾳ ψυχῇ] τῆν ἡμετέραν ψυχήν V1 M O

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (ἀπὸ – ψυχῇ).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:83

(7,4a)
κύριε ὁ θεός μου, εἰ ἐποίησα τοῦτο,
(4a) Herr, mein Gott, wenn ich dies getan hätte,
(7,4b)
εἰ ἔστιν ἀδικία ἐν χερσίν μου,
(4b) wenn Unrecht in meinen Händen ist,
(7,5a)
εἰ ἀνταπέδωκα τοῖς ἀνταποδιδοῦσίν μοι κακά,
(5a) wenn ich vergolten hätte, denen die mir Böses vergelten,
(7,5b)
ἀποπέσοιν ἄρα ἀπὸ τῶν ἐχθρῶν μου κενός,
(5b) so möge ich, von meinen Feinden bedrängt, wehrlos untergehen,
Expositio 84:
Τὸ ἀμνησίκακον προβάλλεται, ἐκκαλούμενος δι᾿ αὐτοῦ εἰς ἔλεον τὸν θεόν: –
Er bringt das Vergessen der Beleidigungen vor, indem er durch dieses Gott zur Barmherzigkeit aufruft.

V1 M O P1 V5 P7 L2 A3

προβάλλεται] προβλέψεται V5 P7 L2* A3 | προβάλλεται L2corr

M O: exp. 84 liegt in der inneren Kolumne.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:84

(7,6a)
καταδιώξαι ἄρα ὁ ἐχθρὸς τὴν ψυχήν μου καὶ καταλάβοι
(6a) so möge der Feind meine Seele verfolgen und sie ergreifen,
(7,6b)
καὶ καταπατήσαι εἰς γῆν τὴν ζωήν μου
(6b) und er möge mein Leben auf die Erde niedertreten,
(7,6c)
καὶ τὴν δόξαν μου εἰς χοῦν κατασκηνώσαι.
(6c) und meine Herrlichkeit möge er im Staub wohnen lassen.
Expositio 85:
Ὃ λέγει τοιοῦτόν ἐστιν· εἰ καὶ τό καὶ τὸ ἐποίησα, μὴ ἐλευθερωθείην τῆς ἁμαρτίας πρὸ τοῦ θανάτου: –
Εἰ γάρ φη[σι] μὴ ἀμνησίκακος ἐγενόμην· ἀλλὰ τοῖς [π]επλημμεληκόσί μο[ι ἀν]ταποδέδωκα, μὴ συγχωρηθείη[σαν(?)] τὰ παραπτώματα· [ὧ]ν μὴ συγ[κ]εχωρημένων παρὰ θεοῦ, ἕπετα[ί] [μοι(?)] ὑπὸ χεῖρα γενέσθαι τοῦ ἐχθροῦ [καὶ(?)] εἰς γῆν καὶ χοῦν συντελεσθῆ[ν]α[ι]: –
Was er sagt, ist von solcher Art: Wenn ich das und das getan habe, möge ich vor dem Tode von der Sünde nicht befreit werden.
Denn wenn ich, sagt er, die Beleidigungen nicht vergessen, sondern meinen Beleidigern wieder vergolten habe, mögen meine Vergehen nicht vergeben werden. Wenn diese von Gott nicht vergeben sind, dann hat dies für mich zur Folge, dass ich in die Hände des Feindes falle und zu Erde und Staub vernichtet werde.

V1 M O P1 B2 P6 Z V5 P7 L2 A3

Ὃ λέγει τοιοῦτόν ἐστιν] om. V5 P7 L2 A3 || Ὃ λέγει] Λέγει O || εἰ καὶ τό] εἰ τὸ P6 Z || ἐλευθερωθείην] ἐλευθερωθῆναι O | ἐπελευθερωθείην V5 P7 | *πελευθερωθείην (erat ἐ-) L2 || πρὸ τοῦ θανάτου] πρὸ θανάτου B2 | τοῦ θανάτου V5 P7 L2 A3

V5 P7 L2 A3: exp. 85 (in Ps 7,5b) liegt vor anonym und ohne Einleitung (Ὃ λέγει τοιοῦτόν ἐστιν). Athanasius wird eine andere Erklärung zugeschrieben, die auf gleiche Weise eingeleitet wird: Ὃ λέγει τοιοῦτόν ἐστιν· ἐμπέσω (ἐμπεσῶ L2) εἰς τὰς (ἐχτὰς A3) χεῖρας τοῦ διαβόλου· εἰ τοιοῦτόν τι ἐποίησα τῶν προλεχθέντων. Es müsste sich um Hesychius handeln (schol. nr. 9 in Ps 7,6a [Antonelli; PG 27 669]), aber die Einleitung ist bei Antonelli abwesend. L2: exp. 85 am oberen Rand hinzugefügt. Montfaucon: Die Erklärung des Hesychius (mit Einleitung) und exp. 85 (ohne Einleitung) wurden zu einer einzigen Expositio zusammengeführt (jeweils aus P7 und P1 + P7 [?] = PG 27,80 A8–11).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:85

A1

(7,6d)
διάψαλμα.
(6d) Zwischenspiel.
(7,7a)
ἀνάστηθι, κύριε, ἐν ὀργῇ σου,
(7a) Steh auf, Herr, in deinem Zorn,
(7,7b)
ὑψώθητι ἐν τοῖς πέρασι τῶν ἐχθρῶν μου·
(7b) erhebe dich in den Extremen meiner Feinde,
Expositio 86:
Τουτέστιν ἐν τοῖς κραταιοῖς τῶν ἐχθρῶν σου· πέρατα γὰρ τὰ ἄκρα δηλοῖ: –
Das heißt, unter den Starken deiner Feinde. Denn Extreme bezeichnen das Äußerste.

V1 M O P1 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

τῶν ἐχθρῶν σου] τῶν ἐχθρῶν μου V1 P1

M O: exp. 86 liegt in der inneren Kolumne.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:86

(7,7c)
ἐξεγέρθητι, κύριε ὁ θεός μου, ἐν προστάγματι, ᾧ ἐνετείλω,
(7c) erhebe dich, Herr, mein Gott, in der Anordnung, die du erlassen hast.
Expositio 87a:
Σαφῶς περὶ τῆς θεοφανείας τοῦ σωτῆρος διὰ τῶν παρόντων εὐαγγελίζεται: –
Deutlich verkündet er durch diese Worte die gute Botschaft der Erscheinung Gottes im Erlöser.

V1 M P1 B2 L2 A3

Σαφῶς περὶ τῆς θεοφανείας] Σαφῶς ἐνταῦθα περὶ τῆς ἐπιφανείας L2 A3

V1: Ps 7,7c ist in zwei Zeilen aufgeteilt: ἐξεγέρθητι κύριε ὁ θεός μου (mit exp. 87a verbunden); ἐν προστάγματι ᾧ ἐνετείλω (mit exp. 87b verbunden). M: exp. 87a liegt zwischen den Psalmzeilen. O hat sie ausgelassen. B3: exp. 87a und 87b bilden eine Einheit, die Ps 7,7c erklärt. L2 A3: Wie in V1 sind exp. 87a und exp. 87b zwei selbständige Erklärungen. Beide müssten aus einer unbekannten katenarischen Tradition stammen. Ps 7,7c ist allerdings ungeteilt. exp. 87b wird durch ἄλλως eingeleitet. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Koptische Version: exp. 87a ist erhalten. Im Vergleich zu den hier betrachteten griechischen Katenen hat sie einen Zusatz.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:87a

Expositio 87b:
Ἄνωθεν γὰρ διὰ τῶν πατριαρχῶν, ταύτην ἡμῖν τὴν σωτηρίαν ὑπέσχετο: –
Denn von Anfang an, durch die Patriarchen, versprach er uns dieses Heil.

V1 M O B2 L2 A3

Ἄνωθεν – ὑπέσχετο] Ἄνωθεν γὰρ ἡμῖν διὰ τῶν προφητῶν αὐτὴν τὴν σωτηρίαν ὑπέσχου: – L2 A3 || ὑπέσχετο] post ὑπέσχετο add. βοηθ[ε]ῖ[ν] τοῖς ἀδικουμένοις; (cf. Iohannes Chrys., exp. in Ps. 7 [PG 55,90,56–57] in Ps 7,7c) B2

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Koptische Version: exp. 87b ist fragmentarisch erhalten. Wortkongruenzen können festgestellt werden (Ἄνωθεν ... διὰ ... σωτηρίαν ...).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:87b

(7,8a)
καὶ συναγωγὴ λαῶν κυκλώσει σε,
(8a) Und die Versammlung der Völker wird dich umgeben,
Expositio 88:
Σαφῶς διὰ τῶν παρόντων, τῆς ἐκκλησίας τὴν εἰς αὐτὸν πίστιν δηλοῖ: –
Deutlich tut er durch diese Worte den Glauben der Kirche an ihn kund.

V1 G P1 B2

τῆς ἐκκλησίας] τῷ [τῆς] ἐκκ[λ]η[σίας] B2

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Koptische Version: exp. 88 ist fragmentarisch erhalten. Eine Wortkongruenz kann festgestellt werden (... δηλοῖ).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:88

(7,8b)
καὶ ὑπὲρ ταύτης εἰς ὕψος ἐπίστρεψον.
(8b) und über diese kehre zurück in die Höhe.
(7,9a)
κύριος κρινεῖ λαούς·
(9a) Der Herr wird die Völker richten.
Expositio 89:
Ταύτης μὲν τῆς συναγωγῆς δηλονότι· τὸ δὲ εἰς ὕψος, τὸν τίμιον αἰνίττεται σταυρὸν εἰς ὃν ἀνήνεγκεν ἡμῶν τὰς ἁμαρτίας· ἢ τὴν εἰς οὐρανοὺς ἀναφοίτησιν· ἐπορεύθη γὰρ ἐμφανισθῆναι τῷ προσώπῳ τοῦ πατρὸς ὑπὲρ ἡμῶν: –
Ὑπὲρ τῆς τοιαύτης συναγωγῆς δηλονότι· τὸ δὲ εἰς ὕψος, τὸν τίμιον καὶ ζωοποιὸν αἰνίττεται σταυρὸν εἰς ὃν ἀνήνεγκεν ἡμῶν τὰς ἀνομίας καὶ ἁμαρτίας· καὶ τὴν εἰς οὐρανοὺς ἀναφοίτησιν ἡμῖν ἐχαρίσατο· ὡς φιλάνθρωπος· ἐπορεύθη γὰρ ἐμφανισθῆναι τῷ προσώπῳ τοῦ πατρὸς περὶ ἡμῶν· καὶ ἣν ἡμῶν εἴληφε σάρκα ἀναβιβάσας ἐν τοῖς οὐρανοῖς, ὑπερεδόξασεν αὐτήν: –
Wegen dieser Versammlung nämlich. 'In die Höhe' aber deutet an entweder das ehrwürdige Kreuz, an das er unsere Sünden erhoben hat, oder die Auffahrt in den Himmel. Denn er ging fort, um vor dem Angesicht des Vaters für uns zu erscheinen.
Wegen dieser Versammlung nämlich. 'In die Höhe' aber deutet an das ehrwürdige und lebendig machende Kreuz, an das er unsere gesetzlosen Taten und Sünden erhoben hat; und aus Gnade schenkte er uns seine Auffahrt in den Himmel als jemand, der die Menschen liebt. Denn er ging fort, um vor dem Angesicht des Vaters für uns zu erscheinen. Und unser Fleisch, das er angenommen hatte, verherrlichte er über alle Maßen durch seinen Aufstieg zum Himmel.

V1 M O G P1 A1 B3 P6 Z N2

Ταύτης μὲν τῆς συναγωγῆς] ... καὶ ὑπὲρ ταύτης τῆς συναγωγῆς G | Ταύτης τῆς συναγωγῆς A1 | Τῆς συναγωγῆς P6 Z N2 || δηλονότι] δηλονότι τῆς ἐκκλησίας B3 || τὸ δὲ – ὑπὲρ ἡμῶν] om. A1 || 1] om. B3 || τὴν εἰς οὐρανοὺς ἀναφοίτησιν] τῶν εἰς ὕψος ἀναφοίτησιν M O || τοῦ πατρὸς] τοῦ σωτῆρος M O | τοῦ θεοῦ B3

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden (σταυρὸν – ἁμαρτίας). Koptische Version: exp. 89 ist fragmentarisch erhalten. Wortkongruenzen können festgestellt werden (... ἐπορεύθη ... ἐμφανισθῆναι ...).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:89

V5 P7

Diese breitere Version liegt anonym. Deshalb wurde Montfaucon auf sie nicht aufmerksam.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:89par

(7,9b)
κρῖνόν με, κύριε, κατὰ τὴν δικαιοσύνην μου
(9b) Richte mich, Herr, nach meiner Gerechtigkeit
(7,9c)
καὶ κατὰ τὴν ἀκακίαν μου ἐπ᾽ ἐμοί.
(9c) und nach meiner Unschuld, die mir eigen ist.
(7,10a)
συντελεσθήτω δὴ πονηρία ἁμαρτωλῶν,
(10a) Vernichtet werden sollen doch die schlechten Taten der Sünder,
(7,10b)
καὶ κατευθυνεῖς δίκαιον·
(10b) und den Gerechten wirst du lenken.
Expositio 90:
Ἀξιοῖ πάλιν ἀπὸ τῶν ὄντων ἐχθρῶν σωθῆναι, ἀφ᾿ ὧν ἔπραξαν· τὸν ἔλεον ἐκκαλούμενος: –
Er bittet wieder, vor denen, die seine Feinde waren, gerettet zu werden; dabei ruft er die Barmherzigkeit an wegen dessen, was sie ausgeführt hatten.

V1 P1 P5 M O B2m.sec.

σωθῆναι] [ῥυσθῆναι(?)] B2m.sec. || ἔπραξαν] ἔπραξε P5 || ἐκκαλούμενος] ἐγκαλούμενος M O | [ἐγκαλούμενος(?)] B2m.sec.

P5: Die Folia am Anfang sind verloren gegangen. exp. 90 ist die erste nach der Lücke.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:90

(7,10c)
ἐτάζων καρδίας καὶ νεφροὺς ὁ θεός.
(10c) Gott ist einer, der Herzen und Nieren prüft.
(7,11a)
δικαία ἡ βοήθειά μου παρὰ τοῦ θεοῦ
(11a) Gerecht ist meine Hilfe, die von Gott kommt,
(7,11b)
τοῦ σῴζοντος τοὺς εὐθεῖς τῇ καρδίᾳ.
(11b) der die rettet, die aufrichtigen Herzens sind.
Expositio 91:
Ἐπειδὴ οἶδας φησὶ τῆς ἡμετέρας καρδίας τὰ κινήματα, τούτου χάριν τὴν βοήθειαν ἐξαιτῶ: –
Da du, sagt er, die Bewegungen unseres Herzens kennst, deshalb fordere ich die Hilfe.

V1 P1 A1 B2 V5a P7a V5b P7b L2a L2b A3b

Ἐπειδὴ οἶδας] Οἶδας V5b P7b L2b || καρδίας] om. V5a | add. m.sec. (in marg.) P7a || τὰ κινήματα] τὰ κινήματα καὶ βάθη A1 | τὰ νοήματα B2 V5a P7a V5b P7b L2a L2b A3b

V5 P7 L2 A3: exp. 91 ist in zwei Versionen vorhanden: Während die erste anonym ist (V5a P7a L2a), wird die zweite Athanasius zugeschrieben (V5b P7b L2b A3b). V5a: Die Expositio ist falsch plaziert (in Ps 7,10a–b). Durch drei Punkte wird eine Verbindung mit Ps 7,10c hergestellt. L2a: Die Expositio liegt unterhalb der Kolumne des Psalmtextes (anonym). Dieser Zustand macht eine Abstammung aus der unbekannten katenarischen Tradition wahrscheinlich. L2b: Die Expositio wurde am oberen Rand hinzugefügt (Athanasius). A3b: Die Doublette ist beseitigt zugunsten der Expositio mit Zuschreibung. Die Tilgung könnte bereits in der unmittelbaren Vorlage durchgeführt worden sein.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:91

(7,12a)
ὁ θεὸς κριτὴς δίκαιος καὶ ἰσχυρὸς καὶ μακρόθυμος
(12a) Gott ist ein gerechter, starker und langmütiger Richter,
(7,12b)
μὴ ὀργὴν ἐπάγων καθ᾽ ἑκάστην ἡμέραν.
(12b) der nicht jeden Tag seinen Zorn aufkommen lässt.
(7,13a)
ἐὰν μὴ ἐπιστραφῆτε, τὴν ῥομφαίαν αὐτοῦ στιλβώσει·
(13a) Wenn ihr nicht umkehrt, wird er sein Schwert aufblitzen lassen;
(7,13b)
τὸ τόξον αὐτοῦ ἐνέτεινεν καὶ ἡτοίμασεν αὐτὸ
(13b) seinen Bogen hat er gespannt und ihn bereitet,
(7,14a)
καὶ ἐν αὐτῷ ἡτοίμασεν σκεύη θανάτου,
(13b) und bereitet hat er mit ihm todbringende Waffen;
Expositio 92:
Σαφῶς διὰ τῶν τοιούτων παρίστησι τὸ μακρόθυμον τοῦ θεοῦ· ἀναβολὴν μὲν ἔχων τῆς ἡμετέρας κολάσεως, οὐ μὴν παντελῆ συγγνώμην: –
Σαφῶς δ[ι]ὰ τῶν τοιούτων παρίστησι τὸ μακρόθυμον τοῦ θεοῦ· ἀναβολὴν μὲν ἔχων τῆ[ς] ἡμῶν κολάσεως, μετανοί[ας] δὲ καιρ[ὸ]ν ἐνδιδούς: –
Deutlich stellt er durch solche Worte die Langmut Gottes dar, der einen Aufschub unserer Bestrafung gewährt, nicht aber gänzliche Nachsicht.
Deutlich stellt er durch solche Worte die Langmut Gottes dar, der sowohl einen Aufschub unserer Bestrafung gewährt als auch eine Zeit zur Umkehr zugibt.

V1 G P1 P5 B1 B2 V5 P7 L2 A3

διὰ τῶν τοιούτων] δ[ιὰ] [τοιούτων(?)] G || ἔχων] ἔχον G P5 B2 | ἔχοντος P1 || οὐ μὴν παντελῆ συγγνώμην] μνήμην παντελῶς συγνώμην (sic) B1 | οὐ μὴν παντελῶς γνώμην V5 P7* | οὐ μὴν παντελῶς ἀγνοῶν P7m.sec. | οὐ μὴν παντελῶς συγγνώμην L2 A3

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:92

A1

(7,14b)
τὰ βέλη αὐτοῦ τοῖς καιομένοις ἐξειργάσατο.
(14b) seine Pfeile hat er angefertigt für die, die mit ihnen in Brand gesetzt werden.
Expositio 93:
'Βέλη' μὲν, τὴν τιμωρίαν· 'καιομένοις' δὲ, τοῖς ἀξίοις πυρός: –
Pfeile sind die Strafe. Diejenige hingegen, die in Brand gesetzt werden, sind die, die das Feuer verdienen.

V1 C M O G P1 P5 A1 B2 B3 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Βέλη μὲν] Εἰς τὸ καίειν (καίων M) ante βέλη μὲν add. M O | Βέλη P5 || τὴν τιμωρίαν] τὴν μωρίαν φησὶν P6 | τὴν τιμωρίαν φησὶν Z N2 V5 P7 L2 A3 || καιομένοις – πυρός] καιομένους δὲ τοὺς ἀξίους πυρός N2 || τοῖς ἀξίοις] τοῖς ἀναξίοις O

O: exp. 93 nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. M hat sie im Hauptkommentar.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:93

(7,15a)
ἰδοὺ ὠδίνησεν ἀδικίαν,
(15a) Siehe, er lag in Wehen mit Unrecht,
Expositio 94:
Ὁ ἐχθρὸς τῆς ἡμετέρας ζωῆς: –
Der Feind unseres Lebens.

V1 C M O G P1 A1

Ὁ ἐχθρὸς] Ὁ ἐχθρὸς δηλονότι G

M O: exp. 94 liegt zwischen den Psalmzeilen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:94

(7,15b)
συνέλαβεν πόνον καὶ ἔτεκεν ἀνομίαν·
(15b) hatte Mühe empfangen und Gesetzlosigkeit geboren,
Expositio 95:
Τουτέστι καὶ βεβούλευται καὶ εἰς ἔργον ἐξήγαγε τὰ σκέμματα: –
Das heißt, er hat bei sich erwogen, aber auch seine Überlegungen ins Werk gesetzt.

V1 C M O G P1 A1

καὶ βεβούλευται] καὶ βεβούληται V1 C G | βεβούληται M O | post βεβούλευται add. κ[α?......] A1

M: exp. 97 ist exp. 95 ohne Trennung vorangestellt. Beide zusammen bilden die innere Spalte. O: exp. 97 (in Ps 7,16a) und exp. 95 (in Ps 7,16b) liegen zwischen den Psalmzeilen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:95

(7,16a)
λάκκον ὤρυξεν καὶ ἀνέσκαψεν αὐτὸν
(16a) hat ein Loch gegraben und es ausgehoben
(7,16b)
καὶ ἐμπεσεῖται εἰς βόθρον, ὃν εἰργάσατο·
(16b) und wird hineinfallen in die Grube, die er verfertigt hat.
(7,17a)
ἐπιστρέψει ὁ πόνος αὐτοῦ εἰς κεφαλὴν αὐτοῦ,
(17a) Seine Mühe wird zu seinem Kopf zurückkehren,
Expositio 96:
Θάνατον γὰρ κατασκευάσας κατὰ τοῦ σωτῆρος Χριστοῦ, θανάτῳ παραδίδοται: –
Denn da er gegen Christus, den Erlöser, den Tod vorbereitet hatte, wird er selbst dem Tod übergeben.

V1 C M O P1 B1 B2 V5 P7 L2 A3

Θάνατον γὰρ] Θάνατον V5 P7 L2 A3 || κατὰ τοῦ σωτῆρος Χριστοῦ] κατὰ τοῦ σωτῆρος ἡμῶν Ἰησοῦ Χριστοῦ B1 | κατὰ τοῦ σωτῆρος V5 P7 L2 A3 || παραδίδοται] παρεδώθη B1 | παραδέδοται M O V5 P7 L2 A3

C: exp. 96 in Ps 7,16–17a. M O: Siehe zu exp. 95. L2: exp. 96 liegt unterhalb der Kolumne des Bibeltextes.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:96

(7,17b)
καὶ ἐπὶ κορυφὴν αὐτοῦ ἡ ἀδικία αὐτοῦ καταβήσεται.
(17b) und auf sein Haupt wird sein Unrecht hinabsteigen.
Expositio 97 (dubium):
Τὸ ἰδοὺ ὠδίνησεν ἀδικίαν καὶ τὰ ἑξῆς ἕως τοῦ τέλους· νοεῖται σωματικῶς εἰς τὸν Ἀχιτόφελ· ἀναγωγικῶς δὲ εἰς τὸν διάβολον· καὶ εἰς τὸν λάκκον [...]δο[ν(?)]· ὃν ὤρυξε στήσας κατὰ Χριστοῦ: –
Die Worte 'Siehe, er lag in Wehen mit Unrecht' sowie die darauf folgende bis zum Ende sollten im konkreten Sinn in Bezug auf Achitofel gedacht werden; im anagogischen Sinn hingegen in Bezug auf den Teufel und auf das ... Loch, das er grub, um sich gegen Christus zu stellen.

A1

A1: exp. 97 in Ps 7,17.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:97

(7,18a)
ἐξομολογήσομαι κυρίῳ κατὰ τὴν δικαιοσύνην αὐτοῦ
(18a) Preisen will ich den Herrn aufgrund seiner Gerechtigkeit,
(7,18b)
καὶ ψαλῶ τῷ ὀνόματι κυρίου τοῦ ὑψίστου.
(18b) und spielen will ich dem Namen des Herrn, des Höchsten.
Expositio 98 (dubium):
Εἰκότως [τ]ὴν [δικαιοσύν(?)]η[ν] ἀν[ακαλ(?)][εῖ] τοῦ θεοῦ· [ἀντὶ τ(?)]ῆς ἀ[ν]τ[α]ποδόσ[εως] τοῦ ἐχ[θροῦ]: –
Zu Recht ruft er die Gerechtigkeit Gottes an anstelle von Wiedervergeltung am Feind.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:98

Psalm 8
ΨΑΛΜΟΣ Η´
Psalm 8
(8,1)
Εἰς τὸ τέλος, ὑπὲρ τῶν ληνῶν· ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ.
(1) Auf das Ende hin, über die Keltern; ein Psalm bezogen auf David.
Expositio 99: Hypothesis
Πάλαι μὲν ἐν τῇ νομικῇ λατρείᾳ, ἓν ἦν προλήνιον· τὸ θυσιαστήριον δηλονότι τὸ ἐν τῷ νεῴ· μετὰ δὲ τὴν τῶν ἐθνῶν κλῆσιν, πολλαὶ ληνοί· αὗται δὲ ἂν εἶεν, αἱ ἐκκλησίαι· αἱ τοὺς τῶν κατορθούντων ἐν θεοσεβείᾳ δεχόμεναι καρπούς: –
Im Kult nach dem Gesetz gab es einst nur eine einzige Vorkelter, nämlich den Altar im Tempel; nach der Berufung der Heiden aber sind viele Keltern. Das aber sind wohl die Kirchen, die die Früchte derer empfangen, die in Gottesfurcht gedeihen.

V1 C P1 A2 V4 B1 B2m.sec. P6 Z N2 V5 P7

Πάλαι – καρπούς] Πολλοὶ μὲν ἐν τῇ νομικῇ λατρείᾳ· ληνὸν τὸ προλίνιον τοῦ θυσιαστηρίου ἐλεγον· δηλονότι ἐν τῷ νεῷ· μετὰ δὲ τὴν τῶν ἐθνῶν, πολλαὶ ληνοὶ· αὐταὶ δ᾿ ἂν εἴεν· αἱ ἐκκλησίαι τῶν κατορθούντων τὴν θεοσέβειαν δεχόμεναι: – B1 | Πολλοὶ μὲν ἐν τῇ νομικῇ λατρείᾳ· αἰνεῖν τὸ προλίνιον τοῦ θυσιαστηρίου· δηλονότι τῷ ἐν τῷ νεῷ· μετὰ δὲ τὴν τῶν ἐθνῶν ἐκκλησίαν, πολλαὶ λινοὶ· αὗται δ᾿ ἂν εἶεν ἐκκλησίαι· τῶν κατορθούντων· θεοσεβείας δεχόμεναι καρπούς: – B2 || Πάλαι] Πολλὴ P6* | Πάλαι P6m.sec. || ἓν ἦν προλήνιον] ὃν ἦν προλήνιον V1 | ἦν προλήνιον Z | ἓν ἦν τὸ προλήνιον P6 Z N2 || τὸ ἐν τῷ νεῷ] τῷ ἐν τῷ νεῷ C P6* V5 P7 | τὸ ἐν τῷ νεῷ P6corr | τῷ ἐν τῷ ναῷ P1 || τῶν ἐθνῶν κλῆσιν] τῶν ἐθνῶν κλησιῶν κλῆσιν P7 || πολλαὶ ληνοὶ] πολλοὶ ληνοῖ P1 || δὲ ἂν] δ᾿ ἂν P6 Z N2 A2 V4 V5 P7 || αἱ ἐκκλησίαι αἱ] αἱ ἐκκλησίαι P6 Z N2 || αἱ ἐκκλησίαι – καρπούς] αἱ ἐκκλησίαι τῆς σιὼν τῶν κατορθούντων ἐν θεοσεβείᾳ, τῶν δεχομένων τοὺς ἀειθαλεῖς καρπούς: – A2 V4 | αἱ ἐκκλησίαι τῶν πιστῶν· αἱ ἐν σιὼν τῶν κατορθούντων ἐν θεοσεβείᾳ, τῶν δεχομένων τοὺς ἀειθαλεῖς καρπούς: – V5 P7

A1: Die Hypothesis ist nur in Bruchteilen erkennbar. Das kennbare deckt sich wörtlich weder mit exp. 99 noch mit anderen bekannten Hypotheseis. Syrische Version (Epitome): exp. 99 wird vollständig wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:99

(8,2a)
Κύριε ὁ κύριος ἡμῶν, ὡς θαυμαστὸν τὸ ὄνομά σου ἐν πάσῃ τῇ γῇ,
(2a) Herr, unser Herr, wie wunderbar ist dein Name auf der ganzen Erde,
Expositio 100:
Ἐκπλήττεται τὴν εἰς ἀνθρώπους δοθεῖσαν γνῶσιν τοῦ ὀνόματος τοῦ θεοῦ· οὐκ ἔτι γὰρ μόνοις τοῖς ἐν τῇ ἰουδαίᾳ γνωστὸς ὁ θεός: –
Er ist erstaunt über die Kenntnis des Namens Gottes, die den Menschen gewährt wurde; denn Gott war nicht mehr nur den Bewohner von Judäa bekannt.

P1 A1 A2 V4 B1 B2m.sec. B3 V5 P7 L2 A3

Ἐκπλήττεται – ὁ θεός] Ἐ[κ]πλή[ττεται] [τὴν εἰς ἀνθρώπους(?)] [δοθεῖσαν] [..................] [τοῦ] θεο[ῦ·] [οὐκ(?)] [.................] ἐν τῇ [ἰ]ο[υ]δ[αίᾳ] [..............] [una linea evanida] A1 || δοθεῖσαν γνῶσιν] χυθεῖσαν γνῶσιν A2 V4 | χυθῆσαν γνῶσιν (ut vid.) B3* | χυθεῖσαν γνῶσιν B3corr | γνῶσιν δοθεῖσαν V5 P7 L2 A3 || οὐκ – ὁ θεός] om. B1 || οὐκ ἔτι] οὐκ ἔστιν V5 P7 L2 A3 || μόνοις] μόνος V4 || τοῖς ἐν τῇ ἰουδαίᾳ γνωστὸς ὁ θεός] γνωστὸς τοῖς ἐν τῇ ἰουδαίᾳ ὁ θεός A2 V4 | τοῖς ἐν τῇ ἰουδαίᾳ ὁ θεὸς γνωστός P7

V1: exp. 100 ist nicht vorhanden. Dank der Zählungsmethode dieser Handschrift ist es noch ersichtlich, dass Ps 8,2a ursprünglich durch eine Expositio erklärt war: Innerhalb der ersten hundert Expositiones (= erste Centuria) wird nach der Hypothesis zu Ps 8 (ΠΗ´ = 88) und vor der nächsten Expositio (Ҁ´ = 90 = exp. 101 nach der Zählung in dieser Edition) die Zahl (ΠΘ´ = 89) übersprungen. B1m.sec.: exp. 100 wird namentlich Athanasius zugeschrieben. A1: exp. 100 ist stark beschädigt, jedoch mit Sicherheit identifizierbar. Ps 8,2a wird lediglich durch diesen Text (anonym) erklärt. In Anbetracht der Grundtendenz dieser Handschrift – "Athanasius", wo vorhanden, ist die einzige Erklärung oder an erster Stelle – wird die Zugehörigkeit von exp. 100 zu den Expositiones zusätzlich untermauert. V5 P7 L2 A3: Ein halbes Lemma aus 8,2b steht vor exp. 100 (anonym). V5 und L2 A3 verstärken den Bezug zu Ps 8,2b durch einen obelos periestigmenos bzw. ein Verweiszeichen. Montfaucon: Seine handschriftliche Grundlage konnte noch nicht festgestellt werden. P7 kommt in diesem Fall nicht in Frage: exp. 100 ist darin anonym und weicht textuell ab. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (οὐκ – ἰουδαίᾳ).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:100

(8,2b)
ὅτι ἐπήρθη ἡ μεγαλοπρέπειά σου ὑπεράνω τῶν οὐρανῶν.
(2b) denn erhoben ist deine Hoheit über die Himmel hinaus.
(8,3a)
ἐκ στόματος νηπίων καὶ θηλαζόντων κατηρτίσω αἶνον
(3a) Aus dem Mund von Kindern und Säuglingen hast du dir ein Lob bereitet
Expositio 101:
Τῶν κατὰ θεὸν νηπιαζόντων τῇ κακίᾳ· τοῦτο δὲ σαφῶς καὶ ἐν τοῖς εὐαγγελίοις ἀναγέγραπται, εἰρηκὼς ὁ σωτὴρ· ὅτε τοὺς παῖδας οἱ φαρισαῖοι ἐπεστόμιζον εὐλογοῦντας αὐτόν: –
Derer nämlich, die vor Gott Kinder sind in Betreff der Bosheit. Diese Stelle steht deutlich geschrieben auch in den Evangelien, wobei der Erlöser sie ausgesprochen hat, als die Pharisäer den Kindern den Mund stopfen wollten, die ihn priesen. [cf. Mt 21,15–16]

V1 C M O G P1 P5 A1 A2 V4 B2 V5 P7 L2 A3

Τῶν – αὐτόν] exp. 98 (ut vid.) post Τ- evanida A1 || τῇ κακίᾳ] post τῇ κακίᾳ· add. τὸ ὡς ἀννὰ κραζόντων ὅπέρ ἐστι σῶσον δή: – (Ps 117,25a) B2 | ἡ κακία (sic) M O || τοῦτο – ἐν τοῖς εὐαγγελίοις] τοῦτο δὲ καὶ ἐν τοῖς εὐαγγελίοις σαφῶς P1 || τοῦτο] ταῦτα A2 V4 V5 P7 L2 A3 || εἰρηκὼς ὁ σωτὴρ· ὅτε] ὅτε A2 V4 | ὅτι V5 P7 L2 A3 || οἱ φαρισαῖοι] οἱ bis scripsit M || εὐλογοῦντας] εὐλογοῦντες V4 V5* P7* L2* A3* | εὐλογοῦντας V5corr P7corr L2c | εὐλογοῦντας (ut vid.) A3c || εὐλογοῦντας αὐτόν] εὐλογοῦντας τὸν θεόν P5

A1: Ein Lemma wird fast immer zuerst mit einer Expositio erklärt (soweit vorhanden). Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass der unlesbare Text nach dem Lemma exp. 101 war.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:101

(8,3b)
ἕνεκα τῶν ἐχθρῶν σου
(3b) wegen deiner Feinde,
Expositio 102:
Ἢ τῶν νοητῶν, ἢ τῶν αἰσθητῶν: –
Entweder wegen der geistigen oder wegen der wahrnehmbaren.

V1 C M O G P1 P5 A1

Ἢ – αἰσθητῶν] Ἤ [.................] [αἰσθ(?)][ητ][ῶν·(?)] A1 || Ἢ τῶν] [Ἢ τ]ῶν vel [Τ]ῶν P5 || ἢ τῶν αἰσθητῶν] ἢ καὶ τῶν αἰσθητῶν P5

V1: Ps 8,3b–c bildet eine einzige Verszeile. exp. 102 und 103 sind dennoch getrennte Erklärungen, jeweils durch eine eigene Zahl mit dem betreffenden Teil der Verszeile verbunden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:102

(8,3c)
τοῦ καταλῦσαι ἐχθρὸν καὶ ἐκδικητήν.
(3c) um zu vernichten Feind und Rächer.
Expositio 103:
Tὸν διάβολον δηλονότι· ἐπειδὴ μετὰ τὸ ἀναγκάσαι πληρῶσαι τὴν ἁμαρτίαν, καὶ τιμωρεῖται τοὺς ἁμαρτάνοντας· τὸ μέγεθος αὐτοῖς τοῦ ἁμαρτήματος ἐν ὀφθαλμοῖς παριστῶν: –
Tὸν διάβολον δηλονότι· ἐπειδὴ μετὰ τὸ ἀναγκάσαι πληρῶσαι τὴν ἁμαρτίαν, καὶ τιμωρεῖται τοὺς ἁμαρτάνοντας· τὸ μέγεθος αὐτοῖς τοῦ ἁμαρτίματος ἐν ὀφθαλμοῖς παριστῶν· ἢ τὸν λαὸν τῶν ἰουδαίων ἐχθρὸν μὲν τῆς ἀληθείας, ἐκδικητὴν δὲ τῷ δοκεῖν ἐκδικεῖν τὸν νόμον: –
Nämlich den Teufel: Denn, nachdem er die Sünde zu vollbringen erzwungen hat, bestraft er auch die Sünder, indem er ihnen die Größe der Sünde vor Augen stellt.
Nämlich den Teufel: Denn, nachdem er die Sünde zu vollbringen erzwungen hat, bestraft er auch die Sünder, indem er ihnen die Größe der Sünde vor Augen stellt. Oder das Volk der Juden, als ein Feind der Wahrheit, aber auch als ein Rächer dafür, dass er das Gesetz zu rächen schien.

V1 C M O G P1 P5 A1 A2 V4 B1 V5 P7 L2 A3

Tὸν – τοὺς ἁμαρτάνοντας] om. G || Tὸν διάβολον δηλονότι] Ἐκδικητὴν, τὸν διάβολον δηλονότι P1 | Ὁ διάβολος δηλονότι M O | Ἐχθρὸν καὶ ἐκδικητὴν τὸν διάβολον φησίν V5 P7 L2 A3 | Tὸν διάβολον ὅτι A1 || πληρῶσαι] πρηρῶσαι (sic) A3 || καὶ τιμωρεῖται] [ἔτι(?)] καὶ τιμωρεῖται A1 | τιμωρεῖται M O V5 P7 L2 A3 || τοὺς ἁμαρτάνοντας] τοὺς ἀμαρτ[ό]ντας A1

G: Der Anfang von Evagrius' Scholion (nr. α´ [ἄλλο] in Ps 8,3 [318,1–2 Rondeau – Géhin – Cassin]) und das Ende von exp. 103 bilden eine einzige Erklärung. O: Das incipit von exp. 103a (Ὁ διάβολος) ist am Ende der vorausgehenden Erklärung (= Evagrius, schol. nr. α´ [ἄλλο] in Ps 8,3 [318 Rondeau – Géhin – Cassin]). Syrische Übersetzung (Epitome): Inhaltliche Parallele sind zu finden (Tὸν διάβολον; τὸ μέγεθος – παριστῶν; τὸν λαὸν τῶν ἰουδαίων = P6 Z N2).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:103

P6 Z N2

καὶ τιμωρεῖται] τιμωρεῖται Z N2 || τῆς ἀληθείας] τῆς ἀληθείας φησί· Z | τῆς ἀληθείας φησὶ· N2

P6 Z N2: ἢ τὸν λαὸν – τὸν νόμον ist vergleichbar mit Hesychius (schol. nr. 4–5 in Ps 8,3b–c [Antonelli; PG 27,673]). Montfaucon: exp. 100 (= PG 27,81 B7–12) aus P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:103par

(8,4a)
ὅτι ὄψομαι τοὺς οὐρανούς, ἔργα τῶν δακτύλων σου,
(4a) Denn ich werde die Himmel sehen, Werke deiner Finger,
(8,4b)
σελήνην καὶ ἀστέρας, ἃ σὺ ἐθεμελίωσας.
(4b) Mond und Sterne, die du gegründet hast.
Expositio 104a:
Ἐκεῖνοι μὲν ἀγανακτῶσιν, τῶν νηπίων καταρτιζόντων αἶνον· ἐγὼ δὲ τὸ οὕτω μέγα καὶ περικαλλὲς τοὺς οὐρανοὺς φημὶ, μικρὸν τί ἔργον τῆς σῆς δημιουργίας θεωρῶ: –
Jene können unwillig sein, während die Kinder Lob spenden. Ich aber betrachte das so große und überaus schöne (Werk), die Himmel meine ich, nur ein kleines Werk deines Schaffens.

V1 C G P1 P5 B2

Ἐκεῖνοι μὲν] Ἐκεῖνοι μέν φησιν P5 || ἀγανακτῶσιν] ἀγανακτ[.σιν] vel ἀγανακτ[..σιν] C | ἀγανακτοῦσι G P1 P5 B2 || τὸ οὕτω] τῶ οὕτω C || μέγα καὶ περικαλλὲς] μέγα κτίσμα καὶ περικαλλὲς P5 | καὶ περικαλλὲς B2 || περικαλλὲς] περικαλ〈λ〉ὲς G || θεωρῶ] θεωρῶν B2

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (ἐγὼ – θεωρῶ).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:104a

Expositio 104b (Dubium):
[Ὅτι π]άσης τῆς κτίσεως δημιουργόν θαυμάζω, πῶς διὰ τὴν ἀνθρώπου σωτηρίαν ὑπέμεινας ἑκουσίως γενέσθαι ἄνθρωπος: –
Ich bewundere den Schöpfer der ganzen Welt, wie du wegen der Rettung des Menschen ertragen konntest, freiwillig Mensch zu werden.

A1

A1: exp. 104b ist vergleichbar mit Diodorus von Tarsos (comm. in Ps 8,5 [47,96–100 Olivier]).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:104b

(8,5a)
τί ἐστιν ἄνθρωπος, ὅτι μιμνῄσκῃ αὐτοῦ,
(5a) Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,
(8,5b)
ἢ υἱὸς ἀνθρώπου, ὅτι ἐπισκέπτῃ αὐτόν;
(5b) der Sohn des Menschen, dass du dich um ihn kümmerst?
(8,6a)
ἠλάττωσας αὐτὸν βραχύ τι παρ᾽ ἀγγέλους,
(6a) Du hast ihn nur um ein weniges niedriger gemacht im Vergleich zu den Engeln,
(8,6b)
δόξῃ καὶ τιμῇ ἐστεφάνωσας αὐτόν·
(6b) mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn bekränzt.
(8,7a)
καὶ κατέστησας αὐτὸν ἐπὶ τὰ ἔργα τῶν χειρῶν σου,
(7a) Und du hast ihn hingestellt über die Werke deiner Hände,
(8,7b)
πάντα ὑπέταξας ὑποκάτω τῶν ποδῶν αὐτοῦ,
(7b) alles hast du untergeordnet unter seine Füße:
Expositio 105a:
Ταῦτα τοῦ Παύλου σαφῶς ἐπὶ τὸν σωτῆρα ἡμῶν ἐξειληφότος, ἀρκεῖσθαι τῇ ἐκδόσει χρή: –
Da Paulus diese Verse deutlich in Bezug auf unseren Erlöser verstanden hat, muss man sich mit der Erklärung begnügen. [cf. Heb 2,6–9]

V1 C M O P1 P5 A2 V4 B1 B2m.sec. P6 Z N2 V5a P7a V5b P7b L2a A3a L2b A3b

Ταῦτα τοῦ Παύλου] Ταῦτα τοῦ γὰρ Παύλου M | Τοῦ Παύλου A3a || ἐπὶ τὸν σωτῆρα ἡμῶν] om. V5b P7b L2b A3b || ἡμῶν] ἡμας O || τῇ ἐκδόσει] τῇ ἐκδικήσει B1

C P1: Nach dem Lemma Ps 8,5–7a ist exp. 105a die einzige Erklärung. V1: Die Zahl zu exp. 105a ist neben Ps 8,5a (ҀΔ´). Die Zahl zu exp. 106 ist neben Ps 8,8a (ҀΕ´). Der Psalmtext bis Ps 8,8a deckt sich somit exakt mit Heb 2,6–9 (= Ps 8,5–7). M O: exp. 105a in der inneren Spalte. Es folgen exp. 106, 107, 108a (nur O). P6 Z N2: exp. 105a mit Ps 8,7b–9 (P6) bzw. 8,7b–8 (Z) bzw. 8,8b–10 (N2) verbunden. Sie ist exp. 106 unmittelbar nachgestellt (τοῦ αὐτοῦ). L2 A3: exp. 105a kommt je zweimal vor in anderen lemmatischen Anbindungen: L2a A3a in Ps 8,8a [τοῦ αὐτοῦ = Athanasius]; L2b A3b in Ps 8,5a [anonym]). L2a A3a ist exp. 106 unmittelbar nachgestellt. Offensichtlich wurden beide Texte in dieser verkehrten Reihenfolge aus der Tradition von Typus III (P6 Z N2) entnommen. V5 P7: Die Dublette wie in L2 A3 kommt auch hier vor, aber zuerst V5b P7b, dann V5a P7a. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (τοῦ Παύλου).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:105a

Expositio 105b (Dubium):
Tὸν υἱὸν λέγει: –
Er meint den Sohn.

A1

A1: exp. 105b mit Ps 8,5 verbunden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:105b

Expositio 105c (Dubium):
ᾯ πᾶς ἄνθρωπος ἅγιος ὑπετάγη: –
Jeder heilige Mensch hat sich ihm untergeordnet.

A1

A1: exp. 105b mit Ps 8,7b verbunden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:105c

(8,8a)
πρόβατα καὶ βόας πάσας,
(8a) Schafe und Rinder alle,
Expositio 106:
Τοὺς ἐξ ἰσραὴλ πιστεύσαντας αἰνίττεται: –
Er deutet die Israeliten an, welche glaubten.

V1 C M O G P1 P5 A1 A2 V4 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Τοὺς] Πρόβατα καὶ βόας (= Ps 8,8a) ante τοὺς add. P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 || πιστεύσαντας] πιστεύοντας P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

M O: Siehe zu exp. 105a. P6 Z N2: Der Grund der Erweiterung am Anfang ist darin zu suchen, dass sich die betreffende Psalmzeile auf der vorherigen Seite befindet (P6). Da auch Z und N2 diesen Zusatz haben, wäre anzunehmen, dass dieser bereits in einem Vorfahren der ganzen Familie hinzugefügt wurde. L2 A3: exp. 106 stammt aus der Tradition von Typus III (P6 Z N2; siehe zu exp. 105a). Syrische Übersetzung (Epitome): exp. 106 wird wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:106

(8,8b)
ἔτι δὲ καὶ τὰ κτήνη τοῦ πεδίου,
(8b) außerdem noch das Getier des Feldes,
Expositio 107:
Διὰ τούτων τὰ ἔθνη δηλοῖ: –
Damit bezeichnet er die Heiden.

V1 C M O G P1 P5 A1 A2 V4 B2m.sec. P6

Διὰ] Διὰ τοῦ κτήνη τοῦ πεδίου, (= Ps 8,8b) ante διὰ add. P6

M O: Siehe zu exp. 105a. O: exp. 107 und 108a (in M abwesend) bilden eine Einheit nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. P6 Z N2: exp. 107 und 108a wurden zur einer Einheit zusammengeführt. Die betreffenden Psalmzeilen wurden adaptiert und jeweils vorangestellt (P6). Grund dafür muss der Wechsel der Seite gewesen sein (siehe zu exp. 106). Dieses Gebilde aus Psalmtext und Exegese ist bei Z nicht zu finden. Auch N2 hat es nicht, wodurch eine engere Vewandschaft mit Z als mit P6 ersichtlich wird. Syrische Version (Epitome): exp. 107 wird wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:107

(8,9a)
τὰ πετεινὰ τοῦ οὐρανοῦ καὶ τοὺς ἰχθύας τῆς θαλάσσης,
(9a) die Vögel des Himmels und die Fische des Meeres,
(8,9b)
τὰ διαπορευόμενα τρίβους θαλασσῶν.
(9b) die Lebewesen, die die Pfade der Meere durchqueren.
Expositio 108a:
Τοὺς ἐπῃρμένους κατὰ τὸν βίον καὶ τὰ ὑψηλὰ φρονοῦντας, τοὺς ἀλογωτάτους: –
Die, die sich im Leben erheben und höhere Dinge im Sinn haben; die, die ohne Vernunft.

V1 C O G P1 P5 A1 A2 V4 P6 V5 P7 L2 A3

Τοὺς ἐπῃρμένους] ... πετεινὰ δὲ οὐρανοῦ καὶ τὰ λοιπὰ ἰχθύας μὲν τῆς θαλάσσης καὶ πετεινὰ οὐρανοῦ (sic; cf. Ps 8,9b) ante τοὺς ἐπῃρμένους add. P6 || κατὰ τὸν βίον] κατὰ τῶν βίων A1 || τὰ ὑψηλὰ φρονοῦντας] τοὺς ὑψηλὰ φρονοῦντας V5 P7 L2 A3 || τοὺς ἀλογωτάτους] τοὺς ἀλογωτάτους δηλονότι G | om. A2 V4 V5 P7 L2 A3

V1 C P1 O: Nur P1 setzt eine Pause (Mese) vor τοὺς ἀλογωτάτους. Dadurch wird es klarer, dass "die ohne logos" nicht mit den Vögeln, sondern mit den Fischen gleichzusetzten sind. Fische können keine Laute von sich geben. Deshalb dienen sie als Bild für jene, die ohne Sprache bzw. Vernunft sind. Möglicherweise wurden in dieser Tradition zwei ursprünglich getrennte Expositiones zusammengelegt (siehe zu exp. 108b). Diese Zusammensetzung findet sich in anderen Traditionen nicht (A2 A4 V5 P7 L2 A3). M: exp. 108a nicht vorhanden. Siehe zu exp. 105a. P6 Z N2: Siehe zu exp. 107. L2 A3: exp. 108a (Origenes zugeschrieben) findet sich neben der falschen Psalmzeile (Ps 8,7b). Mittels obelos periestigmenos wird sie mit Ps 8,9 verbunden. V5 P7: Auch hier ist exp. 108a falsch verbunden (Ps 8,7b). Nur V5 stellt mittels obelos periestigmenos die richtige Verbindung her. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:108a

Expositio 108b:
Tοὺς ἀλογωτάτους, τοὺς πάντη ἀλογίᾳ συζήσαντας: –
Tοὺς ἀλογωτάτους λέγει: –
Die völlig ohne Vernunft, die ganz und gar mit Vernunftlosigkeit zusammenleben.
Er meint jene völlig ohne Vernunft.

A1

exp. 108b steht nach Ps 8,9a2–b. Syrische Übersetzung (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (Tοὺς ἀλογωτάτους).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:108b

P5

exp. 108b steht nach Ps 8,9b.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:108bpar

(8,10)
κύριε ὁ κύριος ἡμῶν, ὡς θαυμαστὸν τὸ ὄνομά σου ἐν πάσῃ τῇ γῇ.
(10) Herr, unser Herr, wie wunderbar ist dein Name auf der ganzen Erde.
Expositio 109:
Ἀναδιπλασιάζει τὸ θαῦμα, ἐκπληττόμενος ὡς ἔφην ἐπὶ τῇ γενομένῃ τῶν ἀνθρώπων θεογνωσίᾳ: –
Er wiederholt seine Verwunderung, von Staunen ergriffen, wie er sagte, über die den Menschen zu teil gewordene Gotteserkenntnis.

V1 C M O G P1 P5 A1 A2 V4 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἀναδιπλασιάζει] Ἀναδ[ιπ]λα[σιά]ζει τοίνυν G | Ἀναλαμβάνων ἀναδιπλασιάζει P6 Z N2 || ἐκπληττόμενος] post ἐκπληττόμενος τὸ θαῦμα iterum scripsit P6 || ὡς ἔφην] om. V5 P7 L2 A3

urn:cts:etf:psath.expps.grc:109

Psalm 9
ΨΑΛΜΟΣ Θ´
Psalm 9
(9,1)
Εἰς τὸ τέλος, ὑπὲρ τῶν κρυφίων τοῦ υἱοῦ· ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ.
(1) Auf das Ende hin, über die verborgenen Dinge des Sohnes; ein Psalm, bezogen auf David.
Expositio 110: Hypothesis
Διὰ τούτου τοῦ ψαλμοῦ, τὰ κρυφίως πεπραγμένα τῷ σωτῆρι δηλοῖ· πολλὰ δὲ ἦν αὐτῷ τὰ κρυφίως πραττόμενα· ἥ τε ἐκ παρθένου διὰ πνεύματος ἁγίου κατὰ σάρκα γέννησις· αἵ τε παράδοξοι καὶ θαυματουργοὶ δυνάμεις· ὅ τε θάνατος αὐτὸς καὶ ἡ εἰς ᾅδου κάθοδος, καὶ ἡ ἐκ νεκρῶν ἀναβίωσις· ταῦτα γὰρ πάντα κρυφίως αὐτῷ πέπρακται· ἀπέκρυψε γὰρ αὐτὰ, καὶ τοὺς ἄρχοντας τοῦ κόσμου τούτου· ὑπὲρ δὴ τούτων τῶν κρυφίων ὁ προφήτης ἐκ προσώπου τῆς ἀνθρωπότητος εἰσέρχεται εὐχαριστῶν καὶ λέγων· ἐξομολογήσομαί σοι κύριε: –
Ἀ[............] [κ(?)]α[ὶ(?)] κυρίως δ[ιὰ] [τούτου τοῦ(?)] ψ[αλμο]ῦ, τὰ κρυφίως πεπραγ[μένα τῷ σωτῆρι] δηλοῖ· πολλὰ δὲ ἦν αὐτ[οῦ] [τὰ κ]ρυφίως πραττόμε[να]· ἥ τε ἐκ π[α]ρθέ[ν]ου διὰ πνεύματος ἁγίου κα[τὰ σά]ρκα [γ]έ[ννησις]· αἵ τε παράδοξοι καὶ θαυματουργοὶ δυνάμεις· ὅ τε θάνατος αὐτὸς κ[αὶ] ἡ εἰ[ς] [ἅ]δου κάθοδος, καὶ ἡ ἐκ νε[κρῶν] ἀναβίωσις· πάντα γὰρ ταῦτα κρυφίως αὐτῶ πέπρακται· ἀπέκρυψεν γὰρ αὐτὰ, καὶ τοὺς ἄρχοντας τοῦ κόσμου τούτου· ὑπὲρ δὴ τούτων τῶν κρυφίων ὁ προφήτης ἐπέγραψεν· ὑπὲρ τῶν κρυφίων τοῦ υἱοῦ· ἱστορικῶς δὲ εὐχαριστεῖ ὑπὲρ τῆς τῶν περιοίκων ἐθνῶν ἀναιρέσ[ε]ως· νοητῶς δὲ εὐχαριστεία ἐστὶν ἀπὸ ψυχῆς, λυτρωθῆναι σπευδούσης ἀπὸ παθῶν καὶ δαιμόνων: –
Durch diesen Psalm zeigt er, was vom Erlöser heimlich gemacht wurde. Vieles wurde von ihm heimlich gemacht: Die Geburt nach dem Fleisch aus einer Jungfrau durch den heiligen Geist und die außerordentlichen und wunderwirkenden Kraftäußerungen; der Tod selbst und das Hinabsteigen in die Unterwelt sowie das Wiederaufleben von den Toten. Das alles ist von ihm in geheimer Weise gemacht worden. Denn er verbarg das auch vor den Herrschern dieser Welt. Für diese geheimen Taten nun zu danken, tritt der Prophet im Namen der Menschheit auf und spricht: 'Ich will dich preisen, Herr'.
... und im eigentlichen Sinn zeigt er durch diesen Psalm, was vom Erlöser heimlich gemacht wurde. Vieles von ihm wurde heimlich gemacht: Die Geburt nach dem Fleisch aus einer Jungfrau durch den heiligen Geist und die außerordentlichen und wunderwirkenden Kraftäußerungen; der Tod selbst und das Hinabsteigen in die Unterwelt sowie das Wiederaufleben von den Toten. All das ist von ihm in geheimer Weise gemacht worden. Denn er verbarg das auch vor den Herrschern dieser Welt. Über diese geheimen Taten hat der Prophet nun die Überschrift geschrieben, 'Über die verborgenen Dinge des Sohnes'. Historisch dankt er für die Vernichtung der rundherum wohnenden Völkerschaften. Spirituell ist eine Danksagung aus der Seele, die sich bemüht, von Leidenschaften und Dämonen erlöst zu werden.

V1 C M O G P1 P5 A1 A2 V4 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Διὰ – δηλοῖ] om. P6 Z N2 | post haec scholium Evagrii (nr. α´ in Ps 9,1 [320 Rondeau – Géhin – Cassin]) inseruit G || Διὰ τούτου τοῦ ψαλμοῦ] Δι᾿ αὐτοῦ τοῦ ψαλμοῦ G || τὰ κρυφίως1] τὰ κρυφέως P5 || αὐτῷ1] αὐτοῦ P5 P6 Z N2 A2 V4 V5 P7 L2 A3 || πραττόμενα] πεπραγμένα P6 Z N2 || ἥ τε – ἀναβίωσις] [ἥ] τε ἐκ π[α]ρ[θένου γέννη]σις, κα[ὶ εἰ]ς [ἅ]δ[ο]υ [κάθο]δος· καὶ [ἡ ἐκ νεκρῶν] ἄνοδος G || ἥ τε] ἤτοι ἡ V4 V5 P7 L2 | evanida A2 | ἤτοι A3 || ὅ τε θάνατος αὐτὸς] ὅ τε θάνατος V4 | ὅ τε θάνατος αὐτοῦ V5 P7 L2 A3 || πάντα – πέπρακται] αὐτῷ πάντα κρυφίως πέπρακται P6 Z N2 || καὶ τοὺς ἄρχοντας] τοῖς ἄρχουσι V4 | evanida A2 | τοὺς ἄρχοντας V5 P7 L2 A3 || ὑπὲρ – κύριε] om. A2 V4 V5 P7 L2 A3 || ὁ προφήτης – κύριε] ὁ προφήτις λέγει P6 Z N2 || ἐκ προσώπου] ὡς ἐκ προσώπου M O || τῆς ἀνθρωπότητος] τῆς ἐνανθρωπότητος M

P6 Z N2: exp. 110a wird Eusebius zugeschrieben. Stattdessen wird das darauffolgende Kommentarfragment Athanasius zugeschrieben. Dieses ist wiederum die Paraphrase des Eusebius (cf. fr. 1 in Ps 9,1a–2b [Villani]). Syrische Version (Epitome): exp. 110 beinahe vollständig wiedergegeben (Διὰ – ἀναβίωσις; ὑπὲρ – κύριε).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:110

A1

νοητῶς] corr. | νοητὸς A1
(9,2a)
᾿Εξομολογήσομαί σοι, κύριε, ἐν ὅλῃ καρδίᾳ μου,
(2a) Ich will dich preisen, Herr, mit meinem ganzen Herzen,
(9,2b)
διηγήσομαι πάντα τὰ θαυμάσιά σου·
(2b) all deine Wundertaten erzählen.
(9,3a)
εὐφρανθήσομαι καὶ ἀγαλλιάσομαι ἐν σοί,
(3a) Freuen will ich mich und jubeln über dich,
(9,3b)
ψαλῶ τῷ ὀνόματί σου, ὕψιστε.
(3b) spielen deinem Namen, Höchster.
(9,4a)
ἐν τῷ ἀποστραφῆναι τὸν ἐχθρόν μου εἰς τὰ ὀπίσω
(4a) Wenn mein Feind sich nach hinten abwendet,
Expositio 111:
Ἐπὶ τίσιν ἡ ἐξομολόγησις δηλοῖ· ἐχθρὸν δὲ αὐτοῦ τὸν θάνατον φησὶ, τὸν καὶ εἰς τὰ ὀπίσω ἀποστρεφόμενον· τουτέστιν εἰς τὸ μὴ εἶναι: –
Er zeigt, auf wen sich der Lobpreis bezieht. Seinen Feind aber nennt er den Tod, der sich nach hinten gewendet hat, das heißt zum Nichtsein.

V1 C P1 P5 A1 B1 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἐπὶ – φησὶ] Ἐπί τισιν ἐξομολόγησιν δηλοὶ· ἐχθρὸν δὲ αὐτοῦ τὸν διάβολον εἶναι φησίν: – B1 || ἡ ἐξομολόγησις δηλοῖ] ἡ ἐξ[ο]μολόγησις αὐτ[οῦ] γ[ίν]εται δηλοῖ A1 | ἐξομολόγησιν δηλοῖ B2 | ἡ ἐξομολόγησις δηλ(οῖ) V5 | ἡ ἐξομολόγησις δήλη P7 || τὸν θάνατον] post τὸν θάνατον δηλοῖ in ras. V1 || φησὶ τὸν καὶ] φησὶν [εἶναι(?)] καὶ A1 | εἶναι φησί· τὸν P5 | εἶναι φησὶ τὸν V5 P7 | εἶναι φησὶ τὸν καὶ B2 P6 Z N2 L2 A3 || τὸν καὶ – εἶναι] om. B1

V1: exp. 111 mit Ps 9,4a verbunden. B2: exp. 111 und 112 bilden eine Einheit.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:111

(9,4b)
ἀσθενήσουσιν καὶ ἀπολοῦνται ἀπὸ προσώπου σου,
(4b) werden sie schwach werden und vor deinem Angesicht zugrunde gehen.
Expositio 112:
Ἐπειδ᾿ ἂν φησὶν ἀποστραφῇ εἰς τὰ ὀπίσω ὁ θάνατος, τότε δὴ καὶ πᾶσα δύναμις ἀντικειμένη καταργηθήσεται· εἰ γὰρ 'ἔσχατος ἐχθρὸς καταργεῖται ὁ θάνατος', δηλονότι προαναιρεθεισῶν τῶν ἀντικειμένων δυνάμεων: –
Wenn der Tod, will er sagen, sich rückwärts wenden wird, da wird natürlich auch jede feindliche Macht vernichtet werden. Wenn nämlich als letzter Feind der Tod vernichtet wird, es ist klar, dass die feindlichen Mächte im voraus vernichtet sind. [1Cor 15,26]

V1 C M O G P1 P5 A1 B1 B2 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἐπειδ᾿ ἂν] Tὸν διάβολον φησὶν· ante ἐπειδ᾿ ἂν add. B1 || φησὶν] om. B1 B2 || ἀποστραφῇ] ἀποστραφείη P1 || ὁ θάνατος, τότε δὴ καὶ] ὁ διάβολος, τότε καὶ B1 || εἰ – δυνάμεων] om. B1 | εἰ γὰρ ὁ ἐχθρὸς ὁ ἔσχατος καταργεῖται· ὁ θάνατος δηλονότι V5 P7 | εἰ γὰρ ὁ ἔ[σ]χατος ἐχθρὸς καταργεῖται ὁ θ[ά]νατος δ[η]λονότι, L2 A3 || ὁ θάνατος2] θάνατος L1 | ὁ θάνατος κατὰ τὸν θεῖον ἀπόστολον A1 || τῶν ἀντικειμένων δυνάμεων] ἁπασῶν τῶν ἀντικειμένων δυνάμεων A1 P5

urn:cts:etf:psath.expps.grc:112

(9,5a)
ὅτι ἐποίησας τὴν κρίσιν μου καὶ τὴν δίκην μου,
(5a) Denn du hast für mich Urteil und Recht bewirkt,
Expositio 113:
Τὴν αἰτίαν τῆς εὐχαριστίας, ἀποδίδωσιν: –
Τὴν αἰτίαν τῆς εὐχαριστείας, ἀποδίδωσι· δι᾿ ὅτι φησὶν, ἐποίησας μετ᾿ ἐμοῦ κρίσ[ιν] καὶ δίκην· πρὸς τὰ πνευματικὰ τῆς πονηρίας: –
Er gibt die Ursache der Danksagung an.
Er gibt die Ursache der Danksagung an. Für die Tatsache, will er sagen, dass du mit mir Urteil und Recht bewirkt hast, gegen die Geister der Bosheit. [Eph 6,12]

V1 C G P1 P5 A2 V4 B2 P6 Z N2

Τὴν αἰτίαν] Τὸ μὲν ὅτι ἐποίησας τὴν κρίσιν μου καὶ τὴν δίκην μου (cf. Ps 9,5a) ante τὴν αἰτίαν add. P6 Z N2 || εὐχαριστίας] εὐχαριστείας P1 || ἀποδίδωσιν] δίδωσι V1 G | ἀνταποδίδωσιν P1

P6 N Z: exp. 113a und 114 wurden zu einer Einheit zusammengeführt. Die betreffenden Psalmzeilen wurden adaptiert und jeweils vorangestellt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:113

A1

(9,5b)
ἐκάθισας ἐπὶ θρόνου, ὁ κρίνων δικαιοσύνην.
(5b) hast dich auf den Thron gesetzt, du, der du Gerechtigkeit schaffst.
Expositio 114:
Τὸ 'ἐκάθισας', τὴν εἰς τὸ κρίνειν ἐπισκοπὴν δηλοῖ τοῦ θεοῦ: –
T[ὸ] 'ἐκάθισας', τὴν εἰς τὸ κρίνειν ἐπι[σ]κο[π]ὴ[ν] δ[ηλ]οῖ τοῦ Χριστοῦ· πᾶσαν γὰρ τὴν κ[ρί]σιν δέδωκε τῷ υἱῷ: –
Der Ausdruck 'hast dich gesetzt' bezeichnet die Aufsicht Gottes im Richten.
Der Ausdruck 'hast dich gesetzt' bezeichnet die Aufsicht Christi beim Richten. Denn er hat dem Sohn das ganze Gericht gegeben.

V1 C G P1 P5 A1 A2 V4 B2 V5 P7 L2 A3

Τὸ ἐκάθισας] Τὸ δὲ ἐκάθισας G | ... τὸ δὲ ἐκάθισας ἐπὶ θρόνου P6 Z N2

P6 N Z: Siehe zu exp. 113. V5 P7: exp. 114 mit Ps 9,5 verbunden. V5 präzisiert die Anknüpfung durch ein Verweiszeichen zu Ps 9,5b. L2: exp. 114 liegt zwischen den Psalmzeilen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:114

A1

(9,6a)
ἐπετίμησας ἔθνεσιν, καὶ ἀπώλετο ὁ ἀσεβής,
(6a) Du hast die Völkerschaften gestraft, und der Gottlose ging unter,
Expositio 115:
Τοὺς νοητοὺς ἐχθροὺς δηλονότι: –
Nämlich die geistigen Feinde.

V1 C P1 P5 A1 A2 V4 B2

Τοὺς – δηλονότι] Τοῖς νοητοῖς ἐχθροῖς δηλονότι: – A1 P5 A2 | Τοῖς νοητοῖς δηλονότι ἐχθροῖς: – V4

urn:cts:etf:psath.expps.grc:115

(9,6b)
τὸ ὄνομα αὐτῶν ἐξήλειψας εἰς τὸν αἰῶνα καὶ εἰς τὸν αἰῶνα τοῦ αἰῶνος·
(6b) Ihren Namen hast du ausgelöscht bis in Ewigkeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Expositio 116:
Τὸν δράκοντα φησίν: –
Er meint die Schlange.

V1 C P1 P5 A1

φησίν] post φησὶ add. τὸν νοητὸν· ὅς ἐστιν ὁ διάβολος: – P1 | post φησὶ add. τὸν ἀποστάτην: – A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:116

(9,7a)
τοῦ ἐχθροῦ ἐξέλιπον αἱ ῥομφαῖαι εἰς τέλος, καὶ πόλεις καθεῖλες,
(7a) Die Schwerter des Feindes sind für immer verschwunden, und ihre Städte hast du niedergerissen.
Expositio 117a:
Ῥομφαίας τοῦ διαβόλου, τὰς ἀντικειμένας δυνάμεις φησὶ· δι᾿ ὧν ἦν ἰσχυρός: –
Schwerter des Teufels nennt er die feindlichen Mächte, durch die er stark war.

V1 C P1 P5 A1 A2 V4 B1 B2 V5 P7 L2 A3

Ῥομφαίας] Tὸν διάβολον λέγει ἐκ βίβλου ζώντων· ante ῥομφαίας add. (fons ignotus in Ps 9,6b, et non in Ps 9,7a) L2 A3 || τοῦ διαβόλου] τοῦ ἐχθροῦ B2 | ἐχθροῦ A1 || δυνάμεις φησὶ] φησὶ δυνάμεις A2 V4 | δυνάμεις δηλοί: – B1 | δυνάμεις δηλοῖ A1 V5 P7 L2 A3 || δι᾿ ὧν ἦν ἰσχυρός] om. B1 || ἦν] ἐστιν A1 B2

L2: exp. 117a am oberen Rand hinzugefügt. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:117a

Expositio 117b:
Καὶ ποίας ἢ ταύτας, περὶ ὧν ἀλλαχοῦ λέγεται· 'ὅτι ἔθηκας εἰς χῶμα πόλεις ὀχυρὰς τοῦ πεσεῖν αὐτῶν τὰ θεμέλια·' αὗται δέ εἰσιν πάλιν, αἱ ἀντικείμεναι δυνάμεις· αἳ ὥσπερ πόλεις ὀχυραὶ τετειχισμέναι, τοὺς ἁλόντας αὐτῶν τῇ ἀπάτῃ ἐν αὐταῖς συλλαβοῦσαι εἶχον: –
Und welche sind diese, wenn nicht die, von denen er an anderer Stelle sagt: 'Denn du hast feste Städte zum Erdhaufen gemacht, so dass ihre Fundamente einstürzen.' [Is 25,2] Diese sind wieder die feindlichen Mächte: Befestigt wie feste Städte, hielten sie diejenige in sich gefangen, die durch ihre Täuschung gefangen worden waren.

V1 C M O P5 A1 A2 V4 B2 V5 P7 L2 A3

Καὶ – εἶχον] Καὶ ποίας ἢ ταύτας περὶ ὧν ἀλλαχοῦ· ὅτι ἔθηκας πόλεις ὡς χῶμα· (χῶμα; V5m.sec.) πόλεις τὲ ὀχυρὰς τοῦ πεσεῖν αὐτῶν τὰ θεμέλια· τὰς ἀντικειμένας φησὶ δυνάμεις· / ἀφ᾿ οὗ γὰρ ὁ Χριστὸς ἐφάνη, κατηργήθησαν τοῦ διαβόλου αἱ δυνάμεις· καὶ τὰ τοῦ θανάτου καὶ τοῦ ᾅδου βασίλεια· (= comm. brevis in Ps 9,7a1; 9,7a2 [12,7–9.11–12 Jagić]) / εἰσὶ δὲ αὗται αἱ ἀντικείμεναι δυνάμεις· αἳ ὥσπερ πόλεις ὀχυραὶ τετειχισμέναι τοὺς ὑπ᾿ αὐτῶν ἁλόντας τῇ ἀπάτῃ, συλλαβοῦσαι ἔσχον: – V5 P7 L2 A3 || Καὶ ποίας] πόλεις δὲ ποίας M O || ἢ ταύτας] ταύτας ἢ B2 || ὅτι – δυνάμεις] ὅτι ἔθηκας πόλεις εἰς χῶμα· πόλεις ἰσχυρὰς τὰς ἀντικειμένας φησὶ δυνάμεις: – A2 V4 || ὅτι – ὀχυρὰς] ὅτι ἔθηκας πόλεις εἰς χῶμα· πόλεις ὀχυρὰς A1 B2 || ὅτι ἔθηκας] ἔθηκας V1 C M O || αὗται δέ] αὗται γὰρ M || εἰσιν πάλιν] πάλιν A1 || αἳ – εἶχον] om. A2 V4 || τοὺς ἁλόντας – εἶχον] τοὺς ὑπ᾿ αὐτῶν ἁλόντας τῇ ἀπάτῃ συλλαβόντες ἔσχον: – B2 || ἐν αὐταῖς] ἐν ἑαυταῖς C P5 || συλλαβοῦσαι] συλλαβοῦσθαι P7

V1: Ps 9,7a ist in zwei Zeilen aufgeteilt. exp. 117b ist mit der zweiten Zeile (καὶ πόλεις καθεῖλες) verbunden. Ps A2: exp. 117b ist ohne den letzten Teil. V4: Anstelle des letzten Teils (αἳ ὥσπερ – εἶχον) tritt Hesychius. V5 P7 L2 A3: Nach Hesychius folgt der letzte Teil von exp. 117b. Möglicherweise liegt hier das Ergebnis einer Zusammenführung auf der Ebene der Familienvorlage vor: exp. 117b wurde aus einem Vorläufer von Typus XIV (nahe V4) entnommen und mit einer anderen Tradition verglichen. Aus dieser Tradition kam der letzte Teil hinzu, der an das vorhergehende durch eine Wiederholung angeschlossen wurde (εἰσὶ – δυνάμεις). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (αἳ – εἶχον).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:117b

(9,7b)
ἀπώλετο τὸ μνημόσυνον αὐτῶν μετ᾽ ἤχους.
(7b) Untergegangen ist mit Schall ihr Ehrenmal.
Expositio 118:
Ἐξάκουστος γὰρ γέγονεν αὐτῶν ἡ ἀπώλεια: –
Denn deren Untergang wurde hörbar.

V1 C G P1 P5 A1 A2 V4 B1 P6 Z N2

Ἐξάκουστος γὰρ] Ἐξάκουστος A2 V4 || γέγονεν αὐτῶν] αὐτῶν γέγονεν P6 Z N2 | γέγονεν ἀληθῶς αὐτοῦ B1 || ἡ ἀπώλεια] ἡ ἀσέβεια G

urn:cts:etf:psath.expps.grc:118

(9,8a)
καὶ ὁ κύριος εἰς τὸν αἰῶνα μένει,
(8a) Und der Herr bleibt bis in Ewigkeit,
(9,8b)
ἡτοίμασεν ἐν κρίσει τὸν θρόνον αὐτοῦ,
(8b) er hat durch sein Gericht seinen Thron bereitet.
(9,9a)
καὶ αὐτὸς κρινεῖ τὴν οἰκουμένην ἐν δικαιοσύνῃ,
(9a) Und er wird richten den Erdkreis mit Gerechtigkeit,
(9,9b)
κρινεῖ λαοὺς ἐν εὐθύτητι.
(9b) richten wird er die Völker mit Aufrichtigkeit.
Expositio 119 (Dubium):
Ἐν κρ[ίσει] [......] διακρ[ίν]ει τὸν δίκαιον ἀ[..........][φευ(?)][...] [καὶ(?)] [τ]ὸν μὲν, εἰ[ς] [......] [τὸν(?)] δὲ [εἰς] [....] καταδικάσε[ι]: –
Im Gericht ... richtet er den Gerechten ... und den einen, zum ... den anderen, wird er verurteilen zum ...

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:119

(9,10a)
καὶ ἐγένετο κύριος καταφυγὴ τῷ πένητι,
(10a) Und der Herr wurde dem Bedürftigen eine Zuflucht,
Expositio 120:
Τῷ πτωχῷ τῷ πνεύματι λαῷ φησίν: –
Dem im Geist armen Volk, meint er. [cf. Mt 5,3]

V1 C M O P1 P5 A2 V4 B1 B2

Τῷ πτωχῷ – φησίν] Τῷ πνευματικῷ καὶ πτωχῷ λαῷ φησίν: – B1 || τῷ πνεύματι λαῷ] τῷ πνευματικῷ λαῷ P1

M O: exp. 120 und 121 bilden eine Einheit im inneren Rand.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:120

(9,10b)
βοηθὸς ἐν εὐκαιρίαις ἐν θλίψει·
(10b) ein Helfer zur rechten Zeit in der Bedrängnis.
Expositio 121:
Ὡς τὸ ἐν καιρῷ δεκτῷ ἐπήκουσά σου: –
Gleich wie die Stelle: 'In der angenehmen Zeit erhörte ich dich'. [Is 49,8]

V1 C M O P1 P5 A1 A2 V4 P6 Z V5a P7a V5b P7b L2 A3

Ὡς τὸ] Ὡς τῷ P1 M | Ὡς P6 Z A2 V4 | Ὡστε V5a P7a L2 A3 | Ὅμοιον τῷ V5b P7b || ἐν καιρῷ δεκτῷ] καιρῷ δεκτῷ P5 V5b P7b | ἐν τῷ καιρῷ δεκτῶ A2 V4 || ἐπήκουσά σου] ἐπήκουσάς μου V5a P7a V5b P7b L2 A3

Z N2: exp. 121 mit der verkürzenden Paraphrase des Theodoret (comm. in Ps 9,10 [PG 80,925 B9–C2]) verbunden. Das ganze Gebilde wird Athanasius zugeschrieben. N2: exp. 121 wurde ausgelassen und die stehengebliebene Kommentierung aus Theodoret Athanasius zugeschrieben. V5 P7: exp. 121 kommt je zweimal vor in anderen lemmatischen Anbindungen (in Ps 9,10a; in Ps 9,11). L2 A3: Beim zweiten Vorkommen wurde exp. 121 (= V5b P7b) ausgelassen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:121

(9,11a)
καὶ ἐλπισάτωσαν ἐπὶ σὲ οἱ γινώσκοντες τὸ ὄνομά σου,
(11a) Und so sollen auf dich ihre Hoffnung setzen die, die deinen Namen kennen,
(9,11b)
ὅτι οὐκ ἐγκατέλιπες τοὺς ἐκζητοῦντάς σε, κύριε.
(11b) denn du hast die nicht verlassen, die dich eifrig gesucht haben, Herr.
(9,12a)
ψάλατε τῷ κυρίῳ τῷ κατοικοῦντι ἐν Σιων,
(12a) Spielt dem Herrn, der in Sion wohnt,
Expositio 122:
Τῇ ἐπουρανίῳ φησίν: –
In der himmlischen, meint er.

V1 C P1 P5 A1 B2

Τῇ – φησίν] exp. 122 (ut vid.) post Τ- evanida A1 | Τῇ ἐπουρανίῳ φησὶν ἱερουσαλήμ: – P1 | Τῇ ἐπουρανίῳ [δη]λονότι: – B2

urn:cts:etf:psath.expps.grc:122

(9,12b)
ἀναγγείλατε ἐν τοῖς ἔθνεσιν τὰ ἐπιτηδεύματα αὐτοῦ,
(12b) verkündet unter den Völkerschaften seine Taten.
Expositio 123:
Ταῦτα ὡς πρὸς τοὺς ἀποστόλους, καὶ τοὺς τῶν εὐαγγελίων κήρυκας φησίν· τίνα δὲ τὰ ἐπιτηδεύματα, διὰ τῶν ἑξῆς σημαίνει: –
Das spricht er gleichsam zu den Aposteln und Verkündern des Evangeliums. Was aber das für Taten sind, tut er kund durch das, was folgt.

V1 C M O G P1 P5 A1 B1 B2 V5 P7 L2 A3

Ταῦτα – σημαίνει] exp. 123 post Τ- evanida A1 || πρὸς τοὺς ἀποστόλους ] πρὸς τοὺς ἀποστόλους φησίν G | om. G || καὶ – σημαίνει] om. G || τοὺς τῶν] evanida A1 || τῶν εὐαγγελίων] τῶν εὐαγγελικῶν P1 V5 P7* L2* A3 | τῶν εὐαγγελίων P7corr L2corr || τίνα – σημαίνει] om. B1 V5 P7 L2 A3 | evanida A1 || τίνα δὲ] τίνα M O

V5 P7: exp. 123 und 124 (in Ps 9,12b) bilden eine Einheit. L2: exp. 123 und 124 am oberen Rand hinzugefügt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:123

(9,13a)
ὅτι ἐκζητῶν τὰ αἵματα αὐτῶν ἐμνήσθη,
(13a) Denn der, der Bluttaten rächt, hat sich ihrer erinnert,
Expositio 124:
Τὰ αἵματα φησὶ τὰ ὑπὲρ αὐτοῦ χεόμενα ἐκζητήσει, ἐπὶ τῷ ἐκδικίας ἀξιῶσαι: –
Das Blut, will er sagen, das für ihn vergossen wurde, wird er suchen, um Rechenschaft zu fordern.

V1 C G P1 P5 A1 A2 V4 B2 V5 P7 L2 A3

Τὰ αἵματα] Tὰ αἵματα{τα} C | Aἵματα A2 V4 V5 P7 L2 A3 || χεόμενα – ἀξιῶσαι] ἐκκεχυμένα ἐκδικίας ἀξιώσει B2 | [ἐκκεχυ(?)]μέ[να] ἐκζητήσει A1 | ἐκχυμένα ἐκζητήσει, ἐπὶ τῷ ἐκδική[σ]εως ἀξιῶσαι A2 | ἐκκεχυμένα ἐκζητήσει, ἐπὶ τὸ ἐκδικήσεως ἀξιῶσαι V4 | ἐκκεχυμένα ἐκζητήσει ἐπὶ τὸ ἐκδική(σεως) (ἐκδικη V5) ἀξιῶσαι V5 L2 A3 | ἐκκεχυμένα ἐκζητήσει ἐπὶ τὸ ἐκδικῆσαι ἀξιῶσαι P7 || ἐπὶ τῷ ἐκδικίας ἀξιῶσαι] om. G

V5 P7 L2 A3: exp. 124 offensichtlich aus der Tradition von Typus XIV (V4). Siehe auch den Kommentar zu exp. 123.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:124

(9,13b)
οὐκ ἐπελάθετο τῆς κραυγῆς τῶν πενήτων.
(13b) nicht vergessen hat er das Schreien der Bedürftigen.
Expositio 125:
Πένητας πάλιν τοὺς δι᾿ αὐτὸν πτωχεύοντας φησίν· οἳ καὶ διὰ παντὸς τὰς πρὸς αὐτὸν ἱκεσίας ἐποιοῦντο· ἐκδίκησιν τῶν κατ᾿ αὐτῶν γινομένων ἀδικιῶν παρὰ τῶν δαιμόνων αἰτοῦντες: –
Πένητας [πά]λ[ιν τ]οὺς δι᾿ αὐτὸν πτωχοὺς τῷ π[ν]εύματι φη[σίν·] οἳ καὶ διὰ παντὸς τὰς πρὸς αὐτὸν ἱκεσίας ποιοῦντ[ες], ἐκδίκησιν αἰτοῦσι γενέσθα[ι] κατὰ τῶν ἐχθρῶν τῶ[ν] νοητῶν: –
Er nennt wieder Bedürftige diejenigen, die um seinetwillen arm sind. Gerade sie richteten an ihn ständig Bittgebete, indem sie Rache für die Ungerechtigkeiten forderten, die ihnen von den Dämonen angetan wurden.
Er nennt wieder Bedürftige die um seinetwillen Armen im Geist. Gerade sie, indem sie ständig Bittgebete an ihn richten, fordern, dass Rache genommen wird gegen die geistigen Feinde.

V1 C M O P1 P5 A1 A2 V4 B2 V5 P7 L2 A3

Πένητας – αἰτοῦντες] Πένητα (Πένητας V5m.sec. P7corr) φησὶ πάλιν τοὺς δι᾿ αὐτοὺς (αὐτὸν P7corr L2c) πτωχεύσαντας καὶ (οἳ καὶ L2c) διὰ παντὸς τὰς πρὸς αὐτὸν ἱκετείας ἐποιοῦντο· ἐκδίκησιν τὴν (τῆς L2c) κατ᾿ αὐτῶν γινομένην· (γινομένης L2c) ἀδικίας παρὰ (περὶ A3) τῶν δαιμόνων αἰτοῦντες: – V5 P7 L2 A3 || δι᾿ αὐτὸν] δι᾿ αὐτῶν V4 || πτωχεύοντας] πτωχεύσαντας P1 B2 || οἳ καὶ] οἳ P5 || ἱκεσίας] ἱκετείας B2 P5 A2 V4 || ἐκδίκησιν – αἰτοῦντες] om. A2 V4 || τῶν – ἀδικιῶν] τῆς κατ᾿ αὐτῶν γενομένης ἀδι[κ]ίας B2 || γινομένων] γενομένων P5 M O

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (οἳ – αἰτοῦντες).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:125

A1

(9,14a)
ἐλέησόν με, κύριε, ἰδὲ τὴν ταπείνωσίν μου ἐκ τῶν ἐχθρῶν μου,
(14a) Erbarme dich meiner, Herr, sieh meine Erniedrigung, die ich aufgrund meiner Feinde erleide,
Expositio 126:
Αὕτη ἡ εὐχὴ τῶν πενήτων: –
Dieses ist das Gebet der Bedürftigen.

V1 C P1 P5 A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:126

(9,14b)
ὁ ὑψῶν με ἐκ τῶν πυλῶν τοῦ θανάτου,
(14b) der du mich aus den Toren des Todes erhebst,
(9,15a)
ὅπως ἂν ἐξαγγείλω πάσας τὰς αἰνέσεις σου
(15a) damit ich all dein Lob verkünde
(9,15b)
ἐν ταῖς πύλαις τῆς θυγατρὸς Σιων·
(15b) in den Toren der Tochter Sion.
(9,15c)
ἀγαλλιάσομαι ἐπὶ τῷ σωτηρίῳ σου.
(15c) Jubeln will ich über dein Heil.
Expositio 127:
Διὰ τοῦτο φησὶν ἐγείρεις ἐκ τῆς ταπεινώσεως, ἵνα ἐν τῇ ἐπουρανίῳ συγχορεύσωμεν σιών: –
Δ[ιὰ τοῦτο] φησὶν ἐγείρει [με] ἐκ [τῶ]ν [π]υλῶ[ν τ]οῦ θανά[τ]ου καὶ [τῆς ταπεινώσεως·(?)] ἵ[ν]α ἐ[ν] τῇ ἀ[ν]α[στάσει] χορεύσω [.....]: –
Deshalb, will er sagen, erhebst du aus der Erniedrigung, damit wir im himmlischen Sion zusammentanzen können.
Deshalb, will er sagen, erhebst du mich aus den Toren des Todes [cf. Mt 16,18] und aus der Erniedrigung, damit ich in der Auferstehung tanzen kann ...

V1 C M O P1 P5 A1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Διὰ – σιών] Διατοῦτο ἐγείρει σε ἐκ γῆς ταπεινώσεως· ἵνα τῇ ἐπουρανίῳ συγχορεύσης (συγχορευσάσης V5* P7 | συγχορεύσης V5m.sec.) σιών: – V5 P7 L2 A3 || ἐγείρεις] ἐγερεὶς P1 | ἐγερεῖ σε P5 | ἐγείρει σε P6 Z N2 || ἐκ τῆς ταπεινώσεως] ἐκ γῆς ταπεινώσεως P5 P6 Z N2 || συγχορεύσωμεν] συγχορεύσω P1 | συγχορεύσης Z

V1 P1 A1 P5: in Ps 9,14b; C: in Ps 9,14b–15c; P6: in Ps 9,15b; Z: in Ps 9,15–17; N2: in Ps 9,15b–c. V5 P7 L2 A3: in Ps 9,15b. exp. 127 anscheinend aus der Tradition von Typus III (P6 Z N2). Dies wird auch durch die Verbindung ersichtlich. Syrische Übersetzung (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (ἵνα – σιών).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:127

A1

(9,16a)
ἐνεπάγησαν ἔθνη ἐν διαφθορᾷ, ᾗ ἐποίησαν,
(16a) Die Völkerschaften sind steckengeblieben im Verderben, das sie verursacht haben.
(9,16b)
ἐν παγίδι ταύτῃ, ᾗ ἔκρυψαν, συνελήμφθη ὁ ποὺς αὐτῶν·
(16b) Gerade in der Schlinge, die sie verborgen haben, hat sich ihr Fuß verfangen.
Expositio 128:
Ταῦτα φησὶ πεπόνθασιν, ἃ τοῖς ἁγίοις ἐξήρτυσαν: –
Dieses, will er sagen, haben sie erlitten, was sie für die Heiligen vorbereitet haben.

V1 C M O G P1 P5 A1 A2 V4 B2 L2 A3

φησὶ] γάρ φησι P1 || ἐξήρτυσαν] ἐξήρτησαν P1

M O: exp. 128 mit Origenes verbunden (schol. [?] in Ps 9,16a [PG 12,1189 C12–13]).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:128

(9,17a)
γινώσκεται κύριος κρίματα ποιῶν,
(17a) So wird der Herr erkannt, wenn er seine Strafen ausführt.
(9,17b)
ἐν τοῖς ἔργοις τῶν χειρῶν αὐτοῦ συνελήμφθη ὁ ἁμαρτωλός.
(17b) In den Werken seiner Hände hat sich der Sünder verfangen.
Expositio 129:
Κρίμα γὰρ ἀληθῶς δίκαιον τὸ τοὺς κατασκευάσαντας ἀνθρώπῳ θάνατον, ἐν αὐτῷ περιληφθῆναι: –
Denn eine gerechte Strafe ist es fürwahr, dass die, die gegen einen Menschen den Tod planten, in ihm gefangen werden.

V1 C G P1 P5 B2

γὰρ ἀληθῶς] γάρ φησιν B2 || κατασκευάσαντας] κατασκευάσαντoς C || θάνατον] τὸν θάνατον P5

urn:cts:etf:psath.expps.grc:129

(9,17c)
ᾠδὴ διαψάλματος.
(17c) Ein Lied des Zwischenspiels.
(9,18a)
ἀποστραφήτωσαν οἱ ἁμαρτωλοὶ εἰς τὸν ᾅδην,
(18a) Die Sünder sollen in die Unterwelt getrieben werden,
(9,18b)
πάντα τὰ ἔθνη τὰ ἐπιλανθανόμενα τοῦ θεοῦ·
(18b) all die Völkerschaften, die Gott vergessen.
(9,19a)
ὅτι οὐκ εἰς τέλος ἐπιλησθήσεται ὁ πτωχός,
(19a) Denn nicht für immer wird der Arme vergessen werden,
(9,19b)
ἡ ὑπομονὴ τῶν πενήτων οὐκ ἀπολεῖται εἰς τὸν αἰῶνα.
(19b) die Standhaftigkeit der Bedürftigen wird nicht bis in Ewigkeit vergeblich sein.
Expositio 130 (Dubium):
Ἁμαρτωλοὺς ἐνταῦθα, τοὺς ἀσεβεῖς λέγει· εἴ τις γὰρ ἀσεβὴς καὶ ἁμαρτωλός· οὐκ εἴ τις δὲ ἁμαρτωλός καὶ ἀσεβής: –
Sünder nennt er hier die Gottlosen. Denn wenn jemand gottlos ist, ist er auch ein Sünder. Wenn jemand dagegen ein Sünder ist, ist er nicht auch gottlos.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:130

(9,20a)
ἀνάστηθι, κύριε, μὴ κραταιούσθω ἄνθρωπος,
(20a) Steh auf, Herr, der Mensch soll nicht stark werden.
Expositio 131:
Ἐπιλάμψειν τοῖς ἐπὶ τῆς γῆς εὔχεται τὸν μονογενῆ· ὅπως ὁ ὑψηλόφρων ἐκεῖνος διάβολος· ὃν καὶ ἄνθρωπον ἐπὶ τοῦ παρόντος καλεῖ, ἐπὶ πλέον μὴ ἐπαίρῃ τὴν ὀφρύν: –
Er fleht, es möge der Einziggezeugte den Bewohnern der Erde erstrahlen: Damit jener hochmütige Teufel, den er eben vorerst einen Menschen nennt, seine Augenbrauen nicht noch mehr hochziehe.

V1 C M O P1 P5 A1 A2 V4 B2 L1 V5 P7 L2 A3

Ἐπιλάμψειν] Ἐπίλαμψιν L1 A1 | Ἐπιλάμψαι A2 V4 || τοῖς] τῶν (ut vid.) A3* | τοῖς (ut vid.) A3c || ἐπὶ τῆς γῆς] ἐπὶ γῆς P1 A1 V4 L2 A3 || τὸν μονογενῆ – ἄνθρωπον] τὸν μονογενῆ τοῦ θεοῦ λόγον· ὅπω[ς] ὁ δ[ι]ά[βολ]ος ὃ[ν] ἄνθρωπον A1 || ὁ ὑψηλόφρων] ὁ ὑψηλοφρονῶν P5 || ὃν καὶ – τὴν ὀφρύν] ὃς καὶ ἀνθρώπους ἐπὶ τοῦ παρόντος καλεῖ, ἐπὶ πλείω μὴ ἐπαίρειται L1 || ἐπὶ – τὴν ὀφρύν] μὴ ἐπαίρειν ἐπὶ πλεῖον τὴν ὀφρῦν A2 V4 || ἐπὶ πλέον] ἐπὶ πλείω P1 | ἐπὶ πλεῖον B2 A1 P5 V5 P7 L2 A3 || μὴ ἐπαίρῃ] μὴ ἐπαίρει P1 V5 P7 | μὴ ἐπαίρειν B2

L2: exp. 131 über der Kolumne des Psalmtextes hinzugefügt (ἄλλως). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:131

(9,20b)
κριθήτωσαν ἔθνη ἐνώπιόν σου·
(20b) Die Völkerschaften sollen vor dir gerichtet werden.
Expositio 132:
Τὴν ἐπὶ σωτηρίᾳ γενησομένην τῶν ἐθνῶν κρίσιν γενέσθαι εὔχεται: –
Τὴν ἐπὶ σωτηρ[ί]α[ν] γενησομένην τῶν ἐθ[ν]ῶν κρίσιν εὔχετα[ι] γενέσθαι δι᾿ [ἀνα]στάσεως Ἰησοῦ Χριστοῦ: –
Er fleht, dass das Gericht der Heiden, das zum Heil sein wird, geschehen möge.
Er fleht, dass das Gericht der Heiden, das zum Heil sein wird, durch die Auferstehung Jesu Christi geschehen möge.

V1 C M O P1 P5 A2 V4 B2

ἐπὶ σωτηρίᾳ] ἐπὶ σωτηρίαν M O || γενησομένην τῶν ἐθνῶν κρίσιν] γενομένην τῶν ἐθνῶν κλῆσιν P1 | γενομένην κρίσιν τῶν ἐθνῶν B2 || γενέσθαι εὔχεται] ἐπισπεύδων εὔχεται P1

V1: Ps 9,20b wird durch zwei Erklärungen kommentiert. Die erste Erklärung (= exp. 132) wird Eusebius zugeschrieben. Zu den Expositiones wird ein kürzerer Text gerechnet (Κ´): Ὧν ἐγένετο κύριος καταφυγή (= Origenes, schol. [?] in Ps 9,20b). C: Die zweite Erklärung wird Eusebius (i.e. Origenes [?]) zugeschrieben. M: Die zweite Erklärung ist Teil eines Fragments, das Origenes zugeschrieben wird. Sowohl dieser Umstand als auch die Zuschreibung an Athanasius bei anderen Textzeugen (P5 A2 V4) legen nahe, dass Coislin 10 richtig ist. Montfaucon: Die handschriftliche Vorlage ist unbekannt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:132

A1

(9,21a)
κατάστησον, κύριε, νομοθέτην ἐπ᾽ αὐτούς,
(21a) Setze, Herr, einen Gesetzgeber über sie ein.
Expositio 133:
Καὶ τίς ὁ νομοθέτης, τὸν τῆς καινῆς διαθήκης νόμον ἡμῖν εἰσηγησάμενος τὸ εὐαγγέλιον;
Und wer ist anders der Gesetzgeber als der, der für uns das Gesetz des neuen Bundes, das Evangelium, eingeführt hat?

V1 C M O G P1 P5 A1 A2 V4 B1 B2 V5 P7

Καὶ τίς ὁ νομοθέτης] Νομοθέτης δὲ τίς G | Καὶ τίς νομοθέτης B1 || ] ἀλλ᾿ ἢ G || τὸν – νόμον] τῆς καινῆς διαθήκης νόμον B1 | τὸν τῆς διακαιοσύνης νόμον V5 P7 || εἰσηγησάμενος τὸ εὐαγγέλιον] εἰσηγησάμενος P1 B1 A1 P5 A2 V4 | εἰσηγούμενος V5 P7

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:133

(9,21b)
γνώτωσαν ἔθνη ὅτι ἄνθρωποί εἰσιν.
(21b) Die Völkerschaften sollen erkennen, dass sie Menschen sind.
Expositio 134:
Τῇ ὑπερβολῇ τῆς τῶν δαιμόνων ἀπάτης, εἰς κτηνῶν ἦσαν μετενεχθέντες τρόπον· ὡς λέγεσθαι περὶ αὐτῶν· παρασυνεβλήθη τοῖς κτήνεσι τοῖς ἀνοήτοις καὶ ὡμοιώθη αὐτοῖς: –
Durch den übermäßigen Betrug der Dämonen wurden sie in die Lebensweise des Viehs überführt, so dass von ihnen gesagt werden kann: 'Er glich dem unvernünftigen Vieh und war ihm ähnlich.' [Ps 48,13b]

V1 C M O G P1 P5 A1

Τῇ ὑπερβολῇ] Τῇ ὑπερβολῇ γὰρ G | Τ[ῇ γὰρ] ὑπερβολῇ A1 || τῶν δαιμόνων] τῶν δαιμονίων P1 P5 || μετενεχθέντες] μεταχθέντες V1 M O G || ὡς λέγεσθαι – αὐτοῖς] om. A1 || παρασυνεβλήθη] παρεσυνεβλήθη V1 M O G A1 || τοῖς – αὐτοῖς] καὶ τὰ ἐξῆς M O G || καὶ ὡμοιώθη αὐτοῖς] om. P5

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (παρασυνεβλήθη – αὐτοῖς).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:134

(9,21c)
διάψαλμα.
(21c) Zwischenspiel.
(9,22a)
ἵνα τί, κύριε, ἀφέστηκας μακρόθεν,
(22a) Warum, Herr, hast du dich weit entfernt,
Expositio 135:
Ἐπιταχῦναι τὴν μικρὸν ὕστερον γενησομένην τῶν ἐθνῶν κλῆσιν εὔχεται· τοῦτο δὲ αὐτῷ πεποίηκεν ἡ τοῦ διαβόλου ὑπεροψία: –
Er fleht, er möge die Berufung der Heiden, die sich in Kürze ereignen wird, beschleunigen. Aber gerade das hat der Hochmut des Teufels für ihn bewirkt.

V1 C M O P1 P5 A1 A2 V4 V5 P7

Ἐπιταχῦναι] Ἵνα τί κύριε ἀφέστηκας· (= Ps 9,22a) ante ἐπιταχῦναι add. A2 | Ἐπιταχυνθῆναι V1 || τῶν ἐθνῶν κλῆσιν] κλῆσιν τῶν ἐθνῶν P1 || τοῦτο δὲ αὐτῷ] τοῦτο δὲ αὐτὸ C || ὑπεροψία] ὑπε[ρηφανία] A1

Syrische Version (Epitome): exp. 135 wird vollständig (frei?) wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:135

(9,22b)
ὑπερορᾷς ἐν εὐκαιρίαις ἐν θλίψει;
(22b) schaust du hinweg in guten Gelegenheiten in der Bedrängnis?
Expositio 136 (Dubium):
Τουτέστι παρορᾷς ἐν καιροῖς θλίψεως: –
Das heißt, du schaust weg in Zeiten der Bedrängnis.

P5

P5: exp. 136 ist Athanasius namentlich zugeschrieben. Es scheint plausibel, dass diese zweideutige Psalmzeile einer Erklärung bedürfte. Der knappe Stil ist im Einklang mit der allgemeinen Tendenz.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:136

(9,23a)
ἐν τῷ ὑπερηφανεύεσθαι τὸν ἀσεβῆ ἐμπυρίζεται ὁ πτωχός,
(23a) Wenn der Gottlose hochmütig handelt, entbrannt der Arme.
Expositio 137:
Ἡ ὑπεροψία φησὶ τοῦ πονηροῦ, πύρωσις τῷ πτωχῷ σου γίνεται λαῷ: –
Der Hochmut des Bösen, will er sagen, wird deinem armen Volk ein brennendes Feuer.

V1 C M O P1 P5 A2 V4 B2 V5 P7

Ἡ ὑπεροψία] Ἡ ὑπεροχία M O || πύρωσις – λαῷ] πύρωσις τῷ λαῷ σου τῷ πτωχῷ γίνεται A2 V4 | πύρωσις τῷ πτωχῷ σου λαῷ γίνεται M O V5 P7

V5 P7: exp. 137 mit Ps 9,22 verbunden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:137

(9,23b)
συλλαμβάνονται ἐν διαβουλίοις, οἷς διαλογίζονται.
(23b) Sie werden ergriffen in den Räten, in denen sie ersinnen.
Expositio 138:
Ἀντὶ τοῦ συλληφθήσονται· σὺ γὰρ εἶ φησὶν, ὁ δρασσόμενος τοὺς σοφοὺς ἐν τῇ πανουργίᾳ αὐτῶν: –
Anstelle von 'sie werden ergriffen werden'. 'Denn du', sagt er (i.e. Paulus), 'bist der, der die Weisen fasst in ihrer Verschlagenheit.' [1Cor 3,19]

V1 C M O P1 P5 B2 V5 P7 L2 A3

Ἀντὶ – αὐτῶν] Ἀντὶ τοῦ συλληφθήσονται: – B2 || φησὶν] om. M O V5 P7

L2: exp. 138 unter der Kolumne des Psalmtextes hinzugefügt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:138

(9,24a)
ὅτι ἐπαινεῖται ὁ ἁμαρτωλὸς ἐν ταῖς ἐπιθυμίαις τῆς ψυχῆς αὐτοῦ,
(24a) Denn der Sünder wird gelobt in den Begierden seiner Seele,
(9,24b)
καὶ ὁ ἀδικῶν ἐνευλογεῖται·
(24b) und wer Unrecht tut, wird gesegnet.
Expositio 139:
Τοσαύτη σου φησὶ γέγονεν ἡ ἀνεξικακία, ὡς καὶ διὰ τὸ ἀτιμωρήτους μένειν τοὺς ἀσεβεῖς, λοιπὸν καὶ παρά τισι τῶν ἀνοητοτέρων ἀποδεκτὸν αὐτῶν εἶναι τὸν βίον: –
So groß, will er sagen, wurde deine Duldung des Bösen, dass dann bei manchen der dümmsten ihr Leben – dadurch, dass die Gottlosen ungestraft bleiben – sogar akzeptabel ist.

V1 C M O G1 G2 P1 P5 A2 V4 B1 B2 V5 P7 L2

Τοσαύτη – τὸν βίον] Tοσαύτη φησὶν γέγονεν ἀνεξικακία· διὰ τὸ ἀτιμωρήτους τισὶν μένειν τοὺς ἀσεβεῖς· ὡς καὶ λοιπὸν παρίστησιν τῶν ἀνοητωτέρων· ἀπόδεκτον αὐτῶν νομίζειν τὸν βίον: – B1 | Tοιαύτη φησὶ γέγονεν ἡ ἀνεξικακία διὰ τὸ ἀτιμωρήτους μένειν τοὺς ἀσεβεῖς ὡς καὶ λοιπὸν παρά τινων τῶν ἀνοητοτέρων ἀπὸ δὲ τῶν αὐτῶν ν[ο]μίζεσθαι τὸν [βίον]: – B2 || Τοσαύτη – καὶ1] om. G1 || Τοσαύτη – γέγονεν] Τοσαύτη φησὶ γέγονέν σου M O | Τοσαύτη φησὶ γέγονεν A2 V4 V5 P7 L2 A3 || γέγονεν ] -γο- ex corr. G2 || ἡ ἀνεξικακία] ἡ ἀλεξικακία V5 || διὰ – τὸν βίον] ἐν τῷ ἀτιμωρήτους μένειν, παρά τισι φαίνεται ἀποδεκτέον αὐτῶν εἶναι τὸν βίον G1 || διὰ τὸ ἀτιμωρήτους] ἀτιμωρήτους P1 || λοιπὸν] om. P1 | λοιποῖς M || ἀποδεκτὸν] ἀπόδεκτον M O P5 V5 P7 L2 A3 || αὐτῶν] αὐτὸν M* O | αὐτῶν Mc | αὐτοῖς V5 P7

L2: exp. 139 über der Kolumne des Psalmtextes hinzugefügt. A3: exp. 139 ausgelassen. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (ὡς – βίον).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:139

(9,25a)
παρώξυνεν τὸν κύριον ὁ ἁμαρτωλός
(25a) Der Sünder hat den Herrn gereizt,
Expositio 140:
Παρώξυνε μὲν χλευάζων τοὺς περὶ τῆς προνοίας καὶ τῆς κρίσεως αὐτοῦ λόγους· πολλοὶ μὲν ἀκούοντες τοιοῦτό τι γελῶσιν εὐθέως· τοῦτο δὲ συνάπτεται, καὶ τὸ κατὰ τὸ πλῆθος τῆς ὀργῆς αὐτοῦ· ἵνα ᾖ τὸ ὅλον οὕτω· παρώξυνε τὸν κύριον φησὶν ὁ ἁμαρτωλὸς πλῆθος ὀργῆς ἑαυτῷ θησαυρίζων· τὸ γὰρ αὐτοῦ ἐπὶ τοῦ παροξύνοντος ἀποληπτέον· εἶτα τὸ ἐπιφερόμενον τούτῳ τὸ οὐκ ἐκζητήσει, καθ᾿ ὑποστιγμὴν ἀναγνωστέον· ἵνα ᾖ τὸ νοούμενον οὕτω· ἄρ᾿ οὖν ὁ μὲν παροξύνει τὸν θεὸν· καίτοι πλῆθος ἑαυτῷ ἐκκαίων ὀργῆς· ὁ δὲ οὐκ ἐκζητήσει;
Er reizte ihn, indem er die Worte über seine Vorsehung und sein Gericht verspottete. Ja viele lachen sogleich, wenn sie so etwas hören. Dies wird aber beigefügt: 'Entsprechend der Fülle seines Zornes', so dass das Ganze folgendermaßen heißt: 'Der Sünder, sagt er, reizte den Herrn, indem er sich eine Fülle des Zornes aufhäufte.' Denn 'seines' ist in Bezug auf den Reizenden zu verstehen. Dann muss das Daraufolgende 'wird er nicht Rechenschaft verlangen' entsprechend einem vorausgehenden Interpunktionszeichen gelesen werden. So dass der Sinninhalt folgendermaßen lautet: 'Also er reizt Gott, wenngleich er eine Fülle des Zornes auf sich entflammt. Wird er aber nicht Rechenschaft verlangen?'

V1 C M O P1 P5 A1 A2 V4 V5 P7 L2 A3

Παρώξυνε – οὐκ ἐκζητήσει] Παρώξυνε μὲν χλευάζων τοὺς περὶ προνοίας· καὶ τῆς κρίσεως αὐτοῦ λόγους· τοῦτο δὲ (τοῦτο δὲ bis scriptum A3) συνάπτεται (καὶ συνάπτεται L2) τὸ (τῶ V5* | τὸ V5m.sec.) κατὰ τὸ πλῆθος τῆς ὀργῆς αὐτοῦ, οὐκ ἐκζητήσει· ἵνα ᾖ τὸ ὅλον· αὐτὸς παρώξυνε φησὶ τὸν κύριον ὁ ἁμαρτωλὸς· πλῆθος ὀργῆς αὐτοῦ θησαυρίζων· τὸ γὰρ αὐτοῦ· ἐπὶ τοῦ παροξύναντος ληπτέον· εἶτα τὸ ἐπιφερόμενον τούτο (τούτο* V5) τὸ οὐκ ἐκζητήσει καθ᾿ ὑποστιγμὴν ἀναγνωστέον· ἵνα ᾖ τὸ νοούμενον οὕτως· ἄρα ἦν (ἆρ᾿ οὖν P7corr | ἄρα L2corr) ὁ μὲν παροξύνει τὸν θεὸν· καίτοι πλῆθος αὐτῷ ἐκκαίων ὀργῆς· ὁ δὲ, οὐκ ἐκζητήσει: – V5 P7 L2 A3 || Παρώξυνε – οὕτω1] om. A2 V4 || Παρώξυνε – λόγους] Παρώξυνε μὲν, τοὺς περὶ τῆ[ς προ]νοίας καὶ κρίσεως αὐτοῦ λό[γους] χλευάζων A1 || ἀκούοντες] ἀκούσαντες A1 || τοιοῦτό τι] τοιοῦτόν τι P1 M O A1 || τοῦτο δὲ συνάπτεται] τ[ο]ύτῳ δὲ συναπτέον A1 P5 || τὸ ὅλον] τοῦ ὅλου M O || οὕτω1] οὕτως P1 A1 P5 || τὸν κύριον φησὶν] φησὶν τὸν κύριον O | τὸν κύριον M || θησαυρίζων] post θησαυρίζων add. καὶ λέγων ὅτι οὐκ ἐκζητήσει ὁ θεὸς ἃ πράττω: – (cf. fort. Theodoretus, comm. in Ps 9,25a–b [PG 80,932 C3–7 sub Ps 10,4]) A1 || τὸ γὰρ – ἀποληπτέον] om. A1 || ἀποληπτέον] ἀπολιπαῖον P1 | ληπτέον P5 || εἶτα – ἀναγνωστέον] Τινὲς δὲ τὸ ἐπιφερόμενον τοῦτο οὐκ ἐκζητήσει; καθ᾿ ὑποστιγμὴν ἀναγινώσκουσιν A1 || τὸ ἐπιφερόμενον τούτῳ τὸ] τὸ ἐπιφερόμενον τούτο M O || ἵνα ᾖ2] ἵνα μὴ ᾖ (ἣ Μ) M O || τὸ νοούμενον] τὸ λεγόμενον P5 || οὕτω2] οὕτως P1 A1 || ἄρ᾿ οὖν] ἆρα οὖν A1 A2 V4 || παροξύνει] παρόξυνε M* | παροξύνει Mc || καίτοι – ἐκκαίων] καὶ πλῆθος ἑαυτῷ ἐκκαίει M O | καίτοι πλῆθος ἑαυτοῦ ἐκκαίων P1 | καίτοι πλῆθος ἐκκαίων (ἐκκ[έ]ων A1) ἑαυτῶ A1 A2 V4 || ἐκζητήσει] post ἐκζητήσει, add. κατὰ τὸ πλῆθος τῆς ὀργῆς (= Lemma Ps 9,25b) P5

A1: exp. 140 ist in zwei Stücke aufgeteilt. Beide folgen aufeinander nach dem Lemma Ps 9,25a–b. Das erste Stück endet mit einem Einschub (aus Theodoret, wie es scheint) und einer Auslassung (τὸ γὰρ – ἀποληπτέον). Der Anfang vom zweiten Stück (ἄλλως) ist anders formuliert (εἶτα – ἀναγνωστέον) als der entsprechende Teil in exp. 140. Dabei könnte exp. 141 verglichen worden sein, um dann auf diese gänzlich zu verzichten. Denn exp. 141 wiederholt mit anderen Worten das Thema von exp. 140. P5: Das Lemma, dem exp. 141 folgt, kommt in Anwendung als Schluss von exp. 140 (nach ἐκζητήσει,). A2 V4: Nur das Ende von exp. 140 ist vorhanden (Ἆρα οὖν – ἐκζητήσει). Dieses bildet eine Einheit mit exp. 142. L2: exp. 140 am oberen Rand hinzugefügt (Athanasius). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (Παρώξυνε – λόγους).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:140

(9,25b)
κατὰ τὸ πλῆθος τῆς ὀργῆς αὐτοῦ οὐκ ἐκζητήσει·
(25b) entsprechend der Fülle seines Zornes wird er nicht Rechenschaft verlangen.
Expositio 141:
Καθ᾿ ὑποστιγμὴν ἡ ἀνάγνωσις, ἵνα ᾖ· οὐκ ἐκζητήσει φησὶν ὁ θεὸς, καὶ ἀποδώσει αὐτῷ κατὰ τὴν ὀργὴν· ἣν ἑαυτῷ ἐθησαύρισεν ἐν ἡμέρᾳ ὀργῆς;
Das Lesen verlangt nach einem Interpunktionszeichen, so dass der Sinn ist: Wird Gott nicht, will er sagen, nach Rechenschaft verlangen und ihm am Tag des Zornes vergelten nach dem Zorn, den er für sich aufgehäuft hat?

V1 C G P1 P5 B3 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Καθ᾿ ὑποστιγμὴν] Καθὑποστιγμῶν P6* | Καθὑποστιγμὴν P6corr || ἵνα ᾖ] ἴν᾿ ἦ P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 || ἑαυτῷ] αὑτῷ P5 || ὀργῆς] ὀργῆς αὐτοῦ P1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:141

(9,25c)
οὐκ ἔστιν ὁ θεὸς ἐνώπιον αὐτοῦ.
(25c) Gott steht ihm nicht vor Augen.
(9,26a)
βεβηλοῦνται αἱ ὁδοὶ αὐτοῦ ἐν παντὶ καιρῷ,
(26a) Entweiht sind seine Wege zu jeder Zeit.
Expositio 142:
Ἀρχὴ πάσης πονηρᾶς πράξεως, τὸ μὴ λογίζεσθαι κριτὴν τὸν θεόν: –
Der Anfang jeder bösen Tat besteht darin, nicht damit zu rechnen, dass Gott Richter ist.

V1 C P1 P5 A1 A2 V4 L1 V5 P7 L2 A3

Ἀρχὴ] Ἀρχῆς L1 | Ἀρχὴ γὰρ A1 || τὸ] τῷ V4 || κριτὴν] κριτὴν τῶν γινομένων A1

V1: exp. 142 in Ps 9,26a. V5 P7: in Ps 26b. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:142

(9,26b)
ἀνταναιρεῖται τὰ κρίματά σου ἀπὸ προσώπου αὐτοῦ,
(26b) Deine Strafen sind von seinem Angesicht weggenommen.
Expositio 143:
Ὁ γὰρ μὴ ἐπιστάμενος ὅτι ἔστι θεὸς, οὐδὲ ὅτι κριτής ἐστιν οἶδεν: –
Ὁ γὰρ στίχος ὅλος, μὴ ἐπιστάμενος ὅτι ἔστιν ἀνθρώπου γένος οὐδὲ ὅτι κριτής ἐστιν οἶδεν: –
Denn wer nicht weiß, dass ein Gott ist, weiß auch nicht, dass ein Richter ist.
Der ganze Stichos lautet: 'Wer nicht weiß, dass er Geburt eines Menschen ist, weiß auch nicht, dass ein Richter ist.'

V1 C P1 P5 A1 A2 V4 L1

κριτής ἐστιν] κριτὴς P5

P5: Die Auslegung von Lemma Ps 9,26b ist in Unordnung. Die alternative Übersetzung von Ps 9,26b aus Iohannes Chrysostomus (PG 55 136, l. 25–26) wird Athanasius zugeschrieben. Nach exp. 147 (ἄλλως) folgt die Auslegung aus Iohannes Chrysostomus (exp. in Ps. 9 [PG 55,136, l. 26–31] in Ps 25c–26b), die auch richtig zugeschrieben wird. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:143

V5 P7 L2 A3

Diese Erklärung (anonym) scheint eine Variante von exp. 143 zu sein. V5 P7: exp. 143 mit Ps 9,25c–26a verbunden. L2 A3: exp. 143 befindet sich oberhalb (L2) bzw. unterhalb der Psalmzeile 9,26b (A3).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:143par

(9,26c)
πάντων τῶν ἐχθρῶν αὐτοῦ κατακυριεύσει·
(26c) Er wird alle seine Feinde niederzwingen.
Expositio 144:
Ὅμοιον τὸ 'τὴν οἰκουμένην ὅλην καταλήψομαι τῇ χειρί μου ὡς νοσσιάν' : –
Ähnlich ist die Stelle 'die gesamte bewohnte Welt werde ich mit meiner Hand ergreifen wie ein Vogelnest.' [Is 10,14]

V1 C M O P1 P5 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ὅμοιον τὸ] Ὅμοιον τῷ P1 P6 Z N2 V5m.sec. L2 A3 || τῇ χειρί μου] τῇ χειρὶ M O P5 P6 Z V5 P7 || ὡς νοσσιάν] ὡς νοσιάν C M O | om. B2

urn:cts:etf:psath.expps.grc:144

(9,27a)
εἶπεν γὰρ ἐν καρδίᾳ αὐτοῦ Οὐ μὴ σαλευθῶ,
(27a) In seinem Herzen hat er nämlich gesagt: Ich werde gewiss nicht ins Wanken gebracht,
(9,27b)
ἀπὸ γενεᾶς εἰς γενεὰν ἄνευ κακοῦ.
(27b) von Generation zu Generation leben, ohne dass mir Böses zustößt.
Expositio 145 (Dubium):
Ἀντὶ τοῦ οὐ μὴ σφάλω· οὐ μὴ περιτραπήσομαι εἰς γενεάν· οὐ γὰρ ἔσομαι ἐν κακώσει: –
Anstelle von 'ich werde gewiss nicht zu Fall gebracht', 'ich werde nicht umgestürzt werden von Generation zu Generation. Denn ich werde nicht in Bedrängnis sein'.

V1 C P1 P5 A1

Ἀντὶ – εἰς γενεάν] om. A1

Dieses Dubium scheint eine Paraphrasierung des Symmachus (Ps 9,27) darzustellen. V1 C P1 A1: exp. 145 anonym. P5: Zuschreibung an Athanasius.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:145

(9,28a)
οὗ ἀρᾶς τὸ στόμα αὐτοῦ γέμει καὶ πικρίας καὶ δόλου,
(28a) Sein Mund ist voll von Fluch, von Bitterkeit und von Hinterlist
(9,28b)
ὑπὸ τὴν γλῶσσαν αὐτοῦ κόπος καὶ πόνος.
(28b) unter seiner Zunge sind Mühsal und Kummer.
Expositio 146 (Dubium):
Κόπον καὶ πόνον λέγει, ὃν ἄλλοις ἐμηχανᾶτο: –
Mühsal und Kummer bennent er das, was er stets gegen andere listig plante.

A1

Dieses Dubium steht nach Ps 9,28.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:146

(9,29a)
ἐγκάθηται ἐνέδρᾳ μετὰ πλουσίων
(29a) Mit Reichen sitzt er im Hinterhalt,
(9,29b)
ἐν ἀποκρύφοις ἀποκτεῖναι ἀθῷον,
(29b) um im Verborgenen den Unschuldigen zu töten.
(9,29c)
οἱ ὀφθαλμοὶ αὐτοῦ εἰς τὸν πένητα ἀποβλέπουσιν·
(29c) Seine Augen blicken auf den Bedürftigen.
Expositio 147:
Παράμονον ἕξειν φησὶ τὴν εὐημερίαν λελόγισται· διὸ καὶ πικρίας καὶ δόλου τὸ στόμα πεπλήρωται· καὶ μὴν καὶ ἐνεδρεύει πτωχοὺς, πρὸς τὸ ἀποκτεῖναι διὰ τῶν ἰδίων παγίδων· τὸ δὲ μετὰ πλουσίων τί ἂν ἕτερον νοηθείη, τῶν πλουτούντων ἐν κακοῖς; οὗτοι γὰρ τῷ διαβόλῳ κατὰ τῶν πτωχῶν τῷ πνεύματι συμπράττουσιν: –
Ἐγκρύπτεται μετὰ δόλου· τὸ δὲ ἐνέδρᾳ προπαροξυτόνως τινὲς λέγουσ[ι] ἀντὶ τοῦ ἐγκάθηται δολίως· ἐνεδρευόντως, πανούργως· ἵνα ἐστί μεσότητος ἐπίρρημα· τὸ δὲ [με]τὰ πλουσίων, τῶν πλουτοῦντ[ω]ν ἐ[ν] [κα]κοῖς· οὗ[τ]οι γὰρ δὴ [τ]ῷ δ[ια]βόλῳ [κατὰ] τῶν πτωχῶν τῷ πνεύματι συμπρ[ά]ττουσι: –
Er hat damit gerechnet – sagt der Psalmist –, dass er glückliche Tage haben wird, die bleiben. Deshalb ist auch sein Mund angefüllt mit Bitterkeit und Hinterlist. Ja, er lauert sogar den Armen auf, um sie durch eigene Schlingen zu töten. Die Worte 'mit den Reichen', wie könnten sonst verstanden werden, wenn nicht 'mit denen, die reich im Bösen sind'? Denn diese arbeiten zusammen mit dem Teufel gegen die Armen im Geist. [cf. Mt 5,3]
Er versteckt sich mit Hinterlist. Manche sprechen das Wort 'im Hinterhalt' als ein Proparoxytonon (i.e. ἔνεδρᾳ) anstelle von 'er sitzt hinterlistig'. Hinterhältig, bösartig, wo es als Adverb fungiert. Die Worte 'mit den Reichen', (bedeuten) 'mit denen, die reich im Bösen sind'. Denn gerade diese arbeiten zusammen mit dem Teufel gegen die Armen im Geist. [cf. Mt 5,3]

V1 C M O G P5 A1 A2 V4 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Παράμονον – παγίδων] om. G || Παράμονον ἕξειν φησὶ] Παράνομον φησὶ ἕξιν B2 | Παράνομόν φησὶν (sic) ἕξει A1 | Παράμονον (Παραμόνον P6) φησὶν ἕξειν A2 V4 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 || καὶ δόλου] δόλου B2 || τὸ στόμα πεπλήρωται] πεπλήρωται A1 || καὶ μὴν καὶ] καὶ μὴν V5 P7 L2 A3 || ἐνεδρεύει πτωχοὺς] ἐνεδρεύει εἰς πτωχοὺς B2 || διὰ τῶν ἰδίων παγίδων] διὰ τῶν παγίδων B2 | om. A1 || τὸ δὲ] τὸ V5 P7 L2 A3 || νοηθείη] νοηθῇ V1 C M O G P1 B2 | νομισθείη A2 || ] ἀλλ᾿ ἢ G || οὗτοι– συμπράττουσιν] om. G || οὗτοι γὰρ τῷ διαβόλῳ] οὗ γὰρ διὰ τῶν διαβόλων B2 || γὰρ] γὰρ δὴ C P5 || τῷ διαβόλῳ – συμπράττουσιν] hic incipit lacuna unius folii in C || τῷ πνεύματι συμπράττουσιν] τῷ πατρὶ αὐτῶν συμπράττουσιν P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

V1: exp. 147a mit Ps 9,29a verbunden. Die sukzessive Verbindung ist mit Ps 9,31b (exp. 149). Bemerkenswert ist es auch, dass nach παγίδων eine starke Pause gesetzt wird (zwei Punkte). C: in Ps 9,29. V5 P7: in Ps 9,28. Fazit: Die Exegese von exp. 147a erfasst mehrere Verse. Man gewinnt den Eindruck, dass sie aus zwei Blöcken besteht. Der erste Block ist Auslegung zu Ps 9,27–28 (Παράμονον – παγίδων); der Rest ist Auslegung zu Ps 9,29. V4: Auch die Erklärung nach exp. 147a wird Athanasius zugeschrieben (= Hesychius, comm. brevis in Ps 9,29b [14 Jagić]).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:147

A1 C B2

τὸ δὲ1 – συμπράττουσι] om. C B2 || λέγουσι] λέγου{γο}υσ[ι] (-σι supra lin. add.) A1

A1: exp. 147 steht nach Ps 9,29a. Etwas rätselhaft ist der zweite Teil der Erklärung (ἐνεδρευόντως – ἐπίρρημα). ἐνεδρευόντως ist hapax legomenon. πανούργως könnte glossierend das seltsame ἐνεδρευόντως erklären.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:147par

(9,30a)
ἐνεδρεύει ἐν ἀποκρύφῳ ὡς λέων ἐν τῇ μάνδρᾳ αὐτοῦ,
(30a) Im Hinterhalt liegt er verborgen wie ein Löwe in seiner Höhle,
(9,30b)
ἐνεδρεύει τοῦ ἁρπάσαι πτωχόν,
(30b) im Hinterhalt liegt er, um den Armen zu reißen,
(9,30c)
ἁρπάσαι πτωχὸν ἐν τῷ ἑλκύσαι αὐτόν·
(30c) den Armen zu reißen, indem er ihn mit sich zerrt.
(9,31a)
ἐν τῇ παγίδι αὐτοῦ ταπεινώσει αὐτόν,
(31a) Mit seiner Schlinge wird er ihn ernidriegen,
Expositio 148 (Dubium):
Παγίδα μὲν γὰρ συνεπήξατο τῷ Χριστῷ τὸν θάνατον ὁ διάβολος· καὶ ἐν αὐτῇ τῇ ὀκείᾳ παγίδι τεταπείνωται· λελύτρωται γὰρ ὁ θάνατος ἐν τῷ θανάτῳ τοῦ Χριστοῦ καὶ κατηργήθη τύραννος: –
Denn der Teufel hat in der Tat den Tod für Christus als Schlinge zusammengesetzt. Aber er wurde in seiner eigenen Schlinge erniedrigt. Denn der Tod wurde im Tod Christi erlöst und der Tyrann wurde vernichtet.

L1 P6 Z N2 V5

Παγίδα – τύραννος] Παγίδα μὲν γὰρ συνεπήξατο τῷ Χριστῷ ὁ διάβολος· ἀλλ᾿ ἐν αὐτῇ τεταπείνωται τῇ ἰδίᾳ παγίδι καὶ ὀκείᾳ· λέλυται γὰρ ἐν θανάτῳ Χριστοῦ· καὶ κατηργήθη τύραννος, ὁ πεσεῖσθαι μὴ προσδοκῶν: – P6 Z N2 | Παγίδα συνεπήξατο Χριστῷ· τὸν θάνατον ὁ διάβολος· ἀλλ᾿ ἐν αὐτῇ τεταπείνωται τῇ ὀκείᾳ παγίδι· λέλυται γὰρ ὁ θάνατος ἐν θανάτῳ τοῦ Χριστοῦ (τοῦ om. L2 A3): – V5 P7 L2 A3

L1: exp. 148 Athanasius zugeschrieben. P6 Z N2: Eine Variante von exp. 148 wird Cyrillus zugeschrieben. V5 P7 L2 A3: Eine Variante von exp. 148 ist anonym. Diese kommt der Variante aus Typus III (P6 Z N2) näher. Fazit: Mehrere Erklärungen von Ps 9,31a können grundsätzlich auf zwei Fassungen reduziert werden. Prinzipiell ist nicht unmöglich, dass die eine der anderen als Modell gedient hat.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:148

(9,31b)
κύψει καὶ πεσεῖται ἐν τῷ αὐτὸν κατακυριεῦσαι τῶν πενήτων.
(31b) er wird sich beugen und fallen, wenn er die Bedürftigen niederzwingt.
Expositio 149:
Ὅτ᾿ ἂν εἴπῃ φησὶ νενίκηκα, τότε πεσὼν αἰσχύνεται: –
Ταῦτ[α φησὶν] ἐ[ννο]εῖ· ἀλλ᾿ ὅτ[α]ν εἴ[πῃ νενίκηκα, τότε πεσῶν αἰσχύν][εται(?)] ***
Wenn er behauptet 'ich habe gesiegt', sagt der Psalmist, da hat er sich seines Falles zu schämen.
Diese Dinge, sagt der Psalmist, hat er im Sinn. Aber wenn er behauptet 'ich habe gesiegt', da hat er sich seines Falles zu schämen.

V1 M O P5 A2 V4 V5 P7 L2 A3

Ὅτ᾿ ἂν εἴπῃ φησὶ] Ὅτ᾿ ἂν φησὶ A2 V4 | Ὅτ᾿ ἂν εἴπῃ V5 P7 L2 A3 || νενίκηκα] νενίκηκε V4 | νενίκη[..] A2

A1

αἰσχύν][εται(?)] post αἰσχύν][εται(?)] una linea evanida A1
(9,32a)
εἶπεν γὰρ ἐν καρδίᾳ αὐτοῦ ᾿Επιλέλησται ὁ θεός,
(32a) In seinem Herzen hat er nämlich gesagt: Gott hat es vergessen.
Expositio 150:
Τοῦτο αἴτιον καὶ τοῦ ἐπαρθῆναι, καὶ τοῦ πεσεῖν αὐτόν: –
Das ist der Grund, warum er sich überhebt und fällt.

V1 M O G P5 A11 A12 A2 V4 B2 P6 N2 Z

Τοῦτο αἴτιον] Τοῦτο τὸ αἴτιον M O A1 A2 V4 || καὶ τοῦ ἐπαρθῆναι] καὶ τοῦ ἐπαρθῆναι αὐτὸν A11 | τοῦ καὶ ἐπαρθῆναι V4

A1: exp. 150 kommt zweimal vor (nach Ps 9, 27a und nach Ps 9,32).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:150

(9,32b)
ἀπέστρεψεν τὸ πρόσωπον αὐτοῦ τοῦ μὴ βλέπειν εἰς τέλος.
(32b) Er hat sein Angesicht abgewandt, um für immer nicht hinzusehen.
(9,33a)
ἀνάστηθι, κύριε ὁ θεός, ὑψωθήτω ἡ χείρ σου,
(33a) Steh auf, Herr, Gott, deine Hand erhebe sich,
Expositio 151:
Εὔχεται τὴν ἀνοχὴν τοῦ θεοῦ καὶ τὴν χρηστότητα κινηθῆναι: –
Er fleht, um die Langmut und Güte Gottes aufzurütteln.

V1 M O G P1 P5 A2 V4 B1 B2 V5 P7 L2 A3

Εὔχεται] Ἀνάστηθι κύριε ἰσχυρὲ· ante εὔχεται add. M O || τὴν ἀνοχὴν τοῦ θεοῦ] τὴν ἀνοχὴν θεοῦ B2 || καὶ τὴν χρηστότητα κινηθῆναι] καὶ τὴν χρηστότητα κινῆσαι P1 B1 B2 V5 P7 L2 A3 | κινηθῆναι καὶ τὴν χρηστότητα A2 V4

B1 V5 P7 L2 A3: exp. 151 und 152 (in Ps 9,33) bilden eine Einheit. P1: Auch hier bilden die zwei Expositiones (in Ps 9,33a) eine Einheit. Nach dem Lemma Ps 9,33b wird exp. 152 ein zweites Mal geschrieben. Allerdings der Schluss (προπετέστεροι γίνονται) wird nicht mehr ausgeschrieben, so dass eine Zeile leer bleibt. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:151

(9,33b)
μὴ ἐπιλάθῃ τῶν πενήτων·
(33b) vergiss nicht die Bedürftigen.
(9,34a)
ἕνεκεν τίνος παρώξυνεν ὁ ἀσεβὴς τὸν θεόν;
(34a) Weswegen hat der Gottlose Gott gereizt?
(9,34b)
εἶπεν γὰρ ἐν καρδίᾳ αὐτοῦ Οὐκ ἐκζητήσει.
(34b) In seinem Herzen hat er nämlich gesagt: Er wird nicht rächen.
Expositio 152:
Μὴ ὑψουμένης γὰρ ἐπὶ τιμωρίᾳ τῶν ἀσεβῶν τῆς χειρὸς τοῦ θεοῦ, προπετέστεροι γίνονται: –
Denn wenn die Hand Gottes sich zur Bestrafung der Gottlosen nicht erhebt, so werden sie noch unbedachter werden.

V1 M O P1 P5 A1 A2 V4 B1 B2 V5 P7 L2 A3

Μὴ – τοῦ θεοῦ] bis descripsit P1 || ἐπὶ τιμωρίᾳ] ἐπὶ τῇ μωρίᾳ V4 V5 P7 L2 | ἐπιτιμωρία (ut vid.) A3 || τῶν ἀσεβῶν] τῶν δυσσεβῶν V1 M O || γίνονται] γίνωνται P5 | post γίνονται add. οἱ ἀσεβεῖς καὶ ἁμαρτωλοί A1

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:152

(9,35a)
βλέπεις, ὅτι σὺ πόνον καὶ θυμὸν κατανοεῖς
(35a) Doch du siehst hin, denn du bemerkst Mühsal und Grimm,
Expositio 153:
Σὺ φησὶν ὦ κύριε πάντα γινώσκεις, καὶ οὐδέν σε τῶν πραττομένων λανθάνει· οὐδὲ τῶν ἐν διανοίᾳ καὶ λογισμοῖς ἀνιόντων· ἀλλὰ καὶ τοὺς πόνους τῶν ἀνθρώπων· καὶ τοὺς θυμοὺς καὶ τοὺς παροργισμοὺς, οἶδας ἀκριβῶς· ἐπειδὴ πάντων τοὺς λογισμοὺς κατανοεῖς· καὶ σὺ εἶ ὁ ἐτάζων καρδίας καὶ νεφρούς· καὶ ταῦτα πάντα ἐφορῶν μακροθυμεῖς, εἰδὼς ὅτι ὑπὸ τὰς σὰς χεῖρας οἱ πάντες τυγχάνουσι· καὶ οὐκ ἔστιν ποῦ οὐδενὶ ἐκτὸς διαδρᾶναι: –
Du, sagt er, o Herr, kennst alles, und nichts von dem, was geschieht, ist dir verborgen, auch nicht von dem, was im Geist und in den Gedanken vorgeht. Aber auch die Mühsale der Menschen und den Grimm und die zornigen Gemütszustände kennst du genau, da du die Gedanken aller bemerkst und du es bist, der Herzen und Nieren prüft. [Ps 7,10c] Und obschon du das alles siehst, bist du langmütig, da du weißt, dass sich alle unter deinen Händen befinden und niemand irgendwohin entrinnen kann.

V1 M O P1 P5 A1 A2 V4 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Σὺ] Ἡμεῖς γὰρ φησὶν οὓτω πιστεύομεν κἂν ἐκεῖνοι μὴ λέγωσιν· ante σὺ add. M O || φησὶν – γινώσκεις] κύριε φησὶ(ν) πάντα γινώσκεις A2 V4 A3 | Σὺ κύριε πάντα φησὶ γινώσκεις V5 P7 L2 || λογισμοῖς] λογισμῷ P5 P6 Z N2 A2 V4 V5 P7 L2 A3 || ἀνιόντων] om. V5 P7 L2 A3 || τοὺς πόνους – κατανοεῖς] τοὺς πόνους αὐτῶν κατανοεῖς P1 || καὶ τοὺς θυμοὺς καὶ τοὺς παροργισμοὺς ] [καὶ τοὺς] [παροργισ(?)]μοὺς [τῶν] ἐ[π][ηρ(?)]ε[αζό(?)][ντων] A1 | καὶ τοὺς θυμοὺς τῶν ἐπηρεαζόντων· καὶ τοὺς παροργισμοὺς P5 P6 Z N2 A2 V4 || πάντων] πάντως M O || κατανοεῖς] οἶδας (ut vid.) in ras. ante κατανοεῖς M || σὺ εἶ] σὺ P1 || ταῦτα πάντα] ταῦτα P6 Z N2 || ὑπὸ τὰς σὰς χεῖρας οἱ πάντες] ὑπὸ τὰς χεῖράς σου πάντες P6 Z N2 || ποῦ οὐδενὶ ἐκτὸς] ποῦ ἐκτὸς οὐδενὶ P6 Z N2 | ποῦ ἐκτὸς οὐδὲν A2* V4 | σοῦ ἐκτὸς, οὐδὲν A2c | ἐκτός σου τινὰ V5 P7 L2 A3 || διαδρᾶναι] διαδράσαι M O

urn:cts:etf:psath.expps.grc:153

(9,35b)
τοῦ παραδοῦναι αὐτοὺς εἰς χεῖράς σου·
(35b) um sie in deine Hände zu übergeben.
(9,35c)
σοὶ οὖν ἐγκαταλέλειπται ὁ πτωχός,
(35c) Dir ist also der Arme überlassen,
(9,35d)
ὀρφανῷ σὺ ἦσθα βοηθῶν.
(35d) für die Waise warst du einer, der half.
Expositio 154:
Τουτέστιν, τὴν παρὰ σοῦ περιμένει βοήθειαν: –
Εἰς τὴν σὴν βοήθειαν, ἐφορᾷ· τουτέστι, τὴν παρὰ σοῦ μένει βοήθειαν: –
Das heißt, er erwartet den Beistand von dir.
Er blickt auf deinen Beistand, das heißt, er wartet auf den Beistand von dir.

V1 P1a P1b P5 A1 A2 V4

παρὰ σοῦ] παρὰ σοὶ P1a || περιμένει] περιμένειν V1 P1a P5 | μένῃ P1b

P1: exp. 154 wurde zweimal ausgeschrieben (in Ps 9,35b und in Ps 9,35c–d). In beiden Fällen ist sie nach dem Lemma die einzige Erklärung. L2: exp. 154 am oberen Rand hinzugefügt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:154

V5 P7 L2 A3

ἐφορᾷ] ἐφορῶ A3 || μένει] μέν A3* | μενῶ (in scribendo) A3c
(9,36a)
σύντριψον τὸν βραχίονα τοῦ ἁμαρτωλοῦ καὶ πονηροῦ,
(36a) Zerbrich den Arm des Sünders und Missetäters.
Expositio 155:
Ἀντὶ τοῦ τὴν δυναστείαν: –
Anstelle von 'die Macht.'

V1 P1 P5 A1 A2 V4

Ἀντὶ τοῦ] Τουτέστιν A2 V4 || τὴν δυναστείαν] τὴν δυναστείαν τοῦ ἐχθροῦ P1 | post τὴν δυναστείαν add. καὶ τὴν ἐξουσίαν: – A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:155

(9,36b)
ζητηθήσεται ἡ ἁμαρτία αὐτοῦ, καὶ οὐ μὴ εὑρεθῇ δι᾽ αὐτήν·
(36b) Seine Sünden sollen gesucht werden, und ihretwegen soll er gewiss nicht mehr gefunden werden.
Expositio 156:
Δι᾿ αὐτὴν μὲν τὴν ἁμαρτίαν, τὸ δὲ ὅλον οὕτως· ἐὰν φησὶν ἐκζητήσῃς τὴν ἁμαρτίαν τοῦ πονηροῦ, οὐ μὴ εὑρεθῇ· τουτέστιν ἀπολεῖται ὁ πονηρὸς δι᾿ αὐτήν: –
Wegen der Sünde selbst. Das Ganze aber ist so zu verstehen: Wenn du, will er sagen, die Sünde des Bösen suchen würdest, soll er gewiss nicht mehr gefunden werden, das heißt, der Böse wird ihretwegen verloren gehen.

V1 C M O G P1 P5 A1 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Δι᾿ αὐτὴν – δι᾿ αὐτήν] hic desinit lacuna in C || Δι᾿ αὐτὴν – οὕτως] om. G || Δι᾿ αὐτὴν μὲν τὴν ἁμαρτίαν] Διὰ ταύτην μὲν τὴν ἁμαρτίαν B1 | Δι᾿ αὐτὴν τὴν ἁμαρτίαν οὐ μὴ εὑρεθῆ· V5 P7 L2 A3 || ἐκζητήσης] ἐκζητήση C G | ἐκζητήσει V1 P1 M O | ἐκζητήσεις B1 | ἐκζητήσις P6 | ἐκζητή A3 || τουτέστιν – δι᾿ αὐτήν] δι᾿ αὐτὴν· ἀπολεῖται γὰρ G

Syrische Version (Epitome): exp. 156 wird vollständig wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:156

(9,37a)
βασιλεύσει κύριος εἰς τὸν αἰῶνα καὶ εἰς τὸν αἰῶνα τοῦ αἰῶνος,
(37a) Der Herr wird König sein bis in Ewigkeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Expositio 157:
Ἐν τῷ μέλλοντι καὶ νέῳ αἰῶνι: –
Ὅτι κριτὴς πάντων ἔσται κύριος Ἰησοῦς, καὶ νῦν καὶ ἐν τῷ μέλλοντι αἰῶνι: –
In dem zukünftigen und neuen Zeitalter.
Weil Richter von allen wird der Herr Jesus sein, sowohl jetzt als auch im kommenden Zeitalter.

V1 C M O P1 P5 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

νέῳ αἰῶνι] νῦν αἰῶνι M O

B2: exp. 157 und 158 bilden eine Einheit.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:157

A1

(9,37b)
ἀπολεῖσθε, ἔθνη, ἐκ τῆς γῆς αὐτοῦ.
(37b) Ihr werdet untergehen, Völkerschaften, und aus seinem Land verschwinden.
Expositio 158:
Ἐν γὰρ τῇ βασιλείᾳ αὐτοῦ, βληθήσονται εἰς τὸ πῦρ τὸ αἰώνιον: –
Denn unter seiner Herrschaft werden sie in das ewige Feuer geworfen werden. [cf. Mt 18,8]

V1 C M O G P1 P5 A1 B2

τῇ βασιλείᾳ αὐτοῦ] τῇ βασιλείᾳ τοῦ θεοῦ M O | τῇ μελλούσῃ βασιλείᾳ A1 || εἰς τὸ πῦρ τὸ αἰώνιον] εἰς τὸ αἰώνιον πῦρ M

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (βληθήσονται – αἰώνιον).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:158

(9,38a)
τὴν ἐπιθυμίαν τῶν πενήτων εἰσήκουσεν κύριος,
(38a) Das Begehren der Bedürftigen hat der Herr angehört,
Expositio 159:
Αὕτη γὰρ ἦν αὐτῶν ἡ ἐπιθυμία· καὶ οὗτος ὁ πόθος, τὸ τῶν μελλόντων ἀξιωθῆναι ἀγαθῶν: –
Τῶν πτωχῶν τῶ πνεύματι· αὕτη γὰρ ἦν αὐτῶν ἡ ἐπιθυμία, τὸ τῶν μελλόντων ἀξιωθῆναι ἀγαθῶν: –
Das war nämlich ihr Begehren und das ihre Sehnsucht, der künftigen Güter gewürdigt zu werden.
Der Bedürftigen im Geist: Das war nämlich ihr Begehren, der künftigen Güter gewürdigt zu werden.

V1 C M O G P1 P5 B2

ἦν] ἣν M O || αὐτῶν ἡ ἐπιθυμία] αὐτῶν ἐπιθυμία G | ἡ ἐπιθυμία B2 || τὸ τῶν μελλόντων] τῶν μελλόντων M B2 || ἀξιωθῆναι ἀγαθῶν] ἀξιωθῆναι κακῶν M O

A1

(9,38b)
τὴν ἑτοιμασίαν τῆς καρδίας αὐτῶν προσέσχεν τὸ οὖς σου
(38b) auf die Bereitschaft ihres Herzens hat dein Ohr geachtet,
Expositio 160:
Εἰς τοῦτο γὰρ ἑτοιμαζόμενοι, πάντα ὑπομένειν τὴν καρδίαν εὐτρεπίζονται: –
Denn dadurch, dass sie sich dazu bereiten, machen sie das Herz gefasst, alles zu erdulden.

V1 C M O G P1 P5 A1

πάντα – εὐτρεπίζονται] εἰς τὸ πάντα ὑπομένειν, τῇ καρδίᾳ ηὐτρεπίζονται A1 || τὴν καρδίαν] τῇ καρδίᾳ P1 || εὐτρεπίζονται] ηὐτρέπιζον P5

urn:cts:etf:psath.expps.grc:160

(9,39a)
κρῖναι ὀρφανῷ καὶ ταπεινῷ,
(39a) um der Waisen und dem Niedrigen Recht zu verschaffen,
(9,39b)
ἵνα μὴ προσθῇ ἔτι τοῦ μεγαλαυχεῖν ἄνθρωπος ἐπὶ τῆς γῆς.
(39b) damit auf Erden der Mensch nicht mehr fortfahre, sich zu brüsten.
Expositio 161:
Ὅτ᾿ ἂν φησὶν τὴν ἐκδίκησιν τῶν πτωχῶν ποιήσῃ, τότε οὐκ ἔτι προσθήσει τοῦ μεγαλαυχεῖν ἄνθρωπος: –
Wenn er, will er sagen, Rache für die Armen nehmen wird, dann wird der Mensch nicht mehr fortfahren, sich zu brüsten.

V1 C G P1 P5 A1 A2 V4 L1

Ὅταν] Ὅτε P1 || τὴν ἐκδίκησιν – ποιήσῃ] τὴν ἐκδίκησιν τῶν πτωχῶν ποιήσει P1 L1 | τὴν ἐκδίκησιν τῶν πτωχῶν ποιήσης P5 | ἐκδί[κησιν] τῷ πτωχῷ ποιήσης A1 | τὴν ἐκδίκησιν ποιήσῃ τῶν πτωχῶν A2 V4 || ἄνθρωπος] ἄνθρωπος [ὁ] ἁμαρτωλός A1

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:161

Psalm 10
ΨΑΛΜΟΣ Ι´
Psalm 10
(10,1a)
Εἰς τὸ τέλος· ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ.
(1a) Auf das Ende hin; ein Psalm, bezogen auf David.
Expositio 162: Hypothesis
Καὶ τοῦτον μετὰ τὸ περιγενέσθαι τῶν ἐχθρῶν, ᾄδει τὸν ψαλμόν· ἔστι δὲ φρονήματος ἁγιοπρεποῦς παραστατικός: –
Auch diesen Psalm singt er, nachdem er die Feinde überwunden hat. Er trägt aber eine heilige Gesinnung zur Schau.

V1 C M O G P1 V4

Καὶ – παραστατικός] Καὶ τοῦτον τὸν ψαλμὸν ᾄδει μετὰ τὸ περιγενέσθαι τῶν ἐχθρῶν: – V4 || μετὰ τὸ περιγενέσθαι τῶν ἐχθρῶν] μετὰ περιγενέσθαι τὸν ἐχθρὸν M || φρονήματος] φρονήμα τò O || παραστατικός] παραστατικόν P1 M

O: exp. 162 steht allein unter der Kolumne des Psalmtextes und ist zweiteilig (Καὶ – τὸν ψαλμόν; ἔστι – παραστατικός). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:162

(10,1b)
᾿Επὶ τῷ κυρίῳ πέποιθα· πᾶς ἐρεῖτε τῇ ψυχῇ μου
(1b) Auf den Herrn vertraue ich. Wie könnt ihr meiner Seele sagen:
(10,1c)
Μεταναστεύου ἐπὶ τὰ ὄρη ὡς στρουθίον;
(1c) Flieh auf die Berge wie ein Sperling?
Expositio 163:
Πῶς μοι ἐρεῖτε φησὶ φεύγειν ἐπὶ τὰ ὄρη δίκην στρουθίου, καίτοι πεποιθότι ἐπὶ τῷ θεῷ;
Πῶς μοι φησὶ λέγετε φεύγειν ἐπὶ τὰ ὄρη δίκην στρουθίου, καίτοι πεποιθότι ἐπὶ κύριον; ταῦτα ὑπὸ τῶν συμβούλων παραινεῖται ὁ Δαυΐδ: –
Warum, will er sagen, redet ihr zu mir, ich solle auf die Berge fliehen wie ein Sperling, da ich doch auf Gott mein Vertrauen gesetzt habe?
Warum, will er sagen, sagt ihr mir, ich solle auf die Berge fliehen wie ein Sperling, da ich doch auf den Herrn mein Vertrauen gesetzt habe? Dazu aufgefordert wird David von den Ratgebern.

V1 C M O G P1 A1 B1 B2

Πῶς μοι] Tί μοι || φησὶ φεύγειν] φησίν· φεύγην O || δίκην – τῷ θεῷ] στρουθίου δίκην πεποιθότι ἐπὶ τῷ θεῷ M O || δίκην στρουθίου] ὡς στρουθίον B1 B2 || ἐπὶ τῷ θεῷ] ἐπὶ θεῷ P1

A1

(10,2a)
ὅτι ἰδοὺ οἱ ἁμαρτωλοὶ ἐνέτειναν τόξον,
(2a) Denn siehe, die Sünder haben den Bogen gespannt,
(10,2b)
ἡτοίμασαν βέλη εἰς φαρέτραν
(2b) sie haben Pfeile bereitet und in den Köcher gelegt,
Expositio 164:
Τούτοις τοῖς λόγοις εἰς φυγὴν ἠρέθιζον φάσκοντες· εἰ μὴ φύγοι, κατατοξεύειν αὐτὸν τοὺς ἁμαρτωλούς: –
Τούτοις τοῖς λόγοις φεύγειν ἐρεθίζοντες καὶ φάσκ[ο]ντε[ς· εἰ] [μὴ ἂν(?)] φύγ[οι(?)]ς, κατατοξεύῃ ὐπὸ τῶν ἁμ[α]ρ[τω]λῶ[ν] ἐχθρῶν σου:–
Mit diesen Worten stachelten sie ihn zur Flucht, indem sie erklärten, es würden, wenn er nicht die Flucht ergriffe, die Sünder ihn niederchießen.
Mit diesen Worten stachelten sie ihn zur Flucht und erklärten: Wenn du nicht die Flucht ergreifst, wirst du von den Sündern, deinen Feinden, niedergeschossen.

V1 C M O G P1 A1 V5 P7 L2 A3

Τούτοις τοῖς λόγοις] Τούτοις λόγοις O || εἰς φυγὴν ἠρέθιζον] εἰσφυγεῖν ἠρέθιζον M O | φεύγειν ἐρέθιζον V5 P7 L2* A3 | φεύγειν ἠρέθιζον L2corr || φύγοι] φεύγει P1 | φευγοὶ A3* | φεύγοι V5 P7 L2 A3c || αὐτὸν] αὐτῶν V5* P7 L2* A3 | αὐτὸν V5m.sec. L2corr || τοὺς ἁμαρτωλούς] τοῖς ἁμαρτωλοῖς C | post τοὺς ἁμαρτωλούς add. δηλοῖ οὖν τοὺς πονηροὺς λογισμοὺς, βέλη εἶναι τοῦ πονηροῦ: – P1

G V5 P7 L2 A3: exp. 164 und 165 bilden eine Einheit. In V5 P7 L2 A3 wird die zweite Expositio durch ἐν σκοτομήνη (= Ps 10,2c) eingeleitet.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:164

A1

ἐχθρῶν] ἐ*χθρῶν (-θρ- supra lin. add.) A1
(10,2c)
τοῦ κατατοξεῦσαι ἐν σκοτομήνῃ τοὺς εὐθεῖς τῇ καρδίᾳ.
(2c) um in dunkler Nacht niederzuschießen, die aufrichtigen Herzens sind.
Expositio 165:
Ἀντὶ τοῦ λεληθότως· τοιαῦτα γὰρ τῶν νοητῶν ἐχθρῶν τὰ τοξεύματα: –
Anstelle von 'heimlich.' Denn von solcher Beschaffenheit sind die Geschosse der geistigen Feinde.

V1 C O G P1 V5 P7 L2 A3

Ἀντὶ] ... ἐν σκοτομήνῃ (= Ps 10,2c) ante ἀντὶ add. V5 P7 L2 A3 || τοῦ λεληθότως] τοῦ λεληθότος P1 O V5 P7 L2 A3 || τῶν νοητῶν ἐχθρῶν] τῶν ἐχθρῶν O V5 P7 L2 A3

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (τῶν – τοξεύματα).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:165

(10,3a)
ὅτι ἃ κατηρτίσω, καθεῖλον·
(3a) Denn was du geschaffen hast, haben sie vernichtet.
Expositio 166:
Κατήγαγον τὸν ἄνθρωπον φησὶν εἰς φθορὰν, καίτοι ἐπ᾿ ἀφθαρσίᾳ κατηρτισμένον: –
Sie führten den Menschen, will er sagen, in die Verwesung, obschon er für die Unverweslichkeit geschaffen war.

V1 C M O P1 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Κατήγαγον τὸν ἄνθρωπον φησὶν] Κατήγαγον φησὶ τὸν ἄνθρωπον B2 | Κατήνεγκε φησὶν ὁ ἐχθρὸς τὸν ἄνθρωπον P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 || ἐπ᾿ ἀφθαρσίᾳ] ἐν ἀφθαρσίαν O | εἰς ἀφθαρσίαν B2 | ἐπὶ ἀφθαρσίᾳ P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

O: exp. 166 und 168 wurden ineinander verschachtelt. Syrische Version (Epitome): exp. 166 wird vollständig wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:166

(10,3b)
ὁ δὲ δίκαιος τί ἐποίησεν;
(3b) Der Gerechte aber, was hat er getan?
(10,4a)
κύριος ἐν ναῷ ἁγίῳ αὐτοῦ·
(4a) Der Herr ist in seinem heiligen Tempel;
(10,4b)
κύριος, ἐν οὐρανῷ ὁ θρόνος αὐτοῦ.
(4b) der Herr, im Himmel steht sein Thron.
Expositio 167:
Εἰ καὶ οἱ ἐχθροί φησι τὰ τοιάδε ἔδρασαν, ἀλλ᾿ ὁ κύριος ὁ ναὸν ἔχων τὸν οὐρανὸν· ἐξέτασιν τῶν δικαίων καὶ τῶν ἀσεβῶν ποιούμενος· τοῖς μὲν ἀπονέμει τὰ ἀγαθὰ, τοὺς δὲ ταῖς αἰωνίοις, παραπέμπει κολάσεσιν: –
Obschon die Feinde, will er sagen, derartige Dinge getan haben, so erforscht doch der Herr, der den Himmel zum Tempel hat, die Gerechten und die Gottlosen, spendet den einen Gutes und übergibt die anderen den ewigen Strafen.

V1 C M O G1 G2 P1 P5 L1 V5 P7

Εἰ καὶ οἱ ἐχθροί] post Theod. (comm. in Ps 10,3a [PG 80,940 B4–6 sub Ps 10,4]) ἀλλ᾿ ὅμως εἰ καὶ ἐχθροί G1 | Εἰ καὶ ἐχθροὶ L1 || οἱ] supra lin. add. M || τὰ τοιάδε] τὰ τοιαῦτα P1 | τοιαῦτα L1 | ταῦτα V5 P7 || ἀλλ᾿] ἀλλὰ O || ὁ ναὸν ἔχων τὸν οὐρανὸν] ὁ πάντων δεσπότης L1 || ποιούμενος] ποιήσ[ει] G1 || τοῖς μὲν – κολάσεσιν] om. G1 || ἀπονέμει] ἀπονέμεις O || ταῖς αἰωνίοις] ταῖς αἰωνίαις V1 C G P1 | τοῖς αἰωνίοις (sic) M O L1* | ταῖς αἰωνίοις L1corr

V5 P7: exp. 167 und 168–169 bilden eine Einheit (in Ps 10,3). Somit sind exp. 168–169 am falschen Platz. Syrische Übersetzung (Epitome): exp. 166 wird vollständig wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:167

(10,4c)
οἱ ὀφθαλμοὶ αὐτοῦ εἰς τὸν πένητα ἀποβλέπουσιν,
(4c) Seine Augen blicken auf den Bedürftigen,
Expositio 168:
Ὀφθαλμοὺς, τὴν εὐεργετικὴν ἐπισκοπὴν δηλοῖ: –
Ὀφθαλμοὺς δὲ τὴν εὐεργετικὴν αὐτοῦ πρόνοιαν, καὶ τῶν πραγμάτων τὴν ἐξέτασιν: –
Augen nennt er seine wohltätige Aufsicht.
Augen (nennt er) also seine wohltätige Fürsorge, und die Erforschung der Dinge.

V1 O G P1 P5 B2 V5 P7

Ὀφθαλμοὺς] τὸ ἀλάθητον σημαίνει τοῦ θεοῦ· (fons ignotus in Ps 10,4c = PG 27,93 C1; cf. PG 69,793 B9–10) ante ὀφθαλμοὺς δὲ add. P1 | Ὀφθαλμοὺς δὲ etiam V5 P7 || δηλοῖ] om. P1

O: Siehe zu exp. 166. B2: exp. 168 und 169 bilden eine Einheit. Syrische Version (Epitome): exp. 168 wird vollständig wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:168

L1

(10,4d)
τὰ βλέφαρα αὐτοῦ ἐξετάζει τοὺς υἱοὺς τῶν ἀνθρώπων.
(4d) seine Lider prüfen die Menschenkinder.
Expositio 169:
Βλέφαρα δὲ, τὴν κριτικὴν αὐτοῦ πρόνοιαν· καὶ τῶν πραγμάτων ἐξεταστικήν: –
Βλέφαρα δὲ, τὴν κριτικὴν αὐτοῦ ἐπισκοπὴν δηλοῖ: –
Augenlider (nennt er) aber seine urteilende Fürsorge, welche die Dinge untersucht.
Augenlider nennt er aber seine urteilende Aufsicht.

V1 C M O G P1 P5 A2 B2 V5

Βλέφαρα δὲ] Βλέφαρα G P5 || καὶ τῶν πραγμάτων ἐξεταστικήν] om. G B2

Syrische Version (Epitome): exp. 169 wird vollständig wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:169

L1

(10,5a)
κύριος ἐξετάζει τὸν δίκαιον καὶ τὸν ἀσεβῆ,
(5a) Der Herr prüft den Gerechten und den Gottlosen.
(10,5b)
ὁ δὲ ἀγαπῶν ἀδικίαν μισεῖ τὴν ἑαυτοῦ ψυχήν.
(5b) Wer aber Ungerechtigkeit liebt, hasst seine eigene Seele.
(10,6a)
ἐπιβρέξει ἐπὶ ἁμαρτωλοὺς παγίδας,
(6a) Auf die Sünder wird er Schlingen regnen lassen;
(10,6b)
πῦρ καὶ θεῖον καὶ πνεῦμα καταιγίδος ἡ μερὶς τοῦ ποτηρίου αὐτῶν.
(6b) Feuer, Schwefel und Sturmwind sind der Anteil ihres Bechers.
Expositio 170 (Dubium):
Παραδίδο〈ν〉τ〈αι〉 γὰρ τῷ αἰωνίῳ πυρὶ ὅτε ἐπιβρέξει ἐπὶ ἁμαρτωλοὺς παγίδα· πῦρ καὶ θεῖον· ἅπερ ἐστὶν ἡτοιμασμένα: –
Denn sie werden dem ewigen Feuer ausgeliefert, wenn er auf die Sünder Schlinge, Feuer und Schwefel regnen lassen wird, welche dazu bereitet worden sind.

A1

Παραδίδο〈ν〉τ〈αι〉] Παραδίδοτ* (erat -ε) A1

V4 (f. 15r): Folgende Erklärung wird Athanasius zugeschrieben: Τουτέστι σκάνδαλα καὶ προσκόμματα ἐπ᾿ αὐτοὺς ἀποστελεῖ. Es müsste sich aber um den Anfang aus der Erklärung des Hesychius (comm. magnus in Ps 10,6a–b1; ineditum) handeln. Zeuge davon ist Typus III (Zuschreibung: Hesychius); cf. z.B. P6 (f. 33r).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:170

(10,7a)
ὅτι δίκαιος κύριος καὶ δικαιοσύνας ἠγάπησεν,
(7a) Denn gerecht ist der Herr, und Gerechtigkeit hat er geliebt,
(10,7b)
εὐθύτητα εἶδεν τὸ πρόσωπον αὐτοῦ.
(7b) Aufrichtigkeit hat sein Angesicht gesehen.
Expositio 171 (Dubium):
Ὅτι δίκαιος κύριος, καὶ οὐδὲν ἐν αὐτῷ ἔστιν ἄδικον· ἀλλὰ πάντας δικαίως κρίνει· καὶ τὸ πρόσωπον αὐτοῦ ὅλα εὐθεῖα, καὶ οὐδὲν κατὰ προσωποληψίαν βλέπει: –
Denn der Herr ist gerecht und nichts ist in ihm das ungerecht ist. Im Gegenteil, er richtet jeden mit Gerechtigkeit und sein Angesicht blickt die gesamten Dinge gerade und nichts mit Bevorzugung an.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:171

Psalm 11
(11,1)
Εἰς τὸ τέλος, ὑπὲρ τῆς ὀγδόης· ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ.
(1) Auf das Ende hin, über die Achte. Ein Psalm bezogen auf David.
Expositio 172:
Εἴρηται περὶ τῆς ὀγδόης ἐν τῷ ἕκτῳ ψαλμῷ· εὔχεται δὲ ῥυσθῆναι τῆς γενεᾶς τῆς πονηρᾶς· αὕτη δὲ ἂν εἴη ἡ γενεὰ, ἡ ἐπὶ τοῦ σωτῆρος ἡμῶν Χριστοῦ· περὶ ἧς αὐτὸς ἔλεγεν· ἄνδρες νινευῗται ἀναστήσονται καὶ κατακρινοῦσι τὴν γενεὰν ταύτην: –
Εἴρηται περὶ τῆς ὀγδόης καὶ ἐν τῷ ἕκτῳ ψαλμῷ ὥς ἐστιν ἡ τοῦ Χριστοῦ ἀνάστασ[ι]ς· εὔχεται δὲ ῥυσθῆναι τῆς γενεᾶς τῆς πονηρᾶς· αὕτη δὲ ἂν εἴη ἡ γενεὰ, ἡ ἐπὶ τοῦ σωτῆρος ἡμῶν Ἰησοῦ Χριστοῦ· περὶ ἧς αὐτὸς ἔλεγεν· ἄνδρες νινευῗται ἀναστήσονται καὶ κατακρινοῦσι τὴν γενεὰν ταύτην: –
Über die Achte ist gesprochen worden bei dem sechsten Psalm. Nun aber fleht er, von der bösen Generation befreit zu werden. Diese Generation wäre aber jene zur Zeit unseres Erlösers Jesus Christus, von der er selbst sagte: 'Ninevitischen Männer werden aufstehen und diese Generation verurteilen.' [cf. Mt 12,41]
Über die Achte ist gesprochen worden auch bei dem sechsten Psalm, dass (diese) die Auferstehung Christi ist. Nun aber fleht er, von der bösen Generation befreit zu werden. Diese Generation wäre aber jene, die zur Zeit unseres Erlösers Jesus Christus (lebte), von der er selbst sagte: 'Ninevitischen Männer werden aufstehen und diese Generation verurteilen.' [cf. Mt 12,41]

V1 C P1 P5 V4 B1 V5 P7

Εἴρηται – ψαλμῷ] om. V4 || περὶ] τὰ περὶ P5 V5 P7 || τῆς γενεᾶς] ἀπὸ τῆς γενεᾶς B1 | ἐκ τῆς γενεᾶς V5 P7 || αὕτη δὲ ἂν εἴη] αὕτη δ᾿ ἂν εἴη B1 | αὐτὴ δὲ ἀνθεῖ V5 P7 || ἡ γενεὰ] γενεὰ V1 C P1 V4 || σωτῆρος ἡμῶν] σωτῆρος B1 V5 P7 || Χριστοῦ] Ἰησοῦ Χριστοῦ P1 || περὶ – τὴν γενεὰν ταύτην] om. V4 || αὐτὸς] αὐτοῖς V5 P7 || ἄνδρες νινευῗται ἀναστήσονται] νινευήται ἀναστήσονται ἄνδρες B1 || κατακρινοῦσι] κρινοῦσι P5

V4: Die am Anfang und am Ende abgekürzte exp. 172 liegt in Umarbeitung vor: Εὔχεται ῥυσθῆναι τῆς γενεᾶς τῆς πονηρᾶς· τῆς λυττησάσης κατὰ τοῦ σωτῆρος ἡμῶν (f. 15v). Das Thema der Auferstehung in Zusammenhang mit der Achte wird im dem dieser Hypothesis vorangestellten Auszug aus Asterius (hom. 20,3–4 in Ps. 11 [154,4–5.7–13 Richard] in Ps 11,1; hier Iohannes Chrysostomus zugeschrieben) erneut behandelt. Aus diesem Grund wurde der Anfang der Hypothesis gestrichen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:172

A1

περὶ] ὐπὲρ A1* | περὶ A1c
(11,2a)
Σῶσόν με, κύριε, ὅτι ἐκλέλοιπεν ὅσιος,
(2a) Rette mich Herr, denn der Fromme ist verschwunden,
(11,2b)
ὅτι ὠλιγώθησαν αἱ ἀλήθειαι ἀπὸ τῶν υἱῶν τῶν ἀνθρώπων.
(2b) denn die Wahrheiten haben abgenommen unter den Menschenkindern.
(11,3a)
μάταια ἐλάλησεν ἕκαστος πρὸς τὸν πλησίον αὐτοῦ,
(3a) Nichtiges redete ein jeder zu seinem Nächsten,
Expositio 173:
Τὰς κατὰ τοῦ σωτῆρος συνάγων ἐπιβουλάς: –
Indem ein jeder die Anschläge gegen den Erlöser antreibt.

V1 C G P1 P5 A1 A2 V4 B1 B2 V5a P7a V5b P7b L2a A3a L2b A3b

τοῦ σωτῆρος] τοῦ σωτῆρος ἡμῶν P1 B2 || συνάγων] om. A2 || ἐπιβουλάς] post ἐπιβουλὰς add. τὲ καὶ ἔνεδρα B1 | post ἐπιβουλὰς add. τοῦτο λέγει A1

A2 V4: exp. 173 mit Hesychius (comm. brevis in Ps 11,2b [17 Jagić]) verbunden (in Ps 11,3a). V5 P7 L2 A3: exp. 173 kommt zweimal vor (in Ps 11,2 und in Ps 11,3). exp. 173 V5b P7b Lb A3b ist mit der erwähnten Erklärung des Hesychius verbunden. Sie muss daher aus der Tradition des Typus XIV (A2 V4) entnommen worden sein.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:173

(11,3b)
χείλη δόλια ἐν καρδίᾳ καὶ ἐν καρδίᾳ ἐλάλησαν.
(3b) (ihre) Lippen sind betrügerisch im Herzen, und im Herzen redeten sie.
Expositio 174:
Ὅτι διδάσκαλον αὐτὸν ἀποκαλοῦντες καὶ ἀγαθὸν, ἕτερα ἐβουλεύοντο περὶ αὐτοῦ: –
Denn während sie ihn Lehrer und gut nannten, ersannen sie andere Pläne über ihn. [cf. Mc 10,17 et Lc 18,18]

V1 C G P1 P5 A1 A2 L1 V5 P7 L2 A3

αὐτὸν – ἀγαθὸν] ἀποκαλοῦντες αὐτὸν καὶ ἀγαθὸν A1 A2 | αὐτὸν ἀπεκάλουν L1 || ἕτερα ἐβουλεύοντο] ἕτερα βουλεύονται P5 | καὶ ἕτερα ἐβουλεύοντο ἐν καρδίαις L1

V5 P7 L2 A3: exp. 174 mit Hesychius (schol. nr. 4 in Ps 11,3b [Antonelli; PG 27,685]) verbunden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:174

(11,4a)
ἐξολεθρεύσαι κύριος πάντα τὰ χείλη τὰ δόλια
(4a) Ausrotten möge der Herr alle betrügerischen Lippen
(11,4b)
καὶ γλῶσσαν μεγαλορήμονα
(4b) und die großsprecherische Zunge,
(11,5a)
τοὺς εἰπόντας· τὴν γλῶσσαν ἡμῶν μεγαλυνοῦμεν,
(5a) (derjenigen), die sagen: Wir wollen unsere Zunge groß machen,
Expositio 175:
Πῶς γὰρ οὐ μεγαλορήμων ἡ γλῶσσα ἐκείνη· ἡ τολμήσασα τῷ σωτῆρι λέγειν· ἐν ποίᾳ ἐξουσίᾳ ταῦτα ποιεῖς; καὶ τίς σοι ἔδωκεν τὴν ἐξουσίαν ταύτην; : –
Denn wie ist nicht jene Zunge großsprecherisch, die gewagt hat, zum Erlöser zu sagen: 'In welcher Vollmacht tust du diese Dinge? Und wer gab dir diese Vollmacht?' [Mc 11,28]

V1 C G P1 P5 A1 A2 V4 B1 B2 V5 P7 L2 A3

οὐ μεγαλορήμων] οὐ μεγαλορῆμον εἶ B1 | οὐ μεγαλορημονεῖ B2 | οὐ μεγαλορήμων L2* | οὐ μεγαλορρήμων L2corr || ἡ γλῶσσα] γλῶσσα B2 || ἡ τολμήσασα τῷ σωτῆρι] om. G | ἡ τολμῶσα τῷ κυρίῳ (-ῶ- in ras. circ. III litt. B1; erat τολμήσασα?) B1 B2 V5 P7 L2 A3 || καὶ τίς – ταύτην] om. B1 || ἔδωκεν] ἔδω- supra lin. add. A1 || τὴν ἐξουσίαν ταύτην] τὴν ἐξουσίαν B2

V4: exp. 175 mit Hesychius (comm. brevis in Ps 11,4b [17 Jagić]) verbunden (f. 15v). Diese zwei Erklärungen sind in A2 getrennt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:175

(11,5b)
τὰ χείλη ἡμῶν παρ᾽ ἡμῶν ἐστιν·
(5b) unsere Lippen gehören uns.
Expositio 176:
Ὡς τοῦτο διανοουμένων· τὸ ἐξουσίαν ἔχειν, πᾶν ὅ τι ἂν βούλοιντο εἰπεῖν κατὰ τοῦ σωτῆρος: –
Als ob sie dies meinten, Vollmacht zu haben, alles gegen den Erlöser zu sagen, was sie nur immer wollen.

V1 C M G P1 P5 A1 V5 P7 L2 A3

Ὡς τοῦτο διανονουμένων] τοῦτο διακονουμένων V1 C G M | Ὡς τοῦτο διακονουμένων ἐκείνων P5 | Ὡς τοῦτο διανοουμένων ἐκείνων A1 | Ὡς τούτων διανοουμένων V5 P7 L2 A3 || τὸ ἐξουσίαν] inter τὸ et ἐξουσίαν add. ἐτάζω σωτήριον ἐμφανὲς· καὶ διδάσκων ὡς ἀληθῶς (= Theodoretus, comm. in Ps 11,6 [PG 80,944 B13–14]) M || πᾶν – εἰπεῖν] εἰπεῖν, ὅ τι ἂν βούλονται A1 || βούλοιντο] βούλοιτο M | βούληται V5 P7 L2*(?) A3 | βούλωνται L2corr || κατὰ τοῦ σωτῆρος] κατὰ τοῦ σωτῆρος Χριστοῦ V5 P7 L2 A3

P1: exp. 176 und 177 bilden eine Einheit nach Ps 11,5.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:176

(11,5c)
τίς ἡμῶν κύριός ἐστιν;
(5c) Wer ist unser Herr?
Expositio 177:
Ὅμοιον τὸ 'τοῦτον δὲ οὐκ οἴδαμεν πόθεν ἐστίν' : –
Gleich ist die Stelle 'von diesem aber wissen wir nicht, woher er ist.' [Ioh 9,29]

V1 C G P1 P5 A1 B2

Ὅμοιον τὸ] ... τὸ δὲ τίς ἡμῶν κύριος ἐστὶν, ante ὅμοιον τὸ add. P1 | Ὅμοιον τῷ V1 G P5 | Ὅμοιον B2

P1: Siehe zu exp. 176.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:177

(11,6a)
Ἀπὸ τῆς ταλαιπωρίας τῶν πτωχῶν
(6a) Wegen des Elends der Armen
(11,6b)
καὶ ἀπὸ τοῦ στεναγμοῦ τῶν πενήτων
(6b) und wegen des Seufzens der Bedürftigen,
(11,6c)
νῦν ἀναστήσομαι, λέγει κύριος,
(6c) will ich nun aufstehen, spricht der Herr.
Expositio 178:
Πτωχοὺς μὲν καὶ πένητας τοὺς κατὰ πνεῦμα λέγει· ὧν καὶ τοῦ στεναγμοῦ ἀκούσας, ἀναστήσομαι φησίν: –
Armen und Bedürftigen nennt er die nach dem Geist. [cf. Mt 5,3] Sobald ich das Seufzen von ihnen höre, sagt er, werde ich aufstehen.

V1 C M P1 P5 A1 A2 V4 B2 L2 A3

Πτωχοὺς] evanidum A2 || μὲν] δὲ P1 | Πτωχοὺς L2 A3 || τοὺς κατὰ πνεῦμα λέγει] τοὺς συντετριμμένους τῷ πνεύματι λέγει (cf. Iohannes Chrys., exp. in Ps. 9 [PG 55,130, l. 43–47] in Ps 9,13b; cf. etiam Idem, exp. in Ps. 139 [PG 55,426, l. 18–20] in Ps 139,13–14) A2 V4 L2 A3 || τοῦ στεναγμοῦ ἀκούσας] τοῦ στεναγμοῦ εἰσακούσας P5 | τοὺς [στεναγμοὺς(?)] [εἰσ(?)][α]κ[ούσ]α[ς] A2 | τοὺς στεναγμοὺς εἰσακούσας V4 L2 A3

A2 V4: in exp. 178 scheint eine oder sogar zwei Stellen aus Iohannes Chrysostomus eingefügt worden zu sein. Dieser Text wurde in der Folge ihm zugeschrieben (☧). V5 P7: exp. 178 ausgelassen. L2 A3: exp. 178, auch hier Iohannes Chrysostomus zugeschrieben, stammt eindeutig aus der Tradition des Typus XIV (A2 V4).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:178

(11,6d)
θήσομαι ἐν σωτηρίῳ (v.l.), παρρησιάσομαι ἐν αὐτῷ.
(6d) Ich werde (sie) unter einen Rettungsschirm stellen, offen werde ich sprechen in ihm.
Expositio 179:
Τουτέστιν, φανερὸν πᾶσι καταστήσω τὸ σωτήριον· καὶ ἐξάκουστον παρασκευάσω γενέσθαι· ἐκηρύχθη γὰρ εἰς πᾶσαν τὴν γῆν: –
Das heißt, ich werde den Rettungsschirm als sichtbar für alle aufstellen, und ich werde dafür sorgen, dass davon hörbar wird. Es wurde nämlich auf der ganzen Erde verkündet.

V1 C M G P1 P5 A1 A2 V4 V5 P7 L2 A3

Τουτέστι] om. A2 V4 V5 P7 L2 A3 || πᾶσι καταστήσω] πᾶσι* (ut vid.) κατασκευάσω A1 || τὸ] fort. τῶ A1* || ] [ὃ(?)] A1 | om. P5 A2 || παρασκευάσω γενέσθαι] γενέσθαι ποιήσω A1 | παρασκευάσαι γενέσθαι V5 P7 L2* A3 | παρασκευάσω γενέσθαι L2c

urn:cts:etf:psath.expps.grc:179

(11,7a)
τὰ λόγια κυρίου λόγια ἁγνά,
(7a) Die Worte des Herrn sind reine Worte,
(11,7b)
ἀργύριον πεπυρωμένον δοκίμιον τῇ γῇ
(7b) geläutertes Silber, veredelt durch Erde,
(11,7c)
κεκαθαρισμένον ἑπταπλασίως.
(7c) siebenfach gereinigt.
Expositio 180:
Ἀληθεῖς φησὶν οἱ λόγοι, οἱ περὶ τοῦ σωτηρίου ἐπηγγελμένοι· ὥσπερ καὶ τὸ ἀργύριον τὸ πολλάκις χωνευθὲν καθαρόν: –
Ἀληθεῖς φησὶν οἱ λόγοι, οἱ παρὰ τοῦ σωτῆρος ἐπηγγελμένοι· ὡς καὶ τὸ ἀργύριον πολλάκις χωνευθὲν· καθαρόν ἐστιν: –
Wahr, will er sagen, sind die Worte, die über den Rettungsschirm verheißen worden sind, wie auch das Silber, das vielmals geschmolzene, rein ist.
Wahr, will er sagen, sind die Worte, die vom Erlöser verheißen worden sind, wie auch das Silber, das vielmals geschmolzen worden ist, rein ist.

V1 C M G P1 P5 A1 A2 V4 B2

φησὶν] om. M || οἱ λόγοι] [οἱ(?)] [λόγοι] A1 || ἐπηγγελμένοι] -γ-1 in ras. (-γ-2 supra lin. add.) Cc | om. B2 || καὶ τὸ ἀργύριον] τὸ ἀργύριον A1 || τὸ πολλάκις] τὸ πολλαχοῦ M || καθαρόν] om. B2

P1: exp. 180 mit Theodoret (comm. in Ps 11,7 [PG 80,944 C3–5]) verbunden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:180

V5 P7 L2 A3

καὶ τὸ ἀργύριον] τὸ ἀργύριον A3

L2 A3: exp. 180 liegt bei der Kolumne des Psalmtextes (L2: ad Ps 11,7; A3: ad Ps 11,8).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:180par

(11,8a)
σύ, κύριε, φυλάξεις ἡμᾶς
(8a) Du Herr, wirst uns bewachen,
(11,8b)
καὶ διατηρήσεις ἡμᾶς ἀπὸ τῆς γενεᾶς ταύτης καὶ εἰς τὸν αἰῶνα.
(8b) du wirst uns beschützen von dieser Generation an und in Ewigkeit.
(11,9a)
κύκλῳ οἱ ἀσεβεῖς περιπατοῦσιν·
(9a) Ringsum gehen die Gottlosen umher.
Expositio 181:
Διὰ τοῦτο φησὶ φυλάξεις ἡμᾶς, ἐπειδὴ κυκλοῦντες κυκλοῦσιν ἡμᾶς οἱ ἀσεβεῖς· ἐπιβουλεύοντες τῇ ἡμῶν σωτηρίᾳ· οὗτοι δὲ ἂν εἶεν, αἱ ἀντικείμεναι δυνάμεις: –
Deshalb, sagt er, wirst du uns bewachen, weil die Gottlosen in einem Kreis uns umkreisen, um gegen unseren Heil Pläne zu schmieden. Diese aber wären wohl die feindlichen Mächte.

V1 C M G P1 P5 A1 A2 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Διὰ – εἶεν] om. A2 || φυλάξεις] φυλάξαις C G | post φυλάξεις add. καὶ διατηρήσεις (διατηρήσαις C) ἡμᾶς V1 C P1 || κυκλοῦντες] om. A1 || ἐπιβουλεύοντες] καὶ ἐπιβουλεύοντες V1 G | ἐπιβουλεύονται P6 || τῇ ἡμῶν σωτηρίᾳ] τὴν ἡμῶν σωτηρίαν A1 L1 || οὗτοι δὲ ἂν] οὗτοι δ᾿ ἂν M L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 | αὐτοὶ δὲ ἂν A1 || αἱ ἀντικείμεναι δυνάμεις] αἱ ἀντικείμεναι δυνάμεις καὶ πονηραί P1 | αἱ ἀντικείμεναι καὶ πονηραὶ δυνάμεις P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 | αἱ ἐναντίαι δυνάμεις L1

V5 P7 L2 A3: exp. 181 stammt aus der Tradition des Typus III (P6 Z N2).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:181

(11,9b)
κατὰ τὸ ὕψος σου ἐπολυώρησας τοὺς υἱοὺς τῶν ἀνθρώπων.
(9b) Deiner Höhe entsprechend hast du den Menschenkindern viele Stunden gewährt.
Expositio 182:
Ὕψος μὲν, τὴν δύναμιν λέγει· πολυωρίαν δὲ, τὴν πολυχρονιότητα· ἵνα ᾖ τὸ λεγόμενον τοιοῦτον· διὰ τῆς σῆς ἰσχύος πολυχρονιότητα καὶ αἰώνιον ζωὴν ἡμῖν δέδωκας· μετὰ γὰρ τὴν σωτήριον ἀνάστασιν, εἰς ἀπεράντους αἰῶνας τὰ τῆς ζωῆς ἡμῖν ἐκτείνεται: –
'Höhe' nennt er die Kraft, aber die 'vielen Stunden' die lange Zeit, so dass das, was gesagt wird, folgendermaßen gemeint ist: Durch deine Stärke hast du uns eine lange Zeit und ein ewiges Leben gegeben. Denn nach der erlösenden Auferstehung werden für uns die Lebensumstände in endlose Zeiten ausgedehnt.

V1 C M G P1 P5 A1 A2 V4 B1 P3 B2 V5 P7 L2 A3

Ὕψος – τοιοῦτον] om. G A2 V4 || Ὕψος μὲν] Ὕψος B2 || τὴν πολυχρονιότητα] πολυχρονιότητα M || ἵνα ᾖ] ἵν᾿ ἦ B1 B2 P3 V5 P7 L2 A3 || τὸ λεγόμενον τοιοῦτον] τοιοῦτον V5 P7 L2 A3 || τοιοῦτον] τοιοῦτο V1 C | τοῦτο P5 | τοιοῦτον: ἐξῆς B1 | τοῦτο ἔξης· P3 | τοῦτο ἐξεῖς· A1* | τοῦτο ἑξῆς· A1m.sec. || διὰ τῆς σῆς ἰσχύος] διὰ τῆς σῆς ἰσχύος καὶ δυνάμεως A2 V4 | διὰ τῆς ἰσχύος B2 V5 P7 || καὶ αἰώνιον – δέδωκας] καὶ αἰώνιον ἡμῖν ζωὴν δέδωκας C P1 P3 | ἡμῖν δέδωκας G | αἰώνιον τε ζωὴν ἡμῖν δέδωκας P5 || δέδωκας] post δέδωκας add. ἢ ὕψος λέγει, ὅτι ὁμοίους σου ἐποίησας· ὡς ἀνθρώπῳ δυνατόν· ἢ ὅτι πολλῆς φροντίδος ἠξίωσας (cf. Iohannes Chrys., exp. in Ps. 11 [PG 55,148, l. 22–23] in Ps 11,8–9 et Evagrius, schol. nr. δ´ in Ps 11,9b [350 Rondeau – Géhin – Cassin]) V5 P7 L2 A3 || μετὰ – ἐκτείνεται] om. B1 B2 P3 A2 V4 V5 P7 L2 A3 || τὰ – ἐκτείνεται] [ἡ] ζ[ωὴ] ἡμ[ῶν] [ἐκτείνεται(?)] A1 || ἡμῖν] ἡμῶν P5

V5 P7 L2 A3: exp. 182 fehlt der Schlusssatz. Dieser wurde durch zwei Erklärungen ersetzt, die beide mit ἢ eingeleitet sind. Die zweite Erklärung – das Scholion des Evagrius – findet sich in V4 (f. 16r) als selbständige Erklärung (Origenes zugeschrieben) unmittelbar nach exp. 182. Montfaucon: Die vollständig wiedergegebene exp. 182 (aus P1) ist um den fremden Zusatz aus P7 erweitert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:182

Psalm 12
(12,1)
Εἰς τὸ τέλος· ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ.
(1) Auf das Ende hin. Ein Psalm, bezogen auf David.
Expositio 183: Hypothesis
Τοῦτον ᾄδει τὸν ψαλμὸν ἐν μετανοίᾳ τοῦ ἁμαρτήματος γεγονὼς· ἅμα δὲ καὶ τὸ σωτήριον ἡμῖν εὐαγγελιζόμενος· δι᾿ οὗ ἐλάβομεν ὑπογραμμὸν, πῶς δεῖ ἡμᾶς ἐν ἁμαρτίᾳ γεγενημένους προσιέναι θεῷ: –
Τοῦτον ᾄδει τὸν ψ[α]λμ[ὸν ὡς ἐκ τῆς ἀνθρω]πότητος· πρὸς τὸν Xριστὸν π[αράκλη]σι[ν]· δ[ιὸ] [καὶ(?)] τὸ σωτήρ[ι]ον ἡμῖν τ[οῦ θεοῦ εὐαγγελίζεται·] ἔσ[τι δὲ καὶ] ὑπογραμμὸς, [πῶς δεῖ ἡμᾶς ἐν ἁμαρτί][αις(?)] γε[νο]μέν[ους] πρ[ο]σιέναι τῷ [θεῷ]: –
Diesen Psalm singt er, als er in der Buße der Sünde war, zugleich verkündet er uns auch die Erlösung. Durch diesen (Psalm) haben wir ein Muster erhalten, wie wir, wenn wir in der Sünde gewesen sind, vor Gott hintreten sollen.
Diesen Psalm singt er wie in Person der Menschheit, ein Hilferuf an Christus. Deshalb verkündet er uns auch die Erlösung Gottes. Es ist aber auch ein Muster, wie wir, in den Sünden gewesen, vor Gott hintreten sollen.

V1 C M G P1 P5 V4 B1 P6 Z V5 P7

Τοῦτον] ... τοῦτον δὲ M | Τοῦτον δὴ B1 || ᾄδει τὸν ψαλμὸν] τὸν ψαλμὸν ᾄδει C P1 | τὸν ψαλμὸν B1 || ἐν μετανοίᾳ τοῦ ἁμαρτήματος] ἐν μετανοία τοῦ ἀπαντήματος P6 Z || ἅμα δὲ καὶ] ἅμα τὲ καὶ V5 P7 || τὸ σωτήριον – ὑπογραμμὸν] διδάσκει V4 V5 P7 || τὸ σωτήριον ἡμῖν εὐαγγελιζόμενος] τὸ σωτήριον ἡμῖν τοῦ Χριστοῦ ἐργαζόμενος B1 | τὸ σωτήριον ἡμῖν ἐργαζόμενος P6 Z || ἐλάβομεν] λάβωμεν G || ἡμᾶς] om. B1 || ἐν ἁμαρτίᾳ γεγενημένους] ἐν ἁμαρτίαις γενομένους P1 B1 P6 Z V4 V5 P7 || προσιέναι θεῷ] προσιέναι τῷ θεῷ P1 P5 B1 P6 Z | προϊέναι θεῷ M

V1 C G P5 Z: Da γεγονώς· mit Akut sich von dem, was folgt, abhebt, scheint mit ἅμα δὲ καὶ ein neuer Satz zu beginnen. Infolgedessen verbinden diese Zeugen εὐαγγελιζόμενος (bzw. ἐργαζόμενος) mit δι᾿ οὗ (durch Hypostigme oder Mese). So ist δι᾿ οὗ nicht auf den Psalm (τὸν ψαλμὸν) an sich zu beziehen, sondern auf τὸ σωτήριον. Diese zweite Auffassungsmöglichkeit scheint weniger sinnvoll (siehe die Version von A1). Die anderen Zeugen verbinden γεγονὼς mit dem, was folgt: durch Mese (γεγονῶς· P1 | γεγονὼς· V5 P7) oder durch Hypostigme (γεγονῶς. B1 | γεγονὼς. V4) oder ohne Pause (γεγονὼς P6). M: Theodoret (comm. in Ps 12,1 [PG 80,945 A2–9]) mit exp. 183 verbunden, deshalb die Einfügung eines δὲ. Theodorets Text weicht in textkritischer Hinsicht von der Tradition des Typus XIX ab. exp. 183 ist hingegen aus dieser Tradition. N2: exp. 183 verloren. V5 P7: exp. 183 aus der Tradition des Typus XIV (V4).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:183

A1

(12,2a)
Ἕως πότε, κύριε, ἐπιλήσῃ μου εἰς τέλος;
(2a) Wie lange, Herr, wirst du mich völlig vergessen?
Expositio 184:
Ὡς μακρᾶς οὔσης τῆς γινομένης αὐτῷ διὰ τὴν ἁμαρτίαν ἐν τῇ μετανοίᾳ πρὸς θεὸν προσόδου : –
Weil der Weg zu Gott hin, der ihm wegen der Sünde in der Buße vorliegte, ein langer war.

V1 C M G P1 P5 A1 A2 V4 B1 V5 P7

Ὡς μακρᾶς οὔσης] Ὡς μικρᾶς οὔσης B1 | Ὡς μακρὰν οὔσης πολὺ A1 || τῆς γινομένης] τῆς γενομένης B1 | τῆς γεινομένης A1* | τῆς γινομένης A1m.sec. || πρὸς θεὸν] πρὸς τὸν θεὸν A1 || προσόδου] προσώπoυ M | προόδου P5 | προόδῳ A2 V4 | παρόδου (ut vid.) corr. V5m.sec. | παροδ(ου) P7

urn:cts:etf:psath.expps.grc:184

(12,2b)
ἕως πότε ἀποστρέψεις τὸ πρόσωπόν σου ἀπ᾿ ἐμοῦ;
(2b) Wie lange wirst du dein Angesicht von mir abwenden?
(12,3a)
ἕως τίνος θήσομαι βουλὰς ἐν ψυχῇ μου,
(3a) Wie lange soll ich (mir) Gedanken machen in meiner Seele,
(12,3b)
ὀδύνας ἐν καρδίᾳ μου ἡμέρας;
(3b) Kummer (haben) in meinem Herzen am Tage?
Expositio 185:
Ἀνιῶμαι γάρ φησι βουλευόμενος κατὰ ψυχὴν· μήπως ἄρα ἐν τῇ ἁμαρτίᾳ ἀποθανοῦμαι· καὶ τοῦτό ἐστιν μάλιστα ὀδύνας μου τῇ ψυχῇ παρασκευάζει: –
Denn ich quäle mich ab, sagt er, indem ich in meiner Seele zu Rate gehe, ob ich nicht etwa in der Sünde sterben werde. Und das ist es, was meiner Seele am allermeisten Kummer bereitet.

V1 C M G P1 P5 A1 B1 P3 B2 L1 P6 Z V5 P7 L2 A3

Ἀνιῶμαι] Αἰνίωμαι V1 | Ἀνίομαι P1 A1 | Ἀνίω P3 | Ἀεὶ L1 || γάρ φησι] φησὶν P3 | om. V5 P7 L2 A3 || βουλευόμενος] βουλόμενος V5 P7 || ἐν τῇ ἁμαρτίᾳ] ἐν τῇ ἁμαρτίᾳ μου A1 || καὶ τοῦτό ἐστιν – παρασκευάζει] om. M || ] ὃ in lin. add. L1corr | ὃ supra lin. add. A3 | ὁ P3 || ὃ μάλιστα] μάλιστα ὃ B1 B2 A1 || ὀδύνας μου τῇ ψυχῇ] ὀδύνας μοι τῇ ψυχῇ P3 L1 | ὁδυνᾶσθαί μου τῇ ψυχῇ B2* | ὁδυνᾶσθαί μου τὴν ψυχὴν (ut vid.) B2c A1 | ὁδυνᾶσθαί μου τὴν ψυχὴν A1 | τῇ ψυχῇ μου· ὀδύνας V5 P7 L2 A3 || παρασκευάζει] παρασκευάζη L1* | παρασκευάζει L1corr | κατασκευάζει P6 Z

N2: exp. 185 verloren.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:185

(12,3c)
ἕως πότε ὑψωθήσεται ὁ ἐχθρός μου ἐπ᾿ ἐμέ;
(3c) Wie lange wird sich mein Feind über mich erheben?
Expositio 186:
Εἰ γὰρ θεοσεβούντων ταπεινοῦται, δηλονότι ἁμαρτανόντων ὑψοῦται: –
Εἰ γὰρ θεοσεβούντων ἡμῶν οἱ δαίμονες ταπεινοῦνται· δηλονότι ἁμαρτανόντων ὑψοῦνται:–
Denn wenn er, während wir Gott verehren, erniedrigt wird, wird er offenbar, während wir sündigen, erhöht.
Denn wenn die Dämonen, während wir Gott verehren, erniedrigt werden, offenbar werden sie, während wir sündigen, erhöht.

V1 C M G P1 P5 A1 B1 P6 Z V5 P7 L2 A3

Εἰ γὰρ – ὑψοῦται] Εἰ γὰρ θεοσεβούντων ταπεινοῦνται ἀνθρώπων ὅτι ἁμαρτανόντων ὑψοῦται: – M || θεοσεβούντων] θεοσεβούντων ἡμῶν P6 Z V5 P7 L2 A3 || ταπεινοῦται] post ταπεινοῦται add. ὁ ἐχθρὸς ἡμῶν διάβολος P1 | post ταπεινοῦται add. ὁ ἐχθρός B1 P6 Z V5 P7 L2 A3

Z: exp. 186 mit Hesychius (comm. magnus in Ps 12,3c [PG 93,1184 C8–11]) verbunden. P6 hat die zwei Erklärungen noch getrennt. N2: exp. 186 verloren. V5 P7: Die erwähnte Verbindung ist hier wiederzufinden. exp. 186 ist offensichtlich aus der Tradition des Typus III (nahe Z). Montfaucon: exp. 186 mit Hesychius verbunden (aus P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:

urn:cts:etf:psath.expps.grc:186

A1

A1: Hier ist eine Fassung von exp. 186 bezeugt, in der das Subjekt, d.h. die Dämonen, explizit gemacht wird (in P1 ist es der Teufel). Ob es sich dabei um sekundäre Erweiterungen handelt oder ob die anderen Zeugen die ältere Fassung bewahrt haben, ist schwer zu beurteilen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:186par

(12,4a)
ἐπίβλεψον, εἰσάκουσόν μου, κύριε ὁ θεός μου·
(4a) Blicke herab, höre mich an, Herr mein Gott.
(12,4b)
φώτισον τοὺς ὀφθαλμούς μου, μήποτε ὑπνώσω εἰς θάνατον,
(4b) Erleuchte meine Augen, damit ich nicht in den Tod entschlafe,
Expositio 187:
Tοὺς τῆς διανοίας δηλονότι: –
Offensichtlich die (Augen) des Geistes.

V1 C P1 P5 A1 A2 V4

Tοὺς – δηλονότι] Tοὺς τῆς διανοίας ὀφθαλμοὺς δηλονότι: – C | ... ὀφθαλμοῦς τοὺς τῆς διανοίας δηλοῖ: – P1 | Ὀφθαλμοὺς τοὺς τῆς διανοίας λέγ[ει]: – A1

P1: exp. 187 mit Evagrius (schol. nr. β´ in Ps 12,4b [352 Rondeau – Géhin – Cassin]) verbunden. A1: exp. 187 mit einer überarbeiteten Stelle aus Basilius von Caesarea (prol. 7 = De iudicio Dei [PG 31,656 D3–657 A7; 657 A12–B5] in Rom 1,28–29 et Ps 12,4b) verbunden. Bei dieser Verbindung wurde die Expositio möglicherweise leicht angepasst.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:187

(12,5a)
μήποτε εἴπῃ ὁ ἐχθρός μου Ἴσχυσα πρὸς αὐτόν·
(5a) damit nicht mein Feind sagt: Ich habe Gewalt über ihn gewonnen,
(12,5b)
οἱ θλίβοντές με ἀγαλλιάσονται, ἐὰν σαλευθῶ.
(5b) Meine Bedränger werden jubeln, wenn ich wanke.
(12,6a)
ἐγὼ δὲ ἐπὶ τῷ ἐλέει σου ἤλπισα,
(6a) Ich aber habe auf dein Erbarmen meine Hoffnung gesetzt.
(12,6b)
ἀγαλλιάσεται ἡ καρδία μου ἐπὶ τῷ σωτηρίῳ σου·
(6b) Mein Herz wird jubeln über deine Erlösung.
Expositio 188:
Θαρρῶ φησὶν ἁμαρτίας ἄφεσιν δέξασθαι, τῷ ἐλέει προσανέχων τῷ σῷ· διὸ καὶ τὸ σωτήριον δέδωκας πᾶσιν ἀνθρώποις· ὅπερ σωτήριον ἀγαλλιᾶσθαι παρασκευάσει μου τὴν καρδίαν, τὴν πάλαι ὀδυνωμένην διὰ τὴν ἁμαρτίαν: –
Ich vertraue darauf, sagt er, Erlass der Sünde zu erlangen, indem ich auf dein Erbarmen zuhalte. Deswegen hast du auch das Heilmittel allen Menschen gegeben. Eben dieses Heilmittel wird meinem Herzen, das davor wegen der Sünde schmerzbeladen war, Jubeln bereiten.

V1 C M P1 P5 A1 A2 V4 B2

Θαρρῶ – τῷ σῷ] Θαρρῶν φησὶ τῆς ἁμαρτίας δέξασθαι τὴν συγχώρησιν, τῷ ἐλέει προσανέχω τῷ σῷ A2 V4 || ἁμαρτίας ἄφεσιν δέξασθαι] τὴν ἁμαρτίαν ἐκδύσασθαι B2 | ἄφεσιν τῆς ἁμαρτίας δέξασθαι A1 || διὸ] δι᾿ οὗ C P1 || ὅπερ – τὴν καρδίαν] ὅπερ σωτήριον παρασκευάσει, ἀγαλλιᾶσθαί μου τὴν καρδίαν A1 A2 V4 | ὅπως παρασκευάσῃ ἀγαλλιᾶσθαί μου τὴν καρδίαν B2 || μου] μοι M || τὴν πάλαι] πάλαι A1 || ὀδυνωμένην] ὁδυναμένην P1

Randkatenen: exp. 188 mit Ps 12,6a (V1) bzw. Ps 12,6a–b (B2) bzw. Ps 12,6 (A2 V4 [wie es scheint]) verbunden. M verbindet sie nicht. Textkatenen: exp. 188 nach Ps 12,6a (C P1 P5) bzw. nach Ps 12,6 (A1). M: exp. 188 mit Theodoret (comm. in Ps 12,6a et in Ps 12,6b [PG 80,945 D3–948; 948 A2–5]) verbunden. Auch Theodorets Erklärungen stammen aus der Tradition des Typus XIX.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:188

(12,6c)
ᾄσω τῷ κυρίῳ τῷ εὐεργετήσαντί με
(6c) Singen will ich dem Herrn, der mir Gutes erweist,
(12,6d)
καὶ ψαλῶ τῷ ὀνόματι κυρίου τοῦ ὑψίστου.
(6d) und spielen will ich dem Namen des Herrn, des Höchsten.
Psalm 13
(13,1a)
Εἰς τὸ τέλος· ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ.
(1a) Auf das Ende hin. Ein Psalm, bezogen auf David.
Expositio 189: Hypothesis
Διαρρήδην ἐν τῷ παρόντι ψαλμῷ, σαφηνίζει τῶν ἀνθρώπων τὴν εἰς τὸ παντελὲς τῶν ἐπιτηδευμάτων ἀσέβειαν καὶ παρανομίαν· ἵνα τὸ ἀναγκαῖον τῆς ἐπιφανείας ἀνακηρύξῃ Χριστοῦ: –
Mit deutlichen Worten erklärt er im gegenwärtigen Psalm die völlige Gottlosigkeit und Gesetzwidrigkeit der Aktivitäten der Menschen, um die Notwendigkeit der Erscheinung Christi zu verkünden.

V1 C M G P1 P5 A1 V4 B1 V5 P7

Διαρρήδην – τῶν ἀνθρώπων] Διαρρήδην σαφηνίζει ἐν τῷ παρόντι ψαλμῷ V4 V5 P7 || τὴν – παρανομίαν] εἰς τὸ παντελὲς, τῶν ἐπιτηδευμάτων τὴν ἀσέβειαν καὶ τὴν παρανομίαν B1 || ἀσέβειαν καὶ παρανομίαν] ἀσέβειάν τε καὶ παρανομίαν P5 A1 | ἀσέβειαν V4 V5 P7 || ἀνακηρύξῃ] ἀνακηρύξει V1 M A1* | ἀνακηρύξῃ A1c | κηρύξει P1 | κηρυχθῇ B1 || Χριστοῦ] τοῦ Χριστοῦ A1 B1

V5 P7: exp 189 wahrscheinlich aus der Tradition des Typus XIV (nahe V4).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:189

(13,1b)
Εἶπεν ἄφρων ἐν καρδίᾳ αὐτοῦ Οὐκ ἔστιν θεός·
(1b) Ein Törichter sagte in seinem Herzen: Es gibt keinen Gott.
(13,1c)
διέφθειραν καὶ ἐβδελύχθησαν ἐν ἐπιτηδεύμασιν,
(1c) Sie richteten zugrunde und wurden abscheulich durch ihre Aktivitäten.
(13,1d)
οὐκ ἔστιν ποιῶν χρηστότητα, οὐκ ἔστιν ἕως ἑνός.
(1d) Es gibt keinen, der Güte übt, es gibt nicht einmal einen.
(13,2a)
κύριος ἐκ τοῦ οὐρανοῦ διέκυψεν ἐπὶ τοὺς υἱοὺς τῶν ἀνθρώπων
(2a) Der Herr blickte aus dem Himmel herab auf die Menschenkinder,
(13,2b)
τοῦ ἰδεῖν εἰ ἔστιν συνίων ἢ ἐκζητῶν τὸν θεόν.
(2b) um zu sehen, ob es einen gibt, der Einsicht hat, oder einen, der Gott sucht.
Expositio 190:
Ἐπειδὴ μὴ λογισάμενοι φησὶν εἶναι θεὸν ἐφορῶντα τὰ ἀνθρώπινα· καὶ κρίνοντα κρίσει δικαίᾳ, πᾶσαν ἀθεμιτουργίαν εἰργάσαντο· τούτου δὴ χάριν, ὁ κύριος ἐκ τοῦ οὐρανοῦ διέκυψεν· τοῦτο γὰρ σαφῶς τὴν εἰς ἀνθρώπους τοῦ κυρίου πάροδον κατασημαίνει: –
Da sie, sagt er, nicht bedacht haben, dass es einen Gott gibt, der auf die menschlichen Angelegenheiten schaut und mit gerechtem Urteil richtet: Gerade deshalb blickte der Herr aus dem Himmel herab. [Ps 13,2a] Denn das zeigt deutlich die Ankunft des Herrn unter den Menschen.

V1 C M G P1 P5 A1 A2 V4 B1 B2

Ἐπειδὴ] Ἐξουδενώθησαν ἀπερρίφησαν· (= glossa in Ps 13,1c) ante ἐπειδὴ add. B2 || φησὶν εἶναι θεὸν] θεὸν φησὶν εἶναι B1 || τὰ ἀνθρώπινα] τὰ πνευματικὰ B1 || κρίνοντα κρίσει δικαίᾳ] δικαίᾳ κρίσει κρίνοντα G | κρίνοντα [κρ]ί[σ]ιν δικαίαν A1 || πᾶσαν] οὐ πᾶσαν (ut vid.) A1* | πᾶσαν A1corr || ἀθεμιτουργίαν εἰργάσαντο] ἀθεμιτουγίαν εἰργάσαντο M | ἀθεμιτουργίαν, ἣν εἰργάσαντο B1 || τούτου – κατασημαίνει] om. G || τούτου δὴ χάριν] τοῦδε χάριν A2 V4 | τούτου δὴ καὶ B2 || ὁ κύριος] om. V4 || διέκυψεν] διέκυψε* (ut vid.) A1 || τοῦτο – κατασημαίνει] om. B2 || τοῦτο] -ου (per compendium) supra -ο2 add. M | τοῦτο δὲ (-ὲ fort. ex corr. P5) P5 A1 V4 || τὴν – κατασημαίνει] εἰς ἀνθρώπους τοῦ κυρίου παρουσίαν σημαίνει (τοῦ supra lin. add.; παρρουσίαν ante corr.) A1 || τὴν εἰς ἀνθρώπους] καὶ τὴν εἰς [ἀ]νθρώπους A2 | τὴν ἐξ οὐ(ρα)νοὺς (sic) B1 || πάροδον κατασημαίνει] πρóoδον κατασημαίνει P1 | πάραδον (κατα)ση (sic) V4

M: exp. 190 steht nach exp. 191 und exp. 192.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:190

(13,3a)
πάντες ἐξέκλιναν, ἅμα ἠχρεώθησαν,
(3a) Alle sind abgewichen, sind miteinander verdorben worden.
(13,3b)
οὐκ ἔστιν ποιῶν χρηστότητα, οὐκ ἔστιν ἕως ἑνός.
(3b) Es gibt keinen, der Güte übt, es gibt nicht einmal einen.
Expositio 191:
Ἐλθὼν φησὶν ὁ κύριος οὐδένα εὗρε χρηστότητος ἐργάτην, ἀλλὰ γὰρ ὑπεύθυνον πάσῃ πράξει ἀτόπῳ: –
Als der Herr kam, sagt er, fand er keinen Ausübenden der Güte, sondern jeder verkehrten Handlung unterworfen.

V1 C Ma Mb G P1 P5 A1 B1 B2 V5 P7 L2 A3

ὁ κύριος] ὁ Χριστὸς A1 || ἀλλὰ – ἀτόπῳ] in ras. B1 || ἀλλὰ γὰρ ὑπεύθυνον] ἀλλ᾿ ὑπεύθυνον Ma B1 | ἀλλ᾿ ὑπευθύνους Mb || ἀτόπῳ] ἄτοπον V1 | post ἀτόπῳ add. [ἅπαντα λα]ό[ν] G

M: exp. 191 zweimal vorhanden (Ma Mb). Zwischen den beiden Texten ist Evagrius (schol. nr. α´ in Ps 13,1c [354 Rondeau – Géhin – Cassin]). Nach Evagrius folgt eine Einheit bestehend aus exp. 191 (Mb), Ps 13,3c–j und exp. 192.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:191

(13,4a)
οὐχὶ γνώσονται πάντες οἱ ἐργαζόμενοι τὴν ἀνομίαν;
(4a) Werden nicht zur Erkenntnis gelangen alle, die die Gesetzlosigkeit verüben?
Expositio 192:
Καθ᾿ ὑποστιγμὴν ἀναγνωστέον, καὶ ἔξωθεν τὸν κύριον προσληπτέον· ἵνα ᾖ τοῦτο τὸ σημαινόμενον· εἰ καὶ πάντες ἐξέκλιναν· καὶ τὸ ἐποίησαν, οὐ μέλλουσι γινώσκειν τὸν κύριον: –
Man muss gemäß einem Interpunktionszeichen lesen (i.e. nach τὴν ἀνομίαν) und 'den Herrn' von außen (i.e. aus dem Folgenden) hinzufügen, damit dieser der Sinn ist: Wenn alle abgewichen sind und das gemacht haben, werden sie den Herrn nicht erkennen können.

V1 C M G P1 P5 A1 A2 V4 B2 P6 Z V5 P7 L2 A3

Καθ᾿ ὑποστιγμὴν] ... καθ᾿ ὑποστιγμὴν δὲ M || καὶ ἔξωθεν – τὸν κύριον] om. B2 || προσληπτέον] προληπτέον P6 Z || ἵνα – τὸν κύριον] om. V5 P7 L2 A3 || ἵνα – εἰ] om. P6 Z || ἵνα ᾖ] ἵν᾿ ᾖ V4 || τοῦτο τὸ σημαινόμενον] τοῦτο σημαινόμενον G | οὕτως τὸ σημαινόμενον P1 | τοιοῦτον τὸ σημαινόμενον A2 V4 || πάντες] πάντες φησὶν P5 A1 P6 Z A2 V4 || καὶ τὸ ἐποίησαν] καὶ τὸ καὶ τὸ ἐποίησαν G A2 V4 | κα[ὶ τὸ κα]ὶ τὸ ἐποίησαν A1 | καὶ τὸ ἐποίησεν Z

M: Über den Grund für die Einfügung eines δὲ siehe zu exp. 191. N2: exp. 192 verloren. Montfaucon: exp. 192 aus P1 und P6 zusammengestellt und adaptiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:192

(13,4b)
οἱ κατεσθίοντες τὸν λαόν μου βρώσει ἄρτου τὸν κύριον οὐκ ἐπεκαλέσαντο.
(4b) Die, die mein Volk verschlangen (gleich) einer Brotspeise, riefen den Herrn nicht an.
Expositio 193:
Κατήσθιον γὰρ τὸν λαὸν αὐτοῦ, ἀναπείθοντες προσκυνεῖν τῇ κτίσει παρὰ τὸν κτίσαντα· καὶ οὗτοι φησὶν ἑτέροις κακῶν εἰσηγηταὶ γινόμενοι, τὸν κύριον οὐκ ἐπικαλέσονται· οὕτω γὰρ ἀναγνωστέον· μέλλοντα ἀντὶ παρεληλυθότος : –
Κατήσθιον γὰρ τὸν λαὸν αὐτοῦ, ἀναπείθοντες προσκυνεῖν τῇ κτίσει παρὰ τὸν κτίσαντα· καὶ οὗτοι φησὶν εἰσὶν οἱ ἑτέροις τῶν κακῶν εἰσηγηταὶ γινόμενοι· οὕτω γὰρ ἀναγνωστέον τὸ τὸν κύριον οὐκ ἐπεκαλέσαντο, μέλλοντα ἀντὶ τοῦ παρεληλυθότος: –
Denn sie verschlangen sein Volk, indem sie es überredeten, sich vor der Schöpfung niederzuwerfen gegen den Schöpfer. [Rom 1,25] Und diese, sagt er, indem sie für andere zu Anstiftern von Übeln werden, werden den Herrn nicht anrufen. Denn in dieser Weise muss es man lesen, als Zukunft statt Vergangenheit.
Denn sie verschlangen sein Volk, indem sie es überredeten, sich vor der Schöpfung niederzuwerfen gegen den Schöpfer. [Rom 1,25] Und diese, sagt er, sind die, die für andere zu Anstiftern von Übeln werden. Denn in dieser Weise muss man das '(sie) riefen den Herrn nicht an' lesen, als Zukunft statt Vergangenheit.

V1 C M G P1 P5 A1 A2 V4 V5 P7 L2 A3

προσκυνεῖν τῇ κτίσει] προσκυνεῖν τὴν κτίσιν P1 || καὶ οὗτοι – παρεληλυθότος] om. A2 V4 || καὶ οὗτοι φησὶν] καὶ οὗτοι M | καὶ αὐτοὶ φησὶν A1 || ἑτέροις κακῶν εἰσηγηταὶ] οἱ ἑτέροις κακῶν εἰ[σ]ηγητ[αὶ] A1 | οἱ ἑτέροις κακῶν εἰσηγηταὶ L2 A3 | οἱ ἑτέροις κακοῖς εἰσηγηταὶ (post κακοῖς del. ῶν P7c) V5 P7 || γινόμενοι] γινόμενοι P1* | γενόμενοι G P1c P5 A1 V5 P7 L2 A3 || τὸν κύριον οὐκ ἐπικαλέσονται] τὸν κύριον οὐκ ἐπεκαλέσονται V1 | οὐκ ἐπεκαλέσαντο τὸν κύριον V5 P7 | τὸν κύριον οὐκ ἐπεκαλέσαντο L2* A3 | τὸν κύριον οὐκ ἐπικαλέσονται L2corr || οὕτω] οὐ M || μέλλοντα ἀντὶ παρεληλυθότος] μέλλοντα ἀντὶ τοῦ παρεληλυθότος P1 | τὸ μέλλον ἀντὶ τοῦ παρεληλυθότος V5 P7 L2 A3

M: exp. 193 steht nach exp. 196. Evagrius (schol. nr. δ´ in Ps 13,4b [356 Rondeau – Géhin – Cassin]) ist mit exp. 193 verbunden. A1: exp. 193 geht eine Erklärung voraus, welche diese Expositio zusammenfassend wiederzugeben scheint: Γράφεται οὐκ ἐπεκαλέσαντο· τάττεται δὲ οὐκ ἐπικαλέσονται· μέλλον (μέλλων A1) ἀντὶ παρεληλυθότ[ος].

urn:cts:etf:psath.expps.grc:193

B2 L1

αὐτοῦ] -οῦ ex corr. L1 || οἱ – γινόμενοι] ὕστεροι κακῶν, εἰσηγηταὶ γενόμενοι L1 || μέλλοντα ἀντὶ τοῦ παρεληλυθότος] μᾶλλον, τὰ ἀντὶ τοῦ παρεληλυθότος L1
(13,5a)
ἐκεῖ ἐδειλίασαν φόβῳ, οὗ οὐκ ἦν φόβος,
(5a) Dort verzagten sie vor Furcht, wo keine Furcht war,
Expositio 194:
Ὁ Μωσέως νόμος φησὶν, κόλασιν ἐποίει· ὁ δὲ τοῦ Χριστοῦ φόβος, ἁγνός ἐστιν· ὡς υἱοὺς γὰρ φοβεῖσθαι πατέρα παρεσκεύαζεν· κατὰ τὸν καιρὸν τοίνυν ἐκεῖνον φησὶν· καθ᾿ ὃν δηλονότι ἡ ἐπιφάνεια, φόβον φοβηθήσονται ᾧ οὐκ ἔστι φόβος· οὐχ ὁ ἐκ νομικῆς ἀπειλῆς δηλονότι, ἀλλ᾿ ἡ πρέπουσα μᾶλλον ἐλευθέροις εὐλάβεια: –
Das Gesetz Moses, will er sagen, wendete Strafe an, die Furcht Christi aber ist rein. Denn sie hat uns in die Lage versetzt, wie Söhne den Vater zu fürchten. Zu jenem Zeitpunkt also, will er sagen, zu welcher nämlich die Epiphanie geschieht, werden sie sich mit einer Furcht fürchten, die keine Furcht hat: Nämlich nicht die aus der gesetzlichen Drohung, sondern vielmehr die Ehrerbietung, die den Freien geziemt.

V1 C G M P1 P5 A1 A2 V4 P6 Z V5 P7 L2 A3

Ὁ – φησὶν2] om. G || νόμος φησὶν] νόμος M A1 | φησὶ νόμος P6 Z V5 P7 L2 A3 || ὁ δὲ τοῦ Χριστοῦ φόβος] ὁ δὲ τ[οῦ κυρίου] φόβος A2 | ὁ δὲ τοῦ κυρίου φόβος V4 | ὁ δὲ τοῦ θεοῦ νόμος V5 P7 | ὁ δὲ τοῦ θεοῦ φόβος L2 A3 || υἱοὺς] υἱὸς P6* | υἱοὺς P6m.sec. || γὰρ] γάρ φησιν C | om. M || παρεσκεύαζεν] παρασκευάζον V1 | παρασκευάζων M | παρασκευάζει P5 A1 A2 V4 | παρεσκεύασεν P6 Z* | παρεσκεύασε Zcorr || κατὰ – εὐλάβεια] om. A2 V4 || κατὰ – οὐκ ἔστι] om. M || κατὰ – ἐκεῖνον] μετὰ τὸν καιρὸν ἐκεῖνον P6 Z | κατὰ τὸν καιρὸν ἐκεῖνον τοίνυν V5 P7 L2 A3 || καθ᾿ ὃν δηλονότι] καθ᾿ ὃν M | καθ᾿ ὃν δὲ δηλονότι P6 Z V5 P7 | καθ᾿ ὃν * δηλονότι L2 || ἡ ἐπιφάνεια] ἡ supra lin. add. A1 || ᾧ οὐκ ἔστι] οὗ οὐκ ἔστι G A1 P6 Z V5 P7 || φόβος2 – εὐλάβεια] φόβος ὁ ἐκ [νο]μ[ι]κῆς· ἀλλ᾿ ἡ πρέπουσα μᾶλλον, ὡς υἱοῖς καὶ ἐλευθέροις εὐλάβεια A1

M: exp. 194 steht unmittelbar nach exp. 196. N2: exp. 194 verloren.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:194

(13,5b)
ὅτι ὁ θεὸς ἐν γενεᾷ δικαίᾳ.
(5b) denn Gott ist unter der gerechten Generation.
Expositio 195:
Τῶν δικαιουμένων διὰ τῆς ἐπιφανείας αὐτοῦ: –
Τῶν δικα[ι]ουμένων διὰ Ἰησοῦ Χριστοῦ· καὶ διὰ τῆς ἐπιφανείας αὐτοῦ: –
(Der gerechten Generation) jener, die durch seine Epiphanie gerechtfertigt werden.
(Der gerechten Generation) jener, die durch Jesus Christus und seine Epiphanie gerechtfertigt werden.

V1 C P1 P5 A1 A2 V4 B2 P6 Z N2

Τῶν δικαιουμένων] ... δηλονότι ante τῶν δικαιουμένων add. Z N2

P6 Z N2: Theodoretus (comm. in Ps 13,5b–6 [PG 80,953 A7–B1 sub Ps 13,6]) mit exp. 195 verbunden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:195

A1

(13,6a)
βουλὴν πτωχοῦ κατῃσχύνατε,
(6a) Den Plan des Armen habt ihr zuschanden gemacht,
(13,6b)
ὅτι κύριος ἐλπὶς αὐτοῦ ἐστιν.
(6b) denn der Herr ist seine Hoffnung.
Expositio 196:
Ταῦτα ὡς πρὸς τοὺς ἀπομείναντας τῇ ἀπιστίᾳ καὶ διώξαντας τοὺς πιστεύσαντας εἰς Χριστόν: –
Dieses ist wie zu denen gesagt, die im Unglauben verharren und jene verfolgen, die an Christus glauben.

V1 C M G P1 P5 A1 B2 V5 P7 L2 A3

ἀπομείναντας] ἐναπομείναντας P5 V5 P7 || τῇ ἀπιστίᾳ] τῇ ἀπιστείᾳ V1 P1 || διώξαντας] διώξαντες V5* P7 L2* A3 | διώξαντας V5corr L2c || τοὺς πιστεύσαντας εἰς Χριστόν] τοὺς πιστεύσαντας εἰς τὸν Χριστόν C G B2 | τοὺς εἰς Χριστὸν πιστεύσαντας V5 P7 L2 A3

M: Eusebius (fr. 4 in Ps 13,4 [Villani]) in verkürzender Paraphrase mit exp. 196 verbunden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:196

(13,7a)
τίς δώσει ἐκ Σιὼν τὸ σωτήριον τοῦ Ἰσραήλ;
(7a) Wer wird von Sion das Heil Israels bringen?
(13,7b)
ἐν τῷ ἐπιστρέψαι κύριον τὴν αἰχμαλωσίαν τοῦ λαοῦ αὐτοῦ
(7b) Wenn der Herr die Gefangenen seines Volkes zurückkehren lässt,
(13,7c)
ἀγαλλιάσθω Ἰακὼβ καὶ εὐφρανθήτω Ἰσραήλ.
(7c) (dann) soll Jakob jubeln, und Israel soll sich freuen.
Expositio 197:
Τοὺς ἁγίους πατριάρχας καὶ προφήτας φησὶ· τοὺς καὶ χαρᾷ χαίροντας, ἐπὶ τῷ τὰς προλεχθείσας αὐτοῖς ἐπαγγελίας ἀποπληρῶσαι τὸν Χριστόν· αὗται δὲ ἦσαν, αἱ τὴν τῶν ἐθνῶν ἁπάντων σωτηρίαν κατασημαίνουσαι: –
Er meint die heiligen Patriarchen und Propheten, die sich gleichfalls mit voller Freude daran erfreuen, dass Christus die ihnen vorhergesagten Verheißungen erfüllt hat. Denn diese waren jene, die auf die Erlösung aller Völker hinweisen.

P1 P5 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Τοὺς – προφήτας] Τοὺς ἁγίους προφήτας καὶ πατριάρχας Z N2 || φησί] λέγει P1 | φησὶν P6* | φησὶ P6corr | om. V5 P7 L2 A3 || τοὺς καὶ χαρᾷ χαίροντας] καὶ τοὺς χαρᾷ χαίροντας V5 P7 L2 A3 || ἐπὶ – ἐπαγγελίας] ἐπὶ τῷ τὰς προλεχθείσας αὐτῶν ἐπαγγελίας P6 Z N2 | ἐπὶ ταῖς προλεχθεῖσαις αὐτῶν ἐπαγγελίας P1 V5 P7 L2 A3 || ἀποπληρῶσαι τὸν Χριστόν] ἀποπληροῦσαι τὸν Χριστόν V5 P7 L2* A3 | ἀποπληροῦντος τοῦ Χριστοῦ (in scribendo) L2c || αὗται δὲ ἦσαν] αὗται δέ εἰσιν P1 V5 P7 L2 A3 || αἱ – κατασημαίνουσαι] αἳ τὴν τῶν ἐθνῶν πάντων σωτηρίαν κατασημαίνουσιν V5 P7 L2 A3

V1 C: Die für die Expositiones angewandten Zählungssysteme lassen nicht erkennen, dass Ps 13,7 ursprünglich durch eine Expositio erläutert war. Das Zählsystem von V1 geht nahtlos von der Zahl ΟΗ΄ (88 = exp. 196 nach der Zählung in dieser Edition) zu der Zahl ΟΘ΄ (99 = exp. 198) über, ohne dass eine Zahl übersprungen wird. Auch im Zählsystem von C gibt es in diesem Kontext keinen Zahlensprung. Für einen Zahlensprung mit fehlender Expositio siehe zu exp. 100. Wahrscheinlich hatte das Exemplar der Typus XIX-Katene, von der beide Handschriften unmittelbar abzuhängen scheinen, zu Ps 13,7 keine Expositio. Denkbar ist es auch, dass in dieser Vorlage exp. 197 anders zugeschrieben oder verloren gegangen war. P5 P6 Z N2: exp. 197 wird Athanasius zugeschrieben. P1: exp. 197 ist anonym. Aufgrund der vorrangigen Stellung der Expositiones in dieser Handschrift wird die Zugehörigkeit zu den Expositiones gestützt. Die Tatsache, dass sowohl P1 als auch P5 exp. 197 bezeugen, steht im Zusammenhang mit den zahlreichen Varianten, die diese beiden Katenen miteinander teilen. Es liegt daher nahe, von einem gemeinsamen Vorfahren auszugehen (bei P5 nur hinsichtlich der Expositiones). Wahrscheinlich enthielt dieser Vorfahre – ein Exemplar der Typus XIX-Katene älter als die erhaltenen? – eine Expositio zu Ps 13,7. Schlussfolgerung: exp. 197 kann als authentisch erachtet werden. Stilistisch lässt sich die Verwendung eines Kompositionsschemas beobachten (feminines Demonstrativpronomen als Subjekt + Prädikat durch eine finite Form von εἶναι + Prädikatsnomen mit Partizip), das auch in exp. 117b zu finden ist (αὗται δὲ ἦσαν, αἱ ... κατασημαίνουσαι versus αὗται δέ εἰσιν πάλιν, αἱ ἀντικείμεναι δυνάμεις). Montfaucon: exp. 197 aus P6 übernommen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:197

Psalm 14
(14,1a)
Ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ.
(1a) Ein Psalm, bezogen auf David.
Expositio 198: Hypothesis
Τοῦτον ἄδει τὸν ψαλμὸν διδάσκων, τί ἄνθρωπον παρασκευάσει τῆς μακαρίας ἐκείνης τυχεῖν λήξεως· διò καὶ ἀρχόμενος φησίν·
Diesen Psalm singt er, indem er lehrt, was einen Menschen darauf vorbereitet, jenes selige Schicksal zu erlangen. Deshalb sagt er am Anfang:

V1 C M P1 P5 A1 V4 B1 P6 Z N2 V5 P7

Τοῦτον ἄδει τὸν ψαλμὸν διδάσκων] Τοῦτον διδάσκει ἄδει τὸν ψαλμὸν M* | Τοῦτον ἄδει τὸν ψαλμὸν διδάσκων (litteris α et β suprapositis) Mc | Τοῦτον τὸν ψαλμὸν ἄδει διδάσκων A1 | Διὰ τοῦδε τοῦ ψαλμοῦ [δ]ιδάσκει V4 | Διὰ τούτου τοῦ ψαλμοῦ· διδάσκει V5 P7 || τί ἄνθρωπον παρασκευάσει] τί ἂν ἄνθρωπον παρασκευάσῃ P6 | τί ἂν ἄνθρωπον παρασκευάσοι Z N2 | τοὺς ἀνθρώπους [καὶ(?)] πα[ρ]α[σ]κευάζων A1 || τυχεῖν λήξεως] λήξεως τυχεῖν B1 || διò καὶ ἀρχόμενος] om. V4 V5 P7 | διò ἀρχόμενος C P1 P5 B1 P6 Z N2 || φησίν] post φησίν· add. κύριε τίς παροικήσει ἐν τῷ σκηνώματί σου (= Ps 14,1b) V1 C M | φησί * (erat κ; κύριε scribere voluerat) A1

G: Aufgrund eines Sprunges in der zur Verfügung stehender Reproduktionsreihe (f. 25v–26r) war Ps 14 nicht verfügbar. M: exp. 198, Theodoret (comm. in Ps 14,1a et in Ps 14,1b–c [PG 80,953 C3–D2; 953 D4–956 A5]) und exp. 200 bilden eine Einheit. Diese Texte sind in V1 in der gleichen Reihenfolge. V5 P7: exp. 198 aus der Tradition des Typus XIV (nahe V4). Montfaucon: exp. 198 aus P1 und P6 zusammengestellt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:198

(14,1b)
Κύριε, τίς παροικήσει ἐν τῷ σκηνώματί σου
(1b) Herr, wer wird wohnen als Fremder in deinem Zelt,
Expositio 199:
Τίς φησιν ἄξιος ἔσται ἐν ἐκείναις ταῖς οὐρανίοις γενέσθαι σκηναῖς; : –
Wer, will er sagen, wird würdig sein, in jenen himmlischen Zelten zu verweilen?

V1 C M P1 P5 B2

ἄξιος ἔσται] ἄξιος B2 || ταῖς οὐρανίοις] ταῖς οὐρανίαις P1 M P5 B2

V1 M: exp. 199 liegt unter der Kolumne des Psalmtextes. V5 P7: Ein Zitat aus Basilius (hom. 1 in Ps. 14 [PG 29,252 A5–12] in Ps 14,1b–c) wird Athanasius zugeschrieben. Diese Zuschreibung gehörte wahrscheinlich zu exp. 199, die in diesem Typus nicht mehr vorhanden ist. Montfaucon: Das erwähnte Zitat aus Basilius (aus P7) mit exp. 199 (aus P1) verbunden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:199

(14,1c)
καὶ τίς κατασκηνώσει ἐν τῷ ὄρει τῷ ἁγίῳ σου;
und wer wird sein Zelt aufschlagen auf deinem heiligen Berg?
Expositio 200:
Ἐπειδ᾿ ἂν γάρ τις ἀξιωθῇ τῆς μακαρίας ἐκείνης σκηνῆς, εἰς ἀπεράντους αἰῶνας ἕξει τὴν μακαριότητα: –
Denn wenn einer jenes seligen Zeltes gewürdigt wird, wird er die Seligkeit für endlose Zeiten besitzen.

V1 C M P1 P5 B2 L1 V5 P7

Ἐπειδ᾿ ἂν γάρ τις ἀξιωθῇ] Ἐπειδ᾿ ἂν ἀξιωθῇ τις B2 | Ἐπειδ᾿ ἂν ἀξιωθῇ L1 V5 P7 || τῆς μακαρίας ἐκείνης σκηνῆς] τῆς μακαρίας ἐκείνης L1 V5 P7 || ἕξει] ἔξη L1* | ἔξει L1corr

V5 P7: exp. 200 mit einem Zitat aus Basilius (hom. 1 in Ps. 14 [PG 29,253 B15–C4] in Ps 14,1b–c) verbunden (anonym). Die Expositio ist anscheinend aus der Tradition der (Text-)Katenen basierend auf den Kommentaren des Hesychius von Jerusalem und den Expositiones (L1). Montfaucon: Siehe zu exp. 199.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:200

Expositio 199–200:
Τίς φησὶν, ἐν μὲν τῇ σαρκὶ ζήσεται [ὡ]ς πάροικος· τελευτήσας δὲ ἐν ταῖς οὐρανίαις σκηνώσει σκηναῖς; τοῦτο γάρ ἐστι τὸ κατασκηνώσει ἐν ὄρει ἁγίῳ σου· διότι ἐπειδ᾿ ἄν τις καταξιωθῇ τῆς μακαρίας ἐκείνης σκηνῆς, εἰς ἀπεράντους αἰῶνας ἕξει τὴν μακαριότητα καὶ κατασκήνωσιν: –
Wer, will er sagen, wird in seinem Körper als Fremder leben, aber nach seinem Tod in den himmlischen Zelten wohnen? Das ist die Bedeutung der Stelle 'wer wird sein Zelt aufschlagen auf deinem heiligen Berg'. Deshalb wenn einer jenes seligen Zeltes gewürdigt wird, wird er die Seligkeit und ein Quartier für endlose Zeiten besitzen.

A1

Nach Titulus (Ps 14,1a) und Hypothesis (exp. 198) folgt der Text von Psalm 14 ohne Unterbrechung durch Erläuterungen. Nach dem Psalmtext folgt der exegetische Teil, der nur aus exp. 199–200 und exp. 201 besteht. Die beiden Erklärungen sind jedoch nicht miteinander verbunden. Der Anfang von exp. 199–200 ist vergleichbar mit Basilius (hom. 1 in Ps. 14 [PG 29,249 D6–253 B8] in Ps 14,1b–c). Gemäß seiner Exegese von Ps 14,1b–c ist der vollkommene Mensch derjenige, der in dem von Gott gegebenen Zelt, d. h. in seinem eigenen Körper, wie ein Fremder lebt, darauf wartend, in die himmlischen Zelte aufzusteigen. Es besteht der Verdacht, dass Basilius sich bei seiner Homilie an der Exegese von Psalm 14 durch Origenes orientiert hat; vgl. z.B. Basilius (hom. 1 in Ps. 14 [PG 29,260 C11–261 A1] in Ps 14,4c et in Mt 5,34.37) mit Origenes (fr. 107 ex catenis in Mt 5,37 [59 Benz – Klostermann; GCS 41.1 = Origenes Werke, vol. 12]).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:199–200

(14,2a)
πορευόμενος ἄμωμος καὶ ἐργαζόμενος δικαιοσύνην,
(2a) Einer, der untadelig wandelt und Gerechtigkeit übt,
(14,2b)
λαλῶν ἀλήθειαν ἐν καρδίᾳ αὐτοῦ,
(2b) der die Wahrheit redet in seinem Herzen,
(14,3a)
ὃς οὐκ ἐδόλωσεν ἐν γλώσσῃ αὐτοῦ
(3a) der nicht betrogen hat mit seiner Zunge
(14,3b)
οὐδὲ ἐποίησεν τῷ πλησίον αὐτοῦ κακὸν
(3b) und nicht seinem Nächsten Böses getan hat
(14,3c)
καὶ ὀνειδισμὸν οὐκ ἔλαβεν ἐπὶ τοὺς ἔγγιστα αὐτοῦ·
(3c) und Beschimpfung nicht (in den Mund) genommen hat gegen seine engsten (Angehörigen).
(14,4a)
ἐξουδένωται ἐνώπιον αὐτοῦ πονηρευόμενος,
(4a) Verachtet ist vor ihm ein Übeltäter,
(14,4b)
τοὺς δὲ φοβουμένους κύριον δοξάζει·
(4b) die aber den Herrn fürchten, die rühmt er;
(14,4c)
ὁ ὀμνύων τῷ πλησίον αὐτοῦ καὶ οὐκ ἀθετῶν·
(4c) der, der seinem Nächsten (etwas) schwört und (den Eid) nicht aufhebt.
(14,5a)
τὸ ἀργύριον αὐτοῦ οὐκ ἔδωκεν ἐπὶ τόκῳ
(5a) Sein Geld hat er nicht gegen Zins gegeben,
(14,5b)
καὶ δῶρα ἐπ᾿ ἀθῴοις οὐκ ἔλαβεν.
(5b) und Geschenke gegen Unschuldige hat er nicht angenommen.
(14,5c)
ὁ ποιῶν ταῦτα οὐ σαλευθήσεται εἰς τὸν αἰῶνα.
(5c) Wer das tut, wird nicht erschüttert sein (bis) in Ewigkeit.
Expositio 201:
Διδάσκει δι᾿ ὧν τευξόμεθα τοῦ μακαρίου ἐκείνου πέρατος· καὶ πρῶτον μὲν, εἰ τὴν ἄμωμον ὁδεύσωμεν ὁδὸν· ἥτις ἐστὶν ὁ Χριστός· ἔπειτα ἐργασώμεθα δικαιοσύνην· τρίτον, εἰ ἀληθείας οἶκον τὴν καρδίαν ποιήσωμεν· τέταρτον, εἰ δολίαν γλῶσσαν μὴ κτησώμεθα· πέμπτον, τὸ μὴ κακὸν τῷ πλησίον ἐργάζεσθαι· ἕκτον, τὸ μὴ ὀνειδίσαι τὸν πλησίον ὑπερηφανευόμενον· ἕβδομον, μὴ πρόσωπα θαυμάζειν· ἀλλὰ κἂν πλούσιος ᾖ πονηρὸς, ἐξουθενεῖν· κἂν πένης ἀγαθὸς, δοξάζειν· ὄγδοον, τὸ μὴ παραβαίνειν ὅρκου πίστιν· ἔνατον, τὸ μὴ ἐκτοκίζειν· δέκατον ὃ καὶ τέλος ἐστὶ παντὸς ἀγαθοῦ, ἀδωροδόκητον εἶναι· τούτων ὁ ἐκμαθὼν τὴν κατόρθωσιν, ἀσάλευτον ἕξει τῶν ἀγαθῶν τὴν δόσιν: –
Τὸ δὲ πορευόμενος ἄμωμος, διδάσκει δι᾿ ὧν τευξ[ό]μεθα τοῦ μακαρίου ἐκείνου πέρατος· πρῶτον μὲν, εἰ τὴν ἄμωμον καὶ ὀρθόδοξον πίστ[ι]ν κτησόμεθα εἰς τὸν Χριστόν· ἔπειτα εἰ τῇ πράξει ἐργασόμεθα δικαιοσύνην· τρίτον, εἰ ἀληθείας οἶκον τὴν καρδίαν ποιήσ[ο]μεν· τέταρτον, τὸ δολίαν καὶ ψευδῆ τὴν γλῶσσαν μὴ κτήσασθαι· πέμπτον, τὸ μὴ κακὸν τῷ πλησίον ἐργ[άσασ]θαι· ἕκτ[ον], τὸ μὴ ὀνει[δί]σαι τὸν φίλον· εἰ καὶ συμβῇ αὐτῷ πεσεῖν· ἕβδομον, τὸ μὴ τὰ πρόσωπα θαυμάζειν· ἀλλὰ κἂν πλ[ο]ύσιος μὲν ᾖ πονηρὸς δὲ, ἐξουθενεῖν· κἂν πένης μὲν ἀγαθὸς δὲ ᾖ, δοξάζειν· [ὄ]γδ[οον], τὸ μὴ παραβαίνειν ὅρκου πίστιν· ἔ[νατον], τὸ μὴ ἐκτοκίζειν· δέκατον, τὸ ἀδωροδ[όκη]τον εἶναι· τούτων ὁ ἐκμαθὼν τὴν κατόρθωσιν, ἀσάλευτον ἕξει τῶν ἀγαθῶν τὴν ἀντίδ[οσ]ιν: –
Er lehrt, wodurch wir jenes selige Ziel erreichen werden: Zuerst nämlich, wenn wir den untadeligen Weg gehen, der Christus ist; hierauf, wir sollen Gerechtigkeit üben; drittens, wenn wir das Herz zum Haus der Wahrheit machen; viertens, wenn wir eine betrügerische Zunge nicht besitzen; fünftens, dem Nächsten kein Böses zufügen; sechstens, den Nächsten nicht übermütig beschimpfen; siebentens, Personen nicht schmeicheln, sondern, selbst wenn ein Übeltäter reich sei, ihn verachten; wenn ein Armer gut sei, ihn rühmen; achtens, die Treue eines Eides nicht übertreten; neuntens, nicht auf Zins zu verleihen; zehntens, das auch die Vollendung alles Guten ist, unbestechlich sein. Wer die erfolgreiche Umsetzung dieser Lehren erlernt hat, wird eine Gabe von Gütern erhalten, die unerschütterlich ist.
Die Stelle 'Einer, der untadelig wandelt' lehrt, wodurch wir jenes selige Ziel erreichen werden: Zuerst, wenn wir den untadeligen und rechten Glauben an Christus besitzen werden; hierauf, wenn wir in unserem Handeln Gerechtigkeit üben werden; drittens, wenn wir das Herz zum Haus der Wahrheit machen werden; viertens, nicht eine Zunge besitzen, die betrügerisch und falsch ist; fünftens, dem Nächsten kein Böses zufügen; sechstens, den Freund nicht beschimpfen, auch wenn es ihm passieren sollte zu fallen; siebentens, die Personen nicht schmeicheln, sondern, selbst wenn einer reich sei, aber ein Übeltäter, ihn verachten; wenn einer arm sei, aber gut, ihn rühmen; achtens, die Treue eines Eides nicht übertreten; neuntens, nicht auf Zins zu verleihen; zehntens, das unbestechlich sein. Wer die erfolgreiche Umsetzung dieser Lehren erlernt hat, wird im Gegenzug eine Gabe von Gütern erhalten, die unerschütterlich ist.

V1 C P1 P5 A2 V4 L1 V5a P7a V5b P7b L2 A3

Διδάσκει – εἶναι] om. A2 V4 || Διδάσκει – ἔνατον] om. V5b P7b L2 A3 || Διδάσκει] Διδάσκει ἀμέμπτως ** L1 || ὧν] ὧ- ex corr. V1 || πέρατος] τέρατος P1 | περάτης L1 || καὶ πρῶτον μὲν] καὶ πρῶτον μὲν φησὶν V5a P7a | καὶ πρὸ τούτων μὲν L1 || ὁδεύσωμεν] ὁδεύσωμεν C* | ὁδεύσομεν Ccorr P5* V5a P7a | ὁδεύσωμεν P5c || ἥτις] είτις V1 || ἔπειτα] ἔπειτα εἰ V5a P7a || ἐργασώμεθα] ἐργασώμεθα C* | ἐργασόμεθα Ccorr L1 V5a P7a || τρίτον – οἶκον] τρίτον ἀλήθειαν· οἶκον L1 || ποιήσωμεν] ποιήσομεν V5a P7a || τέταρτον – ἕβδομον] om. L1 || εἰ δολίαν γλῶσσαν μὴ κτησώμεθα] εἰ δολίαν γλῶσσαν μὴ κτησóμεθα P1 | εἰ μὴ δολίαν τὴν γλῶσσαν ποιήσομεν V5a P7a || τὸ μὴ κακὸν τῷ πλησίον ἐργάζεσθαι] τὸ μή τι κακὸν τὸ (τῷ V5am.sec.) πλησίον ἐργάσασθαι V5a P7a || τὸ μὴ ὀνειδίσαι τὸν πλησίον] τὸ μὴ ὀνειδίσαι τοὺς πλησίον P5 | τὸ μὴ ὀνειδίσαι τῷ πλησίον V5a P7a || μὴ πρόσωπα θαυμάζειν] μὴ πρόσωπον θαυμάζειν P1 | μὴ πρόσωπα θαυμάσαι P5 | μὴ τὰ πρόσωπα θαυμάζειν V5a P7a | μὴ τὰ πρόσωπα ἐφεξῆς θαυμάζειν L1 || ἀλλὰ – δοξάζειν] om. P1 || ὄγδοον – ἔνατον] om. L1 || τὸ μὴ παραβαίνειν] τὸ μὴ παραινεῖν P7 || ἕνατον] ἕννατον P1 P5 || τὸ μὴ ἐκτοκίζειν – τὴν δόσιν] τὸ μὴ ἐκτοκίζειν ὃ καὶ τέλος πιστοῦ ἀγαθός ἐστιν ἀδωροδόκητος εἶναι τοῦ ἐκμαθεῖν τὴν κατόρθωσιν ἀσαλεύτως ἔξει τῇ ἀγαθότητι τὴν δόσιν L1 || δέκατον – εἶναι] ὁ δὲ καὶ τέλος ἐστὶ παντὸς ἀγαθοῦ· τὸ ἀδωροδόκητον εἶναι V5a P7a | καὶ ὃ τέλος παντὸς ἀγαθοῦ ἀδωροδόκητον εἶναι V5b P7b L2 A3 || τούτων] τούτων τῶν προειρημένων A2 V4 || ὁ ἐκμαθὼν] ἐκμαθὼν V1

L1: exp. 201 ist in drei Auszügen vorhanden. Der erste Auszug, vom Anfang der Expositio bis zur dritten Lehre, ist Erklärung zu Ps 14,2a. Der zweite Auszug (= siebte Lehre) ist Erklärung zu Ps 14,4a. Schließlich sind die Lehren neun und zehn bis zum Ende der Expositio Erklärung zu Ps 14,5a. Die übrigen Lehren sind weggelassen worden. V5b P7b: Eine verkürzende Paraphrase des Eusebius (fr. 5 in Ps 14,5a–b [Villani]) ist mit dem Ende von exp. 201 verbunden (anonym). τοῦ μὴ ἐκτοκίζειν (anstelle von τὸ μὴ ἐκτοκίζειν) dient als Brücke zwischen den beiden Fragmenten. L2 A3: Die erwähnten Fragmente sind getrennt; τοῦ μὴ ἐκτοκίζειν ist eindeutig Teil des zweiten Fragments. Montfaucon: exp. 201 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:201

A1

κτησόμεθα] κτησώμεθα (ut vid.) A1* | κτησόμεθα A1corr || ἐργασόμεθα] ἐργασώμεθα (ut vid.) A1* | ἐργασόμεθα A1corr || τὸ δολίαν] τὸ ** δολίαν (ut vid.) A1

Diese Fassung von exp. 201 beginnt mit (Τὸ) δὲ, da exp. 199–200 unmittelbar vorausgeht (siehe oben).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:201par

Psalm 15
(15,1a)
Στηλογραφία τῷ Δαυΐδ.
(1a) Eine Säuleninschrift, bezogen auf David.
Expositio 201: Hypothesis
Ἡ ἐν χερσὶ προφητεία, περιέχει καὶ τὴν τῶν ἐθνῶν κλῆσιν· καὶ τὰ ἐπὶ ταῖς ἀπειθείαις τοῦ ἰσραὴλ ἐγκλήματα· καὶ μὴν καὶ αὐτὸ τῆς ἀναστάσεως τοῦ πάντων ἡμῶν σωτῆρος Χριστοῦ τὸ μυστήριον· ὅθεν οἶμαι, καὶ στηλογραφίαν ὠνόμασε τὴν ᾠδὴν· ἀναθέντος αὐτὴν τοῦ προφήτου Δαυῒδ· ὥσπερ ἐν στήλῃ τοῖς μετ᾿ αὐτόν· ᾄδονται δὲ οἱ ἐν αὐτῇ λόγοι, ὡς ἐκ προσώπου Χριστοῦ· οὕτω γὰρ ἡμᾶς ὁ Πετρος ἐδίδαξε φρονεῖν: –
Die vorliegende Prophetie enthält sowohl die Berufung der Heiden als auch die Vorwürfe über Israels Ungehorsam und sogar auch selbst das Geheimnis der Auferstehung Christi, des Erlösers von uns allen. Deshalb glaube ich auch, dass er das Lied Säuleninschrift nannte, indem es der(selbe) Prophet David gleichsam an einer Säule für die Nachwelt aufstellte. Es werden aber die Worte in ihm wie in Person Christi gesungen. Denn so lehrte uns Petrus zu denken. [cf. Act 2,25–28]

V1 C P1 P5 A1 B1 V5 P7

Ἡ – κλῆσιν] om. V5 P7 || Ἡ ἐν χερσὶ προφητεία] Ἀν[α]γωγικῶς μὲν, ante ἡ ἐν χερσὶ προφητεία add. A1 || περιέχει καὶ] περιέχει P1 A1 || ἐπὶ ταῖς ἀπειθείαις] ἐπὶ ταῖς θυσίαις B1 || καὶ μὴν – τὸ μυστήριον] om. V5 P7 || αὐτὸ τῆς ἀναστάσεως] αὐτῆς τῆς ἀναστάσεως B1 | [καὶ αὐτὸ(?)] τῆς ἀναστάσεως A1 || Χριστοῦ1] Ἰησοῦ Χριστοῦ P1 || στηλογραφίαν ὠνόμασε τὴν ᾠδὴν] στηλογραφίαν (sic) ὠνόμασται τὴν ᾠδήν P1 | στηλογραφίαν τὴν ᾠδὴν ὠνόμασεν B1 || τοῖς μετ᾿ αὐτόν] τοῖς μετ᾿ αὐτοῦ V5 P7 || ᾄδονται – φρονεῖν] om. V5 P7 || οἱ ἐν αὐτῇ λόγοι] οἱ ἐν αὐτῷ λόγοι P1 | οἱ αὐτοὶ λόγοι B1 || ὡς] [ὡς(?)] A1 || ἐκ προσώπου Χριστοῦ] ἐκ προσώπου τοῦ Χριστοῦ P1 P5 A1 B1 || οὕτω – φρονεῖν] om. B1 || ἡμᾶς] ἡμῖν P5

A1: Die Anwendung des technischen Ausdrucks 'ἀναγωγικῶς' ist bemerkenswert. V5 P7: Hesychius (comm. brevis in Ps 15,1a [20 Jagić]) mit einer Kurzfassung von exp. 201 verbunden. Dieser zusammengesetzte Text befindet sich in dem Abschnitt, in dem die Hypotheseis gesammelt sind (in Ps 15,1a). Hier steht auch exp. 202, noch vor exp. 201 gestellt. Montfaucon: exp. 201 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:201

(15,1b)
Φύλαξόν με, κύριε, ὅτι ἐπὶ σοὶ ἤλπισα.
(1b) Behüte mich, Herr, denn auf dich habe ich meine Hoffnung gesetzt.
Expositio 202:
Τὸ κοινὸν ὥσπερ πρόσωπον τῆς ἀνθρωπότητος ἀναλαβὼν ὁ σωτὴρ, τοὺς πρὸς τὸν θεὸν καὶ πατέρα ποιεῖται λόγους· κύριον οὖν ὀνομάζει τὸν πατέρα· διὰ τὸ αὐτὸν ἐν τῇ τοῦ δούλου γενέσθαι μορφῇ· φυλαχθῆναι δὲ αὐτὸν αἰτεῖ διὰ τὴν ἐκκλησίαν· ἥ ἐστι σὰρξ αὐτοῦ: –
Ἐν καιρῷ τοῦ πάθους· ἐκ προσώπου τῆς [ἀ]νθρωπότητος· ὡς πρ[ω]τότοκος Χριστὸς ἐν π[ο]λλ[ο]ῖ[ς] ἀδελφοῖς, ἀξιοῖ τὸν πατέρα ὡς ἄνθρωπος φυλαχθῆναι τ[ὴ]ν ἐκκλησίαν· ἥτις ἐστὶ[ν] ἡ [σ]ὰρξ αὐτοῦ: –
Als ob der Erlöser die gemeinsame Person der Menschheit angenommen hätte, richtet er seine Worte an den Gott und Vater. 'Herr' nennt er also den Vater, weil er in der Gestalt des Sklaven war. [cf. Phil 2,7] Behütet zu werden erbittet er wegen der Kirche, die sein Fleisch ist.
Zum Zeitpunkt des Leidens, in Person der Menschheit, als Erstgeborener, Christus, unter vielen Brüdern [cf. Rom 8,29], bittet er den Vater als Mensch, dass die Kirche, die sein Fleisch ist, behütet werde. [cf. Ioh 17,15]

V1 C M P1 P5 A2 V4 P6 Z N2 V5 P7

τῆς ἀνθρωπότητος] om. V1 C M P1 A2 V4 || ἀναλαβὼν ὁ σωτὴρ] ἀναλαβὼν P6 Z N2 || πρὸς τὸν θεὸν] πρὸς θεὸν A2 V4 P6 Z V5 P7 || πρὸς] supra πρ- rasura vel macula V1 || λόγους] post λόγους add. οὐχ ὑπὲρ γε μᾶλλον ἑαυτοῦ· δι᾿ ἡμᾶς δὲ καὶ ὑπὲρ ἡμῶν ὡς εἷς ἐξ ἡμῶν, διὰ τὴν οἰκονομίαν P6 Z N2 || κύριον – αὐτοῦ] om. V1 C M P1 A2 V4 V5 P7 || αὐτὸν] om. P6 Z N2 || σὰρξ] ἡ σὰρξ P6 Z N2 || αὐτοῦ] post αὐτοῦ add. εἰ (ἡ P6) γὰρ σὰρξ αὐτοῦ ἡ ἐκκλησία· φυλαχθῆναι δὲ ταύτην αἰτεῖ, εἰκότως οὖν (οὖν om. Z N2) καὶ εἰς τὸ αὐτοῦ πρόσωπον ἀναφέροιτ᾿ ἂν ἡ φυλακή P6 Z N2

M: exp. 202 in der inneren Kolumne. P5: exp. 202 liegt in einer erweiterten Fassung vor. Ein Vergleich mit der Version von A1 legt nahe, dass diese Erweiterung Teil der ursprünglichen Expositio war. P6 Z N2: exp. 202 (Athanasius) entspricht der Fassung in P5, hat aber zwei Erweiterungen. Diese noch längere Fassung entspricht wiederum der Kyrill von Alexandrien zugeschriebenen Kommentierung zur selben Psalmzeile (PG 69,805 D6–808,2). Diese Kommentierung wurde von Angelo Mai, dem Herausgeber der Fragmente des Psalmenkommentars von Kyrill, aus der Katene des Cod. Pal. gr. 247 (s. XII [CPG C21]; f. 88v) übernommen. Im Vergleich dazu weist exp. 202 jedoch einige Varianten auf und ist am Ende kürzer. Es lässt sich nicht feststellen, ob es in einer dieser Traditionen zu einem Austausch von Autorenzuschreibungen kam oder ob jede für sich genommen korrekt ist. Es ist daher nicht auszuschließen, dass die Tradition des Typus III (P6 Z N2) die ursprüngliche Fassung von exp. 202 bewahrt hat. Montfaucon: exp. 202 aus P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:202

A1

ἥτις] correximus | εἴτ[ι]ς A1
(15,2a)
εἶπα τῷ κυρίῳ Κύριός μου εἶ σύ,
(2a) Ich sprach zum Herrn: Mein Herr bist du,
Expositio 203:
Πάλιν καὶ τοῦτο πρέπον τῇ τοῦ δούλου μορφῇ· δηλοῖ δὲ ἅμα, καὶ τὴν ἐν πίστει δι᾿ ὁμολογίας δικαίωσιν : –
Τὸ εἶπα τῷ κυρίῳ· πάλιν πρέπον τῇ τοῦ δούλου μορφῇ, ὡς ὑπὲρ ἡμῶν λέγεται· δ[η]λοῖ δὲ ἅμα, καὶ τὴν ἐν πίστει δικαιοσύνην δι᾿ ὁμολογ[ία]ς:
Wieder auch das entspricht der Gestalt des Sklaven. [cf. Phil 2,7] Er zeigt zugleich auch die Rechtfertigung im Glauben durch das Bekennen.
Die Stelle 'Ich sprach zum Herrn', wieder der Gestalt des Sklaven entsprechend [cf. Phil 2,7], wird wie für uns gesagt. Er zeigt zugleich auch die Gerechtigkeit im Glauben durch das Bekennen.

V1 C P1 P5 A1

Πάλιν καὶ τοῦτο] Πάλιν τοῦτο C || πρέπον] προτρέπων P1 || τοῦ δούλου] τοῦ *** δούλου (δ- in ras.) V1 || δηλοῖ] -ῖ fort. in ras. V1 || δικαίωσιν] δικαιοσύνην P1 A1

Montfaucon: exp. 203 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:203

L1 V5 P7

δηλοῖ – ὁμολογίας] om. V5 P7
(15,2b)
ὅτι τῶν ἀγαθῶν μου οὐ χρείαν ἔχεις.
(2b) denn meine Güter brauchst du nicht.
Expositio 204:
Ἀγαθά φησιν ἐν τούτοις τὰς κατὰ νόμον προσφερομένας θυσίας· τὸ γὰρ τῆς πίστεως ῥῆμα ἐκείνας ἀναιρεῖ· μὴ φάγωμαι κρέα ταύρων, ἢ αἷμα τράγων πίωμαι: –
Güter nennt er mit diesen Worten die nach dem Gesetz dargebrachten Opfer. Denn das Wort des Glaubens hebt jene (Opfer) auf, damit ich nicht Fleisch von Stieren esse oder Blut von Böcken trinke. [cf. Ps 49,13]

V1 C M P1 P5 A1 A2 V4 B2 L1 P6 Z N2 V5 P7

Ἀγαθά φησιν ἐν τούτοις] Ἀγαθὰ φησὶ* νῦν A1 | Ἀγαθὸς φησὶν ἐν τούτοις P6 Z N2 | Ἀγαθῶν φησὶν ἐνταῦθα L1 | Ἀγαθῶν φησὶν ἐν ταύταις B2 | Ἀγαθὸν μέν φησιν ἐν ταύταις V5 P7 || τὰς κατὰ νόμον προσφερομένας θυσίας] τὰς κατὰ τὸν νόμον προσφερομένας θυσίας P5 | τὰς κατὰ τὸν νόμον θυσί[ας] A1 | ταῖς κατὰ νόμον προσφερομέναις θυσίαις B2 L1 V5 P7 || θυσίας] post θυσίας add. παραδεχόμενος φαίνεται Z N2 || ῥῆμα ἐκείνας ἀναιρεῖ] ῥῆμα ἐκεῖνο ἀναιρεῖ P6 Z N2 | ῥῆμα ἐκείνας ἀναιρεῖ φησι V5 P7 | ῥῆμα ἐκεί[νας(?)] [ἀνα][ιρεῖ(?)] A1 || μὴ φάγωμαι – πίωμαι] om. V1 C M P1 A2 V4 || μὴ φάγωμαι] οἷον μὴ φάγωμαι P5 | μὴ φάγομαι L1 V5 P7 | μὴ γάρ φησι φάγομαι B2 | μὴ φάγωμαι (φάγομαι Z N2) γάρ φησιν P6 Z N2 || πίωμαι] πίομαι P6 Z N2 V5 P7

A2 V4: exp. 204 Asterius zugeschrieben. V5 P7: exp. 204 anscheinend aus der Tradition der (Text-)Katenen basierend auf den Kommentaren des Hesychius von Jerusalem und den Expositiones (B2 L1). Montfaucon: exp. 204 aus P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:204

(15,3a)
τοῖς ἁγίοις τοῖς ἐν τῇ γῇ αὐτοῦ
(3a) Für die Heiligen, die in seinem Land sind,
(15,3b)
ἐθαυμάστωσεν πάντα τὰ θελήματα αὐτοῦ ἐν αὐτοῖς.
(3b) er hat seinen ganzen Willen an ihnen wunderbar gemacht.
Expositio 205:
Ἁγίους εἶναι φησὶν, τοὺς ἡγιασμένους ἐν πνεύματι· Χριστοῦ δὲ γῆν, τὴν ἐκκλησίαν· τὸ δὲ ἐθαυμάστωσεν, ἀντὶ τοῦ ἐδίδαξεν· τὸ δὲ αὐτοῦ, τοῦ πατρός· ἵνα ᾖ τὸ ὅλον οὕτως· τοῖς ἡγιασμένοις ἐν πίστει, γνωστὸν ἐποίησε τὸ θέλημα τοῦ πατρός· διὸ καὶ καλεῖται μεγάλης βουλῆς ἄγγελος: –
Ἁγί[ο]υς εἶναι φησὶν, τοὺς ἡγιασμένους κα[ὶ] [.][φ][......] εἰς τ[ὸ] πιστεῦσαι ὡς ἐκλ[ε]λεγμέν[ου]ς· [ὅτι ο]ὓ[ς] προέ[γν]ω καὶ προ[ώ]ρισ[εν·] [τὴν τοῦ(?)] [Χριστοῦ] δ[ὲ γῆν], τὴν ἐκκλησίαν λέγει· τὸ δ[ὲ ἐθαυμάστωσ]εν, ἀντ[ὶ] [το]ῦ ἐδ[ί]δαξ[εν]· τὸ δ[ὲ] [αὐτοῦ(?)], τοῦ πατρός· ἵ[να ᾖ] τ[ὸ ὅ]λ[ον οὕτω]ς· [τοῖς] ἡγιασμέν[οις ἐν πίστει], γ[νω]στὸν ἐ[ποίησε(?)] [τὸ] θέλημα τ[οῦ] πατρός· [διὸ] κ[αὶ καλ][εῖται μεγάλης(?)] [βουλῆς] [ἄγγελος(?)]: –
Heilig nennt er die, die im Geist geheiligt sind, Land Christi aber die Kirche. Der Ausdruck 'er hat wunderbar gemacht' ist anstelle von 'er hat belehrt.' 'Seinen' ist anstelle des Vaters, so dass das Ganze so aussieht: Denen, die im Glauben geheiligt sind, machte er den Willen des Vaters bekannt. Deshalb 'wird er auch Bote des großen Rates genannt.' [Is 9,5]
Heilig nennt er die, die geheiligt sind und ... um zu Glauben wie Auserwählte, 'weil er sie vorhererkannte und vorherbestimmte.' [Rom 8,29] Das Land Christi aber nennt er die Kirche. Der Ausdruck 'er hat wunderbar gemacht' ist anstelle von 'er hat belehrt.' 'Seinen' ist anstelle des Vaters, so dass das Ganze so aussieht: Denen, die im Glauben geheiligt sind, machte er den Willen des Vaters bekannt. Deshalb 'wird er auch Bote des großen Rates genannt.' [Is 9,6 (5)]

V1 C P1 P5 A2 V4 B2 P6 Z V5 P7 L2 A3

τοὺς] το*ὺς (ut vid.) V1 || τὸ δὲ αὐτοῦ] τὸ θέλημα L2* | τὸ L2corr || ἵνα – ἄγγελος] om. B2 || ἵνα – οὕτως] ἵν᾿ ᾖ τὸ ὅλον οὕτω P6 Z V5 P7 L2 A3 || γνωστὸν] γνωσταῖον P1 || διὸ – ἄγγελος] om. A2 V4 || μεγάλης βουλῆς] τῆς μεγάλης βουλῆς P6 Z V5 P7 L2 A3

N2: exp. 205 verloren. V5 P7 L2 A3: exp. 205 anscheinend aus der Tradition des Typus III (P6 Z). Montfaucon: exp. 205 aus P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:205

A1

(15,4a)
ἐπληθύνθησαν αἱ ἀσθένειαι αὐτῶν,
(4a) ihre Schwächen haben sich vermehrt,
Expositio 206:
Ὅτε εἰδωλολάτρουν: –
Als sie Götzendienst trieben.

V1 C G P1 P5 A1 A2 V4 V5 P7

Ὅτε] Αἱ ἁμαρτίαι ὅτε A1 | Καὶ ante ὅτε add. V4 || εἰδωλολάτρουν] post εἰδωλολάτρουν add. οἱ ἐξ ἐθνῶν V4 V5 P7

C: exp. 206 wurde am äußeren Rand hinzugefügt. Im Hauptext der Katene folgt nach dem Lemma (Ps 15,4a–b) exp. 207 (in Ps 15,4b). Monfaucon: exp. 206 aus der Sammlung von Colville.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:206

(15,4b)
μετὰ ταῦτα ἐτάχυναν·
(4b) danach beeilten sie sich.
Expositio 207:
Δηλονότι εἰς τὸ ὑπακοῦσαι τῷ κηρύγματι: –
Κἂν ἠσθένουν φησὶν τὸ πρότερον ἐν ἁμαρτίαις ὄντες· ἀλλ᾿ οὖν ἀκούσαντες τοῦ κηρύγματος, ὀξέως ὑπήκουσαν· τοῦτο γάρ ἐστι τὸ ἐτάχυναν μετὰ ταῦτα· δηλονότι εἰς τὸ ὑπακοῦσαι τῷ κηρύγματι:
Nämlich um der Verkündigung zu gehorchen.
Auch wenn sie früher, sagt er, kraftlos waren, weil sie in Sünde waren, gehorchten sie nun aber, als sie die Verkündigung hörten, sofort. Genau das bedeutet die Stelle 'danach beeilten sie sich' [Ps 15,4b], nämlich um der Verkündigung zu gehorchen.

V1 C P1 P5 A1 B2

εἰς τὸ ὑπακοῦσαι] εἰς τοὺς ὑπακοῦσαι V1 | ἐν τῷ ὑπακοῦσαι P1 | εἰς τὸ ἐπακοῦσαι P5

P6 Z

N2: exp. 207 verloren. Montfaucon: exp. 207 aus P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:207par

(15,4c)
οὐ μὴ συναγάγω τὰς συναγωγὰς αὐτῶν ἐξ αἱμάτων
(4c) Ich werde keinesfalls ihre Versammlungen aus Bluttaten versammeln
Expositio 208:
Συνάγων φησὶ συναγωγὰς ἐκ τῶν ἐθνῶν, οὐ δι᾿ αἱμάτων αὐτὰς συνάξω· οὐδὲ παρασκευάσω διὰ τῆς νομικῆς μοι προσέρχεσθαι λατρείας, δι᾿ αἰνέσεως δὲ μᾶλλον καὶ τῆς ἀναιμάκτου θυσίας: –
Indem ich, sagt er, Versammlungen aus den Völkern versammle, werde ich sie nicht in Blut versammeln. Und ich werde nicht veranstalten, an mich heranzukommen durch den Dienst des Gesetzes, sondern vielmehr durch Lob und unblutiges Opfer.

V1 C M G P1 P5 A1 A2 V4 B1 P3 B2 P6 Z V5 P7 L2 A3

Συνάγων – δι᾿ αἱμάτων] Συναγάγω φήσις συναγωγὰς ἐκ τῶ ἔθνος· (sic) τουτέστιν οὐ δι᾿ αἱμάτων P3 || Συνάγων] Συναγαγὼν B2 | Συνάγω (ut vid.) A3* | Συναγάγω V5 P7 L2 A3c || οὐ δι᾿ αἱμάτων] οὐ δι᾿ αἵματος A2 V4 || αὐτὰς συνάξω] δὲ ταύτας συνάξω V5 P7 L2 A3 || οὐδὲ] τουτέστιν οὐ A1 B1 B2 P6 Z V5 P7 L2 A3 || παρασκευάσω] διὰ τ- ante παρασκευάσω del. V4 || διὰ τῆς νομικῆς μοι] διὰ τῆς νομη A1* | διὰ τῆς νομικῆς A1m.sec. | διὰ τῆς [νομικῆς μοι(?)] A2 || προσέρχεσθαι] προέρχεσθαι M | προσεύχεσθ[α]ι P3 A3 || δὲ] δὲ supra lin. add. V4 || τῆς ἀναιμάκτου θυσίας] τῆς ἀναιμάκτου λατρείας V5 P7 L2 A3

N2: exp. 208 verloren. Montfaucon: exp. 208 zweimal ediert. Die erste Version ist aus P6, die zweite aus der Sammlung von Colville.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:208

(15,4d)
οὐδὲ μὴ μνησθῶ τῶν ὀνομάτων αὐτῶν διὰ χειλέων μου.
(4d) noch ihre Namen durch meine Lippen erwähnen.
Expositio 209:
Οὐκ ἔτι κληθήσονται φησὶν εἰδωλολάτραι καὶ ἄθεοι, ἀλλὰ κλητοὶ καὶ ἐκλεκτοί: –
Πάλαι μέν φησιν ἐπαξίας τῶν πράξεων ἐπήγοντο προσηγορίας· εἰδωλολάτραι· πολύθεοι· καὶ ἄθεοι ὀνομαζόμενοι· νῦν δὲ, οὐκέτι ἐκείνων μνησθήσομαι τῶν ὀνομάτων· ἕτερα δὲ αὐτοῖς ἀντ᾿ ἐκείνων δωρήσομαι· εὐσεβεῖς αὐτοὺς· καὶ θεοσεβεῖς καλῶν καὶ ἁγίους· κλητούς τε καὶ ἐκλεκτοὺς ὀνομάζων: –
Nicht mehr, will er sagen, werden sie Götzendiener und Gottlosen genannt werden, sondern Berufene und Auserwählte.
In der Vergangenheit verschafften sie sich Namen gemäß ihren Handlungen, indem sie Götzendiener, Polytheisten und Gottlosen bezeichnet wurden. Nun aber, nicht mehr werde ich diese Namen erwähnen, sondern ich werde ihnen stattdessen andere Namen schenken, indem ich sie Fromme, Gottesfürchtige und Heilige nenne, aber auch als Berufene und Auserwählte bezeichne.

V1 C M G P1 A1

Οὐκ – φησὶν] Οὐκ ἔτι φησὶ κληθήσονται A1

exp. 209 ist in zwei Fassungen überliefert. Die Kurzfassung entspricht inhaltlich und teilweise auch sprachlich dem Beginn und dem Ende der Langfassung. Beide Fassungen beruhen auf Euseb (fr. 6 in Ps 15,4c–d [Villani]); die Langfassung gibt jedoch einen größeren Abschnitt daraus fast wörtlich wieder (P5). V1 C: Auf die Kurzfassung folgt unmittelbar die Langfassung als eigenständiges Fragment. M: exp. 209 in der inneren Kolumne. Damit verbunden ist anscheinend eine Paraphrase aus Theodoret (comm. in Ps 15,4c–d [PG 80,960 B2–5]). P1: Die Kurzfassung und die Langfassung bilden eine Einheit. Montfaucon: Die Einheit von P1 wurde übernommen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:209

V1 C P1 P5 B1 B2 V5 P7 L2 A3

Πάλαι] Πολλαὶ V5 P7 L2 A3 || φησιν] om. P5 || ἐπαξίας τῶν πράξεων] ἐπαξίως τῶν πράξεων B1 | ἀξίως τῶν πράξεων B2 | ἐπαξίως τῶν πράξεων αὐτῶν V5 P7 L2 A3 || ἐπήγοντο προσηγορίας] ἐπείγοντο προσηγορίας V1 C | ἐπήγοντο προσηγορίαι V5 P7 L2 A3 || καὶ ἄθεοι] ἄθεοι V5 P7 L2 A3 | om. V1 C P1 B1 B2 || οὐκέτι – τῶν ὀνομάτων] οὐκέτι μνησθήσομαι τῶν ὀνομάτων ἐκείνων V1 C | οὐκέτι μνησθήσομαι τῶν ὀνομάτων τούτων B1 B2 | οὐκέτι μνησθήσομαι τῶν ὀνομάτων αὐτῶν V5 P7 L2 A3 || ἕτερα – ὀνομάζων] om. B1 B2 V5 P7 L2 A3 || ἕτερα – δωρήσομαι] om. V1 C P1 || καὶ θεοσεβεῖς καλῶν] om. V1 C P1

B1 B2 V5 P7 L2 A3: exp. 209 (= erste zwei Sätze der Langfassung) anonym oder Athanasius zugeschrieben (B1). P5: Die Langfassung (Athanasius) ist um einen Satz erweitert. Echtheitsfrage: Der Umstand, dass die Langfassung weitgehend mit Euseb übereinstimmt, reicht nicht aus, um in diesem Fall einen Austausch von Autorenzuschreibungen zwingend zu postulieren (d.h. Athanasius anstatt von Eusebius). Marie-Josèph Rondeau (1968) konnte nämlich zeigen, dass die Expositiones in einigen Fällen Passagen aus dem Kommentar des Eusebius nahezu wortwörtlich wiedergeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:209par

(15,5a)
κύριος ἡ μερὶς τῆς κληρονομίας μου καὶ τοῦ ποτηρίου μου·
(5a) Der Herr ist der Anteil meines Erbes und meines Bechers;
Expositio 210:
Ὡσεὶ σαφέστερον ἔλεγεν· ὁ πατήρ μου εἰς κλῆρόν μοι καὶ μερίδα, τὰ ἔθνη δεδώρηται· ᾧ καὶ γέγονα ὑπήκοος μέχρι θανάτου· τὸ γὰρ ποτήριον, τὸν θάνατον σημαίνει· κατὰ τὸ εἰρημένον· πάτερ· εἰ δυνατὸν, παρελθέτω ἀπ᾿ ἐμοῦ τὸ ποτήριον τοῦτο: –
Als ob er deutlicher gesagt hätte: Mein Vater hat mir zu meinem Erbe und Anteil die Völker geschenkt; dem bin ich auch gehorsam geworden bis zum Tod. Denn der Kelch bedeutet den Tod, gemäß der Aussage: 'Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber.' [Mt 26,39]

V1 C M G P1 P5 A1 L1 P6 Z V5 P7 L2 A3

Ὡσεὶ – δεδώρηται] Ὡς ἔλεγεν· ὁ πατήρ μου εἰς κλῆρον ἐμοὶ δέδωκε τὰ ἔθνη A1 || Ὡσεὶ σαφέστερον ἔλεγεν] om. G || Ὡσεὶ] fort. Ὡς εἶ V1* | Ὡσει V1corr | Ὡς εἰ P1 || ὁ πατήρ μου εἰς κλῆρόν μοι] ὁ πατήρ μου εἰς κληρονομίαν M | ὁ πατήρ μου ἐμοὶ, εἰς κληρονομίαν L1 | ὁ πατήρ μου εἰς κλῆρον μου P6 Z V5 P7 L2 A3 || ᾧ – μέχρι θανάτου] om. G || ᾧ καὶ] ὡς L1 | ὃ καὶ C || γέγονα ὑπήκοος] γέγονεν ὑπήκοος M P7 | γέγο ὑπήκοος V5 L2* | γέγονα L2corr || μέχρι θανάτου – τοῦτο] om. L1 || κατὰ τὸ εἰρημένον] ὥς ποῦ φησὶ A1 || παρελθέτω ἀπ᾿ ἐμοῦ] παρελθέτω P5 | παρελθέτω μοι P6 Z V5 P7 L2 A3 || τὸ ποτήριον τοῦτο] om. G

N2: exp. 210 verloren. V5 P7 L2 A3: exp. 210 aus der Tradition des Typus III (P6 Z N2). Montfaucon: exp. 210 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:210

(15,5b)
σὺ εἶ ὁ ἀποκαθιστῶν τὴν κληρονομίαν μου ἐμοί.
(5b) Du bist es, der mir mein Erbe wiederherstellt.
Expositio 211 (dubium):
Ἐπειδὴ τῆς ἀθανασίας καὶ τῆς δεσποτείας ἐστερήθη πλασθεὶς ὁ ἄνθρωπος διὰ τῆς παραβάσεως· σαρκωθεὶς ὁ σωτὴρ, ἀποκαθιστᾷ ταύτην πάλιν ἡμῖν: –
Da der Mensch, nachdem er geschaffen wurde, auf Grund der Verfehlung der Unsterblichkeit und der Herrschaft entzogen wurde, stellt der Erlöser diese für uns durch die Inkarnation wieder her.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:211

(15,6a)
σχοινία ἐπέπεσάν μοι ἐν τοῖς κρατίστοις·
(6a) Die Messschnüre sind für mich auf das herrlichste (Land) gefallen;
(15,6b)
καὶ γὰρ ἡ κληρονομία μου κρατίστη μοί ἐστιν.
(6b) es ist auch mein Erbe für mich das Herrlichste.
Expositio 212:
Τοὺς δεσμοὺς τῆς ἀγάπης φησὶν, οὓς ἔσχε πρὸς τὴν ἐκκλησίαν· ἥτις καὶ κρατίστη ἐστὶν, τουτέστιν ἀρέσκουσα αὐτῷ: –
Er meint die Bande der Liebe, die er der Kirche angelegt hat: Die ist auch herrlich, das heißt, ihm gefällig.

V1 C G P1 P5 A1 A2 V4 B1 B2 L1 P6 Z V5 P7 L2 A3

φησὶν] om. G || οὓς ἔσχε] ὁ υἱὸς ἔσχεν L1 | οὓς ἔσχον P6 || καὶ κρατίστη ἐστὶν] κρατίστη ἐστὶ(ν) C B2 V5 P7 L2 | κρατή (ἐστὶ) (sic) A3 | κρατίστη B1 || τουτέστιν] om. G L1 | καὶ V5 P7 L2 A3

N2: exp. 212 verloren. Montfaucon: exp. 212 anscheinend sowohl aus P1 als auch aus P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:212

(15,7a)
εὐλογήσω τὸν κύριον τὸν συνετίσαντά με·
(7a) Ich will den Herrn preisen, der mich verständig gemacht hat;
Expositio 213 (dubium):
Σοφία ὑπάρχων καὶ αὐτὸς ὢν πᾶσα σύνεσις, συνετισθῆναι φησὶ παρὰ τοῦ πατρός· πλὴν ὅτι καὶ ἐξ οἰκείων ὥσπερ σκεμμάτων συνετίζεται: –
Obwohl er als Weisheit existiert und er selbst jedes Verständnis ist, sagt er, vom Vater verständig gemacht worden zu sein; aber dass er auch, gleichwie aus eigenen Betrachtungen heraus, verständig wird.

P5 L1

ὑπάρχων] ὑπάρχει L1 || πλὴν ὅτι] πάλιν ὅτι L1 || συνετίζεται] συνετίζεσθαι L1

P5 L1: Beide Katenen, obwohl sie nicht zur selben Familie gehören, schreiben exp. 213 Athanasius zu. Auch das Vorhandensein des eher seltenen Ausdrucks τὰ σκέμματα, wie im Fall von exp. 95 (ebenfalls im Plural), spricht für die Zugehörigkeit dieser Erklärung zu den Expositiones.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:213

(15,7b)
ἔτι δὲ καὶ ἕως νυκτὸς ἐπαίδευσάν με οἱ νεφροί μου.
(7b) auch noch bis in die Nacht haben mich meine Nieren unterwiesen.
Expositio 214 (dubium):
Ἔθος τῇ θεοπνεύστῳ γραφῇ νεφροὺς ὀνομάζειν, τοὺς κεκρυμμένους καὶ ἐν βάθει λογισμούς· νύκτα δὲ τὸ ἀφανές: –
In der von Gott inspirierten Schrift ist es üblich, als Nieren die verborgenen und tiefen Überlegungen zu bezeichnen; als Nacht aber das Unsichtbare.

V1 C M P1 P5 A1 A2 V4

Ἔθος – λογισμούς] Ἔθος τῇ γραφῇ νεφροὺς ὀνομάζειν τοὺς κεκρυμμένους λογισμοὺς [καὶ] τὰς ἀφανεῖς ἐνεργείας: – A1 | Tοὺς κ[ε]κρυμμένους ἐν βάθει λο[γι]σμοὺς λέγει νεφρούς: – A2 | Paraphrasin Thedoreti (PG 80,961 B15–C1 C10–12) ante (λέγει) νεφροὺς δὲ, τοὺς κεκρυμμένους καὶ ἐν βάθει λογισμούς: – add. V4 || καὶ ἐν βάθει] ἐν βάθει P5 || νύκτα δὲ τὸ ἀφανές] om. A1 A2 V4

V1: exp. 214 Theodoret zugeschrieben (in der inneren Kolumne). Sie wird nicht in das Zählsystem der Expositiones einbezogen (siehe zu exp. 100 und 197). Die falsche Zuschreibung deutet auf eine Schwierigkeit im Umgang mit dieser Erklärung hin, die auf die Vorlage zurückgehen könnte. C: exp. 214 anonym und auch hier nicht mitgezählt. M: exp. 214 zwischen den Psalmzeilen. P5: exp. 214 Athanasius zugeschrieben. P1 A1: exp. 214 (anonym) ist in Katenen vorhanden, die vornehmlich Expositiones benützen. Echtheitfrage: exp. 214 enthält einen spezifisch konnotierten Ausdruck (ἐν τῇ θεοπνεύστῳ γραφῇ), den sie mit exp. 6 teilt. Montfaucon: exp. 214 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:214

(15,8a)
προωρώμην τὸν κύριον ἐνώπιόν μου διὰ παντός,
(8a) Ich sah den Herrn stets vor mir,
Expositio 215:
Τούτων ἡ ἑρμηνεία κεῖται ἐν ταῖς πράξεσι τῶν ἀποστόλων σαφῶς: –
Die Erklärung dieser Worte liegt in der Apostelgeschichte deutlich vor. [cf. Act 2,25–31]

V1 C M P1

Τούτων] Τούτου P1 || σαφῶς] om. P1

V1 C P1: exp. 215 wird auf Ps 15,7a bezogen, erklärt diese Stelle aber nicht. Seine ursprüngliche Funktion muss es gewesen sein, Ps 15,8–11, d.h. die in der Apostelgeschichte zitierten Verse (Act 2,25–28), einzuführen. Daher wiederspricht sie nicht der Zugehörigkeit von exp. 213 zu den Expositiones. M: exp. 215 und 216 bilden eine Einheit. Montfaucon: exp. 215 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:215

(15,8b)
ὅτι ἐκ δεξιῶν μού ἐστιν, ἵνα μὴ σαλευθῶ.
(8b) denn er steht zu meiner Rechten, damit ich nicht erschüttert werde.
Expositio 216:
Καθὸ μὲν νοεῖται θεὸς, αὐτός ἐστιν ὁ πάντα στηρίζων καὶ ἀνέχων· καθὸ δὲ γέγονεν ἄνθρωπος, πρέπει ἂν αὐτῷ καὶ τὸ λέγειν ἐκ δεξιῶν ἐσχηκέναι τὸν κύριον· ἵνα μὴ σαλευθῆ· συμπλάττεται γὰρ πανταχοῦ τοῖς τῆς ἀνθρωπότητος μέτροις, καὶ τὸ τῇ κενώσει πρέπον οὐκ αἰσχύνεται διὰ τὴν οἰκονομίαν· ὅρα γοῦν ὡς γέγονεν ἡμῶν ἡ φύσις εὐδόκιμος ἐν Χριστῷ· καὶ προσηνέχθημεν εἰς πρόσωπον τοῦ πατρὸς, οἱ ἐκβεβλημένοι διὰ τὴν ἐν Ἀδὰμ παράβασιν· καὶ ἐσχήκαμεν αὐτὸν ἐπαμύνοντα καὶ στηρίζοντα: –
Insofern er als Gott gedacht wird, ist er es, der alles stützt und aufrecht hält. Insofern er aber Mensch geworden ist, geziemt es sich für ihn wohl auch zu sagen, dass er den Herrn zur Rechten habe, um nicht erschüttert zu werden. Denn überall gestaltet er sich nach den Maßen der Menschheit, und wegen der Heilsordnung schämt er sich nicht in Bezug auf das, was der Entäusserung zukommt. Siehe also, wie hochgeachtet unsere Natur in Christus geworden ist, und wie wir vor das Angesicht des Vaters gebracht wurden, wir, die wegen der Übertretung in Adam herausgetrieben wurden, und wie wir ihn zur Abwehr und Stütze hatten.

V1 C M P1 P5 B3 P6 Z N2 V5 P7

μὲν] μὲν γὰρ V5 P7 || θεὸς] θεὸς ὁ Χριστὸς B3 || αὐτός – ἀνέχων] αὐτός ἐστιν ὁ τὰ πάντα στηρίζων καὶ ἀνέχων V1 C M | αὐτός ἐστιν ὁ πάντα στηρίζων καὶ συνέχων P1 P5 | οὕτως ἐστὶν στηρίζων πάντας καὶ ἀνέχων V5 P7 || καθὸ δὲ] καθὸ καὶ P1 | καθὰ V5 P7 || πρέπει ἂν αὐτῷ] πρέπει ἐν αὐτῷ P1 | πρέποι δ᾿ ἂν αὐτῷ B3 | πρέποι ἂν αὐτῷ P5 Z N2 | πρέπoι ἂν αὐτὸν P6 | πρέπ ἂν αὐτῷ V5 || τὸ λέγειν] τὸ V1 C M P1 || ἐσχηκέναι] ἑστηκέναι P1 || συμπλάττεται – πρέπον] om. V5 P7 || συμπλάττεται] συμπράττεται B3 || τὸ τῇ κενώσει πρέπον] τὸ τῇ κενώσει πρέπων V1 | τῷ τῇ κενώσει πρέπων P1 M || ὅρα – στηρίζοντα] om. C || ὅρα – παράβασιν] καὶ προσηνέχθη μὲν Ἀδὰμ ὁ παραβάς· ὅρα γὰρ οὖν· εἰ γέγονεν ἡμῶν ἡ (ἡ supra lin. add. P7) φύσις, εὐδόκιμος ἐν Χριστῷ· εἰς πρόσωπον τοῦ Χριστοῦ: – (post παραβάς ras. vel fenestra circ. I litt. V5) V5 P7 || ὅρα] ὅ- ex corr. V1 | ὁρᾶ P6 || ὡς γέγονεν – ἐν Χριστῷ] ὅπως γέγονεν ἡ φύσις ἡμῶν εὐδόκιμος ἐν Χριστῷ P6 Z N2 || καὶ προσηνέχθημεν] προσηνέχθη μὲν P6 | προσηνέχθημεν Z N2 || εἰς πρόσωπον] εἰς τὸ πρόσωπον M || ἐν Ἀδὰμ] om. B3 || καὶ ἐσχήκαμεν – στηρίζοντα] om. V5 P7

Randkatenen: exp. 216 mit Ps 15,8a (V1) bzw. mit Ps 15,8 (Z) bzw. mit Ps 15,8–9b (P6) bzw. mit Ps 15,9a–b (N2) verbunden. Textkatenen: exp. 216 nach Ps 15,8a (P5) bzw. nach Ps 15,8 (C P1). Die Exegese von exp. 216 konzentriert sich jedoch auf Ps 15,8b (siehe zu exp. 215). Montfaucon: exp. 216 aus P1 und P6 zusammengestellt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:216

(15,9a)
διὰ τοῦτο ηὐφράνθη ἡ καρδία μου,
(9a) Darum freute sich mein Herz,
(15,9b)
καὶ ἠγαλλιάσατο ἡ γλῶσσά μου,
(9b) und es jubelte meine Zunge,
Expositio 217:
Ἀγαθὸς ὑπάρχων κατὰ φύσιν ὁ θεὸς, εὐφροσύνην πεποίηται τῶν ἀπολωλότων τὴν σωτηρίαν· καὶ ὅτι γέγονεν εὐμενὴς τοῖς ἐπὶ γῆς ὁ πατὴρ· καὶ οἷά τις βακτηρία τοὺς ἀσθενοῦντας ἀνέχουσα: –
Da Gott gemäß seiner Natur als gut existiert, hat er die Erlösung derer, die untergegangen waren, zu einer Freude gemacht; und (es jubelte meine Zunge darüber), dass der Vater wohlgesinnt wurde den Bewohnern der Erde, und wie ein Staab, die Kraftlosen hochhält.

V1 C P1 P5 A1 B3 L1 V5 P7

Ἀγαθὸς ὑπάρχων κατὰ φύσιν ὁ θεὸς] Ἀγαθὸς ὑπάρχων ὁ θεὸς κατὰ φύσιν A1 | Ἀγαθὸς γὰρ κατὰ φύσιν ὑπάρχων ὁ θεὸς V5 P7 || ὁ θεὸς] ὡς θεὸς C P5 B3 || εὐμενὴς τοῖς ἐπὶ γῆς ὁ πατὴρ] εὐμενὴς τοῖς ἐπὶ γῆς ὁ σωτὴρ A1 | εὐμενὴς τῶν ἐπὶ γῆς ὁ πατὴρ L1 | εὐμενὴς ὁ πατὴρ τοῖς ἐπὶ γῆς V5 P7 || καὶ οἷά τις βακτηρία] οἷα τῆς βακτηρίας L1 | οἷά τις βακτηρία V5 P7

urn:cts:etf:psath.expps.grc:217

(15,9c)
ἔτι δὲ καὶ ἡ σάρξ μου κατασκηνώσει ἐπ᾿ ἐλπίδι,
(9c) auch noch mein Fleisch wird in Hoffnung wohnen,
(15,10a)
ὅτι οὐκ ἐγκαταλείψεις τὴν ψυχήν μου εἰς ᾅδην
(10a) denn du wirst meine Seele nicht der Unterwelt preisgeben
(15,10b)
οὐδὲ δώσεις τὸν ὅσιόν σου ἰδεῖν διαφθοράν.
(10b) noch zulassen, dass dein Frommer die Verwesung sieht.
Expositio 218:
Μέχρι τοῦ ἰδεῖν διαφθοράν· καὶ ποία τίς ἦν ἡ ἐλπὶς τῆς σαρκὸς αὐτοῦ· ἢ ὅτι ἀναλήψεται τὴν ἀποτεθεῖσαν ψυχήν: –
Soweit (zulassen), dass er die Verwesung sieht. Und was war die Hoffnung seines Fleisches, wenn nicht die, dass er die abgelegte Seele wiedererlangen wird?

V1 C P1 P5 A1 A2 V4 B2 B3 V5 P7

Μέχρι – καὶ] om. A2 V4 || Μέχρι – διαφθοράν] om. P1 P5 A1 B2 || καὶ] [καὶ(?)] P5 || ἦν – σαρκὸς] deperdita A2 || ἦν] om. (ut vid.) A1 | om. V5 P7 || ἡ ἐλπὶς] ἐλπὶς P1 || ὅτι ἀναλήψεται] ὅτι καὶ ἀναλήψεται P5 A1 B3 | ὅτε ἀναλήψεται V5 P7 || τὴν ἀποτεθεῖσαν ψυχήν] τὴν αὐτῷ τεθεῖσαν ψυχήν A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:218

(15,11a)
ἐγνώρισάς μοι ὁδοὺς ζωῆς·
(11a) Du hast mir die Wege des Lebens kundgetan;
Expositio 219:
Αὐτὸς ὢν ἡ ζωὴ καὶ ὁ ζωοποιὸς· κατὰ τὸ ἐγώ εἰμι ἡ ἀνάστασις καὶ ἡ ζωὴ, ἐζωοποιῆσθαι λέγεται παρὰ τοῦ πατρὸς· διὰ τὴν οἰκονομίαν: –
Αὐτὸς ὢν ἡ ζωὴ καὶ ὁ ζωοποιὸς· κατὰ τὸ ἐγώ εἰμι ἡ ἀνάστασις καὶ ἡ ζωὴ, ἐζωοποιῆσθαι λέγεται παρὰ τοῦ πατρὸς διὰ τὴν οἰκονομίαν· καίτοι τοῦτο αὐτοῦ ἴδιον· ἐνεργήσαντος ἐν τῇ ἰδίᾳ σαρκὶ τὴν ζωήν· ὁμοούσιος γὰρ ἐστὶν αὐτὸς τῷ πατρὶ, καὶ αὐτóς ἐστιν ἡ ζωοποιὸς δύναμις τοῦ πατρὸς· κἂν σεσάρκωται δι᾿ ἡμᾶς: –
Obwohl er das Leben und der Schöpfer des Lebens ist, gemäß der Stelle 'ich bin die Auferstehung und das Leben' [Ioh 11,25], sagt man (hier) von ihm, dass er vom Vater zum Leben erweckt wurde wegen der Heilsordnung.
Obwohl er das Leben und der Schöpfer des Lebens ist, gemäß der Stelle 'ich bin die Auferstehung und das Leben' [Ioh 11,25], sagt man (hier) von ihm, dass er vom Vater zum Leben erweckt wurde wegen der Heilsordnung, und doch ist ihm dies eigen, da er in seinem eigenen Fleisch das Leben eigenständig bewirkt hat. Denn er ist wesenseins mit dem Vater und er selbst ist die lebensschöpfende Kraft des Vaters, auch wenn er wegen uns Fleisch geworden ist.

V1 C M P1 A1

Αὐτὸς – ὁ ζωοποιὸς] Αὐτὸς ὢν ζωὴ καὶ ζωοποιὸς V1 C M P1 | Αὐ[τὸς] ὢ[ν] ἡ ζ[ω]ὴ A1 || κατὰ – ἡ ζωὴ2] om. V1 C M P1 || ἐζωοποιῆσθαι λέγεται] ἐζωοποιεῖσθαι λέγεται P1 M | καὶ ζωοποιεῖσθαι λέγεται A1 || διὰ τὴν οἰκονομίαν] τὴν οἰκονομίαν P1 A1

M: Eine verkürzende Paraphrase des Didymus (fr. 97 in P 15,9c–10 [180 Mühlenberg]; Eusebius zugeschrieben) mit exp. 219 verbunden. Montfaucon: exp. 219 der Sammlung von Colville entnommen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:219

B3 V5 P7

κατὰ – ἡ ζωὴ2] καὶ ἡ ἀνάστασις V5 P7 || ἐζωοποιῆσθαι] ἐζωοποιεῖσθαι B3 | ζωοποιεῖσθαι V5 P7 || καίτοι – ἐνεργήσαντος] καὶ τὸ ἴδιον ἐνεργήσας V5 P7 || ἐνεργήσαντος] correximus | ἐνεργῆσαν B3 || αὐτὸς τῷ πατρί] τῷ πατρί V5 P7

Diese Fassung von exp. 219 (anonym) steht nach exp. 221 aber vor exp. 220. Diese drei Expositiones befinden sich im Abschnitt zu Ps 15,11.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:219par

(15,11b)
πληρώσεις με εὐφροσύνης μετὰ τοῦ προσώπου σου,
(11b) Du wirst mich mit Freude erfüllen mit deinem Angesicht,
Expositio 220:
Ὁ τῆς ἀνθρωπότητος ἔχων πρόσωπον ὡς καθ᾿ ἡμᾶς γεγονὼς· τοὺς ἡμῖν μᾶλλον καὶ οὐχ ἑαυτῷ πρέποντας· καθὸ νοεῖται θεὸς, ἀναπέμπει λόγους: –
Ὡς ἐκ προσώπου τοῦ Χριστοῦ πρὸς τὸν ἐν οὐρανοῖς πατέρα καὶ θεὸν λέγεται ὁ στίχος· πλὴν ἐκεῖνος διδάσκει ὅτι τὸ τῆς ἀνθρωπότητος ἔχων πρόσωπον ὡς καθ᾿ ἡμᾶς γεγονὼς· τοὺς ἡμῖν μᾶλλον καὶ οὐχ᾿ ἑαυτῷ πρέποντας καθὸ νοεῖται θεὸς, ἀναπέμπει λόγους· ὡς ἐφ᾿ ἑαυτῷ καὶ πρώτῳ καλῶν ἐφ᾿ ἡμᾶς τὴν τῶν οὐρανίων ἀγαθῶν μέθεξιν· ὅσα γὰρ ἑαυτῷ δεδόσθαι φησὶν, ταῦτα τῇ τοῦ ἀνθρώπου φύσει προσνέμει· οὕτω γὰρ πληροῦται τὸ, τῇ αὐτοῦ πτωχείᾳ πεπλουτηκέναι : –
Er, der ein menschliches Antlitz annimmt, weil er wie wir wurde, erhebt Reden, die mehr zu uns passen als zu ihm selbst, wonach er als Gott erkannt wird.
Wie von der Person Christi zum Vater und Gott im Himmel wird die Zeile (i.e. Ps 15,11b) gesprochen; diese aber lehrt, dass er, der ein menschliches Antlitz annimmt, weil er wie wir wurde, Reden erhebt, die mehr zu uns passen als zu ihm selbst, wonach er als Gott erkannt wird: Als ob er die Teilhabe für uns an den himmlischen Gütern zuerst zu sich selbst gerufen hätte. Denn alles, was er sagt, dass es ihm gegeben wurde, all das teilt er der Natur des Menschen zu. Denn so wird erfüllt die Stelle, durch seine Armut reich geworden zu sein. [cf. 2Cor 8,9]

V1 C G P1 B2

ὡς καθ᾿ ἡμᾶς γεγονὼς] ὃς καθ᾿ ἡμᾶς γεγονὼς P1 || καὶ οὐχ] οὐχ P1

Montfaucon: exp. 220 der Sammlung von Colville entnommen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:220

P5 B3 L1 V5 P7

Ὡς – ὁ στίχος] Λέγεται μὲν ὁ στίχος ὡς (ὡς om. B3) ἐκ προσώπου τοῦ (τοῦ om. B3) Χριστοῦ, πρὸς τὸν ἐν τοῖς οὐρανοῖς πατέρα καὶ θεόν B3 V5 P7 | Λέγεται μὲν ὅτι ἐκ προσώπου τοῦ Χριστοῦ πρὸς τὸν ἐν οὐρανοῖς πατέρα καὶ θεóν L1 || ἐκεῖνος] ἐκεῖνο P5 B3 | ἐκείνω L1 || τὸ τῆς ἀνθρωπότητος] τῆς ἀνθρωπότητος L1 || ἔχων πρόσωπον] μέτρον ἔχων πρόσωπον B3* | ἡμέτερον ἔχων πρόσωπον B3m.sec. || ὡς καθ᾿ ἡμᾶς γεγονὼς] καθ᾿ ἡμᾶς γέγονε B3 || μᾶλλον καὶ οὐχ᾿ ἑαυτῷ] μᾶλλον· οὐχ᾿ ἑαυτῶ B3 | om. P5 P7 L1 || καθὸ νοεῖται θεὸς] om. L1 || ὡς3 – ἐφ᾿ ἡμᾶς] ὡς ἑαυτῷ καὶ πρώτῳ καλῶν ἡμᾶς L1 | ὡς ἐφ᾿ ἑαυτὸν· πρῶτον καλῶν ἡμᾶς V5 P7 || καὶ πρώτῳ καλῶν ἐφ᾿ ἡμᾶς] om. B3 || τὴν – μέθεξιν] εἰς τὴν τῶν οὐρανίων ἀγαθῶν μέθεξιν V5 P7 L1 || ὅσα – προσνέμει] om. L1 || ὅσα – φησὶν] οἷα γὰρ αὐτῷ δίδως φησὶ V5 P7 || οὕτω – πεπλουτηκέναι] om. B3 | τῇ γὰρ αὐτοῦ πτωχείᾳ ἡμᾶς ἐπλούτισεν L1 | τῇ γὰρ αὐτοῦ πτωχείᾳ πεπλουτήκαμεν V5 P7

Diese Fassung von exp. 220 entweder Athanasius zugeschrieben (P5 L1) oder anonym (V5 P7). In L1 steht sie nach Ps 15,9c.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:220par

(15,11c)
τερπνότητες ἐν τῇ δεξιᾷ σου εἰς τέλος.
(11c) Wonnen sind zu deiner Rechten für immer.
Expositio 221:
Τοῦτο σημαίνει, ὅτι ἐν τέρψεσι καὶ εὐφροσύναις ἔσονται μακραῖς καὶ διηνεκέσιν οἱ ἅγιοι· μετὰ τὸ ἀναβιῶναι κατὰ τὸν τῆς ἀναστάσεως καιρόν· ταύτην δὲ τὴν τέρψιν καὶ τὴν εὐφροσύνην· ἥτις ἐστὶν ἡ ἀφθαρσία, λήψεσθαι λέγουσι παρὰ Χριστοῦ· ὃς καὶ ἔστι δεξιὰ τοῦ πατρός· καὶ ὡς ἀληθὴς ὁ λόγος, δῆλον ἐκ τοῦ φήσαντος λογίου· ὃς μετασχηματίσει τὸ σχῆμα τῆς ταπεινώσεως ἡμῶν, σύμμορφον τῷ σώματι τῆς δόξης αὐτοῦ: –
Das bedeutet, dass die Heiligen in Wonne und Freude sein werden, groß und beständig, nachdem sie zum Zeitpunkt der Auferstehung wieder ins Leben zurückgekehrt sein werden. Sie sagen aber, dass sie diese Wonne und Freude, die die Unverweslichkeit ist, von Christus empfangen werden, der auch die Rechte des Vaters ist. Dass aber die Worte wahr sind, wird deutlich aus dem Wort, das sagt: 'der die Gestalt unserer Niedrigkeit umgestalten wird gleichförmig dem Leib seiner Herrlichkeit.' [Phil 3,21]

V1 C M Ga Gb P1 P5 A1 A2 V4 B3 L1 V5 P7 L2 A3

Τοῦτο – καιρόν] perstrinxit et transposuit Ga || Τοῦτο σημαίνει] Τερπνότης ἐν τῇ δεξιᾷ σου (= Ps 15,11c) A2 || ὅτι – οἱ ἅγιοι] ὅτι (om. V5 P7 L2 A3) ἐν τέρψεσι καὶ ἐν εὐφροσύναις ἔσονται οἱ ἅγιοι A2 V5 P7 L2 A3 | ὅτι ἐν τέρψει καὶ ἐν εὐφροσύνῃ ἔσονται οἱ ἅγιοι V4 || μακραῖς] μακρῶς P1 | μακαρίαις A1 || μετὰ τὸ ἀναβιῶναι] om. L1 || καιρόν] om. A3 || ταύτην – αὐτοῦ] om. A1 || ταύτην – τοῦ πατρός] ταύτην τὴν ὄψιν ἐν δεξιᾷ εἶναι τοῦ πατρός L1 || ἡ ἀφθαρσία] ἀφθαρσία A2 V4 B3 || λήψεσθαι] λείψεσθαι P1 | λήψεσθε V5 P7 L2* A3 | λήψεσθαι L2corr || ὃς – τοῦ πατρός] ὃς καὶ ἔστι ἡ δεξιὰ τοῦ πατρός Ga | ὃς καὶ ἔστι δόξα τοῦ πατρός P5 | ὃς ἐστὶν ἐν ἡμῖν καὶ δεξιὰ τοῦ πατρός V5 P7 L2 A3 || καὶ ὡς – αὐτοῦ] om. Ga A2 V4 B3 V5 P7 L2 A3 || δῆλον] δηλονότι L1 || ἐκ τοῦ φήσαντος λογίου] ἐκ τοῦ φείσαντος λογίου C P1 | ἐκ τοῦ φήσαντος ἁγίου Gb || ὃς2 – αὐτοῦ] om. Gb || ὃς2] ὃ- ex corr. V1 || τὸ σχῆμα] τὸ σῶμα P5 L1 || σύμμορφον] συμμορφ[ον(?)] P5

V5 P7: Siehe zu exp. 219. Koptische Version: Die prädikative Erweiterung μακραῖς καὶ διηνεκέσιν ist abwesend (= A2 V4 V5 P7 L2 A3). Die Erwähnung von Christus (παρὰ Χριστοῦ) wird mit Attributen erweitert. Die von den meisten Handschriften bezeugte Lesart von ὃς – τοῦ πατρός wird bestätigt. Montfaucon: exp. 221 aus P7 und P1 zusammengestellt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:221

Psalm 16
(16,1a)
Προσευχὴ τοῦ Δαυΐδ.
(1a) Ein Gebet, von David.
Expositio 222: Hypothesis
ᾌδεται ὁ ψαλμὸς ἐκ προσώπου τοῦ κατὰ θεὸν τελείου: –
Νοητῶς μὲν ἄδε[ται] ὁ ψαλ[μ]ὸς [ἐκ π]ρ[ο]σώ[που] τοῦ κατὰ θεὸν τελείο[υ] [κατὰ τῶν δαιμόν(?)]ων· ἱστ[ο]ρικῶς δὲ περὶ [τ]ο[ῦ Σαοὺ]λ [ὁ] Δαυῒδ, [τὸν] θεὸν εἰς ἐπικουρίαν [κα]λ[εῖ·(?)] [ἐκ]λ[αμβάνεται(?)] [δὲ] ἀναγωγικῶς, καὶ ἀπὸ τοῦ Χριστοῦ πρὸς [τὸν πατέρα(?)]: –
Dieser Psalm wird gesungen in Person desjenigen, der vor Gott vollkommen ist.
Spirituell wird der Psalm von der Person dessen gesungen, der nach Gott vollkommen (gegen die Dämonen?) ist. Aber historisch (gesehen) bittet Gott um Unterstützung in Bezug auf Saul. Anagogisch kann (der Psalm) jedoch als von Christus zum Vater gedeutet werden.

V1 C P1 P5 A1 B1 P6 Z N2 V5 P7

τελείου] τελειουμένου B1

Montfaucon: exp. 222 wahrscheinlich aus P1 (= P6). Koptische, syrische Version (Epitome): exp. 222 in der Kurzfassung vorhanden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:222

A1

Exp. 222 findet sich hier als Einleitungssatz einer umfassenderen Hypothesis wieder, wenn auch mit geringfügigen Erweiterungen. Die Erweiterungen zielen auf die geistliche Auslegung des Psalms ab (νοητῶς). Der Mittelteil weist auf den Sitz im Leben des Psalms hin (ἱστορικῶς) und könnte auf Theodoret zurückgehen (comm. in Ps 16,1a [PG 80,965 A6–8]). Die Quelle der conclusio (ἀναγωγικῶς) lässt sich nicht bestimmen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:par

(16,1b)
Εἰσάκουσον, κύριε, τῆς δικαιοσύνης μου,
(1b) Höre, Herr, meine Gerechtigkeit an,
(16,1c)
πρόσχες τῇ δεήσει μου,
(1c) achte auf mein Flehen,
Expositio 223:
Πολλῆς πεποιθήσεως ὁ λόγος μεστός: –
Πολλῆς πεποιθήσεως ὁ λόγος μεστός· τὸ γὰρ τῆς δικαιοσύνης ἐνταῦθα, οὐχ ὡς καυχώμενος λέγει· οὐδ᾿ ὡς δίκαιον ἑαυτὸν ἀποφαίνων· ἀλλ᾿ ἀντὶ τοῦ δικαίως αἰτοῦντος τὴν παρὰ σοῦ βοήθειαν· καὶ ἀξιοῦντος ἀπαλλαγῆναι ὧν ἀδίκως ὑπομένω· μάτην ὑπὸ τοῦ Σαοὺλ διωκόμενος, καὶ εἰσάκουσον καὶ παράσχου τὴν αἴτησιν: –
Die Rede ist voll großer Zuversicht.
Die Rede ist voll großer Zuversicht; denn hier spricht er von der Gerechtigkeit nicht als einer, der sich rühmt, noch als einer, der sich als gerecht darstellt, sondern als einer, der in gerechter Weise um deine Hilfe bittet; und da ich erbitte, dass ich von den Dingen befreit werde, die ich zu Unrecht erdulde – weil ich von Saulus grundlos verfolgt werde –, so höre an und gewähre die Bitte.

V1 C P1 P5 A1 A2 V4

μεστός] post μεστὸς add. ἐφεξῆς P1 | καὶ μεστός V4

Koptische Version: exp. 223 in der Kurzfassung vorhanden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:223

P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

γὰρ] om. P6 || δίκαιον] δικαιῶν (ut vid.) L2* | δίκαιον L2corr || ἀντὶ τοῦ δικαίως] ἀντὶ τοῦ δικαίου A3 || ὑπομένω] ὑπομενεῖ P6

Montfaucon: Die Langfassung von exp. 223 aus P6 mit Varianten aus P7 korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:223par

(16,1d)
ἐνώτισαι τῆς προσευχῆς μου οὐκ ἐν χείλεσιν δολίοις.
(1d) vernimm mein Gebet(, das ich) nicht mit betrügerischen Lippen (spreche).
Expositio 224:
Προσευχῆς γὰρ οὐ διὰ χειλέων δολίων προσφερομένης· διὰ δὲ γλώττης κεκαθαρμένης· καὶ τὰ θεῖα λόγια μελετᾶν εἰθισμένης, ἐνωτίζεται ὁ θεός: –
Denn ein Gebet, das nicht mit betrügerischen Lippen dargebracht wird, sondern mit einer Zunge, die gereinigt und gewohnt ist, über die göttlichen Worte zu sinnen, vernimmt Gott.

V1 C P1 P5 A1 A2 V4 L1

Προσευχῆς – ὁ θεός] Προσευχὴν γὰρ, οὐχὶ διὰ χειλέων δωρεῶν προσφερομένην, ἀλλὰ διὰ γλώττης κεκαθαρμένης καὶ θεῖα λόγια μελετᾶν· ἢ, ἐνωτίζεσθαι ὁ θεός: – (sic) L1 || γὰρ] om. P5 || οὐ] οὐχὶ V4 || προσφερομένης] προσφε- evanidum A1 || μελετᾶν εἰθισμένης] μελετᾶν εἰθισ- evanida A1 || ἐνωτίζεται] [ἐνω]τίζεσθαι π[έ]φ[υ]κεν A2 || ὁ θεός] θεός P5

Montfaucon: exp. 224 aus P1 (προσφερομένης ausgelassen).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:224

(16,2a)
ἐκ προσώπου σου τὸ κρίμα μου ἐξέλθοι,
(2a) Aus deinem Angesicht gehe das Urteil über mich hervor,
Expositio 225:
Σαφῶς εὔχεται, τὸν μονογενῆ κριτὴν ἑαυτῷ καταστῆναι: –
Deutlich fleht er, dass der Einziggeborene als Richter über ihn selbst eingesetzt wird.

V1 C M P1 P5 A1 L1

κριτὴν ἑαυτῷ καταστῆναι] κριτὴν ἑαυτὸν καταστῆσαι P5 | κριτὴν καταστῆναι L1 | κ[ριτὴν ἑαυτῷ κατα(?)]στῆναι A1

M: exp. 225 steht nach exp. 226 (in der inneren Spalte). Koptische Version: exp. 225 steht nach Ps 16,2–3a. Montfaucon: exp. 225 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:225

(16,2b)
οἱ ὀφθαλμοί μου ἰδέτωσαν εὐθύτητας.
(2b) meine Augen sollen Aufrichtigkeit erblicken.
Expositio 226:
Τὸ δίκαιον κρῖμα ἐξαιτεῖ τοῦ υἱοῦ, ὃ ἔκρινεν ἡμῖν: –
Er erbittet vom Sohn das gerechte Urteil, das er für uns gesprochen hat.

V1 C M P1 P5 A1

ἐξαιτεῖ] ἐζ[ητ]εῖ A1* | ἐζ[ήτ]ει A1corr

M: exp. 226 neben dem Psalmtext. Koptische Version: exp. 226 steht nach Ps 16,3b. Montfaucon: exp. 226 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:226

(16,3a)
ἐδοκίμασας τὴν καρδίαν μου, ἐπεσκέψω νυκτός·
(3a) Du hast mein Herz geprüft, hast (es) bei Nacht heimgesucht,
Expositio 227 (dubium):
Ἐδοκίμασάς με φησὶν ἐν τῇ νυκτὶ τῶν συμφορῶν· καὶ τῶν διωγμῶν, καὶ ἔγνως ὡς πρὸς ἀνομίαν οὐδαμῶς ἐξέκλινα: –
Du hast mich geprüft, sagt er, in der Nacht der Bedrängnisse und Verfolgungen, und erkannt, dass ich keineswegs zur Gesetzlosigkeit neigte.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:227

(16,3b)
ἐπύρωσάς με, καὶ οὐχ εὑρέθη ἐν ἐμοὶ ἀδικία.
(3b) hast mich geläutert, und keine Ungerechtigkeit wurde an mir gefunden.
Expositio 228:
Ἀδικίαν εἴωθεν ἡ θεία γραφὴ καλεῖν, τὴν κατὰ τοῦ θεοῦ βλασφημίαν· ἀδικίαν γάρ φησιν εἰς τὸ ὕψος ἐλάλησαν: –
Ungerechtigkeit pflegt die göttliche Schrift die Lästerung gegen Gott zu nennen. Denn, sagt er, 'Ungerechtigkeit haben sie zu Höhe hin geredet.' [Ps 72,8b]

V1 C P1 P5 A1 B2

ἡ θεία γραφὴ καλεῖν] ἡ θεία καλεῖν γραφὴ P5 | κ[αλ]εῖ[ν] ἡ γραφὴ A1 || κατὰ τοῦ θεοῦ] κατὰ θεὸν A1 || γάρ φησιν] φησὶν A1

L1: Folgende unedierte Erklärung (nach Ps 16,3b) wird Athanasius zugeschrieben: Πύρωσιν, τοὺς πειρασμοὺς λέγει· οἷς τῶν δικαίων αἱ ψυχαὶ δοκιμάζονται. V1m.sec. C B1 B2 schreiben diesen Text Hesychius zu (comm. magnus [?] in Ps 16,3b). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (βλασφημίαν). Koptische Version: exp. 226 tritt hier an die Stelle von exp. 228 (siehe oben). Montfaucon: exp. 228 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:228

(16,4a)
ὅπως ἂν μὴ λαλήσῃ τὸ στόμα μου τὰ ἔργα τῶν ἀνθρώπων,
(4a) Damit mein Mund nicht die Werke der Menschen verkündigt,
Expositio 229:
Διδάσκει ὡς καὶ τοῦτο παρεφυλάττετο, πρὸς τὸ μηδὲν θνητὸν μηδὲ ἀνθρώπινον φθέγγεσθαι· ἀλλὰ μέχρι καὶ τοῦ τυχόντος ῥήματος ἀκριβολογεῖσθαι: –
Er lehrt, dass er dies auch beachtete, um nichts Sterbliches oder Menschliches zu sagen, sondern um bei jedem kleinen Wort genau zu sein.

V1 C M P1 P5 B1

Διδάσκει] Διὰ τοῦ προκειμένου ante διδάσκει add. B1 || ὡς] ὡ〈ς〉 M || παρεφυλάττετο] παραφυλάττεσθαι P1 | παρεφύλαττεν B1 || μηδὲ ἀνθρώπινον] om. B1 || ἀλλὰ – ἀκριβολογεῖσθαι] om. V1 C M P1 B1

M: Didymus (fr. 100 in Ps 16,3 [182,2–5.8–16 Mühlenberg]), exp. 229, exp. 230 und möglicherweise eine Paraphrase des Asterius (fr. 16 ex catenis in Ps 16,3–4 [262,17–20 Richard]) bilden eine Einheit. P5: Die Zugehörigkeit von ἀλλὰ – ἀκριβολογεῖσθαι zur ursprünglichen Expositio scheint durch die koptische Version bestätigt zu werden. Montfaucon: exp. 229 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:229

(16,4b)
διὰ τοὺς λόγους τῶν χειλέων σου ἐγὼ ἐφύλαξα ὁδοὺς σκληράς.
(4b) habe ich aufgrund der Lehre deiner Lippen harte Wege befolgt.
Expositio 230:
Διὰ τὰ σὰ προστάγματα φησὶν, τὴν στενὴν καὶ τεθλιμμένην εἰσήλασα πύλην: –
Auf Grund deiner Gebote, will er sagen, bin ich durch das enge und schmale Tor hineingegangen. [cf. Mt 7,13–14]

V1 C M P1 P5 A1 B1 B2

εἰσήλασα] εἰσήλατο B2

L1: Folgende unedierte Erklärung (nach Ps 16,4b) wird Athanasius zugeschrieben: Ὁ βουλόμενος τὰ ἀλλότρια φλυαρεῖν ἁμαρτήματα, τὰς οἰκείας ὁδοὺς τὰς σκληρὰς φυλαξάτω· τουτέστιν· ἐπιμνησθήτω (ἐπιμνησθεῖτω L1) τῶν ἑαυτοῦ παραπτωμάτων, καὶ οὕτως πάσης διαβολικῆς λοιδωρίας παύσεται. Da es bereits eine Expositio zu Ps 16,4b gibt, ist es wahrscheinlicher, dass es einen Autorentausch stattgefunden hat. Auch hier könnte man an eine Stelle aus dem Commentarius magnus des Hesychius denken (siehe zu exp. 228). Syrische Version (Epitome): exp. 230 wiedergegeben. Montfaucon: exp. 230 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:230

(16,5a)
κατάρτισαι τὰ διαβήματά μου ἐν ταῖς τρίβοις σου,
(5a) Bereite meine Schritte auf deinen Pfaden,
(16,5b)
ἵνα μὴ σαλευθῶσιν τὰ διαβήματά μου.
(5b) damit meine Schritte nicht wanken.
Expositio 231:
Διδάσκει ὁ λόγος μὴ πεποιθέναι ἐφ᾿ ἑαυτοῖς, ἐπὶ δὲ τῷ θεῷ ἐπιστηρίζεσθαι: –
Die Rede lehrt, nicht auf uns selbst zu vertrauen, sondern uns auf Gott zu stützen.

V1 C P1 P5 A2 V4 B2 V5 P7 L2 A3

πεποιθέναι] πεπυθέναι B2 || ἐφ᾿ ἑαυτοῖς] ἐφ᾿ ἑαυτῷ ἢ ἐφ᾿ ἑαυτοῖς A2 V4 V5 P7 L2 A3

V4: Die Erklärung, die auf exp. 231 folgt, wird ebenfalls Athanasius zugeschrieben (über τοῦ αὐτοῦ, d.h. Ἀθανασίου). Dies ist eigentlich Theodoret (comm. in Ps 16,7c–8a [PG 80,968 B10–14]), der ohne Verbindung zum Psalmtext steht. In A2 wird dieser Text korrekt verbunden und zugeschrieben. V5 P7 L2 A3: exp. 231 anscheinend aus der Tradition des Typus XIV (A2 V4). Koptische Version: Anscheinend hatte die griechische Vorlage ἐφ᾿ ἑαυτοῖς, und nicht ἐφ᾿ ἑαυτῷ ἢ ἐφ᾿ ἑαυτοῖς (= A2 V4 V5 P7 L2 A3). Syrische Version (Epitome): exp. 231 wiedergegeben. Montfaucon: exp. 231 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:231

(16,6a)
ἐγὼ ἐκέκραξα, ὅτι εἰσήκουσάς μου [ἐπήκουσάς μου Rahlfs], ὁ θεός·
(6a) Ich habe geschrien, denn du hast mich erhört, Gott.
Expositio 232a:
Ἀντὶ τοῦ εἰσακούσῃ: –
Ἀντὶ τοῦ εἰσακούσῃ παρεληλυθὼς, ἀντὶ μέλλοντος τὸ θαρρεῖν τῆς ἐκβάσεως γεγενημένον εἰ[πών(?)]: –
Anstelle von 'du wirst anhören'.
Anstelle von 'du wirst anhören' steht eine Vergangenheitsform, (das heißt) anstelle der Zukunftsform spricht er von der Zuversicht über das Ergebnis als eine Sache der Vergangenheit.

V1 C P5 P6 Z N2

Ἀντὶ] Τὸ εἰσήκουσας ante ἀντὶ add. P6 Z N2 || εἰσακούσῃ] εἰσακούσει V1

C: exp. 232a vom Schreiber am Rand hinzugefügt. Koptische Version: exp. 232a ist in der Kurzfassung vorhanden, steht aber nach Ps 16,6–7b. P1: Theodoret (comm. in Ps 16,6a [PG 80,968 A14–B1]) steht hier anstelle von exp. 232a. Montfaucon: exp. 232a aus P6 übernommen und durch Theodoret (aus P1) erweitert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:232a

A1

(16,6b)
κλῖνον τὸ οὖς σου ἐμοὶ καὶ εἰσάκουσον τῶν ῥημάτων μου.
(6b) neige dein Ohr mir zu und höre meine Worte an.
Expositio 232b (dubium):
Ὅλως ὁ θεὸς, οὗς ἐστιν· ὡς τὰ πάντα ἀκούων: –
Gott ist ganz Ohr, weil er alles hört.

V1 C M P1 B1 B2

Ὅλως] Ὅλος M B2

Dieses Dubium ist in allen Zeugen anonym. C: exp. 232b vom Schreiber am äußeren Rand hinzugefügt. M: exp. 232b unter der Kolumne des Psalmtextes. Montfaucon: exp. 232b aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:232b

(16,7a)
θαυμάστωσον τὰ ἐλέη σου,
(7a) Mache wunderbar dein Erbarmen,
(16,7b)
ὁ σῴζων τοὺς ἐλπίζοντας ἐπὶ σὲ
(7b) (du,) der die rettet, die auf dich hoffen,
(16,7c)
ἐκ τῶν ἀνθεστηκότων τῇ δεξιᾷ σου.
(7c) vor denen, die sich deiner Rechten widersetzen.
(16,8a)
φύλαξόν με ὡς κόραν ὀφθαλμοῦ·
(8a) Behüte mich wie den Augapfel;
Expositio 233:
Ἀβλαβῆ τὸν τῆς διανοίας ὀφθαλμὸν εὔχεται τηρηθῆναι, ἐκ τῆς κακίας τῶν ἀντικειμένων δυνάμεων: –
Er fleht, dass das Auge des Geistes unverletzt vor der Bosheit der feindlichen Mächte bewahrt wird.

V1 C M P1 P5 A1 A2 V4 B1 B2 V5 P7 L2 A3

Ἀβλαβῆ] Ἀβλαβῆς M || τηρηθῆναι] διατηρηθῆναι P1 B1 V5 P7 L2 A3 | φυλαχθῆναι A1 || ἐκ – δυνάμεων] om. B1

M: exp. 233 nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. A1: exp. 233 anscheinend mit einer Paraphrase des Theodoret (comm. in Ps 16,7c–8a [PG 80,968 C3–8]) verbunden. B1: Der letzte Teil von exp. 233 wird durch den letzten Teil von exp. 234 ersetzt. Diese Einheit steht nach Ps 16,7c–8a. L1: Folgende Erklärung (nach Ps 16,7a–b) wird Athanasius zugeschrieben: Mεγάλυνον τὸ ἔλεός σου εἰς ἐμέ. Dies ist eine Metaphrase, die zweimal hintereinander abgeschrieben wurde. Im ersten Fall ist dieser Text eindeutig als Scholion des Hesychius (nr. 14.15 in Ps 16,7a–b [Antonelli; PG 27,700]) intendiert, da es unmittelbar nach dem Lemma platziert ist (der für die anonyme Scholia des Hesychius reservierte Platz). Zwischen den beiden Texten findet ein Seitenwechsel statt. Syrische Version (Epitome): exp. 233 frei wiedergegeben. Montfaucon: exp. 233 (vorhanden in P1) wurde nicht ediert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:233

(16,8b)
ἐν σκέπῃ τῶν πτερύγων σου σκεπάσεις με
(8b) im Schutz deiner Flügel wirst du mich schützen
Expositio 234:
Οὔπω φησὶν ἐπίμονος ἔσται ἡ βλάβη τῇ τηρήσει τῶν ὀφθαλμῶν, εἰ ὑπὸ τὴν σὴν γενόμεθα σκέπην: –
Gewiss nicht, sagt er, wird der Schaden bei der Bewahrung der Augen dauerhaft sein, wenn wir uns unter deinen Schutz stellen.

V1 C P1 P5 B1

Οὔπω – τῶν ὀφθαλμῶν] Οὕτω φησὶν ἔσται μόνον ἀβλαβῆ τηρῆσαι τὸν ὀφθαλμὸν P1 | Oὕτω φησὶ μόνως ἔσται ἀβλαβῆ τηρῆσαι τὸν ὀφθαλμὸν P5 | om. B1 || εἰ] εἰ * V1 || γενόμεθα] γενοίμεθα P5 | γενηθῆναι B1

Die seltene Verbalform γενόμεθα scheint die Funtion des Präsens (γιγνόμεθα bzw. γινόμεθα) zu erfüllen (vgl. z.B. Apolinaris, fr. 69 in Ps 44,12a [28 Mühlenberg]). B1: Siehe zu exp. 233. Montfaucon: exp. 234 (vorhanden in P1) wurde nicht ediert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:234

(16,9a)
ἀπὸ προσώπου ἀσεβῶν τῶν ταλαιπωρησάντων με.
(9a) vor dem Angesicht der Gottlosen, die mich ins Elend stürzen.
(16,9b)
οἱ ἐχθροί μου τὴν ψυχήν μου περιέσχον·
(9b) Meine Feinde haben meine Seele umringt.
(16,10a)
τὸ στέαρ αὐτῶν συνέκλεισαν,
(10a) Ihr Fett haben sie eingeschlossen,
Expositio 235:
Τὴν σφοδροτάτην εὐημερίαν τῶν ἐχθρῶν σημαίνει: –
Er meint den überbordenden Wohlstand der Feinde.

V1 C P1 P5 A2 V4 V5 P7 L2 A3

σημαίνει] ὁ λόγος σημαίνει P5 A2 V4

A3: exp. 235 mit Hesychius (schol. nr. 23 in Ps 16,11a [Antonelli; PG 27,700]) verbunden. Montfaucon: exp. 235 aus der Sammlung von Colville.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:235

(16,10b)
τὸ στόμα αὐτῶν ἐλάλησεν ὑπερηφανίαν.
(10b) und ihr Mund hat hochmütig gesprochen.
(16,11a)
ἐκβάλλοντές με νυνὶ περιεκύκλωσάν με,
(11a) Die, die mich rauswerfen, haben mich umzingelt.
Expositio 236:
Ἀντὶ τοῦ κεκρικότες ἐκβαλεῖν: –
Anstelle von 'nachdem sie beschlossen hatten hinauszuwerfen'.

V1 C M P1 P5

Ἀντὶ – ἐκβαλεῖν] Tοὺς ἐκβάλλοντας ἀντὶ τοῦ κεκρικότας ἐκβάλλειν: – P1 | Ἀντὶ τοῦ κεκρικότες ἐκβάλλειν: – P5

M: exp. 236 steht nach exp. 237 (in der inneren Spalte). Montfaucon: exp. 236 (vorhanden in P1) wurde nicht ediert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:236

(16,11b)
τοὺς ὀφθαλμοὺς αὐτῶν ἔθεντο ἐκκλῖναι ἐν τῇ γῇ.
(11b) ihre Augen haben sie (darauf) gerichtet, zur Erde zu beugen.
Expositio 237:
Εἷς σκοπός φησι γέγονεν αὐτοῖς· οἱονεὶ κατενέγκαι εἰς γῆν, καὶ τὰ σαρκὸς πεῖσαι φρονεῖν: –
Das einzige Ziel für sie war, sagt er, (die Augen) sozusagen auf die Erde gesenkt zu halten und zu überzeugen, die Werke des Fleisches zu sinnen. [cf. Rom 8,5]

V1 C M P1 P5 A2 V4 B2 P6 Z N2 V5a P7a V5b P7b L2a A3a L2b A3b

Εἷς σκοπός] Εἰς σκοπὸν V5b* P7b L2b A3b | Εἰς σκοπὸς (sic) V5bcorr || φησι] om. M || αὐτοῖς] ἑαυτοῖς P6 Z N2 || κατενέγκαι] -αι ex corr. A3a || εἰς γῆν] εἰς τὴν γῆν V5b P7b L2b A3b || καὶ] supra lin. add. V5a || πεῖσαι] ποιῆσαι V1 C M B2 V5b P7b L2b A3b

V4: exp. 237 mit Hesychius (comm. brevis in Ps 16,11b [23 Jagić]) verbunden. Diese Einheit wird Theodoret zugeschrieben. V5 P7 L2 A3: exp. 237 ist doppelt vorhanden. Die erste Fassung ist mit Ps 16,11 verbunden: Εἷς σκοπός φησι γέγονεν αὐτοῖς· οἱονεὶ κατενέγκαι εἰς γῆν, καὶ τὰ σαρκὸς πεῖσαι φρονεῖν (V5a P7a L2a A3a; Athanasius zugeschrieben); die zweite mit Ps 16,11b: Εἷς σκοπός φησι γέγονεν αὐτοῖς· οἱονεὶ κατενέγκαι εἰς τὴν γῆν, καὶ τὰ σαρκὸς ποιῆσαι φρονεῖν (V5b P7b P7a L2b A3b; anonym). Die zweite Fassung teilt die Lesart ποιῆσαι mit V1 C (Typus XIX), M – der eng mit V1 verwandt ist –, und B2. Syrische Version (Epitome): exp. 237 wiedergegeben; sie bestätigt die Lesart πεῖσαι. Montfaucon: exp. 237 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:237

(16,12a)
ὑπέλαβόν με ὡσεὶ λέων ἕτοιμος εἰς θήραν
(12a) Sie überfielen mich wie ein Löwe, (der) bereit (ist) zu Jagd,
(16,12b)
καὶ ὡσεὶ σκύμνος οἰκῶν ἐν ἀποκρύφοις.
(12b) und wie ein Junglöwe, der im Verborgenen wohnt.
Expositio 238 (dubium):
Ὁ γὰρ ἐχθρὸς, περιέρχεται ὡς λέ[ων ὠ]ρυ[ό]μενος· ζητῶν ἑτοίμως με κατ[ασπ]άσα[ι] τ[ὰ σαρ]κὸς φρονεῖν· καὶ λαθρ[αίω]ς [ὡ]ς [σ(?)]κ[ύμνος(?)] [λ]έ[οντ]ος: –
Denn der Feind streift umher wie ein brüllender Löwe, der entschlossen versucht, mich niederzureißen, [cf. 1Petr 5,8var et Ps 21,14b] damit ich an die Dinge des Fleisches denke, [cf. Rom 8,5] und auf versteckte Weise wie ein Löwenjunges.

A1

Dieses Dubium ähnelt einem anderen Dubium aus A1 (siehe unten exp. 345 in Ps 21,14). Es teilt mit exp. 237 einen aus dem Römerbrief entlehnten Ausdruck (τὰ σαρκὸς φρονεῖν). In A1 wird Ps 16,11 jedoch nicht durch exp. 236 und 237, sondern durch eine einzige Exegese erklärt (Diodorus Tars. [?], comm. in Ps 16,11a [88 Olivier]).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:238

(16,13a)
ἀνάστηθι, κύριε, πρόφθασον αὐτοὺς καὶ ὑποσκέλισον αὐτούς,
(13a) Steh auf, Herr, tritt ihnen entgegen, bringe sie zu Fall,
(16,13b)
ῥῦσαι τὴν ψυχήν μου ἀπὸ ἀσεβοῦς,
(13b) errette meine Seele vor dem Gottlosen,
(16,13c)
ῥομφαίαν σου ἀπὸ ἐχθρῶν τῆς χειρός σου.
(13c) dein Schwert vor den Feinden deiner Hand.
Expositio 239:
Ἑκάστη τῶν δικαίων ψυχὴ καὶ μάλιστα τῶν ἑλκόντων τοὺς ἁμαρτωλοὺς ἐξ ἀσεβείας εἰς θεοσέβειαν, οἱονεί πως ῥομφαία ἐστὶν ἠκονημένη κατὰ τῶν πνευμάτων τῆς πονηρίας· ταύτην οὖν τὴν ῥομφαίαν ὦ δέσποτα φησὶν· ἣν αὐτὸς κατὰ τῶν ἐχθρῶν τῶν σῶν ἠκόνησας, ῥῦσαι ἀπὸ τῶν ἐχθρῶν τῆς σῆς χειρός· τίνες δ᾿ ἂν εἶεν οἱ τῆς χειρὸς τοῦ θεοῦ ἐχθροὶ, ἢ οἱ ἀνθιστάμενοι τῇ εἰς τὸν μονογενῆ αὐτοῦ πίστει· ὅς ἐστι καὶ χεὶρ αὐτοῦ; : –
Jede Seele der Gerechten und besonders derer, die die Sünder von der Gottlosigkeit zur Gottesfurcht hinführen, ist gleichsam ein Schwert, geschärft gegen die Geister der Bosheit. Dieses Schwert also, o Herrscher, – sagt er –, das du gegen deine Feinde geschärft hast, errette vor den Feinden deiner Hand. Wer aber wohl wären die Feinde der Hand Gottes, wenn nicht diejenigen, die sich dem Glauben an seinen einziggeborenen Sohn widersetzen, der auch seine Hand ist?

V1 C M P1 P5 A1 A2 V4 B1 L1 P6 Z N2 V5a P7a V5b P7b L2 A3

δικαίων] -α- ex corr. V1 || μάλιστα τῶν] -ιστα τῶν evanida A1 || τοὺς ἁμαρτωλοὺς] fort. τοῖς ἁμαρτωλοῖς P1* | τοὺς ἁμαρτωλοὺς P1c || ἐξ ἀσεβείας εἰς θεοσέβειαν] ἐξασέβείαν (sic) L1 || οἱονεί – αὐτοῦ] om. B1 || οἱονεί πως] οἱονείπερ V5b P7b || ῥομφαία – τῆς πονηρίας] ῥομφαία ἐστὶ θεοῦ V5a P7a L2 A3 || ῥομφαία ἐστὶν ἠκονημένη] ῥομφαίαν τὴν ἠκονημένην L1 || ἐστὶν] evanidum A1 || τῆς πονηρίας] evanida A1 || ὦ δέσποτα – ἠκόνησας] om. V5a P7a L2 A3 || φησὶν· ἣν αὐτὸς] ἣν αὐτὸς M | φησὶν· αὐτὸς V5b P7b | evanida A1 || κατὰ τῶν ἐχθρῶν τῶν σῶν] κατὰ τῶν σῶν ἐχθρῶν P5 A2 P6 Z N2 | κατὰ τῶν ἐχθρῶν A1 L1 V4 V5b P7b || ῥῦσαι – χειρός] ῥῦσαι ἀπὸ τῶν ἐχθρῶν τῆς χειρός σου A1 V5a P7a L2 A3 | ῥῦσαι ἀπὸ τῶν ἐχθρῶν σου P5 | ῥῦσαι ἀπὸ τῶν ἐχθρῶν V1 C M | om. V5b P7b || ῥῦσαι ἀπὸ τῶν] post ῥ- evanida A1 || τίνες – αὐτοῦ] om. V5a P7a L2 A3 || τίνες δ᾿ ἂν] τίνες δὲ ἂν P5 || εἶεν οἱ τῆς] evanida A1 || ἢ – πίστει] ἀνθιστάμενοι· τῆς εἰς τὸν μονογενῆ πίστεως L1 || τῇ εἰς τὸν] evanida A1 || ὅς ἐστι] ὅστις ἐστὶ A2 V4 P6 Z N2 V5b P7b || καὶ χεὶρ] καὶ supra lin. add. (ut vid.) V1 | χεὶρ M A1 || αὐτοῦ] evanidum A1

M: exp. 239 Hesychius zugeschrieben. V5 P7: exp. 239 ist doppelt vorhanden. Die erste Expositio wird Athanasius zugeschrieben: Ἑ[κ]άστη τῶν δικαίων ψυχὴ καὶ μάλιστα τῶν ἑλκόντων τοὺς ἁμαρτωλοὺς· ἐξ ἀσεβείας εἰς θεοσέβειαν, οἱονεί πως ῥομφαία ἐστὶ θεοῦ· ταύτην οὖν τὴν ῥομφαίαν, ῥῦσαι ἀπὸ τῶν ἐχθρῶν τῆς χειρός σου (V5a P7a); die zweite ist anonym: Ἑκάστη τῶν δικαίων ψυχὴ καὶ μάλιστα τῶν ἑλκόντων τοὺς ἁμαρτωλοὺς· ἐξ ἀσεβείας εἰς θεοσέβειαν, οἱονείπερ ῥομφαία ἐστὶν ἠκονημένη κατὰ τῶν πνευμάτων τῆς πονηρίας· ταύτην οὖν τὴν ῥομφαίαν ὦ δέσποτά φησιν, αὐτὸς κατὰ τῶν ἐχθρῶν ἠκόνησας· τίνες δ᾿ ἂν εἶεν οἱ τῆς χειρὸς τοῦ θεοῦ ἐχθροὶ, ἢ οἱ ἀνθιστάμενοι τῇ εἰς τὸν μονογενῆ αὐτοῦ πίστει· ὅστις ἐστὶν καὶ χεὶρ αὐτοῦ (V5b P7b). Beide Texte sind mit Ps 16,13c verbunden. L2 A3 haben die zweite Expositio ausgelassen. Syrische Version (Epitome): exp. 239 bis τῆς σῆς χειρός vollständig wiedergegeben; der letzte Satz jedoch in gekürzter Form. Montfaucon: exp. 239 nach P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:239

(16,14a)
κύριε, ἀπὸ ὀλίγων ἀπὸ γῆς
(14a) Herr, von den Wenigen von der Erde
(16,14b)
διαμέρισον αὐτοὺς ἐν τῇ ζωῇ αὐτῶν.
(14b) zerstreue sie in ihrem Leben
Expositio 240:
Χωρισθῆναι τοὺς ἀσεβεῖς τῶν ὀλίγων εὔχεται καὶ οἱονεί πως διαμερισθῆναι· τίνες δὲ οἱ ὀλίγοι, ἢ περὶ ὧν λέλεκται· πολλοὶ μὲν κλητοὶ, ὀλίγοι δὲ ἐκλεκτοί: –
Er fleht, dass die Gottlosen von den Wenigen geschieden und irgendwie zerstreut werden. Wer sind aber die wenigen, wenn nicht die, von denen gesagt worden ist: 'Viele sind berufen, aber wenige auserwählt'. [Mt 22,14]

V1 C M P1 P5 A2 V4 B2 B3 L1 V5 P7 L2 A3

Χωρισθῆναι] fort. Χωρισθῆναι τίνες in ras. ante ΙΖ΄ Χωρισθῆναι (ΙΖ΄ [= 17] in fine ras.) V1 | Χαρισθῆναι M* | Χωρισθῆναι Mc || τῶν ὀλίγων] τῶν τε ὀλίγων M | τῶν δικαίων P1 | ἐκ τῶν δικαίων L1 || εὔχεται] evanidum A2 || καὶ οἱονεὶ πῶς διαμερισθῆναι] om. B2 || καὶ οἱονεὶ πῶς] οἱονεί πως M V5 P7 L2 A3 | καὶ οἷον εἶπω L1 || τίνες δὲ οἱ ὀλίγοι] τίνες δὲ ἂν εἶεν οἱ ὀλίγοι B3 | τίνες δ᾿ ἂν εἶεν οἱ λόγοι L1 || πολλοὶ μὲν κλητοὶ] πολλοὶ μέν εἰσι κλητοὶ P1 L1 | πολλοὶ κλητοὶ B3 || ἐκλεκτοί] ἐ- ex corr. V1

M: exp. 240 nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. V5 P7 L2 A3: exp. 240 mit einem Zitat aus Diodor von Tarsus (comm. in Ps 16,14c [90,147–150 Olivier]) verbunden. Montfaucon: exp. 240 nach P7.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:240

(16,14c)
καὶ τῶν κεκρυμμένων σου ἐπλήσθη ἡ γαστὴρ αὐτῶν,
(14c) Und von deinen versteckten (Gütern) hat sich ihr Magen gefüllt,
Expositio 241:
Πάντων φησὶ τῶν τιμίων ἀπήλαυσαν· διὸ καὶ ἀπελάκτισαν οὕτως, ὡς καὶ παρανομεῖν: –
Sie erfreuten sich, sagt er, an allen kostbaren Dingen. Deshalb randalierten sie derart, dass sie sogar das Gesetz übertraten.

V1 C M P1 P5 B2 B3 V5 P7

Πάντων] Tὰ κατάλοιπα τοῖς νηπίοις· (= Ps 16,14e) ante πάντων add. M || ἀπήλαυσαν] ἀπολελαύκασι B3 V5 P7 || ὡς] * ὡς V5

M: exp. 241 steht nach exp. 242 (in der inneren Spalte). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Montfaucon: exp. 241 (aus P1 [?]) durch eine unbekannte Quelle erweitert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:241

(16,14d)
ἐχορτάσθησαν υἱῶν
(14d) sie haben sich mit Söhnen gesättigt,
(16,14e)
καὶ ἀφῆκαν τὰ κατάλοιπα τοῖς νηπίοις αὐτῶν.
(14e) und das Übrige haben sie ihren Kindern hinterlassen.
Expositio 242:
Πάσης φησὶ παρανομίας ἐπλήσθησαν, καὶ εἰς παῖδας δὲ ταύτην παρέπεμψαν: –
Sie haben sich, will er sagen, mit aller Gesetzlosigkeit erfüllt und sie an ihre Kinder weitergegeben.

V1 C M P1 P5 A2 V4 B1 B2 B3 L1 V5 P7 L2 A3

ἐπλήσθησαν] ἐνεπλήσθησαν A2 V4 B1 B2 B3 L1 || ταύτην παρέπεμψαν] non descripsit M || ταύτην] τούτων A2 V4

M: exp. 242 nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. B1: exp. 242 wird als ἐρμηνεία Θεοδωρίτου eingeführt. Theodoret (comm. in Ps 16,14d–e [PG 80,972 A14–B4]) steht jedoch als eigenständiges Fragment nach dieser Expositio. V5 P7: exp. 242 mit Ps 16,14a–c verbunden. Montfaucon: exp. 242 wahrscheinlich aus P1 (= P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:242

(16,15a)
ἐγὼ δὲ ἐν δικαιοσύνῃ ὀφθήσομαι τῷ προσώπῳ σου,
(15a) Ich aber werde in Gerechtigkeit vor deinem Angesicht erscheinen,
(16,15b)
χορτασθήσομαι ἐν τῷ ὀφθῆναι τὴν δόξαν σου.
(15b) ich werde gesättigt werden, wenn deine Herrlichkeit erscheint.
Expositio 243 (dubium):
Οὐχ ὁμοιωθήσομαι ἐκείνοις, οὐδὲ τῶν αὐτῶν φησὶ χορτασθήσομαι· ἀλλὰ τῆς σῆς δόξης ἐμπλησθήσομαι διὰ δικαίων ἔργων: –
Ich werde mich nicht jenen gleichmachen und auch nicht, sagt er, mich mit den gleichen Dingen sättigen; sondern ich werde mich mit deiner Herrlichkeit durch gerechte Werke anfüllen.

P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

οὐδὲ] οὐ A3

P6 Z N2: Dieses dubium wird Athanasius zugeschrieben. V5 P7 L2 A3: exp. 243 (Athanasius zugeschrieben) nahe der Tradition des Typus III (P6 Z N2). Montfaucon: exp. 243 aus P6 oder P7.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:243

Psalm 17
(17,1)
Εἰς τὸ τέλος· τῷ παιδὶ κυρίου τῷ Δαυῒδ, ἃ ἐλάλησεν τῷ κυρίῳ τοὺς λόγους τῆς ᾠδῆς ταύτης ἐν ἡμέρᾳ, ᾗ ἐρρύσατο αὐτὸν κύριος ἐκ χειρὸς πάντων τῶν ἐχθρῶν αὐτοῦ καὶ ἐκ χειρὸς Σαοὺλ,
(1) Auf das Ende hin: Bezogen auf David, den Knecht des Herrn; was er redete zu dem Herrn, die Worte dieses Liedes, am Tag, an dem ihn der Herr errettete aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls;
(17,2a)
καὶ εἶπεν
(2a) und er sprach:
Expositio 244: Hypothesis
Περιέχει ὁ ψαλμὸς, ἐπανάστασιν ἐχθρῶν· καὶ ἐπίκλησιν εἰς συμμαχίαν θεοῦ· καὶ κάθοδον τοῦ μονογενοῦς καὶ ἀνάληψιν· καὶ τὰ μετὰ τὴν ἀνάληψιν κατὰ τῶν δαιμόνων πραχθέντα, καὶ τοῦ ἰσραὴλ ἐκβολὴν· καὶ τῶν ἐθνῶν κλῆσιν· τὸ δὲ ἐκ χειρὸς τῶν ἐχθρῶν αὐτοῦ καὶ ἐκ χειρὸς Σαοὺλ, ἀναφέροιτο ἂν εἰς τοὺς νοητοὺς ἐχθροὺς· καὶ τὸν τούτων ἄρχοντα: –
Ἱστορικ[ῶς] μὲν, ὡς ἡ ἐπιγραφὴ δηλοῖ· ἀναγογικῶς δὲ, περιέχει ὁ ψαλμὸς τὴν ἀνθρωπότητα· π[ρ]οσκαλουμένην εἰς συμμαχίαν τὸν Χριστὸν· εἶτα κάθοδον τοῦ μον[ο]γενοῦς καὶ ἀνάληψιν· τὰ κατ[ὰ τῶ]ν δαιμόνων πραχθέντα· καὶ τοῦ ἰσραὴλ ἐκβολὴν καὶ τῶν ἐθνῶν τὴν κλῆσιν· λαμβάνετ[αι] δὲ ἐκ ψυχῆς ῥυσθείσης νοητῶν ἐχθρ[ῶν]: –
Der Psalm umfasst einen Aufstand von Feinden und eine Anrufung Gottes um Hilfe sowie die Herabkunft und die Auffahrt des Einziggeborenen und was nach der Auffahrt gegen die Dämonen getan wurde, die Verstoßung Israels und die Berufung der heidnischen Völker. Aber die Worte 'aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls' [Ps 17,1] könnten sich auf die geistigen Feinde und ihren Anführer beziehen.
Historisch (gesehen), wie die Überschrift zeigt; aber anagogisch (gesehen) umfasst der Psalm die Menschheit, die für sich Christus um Hilfe anruft; ferner die Herabkunft und die Auffahrt des Einziggeborenen, was gegen die Dämonen getan wurde und die Verstoßung Israels sowie die Berufung die Berufung der heidnischen Völker. Außerdem muss er aus der Perspektive einer Seele verstanden werden, die von geistigen Feinden errettet wird.

V1 C M P1 P5 A2 V4 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

ἐπανάστασιν] -ν in ras. C || ἐχθρῶν] ἐθνῶν V5 P7 L2 A3 || καὶ ἐπίκλησιν εἰς συμμαχίαν θεοῦ] καὶ ἐφεξῆς κλίσιν εἰς συμμαχείαν ἐχθρῶν αὐτοῦ B1 || καὶ τὰ – πραχθέντα] καὶ τὰ μετὰ τὴν ἀνάληψιν τὰ κατὰ τῶν δαιμόνων πραχθέντα M | καὶ μετὰ τὴν ἀνάληψιν τὰ (τὰ supra lin. add. V4) κατὰ τῶν δαιμόνων πραχθέντα A2 V4 | καὶ τὰ κατὰ τῶν δαιμόνων πραχθέντα B1 | τὰ κατὰ τῶν δαιμόνων πραχθέντα P6 Z N2 | τὰ κατὰ τῶν δαιμόνων V5 P7 L2 A3 || τῶν δαιμόνων πραχθέντα] τῶν -αιμο-ων πραχθέντ- in ras. C || ἐκβολὴν] τὴν ἐκβολὴν B1 || κλῆσιν] τὴν κλίσιν B1 || αὐτοῦ] om. B1 || ἐκ χειρὸς2] χειρὸς M* | ἐκ χειρὸς Mc || ἀναφέροιτο ἂν] ἀναφέροιτ᾿ ἂν A2 V4 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 || ἐχθροὺς] om. V5 P7 L2 A3 || καὶ τὸν τούτων ἄρχοντα] καὶ τὸν διάβολον B1

M: exp. 244 Theodoretus zugeschrieben. B1: exp. 244 Hesychius zugeschrieben. Montfaucon: P1 korrigiert mit Varianten aus P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:244

A1

Der einleitende Satz (Ἱστορικ[ῶς] – δηλοῖ) ist vergleichbar mit Theodoret (comm. in Ps 17,1–2a [PG 80,972 B16–18]).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:244par

(17,2b)
Ἀγαπήσω σε, κύριε ἡ ἰσχύς μου.
(2b) Lieben will ich dich, Herr, meine Stärke!
(17,3a)
κύριος στερέωμά μου καὶ καταφυγή μου καὶ ῥύστης μου,
(3a) Der Herr ist meine Feste und meine Zuflucht und mein Erretter,
(17,3b)
ὁ θεός μου βοηθός μου, καὶ ἐλπιῶ ἐπ᾿ αὐτόν,
(3b) mein Gott ist mein Helfer, und hoffen will ich auf ihn,
(17,3c)
ὑπερασπιστής μου καὶ κέρας σωτηρίας μου, ἀντιλήμπτωρ μου.
(3c) (er ist) mein Beschützer und das Horn meiner Rettung, mein Beistand!
(17,4a)
αἰνῶν ἐπικαλέσομαι κύριον
(4a) Lobend will ich den Herrn anrufen,
(17,4b)
καὶ ἐκ τῶν ἐχθρῶν μου σωθήσομαι.
(4b) und vor meinen Feinden werde ich gerettet werden.
Expositio 245:
Τῶν εὐεργεσιῶν αἰσθόμενος τοῦ θεοῦ· ὅπέρ ἐστι μέγιστον δῶρον, ἀνατίθησιν αὐτῷ τὴν ἀγάπην φημί· ἣν καὶ πρώτην ὁ σωτὴρ, ἐν ἐντολαῖς ἔταξεν: –
Weil er die Wohltaten Gottes wahrnimmt, bringt er ihm dar, was die größte Gabe ist, ich meine die Liebe. Genau diese hat der Erlöser als Erste unter den Geboten aufgestellt. [cf. Mt 22,37–40parr]

V1 C M P1 P5 A1 A2 V4 B1 B2 L1

μέγιστον δῶρον] τὸ μέγιστον δῶρον A2 V4 | μέγιστα δῶρον (sic) L1 || αὐτῷ] αὐτοῦ L1 || φημί] om. A2 V4 B2 L1 || καὶ πρώτην] καὶ πρώτον B1 || ἐν ἐντολαῖς] ἐν ταῖς ἐντολαῖς A1 B2 | φησὶν ἐντολὴν A2 V4

L1: Es ist zu beachten, dass nicht das Scholion des Hesychius (nr. 2 in Ps 17,3a [Antonelli; PG 27,701]) nach Ps 17,3a an erster Stelle steht, sondern eine unbekannte Erklärung (Ὅτι σὺ εἶ, ἡ ἀντίληψίς μου κύριε). Das an zweiter Stelle stehende Scholion des Hesychius wird Athanasius zugeschrieben. Diese Zuschreibung scheint darauf hinzuweisen, dass exp. 245 ursprünglich auch in der Linie der L1-Tradition vorhanden war. Tatsächlich ist diese Expositio bei verwandten Katenen vorhanden (B1 B2). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Montfaucon: exp. 245 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:245

(17,5a)
περιέσχον με ὠδῖνες θανάτου,
(5a) Mich umfingen die Wehen des Todes,
(17,5b)
καὶ χείμαρροι ἀνομίας ἐξετάραξάν με
(5b) und die Ströme der Gesetzlosigkeit versetzen mich in Schrecken.
(17,6a)
ὠδῖνες ᾅδου περιεκύκλωσάν με,
(6a) Die Wehen der Unterwelt umringten mich,
(17,6b)
προέφθασάν με παγίδες θανάτου.
(6b) es nahten sich mir die Schlingen des Todes.
(17,7a)
καὶ ἐν τῷ θλίβεσθαί με ἐπεκαλεσάμην τὸν κύριον
(7a) Und als ich bedrängt wurde, rief ich den Herrn an,
(17,7b)
καὶ πρὸς τὸν θεόν μου ἐκέκραξα·
(7b) und zu meinem Gott schrie ich;
Expositio 246:
Οὐδενὸς ἐνταῦθα πολέμου θνητοῦ μέμνηται, ἀλλὰ δυνάμεων ἀφανῶν· ἔνδον τὴν ψυχὴν αὐτοῦ κυκλουσῶν: –
Hier denkt er nicht an einen Krieg eines Sterblichen, sondern unsichtbarer Mächte, die inwendig seine Seele umringen.

V1 C M P1 P5 A1 A2 V4 B1 B2

Οὐδενὸς] Οὐδενός φησιν P1 || ἐνταῦθα] ἐνταῦ〈θα〉 M || πολέμου θνητοῦ μέμνηται] [π]ολεμ[ί]ου μέμνη[τα]ι [θ]νη[το]ῦ A1 | πολεμίου θνητοῦ μέμνηται A2 V4 B1 B2 || ἔνδον] om. M || κυκλουσῶν] [κυκλούντων] A1 | κυκλούντων A2 V4

M: exp. 246 nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. B1: Es wird einleitend behauptet, dass diese Expositio sechs Zeilen (στίχοι) des Psalms erklärt: ἐρμ[ην](εία) Ἀθανα[σί]ου τω(ν) Ϛ´ στίχ(ων). Während in V1 exp. 246 mit Ps 17,5a verbunden ist, steht sie in B1 nach Ps 17,7a–b. Dieser Bereich des Psalmes umfasst genau sechs Zeilen. A2 V4: Ein Scholion des Evagrius (nr. γ´ in Ps 17,5b–6 [382,1 Rondeau – Géhin – Cassin]) wird Athanasius zugeschrieben (mit Ps 17,5b verbunden). Montfaucon: exp. 246 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:246

(17,7c)
ἤκουσεν ἐκ ναοῦ ἁγίου αὐτοῦ φωνῆς μου,
(7c) er hörte aus seinem heiligen Tempel meine Stimme,
Expositio 247:
Ναὸν ἅγιον, τὸν οὐρανόν φησιν: –
Heiligen Tempel nennt er den Himmel.

V1 C P1 P5 A2 V4 B1 B2

P1: exp. 247 mit Evagrius (schol. nr. δ´ in Ps 17,7c [384 Rondeau – Géhin – Cassin]) verbunden. Montfaucon: exp. 247 (vorhanden in P1) wurde nicht ediert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:247

(17,7d)
καὶ ἡ κραυγή μου ἐνώπιον αὐτοῦ εἰσελεύσεται εἰς τὰ ὦτα αὐτοῦ.
(7d) und mein Geschrei vor ihm wird in seine Ohren gelangen.
(17,8a)
καὶ ἐσαλεύθη καὶ ἔντρομος ἐγενήθη ἡ γῆ,
(8a) Und die Erde wurde erschüttert und geriet in Zittern,
Expositio 248:
Τὰ πραχθέντα ἐπὶ τῇ καθόδῳ τοῦ κυρίου, ἐξηγεῖται· πάντες γὰρ οἱ τὴν γῆν οἰκοῦντες, ἐκινήθησαν· πᾶσά τε χῶρα, ἐπληροῦτο τῆς περὶ αὐτοῦ φήμης: –
Τὰ πραχθέντα ἐπὶ τῇ καθόδῳ τοῦ κυρίου, ἐξ[η]γεῖ[ται]· τὸ γὰρ ἐσαλεύθη, ἀντὶ τοῦ σαλευθ[ήσεται] καὶ ἔντρομος γενήσετα[ι]· πάντ[ε]ς γ[ὰρ οἱ τὴν(?)] γῆν οἰκοῦντες, ἐκ[ι]νήθησαν· π[ᾶσά] [τε(?)] χώρα, ἐπληροῦτο τῆς περὶ αὐτοῦ [φ][ήμης(?)] καὶ τρόμου: –
Er führt aus, was bei der Herabkunft des Herrn geschah. Denn alle, die die Erde bewohnen, wurden aufgewühlt; und jedes Gebiet war mit Ruhm über ihn erfüllt.
Er führt aus, was bei der Herabkunft des Herrn geschah: Der Ausdruck 'wurde erschüttert' ist nämlich anstelle von 'wird erschüttert werden und in Zittern geraten'. Denn alle, die die Erde bewohnen, wurden aufgewühlt; und jedes Gebiet war mit Ruhm über ihn und mit Zittern erfüllt.

V1 C M P1 A2 V4 B1 B2 L1 V5 P7 L2 A3

Τὰ πραχθέντα] Τὰ προλεχθέντα L1 V5 P7 L2 A3 | Τὰ πραχθέντα τότε V1 M P1 | τότε del. (punctis suprapositis) C || τοῦ κυρίου] τοῦ Χριστοῦ V4 || ἐξηγεῖται] εἰσηγεῖται C M P1 B2 || πάντες – φήμης] om. B2 || οἱ τὴν γῆν οἰκοῦντες] οἱ τῇ γῇ κατοικοῦντες V5 P7 L2 A3 || πᾶσά τε χῶρα] πᾶσα δὲ χώρα B1 || περὶ αὐτοῦ] αὐτοῦ V5 P7 L2 A3

Textkatenen: exp. 248 nach Ps 17,8a (C P1 B1 L1). Randkatenen: exp. 248 mit Ps 17,8a (V1 A2 V4 B2) bzw. Ps 17,8 verbunden (V5 P7). M verbindet nicht. Ps 17,7d scheint also nicht durch eine Expositio erklärt worden zu sein. V5 P7 L2 A3: exp. 248 nahe der Tradition der (Text-)Katenen basierend auf den Kommentaren des Hesychius von Jerusalem und den Expositiones. Montfaucon: exp. 248 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:248

A1

(17,8b)
καὶ τὰ θεμέλια τῶν ὀρέων ἐταράχθησαν
(8b) und die Grundfesten der Berge wurden erschüttert,
Expositio 249:
Ὄρη, δυνάμεις πονηραὶ· αἱ ἐπαιρόμεναι κατὰ τῆς γνώσεως τοῦ θεοῦ· θεμέλια δὲ αὐτῶν, τοὺς ἐν βάθει διαλογισμοὺς φησίν: –
Berge sind die bösen Mächte, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erheben. Ihre Grundfesten aber nennt er die tiefen Gedanken.

V1 C P1 A1 A2 V4 B1 B2 L1

Ὄρη] Καὶ τὰ θεμέλια τῶν ὀρέων ἐταράχθησαν (= Ps 17,8b) ante ὄρη del. (punctis suprapositis) V1 || Ὄρη, δυνάμεις πονηραὶ] Ὄρη, δυνάμεις εἰσὶ πονηραὶ P1 L1 | Ὄρη νῦν αἱ δυνάμεις αἱ πονηραί A1 | Ὄρη, δυνάμεις φοβερὰς φησίν B2 || αἱ ἐπαιρόμεναι – τοῦ θεοῦ] om. B2 || αἱ ἐπαιρόμεναι] αἳ ἐπαιρόμεναι A1 | ἐπαιρόμεναι A2 V4 B1 | αἱ πεπορωμέναι (sic) L1 || κατὰ τῆς γνώσεως] κατὰ τῆς δόξης V1 C P1 || αὐτῶν] om. A2 V4 || τοὺς – φησίν] τοὺς ἐν βάθει λογισμοὺς φησίν P1 | φησὶ τοὺς ἐν ἀσεβείᾳ λογισμούς A1 | τοὺς ἐν βάθει διαλογισμούς B1 B2 L1

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Montfaucon: exp. 249 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:249

(17,8c)
καὶ ἐσαλεύθησαν, ὅτι ὠργίσθη αὐτοῖς ὁ θεός.
(8c) und sie wurden erschüttert, denn Gott zürnte ihnen.
Expositio 250:
Διότι ἐν τῷ μακρῷ αἰῶνι τοὺς ἐπὶ τῆς γῆς ἠπάτησαν, διὰ τῆς πολυθέου δεισιδαιμονίας: –
Deshalb, weil sie (d.h. die Dämonen) durch den polytheistischen Aberglauben die Bewohner der Erde über einen langen Zeitraum hinweg getäuscht haben.

V1 C P1 P5 B1 L1

Διότι] Δι᾿ ὧν L1 || ἐν τῷ μακρῷ αἰῶνι] ἐν μακρῷ αἰῶνι P1 || ἠπάτησαν] ἠπάτησεν P1 | ἡπατίσας (sic) L1

Montfaucon: exp. 250 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:250

(17,9a)
ἀνέβη καπνὸς ἐν ὀργῇ αὐτοῦ,
(9a) Es stieg Rauch auf in seinem Zorn,
Expositio 251:
Ὀργισθεὶς φησὶν, κατέσβεσεν αὐτῶν τὸ πῦρ· δι᾿ οὗ πάλαι τοὺς ἀνθρώπους κατέφλεγον· καὶ τούτου σύμβολον, τὸν καπνὸν τίθησιν: –
Zürnend, sagt er, löschte er ihr Feuer aus, mit dem sie früher die Menschen verbrannten. Und als Symbol dafür setzt er den Rauch.

V1 C P1 P5 A2 V4 B1 B2 L1 V5 P7 L2 A3

Ὀργισθεὶς φησὶν, κατέσβεσεν] Ὠργίσθη φησὶν, καὶ κατέσβεσεν L1 V5 P7 L2 A3 | Ὀ- ex Ὠ- corr. P5 || αὐτῶν τὸ πῦρ] αὐτὸ τὸ πῦρ B1 || πάλαι] πάλιν V5 P7 L2 A3 || κατέφλεγον] κατέφλεγε(ν) A2 V4 B2 V5 P7 | κατέφλε L2 A3 || καὶ – τίθησιν] om. V5 P7 L2 A3 || σύμβολον] σύμβουλον P1

V5 P7 L2 A3: exp. 251 wird Origenes zugeschrieben (V5 L2 A3) oder anonym gelassen (P7). Sie ist nahe der Tradition der (Text-)Katenen basierend auf den Kommentaren des Hesychius von Jerusalem und den Expositiones (L1 B2). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Montfaucon: exp. 251 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:251

(17,9b)
καὶ πῦρ ἀπὸ προσώπου αὐτοῦ κατεφλόγισεν,
(9b) und Feuer von seinem Angesicht her loderte auf,
Expositio 252:
Ταῦτα γὰρ ὁ τοῦ θεοῦ υἱὸς, ἐνήργει ἀφανῶς κατὰ τῶν ἀντικειμένων δυνάμεων· τὸ πῦρ αὐτῶν σβεννὺς ἑτέρῳ πυρὶ κρείττονι καὶ δυνατωτέρῳ: –
Denn der Sohn Gottes bewirkte dies unsichtbar gegen die feindlichen Mächten, indem er ihr Feuer mit einem anderen, stärkeren und mächtigeren Feuer löschte.

V1 C M P1 P5 A1 B1 L1 V5 P7 L2 A3

γὰρ] supra lin. add. M | om. A1 V5 P7 L2 A3 || ὁ τοῦ θεοῦ υἱὸς] ὁ υἱὸς τοῦ θεοῦ V5 P7 L2 A3 || ἐνήργει] ἐνείργει V1 C M P1 | ἐνεργεῖ L1 || ἀφανῶς] ἀφώνως (sed ἀφανῶς apud Eusebium, fr. 4 in Ps 17,8–11 [Villani]) V1 C M | ἄφνω L1 || τὸ πῦρ αὐτῶν] τὸ πῦρ B1 || ἑτέρῳ πυρὶ] πυρὶ V5 P7 L2 A3 || κρείττονι καὶ δυνατωτέρῳ] κρεῖττων (ut vid.) καὶ δυνατότερον L1* | κρεῖττον καὶ δυνατότερον L1c

exp. 252 ist ein wörtliches Zitat aus Eusebius (siehe App.). In V5 P7 L2 A3 ist es sehr wahrscheinlich diese Expositio – und nicht die entsprechende Stelle bei Eusebius –, die mit einem Scholion des Evagrius verbunden ist (nr. ε´ in Ps 17,9b [384 Rondeau – Géhin – Cassin]). Diese Einheit (anonym [V5 P7 A3] bzw. Origenes [L2] zugeschrieben) wird irrtümlicherweise mit Ps 17,8 verbunden. M: exp. 252 wird hier wie in L2 Origenes zugeschrieben. Es handelt sich um einen falsch platzierten Autorennamen, der sich auf die folgende Erklärung beziehen sollte. Denn diese Erklärung ist das bereits erwähnte Scholion des Evagrius (anonym), sofern in Katenen Scholia des Evagrius nicht an Evagrius selbst, sondern an Origenes zugewiesen werden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:252

(17,9c)
ἄνθρακες ἀνήφθησαν ἀπ᾿ αὐτοῦ.
(9c) Kohlen wurden entzündet von ihm her.
Expositio 253a (dubium):
Οἱ κατὰ μετουσίαν τοῦ θείου πυρὸς φωτισθέντες: –
Diejenigen, die durch die Teilnahme am göttlichen Feuer erleuchtet sind.

V1 C P1 B1 L1 V5 P7 L2 A3

τοῦ θείου πυρὸς] τί τοῦ θείου πυρὸς L1

Dieses Dubium ist entweder anonym (V1 C P1 V5) oder wird Athanasius (L1) oder Theodoret zugeschrieben (B1). B1: exp. 253a steht unmittelbar nach Ps 17,9b (und nicht nach Ps 17,9c). Darauf folgt exp. 252, eingeleitet durch αλλο(ς) Αθανασι(ου). A1: Eine andere Hand als die des Schreibers – vielleicht die des Korrektors (s. XIII?) – hat im Bibeltext interlinear hinzugefügt: Οἱ ἅγιοι ἅπαντες κατὰ μέθεξιν. Montfaucon: exp. 253a eher von P1 als von P7 übernommen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:253a

Expositio 253b (dubium):
Τὸ ζώπυρον τῶν καρδιῶν τῶν πιστευσάντων εἰς Χριστὸν, ἄνθρακας ἐκάλεσεν· ἀνήφθησαν γὰρ αἱ καρδίαι αὐτῶν ἐκ τοῦ πυρὸς αὐτοῦ τοῦ λογικοῦ: –
Er hat die Glut der Herzen derer, die an Christus geglaubt haben, Kohlen genannt. Denn ihre Herzen wurden von seinem spirituellen Feuer entzündet.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:253b

(17,10a)
καὶ ἔκλινεν οὐρανοὺς [οὐρανὸν LXX Rahlfs] καὶ κατέβη,
(10a) Und er neigte die Himmel und stieg herab,
Expositio 254:
Λευκότατα προφητεύει τὴν κατάβασιν τοῦ κυρίου· τὸ δὲ ἔκλινεν οὐρανοὺς, εἴη ἂν σημαντικὸν τοῦ ἐταπείνωσεν ἑαυτὸν μέχρι θανάτου: –
Ganz deutlich prophezeit er das Herabsteigen des Herrn. Der Ausdruck 'er neigte die Himmel' dürfte ein Hinweis auf die Stelle 'er erniedrigte sich bis zum Tod' sein. [cf. Phil 2,8]

V1 C P1 P5 A1 A2 V4 B1 B3 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Λευκότατα] Ἐνταῦθα λευκότατα B3 || τὸ δὲ – μέχρι θανάτου] om. A1 A2 V4 || τὸ δὲ ἔκλινεν οὐρανοὺς] om. V1 C P1 V5 P7 L2 A3 | τὸ δὲ ἔκλινεν οὐρανὸν B1 | τὸ γὰρ ἔκλινεν οὐρανὸν B3 || εἴη ἂν σημαντικὸν] εἴη δὲ ἂν σημαντικὸν V1 C P1 | εἴη δ᾿ ἂν σημαντικὸν V5 P7 L2 A3 | σημαντικόν ἐστι L1 || τοῦ – μέχρι θανάτου] τοῦ (τὸ L1) ἐταπείνωσεν ἑαυτὸν· γενόμενος ὑπήκοος μέχρι θανάτου (= Phil 2,8) B1 B3 L1 | τοῦ ἐταπείνωσεν ἑαυτὸν καὶ τὰ ἑξῆς P6 Z N2 | τὸ ἐταπείνωσεν (ἐταπείνωσας V5 P7) ἑαυτὸν μέχρι θανάτου V5 P7 L2 A3

Montfaucon: P1 korrigiert mit Varianten aus P7.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:254

(17,10b)
καὶ γνόφος ὑπὸ τοὺς πόδας αὐτοῦ.
(10b) und Dunkelheit war unter seinen Füßen.
Expositio 255:
Τὸ κρύφιον τῆς ἐν τῇ οἰκονομίᾳ πορείας δηλοῖ: –
Τὸ κρύφιον τῆς ἐν τῇ οἰκονομίᾳ πορείας, δηλοῖ καὶ τὸ ἀόρατον τοῦ θεοῦ· ἵνα μὴ δι᾿ ὧν εἶπεν, εἰς σωματικὰς ἑλκυσθῶμεν ἐννοίας: –
Er zeigt den verborgenen Weg im Heilsplan an.
Er zeigt den verborgenen Weg im Heilsplan und die Unsichtbarkeit Gottes an, damit wir nicht durch das, was er sagte, zu körperhaften Vorstellungen hingezogen werden.

V1 C P1 P5 A1 B1 B3 L1

A2 V4 (Typus XIV): exp. 255 fehlt; stattdessen wird ein Fragment aus Gregor von Nazianz (or. 32,15 [116,3–4 Moreschini; SC 318] in Ioh 1,5) geboten. Dieses Fragment ist in A2 anonym, aber in V4 wird es Athanasius mittels αὐτοῦ zugeschrieben (Γνόφον πατεῖ τὸν ἡμέτερον; cf. Ps 17,10b). In beiden Handschriften steht es nach exp. 254 und vor exp. 256; das Fragment nach exp. 256 ist sodann die Fortsetzung von Gregors Text (in Ps 17,12a). Diesmal schreibt V4 es Gregor korrekt zu (in A2 ist es wieder anonym). Syrische Version (Epitome): exp. 255 entspricht der Kurzfassung.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:255

P6 Z N2

Montfaucon: exp. 255 nach P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:255par

(17,11a)
καὶ ἐπέβη ἐπὶ χερουβὶμ καὶ ἐπετάσθη,
(11a) Und er stieg auf Cherubin auf und flog,
(17,11b)
ἐπετάσθη ἐπὶ πτερύγων ἀνέμων.
(11b) flog auf den Flügeln der Winde.
Expositio 256:
Τὴν ἀνάληψιν αὐτοῦ, διὰ τούτων δηλοῖ· χερουβὶμ δὲ καὶ πτέρυγας ἀνέμων, τὴν νεφέλην φησὶ περὶ ἧς ἐν ταῖς πράξεσι γέγραπται· καὶ ταῦτα εἰπὼν· βλεπόντων αὐτῶν, ἐπήρθη· καὶ νεφέλη ὑπέλαβεν αὐτὸν ἀπὸ τῶν ὀφθαλμῶν αὐτῶν: –
Τὴν ἀνάληψιν αὐτοῦ διὰ τούτων δηλοῖ· χερουβὶμ δὲ καὶ πτέρυγας ἀνέμων, τὴν νεφέλην φησὶν· ἥτις ὑπέλαβεν αὐτὸν ἀπὸ τῶν ὀφθαλμῶν αὐτῶν: –
Dadurch zeigt er seine Aufnahme (in den Himmel) an. Cherubim und Flügel der Winde nennt er die Wolke, von der in der Apostelgeschichte geschrieben ist: 'Und als er das gesprochen hatte, wurde er, während sie schauten, hinaufgehoben, und eine Wolke nahm ihn weg von ihren Augen.' [Act 1,9]
Dadurch zeigt er seine seine Aufnahme (in den Himmel) an. Cherubim und Flügel der Winde nennt er die Wolke, die ihn wegnahm von ihren Augen. [Act 1,9]

B1 B2 B3 L1 P6 Z N2

Τὴν ἀνάληψιν – δηλοῖ] Περὶ τῆς ἀναλήψεως τοῦ κυρίου λέγει ὁ προφήτης B2 || διὰ τούτων] διὰ τούτου B1 | διὰ τούτο L1 || χερουβὶμ – αὐτῶν2] om. B2 || χερουβὶμ δὲ] χερουβὶμ P6 Z N2 || περὶ ἧς] δι᾿ ἧς B3 || καὶ ταῦτα – ἐπήρθη] om. B3 || ἀπὸ τῶν ὀφθαλμῶν αὐτῶν] om. L1

B2: Nur der erste Satz von exp. 256 ist verfügbar, wenn auch (anscheinend) in überarbeiteter Form. Auf diesen Satz folgt ohne Trennung die Kurzfassung von exp. 257 (in Ps 17,12a). Diese Einheit steht nach Ps 17,11. L1: Im Zitat aus der Apostelgeschichte hat der Schreiber αὐτὸν zu αὐτόν korrigiert und ἀπὸ τῶν ὀφθαλμῶν αὐτῶν ausgelassen. Es folgt ein weiterer Satz, der mit Hesychius übereinstimmt (schol. nr. 22 in Ps 17,11a [Antonelli; PG 27,704 C10–11]). Das Scholion erscheint hier ein zweites Mal, nachdem es Ps 17,11a erklärt hat. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Montfaucon: exp. 256 nach P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:256

V1 C M P1 P5 A1 A2 V4

χερουβὶμ – αὐτῶν] om. A2 V4 || χερουβὶμ δὲ καὶ] χερουβὶμ δὲ M | χερουβὶμ καὶ A1 || πτέρυγας – αὐτῶν] πτέρυγας, τὴν νεφέλην φησὶν ἥτις καὶ ὑπέλαβεν αὐτὸν A1

M: Isidor von Pelusius (ep. 2 [PG 78,181 A3–8]) bildet eine Einheit mit exp. 256. Beide Texte stammen aus der Tradition des Typus XIX (V C P1).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:256par

(17,12a)
καὶ ἔθετο σκότος ἀποκρυφὴν αὐτοῦ·
(12a) Und er machte die Finsternis zu seinem Versteck;
Expositio 257:
Τὴν ἀφανῆ καὶ λανθάνουσαν τοῦ σωτῆρος διατριβὴν· ἣν σὺν ἀνθρώποις εἰσέτι καὶ νῦν ποιεῖται μετὰ τὴν ἀνάληψιν, κατασημαίνει· λανθάνει γὰρ τοὺς πάντας, ὅπως σύνεστιν ἡμῖν κατὰ τὸ εἰρημένον ὑπ᾿ αὐτοῦ· ἰδοὺ ἐγὼ μεθ᾿ ὑμῶν εἰμί : –
Τὴν ἀφανῆ καὶ λανθάνουσαν τοῦ σωτῆρος σὺν ἀνθρώποις διατριβήν: –
Er weist auf das unsichtbare und verborgene Verweilen des Erlösers hin, das er auch jetzt nach seiner Himmelfahrt unter den Menschen verrichtet. Denn es bleibt allen verborgen, wie er bei uns ist, gemäß dem, was von ihm gesagt wurde: 'Siehe, ich bin mit euch'. [Mt 28,20]
(Das heißt), das unsichtbare und verborgene Verweilen des Erlösers unter den Menschen.

B1 B2 B3 L1 V5 P7

ἣν – τὴν ἀνάληψιν] om. B2 || ἣν] ἠ L1 || κατασημαίνει] σημαίνει B2 | ὁ κύριος σημαίνει L1 || λανθάνει γὰρ τοὺς πάντας] om. B3 || λανθάνει – εἰμί] om. B2 || εἰμί] post εἰμὶ add. πάσας τὰς ἡμέρας τῆς ζωῆς ὑμῶν (cf. Mt 28,20) L1

Sowohl die Langfassung als auch die Kurzfassung von exp. 257 stimmen fast vollständig mit Eusebius (fr. 5 in Ps 17,12 [Villani]) überein. In dem Text, der nur die Langfassung hat, sind zwei Änderungen an Eusebius vorgenommen worden: Der bei Eusebius nach dem Einleitungssatz (= Kurzfassung von exp. 257) eingefügte Psalmtext (Ps 17,12) ist weggelassen und folglich διδάσκει λέγων in (κατα)σημαίνει geändert worden. Da die Expositiones gelegentlich den Wortlaut aus dem Eusebius-Kommentar wiedergeben (siehe M.-J. Rondeau [1968]), ist es wahrscheinlich, dass die Langfassung die ursprüngliche Version von exp. 257 bietet. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele (entsprechend der Langfassung?) ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:257

V1 C P1 P5 A1

σὺν ἀνθρώποις] ἐν ἀνθρώποις A1

C: exp. 257 vom Schreiber am Außenrand hinzugefügt. Montfaucon: exp. 257 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:257par

(17,12b)
κύκλῳ αὐτοῦ ἡ σκηνὴ αὐτοῦ,
(12b) rings um ihn war sein Zelt,
Expositio 258:
Σκηνὴν αὐτοῦ, τὴν ἁγίαν ἐκκλησίαν σημαίνει· ἐν ᾗ κατασκηνῶσαι ἐπήγγελται· κύκλῳ δὲ αὐτοῦ φησὶν, κατὰ τὸ εἰρημένον· ὅπου δύο ἢ τρεῖς εἰσὶ συνηγμένοι ἐν τῷ ἐμῷ ὀνόματι, ἐκεῖ εἰμὶ ἐν μέσῳ αὐτῶν: –
Σκηνὴν αὐτοῦ, τὴν ἁγίαν ἐκκλησίαν σημαίνει· τὴν κύκλῳ τῆς οἰκουμένης: –
Als sein Zelt bezeichnet er die heilige Kirche, in der er sich niederzulassen verheißen hat. 'Rings um ihn' aber sagt er gemäß der Aussage: 'Wo zwei oder drei versammelt sind im meinem Namen, dort bin ich in ihrer Mitte.' [Mt 18,20]
Als sein Zelt bezeichnet er die heilige Kirche rings um den Erdkreis.

B3 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Σκηνὴν – ἐπήγγελται] Σκηνὴν αὐτοῦ ἁγίαν, τὴν ἐκκλησίαν σημαίνει· ἐπ᾿ αὐτῆς γὰρ κατασκηνῶσαι ἐπηγγείλατο L1 || κατασκηνῶσαι] κατασκηνώσειν B3 || κύκλῳ δὲ αὐτοῦ] post κύκλῳ δὲ αὐτοῦ add. ἡ σκηνὴ αὐτοῦ (= Ps 17,12b) L1 || ἐν τῷ ἐμῷ ὀνόματι] εἰς τὸ ἐμὸν ὄνομα B3 L1 || ἐν μέσῳ] ἐμμέσῳ L1

Montfaucon: exp. 258 wahrscheinlich aus P6 (= P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:258

V1 C M P1 P5 A1 B2

τὴν κύκλῳ τῆς οἰκουμένης] om. P1 A1

M: exp. 258 bildet eine Einheit mit Theodoret (comm. in Ps 17,10–12b [PG 80,977 A7–10]). Diese Stelle des Theodoret fehlt in der Tradition des Typus XIX (V1 C P1).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:258par

(17,12c)
σκοτεινὸν ὕδωρ ἐν νεφέλαις ἀέρων.
(12c) finsteres Wasser war in den Wolken der Lüfte.
Expositio 259:
Τοῦτο φησὶν, διὰ τὸ ἀμαυρῶς τοὺς περὶ αὐτοῦ λόγους ἐν τοῖς προφήταις κεῖσθαι· οἵτινες καὶ νεφέλαι προσηγορεύθησαν: –
Weil die Worte über ihn bei den Propheten undeutlich liegen. Diese (Propheten) wurden auch Wolken genannt.

V1 C P1 P5 A1 A2 V4 B3 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Τοῦτο φησὶν] Τοῦτο εἶπεν A1 | om. V1 C P5 A2 V4 || διὰ τὸ ἀμαυρῶς] διὰ τὸ ἀμαυροὺς A1

Syrische Version (Epitome): exp. 259 bis zu κεῖσθαι wiedergegeben. Montfaucon: exp. 259 wahrscheinlich aus P1 (= P6 P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:259

(17,13a)
ἀπὸ τῆς τηλαυγήσεως ἐνώπιον αὐτοῦ αἱ νεφέλαι διῆλθον,
(13a) Von dem fernhin strahlenden Glanz vor ihm zogen die Wolken dahin,
Expositio 260:
Τὸ φῶς φησὶ τῆς ἐπιφανείας αὐτοῦ, φανερὰς τὰς προφητείας ἐποίησεν· ἃ γὰρ ἐκεῖνοι προεῖπον, ταῦτα τοῖς ἔργοις ἐπετέλεσεν: –
Das Licht seiner Epiphanie, will er sagen, hat die Prophezeiungen sichtbar gemacht. Denn was jene vorhergesagt hatten, das hat er durch Werke vollendet.

V1 C P1 P5 A1 A2 V4 B1 B3 V5a P7a V5b P7b L2 A3

ἃ – ἐπετέλεσεν] om. V1 C P1 || ἃ – προεῖπον] ἃ γὰρ ἐκεῖνοι λόγοις εἶπον V5a P7a L2 A3 || ἐπετέλεσεν] ἐτέλεσεν P5 B3 | ἐπετέλεσαν A2 V4 V5b P7b

V5 P7: exp. 260 ist doppelt vorhanden. Die erste Fassung ist mit Ps 17,8 irrtümlich verbunden: Τὸ φῶς φησὶ τῆς ἐπιφανείας αὐτοῦ, φανερὰς τὰς προφητείας ἐποίησεν· ἃ γὰρ ἐκεῖνοι λόγοις εἶπον, ταῦτα τοῖς ἔργοις ἐπετέλεσεν (V5a P7a; anonym); die zweite mit Ps 17,12b–c (V5b P7b; Athanasius zugeschrieben). In L2 A3 wird die Dublette vermieden, indem die zweite Fassung weggelassen wird. Montfaucon: exp. 260 nach P1. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:260

(17,13b)
χάλαζα καὶ ἄνθρακες πυρός.
(13b) Hagel und feurige Kohlen.
(17,14a)
καὶ ἐβρόντησεν ἐξ οὐρανοῦ κύριος,
(14a) Und aus dem Himmel donnerte der Herr,
(17,14b)
καὶ ὁ ὕψιστος ἔδωκεν φωνὴν αὐτοῦ·
(14b) und der Höchste ließ seine Stimme erschallen.
(17,15a)
καὶ ἐξαπέστειλεν βέλη καὶ ἐσκόρπισεν αὐτοὺς
(15a) Und er sandte Pfeile aus und zerstreute sie,
(17,15b)
καὶ ἀστραπὰς ἐπλήθυνεν καὶ συνετάραξεν αὐτούς.
(15b) und Blitze vermehrte er und schreckte sie auf.
Expositio 261:
Διὰ τούτων σημαίνει, τὰ μετὰ τὴν ἀνάληψιν αὐτοῦ συμβεβηκότα τοῖς ἐχθροῖς· τοῖς νοητοῖς φημί· ὥσπερ δὲ τὸν ἰσραὴλ ἐξ αἰγυπτίων ἐλευθερῶν χάλαζαν καὶ πῦρ ἔβρεξεν· οὕτω καὶ πάντα τὰ ἔθνη τῆς τῶν δαιμόνων δουλείας ἐλευθερῶν, χάλαζαν ἔβρεξε καὶ ἄνθρακας πυρός· ταῦτα δὲ εἶεν ἂν, τιμωρητικαὶ δυνάμεις· δι᾿ ὧν τοὺς νοητοὺς αἰγυπτίους καθεῖλεν: –
Mit diesen Worten bezeichnet er, was den Feinden nach seiner Aufnahme (in den Himmel) zugestoßen ist, ich meine die geistigen. Wie er, als er Israel von den Ägyptern befreite, Hagel und Feuer vom Himmel fallen ließ, in gleicher Weise ließ er auch, als er alle Heidenvölker von der Knechtschaft der Dämonen befreite, Hagel und Feuerkohlen vom Himmel fallen. Das sind aber wohl die strafenden Kräfte, durch die er die geistigen Ägypter vernichtete.

V1 C P1 P5 A1 A2 V4 B1 B3 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

αὐτοῦ] αὐτῷ P1 || συμβεβηκότα – φημί] συμβεβηκότα τοῖς ἐχθροῖς· τοῖς ἐχθροῖς τοῖς νοητοῖς φημί V5 L2 A3 || φημί] φη P5 || ὥσπερ δὲ] ὥσπερ δὲ ὅτε A1 | ὥσπερ γὰρ B3 || οὕτω – χάλαζαν ἔβρεξε] om. (homoeoteleuti causa) B1 || οὕτω] οὕτως B3 || τῆς τῶν δαιμόνων δουλείας] ἐ[κ τῆς] [τῶν(?)] [δαι]μόνων δουλείας A1 || χάλαζαν ἔβρεξε] ἔβρεξε χαλάζας B3 || ταῦτα δὲ εἶεν ἂν] αὗτα[ι] δ[ὲ] εἶε[ν] A1 | αὗται δὲ εἰσι A2 | αὗται δὲ εἶναι (sic) V4 | αὗται δὲ εἶεν ἂν B1 | αὗται δὲ ἂν εἶεν B3 || τιμωρητικαὶ δυνάμεις] αἱ τιμωρητικαὶ δυνάμεις A1 | τιμωρικαῖ δυνάμεις (sic) B1 | αἱ τιμωρικαῖ δυνάμεις | αἱ τιμωρητικαὶ δυνάμεις || τοὺς νοητοὺς αἰγυπτίους] τὰς νοητὰς αἰγυπτίας P1 | τοὺς ἀνοήτους αἰγυπτίους (sed κατὰ τῶν νοητῶν αἰγυπτίων apud Eusebius, fr. 6 in Ps 17,14 [Villani]) P5 P6 Z N2 V5 P7 L2* A3 | τοὺς νοητοὺς αἰγυπτίους L2c

B1: Es wird einleitend behauptet, dass diese Expositio fünf Zeilen (στίχοι) erklärt: ερμηνεια των Ε´ στιχω(ν) Αθανασιου. Während in V1 exp. 261 mit Ps 17,13b verbunden ist, steht sie in B1 nach Ps 17,15b. Dieser Bereich des Psalms umfasst genau fünf Zeilen. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Montfaucon: exp. 261 aus P1 und P6 zusammengestellt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:261

(17,16a)
καὶ ὤφθησαν αἱ πηγαὶ τῶν ὑδάτων,
(16a) Und sichtbar wurden die Quellen der Wasser,
(17,16b)
καὶ ἀνεκαλύφθη τὰ θεμέλια τῆς οἰκουμένης
(16b) und enthüllt wurden die Grundfesten des Erdkreises
Expositio 262:
Μετὰ τὴν καθαίρεσιν τῶν ἐχθρῶν, ὤφθησαν αἱ πηγαὶ τῶν ὑδάτων· δηλαδὴ ὁ σωτήριος τοῦ εὐαγγελίου λόγος· ὅστις καὶ θεμέλια τῆς οἰκουμένης γέγονεν· ἐπ᾿ αὐτὸν γὰρ ἐπῳκοδομήθημεν· ἢ καὶ οὕτως· πηγὰς νοήσεις, τοὺς ἁγίους προφήτας· ἅτε δὴ τὸν σωτήριον ἀναβλύζοντας λόγον· οὕτω γὰρ γέγραπται περὶ αὐτῶν· καὶ ἀντλήσετε ὕδωρ μετ᾿ εὐφροσύνης ἐκ τῶν πηγῶν τοῦ σωτηρίου· θεμέλια δὲ τῆς οἰκουμένης, τὴν Μωσέως τοῦ πανσόφου γραφήν· κρηπίδα γὰρ πίστεως καὶ θεογνωσίας, ἐν αὐτῇ καὶ πρώτῃ τεθειμένην εὑρήκαμεν· τὸ Χριστοῦ μυστήριον ἐν τύποις ὠδίνουσαν ἅμα τοῖς προφήταις· ὤφθησαν τοίνυν, ἀντὶ τοῦ ἐφανερώθησαν· ἤγουν πηγὰς νοήσεις καὶ θεμέλια τῆς ὑπ᾿ οὐρανὸν, τοὺς ἁγίους ἀποστόλους· ἀναπηγάζουσι γὰρ καὶ αὐτοὶ τὸν σωτήριον λόγον, καὶ κρηπίδα τῇ ὑπ᾿ οὐρανὸν κατεβάλοντο τὴν πίστιν· πηγὰς δὲ ὑδάτων καὶ θεμέλια τῆς οἰκουμένης νοήσεις πάλιν, τὸ σωτήριον βάπτισμα: –
Nach der Vernichtung der Feinde wurden die Quellen der Wasser sichtbar: Offensichtlich das erlösende Wort des Evangeliums, das auch die Grundfeste des Erdkreises wurde; denn auf ihm wurden wir erbaut. Oder auch auf folgende Art und Weise: Unter Quellen wirst du die heiligen Propheten verstehen, weil sie ja das erlösende Wort aufsprudeln lassen. Denn so steht über sie geschrieben: 'Und ihr werdet Wasser schöpfen mit Freude aus den Quellen des Heils.' [Is 12,3] Unter den Grundfesten des Erdkreises aber (wirst du verstehen) die Schrift des ganz weisen Moses. In ihr haben wir nämlich zuerst ein Fundament des Glaubens und der Gotteserkenntnis hinterlegt gefunden, welches das Geheimnis Christi, zusammen mit den Propheten, in Typen in sich trägt. 'Wurden sichtbar' ist also anstelle von 'wurden offenbar gemacht.' Oder du wirst unter Quellen und Grundfesten der Erde unter dem Himmel die heiligen Apostel verstehen. Denn auch sie lassen das erlösende Wort emporquellen und haben als Fundament der Erde unter dem Himmel den Glauben gelegt. Unter Quellen der Wasser und Grundfesten des Erdkreises wirst du ferner die erlösende Taufe verstehen.

V1 C M P1 P5 A1 A2 V4 B1 B2 B3 L1 P6 Z N2 V5a P7a V5b P7b L2a A3a L2b A3b

Μετὰ – τὴν πίστιν] om. V5b P7b L2b A3b || Μετὰ – ἐπῳκοδομήθημεν] om. M || Μετὰ – τῶν ὑδάτων] Ὤφθησαν αἱ πηγαὶ τῶν ὑδάτων· τουτέστι μετὰ τὴν καθαίρεσιν τῶν ἐχθρῶν A2 V4 || Μετὰ τὴν καθαίρεσιν] Μετὰ τὴν ἀναίρεσιν B1 | Μετὰ τὴν καθάρισιν (sic) καὶ περιαίρεσιν Z || ὤφθησαν] fort. ὠφθῆσαι B3* | ὀφθεῖσαι B3corr || αἱ πηγαὶ] evanidum A1 || δηλαδὴ] ἤτοι B2 | om. A2 V4 || ὁ σωτήριος – λόγος] ὁ Χριστὸς τοῦ εὐαγγελίου λόγος V5a P7a | ὁ κύριος τοῦ εὐαγγελίου λόγος A3 | ὁ τοῦ εὐαγγελίου λόγος (ὁ in ras. circ. III litt.) L2acorr || ὅστις – βάπτισμα] om. B2 || ὅστις] [ὅστι(?)]ς A1 | ὃ ἔστησεν L1 || θεμέλια1] [θεμέ]λ[ι][α(?)] A1 | θεμέλιος V1 C P1 V5a P7a L2a A3a | τὰ θεμέλια L1 || γέγονεν] om. L1 || ἐπ᾿ αὐτὸν] ἐπ᾿ α[ὐτ]ῶν A1 | ἐπ᾿ αὐτῷ L1 || ἐπῳκοδομήθημεν] ἐποικοδομήθημεν B1 B3 L1 V5a P7a L2a A3a | post ἐπ[ῳ(?)]κοδομήθημεν add. τουτέστιν ἡ ἐκκλ[ησία] [ἢ(?)] [οἰ]κ[ουμέ]νη A1 || ἢ καὶ – βάπτισμα] om. A1 B1 L1 V5a P7a L2a A3a || ἢ καὶ – πίστιν] om. A2 V4 || ἢ καὶ οὕτως] om. V1 C M P1 || πηγὰς νοήσεις] πηγὰς δὲ νοήσεις V1 C M P1 || καὶ ἀντλήσετε] καὶ ἀντλήσατε V1 C M Z | ἀντλήσατε P1 || ἐκ τῶν πηγῶν] ἐκ πηγῶν P6 Z N2 V1 C M || θεμέλια δὲ – βάπτισμα] om. P1 || πίστεως] τῆς πίστεως M || εὑρήκαμεν] εὑρήσωμεν V1 C | εὑρήσομεν M || τὸ Χριστοῦ μυστήριον] τὸ μυστήριον C | τοῦ Χριστοῦ μυστήριον M || τοίνυν] το〈ί〉νυν V1 || ἤγουν] ἢ Z || τῆς ὑπ᾿ οὐρανὸν] τοὺς ὑπ᾿ οὐρανὸν M || καὶ αὐτοὶ] αὐτὸν M || κρηπίδα2] κρηπίδα ἣν V1 C M || κατεβάλοντο τὴν πίστιν] κατεβάλοντο (κατέβάλοντο V1) πίστιν V1 C | κατέβάλλοντο πίστιν M || πηγὰς δὲ] Πηγὰς A2 V4 V5b P7b L2b A3b || πάλιν] om. A2 V4 V5b P7b L2b A3b

V1 C M P1: exp. 262 ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil besteht aus der ersten Auslegung (Μετὰ – ἐπῳκοδομήθημεν; in M abwesend). Diese ist entweder mit Ps 17,16a verbunden (V1) oder steht nach Ps 17,16a (C) oder nach Ps 17,16a–b (P1). Der verbleibende Teil von exp. 262 ist eine Fortsetzung von exp. 263 (mit Ps 17,16c [V1] oder Ps 17,16c–d [M] verbunden oder nach Ps 17,16–17a [C P1] platziert). Es könnte sich um eine Aufspaltung handeln, die auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückgeht (interessanterweise findet sich exp. 263 in V1 und C am Anfang einer neuen Seite). P5 P6: Bemerkenswerterweise unterscheidet sich exp. 262 in den beiden Zeugen nicht um eine einzige Variante. B1: Es wird einleitend behauptet, dass diese Expositio zwei Zeilen (στίχοι) erklärt: Ἑτέρα ἐρμην(εία) των B´ στιχω(ν) Aθανασιου. A2 V4: exp. 262 ist wie in V1 C P1 in zwei Teile geteilt. Der zweite Teil (πηγὰς ὑδάτων – βάπτισμα) besteht jedoch nur aus dem letzten Satz. V5 P7 L2 A3: exp. 262 ist doppelt vorhanden. Die erste Fassung ist Athanasius zugeschrieben: Μετὰ τὴν καθαίρεσιν τῶν ἐχθρῶν, ὤφθησαν αἱ πηγαὶ τῶν ὑδάτων· δηλαδὴ ὁ Χριστὸς τοῦ εὐαγγελίου λόγος, ὅστις καὶ θεμέλιος τῆς οἰκουμένης γέγονεν· ἐπ᾿ αὐτὸν γὰρ ἐποικοδομήθημεν (V5a P7a; L2a A3a mit Varianten); die zweite ist anonym: Πηγὰς ὑδάτων καὶ θεμέλια τῆς οἰκουμένης νοήσεις, τὸ σωτήριον βάπτισμα (V5b P7b L2b A3b). Beide Fassungen sind mit Ps 17,16a–b verbunden. V5b P7b L2b A3b ist nahe der Tradition des Typus XIV (A2 V4). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (ὁ σωτήριος – ἐπῳκοδομήθημεν). Montfaucon: exp. 262 auf der Basis von P6 mit Varianten aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:262

(17,16c)
ἀπὸ ἐπιτιμήσεώς σου, κύριε,
(16c) von deinem Tadel, Herr,
(17,16d)
ἀπὸ ἐμπνεύσεως πνεύματος ὀργῆς σου.
(16d) von dem Einhauchen deines Zorneshauchs.
Expositio 263:
Προσυπακουστέον τὸ ἀνῃρέθησαν οἱ προλεχθέντες ἐχθροί: –
[Τουτέστιν ἐκ(?)] [ἀποστρο]φ[ῆς] σου ἀνῃρέθησαν ο[ἱ] [ἐπιβουλεύοντες(?)] ἐχθρ[οὶ] καὶ ἐπίβουλοι τῶν [ἀνθρώπων(?)]: –
Man muss dabei dies ergänzen: Die vorher genannten Feinde wurden beseitigt.
(Das heißt?), durch deine Abkehr die (betrügerisch agierenden?) Feinde und die Betrüger (der Menschen?) beseitigt wurden.

V1 C M P1 P5 B1 B3 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Προσυπακουστέον] Προϋπακουσταῖον (sic) P1 | Προσεπακουσταῖον (sic) B1 | Προσεπακουστέον (sic) B3 || τὸ ἀνῃρέθησαν] ἀνηρέθησαν B3 | τὸ ἀνηρέθησαν A3* | τὸ ἀναιρέθησαν V5 P7 A3c

Z: Vor exp. 263 ist das Feld für den Namen des Autors leer. Der Name des Athanasius steht jedoch vor dem nächsten Fragment (einer verkürzenden Paraphrase des Didymus (fr. 120 in Ps 17,16d [194 Mühlenberg], die in P6 N2 anonym ist). Der Name, der wie in P6 N2 ursprünglich zu exp. 263 gehörte, wurde neben die Paraphrase verschoben. Montfaucon: exp. 263 wahrscheinlich nach P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:263

A1

(17,17a)
ἐξαπέστειλεν ἐξ ὕψους καὶ ἔλαβέν με,
(17a) Er sandte aus der Höhe aus und nahm mich,
Expositio 264 (dubium):
[Ταῦτα δύναται(?)], [καὶ ἡ ἀνθ]ρ[ω]πινὴ φ[ύσις] λέγειν· ἥτις προσελήφθη ὑπ[ὸ] Χριστοῦ [ἀ]πὸ τ[ῶν] πειρασμῶν· καὶ ψυχὴ ἁγία ῥυσθεῖσα τῶν νοητ[ῶν] ἐχθρῶν: –
(Das sind Dinge?), die sowohl die menschliche Natur, die von Christus aus den Versuchungen aufgenommen wurde, als auch eine heilige Seele, die von geistlichen Feinden gerettet wurde, sagen kann.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:264

(17,17b)
προσελάβετό με ἐξ ὑδάτων πολλῶν.
(17b) er nahm mich auf aus vielen Wassern.
Expositio 265:
Ὕδατα, τοὺς πειρασμούς φησιν: –
Ὕδατα, τοὺς πειρασμοὺς λ[έ]γει καὶ τὰς τῶ[ν] δαιμόνων ἐπιβουλάς: –
Wasser nennt er die Versuchungen.
Wasser benennt er die Versuchungen und die Anschläge der Dämonen.

V1 C P1 P5 L1 P6 Z V5 P7 L2 A3

φησιν] λέγει L1

C: 265 vom Schreiber am Rand hinzugefügt. N2: exp. 265 verloren (Blattausfall). Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (πειρασμούς).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:265

A1

(17,18a)
ῥύσεταί με ἐξ ἐχθρῶν μου δυνατῶν
(18a) Er wird mich erretten vor meinen mächtigen Feinden
(17,18b)
καὶ ἐκ τῶν μισούντων με, ὅτι ἐστερεώθησαν ὑπὲρ ἐμέ.
(18b) und vor denen, die mich hassen, denn sie sind stärker geworden als ich.
(17,19a)
προέφθασάν με ἐν ἡμέρᾳ κακώσεώς μου,
(19a) Sie nahten sich mir am Tag meines Elends,
(17,19b)
καὶ ἐγένετο κύριος ἀντιστήριγμά μου
(19b) und der Herr wurde meine Stütze,
(17,20a)
καὶ ἐξήγαγέν με εἰς πλατυσμόν,
(20a) und er führte mich hinaus ins Weite;
(17,20b)
ῥύσεταί με, ὅτι ἠθέλησέν με.
(20b) er wird mich erretten, weil er mich wollte.
(17,20c)
[ῥύσεταί με ἐξ ἐχθρῶν μου δυνατῶν
(20c) Er wird mich erretten vor meinen mächtigen Feinden
(17,20d)
καὶ ἐκ τῶν μισούντων με]
(20d) und vor denen, die mich hassen.
Expositio 266:
Eἰς τὰ πεπραγμένα αὐτῷ ἐπὶ τῇ ἁμαρτίᾳ, καὶ τῇ μετανοίᾳ μετέβη· ὃ δὲ λέγει, τοιοῦτόν ἐστιν· ἤδη μὲν τῆς ἐξομολογήσεώς μου ἐπακούσας ὁ κύριος, γέγονέ μου ἀντιστήριγμα· μέλλοντός μου περιτρέπεσθαι καὶ μέγα πτῶμα ὑπομένειν· εἰ μετὰ τὴν ἁμαρτίαν εἰς παντελῆ ἐξέπιπτον ἀποστασίαν· πλὴν ἀλλὰ καὶ παντελῶς ῥύσεται· διδοὺς ἄφεσιν τῆς ἁμαρτίας κατὰ τὸν προφητευόμενον καιρὸν τῆς αὐτοῦ παρουσίας· καὶ τοῦτο ποιήσει εὐεργετῶν με ὁ κύριος, ὅτι ἠθέλησέν με· εἰ μὴ γὰρ ἠθέλησέν με, οὐκ ἂν τὸν προφήτην αὐτοῦ πρός με ἀπέστειλεν: –
Er geht zu dem über, was von ihm bei der Sünde und der Reue getan wurde. Was er aber sagt, ist von solcher Art: Weil der Herr mein Bekenntnis bereits erhörtete, ist er zu meiner Stütze geworden, denn ich war im Begriff, hinabgestürzt zu werden und einen großen Fall zu erleiden, sofern nach der Sünde in völligen Abfall geraten war. Er wird mich demnach vollständig retten, indem er mir Vergebung der Sünde zur prophezeiten Zeit seines Kommens gewährt. Und dies wird der Herr tun, indem er mir Gutes tut, 'weil er mich wollte.' [Ps 17,20b] Denn wenn er mich nicht gewollt hätte, hätte er nicht seinen Propheten zu mir gesandt.

V1 C M P1 P5 B1 B2 P6 Z V5 P7 L2 A3

Eἰς] Ῥύσεταί με ἐξ ἐχθρῶν μου (= Ps 17,18a) ante εἰς add. V1 | Ἐκ L2* A3 | Eἰς L2corr || ἐπὶ τῇ ἁμαρτίᾳ] τῇ ἁμαρτίᾳ V5 P7 L2 A3 || ὃ δὲ – ἀπέστειλεν] om. B2 || ὃ δὲ λέγει, τοιοῦτόν ἐστιν] ὁ δὲ λέγει τοιοῦτον B1 || τῆς ἐξομολογήσεώς μου] τῆς ἐξομολογήσεώς ἐμοῦ V5 P7 L2 A3 || ἐπακούσας] ὑπακούσας P1 || γέγονέ μου] γέγονέ μοι P5 P6 Z V5 P7 L2 A3 || μέλλοντός μου περιτρέπεσθαι] μέλλοντος δέ μου προτρέπεσθαι V5 P7 | μέλλοντος δέ μου περιτρέπεσθαι L2 A3 || μέγα πτῶμα] μέγα B1 || εἰ μετὰ τὴν ἁμαρτίαν] deperdita P5 | ἢ μετὰ τὴν ἁμαρτίαν P6 Z | μετὰ τὴν ἁμαρτίαν V5 P7 L2 A3 || εἰς – ἀποστασίαν] εἰς παντελῆ δὲ ἐξέπιπτον ἀποστασίαν V5 P7 A3 | εἰς παντελῆ τε ἐκπίπτειν (τε ἐκ-ειν in ras.) L2corr | εἰς παντελῆ ἐκπίπτειν ἀποστασίαν Z || πλὴν ἀλλὰ] πλὴν deperditum P5 | ἀνορθώ[σει(?)] (in ras.) L2corr || ῥύσεται] ῥύσεταί με V5 P7 L2 A3 || διδοὺς – ἠθέλησέν με1] om. M || διδοὺς ἄφεσιν] διδοὺς ἄνεσιν B1 || τῆς ἁμαρτίας] ἁμαρτίας V5 P7 L2 A3 || εὐεργετῶν με] εὐεργετῶν P1 || ἠθέλησέν με1] ὅτι ἠθέλησάς με V5 P7 || ἠθέλησέν με2] ἤθελέ(ν) με V5 P7 L2 A3

N2: exp. 266 verloren (Blattausfall). B1: Es wird einleitend behauptet, dass diese Expositio fünf Zeilen (στίχοι) erklärt: ἐρμηνεία των Ε´ στιχω(ν) Ἀθανασιου. Während in V1 exp. 266 mit Ps 17,18a verbunden ist, steht sie in B1 nach Ps 17,20. Dieser Bereich des Psalms umfasst genau fünf Zeilen. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Montfaucon: P1 korrigiert mit Varianten aus P6 (und möglicherweise einer Variante aus P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:266

(17,21a)
καὶ ἀνταποδώσει μοι κύριος κατὰ τὴν δικαιοσύνην μου
(21a) Und der Herr wird mir vergelten gemäß meiner Gerechtigkeit,
(17,21b)
καὶ κατὰ τὴν καθαριότητα τῶν χειρῶν μου ἀνταποδώσει μοι,
(21b) und gemäß der Reinheit meiner Hände wird er mir vergelten.
(17,22a)
ὅτι ἐφύλαξα τὰς ὁδοὺς κυρίου
(22a) Denn ich habe die Wege des Herrn bewahrt
(17,22b)
καὶ οὐκ ἠσέβησα ἀπὸ τοῦ θεοῦ μου,
(22b) und nicht gottlos gehandelt weg von meinem Gott.
(17,23a)
ὅτι πάντα τὰ κρίματα αὐτοῦ ἐνώπιόν μου,
(23a) Denn alle seine Urteile sind vor mir,
(17,23b)
καὶ τὰ δικαιώματα αὐτοῦ οὐκ ἀπέστησα ἀπ᾿ ἐμοῦ.
(23b) und seine Rechtsbestimmungen habe ich nicht entfernt von mir.
(17,24a)
καὶ ἔσομαι ἄμωμος μετ᾿ αὐτοῦ
(24a) Und ich werde untadelig sein bei ihm,
(17,24b)
καὶ φυλάξομαι ἀπὸ τῆς ἀνομίας μου.
(24b) und ich werde mich bewahren vor meiner Gesetzlosigkeit.
(17,25a)
καὶ ἀνταποδώσει μοι κύριος κατὰ τὴν δικαιοσύνην μου
(25a) Und der Herr wird mir vergelten gemäß meiner Gerechtigkeit,
(17,25b)
καὶ κατὰ τὴν καθαριότητα τῶν χειρῶν μου ἐνώπιον τῶν ὀφθαλμῶν αὐτοῦ.
(25b) und gemäß der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.
Expositio 267:
Πέπεισμαι φησὶν ὅτι κατὰ τὸν καιρὸν τῆς δικαιοκρισίας αὐτοῦ· οὐ μνημονεύσας μου τῆς ἁμαρτίας, 'κατὰ τὴν δικαιοσύνην μου' ἀνταποδώσει μοι· τὰς γὰρ ἄλλας μου πράξεις τὰς ἐν δικαιοσύνῃ· ὥσπερ ζυγῷ ἀντιπαραβαλὼν καὶ ἀντιστήσας τῷ ἁμαρτήματί μου, κατὰ πολὺ πλεοναζούσας εὑρήσει τοῦ γενομένου μοι ἁμαρτήματος· διδάσκει δὲ ὁ λόγος· τὸ δύνασθαι τὸν κατά τινα ἀσθένειαν ὠλισθηκότα, ἀναλαμβάνειν ἑαυτὸν διὰ δευτέρων κατορθωμάτων: –
Ich bin überzeugt, sagt er, dass er mir im Augenblick seines gerechten Gerichtes, ohne sich an meine Sünde zu erinnern, gemäß meiner Gerechtigkeit vergelten wird. Denn wenn er meine anderen Taten, die in Gerechtigkeit (begangen wurden), wie auf einer Waage mit meiner Verfehlung vergleichen und gegenüberstellen würde, wird er finden, dass sie die Sünde, die mir widerfahren ist, bei weitem überwiegen. Diese Rede lehrt aber, dass derjenige, der einer Schwäche zufolge ausgerutscht ist, sich selbst durch andere rechtschaffene Taten wieder aufrichten kann.

V1 C M P1 P5 A1 A2 V4 P6 Z B1 V5 P7 L2 A3

Πέπεισμαι] Πεπίστ[ω(?)]μαι A1 || φησὶν] δέ φησιν P1 || κατὰ – αὐτοῦ] κατὰ τὸν καιρὸν τῆς δικαιοκρισίας τοῦ θεοῦ M | κατὰ τὸν τῆς δικαιοκρισίας αὐτοῦ καιρὸν A2 V4 || οὐ μνημονεύσας] οὐ μνημονεύσεις V5* P7 | οὐ μνημονεύσει (puncto supraposito) V5corr | οὐ μνημονεύσει (-ει in ras.) L2corr || μου τῆς ἁμαρτίας] [τῆς ἁ(?)][μαρ][τίας(?)] A1 || κατὰ τὴν δικαιοσύνην] διὰ τὴν δικαιοσύνην A1 A2 V4 || ἀνταποδώσει μοι] ἀποδίδωσίν μοι B1 | ἀποδώσει μοι V5 P7 L2 A3 || μου πράξεις] πράξεις M || ζυγῷ ἀντιπαραβαλὼν] ζυγῷ ἀντιπαραβάλλων A2 | ἐν ζυγῷ ἀντιπαραλαβῶν B1 | ἐν ζυγῷ ἀντιπαραβαλὼν V5 P7 L2 A3 || τῷ ἁμαρτήματί μου] τῷ ἁμαρτήματί* μου V1 | τῶ ἁμάρτημά μου (sic) M | τὰς ἁμαρτίας μου P1 | τὸ ἁμάρτημά μου A1 A2 V4 || κατὰ πολὺ] κατὰ τὸ πολὺ B1 || μοι ἁμαρτήματος] μου ἁμαρτήματος M | ἁμαρτήματός μου V5 P7 | ἁμαρτήματος A1 || διδάσκει δὲ] διδάσκει V4 || τὸ δύνασθαι – ὠλισθηκότα] τὸ δύνασθαι κατά τινα ἀσθένειαν ὀλισθηκότα P1 | τὸν κατά τινα ἀσθένειαν ὠλισθηκότα δύνασθαι A1 | τὸ (τῶ V4) δύνασθαι τὸν κατά τινα ἀσθένειαν ὀλισθήσαντα A2 V4 | τὸν κατὰ τὴν ἀσθένειαν ὠλισθηκότα M || ἀναλαμβάνειν ἑαυτὸν] ἀναλαμβάνειν ἑαυτῶν V1 | ἀναλαμβάνει ἑαυτὸν P1 | ἀναλαβεῖν αὐτῶν B1 | ἀναλαβεῖν ἑαυτὸν A1 A2 V4 V5 P7 L2 A3 || διὰ δευτέρων κατορθωμάτων] διὰ τῶν δευτέρων κατορθωμάτων M

N2: exp. 267 verloren (Blattausfall). B1: Es wird einleitend behauptet, dass diese Expositio zehn Zeilen (στίχοι) erklärt: ἐρμηνεία τῶν Ι´ στίχων Ἀθανασίου· μέχρι τοῦ ἐνώπιον τῶν ὀφθαλμῶν αὐτοῦ. Während in V1 exp. 267 mit Ps 17,21a verbunden ist, steht sie in B1 nach Ps 17,25. Dieser Bereich des Psalms umfasst genau zehn Zeilen. Montfaucon: exp. 267 nach P6. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele scheint vorhanden zu sein.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:267

(17,26a)
μετὰ ὁσίου ὁσιωθήσῃ
(26a) Mit einem Heiligen wirst du heilig sein,
(17,26b)
καὶ μετὰ ἀνδρὸς ἀθῴου ἀθῷος ἔσῃ
(26b) und mit einem unschuldigen Mann wirst du unschuldig sein,
(17,27a)
καὶ μετὰ ἐκλεκτοῦ ἐκλεκτὸς ἔσῃ
(27a) und mit einem Auserwählten wirst du auserwählt sein,
(17,27b)
καὶ μετὰ στρεβλοῦ διαστρέψεις.
(27b) und mit einem Irrendem wirst du irren.
Expositio 268:
Εἰκότως κατηξίωσάς με τῆς σῆς εὐεργεσίας φησίν· ἐπειδήπερ δίκαιος ὢν, οἶδας μετὰ ὁσίου ὁσιοῦσθαι· εἰ γὰρ ἤμην ἐναπομείνας τῇ ἁμαρτίᾳ· καὶ παντελῆ διαστροφὴν ὑπομείνας, οἶδα ὅτι καὶ σὺ αὐτὸς ὁ μέγας κριτὴς τῇ ἐμῇ ἁμαρτίᾳ κατάλληλον ἐπήγαγες τὸ σαυτοῦ κρῖμα· ἐπειδὴ δὲ ἐφύλαξα 'τὰς ὁδούς' σου· τούτου χάριν σὺ· ὁ μετὰ ὁσίου ὁσιούμενος καὶ μετὰ ἀθῴου ἀθῳούμενος· οὐ κατὰ τὴν ἐν καιρῷ τινὶ γεγενημένην μοι διαστροφὴν ἡρμόσω· κατὰ δὲ τὴν μετὰ ταῦτα ζωὴν καὶ τὸν ἐν δικαιοσύνῃ μου βίον, τὴν ἀμοιβήν μοι παρέξεις ἐν τῷ σῷ δικαστηρίῳ: –
Zu Recht hast du mich deiner Wohltat gewürdigt, sagt er; da du, der du gerecht bist, doch weißt, mit einem Heiligen heilig zu sein. Wenn ich nämlich weiterhin in der Sünde geblieben wäre und eine völlige Verirrung erlitten hätte, so weiß ich, dass du selbst als der große Richter dein ureigene passende Urteil über meine Sünde gefällt hättest. Da ich aber deine 'Wege' beachtet habe, [Ps 17,22a] deshalb hast du, als einer, der mit einem Heiligen heilig und mit dem Unschuldigen unschuldig bist, nicht nach der Verirrung gerichtet, die mir zu einer bestimmten Zeit widerfahren ist, sondern du wirst mir in deinem Gericht Vergeltung gewähren nach meinem späteren Leben und meiner gerechten Lebensweise.

V1 C M P1 P5 A1 A2 V4 P6 Z L1 V5 P7 L2 A3

Eἰκότως – εὐεργεσίας] Eἰκότως κατηξίωσάς με φησὶ τῆς σῆς εὐεργεσίας A2 V4 | Eἰκότως κατηξίωσας με τὰ τῆς εὐεργεσίας φησὶν L1 | Εἰκότως κατηξίωσάς με τῆς εὐεργεσίας φησὶν V5 P7 L2 A3 || δίκαιος ὢν, οἶδας] δίκαιον ὁς δἂν (sic) L1 || μετὰ ὁσίου] μετὰ ὁσίων P1 || ἐναπομείνας] ἐναπομείνας φησὶ A1 || παντελῆ διαστροφὴν ὑπομείνας] παντελεῖ (παντελῆ V4) διαστροφῇ A2 V4 | παντελῆ μὴ διαστροφὴν ποιησάμενος L1 || οἶδα – τῇ ἐμῇ ἁμαρτίᾳ] om. L1 || οἶδα ὅτι] οἶδας τὶ A1 | οἶδ᾿ ὅτι A2 V4 || τῇ ἐμῇ ἁμαρτίᾳ] τῇ ἐμῇ διαστροφῇ A1 A2 V4 V5 P7 L2 A3 || κατάλληλον – κρῖμα] -ληλον ἐπήγαγες τὸ σαυ- deperdita P5 || ἐπήγαγες] ἐπῆγες A1 A2 | post ἐπήγαγες add. supra lin. ἂν L2corr || τὸ σαυτοῦ κρῖμα] τὸ κρῖμα L1 || σαυτοῦ – σου] [σαυτοῦ κ(?)]ρ[ῖμα· ἐ(?)]π[ειδὴ δὲ ἐφύλαξα τὰς ὁδούς(?)] σου P5 || ἐπειδὴ δὲ] ἐπεὶ δὲ L1 V5 P7 L2 A3 || τὰς ὁδούς σου] post τὰς ὁδούς σου add. καὶ οὐκ ἠσέβησα ἀπὸ τοῦ θεοῦ μου· καὶ (καὶ om. V5 P7 L2 A3 | ὅτι A1) πάντα τὰ κρίματα αὐτοῦ ἐνώπιόν μου γέγονεν· καὶ τὰ δικαιώματα αὐτοῦ οὐκ ἀπέστησαν ἀπ᾿ ἐμοῦ (= Ps 17,22b–23) A1 L1 V5 P7 L2 A3 || σὺ ὁ μετὰ ὁσίου] σοι ****ὰ μετὰ ὁσίου (erat ὁ μετὰ?) M | ὁ μετὰ ὁσίου P5 P6 Z || ὁσιούμενος] ὅσιος ὢν V5 P7 L2 A3 || καὶ μετὰ ἀθώου ἀθωούμενος] om. A2 V4 || ἡρμόσω] εἰργάσω A1 | ἤρμοσαν L1 | εἱρμόσω V5 P7 A3 | ὠργισθης (in ras.) L2corr || μοι παρέξεις] μοι παρέξης M L1 | παρέξεις A2 V4 || ἐν τῷ σῷ δικαστηρίῳ] ἐν τῷ δικαστηρίῳ P1 | ἐν τῷ σῷ δικαίῳ δικαστηρίῳ V5 P7 L2 A3

N2: exp. 268 verloren (Blattausfall). M: exp. 268 mit der Paraphrase des Didymus (fr. 131 in Ps 17,26–28 [199 Mühlenberg]) verbunden. A1: exp. 268 ist in zwei Teile aufgeteilt: Εἰκότως – ὁσιοῦσθαι steht nach Ps 17,25; der verbleibende Teil nach Ps 17,26–27. V5 P7 (Typus XV) L2 A3 (Typus XVI): exp. 268 steht hier textkritisch der Tradition der (Text-)Katenen nahe (L1). Montfaucon: exp. 268 nach P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:268

(17,28a)
ὅτι σὺ λαὸν ταπεινὸν σώσεις
(28a) Denn du wirst ein niedriges Volk retten,
Expositio 269:
Ἐπὶ τὸν χορὸν ἀναπέμπει τῶν ἀποστόλων: –
Er weist auf den Chor der Apostel hin.

V1 C P1 P5 A1 A2 V4 P6 Z N2 B1

Ἐπὶ] Πάλιν ante ἐπὶ add. A1 || ἀναπέμπει τῶν ἀποστόλων] τῶν ἀποστόλων ἀναπέμπει τὸν λόγον B1

V4: exp. 269 mittels τοῦ αὐτοῦ Hesychius zugeschrieben (A2 anonym). Montfaucon: exp. 269 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:269

(17,28b)
καὶ ὀφθαλμοὺς ὑπερηφάνων ταπεινώσεις.
(28b) und die Augen der Hochmutigen wirst du erniedrigen.
Expositio 270:
Τοῦτο, εἰς τοὺς φαρισαίους καὶ γραμματεῖς τείνει: –
Das ziehlt auf die Pharisäer und Schriftgelehrten.

V1 C P1 P5 A1 A2 V4 P6 Z N2 B1 B2 L1 V5 P7 L2 A3

Τοῦτο – τείνει] Tῶν ἰουδαικῶν ἀρχόντων· φαρισαίους καὶ γραμματεῖς, (sic) καὶ τῶν δαιμόνων: – (Hesychius, comm. brevis in Ps 17,28b [28 Jagić] + exp. 270; sub auctore Hesychio) A2 V4 || εἰς τοὺς φαρισαίους καὶ γραμματεῖς] εἰς τοὺς γραμματεῖς καὶ φαρισαίους B1 | εἰς τοὺς φαρισαίους V5 P7 L2 A3 || τείνει] om. A1 | ἀποτείνει B2

V5 P7 L2 A3: exp. 270 und 271 bilden eine Einheit (mit Ps 17,28 verbunden). Montfaucon: exp. 270 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:270

(17,29a)
ὅτι σὺ φωτιεῖς λύχνον μου, κύριε·
(29a) Denn du wirst meine Lampe erleuchten, Herr;
Expositio 271:
Τὸν νοῦν φησιν: –
Tὸν νοῦν φησίν· λύχνος γὰρ ἐντολὴ, καὶ νόμος [δὲ] φ[ῶς]: –
Er meint den Geist.
Er meint den Geist. Denn eine Lampe ist ein Gebot, und ein Gesetzt ist hingegen ein Licht.

V1 C P1 P5 A1 P6 Z N2 B2 V5 P7 L2 A3

φησιν] post φησιν add. νοητῶς τοῦ συνιένα[ι] A1 | post φησὶ add. λύχνον B2

C: exp. 271 vom Schreiber am Rand hinzugefügt. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (Τὸν νοῦν). Montfaucon: exp. 271 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:271

B1

(17,29b)
ὁ θεός μου, φωτιεῖς τὸ σκότος μου.
(29b) mein Gott, du wirst meine Finsternis erleuchten.
Expositio 272:
Τὴν ἄγνοιαν φησὶ τὴν ἐν ἐμοὶ, διασκεδάσεις: –
Τὴν ἀγνωσίαν· τὴν λήθην· τὴν ἀμέλειαν φησὶν, τὴν ἐν ἐμοὶ διασκεδάσει· σκότος γὰρ ταῦτα καλεῖ: –
Die Unwissenheit, sagt er, die in mir ist, wirst du zerstreuen.
Die Unkenntnis, die Vergessenheit, die Unachtsamkeit, sagt er, die in mir ist, wird er zerstreuen. Denn Finsternis nennt er diese Dinge.

V1 C P1 P5 A1 P6 Z N2 B2 L1 V5 P7 L2 A3

φησὶ] λέγει φησὶ (sic) L1 || διασκεδάσεις] διασκεδάσει B2 | διασκεδάσης L1 | διασκέδα[σεν(?)] A1

V5 P7 L2 A3: exp. 272 mit dem Beginn der Paraphrase des Didymus (fr. 132 in Ps 17,29 [199,24–26 Mühlenberg]) verbunden. Diese Expositio und Paraphrase folgen einander (aber getrennt) in Typus III (P6 Z N2). Montfaucon: exp. 272 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:272

B1

(17,30a)
ὅτι ἐν σοὶ ῥυσθήσομαι ἀπὸ πειρατηρίου
(30a) Denn durch dich werde ich errettet werden vor einer Räuberbande,
(17,30b)
καὶ ἐν τῷ θεῷ μου ὑπερβήσομαι τεῖχος.
(30b) und durch meinen Gott werde ich eine Mauer übersteigen.
Expositio 273:
Ὅτι περιέλαβόν με οἱ ἐχθροί μου, εἰς τὸ ἀποκλεῖσαι: –
Weil meine Feinde mich umzingelt haben, um mich einzusperren.

V1 C P1 P5 P6 Z N2 B1 L1 V5 P7 L2 A3

Ὅτι περιέλαβόν με] Ὅτι περιέλαβόν με φησὶν P1 B1 L1 || μου] *μου C | om. B1 L1

Montfaucon: exp. 273 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:273

(17,31a)
ὁ θεός μου, ἄμωμος ἡ ὁδὸς αὐτοῦ,
(31a) Mein Gott - untadelig ist sein Weg,
(17,31b)
τὰ λόγια κυρίου πεπυρωμένα,
(31b) die Worte des Herrn sind geläutert;
Expositio 274:
Ταῦτα φησὶν, τὴν ἀγνωμοσύνην τῶν ἰουδαίων καταμεμφόμενος· ἐπειδὴ ἐπελαμβάνοντο τοῦ σωτῆρος· ὡς παρὰ τὸν θεῖον πράττοντος νόμον· καὶ μὴν καὶ τῶν λόγων αὐτοῦ, ὡς καὶ αὐτῶν ὄντων βλασφήμων: –
Ἐνταῦθα {φησὶ} τὴν ἀγνωμοσύνην· καὶ τὴν κακίαν καὶ τὴν ἀπειθῆ γνώμην καὶ τὴν σκληρότητα τῶν ἀγνωμόνων καὶ ἀχαρίστων καὶ σκληροκαρδίων ἰουδαίων, καταμέμφεται· ἐπειδὴ ἐπελαμβάνοντο τοῦ σωτῆρος ἡμῶν Χριστοῦ· ὡς παρὰ τὸν θεῖον πράττοντος νόμον· καὶ μὴν καὶ τῶν λόγων αὐτῶν, ἐλοιδόρουν καὶ ἐνδιέβαλον ὡς βλασφήμων· λέγοντες πρὸς ἀλλήλους ὅτι βλασφημεῖ· τίς γὰρ δύναται ἀφιέναι ἁμαρτίας; ἐκ πονηρᾶς συνειδήσεως καὶ κακοῦ λογισμοῦ· ταῦτα πρὸς τὸν τῶν ὅλων κύριον καὶ θεὸν διανοούμενοι καὶ λογιζόμενοι, ἃ διελογίζοντο: –
Diese Worte sagt er, um den Unverstand der Juden zu tadeln, da sie unseren Erlöser angegriffen haben, als ob er gegen das göttliche Gesetz handelte; ja sogar seine Worte, als ob auch diese lästerlich wären. [cf. Mc 2,7]
Hier tadelt er den Unverstand, die Bosheit, die ungehorsame Gesinnung und die Härte der unverständigen, undankbaren und hartherzigen Juden, da sie den Erlöser Christus tadelten, als ob er gegen das göttliche Gesetz handelte. Ja sogar selbst seine Worte verachteten sie und verleumdeten sie als lästerlich, indem sie zueinander sagten: 'Er lästert; denn wer kann Sünden vergeben?' [Mc 2,7] Aus schlechtem Gewissen und bösem Denken heraus waren das die Dinge, die sie erwogen, als sie gegen den Herrn und Gott aller Dinge nachdachten und abwägten.

V1 C M P1 P5 A1 P6 Z N2 B1

φησὶ] φησὶ * (ut vid.) P5 || ἐπειδὴ ἐπελαμβάνοντο] ἐπειδὴ ἐπελάμβανον V1 C P1 P5 P6 N2 | ὅτι δὴ ἐπελαμβάνοντο A1 | ὅτι ἐπελαμβάνοντο B1 || τὸν θεῖον] fort. [τῶ]ν θεί[ων] A1* | fort. [τὸ]ν θεῖ[ον] A1m.sec. | τὸν δίκαιον B1 || καὶ μὴν καὶ] καὶ A1 || τῶν λόγων] τὸν λόγον P1 || βλασφήμων] ἐβλασφήμουν P1

V5 P7 L2 A3

{φησὶ}] puncto del. (ut vid.) V5corr || τῶν λόγων αὐτῶν] τῶν λόγων αὐτοῦ corr. Mont. (fort. recte) || ἃ διελογίζοντο] ἃ διελογίζοντο (ut vid.) L2* | διελογίζοντο L2corr

V5 P7 L2 A3: ἐκ – λογισμοῦ ist eine Erweiterung des Bibelzitats und nicht der Anfang des letzten Satzes. Montfaucon: exp. 274 nach P7.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:274par

(17,31c)
ὑπερασπιστής ἐστιν πάντων τῶν ἐλπιζόντων ἐπ᾿ αὐτόν.
(31c) er ist der Beschützer aller, die auf ihn hoffen.
(17,32a)
ὅτι τίς θεὸς πλὴν τοῦ κυρίου;
(32a) Denn wer ist ein Gott außer dem Herrn?
(17,32b)
καὶ τίς θεὸς πλὴν τοῦ θεοῦ ἡμῶν;
(32b) Und wer ist ein Gott außer unserem Gott?
(17,33a)
ὁ θεὸς ὁ περιζωννύων με δύναμιν
(33a) Gott, der mich mit Kraft umgürtete,
Expositio 275:
Ὅμοιον τῷ εἰρημένῳ, 'ἕως οὗ ἐνδύσησθε ἐξ ὕψους δύναμιν' : –
Ὅμοιον τῷ εἰρημένῳ, 'ἕως οὗ ἐνδύσησθε τὴν ἐξ ὕψους δύναμιν'· δύναμις γὰρ τὸ πανάγιον πνεῦμ[α]: –
Ähnlich der Aussage: 'Bis ihr bekleidet werdet mit Kraft aus der Höhe.' [Lc 24,49b]
Ähnlich der Aussage: 'Bis ihr bekleidet werdet mit Kraft aus der Höhe.' [Lc 24,49b] Denn Kraft ist der allheilige Geist.

V1 C P1 P5 A2 V4 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ὅμοιον – δύναμιν] Tò ὁ θεὸς ὁ περιζωννύων με δύναμιν, τῷ ἕως οὗ ἐνδύσησθε δύναμιν ἐξ ὕψους συνᾴδει: – Z || τῷ εἰρημένῳ] τὸ εἰρημένον P1 || ἕως οὗ] ἕως V1 C A2 | ἕως ἂν V4 | ὑμεῖς δὲ καθίσατε ἐν τῇ πόλει ἱερουσαλὴμ (= Lc 24,49a) ante ἕως οὗ add. V5 P7 L2 A3 || ἐξ ὕψους δύναμιν] δύναμιν ἐξ ὕψους P5 V4 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ps 17,31c–32 scheint nicht von Expositiones erklärt worden zu sein. Montfaucon: exp. 275 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:275

B1

(17,33b)
καὶ ἔθετο ἄμωμον τὴν ὁδόν μου,
(33b) er hat auch meinen Weg untadelig gemacht;
Expositio 276:
Τουτέστι διὰ τῶν εὐαγγελικῶν θεσπισμάτων, ἄμωμόν με παρεσκεύασε τρέχειν ὁδόν: –
Das heißt, durch die Gottesorakel des Evangeliums hat er mich in die Lage versetzt, den untadeligen Weg zu laufen.

V1 C P1 A1 A2 V4 B1 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

με παρεσκεύασε] με παρασκευάσε A1* | με παρασκευάσ[αι] A1m.sec. | με παρασκευάζειν B1 | παρεσκεύασε V5 P7 L2 A3

P5: Ein Blattausfall. Montfaucon: exp. 276 aus P1 oder P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:276

(17,34a)
ὁ καταρτιζόμενος τοὺς πόδας μου ὡς ἐλάφου
(34a) der, der meine Füße bereitete wie (die) eines Hirsches
Expositio 277 (dubium):
[Ἢ διὰ] τὸ εὐθὺ δρ[α]μεῖν αὐτὸν [ἐ]ν τ[α]ῖς εὐεργ[εσίαις] τῇ τοῦ θεοῦ βοηθείᾳ, τὴν ταχυτῆτα τῆς ἐλάφου παρεισάγει· ἢ διὰ τὸ ὀφ[ιο]κτόνον εἶναι τὸ ζῷον καὶ τ[ῶ]ν ἰοβόλων ἀναιρετικόν: –
Entweder führt er die Schnelligkeit des Hirsches ein, weil er mit Gottes Hilfe durch gute Taten geradeaus lief; oder weil das Tier ein Schlangentöter und Zerstörer giftiger Tiere ist.

A1

τῇ] τι (ut vid.) A1* | τῇ A1m.sec.

Die zweite Erklärung in diesem Dubium ist thematisch und auch sprachlich nah an Eusebius (fr. 13 in Ps 17,33–34 [Villani]).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:277

(17,34b)
καὶ ἐπὶ τὰ ὑψηλὰ ἱστῶν με,
(34b) und mich auf die Höhen stellte;
Expositio 278:
Τουτέστιν, τὰ ἄνω διδάσκει φρονεῖν: –
Das heißt, er lehrt mich, die Dinge zu bedenken, die oben sind.

V1 C P1 A1 A2 V4 P6 Z N2 B1 V5 P7 L2 A3

Τουτέστι] om. V5 P7 L2 A3 || τὰ ἄνω] Ὁ κύριος ὥσπερ ταῖς ἐλάφοις (fort. Hesychius, schol. nr. 74 in Ps 17,34a [Antonelli; PG 27,708 D6]) ante τὰ ἄνω add. V5m.sec. || διδάσκει] διδάσκει add. (in marg.) V1m.sec. | διδάσκων A1 P6 Z N2 B1

P5: Ein Blattausfall. B1: Hesychius (schol. nr. 76 in Ps 17,35a [Antonelli; PG 27,708]) mit exp. 278 verbunden. In der Folge trennte der Schreiber die beiden Erklärungen durch ein Satzzeichen (vier Punkte). V5: Eine zweite Hand – erkennbar an der schwarzen Tinte – verband die letzten Worte der Erklärung, die unmittelbar vor exp. 278 in dieser Handschrift steht (siehe App.), mit exp. 278 (durch zwei Punkte und eine Rasur). Der Grund für das Eingreifen dürfte darin liegen, dass das einleitende Wort Τουτέστι in dieser Fassung fehlt. Montfaucon: exp. 278 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:278

(17,35a)
διδάσκων χεῖράς μου εἰς πόλεμον
(35a) der meine Hände lehrte für den Krieg
Expositio 279 (dubium):
Πόλεμον, τὸν τῶν π[νευματι]κ[ῶ]ν [το]ῖ[ς π]ον[η]ρίας· χεῖρας δὲ, τὰς πρά[ξει]ς φ[η]σίν: –
Krieg nennt er den (Kampf) der geistlichen (Menschen) mit denen aus der Schlechtigkeit; Hände aber die Handlungen.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:279

(17,35b)
καὶ ἔθου τόξον χαλκοῦν τοὺς βραχίονάς μου·
(35b) und du hast meine Arme zu einem ehernen Bogen gemacht.
Expositio 280:
Τὰς δυνάμεις τῆς ψυχῆς, ἀνδρικὰς δίκην τόξου χαλκοῦ κατεσκεύασεν: –
Die Kräfte der Seele hat er stark nach Art und Weise eines ehernen Bogen bereitet.

V1 C P1 A1 A2 V4 B1 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

κατεσκεύασεν] κατ[εσ]κ[εύασεν(?)] A1 | κατασκευάσας V5 P7 L2 A3

P5: Ein Blattausfall. B1: exp. 280 mit Hesychius (schol. nr. 77 in Ps 17,35b [Antonelli; PG 27,708]) verbunden. In der Folge trennte der Schreiber die beiden Erklärungen durch ein Satzzeichen (vier Punkte). Montfaucon: exp. 280 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:280

(17,36a)
καὶ ἔδωκάς μοι ὑπερασπισμὸν σωτηρίας μου,
(36a) Und du hast mir das Schild meiner Rettung gegeben,
Expositio 281:
Ὑπερήσπισάς μου φησὶν, διὰ τοῦ σωτηρίου σου· τοῦτο δέ ἐστιν, ἡ τῆς οἰκονομίας ἐπιδημία: –
Durch deine Erlösung, sagt er, hast du mich mit einem Schild bedeckt. Das bedeutet aber das Aufkommen des Heilsplans.

V1 C P1 A1 P6 Z N2 B1 B2 V5 P7 L2 A3

Ὑπερήσπισάς μου φησὶ] Ὑπερα[σπισ]μὸν A1 | Ὑπερασπίσαι μοι φησὶ B2 | Ὑπερασπίσαί με φησὶ V5 P7 L2 A3 || διὰ τοῦ σωτηρίου σου] διὰ τοῦ σταυροῦ σου B2 | evanida A1 || ἡ τῆς οἰκονομίας ἐπιδημία] [ἡ τῆς] ἐ[πιδημίας οἰκονο(?)]μία A1 | ἡ τῆς ἐπιδημίας οἰκονομία· καὶ ὁ σταυρὸς αὐτοῦ B1

P5: Ein Blattausfall. Montfaucon: exp. 281 aus P1 oder P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:281

(17,36b)
καὶ ἡ δεξιά σου ἀντελάβετό μου,
(36b) und deine Rechte stand mir bei,
Expositio 282:
Δεξιὰ τοῦ πατρὸς, ὁ υἱός: –
Die Rechte des Vaters ist der Sohn. [cf. Ps 109,1a]

V1 C P1 A1 P6 Z N2 B1 B2 V5 P7 L2 A3

exp. 282 post Δ[εξιά] evanida A1

A1: siehe zu exp. 324. P5: Ein Blattausfall. C: exp. 282 vom Schreiber am äußeren Rand hinzugefügt. Montfaucon: exp. 282 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:282

(17,36c)
καὶ ἡ παιδεία σου ἀνώρθωσέν με εἰς τέλος,
(36c) und deine Unterweisung hat mich völlig wiederaufgerichtet,
(17,36d)
καὶ ἡ παιδεία σου αὐτή με διδάξει.
(36d) und deine Unterweisung, sie selbst wird mich lehren.
Expositio 283:
Ἡ εὐαγγελικὴ δηλονότι: –
Nämlich (die Unterweisung) des Evangeliums.

V1 C P1 A1 A2 V4 P6 Z N2 P2 B1 B2 L1 V5 P7 L2 A3

Ἡ εὐαγγελικὴ] Ἡ εὐαγγελικῆι (sic) B1 || δηλονότι] om. L1 | δ[ηλονότι(?)] A1 | δηλονότι διδασκαλία P1 P2

P2: Die Folia bis zu Ps 17,36d sind verloren gegangen. exp. 283 ist die erste nach dieser Lücke. P5: Ein Blattausfall. C: exp. 283 vom Schreiber am äußeren Rand hinzugefügt. Montfaucon: exp. 283 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:283

(17,37a)
ἐπλάτυνας τὰ διαβήματά μου ὑποκάτω μου,
(37a) Du hast weit gemacht meine Schritte unter mir,
Expositio 284:
Ἔστησας γὰρ ἐπὶ πέτραν τοὺς πόδας ἡμῶν: –
Denn du hast unsere Füße auf einen Felsen gestellt. [cf. Ps 39,3c]

V1 C P1 A2 V4 P6 Z N2 P2 B1 B2 L1

Ἔστησας γὰρ ἐπὶ πέτραν] Ἔστησαν γὰρ ἐπὶ πέτραν V1 C | Ἔστησε(ν) γὰρ ἐπὶ πέτραν P1 P2 A2 V4 B2 L1 | Ἐστήρισεν ἐπὶ τὴν πέτραν B1 || τοὺς πόδας ἡμῶν] τοὺς πόδας μου (= Ps 39,3c) P1 B2 P6 Z N2 | post μου add. ἥτις ἐστὶν ἡ πίστις ἡμῶν P1

P5: Ein Blattausfall. Montfaucon: P1 korrigiert mit einer Variante aus P6 (Ἔστησας).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:284

(17,37b)
καὶ οὐκ ἠσθένησαν τὰ ἴχνη μου.
(37b) und meine Tritte wurden nicht schwach.
Expositio 285:
Περιελὼν γὰρ τὰ σκάνδαλα καὶ τὰς παγίδας ἃς κατεσκεύαζον οἱ ἐχθροὶ, κατήρτισεν ἡμῶν τὴν πορείαν: –
Denn er beseitigte die Anstöße und Schlingen, die die Feinde herrichteten, und bereitete unseren Weg.

V1 C P1 A1 A2 V4 P6 Z N2 P2 B1 L1 V5 P7 L2 A3

Περιελὼν] Περιελθὼν P2 V5 P7 L2 A3 || τὰ σκάνδαλα καὶ τὰς] evanida A1 || ἃς κατεσκεύαζον οἱ ἐχθροὶ] ἃς κατεσκεύασαν οἱ ἐχθροὶ P1 | ἃ κατεσκεύαζον οἱ ἐχθροὶ A1 | ἃς ἐσκεύαζον οἱ ἐχθροὶ A2 V4 | ἃς ἐσκεύαζον ἡμῖν οἱ ἐχθροὶ B1 || κατήρτισεν ἡμῶν τὴν πορείαν] τὴν πορείαν ἡμῶν κατήρτισεν V1 C P1 | κατήρτισεν ἡμῶν τὰ ἴχνη καὶ τὴν πορείαν A1 | κατήρτισεν ἡμῖν τὴν πορείαν P6 Z N2 || ἡμῶν] deperditum A2

P5: Ein Blattausfall. V5 P7 L2 A3: exp. 285 nahe der Tradition der (Text-)Katenen basierend auf den Kommentaren des Hesychius von Jerusalem und den Expositiones (B1 L1). Montfaucon: exp. 285 nach P6. In den Ergänzungen zur seiner Editio princeps der Expositiones Montfaucon edierte ein Fragment, in dem diese Expositio in einer eigenständigen Fassung enthalten ist (aus der Sammlung von Colville).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:285

(17,38a)
καταδιώξω τοὺς ἐχθρούς μου καὶ καταλήμψομαι αὐτοὺς
(38a) Ich will meine Feinde verfolgen und sie ergreifen,
(17,38b)
καὶ οὐκ ἀποστραφήσομαι, ἕως ἂν ἐκλίπωσιν·
(38b) und ich will mich nicht abwenden, bis sie verschwinden.
(17,39a)
ἐκθλίψω αὐτούς, καὶ οὐ μὴ δύνωνται στῆναι,
(39a) Ich will sie hart bedrängen, und sie werden immer bestehen können,
(17,39b)
πεσοῦνται ὑπὸ τοὺς πόδας μου.
(39b) sie werden unter meine Füße fallen.
Expositio 286:
Ὡς κατεσκευασμένος διὰ τῆς θείας χάριτος εἰς δρόμον, περὶ τῆς νίκης θαρρεῖ: –
Ὡς κατεσκευασμένος διὰ τῆς θείας χάριτος εἰς δρ[ό]μον πολέμου τῶν ἐχθρῶν τῶν νοητῶν, περὶ τῆς νίκης θα[ρρ]εῖ: –
Als wäre er durch die Gnade Gottes für den Wettlauf gerüstet, ist er siegessicher.
Als wäre er durch die Gnade Gottes für den Wettlauf des Krieges gegen die geistigen Feinde gerüstet, ist er siegessicher.

V1 C P1 P6 Z N2 P2 B1 L1 V5 P7 L2 A3

Ὡς κατεσκευασμένος] Ὡς κατασκευασμένος P2 L1 V5 P7 L2* A3 | Ὡς κατεσκευασμένος L2corr || εἰς δρόμον] εἰς νόμον L1 || περὶ τῆς νίκης] διὰ τῆς νίκης V1 C P1 | π- in ras. (ut vid.) B1 || θαρρεῖ] θαρσεῖ P2 | θάρσει B1 V5 P7 L2*utvid A3 | θαρσῶ L2corr | ἔρχει L1

P5: Ein Blattausfall. V5 P7 L2 A3: exp. 286 aus der Tradition der (Text-)Katenen basierend auf den Kommentaren des Hesychius von Jerusalem und den Expositiones (B1 L1). Montfaucon: exp. 286 nach P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:286

A1

διὰ] ὑπὸ A1* | διὰ (supra lin.) A1c || πολέμου τῶν] πολεμούντων (ut vid.) A1* | πολέμου τῶν A1c
(17,40a)
καὶ περιέζωσάς με δύναμιν εἰς πόλεμον,
(40a) Und du hast mich umgürtet mit Kraft für den Krieg,
(17,40b)
συνεπόδισας πάντας τοὺς ἐπανιστανομένους ἐπ᾿ ἐμὲ ὑποκάτω μου
(40b) du hast alle, die sich gegen mich erhoben haben, unter mir gefesselt;
(17,41a)
καὶ τοὺς ἐχθρούς μου ἔδωκάς μοι νῶτον
(41a) und meine Feinde hast du in die Flucht geschlagen,
(17,41b)
καὶ τοὺς μισοῦντάς με ἐξωλέθρευσας.
(41b) und die, die mich hassten, hast du ausgerottet.
Expositio 287:
Πάλιν τὸ πᾶν τῆς νίκης, τῷ δεδωκότι τὴν ἰσχὺν ἀνατίθησιν: –
Wiederum widmet er den gesamten Sieg demjenigen, der ihm die Kraft gegeben hat.

V1 C P1 A1 P6 Z N2 P2 B1 B2 V5 P7 L2 A3

ἀνατίθησιν] ἀνετίθει V5 P7 L2 A3

P5: Ein Blattausfall. Montfaucon: exp. 287 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:287

(17,42a)
ἐκέκραξαν, καὶ οὐκ ἦν ὁ σῴζων,
(42a) Sie schrien, und es gab keinen, der (sie) rettete,
(17,42b)
πρὸς κύριον, καὶ οὐκ εἰσήκουσεν αὐτῶν.
(42b) zum Herrn, und er hörte sie nicht an.
Expositio 288:
Ταῦτα περὶ τῶν αἰσθητῶν ἐχθρῶν φησιν, ὡς ἐκ προσώπου τοῦ κυρίου: –
Diese Worte spricht er über die wahrnehmbaren Feinde, gleichsam aus Sicht des Herrn.

V1 C P1 A1 A2 V4 P6 Z N2 P2 B1 L1 V5 P7 L2 A3

περὶ τῶν αἰσθητῶν] περὶ τῶν ἀνεπιστρόφων αἰσθητῶν B1 || ἐχθρῶν] ἐχ〈θ〉ρῶν V1 || τοῦ κυρίου] τοῦ Χριστοῦ sicut in Syr.long. P2 B1 L1 | post τοῦ κυρίου add. λέγων (λέγ V5 P7) ταῦτα V5 P7 L2 A3

P5: Ein Blattausfall. B1: exp. 288 Theodoret zugeschrieben. P1: exp. 288 ohne trennende Markierung mit Theodoret (comm. in Ps 17,42 [PG 80,985 B11–C1]) verbunden. Montfaucon: Die Verbindung von P1 wurde übernommen. L2: exp. 288 liegt zwischen den Psalmzeilen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:288

(17,43a)
καὶ λεπτυνῶ αὐτοὺς ὡς χοῦν κατὰ πρόσωπον ἀνέμου,
(43a) Und ich werde sie zermalmen wie Staub vor dem Angesicht des Windes,
(17,43b)
ὡς πηλὸν πλατειῶν λεανῶ αὐτούς.
(43b) wie den Lehm der Straßen werde ich sie zerstampfen.
Expositio 289 (dubium):
Tαῦτα περὶ τῶν νοητῶν ἐχθρῶν φησίν: –
Τοὺς ἐχθροὺς δηλονότι: –
Diese Worte spricht er über die geistigen Feinde.
Nähmlich die Feinde.

B1

Dieses Dubium (nach Ps 17,43b) wird Athanasius zugeschrieben. Es hat keine Entsprechung in der syrischen Version (Langfassung), die Ps 17,42–43 nur mit exp. 288 erklärt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:289

A1

(17,44a)
ῥύσῃ με ἐξ ἀντιλογιῶν λαοῦ,
(44a) Du wirst mich erretten aus den Anfeindungen des Volkes,
(17,44b)
καταστήσεις με εἰς κεφαλὴν ἐθνῶν·
(44b) du wirst mich einsetzen zum Haupt der Völkerschaften;
Expositio 290:
Ἔτι τοῦ κυρίου τὸ πρόσωπον· ἀποστρεφομένου μὲν δι᾿ ἀπείθειαν τὸν ἰουδαίων λαὸν, αἰτοῦντος δὲ ἔθνη εἰς κληρονομίαν αὐτοῦ: –
Ἔτι τοῦ κυρίου τὸ πρόσωπον εἰσάγει λέγων· ὡς ἀποστρεφομένου μὲν δι᾿ ἀπείθειαν τὸν τῶν ἰουδαίων λαὸν· αἰτοῦντος δὲ δωθῆναι αὐτῷ τὸν ἐξ ἐθνῶν οὗ ἡγήσεται, καὶ κεφαλὴ τῇ ἐξ αὐ[το]ῦ ἐκκλησίᾳ γενήσεται: –
Noch einmal die Person des Herrn, der das Volk der Juden wegen Ungehorsams abwendet und Heidenvölker in sein Erbe fordert.
Noch einmal führt er die Person des Herrn ein und sagt: Da (der Herr) das Volk der Juden wegen des Ungehorsams abwendet und fordert, dass eines der Heidenvölker gegeben wird, das er führen wird, wird er auch das Haupt der Kirche werden, die von ihm (ausgegangen) ist.

V1 C M P1 P6 Z N2 B1 P2 P2marg. V5 P7

Ἔτι τοῦ κυρίου] Ἐπὶ τοῦ κυρίου P2 | αἰτεῖται τοῦ P2marg. | Aἰτεῖ τοῦ κυρίου B1 || τὸ πρόσωπον] πρόσωπον P2marg. || ἀποστρεφομένου μὲν] ἀποστρεφόμενον μὲν V1 P2marg. | ἀποστρεφόμενον δὲ M || δι᾿ ἀπείθειαν] om. C | διὰ ἀπειθείαν B1 V5 P7 || τὸν ἰουδαίων λαὸν] τοῦ ἰουδαίων λαοῦ M | τὸν τῶν ἰουδαίων λαὸν C B1 | τῶν ἰουδαίων P1 P2 P2marg. V5 P7 | τὸν ἰουδαῖον λαὸν P6 || αἰτοῦντος δὲ] αἰτοῦντες δὲ P1 | αἰτοῦντα δὲ P2 P2marg. B1 V5 P7 || ἔθνη] τὰ ἔθνη P6 Z N2

P5: Ein Blattausfall. M: exp. 290 bildet eine Einheit mit Theodoret (comm. in Ps 17,44a [PG 80,985 C6–10]; an Theodoret zugeschrieben). Beide Erklärungen folgen auch in V1 aufeinander, allerdings getrennt. Syrische Version (Langfassung): exp. 290 steht nach Ps 17,44–45a. Syrische Version (Epitome): exp. 290 wiedergegeben. Montfaucon: P1 korrigiert mit Varianten aus P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:290

A1

τὸν τῶν ἰουδαίων] τῶν τῶν ἰουδαίων A1* | τὸν τῶν ἰουδαίων A1m.sec. || λαόν] λαὸν A1* | λαόν A1c || αὐτῷ τὸν] αὐτῷ* τῶν A1* | αὐτῷ τὸν (ut vid.) A1c
(17,44c)
λαός, ὃν οὐκ ἔγνων, ἐδούλευσέν μοι,
(44c) ein Volk, das ich nicht kannte, diente mir.
(17,45a)
εἰς ἀκοὴν ὠτίου ὑπήκουσέν μοι·
(45a) auf das Hören des Ohres hin gehorchte es mir;
Expositio 291a (dubium):
Τοὺς ἀλλοφύλους λέγει· τὸ δὲ 'οὐκ ἔγνων' ἀντὶ τ[οῦ· ὃ]ν οὐ προσεδ[ό]κησα ὑποτ〈α〉γήσ[ε]σθαί [μο]ι, οὗτος ὑποχείριός μοι γέγ[ο]νεν: –
Er nennt die andersstämmigen (Völker). Der Ausdruck 'ich nicht kannte' steht aber anstelle von '(das Volk), vom dem ich nicht erwartet hatte, dass es sich mir unterwerfen würde, dieses wurde mir untertan.'

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:291a

Expositio 291b (dubium):
Οὐκ ἀγνοίας ἐστὶ σημαντικὸν· – πάντα γὰρ οἶδεν ὡς θεὸς· –, ἀλλ᾿ ὅτι οἱ κατὰ καιροὺς τὴν οἰκειότητα τὴν εἰς ἐμὲ μὴ λαχόντες: –
Οὐκ ἀγνοίας ἐστὶ σημαντικὸν· – πάντα γὰρ οἶδεν ὡς θεὸς· – ἀλλ᾿ ὅτι οἱ κατὰ καιροὺς τὴν οἰκειότητα τὴν πρὸς ἐμὲ μὴ λαχόντες, ἀλλότριοι ἂν εἶεν καὶ ξένοι· καὶ πόρρω τῆς ἐμῆς ἀπέχοντες οἰκειότητος: –
(Dies) ist nicht zur Bezeichnung der Unwissenheit – denn als Gott weiß er alles –, sondern: 'Sie haben zu verschiedenen Zeiten die Vertrautheit zu mir nicht erlangt'.
(Dies) ist nicht zur Bezeichnung der Unwissenheit – denn als Gott weiß er alles –, sondern: 'Diejenigen, die zu verschiedenen Zeiten die Vertrautheit zu mir nicht erlangt haben, wären Fremde und Ausländer und weit entfernt von meiner Vertrautheit.

V1 C M P1 A2 V4 P6 N2

Οὐκ] Ὃν οὐκ ἔγνων (= Ps 17,44c) ante οὐκ add. A2 || πάντα] ταῦτα V1 M || ὡς θεὸς] ὁ θεὸς M* P1 | ὡς θεὸς Mc || εἰς ἐμὲ] πρὸς ἐμὲ P6 || μὴ λαχόντες] μὴ ἔχοντες A2 V4

Dieses Dubium wird entweder Cyrill von Alexandrien (V1 C M P1) oder Athanasius (P6 N2) zugeschrieben oder ist anonym (A2 V4).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:291b

Z V5 P7 L2 A3

Diese Langfassung wird in all diesen Zeugen Athanasius zugeschrieben. Der Hauptsatz am Ende verdeutlicht den Sinn des Textes.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:291bpar

(17,45b)
υἱοὶ ἀλλότριοι ἐψεύσαντό μοι,
(45b) die fremden Söhne heuchelten mir (Ergebung),
Expositio 292 (dubium):
Ὁ κληθεὶς υἱὸς πρωτότοκος ἰσραὴλ, ἀλλότριος ἐκλήθη διὰ τὴν ἀπιστίαν υἱός: –
Israel, genannt erstgeborener Sohn, wurde wegen Unglaubens ein fremder Sohn genannt.

V1 C P1 A2 V4 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Dieses Dubium wird entweder Cyrill von Alexandrien (V1 C) oder Athanasius (P6 Z N2 V5 P7 L2 A3) zugeschrieben oder ist anonym (P1 A2 V4 B2). Montfaucon: exp. 292 wahrscheinlich aus P1 (= P6 P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:292

(17,46a)
υἱοὶ ἀλλότριοι ἐπαλαιώθησαν
(46a) die fremden Söhne wurden alt
Expositio 293 (dubium):
Πᾶν τὸ παλαιούμενον ἐγγὺς ἀφανισμοῦ: –
Alles, was alt wird, ist dem Verschwinden nahe.

V1 C P1 A2 V4 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Πᾶν] Πᾶν δὲ V1 C P1 A2 V4

Dieses Dubium wird entweder Cyrill von Alexandrien (V1 C) oder Athanasius (P6 Z N2 V5 P7 L2 A3) zugeschrieben oder ist anonym (P1 A2 V4). Montfaucon (P1 P6 P7): exp. 293 entspricht P6 (= P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:293

(17,46b)
καὶ ἐχώλαναν ἀπὸ τῶν τρίβων αὐτῶν.
(46b) und wurden lahm, weg von ihren Pfaden.
Expositio 294 (dubium):
Υἱοὺς ἀλλοτρίους καλεῖ τοὺς ἀλλοφύλους, ἀντὶ τοῦ 'τινὲς δὲ καὶ ἀνάγκῃ ὑπεκρίναντο τὴν δουλείαν'· ὅπου μὲν οὖν προα[ι]ρέσει φησὶν, 'εἰς ἀκοὴν [ὠ]τίου ὑπ[ή]κο[υ]σέ μου'· ὅπου δὲ ἀνάγκῃ ἐψεύσαντό μοι· καὶ ὅμ[ω]ς φησὶν, οὐδὲν ἀνίεσαν ἐκ τούτου· ἔμειναν γὰρ καὶ ἀκοντὶ δουλεύοντές μοι ἐπὶ πολὺ, ὡς καταδαπανηθῆναι τῇ δουλείᾳ· διὰ τί ἐχώλαναν, οὐχὶ δ[ι]ωρθώθησαν; ἐπειδ[ὴ] γὰρ οὐ γνησίᾳ προαιρέσει, ἐπὶ τὰ νόμιμα τ[ο]ῦ θεο[ῦ] ἐ[σ(?)]βε[βή(?)][κε{ι}]σ[αν(?)]· ἀλλ᾿ ὑπ᾿ ἀνάγκης· καὶ τὰ πάτρια ἔθη π[α]ρ[έ]βαινον: –
Fremde Söhne nennt er die Andersstämmigen, anstelle von 'manche haben sogar aus Zwang die Dienerschaft vorgetäuscht'. Einerseits also 'gehorchte mir (das Volk) auf das Hören des Ohres hin' freiwillig, [Ps 17,45a] sagt er; andererseits heuchelten sie vor mir aus Zwang. Und doch, sagt er, ließen sie keineswegs davon ab. Ja, sie blieben so lange, wenn auch widerwillig, in meinem Dienst, dass sie von der Dienerschaft aufgerieben wurden. Warum sind sie lahm geworden, (warum) haben sie sich nicht gebessert? Weil sie eben nicht mit edler Absicht in Gottes Satzungen (eingetreten sind?), sondern aus Zwang, und (weil) sie die väterlichen Sitten übertreten haben.

A1

ἀνίεσαν] correximus | ἄνησαν (ut vid.) A1

A1: Dieses Dubium steht nach Ps 17,45b–46. Syrische Version (Langfassung): Nach Ps 17,45b–46 steht eine Erklärung des Ausdrucks 'fremde Söhne', die in der hier betrachteten griechischen Tradition keine Entsprechung hat.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:294

(17,47a)
ζῇ κύριος, καὶ εὐλογητὸς ὁ θεός μου,
(47a) Der Herr lebt, und gepriesen sei mein Gott,
Expositio 295:
Εὐκαίρως τὸ ζῇ κύριος ἀναπεφώνηκεν, ἐπειδὴ ἐμνημόνευσε τῆς ἀντιλογίας τοῦ λαοῦ· ἐν ᾗ ἐβόων λέγοντες· αἶρε· αἶρε, σταύρου αὐτόν: –
Bei einer passenden Gelegenheit hat er laut ausgerufen 'der Herr lebt', weil er die Anfeindung des Volkes in Erinnerung gebracht hat, [cf. Ps 17,44a] als sie schrien und sagten: 'Weg, weg (mit ihm)! Kreuzige (ihn)!' [Ioh 19,15var]

V1 C P1 A1 A2 V4 P2 B1 B2 P6 Z N2 V5a P7a V5b P7b L2a A3a L2b A3b

Εὐκαίρως] -αίρως fort. in ras. V1 | om. A1 | Zῶν φησὶν ὁ κύριος, εὐκαίρως γ᾿ οὖν (cf. Ps 17,47a) B1 || ἀναπεφώνηκεν] ἀνεφώνησεν A1 | ἀναφωνεῖ P2 B2 | ἐπεφώνηκεν V5a P7a L2a A3a || ἐμνημόνευσε] ἀνεμνημόνευσε A2 V4 | ἀνεμνημόνευον (sic) V5a P7a L2a A3a || τοῦ λαοῦ – λέγοντες ] τοῦ λαοῦ τῶν ἰουδαίων εἰπόντος A1 || ἐν ᾗ ἐβόων] ἐν ᾗ ἐβόουν P1 | ἐν ᾧ ἐβόων V5a P7a L2a A3a || αἶρε – αὐτόν] ἆρε ἆρε σταύρωσον V1 C | αἷρε αἷρε, σταύρωσον αὐτόν B1 | αἶρε αἶρε, σταύρωσον αὐτόν P1 A1 A2 P2 | αἴρε· αἴρε, στ(αύ)ρου αὐτοῦ B2 | αἶρε σταύρου αὐτόν V5b P7b || αὐτόν] habet etiam Syr.long.

P5: Ein Blattausfall. V5 P7: exp. 295 ist in zwei Fassungen vorhanden: Die erste (V5a P7a L2a A3a) wird Athanasius zugeschrieben; die zweite ist anonym (V5b P7b L2b A3b). Beide Fassungen sind mit Ps 17,47 verbunden. Montfaucon: exp. 295 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:295

(17,47b)
καὶ ὑψωθήτω ὁ θεὸς τῆς σωτηρίας μου,
(67b) und erhöht werden soll der Gott meiner Rettung,
Expositio 296:
Εἰ καὶ ἐταπείνωσεν ἑαυτὸν φησὶν· λαβὼν τὴν τοῦ δούλου μορφὴν, ἀλλ᾿ ὑψηλός ἐστιν· ὅμοιον δὲ τῷ εἰρημένῳ τὸ, ὁ θεὸς αὐτὸν ὑπερύψωσεν· καὶ ἐχαρίσατο αὐτῷ ὄνομα τὸ ὑπὲρ πᾶν ὄνομα: –
Wenn auch er sich selbst erniedrigt hat, sagt er, indem er Knechtesgestalt annahm [cf. Phil 2,7], ist er doch erhöht). Die folgende Stelle ist dieser Aussage ähnlich: 'Gott hat ihn überaus erhöht und schenkte ihm einen Namen, der über jedem Namen ist.' [Phil 2,9]

V1 C P1 A1 A2 V4 P2 B1 L1 P6 Z N2

Εἰ – ἐστιν] om. (sed habet Syr.long.) V1 C P1 A1 || ἑαυτὸν φησὶν] φησὶν ἑαυτὸν P2 L1 || ὑψηλός ἐστιν] ὑψηλὸς ἔστω P2 B1 | ὑψηλὸς ἐγένετο L1 || ὅμοιον – ὄνομα] om. L1 || ὅμοιον δὲ τῷ εἰρημένῳ τὸ] sicut in Syr.long. habent (τὸ om. B1) B1 P6 Z N2 | Ὅμοιον τὸ V1 C P1 A2 V4 | Ὅμοιον τῷ A1 | ὅμοιον δὲ τῷ εἰρημένῳ P2 B1 || ὁ θεὸς αὐτὸν ὑπερύψωσεν] διὰ τοῦτο αὐτὸν ὁ θεὸς ὑπερύψωσεν (cf. Phil 2,9) P2 | διὰ τοῦτο ὁ θεὸς αὐτὸν ὑπερύψωσεν B1

P5: Ein Blattausfall. Montfaucon: exp. 296 nach P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:296

(17,48a)
ὁ θεὸς ὁ διδοὺς ἐκδικήσεις ἐμοὶ
(48a) der Gott, der mir (immer wieder) Rache verschafft
Expositio 297:
Ἐκ τοῦ ἀπίστου λαοῦ: –
An dem ungläubigen Volk.

V1 C P1 A1 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἐκ – λαοῦ] Ἐκ τοῦ ἀπίστου λαοῦ τῶν ἰουδαίων δηλονότι: – P1 || Ἐκ] Τ[ουτέ]σ[τιν] ante ἐκ add. A1 || Ἐκ – λαοῦ] ... ἐκ τῶν ἐπανισταμένων, τοῦ ἀπίστου λαοῦ V5 P7

P5: Ein Blattausfall. C P2: exp. 297 von den jeweiligen Schreibern am äußeren Rand hinzugefügt. V5 P7: Die verkürzende Paraphrase des Eusebius (fr. 20 in Ps 17,47–50 [Villani]) ist mit exp. 297 verbunden (anonym). Diese Verbindung kommt in L2 A3 nicht vor, da das Halblemma τῶν ἐπανισταμένων (= Ps 17,49b) exp. 297 vorausgeht. Beide Texte stammen wahrscheinlich aus der Typus III-Tradition (P6 Z N2), wo sie getrennt aufeinander folgen. Syrische Version (Epitome): exp. 297 wiedergegeben. Montfaucon: exp. 297 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:297

(17,48b)
καὶ ὑποτάξας λαοὺς ὑπ᾿ ἐμέ,
(48b) und der mir Völker unterworfen hat.
Expositio 298:
Τὰ ἔθνη δηλονότι: –
Τὰ ἔθνη φησὶν, ὑπετάγησαν τῷ Χριστῷ: –
Nämlich die Heidenvölker.
Die Heidenvölker, sagt er, haben sich Christus unterworfen.

V1 C A1 V4 P2 B1 P6 Z N2

P5: Ein Blattausfall. C (Typus XIX) P2: exp. 298 wurde von den jeweiligen Schreibern am äußeren Rand hinzugefügt. A2 V4 (Typus XIV): V4 bietet exp. 298, aber A2 nicht. Syrische Version (Langfassung und Epitome): exp. 298 um einen Relativsatz erweitert ('... die den Glauben gelernt haben').

urn:cts:etf:psath.expps.grc:298

P1

Montfaucon: exp. 298 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:298par

(17,49a)
ὁ ῥύστης μου ἐξ ἐχθρῶν μου ὀργίλων,
(49a) Mein Erretter vor meinen jähzornigen Feinden,
Expositio 299:
Τῶν ἀρχόντων τοῦ ἐξ ἰσραὴλ φησὶ λαοῦ: –
Er meint vor den Herrschern des Volkes Israel.

V1 C P1 A1 P2 B1 P6 Z N2

Τῶν ἀρχόντων] Περὶ τῶν ἀρχόντων Z || τοῦ ἐξ ἰσραὴλ] τοῦ ἐξῆς (sic) B1 || φησὶ λαοῦ] λαοῦ φησίν (λ[αο]ῦ supra lin. add. A1c) A1 P6 Z N2 | φησίν P2 | λαοῦ B1

P5: Ein Blattausfall. C: exp. 299 vom Schreiber am äußeren Rand hinzugefügt. Montfaucon: exp. 299 nach P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:299

(17,49b)
ἀπὸ τῶν ἐπανιστανομένων ἐπ᾿ ἐμὲ ὑψώσεις με,
(49b) vor denen, die sich gegen mich erheben, wirst du mich erhöhen,
Expositio 300 (dubium):
Τ[ῶ]ν [ἰ]ου[δα]ίων φησίν: –
Er meint vor den Juden.

A1

V1: Neben Ps 17,49b steht eine Zahl (ΞΖ΄), die in Großbuchstaben geschrieben ist (wie bei Expositiones vorgesehen). Neben der inneren Spalte steht die gleiche Zahl. Über dieser Zahl hat der Schreiber die klein geschriebene Zahl κδ΄ (Evagrius) hinzugefügt. Die entsprechende Erklärung in der Spalte ist nicht die des Athanasius, sondern die des Evagrius. Eine Expositio zu Ps 17,49b ist wahrscheinlich irrtümlich weggelassen worden. A1: Die fehlende Expositio könnte hier erhalten geblieben sein. Ein Hinweis auf die Iuden findet sich auch in der von B1 bezeugten Fassung von exp. 301 (siehe App. dazu). Syrische Version (Langfassung): Dieses Dubium entspricht einer Erklärung, die jedoch erst nach Ps 17,49c platziert ist. Ps 17,49a–b wird mit zwei Worten erklärt ('geistig' und 'greifbar' in Bezug auf die Feinde; siehe exp. 288 und 289). Dieser exegetische Ansatz wird in der so genannten syrischen Epitome etwas breiter formuliert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:300

(17,49c)
ἀπὸ ἀνδρὸς ἀδίκου ῥύσῃ με.
(49c) vor dem ungerechten Mann wirst du mich erretten.
Expositio 301:
Tοῦ Ἰούδα λέγει: –
Ἐπε[κτεί]ν[ει] τ[ὸ]ν λόγον, καὶ [μ]έχρι τῆς προδ[ο]σίας τοῦ Ἰούδα: –
Er meint vor Judas.
Er dehnt die Rede aus, sogar bis auf den Verrat von Judas.

V1 C P1 P6 Z N2 P2 B1 B2 V5 P7 L2 A3

Tοῦ] Ἀπ᾿ ἀνδρὸς ἀδίκου (= Ps 17,49c) ante τοῦ add. V5 P7 || Tοῦ – λέγει] Tὸν Ἰούδαν λέγει: – P1 | Τοῦ Ἰούδα φησίν: – P2 | Τοῦ Ἰούδα φησὶ καὶ τῶν ἰουδαίων: – (in Ps 17,49b–c; cf. exp. 300) B1

P5: Ein Blattausfall. V1: exp. 301 befindet sich nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. Sie ist wie eine hexaplarische Variante geschrieben (Majuskelbuchstaben). C: exp. 301 vom Schreiber am inneren Rand hinzugefügt (ohne Zählung). V5 P7: Ἀπ᾿ ἀνδρὸς ἀδίκου stand ursprünglich als Halblemma vor exp. 301. In L2 A3 ist dieses von exp. 301 getrennt geblieben. Montfaucon: exp. 301 nach P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:301

A1

(17,50a)
διὰ τοῦτο ἐξομολογήσομαί σοι ἐν ἔθνεσιν, κύριε,
(50a) Deshalb werde ich dich preisen bei den Völkerschaften, Herr,
(17,50b)
καὶ τῷ ὀνόματί σου ψαλῶ,
(50b) und deinem Namen werde ich spielen,
(17,51a)
μεγαλύνων τὰς σωτηρίας τοῦ βασιλέως αὐτοῦ
(51a) der groß macht die Rettungstaten des Königs von ihm ('seines Königs' Septuaginta Deutsch)
Expositio 302:
Ἐπειδὴ τὰ καινὰ εἰργάσω· ἐγὼ φησὶν αὐτὸς ὁ προφήτης· ἐπειδ᾿ ἂν σὺ αὐτὸς ὁ κύριος τὰ ἔθνη καλέσῃς, δι᾿ αὐτῶν σοι ἐξομολογήσομαι· ἀδόντων αὐτῶν οὓς πεποίηκα ὕμνους· οὐ μόνον δὲ τοῦτο, ἀλλὰ καὶ μεγαλυνῶ φησι τὰς σωτηρίας τοῦ βασιλέως· αὐτοῦ μὲν τοῦ ἐξ ἐθνῶν λαοῦ· ἵνα ᾖ· αὐτοῦ τοῦ βασιλέως αὐτῶν τῶν ἐθνῶν, ἣν ἐποίησε σωτηρίαν ἐν μέσῳ τῆς γῆς: –
Da du Neues bewirkt hast – sagt der Prophet selbst –, sobald du selbst, Herr, die Heidenvölker rufst, werde ich dich durch sie preisen, wenn sie Hymnen singen, die ich gemacht habe. Und nicht nur das, sondern ich werde, sagt er, die Rettungstaten des Königs (d. h. Christus) 'von ihm', nämlich des Volkes aus den Heidenvölkern, groß machen. Das wird dann so: Die Rettung, die der König selbst der Heidenvölker selbst in der Mitte der Erde geschaffen hat, werde ich groß machen.

V1 C P1 A1 A2 V4 P6 Z N2 P2 B1 L1 V5a P7a V5b P7b

Ἐπειδὴ – τῶν ἐθνῶν] om. A2 V4 || Ἐπειδὴ – τοῦ βασιλέως] om. V5b P7b || Ἐπειδὴ – ὁ προφήτης] om. A1 || Ἐπειδὴ – ὕμνους] Ἐπειδὴ τὰ (τὰ om. V5a P7a) καὶ τὰ εἰργάσω σὺ ὁ κύριος, ἐγώ φησιν (ἐγώ φησιν om. V5a P7a) διὰ τῶν ἐθνῶν σοι ἐξομολογήσομαι· σοῦ αὐτὰ καλέσαντος ἐν τῷ ᾄδειν P2 V5a P7a | Ἐπειδὴ φησὶν διὰ τῶν ἐθνῶν σοι ἐξομολογήσομαι αὐτὰ καλέσαντος ἐν τῷ ἅδη L1 || τὰ καινὰ] τὰ κενὰ P1 | καὶ τὰ B1 | τὰ καὶ τὰ P6 Z N2 || εἰργάσω] -ω fort. in ras. V1 || αὐτὸς1] post αὐτὸς add. κύριε V1 | sicut Syr.long. non habent C P1 B1 P6 Z N2 || ἐπειδ᾿ ἂν – ὁ κύριος] Ἐπ[ειδ][ὴ σὺ αὐτὸς ὁ(?)] κ[ύριος(?)] A1 || σὺ αὐτὸς] σὺ ante σὺ αὐτὸς lineis del. V1 || ὁ κύριος] om. Z || καλέσῃς] καλέσεις P1 || δι᾿ αὐτῶν] δι᾿ αὐτόν P6 || σοι] [σοι(?)] A1 || ἀδόντων αὐτῶν] ἀδόντων αὐτὸν C | ἀδόντων B1 || μεγαλυνῶ φησὶ] μεγαλύνω φησὶ L1 | μεγαλύνων V5a P7a || τοῦ βασιλέως· αὐτοῦ μὲν] αὐτοῦ· [αὐ]τοῦ μ[ὲν] A1 | τοῦ βασιλέως αὐτοῦ· αὐτοῦ μὲν B1 | τοῦ βασιλέως· αὐτοῦ Z || τοῦ ἐξ ἐθνῶν λαοῦ] τοῦ ἐξ ἐθνῶν μου λαοῦ L1 || ἵνα ᾖ] ἵνα P2 || αὐτῶν τῶν ἐθνῶν] τῶν ἐθνῶν A1 P2 B1 L1 V5a P7a V5b P7b || ἣν] ἡ ᾠδὴ· δι᾿ ὧ[ν] A1 || ἐν μέσῳ] ἐμμέσῳ L1 || τῆς γῆς] post τῆς γῆς add. μεγαλυνῶ V1 C P1 V4 P6 Z N2 | post τῆς γῆς add. μεγαλύνων A2 | post τῆς γῆς add. μεγαλύνω V5b P7b | post τῆς γῆς add. τουτέστιν ἐν τῇ σι[ών·] τ[α]ύτην γὰρ φασὶ τὸ μεσώτατον τῆς γῆς εἶν[αι] (additamenta post τῆς γῆς non habet Syr.long.) A1

P5: Ein Blattausfall. V1 C P1 P6 Z N2: exp. 302 und 303 bilden eine Einheit (mit Ps 17,50 verbunden). A2 V4: Eine Einheit ist auch hier zu finden, allerdings in einer stark gekürzten Fassung. Es handelt sich dabei um den Hauptsatz am Ende von exp. 302 und den ersten Satz von exp. 303. B1 P2 Syrische Version (Langfassung): Die gennanten Expositiones erklären jeweils Ps 17,50–51a und Ps 17,50b–c. A1: Die am Anfang kürzere Fassung von exp. 302 ist zweiteilg. Ἐπ[ειδ][ὴ] – ὕμνους steht nach Ps 17,50; Οὐ μ[όν]ον – εἶν[αι] nach Ps 17,51a. B1: Es wird einleitend behauptet, dass diese Expositio drei Zeilen (στίχοι) erklärt: ἐρμηνεία τῶν Γ´ στιχ(ων) Ἀθανασιου (= Ps 17,50–51a). V5 P7: Αὐτοῦ μὲν – τῆς γῆς ist doppelt vorhanden: zunächst als Schlussteil von exp. 302: Ἐπειδὴ καὶ τὰ εἰργάσω σὺ ὁ κύριος, διὰ τῶν ἐθνῶν σοι ἐξομολογήσομαι· σοῦ αὐτὰ καλέσαντος ἐν τῷ ᾄδειν· οὐ μόνον δὲ τοῦτο, ἀλλὰ καὶ μεγαλύνων τὰς σωτηρίας τοῦ βασιλέως· αὐτοῦ μὲν τοῦ ἐξ ἐθνῶν λαοῦ· ἵνα ᾖ· αὐτοῦ τοῦ βασιλέως τῶν ἐθνῶν, ἣν ἐποίησεν σωτηρίαν ἐν μέσῳ τῆς γῆς (V5a P7a mit Ps 17,50 verbunden); dann als Anfang von exp. 303: Αὐτοῦ μὲν τοῦ ἐξ ἐθνῶν λαοῦ· ἵνα ᾖ· αὐτοῦ τοῦ βασιλέως τῶν ἐθνῶν, ἣν ἐποίησε σωτηρίαν ἐν μέσῳ τῆς γῆς μεγαλύνω· τουτέστιν, τοῖς πᾶσι διαβοήσω λαμπρῶς· ἐπειδὴ καὶ ταύτην εἰργάσω φησὶν, ποιῶν ἔλεος ἐπὶ τὸν χρισθέντα αὐτοῦ λαóν· εἰς βασίλειον γὰρ ἱεράτευμα, ἐχρίσθημεν· ποιῶν δὲ τῷ λαῷ τὸ ἔλεος, ἐμοὶ τῷ Δαυῒδ παρασκευάσεις γενέσθαι αὐτῷ καὶ τῶ σπέρματί μου· σπέρμα γὰρ τοῦ Δαυῒδ, ὁ ἐξ ἐθνῶν λαὸς· ἅτε δὴ γεγονὼς τέκνα τοῦ ἐκ σπέρματος κατὰ σάρκα τεχθέντος Χριστοῦ (V5b P7b mit Ps 17,51a–b verbunden). exp. 302 ist nahe der Tradition der (Text-)Katenen basierend auf den Kommentaren des Hesychius von Jerusalem und den Expositiones (B1 L1). Da der wiederholte Teil durch μεγαλύνω (siehe app.) erweitert wird, stammt exp. 303 aus einer Tradition, die Typus XIX (V1 C A2 V4) und III (P6 Z N2) näher ist. Syrische Version (Epitome): Inhaltliche Parallele sind zu finden (ἐπειδ᾿ ἂν – ἐξομολογήσομαι; μεγαλυνῶ – τὰς σωτηρίας; ἣν – τῆς γῆς). Montfaucon: exp. 302 und 303 grundsätzlich nach P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:302

(17,51b)
καὶ ποιῶν ἔλεος τῷ χριστῷ αὐτοῦ,
(51b) und Erbarmen schafft seinem Gesalbten,
(17,51c)
τῷ Δαυῒδ καὶ τῷ σπέρματι αὐτοῦ ἕως αἰῶνος.
(51c) David und seiner Nachkommenschaft bis in Ewigkeit.
Expositio 303:
Τουτέστιν, τοῖς πᾶσι διαβοήσω λαμπρῶς· ἐπειδὴ καὶ ταύτην εἰργάσατο φησὶν, ποιῶν ἔλεον ἐπὶ τὸν χρισθέντα αὐτοῦ λαόν· εἰς βασίλειον γὰρ ἱεράτευμα ἐχρίσθημεν· ποιῶν δὲ τῷ λαῷ τὸ ἔλεος, καὶ ἐμοὶ τῷ Δαυῒδ παρασκευάσεις γενέσθαι αὐτῷ καὶ τῷ σπέρματί μου· σπέρμα γὰρ τοῦ Δαυῒδ, καὶ ὁ ἐξ ἐθνῶν λαὸς· ἅτε δὴ γεγονὼς τέκνα τοῦ ἐκ σπέρματος κατὰ σάρκα γεννηθέντος Δαυΐδ: –
Ποιῶν ἔλεος ἐπὶ τὸν χρι[σθ]έντ[α α]ὐτο[ῦ] λ[αόν· εἰς(?)] βασίλειον γὰρ ἱερ[άτευμ]α ἐχρ[ί]σθημεν· καὶ τὸ ἐκ Δαυῒδ τῷ κατὰ σάρκα Χριστ[ῷ κα]ὶ τ[ῷ σπ]έ[ρ]ματι τοῦ Δαυΐδ· σπέρμ[α γὰρ] α[ὐτ]οῦ, ὁ ἐξ [ἐ]θνῶν λαὸς· διὰ τὸν ἐκ [σπ]έρμ[ατο]ς τοῦ Δ[α]υῒδ Xριστὸν καλέσαντα τὰ ἔθνη: –
Das heißt, ich werde (es) allen laut verkünden: Da er auch diese (Rettung), sagt er, bewirkt hat, indem er seinem gesalbten Volk Barmherzigkeit erwiesen hat. Denn wir sind zu einem königlichen Priestertum gesalbt worden. Aber wenn du dem Volk Barmherzigkeit erweist, wirst du sogar dafür sorgen, dass sie mir selbst, David, und meiner Nachkommenschaft zuteil wird. Denn Nachkommenschaft Davids ist auch das Volk (bestehend) aus den Völkerschaften, da es ein Kind dessen geworden ist, der aus der Nachkommenschaft Davids nach dem Fleisch geboren wurde.
Indem er seinem gesalbten Volk Erbarmen erwiesen hat. Denn wir sind zu einem königlichen Priestertum gesalbt worden. Und dies (geschah) für Christus, der dem Fleisch nach aus David (geborenen wurde), und für die Nachkommenschaft Davids. Denn seine Nachkommenschaft ist das Volk (bestehend) aus den Völkerschaften, da Christus, stammend aus der Nachkommenschaft Davids, die Völkerschaften berufen hat.

V1 C P1 A2 V4 P6 Z N2 P2 B1 V5 P7

τοῖς πᾶσι] πᾶσι V4 || διαβοήσω λαμπρῶς] διαβόητον ποιῶν A2 || ἐπειδὴ – Δαυΐδ3] om. A2 V4 || εἰργάσατο] εἰργάσω P1 V5b P7b || ποιῶν ἔλεον] ποιῶν ἔλεος P2 B1 V5b P7b || αὐτοῦ] αὐτῷ P1 | ὑπ᾽ αὐτοῦ P2 || καὶ ἐμοὶ] καὶ μοὶ P6 | ἐμοὶ V5b P7b || αὐτῷ] αὐτὸ C P1 P2 B1 Z || σπέρμα γὰρ τοῦ Δαυῒδ] om. P2 || καὶ ὁ ἐξ ἐθνῶν λαὸς] ὁ ἐξ ἐθνῶν λαὸς V5b P7b | ὅ ἐστιν καὶ ὁ ἐξ ἐθνῶν λαὸς P2 || τέκνα] τέκνον P1 P6 Z N2 || τοῦ ἐκ σπέρματος] ἐκ σπέρματος αὐτοῦ B1 || γεννηθέντος Δαυΐδ] τεχθέντος Δαυΐδ P2 | τεχθέντος B1 | τεχθέντος Χριστοῦ V5b P7b

P5: Ein Blattausfall. B1: exp. 303 wird wie folgt eingeführt: ἐρμ(ηνεία) τῶν Β´ στιχ(ων) Ἀθανασι(ου) (= Ps 17,51b–c). V5b P7b: Siehe zu exp. 302. Syrische Version (Epitome): Inhaltliche Parallelen sind zu finden (τοῖς πᾶσι – τῷ σπέρματί μου).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:303

A1

Psalm 18
(18,1)
Εἰς τὸ τέλος· ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ.
(1) Auf das Ende hin. Ein Psalm, bezogen auf David.
Expositio 304a: Hypothesis
Εἰσαγωγικὴν διδασκαλίαν περιέχει ὁ παρὼν ψαλμὸς, ἐκ προσώπου τῶν ἀποστόλων πρὸς τὰ ἔθνη· διὸ καὶ οὐρανὸν καὶ ἥλιον καὶ τὰ ἕτερα στοιχεῖα· οὓς καὶ μεγάλους νομίζει θεοὺς, ταῦτα ἀνυμνεῖν τὸν ποιητὴν αὐτῶν λέγουσιν: –
Der gegenwärtige Psalm umfasst eine einführende Lehre aus der Sicht der Apostel an die Völkerheiden. Deshalb sagen sie auch, dass der Himmel und die Sonne und die anderen Elemente, die sie für große Götter halten, dass gerade sie ihren Schöpfer preisen.

V1 C M G P1 A2 V4 P2 B1 P3 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

ἐκ προσώπου] ὡς ἐκ προσώπου P2 B1 || τὰ ἕτερα στοιχεῖα] ἕτερα στοιχεῖα G P2 B1 || καὶ μεγάλους] μεγάλους P1 || νομίζει] νομίζει V1* | ἐνόμιζον V1corr P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 | νομίζεσθαι P1 | ὠνομάζον (sic) M | ὀνομάζουσι A2 P3 | ὀνομάζει V4 | νομίζουσι B1 || ταῦτα ἀνυμνεῖν] ταῦτα ἀνυμνεῖ M P6 | τούτους ἀνυμνεῖν P2 B1 P3 || τὸν ποιητὴν αὐτῶν] τὸν ποιητὴν αὐτὸν G | τὸν ποιητὴν τούτων P2 | τὸν ποιητὴν τῶν ὅλων B1 || λέγουσιν] λέγουσι V1* | λέγουσαν P3* | λέγει V1corr M

P5: Ein Blattausfall. M: exp. 304a Theodoret zugeschrieben. V5 P7 (Typus XV) L2 A3 (Typus XVI): exp. 304a nahe der Tradition des Typus III (P6 Z N2). Montfaucon (P1 P6 P7): exp. 304a entspricht P6 (= P7). Allerdings wurde ἐνόμιζον in ἐνόμιζε korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:304a

Expositio 304b (dubium):
Δογμα[τ]ικός ἐστιν ο[ὗτο]ς ὁ ψαλμ[ό]ς· [ὥσπερ] ὁ τέταρτος· δογματικὸς [ὤν(?)] κ[ἀκεῖνος]· μέμφεται το[ὺ]ς [ἀπ]ρον[όη]τα λ[έγον]τ[ας] [ὄντα], οὕτως καὶ οὗτ[ο]ς ὁ ψ[α]λμὸς αἰ[τιᾶται] [τοὺς] αὐτόμα[τα λ]έγοντ[α]ς [τὰ ὄν]τα· [ὅθεν δι]δάσκει, πόθεν καὶ π[όθ]ε[ν] τ[ὸν θεὸν] [δ]οξ[άζ][ειν(?)]· ἀ[ν]άξε[ι]ς δ[ὴ] αὐτ[ὸ]ν [εἰς] [τὸ πρόσωπον(?)] Χριστο[ῦ καὶ εἰ][ς τοὺς ἀποστόλους(?)]: –
Dieser Psalm ist belehrend. So wie der vierte Psalm, der auch belehrend war, diejenigen tadelte, die bestehende Dinge so beschreiben, als wären sie vorher nicht gedacht worden, so tadelt auch dieser Psalm diejenigen, die die bestehenden Dinge so beschreiben, als wären sie von selbst entstanden. So lehrt er, woher und wozu man Gott verherrlicht. Du wirst ihn also auf die (Person?) Christi und (die Apostel?) zurückführen.

A1

Δογμα[τ]ικός – [τὰ ὄν]τα zeigt starke Übereinstimmung mit Diodor von Tarsus (comm. in Ps 18,1 [108,5–10 Olivier]). [ὅθεν] – [τοὺς ἀποστόλους(?)] lässt sich auf keine bekannte Quelle zurückverfolgen. μέμφεται – [τὰ ὄν]τα entspricht nicht nur der Hypothesis des Diodorus, sondern auch einem Fragment, das Felckmann in seiner Sammlung der Athanasius zugeschriebenen Fragmenten aus dem Codex Vat. Pal. gr. 247 (cf. CPG C21) veröffentlicht hat (Editio Commeliniana, 1601). Darin wird Ps 18 allerdings mit Ps 23 und nicht mit Ps 4 verglichen. Felckmann fand es am Ende der Hypothesis (anonym) zu Ps 18. Seine Zuordnung zu den Expositiones beruht daher auf Spekulation.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:304b

(18,2a)
Οἱ οὐρανοὶ διηγοῦνται δόξαν θεοῦ,
(2a) Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes,
(18,2b)
ποίησιν δὲ χειρῶν αὐτοῦ ἀναγγέλλει τὸ στερέωμα·
(2b) und das Werk seiner Hände verkündet das Firmament.
Expositio 305a:
Ὅμοιον τῷ εἰρημένῳ· τὰ γὰρ ἀόρατα αὐτοῦ ἀπὸ κτίσεως κόσμου, τοῖς ποιήμασιν νοούμενα καθορᾶται· ἥ τε ἀΐδιος αὐτοῦ δύναμις καὶ θεότης: –
Ähnlich der Aussage: 'Denn das Unsichtbare an ihm wird seit Schöpfung der Welt an seinen Werken mit (dem Auge) der Vernunft angeschaut, seine ewige Kraft und Göttlichkeit.' [Rom 1,20]

V1 C P1 P2 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ὅμοιον τῷ εἰρημένῳ] Ὅμοιον τὸ εἰρημένον P1 || τὰ γὰρ ἀόρατα] τὰ γὰρ ὁρατὰ L1 || ἥ τε ἀΐδιος – θεότης] καὶ τὰ ἑξῆς P2 L1 V5 P7 A3 | καὶ τὰ ἑξῆς del. per ras. L2 || θεότης] θειότης C P1 P6 Z N2

V5 P7 (Typus XV) L2 A3 (Typus XVI): exp. 305 nahe der Tradition der (Text-)Katenen basierend auf den Expositiones und den Kommentaren des Hesychius von Jerusalem (P2 L1). Montfaucon (P1 P6 P7): exp. 305 entspricht P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:305a

Expositio 305b (dubium):
Τὸν Μωσέα μιμούμενος Δαυῒδ, ἤρξατο ἀπὸ τοῦ οὐρανοῦ διδάσκειν· εἶτα λέγει 'τὸ στερέωμα'· εἶτα τὴν ἡμέραν καὶ τὴν νύκτα, εἶτα περὶ τοῦ ἡλίου· ὅτι ἑκάστου αὐτοῦ ὁ ῥυθμὸς μὲν καὶ ἡ εὐκοσμία, διδάσκει τὴν δόξαν τοῦ θεοῦ· ἀλλ᾿ 'ὁ νόμος' αὐτοῦ ἔτι τρανότερον καὶ καθαρώτερον: –
David, der Moses nachahmte, begann, vom Himmel ausgehend zu lehren. [cf. Gen 1,1] Weiteres nennt er 'das Firmament', dann den Tag und die Nacht, [cf. Ps 18,3] dann die Sonne: [cf. Ps 18,5c–7] (Er lehrt,) dass der Rhythmus und die Wohlordnung eines jeden die Herrlichkeit Gottes lehrt, aber sein 'Gesetz' noch klarer und reiner ist. [cf. Ps 18,8a]

A1

Dieses Dubium lässt sich vage mit Theodoret (comm. in Ps 18,2 [PG 80,992 B5–9]) und Diodor von Tarsus (comm. in Ps 18,2b [109,33–39; 110,51–54 Olivier]) vergleichen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:305b

(18,3a)
ἡμέρα τῇ ἡμέρᾳ ἐρεύγεται ῥῆμα,
(3a) Ein Tag spricht dem (anderen) Tag ein Wort zu,
(18,3b)
καὶ νὺξ νυκτὶ ἀναγγέλλει γνῶσιν.
(3b) und eine Nacht verkündet der (anderen) Nacht Erkenntnis.
Expositio 306a:
Ἡμέρα φησὶ καὶ νὺξ· εὐτάκτως καὶ εὐαρμόστως ἀντιπαραχωροῦσαι τοὺς δρόμους ἀλλήλαις, δι᾿ αὐτῶν τῶν πραγμάτων τὸν δημιουργὸν ἑαυτῶν ἀνακηρύττουσιν: –
Ἡμέρα φησὶ καὶ νὺξ· εὐτάκτως καὶ εὐαρμόστως ἀντιπαραχωροῦσαι τοὺς δρόμους ἀλλήλαις, δι᾿ αὐτῶν τῶν πραγμάτων τὸν δημιουργὸν ἑαυτῶν ἀνακηρύττουσιν· οὗ τῷ νόμῳ πειθόμεναι, καὶ τὴν οὕτω καλὴν ἁρμονίαν ἐργάζονται: –
Der Tag, sagt er, und die Nacht wechseln sich in guter Ordnung und Harmonie einander in ihren Lauf ab, durch welche Handlungen sie selbst ihren Schöpfer verkünden.
Der Tag, sagt er, und die Nacht wechseln sich in guter Ordnung und Harmonie einander in ihren Lauf ab, durch welche Handlungen sie selbst ihren Schöpfer verkünden. Weil sie sich von seinem Gesetz leiten lassen, erzeugen sie auch eine so schöne Harmonie.

V1 C G P1 V4 P2 L1

Ἡμέρα – νὺξ] Ἡ ἡμέρα φησὶ καὶ ἡ νὺξ P1 | Ἡμέρα φησὶ καὶ νυκτὶ L1 || ἀντιπαραχωροῦσαι] παραχωροῦσαι V4 || ἀλλήλαις – τῶν πραγμάτων] om. L1 || δι᾿ αὐτῶν – ἀνακηρύττουσιν] δι᾿ αὐτῶν τῶν πραγμάτων τὸν δημιουργὸν ἑαυτὸν ἀνακηρύττουσιν C L1 | δι᾿ αὐτῶν τῶν πραγμάτων τὸν δημιουργὸν αὐτῶν ἀνακηρύττουσιν G P1 | τὸν δημιουργὸν, οὐ λόγοις ἀλλ᾿ ἔργοις ἀνακηρύττουσι V4 | διὰ τῶν πραγμάτων τὸν δημιουργὸν ἀνακηρύττουσιν ἑαυτῶν P2 || ἀνακηρύττουσιν] post ἀνακηρύττουσιν add. τοῦτο γὰρ σημαίνει τὸ οὐκ εἰσὶ λαλιαὶ οὐδὲ λόγοι, τὸ οὐ διὰ ῥημάτων ἀναγγέλουσι καὶ φωνῶν, ἀλλὰ διὰ τάξεως καὶ εὐρυθμίας V4

P5: Ein Blattausfall. L1: Hesychius (schol. nr. 3 in Ps 18,3a [Antonelli; PG 27,712]) ist mit exp. 306 verbunden (anonym). Montfaucon: exp. 306 nach P1. V4: Eine Paraphrase des Theodoret (PG 80,992 D3–993 A2) ist mit einer individuellen Fassung von exp. 306 verbunden. Diese Einheit fehlt in der Schwesterkatene A2 (Typus XIV).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:306a

P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἡμέρα – νὺξ] Ἡμέρα καὶ νὺξ φησὶν N2 | Ἡμέρα φησὶ καὶ ἡ νὺξ P7 | om. V4 || καὶ εὐαρμόστως ἀντιπαραχωροῦσαι] ἀντιπαραχωροῦσαι V5 | παραχωροῦσαι P7 || ἀλλήλαις] ἀλλήλως V5 P7 || ἑαυτῶν] ἑαυτὸν P6 || οὗ τῷ] οὕτως V5 P7 A3 L2* | οὗ τῶ L2c || καὶ3] om. (fort. erat in ras.) L2 || τὴν οὕτω καλὴν ἁρμονίαν] οὕτω τὴν καλὴν ἁρμονίαν Z | τὴν οὕτως καλὴν ἀγγελίαν A3
Expositio 306b (dubium):
Οἱονεὶ φησὶ ῥῆμα τῇ ἐπιούσῃ ἡμέρα λέγει, ὅτι οὕτως ἔχω διαταγὴν τόσας τὰς ὥρας κρατεῖν· καὶ ἡ νὺξ τῇ νυκτὶ τῇ ἐπιούσῃ λέγει· τόσας ὥρας προσετάγ[η]ν σκοτίζειν· εἶτα ἐπάγει· ταῦ[τ]α ἃ εἶπον, οὐκ εἰσὶ λαλιαὶ οὐδὲ λόγ[ο]ι· ὧ[ν] οὐχὶ ἀκούονται: –
Wie wenn, sagt er, der Tag dem folgenden Tag meldet, dass 'ich habe den Auftrag, so viele Stunden zu herrschen', und die Nacht der folgenden Nacht meldet: 'Ich bin beauftragt, so viele Stunden zu verdunkeln.' Dann fügt er hinzu (d.h. David?): 'Die Dinge, die ich gesagt habe, sind keine Reden und keine Worte, deren die Stimmen nicht gehört werden.'

A1

ῥῆμα] ῥῆματι (sic) A1* | ῥῆμα τῆ A1m.sec.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:306b

(18,4a)
οὐκ εἰσὶν λαλιαὶ οὐδὲ λόγοι· [λόγοι, Rahlfs]
(4a) Keine Reden und keine Worte gibt es.
(18,4b)
ὧν οὐχὶ ἀκούονται αἱ φωναὶ αὐτῶν, [αὐτῶν· Rahlfs]
(4b) Deren die Stimmen nicht gehört werden,
(18,5a)
εἰς πᾶσαν τὴν γῆν ἐξῆλθεν ὁ φθόγγος αὐτῶν,
(5a) auf die ganze Erde ging ihr Schall hinaus
(18,5b)
καὶ εἰς τὰ πέρατα τῆς οἰκουμένης τὰ ῥήματα αὐτῶν.
(5b) und bis an die Enden des Erdkreises ihre Worte.
Expositio 307:
Καθ᾿ ὑποστιγμὴν ἡ ἀνάγνωσις· ἀντιπίπτον δὲ, ὑποτέμνεται· τὸ δὲ ἀντιπίπτον ἐστὶν, καὶ μὴν οὐ φθέγγονται· διὸ λέγει· ἆρα οὐκ εἰσὶ τινὰ πράγματα· ἃ καὶ μὴ ἀφιέντα φωνὴν, τὸν τεχνίτην ἀνακηρύττουσιν; ναὶ μήν· καὶ γὰρ ἐκ τῆς καλῶς ἡρμοσμένης νηὸς, ἡ τέχνη τοῦ ναυπηγοῦ φαίνεται· καὶ ἐπὶ τῶν ἄλλων δὲ, ὡσαύτως· οὐκοῦν καὶ τὰ ποιήματα τὰ προειρημένα, οὕτω κηρύττει ἀπὸ μεγέθους καὶ καλλονῆς καὶ εὐαρμοστίας τὸν δημιουργὸν· ὡς εἰς πᾶσαν αὐτῶν τὴν οἰκουμένην διαδραμεῖν τὸ κήρυγμα: –
Κ[α]θ᾿ ὑπ[ο]στιγμὴν ἀναγνωστέον· ἀντιπίπτ[ο(?)]ν· ὧδε λεληθότ[ω]ς, καὶ ὑποτέμνεται· ὡσεί τινος λέγοντος· καὶ μὴν οὐ φθέγγ[ο]νται· διὸ λέγ[ο]ι· ἆρα οὐκ εἰσὶ τινὰ πράγ[μ]ατα, [ἃ] καὶ μὴ φωνὴν ἀφιέντα τὸν τεχνίτην ἀνακηρύτ〈τ〉ουσιν; ναὶ φησίν· καὶ γὰρ καὶ ἐκ τῆς καλῶς ἡρμοσμένης νηὸς, ἡ τοῦ ναυπηγοῦ τέχνη εἰς πάντας κηρύττεται: –
Das Lesen ist gemäß einem Interpunktionszeichen (d.h. nach λόγοι). Ein Einwand wird unterdrückt. Der Einwand ist: Sie reden doch nicht. Deshalb sagt er: Gibt es nicht einige Dinge, die, ohne einen Laut von sich zu geben, den Künstler verkünden? Ja, gewiss. Und in der Tat, aus einem schön gebauten Schiff wird die Kunst des Schiffbaumeisters offenbar. Und ebenso verhält es sich bei den übrigen Dingen. Gewiss, auch die oben genannten geschaffenen Dinge machen durch ihre Größe, Schönheit und Harmonie den Baumeister auf diese Weise bekannt, so dass ihre Bekanntmachung über den ganzen Erdkreis geht.
Es muss gemäß einem Interpunktionszeichen gelesen werden (d.h. nach λόγοι). Der Einwand, auf diese Weise verborgen, wird sogar unterdrückt, als ob jemand sagen würde: Sie reden doch nicht. Deshalb könnte er sagen: Gibt es nicht einige Dinge, die, ohne einen Laut von sich zu geben, den Künstler verkünden? Ja, sagt er. Und in der Tat, von einem schön gebauten Schiff wird die Kunst des Baumeisters allen bekannt gemacht.

V1 C M G P1 P5 P2 B1 B3 P6 Z N2 V5 P7

Καθ᾿ ὑποστιγμὴν – τὰ2] deperdita P5 || Καθ᾿ ὑποστιγμὴν – φθέγγονται] om. P2 || Καθ᾿ ὑποστιγμὴν] Καθ᾿ ὑποστιγμὴν μὲν B1 || ἀντιπίπτον δὲ] ἀντιπίπτων δὲ P1 P6 || ὑποτέμνεται] ἀντιτέμνεται B3 || τὸ δὲ ἀντιπίπτον] ὅτι δὲ ἀντιπίπτον V5 P7 || οὐ φθέγγονται] οὐ φθέγγεται B1 B3 V5 P7 || διὸ λέγει] Ὃ λέγει, τοιοῦτόν ἐστιν P2 || ἆρα οὐκ] ἆρ᾿ οὐκ P2 B1 V5 P7 || τινὰ πράγματα] πράγματα V5 P7 || ἃ καὶ μὴ ἀφιέντα] καὶ μὴ ἀφιέντα P2 V5 P7 | καὶ μὴ ἀφιέντι B1 || φωνὴν] φῶς G || ἀνακηρύττουσιν] ἀνακηρύττοντα P2 V5 P7 || ἐκ – ἡρμοσμένης] ἐκ τῆς καλῶς εἱρμωσμένης P1 | ἐκ τῆς καλῆς ἡρμοσμένης V5 P7 || νηὸς] νεῶς B3* | νηὸς B3corr | νηὼς P6 Z N2 || καὶ4 – τὸ κήρυγμα] perstrinxit G || ἐπὶ τῶν ἄλλων δὲ] ἐπὶ τῶν ἄλλων P2 N2 V5 P7 || τὰ προειρημένα] προειρημένα M | om. V5 P7 || οὕτω] οὕτως P2 V5 P7 || ἀπὸ μεγέθους] ἀπὸ ποιήματος P2 B1 V5 P7 || ὡς] om. P1 || αὐτῶν] αὐτὸν V5* P7 | αὐτῶν V5corr

M: exp. 307 wird Didymus zugeschrieben. B1: Es wird einleitend behauptet, dass diese Expositio drei Zeilen (στίχοι) des Psalms erklärt: ἐρμηνεία των Γ´ στιχω(ν) Ἀθανασι(ου). Während in V1 exp. 307 mit Ps 18,4 verbunden ist, steht sie in B1 nach Ps 18,4–5b. Dieser Bereich des Psalmes umfasst genau drei Zeilen. Denn in beiden Katenen Ps 18,4a–b bilden eine einzige Zeile, und nicht zwei. V5 P5: exp. 308 steht der Tradition der (Text-)Katenen basierend auf den Kommentaren des Hesychius von Jerusalem und den Expositiones (P2 B1) nahe. Montfaucon: exp. 307 nach P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:307

A1

(18,5c)
ἐν τῷ ἡλίῳ ἔθετο τὸ σκήνωμα αὐτοῦ·
(5c) In die Sonne stellte er sein Zelt.
(18,6a)
καὶ αὐτὸς ὡς νυμφίος ἐκπορευόμενος ἐκ παστοῦ αὐτοῦ,
(6a) Und sie ist wie ein Bräutigam, der aus seinem Gemach heraustritt,
(18,6b)
ἀγαλλιάσεται ὡς γίγας δραμεῖν ὁδὸν αὐτοῦ.
(6b) jubeln wird wie ein Held, um ihren Weg zu ziehen.
Expositio 308a:
Τῷ ἡλίῳ φησὶν, ἔθετο σκήνωμα· ἤτοι οἶκον· ποῦ δὲ ἔθετο, ἐν τῷ προειρημένῳ οὐρανῷ καὶ στερεώματι; τοῦτον δὲ τὸν οἶκον, καὶ παστὸν ὠνόμασεν· ὥσπερ δὲ ἡμέρα καὶ νὺξ τῇ εὐτάκτῳ συμφωνίᾳ κηρύττουσι τὸν δημιουργὸν· οὕτω καὶ ὁ ἥλιος· τῷ τὸν δρόμον μετά τινος εὐαρμοστίας ποιεῖσθαι, δηλοῖ τοῦ προστάττοντος τὴν δύναμιν: –
Für die Sonne, sagt er, hat er ein Zelt gestellt oder ein Haus. Wo hat er es aber gestellt, wenn nicht im genannten Himmel und im Firmamentum? Außerdem hat er dieses Haus auch Gemach genannt. Aber so wie Tag und Nacht durch ihren wohlgeordneten Einklang den Baumeister verkünden, so zeigt auch die Sonne, indem sie ihre Bahn mit einer gewissen Harmonie vollbringt, die Macht dessen, der befiehlt.

V1 C M P1 P5 A2 V4 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7

Τῷ ἡλίῳ φησὶν, ἔθετο] Τῷ ἡλίῳ φησὶν ὡς ἔθετο B1 | Ἐν τῷ ἡλίῳ φησὶν ἔθετο Z N2 || σκήνωμα· ἤτοι οἶκον] τὸ σκήνωμα, ἤτοι οἶκον P1 P2 B1 | ἥτοι οἶκον τὸ σκήνωμα V5 P7 || ποῦ – τὸν οἶκον] om. (homoeoteleuti causa) V1* M | add. (in marg.) V1corr || ] om. P2 V5 P7 || καὶ παστὸν] ὃν καὶ παστὸν M || ὥσπερ – τὴν δύναμιν] om. A2 V4 || ὥσπερ δὲ] ὥσπερ γὰρ P2 V5 P7 || τῇ εὐτάκτῳ συμφωνίᾳ] εὐτάκτω ἁρμονίᾳ P2 V5 P7 || οὕτω καὶ ὁ ἥλιος] οὕτω καὶ ἥλιος M | καὶ ὁ ἥλιος ὡσαύτως P2 V5 P7 || τῷ3] τὸ M P5* P6 | τῶ P5c | τὸ punctis del. P2 | om. P1 V5 P7 || τοῦ προστάττοντος] τοῦ προστάγματος V5 P7 || τὴν δύναμιν] post τὴν δύναμιν add. ὑπείκω (sic) V5 P7

M: exp. 308 irrtümlich Theodoret zugeschrieben. B1: Es wird einleitend behauptet, dass diese Expositio zwei Zeilen (στίχοι) des Psalms erklärt: ἐρμ(ηνεία) τω(ν) B´ στιχ(ων) Ἀθανασιου. Während in V1 exp. 308 mit Ps 18,5c verbunden ist, steht sie in B1 nach Ps 18,5c–6a. Dieser Bereich des Psalmes umfasst genau zwei Zeilen. In der Tat kann in den hier betrachteten Katenen das Bezugslemma für exp. 308 entweder Ps 18,5c–6a oder Ps 18,5c sein. Das Ende ihrer Exegese berührt jedoch auch Ps 18,6b. V4: Vor exp. 308 steht ein bisher unediertes Fragment, das Athanasius zugeschrieben wird: Οὐ γυμνὸν ἀφῆκε τὸν ἥλιον, ἀλλὰ σκήνωμα ἔθετο ἐν αὐτῷ ὥστε μὴ διαχεῖσθαι ἀλλ᾿ ἐν ὑποστάσει εἶναι. Danach wird exp. 308 durch τοῦ αὐτοῦ eingeleitet. Die Tatsache, dass sich beide Erklärungen auf Ps 18,5c beziehen, scheint gegen die Zugehörigkeit des ersten Textes zu den Expositiones zu sprechen. Z N2: exp. 308 Eusebius zugeschrieben. P6 zeigt, dass diese Zuschreibung für das nächste Fragment vorgesehen war, nämlich die Paraphrase des Eusebius (fr. 4 in Ps 18,5c–7 [Villani]; anonym in Z). In N2 ist exp. 308 sogar mit diesem Fragment verbunden. V5 P5: exp. 308 nahe der Tradition der (Text-)Katenen basierend auf den Kommentaren des Hesychius von Jerusalem und den Expositiones (P2 B1). Montfaucon: exp. 308 aus P1 und P6 zusammengestellt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:308a

Expositio 308b (dubium):
Πρῶτον γὰρ τὸ πρωτόγονον καὶ ἡλιακὸν φῶς ποιήσας ὁ θεὸς, τῇ τετάρτῃ ἡμέρᾳ ἐποίησε τὸ σκήνωμα αὐτοῦ· τὸ γὰρ φῶς προϋπῆρχεν· τὸ οὖν εἰπεῖν 'ἐν τῷ ἡλίῳ ἔθετο τὸ σκήνωμ[α] αὐτοῦ' δηλοῖ, ὅτι ἐν τῷ ἡλιακῷ φωτὶ τὸ σκήνωμα συνήρμοσε τοῦ ἡλίου: –
Nachdem Gott nämlich zuerst das zuerst entstandene und zur Sonne gehörige Licht geschaffen hatte, [cf. Gen. 1,3] schuf er am vierten Tag sein Zelt. [cf. Gen. 1,17.19] Denn das Licht existierte vorher. Die Aussage 'In die Sonne stellte er sein Zelt' zeigt also, dass er das Zelt der Sonne in das zur Sonne gehörige Licht stellte.

A1

αὐτοῦ1] correximus | αὑτοῦ A1 || αὐτοῦ2] correximus | αὑτοῦ A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:308b

(18,7a)
ἀπ᾿ ἄκρου τοῦ οὐρανοῦ ἡ ἔξοδος αὐτοῦ,
(7a) Von einem Ende des Himmels (nimmt sie) ihren Ausgang,
(18,7b)
καὶ τὸ κατάντημα αὐτοῦ ἕως ἄκρου τοῦ οὐρανοῦ,
(7b) und ihr Ziel (reicht) bis an (das andere) Ende des Himmels,
(18,7c)
καὶ οὐκ ἔστιν ὃς ἀποκρυβήσεται τὴν θέρμην αὐτοῦ.
(7c) und niemanden gibt es, der sich vor ihrer Hitze verbergen wird.
Expositio 309 (dubium):
Ἡ γὰρ καθημερινὴ πορεία τοῦ ἡλίου· ἡ ἀπ᾿ ἄκρου τοῦ οὐρανοῦ τῆς ἀνατολῆς ἕως ἄκρου τοῦ οὐρανοῦ τῶν δυσμῶν κατάντησις αὐτο[ῦ]· ἐξ ἀνάγκης γινομένη ἐπὶ τὸ πάντας μ[ε]τασχεῖν τῆς αὐτοῦ θερμότ[η]τ[ο]ς καὶ ὠφελείας, τὴν τοῦ βαστάξαντο[ς] δ[ημι(?)]ο[υργοῦ(?)] [δεί]κνυσι δύναμιν: –
In der Tat zeigt der tägliche Lauf der Sonne, ihr Weg vom Ende des Himmels im Osten bis an das Ende des Himmels im Westen, der notwendigerweise stattfindet, damit alle an ihrer Wärme und Nutzen teilhaben können, die Macht des tragenden Baumeisters.

A1

Dieses Dubium steht nach Ps 18,6b–7. Das Motiv der Sonne, welche die Macht ihres Schöpfers demonstriert, weist eine signifikante Ähnlichkeit zu dem am Ende von exp. 308 gezeigten Motiv auf.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:309

(18,8a)
ὁ νόμος τοῦ κυρίου ἄμωμος, ἐπιστρέφων ψυχάς·
(8a) Das Gesetz des Herrn ist untadelig (und) lässt Seelen umkehren,
Expositio 310:
Ὁ εὐαγγελικὸς δηλονότι· ὡς ἤδη δὲ ἀπὸ τῶν προειρημένων στοιχείων παιδαγωγηθέντες οἱ ἐξ ἐθνῶν· ἕνα εἶναι τὸν δημιουργὸν, διδάσκονται λοιπὸν καὶ τὸν εὐαγγελικὸν νόμον· ὃς καὶ ἐπέστρεψε τῶν ἐθνῶν ἁπάντων τὰς ψυχὰς εἰς ἀλήθειαν: –
Das (Gesetz) des Evangeliums nämlich. Da die Völkerschaften bereits von den oben genannten Elementen gelehrt worden waren, dass der Baumeister einer ist, werden sie nun auch über das Gesetz des Evangeliums unterrichtet. Dieses (Gesetz) hat auch die Seelen aller Völkerschaften zur Wahrheit geführt.

V1 C M P1 P5 A2 V4 P2 B1 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ὁ εὐαγγελικὸς δηλονότι] ... νόμον (νόμον om. P7) τὸν εὐαγγελικὸν δηλονότι M V5 P7 L2 A3 || ὡς – εἰς ἀλήθειαν] om. A2 V4 || ὡς – ὃς καὶ] in ἀπὸ τοῦ σκότους perstrinxit L1 || προειρημένων] προειρημένω〈ν〉 P5 || ἕνα] om. A3 || διδάσκονται] διδάσκοντες P2 || ὅς] ὡς M || ἐπέστρεψε] ἐπέστρεψαι P1 | ἀπέστρεψε P7 || εἰς ἀλήθειαν] εἰς τὴν ἀλήθειαν V5 P7 L2 A3

M V5 P7 L2 A3: Evagrius (schol. nr. δ´ in Ps 18,8a [410 Rondeau – Géhin – Cassin]) wird mit exp. 310 verbunden. Diese Einheit wird Origenes zugeschrieben. B1: Es wird einleitend behauptet, dass diese Expositio vier Zeilen (στίχοι) des Psalms erklärt: ἐρμ(ηνεία) τῶν Δ´ στιχ(ων) Ἀθανασιου. Während in V1 exp. 310 mit Ps 18,8a verbunden ist, steht sie in B1 nach Ps 18,7–8a. V4: Eine Erklärung des Hesychius (comm. brevis in Ps 18,6b [31 Jagić] wird Athanasius zugeschrieben, in A2 ist sie anonym. N2: Eine Paraphrase aus Didymus (fr. 156 in Ps 18,8b–10 et fr. 157 in Ps 18,11.12 [212–213 Mühlenberg]) mit exp. 310 verbunden. Montfaucon: exp. 310 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:310

(18,8b)
ἡ μαρτυρία κυρίου πιστή, σοφίζουσα νήπια·
(8b) das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig (und) macht Unmündige weise.
Expositio 311:
Ἣν ἐμαρτύρησε περὶ ἑαυτοῦ ὁ μονογενὴς, τὸ ἐγὼ φῶς εἰς τὸν κόσμον ἐλήλυθα· καὶ ἐγὼ ἐκ τοῦ πατρὸς ἐξῆλθον καὶ ἥκω· καὶ ἐγώ εἰμι ἡ ζωή: –
(Das Zeugnis), das der Einziggeborene über sich selbst bezeugt hat, nämlich 'Ich bin als Licht in die Welt gekommen', [Ioh 12,46] und 'Ich bin vom Vater ausgegangen und bin gekommen', [cf. Ioh 8,42; 16,28] und 'Ich bin das Leben.' [Ioh 14,6]

V1 C M G P1 P5 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἣν ἐμαρτύρησε] Ἧ (Ἢ Μ) ἐμαρτύρησε V1 C M || περὶ ἑαυτοῦ] περὶ αὐτοῦ M G P2 || ὁ μονογενὴς] om. G | ὁ μονογενὴς σωτὴρ P2 | ὁ σωτὴρ V5 P7 L2 A3 || ἐλήλυθα] εἰσῆλθον G || καὶ ἐγὼ – ἥκω] om. G || καὶ ἐγὼ] ***** καὶ ἐγὼ B1 || καὶ ἥκω] om. M V5 P7 L2 A3

M: exp. 311 nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Psalmzeilen. Montfaucon: exp. 311 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:311

(18,9a)
τὰ δικαιώματα κυρίου εὐθεῖα, εὐφραίνοντα καρδίαν·
(9a) Die Rechtsbestimmungen des Herrn sind gerade und erfreuen das Herz,
Expositio 312:
Ἀντὶ τοῦ ἡ δικαίωσις, ἡ γενομένη ἐν τῇ ἡμετέρᾳ κρίσει· κρίνας γὰρ ἡμῶν τὴν κρίσιν, ἐξέβαλε τὸν ἄρχοντα τοῦ αἰῶνος· διδοὺς ἡμῖν εὐφροσύνην ἐν καρδίᾳ: –
Anstelle von 'die Rechtfertigung, die im Gericht über uns ergangen ist.' Denn als er uns im Gericht richtete, trieb er den Herrscher der Welt hinaus und gab uns Freude im Herzen.

V1 C G P1 P5 A2 V4 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἀντὶ – κρίσει] Ἀντὶ τοῦ δικαίως ἡ γενομένη ἡ ἡμετέρα κρίσις P2 || ἡ γενομένη] ἡ γεναμένη B1 || τοῦ αἰῶνος] τοῦ αἰῶνος τούτου V4

A2 V4: exp. 312 Hesychius zugeschrieben. Montfaucon: exp. 312 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:312

(18,9b)
ἡ ἐντολὴ κυρίου τηλαυγής, φωτίζουσα ὀφθαλμούς·
(9b) das Gebot des Herrn ist strahlend und erleuchtet die Augen.
Expositio 313:
Τοὺς τῆς διανοίας φησίν: –
Nämlich die (Augen) des Geistes.

V1 C P1 P5 A2 V4 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Τοὺς] Πόρρωθεν τὴν αὐγὴν ἀποπέμπουσα (= glossa, ut vid., in Ps 18,9b) φωτίζει ante τοὺς add. (sub auctore Theodoreto) B1 || Τοὺς – φησίν] Τοὺς (τοὺς B1) τῆς διανοίας φησὶν ὀφθαλμούς P1 B1 | Τοὺς τῆς διανοίας ὀφθαλμοὺς, δηλονότι: – C | Τοὺς τῆς διανοίας δηλονότι: – A2 | Ὀφθαλμοὺς, τοὺς τῆς διανοίας δηλονότι: – V4 || φησίν] post φησὶν ὀφθαλμούς· add. πόρρωθεν τὴν αὐγὴν ἀναπέμπου[σα] (= glossa, ut vid., in Ps 18,9b) P1

V1 P2: Die im Apparat zitierte Glosse zu τηλαυγής findet sich als selbständiges Fragment kurz vor exp. 313 (V1) oder unmittelbar danach (P2). Die erste Hand in der Textkatene von P2 (= Haupttext und Teil der Marginalien) hat sie in diesem Fall in den Haupttext gesetzt. Es ist bemerkenswert, dass dies vom Beginn von P2 (= Ps 17,36d) bis einschließlich Ps 18 die einzige Erklärung im Haupttext ist, die keine Expositio ist. Montfaucon: exp. 313 einschließlich der Glosse entspricht P1 (siehe App.).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:313

(18,10a)
ὁ φόβος κυρίου ἁγνός, διαμένων εἰς αἰῶνα αἰῶνος·
(10a) Die Furcht des Herrn ist rein und bleibt von Ewigkeit zu Ewigkeit,
(18,10b)
τὰ κρίματα κυρίου ἀληθινά, δεδικαιωμένα ἐπὶ τὸ αὐτό,
(10b) die Urteile des Herrn sind wahrhaftig (und alle) miteinander gerechtfertigt.
Expositio 314:
Ὡς πρὸς ἀντιδιαστολὴν τοῦ νομικοῦ φόβου τὸ τοιοῦτο· ἐκεῖνος γὰρ κολαστὴς ἦν: –
Ὡ[ς πρὸς] ἀντιδιαστολὴν τοῦ νομικοῦ φόβου τοῦτο λέγει· [ἐκ]εῖ[νο]ς γ[ὰ]ρ, φόβον κολάσεως ἔχει· ὁ δὲ τοῦ κυρίου [φόβος], τοῦ μὴ ἐκπεσεῖν αὐτοῦ δι᾿ ἀπροσεξίαν [αὐτο(?)]ῦ τι[ν]ὰ· δι[ὸ] καὶ ἁγνός: –
Dies (wird) gleichsam im Hinblick auf einen Unterschied zur Furcht vor dem Gesetz (gesagt); denn jene war eine strafende (Furcht).
Er sagt dies im Hinblick auf einen Unterschied zur Furcht vor dem Gesetzt. Denn diese hat die Furcht vor der Strafe. Die Furcht des Herrn hingegen (besteht darin), nicht von ihm abzufallen durch irgendeine Unaufmerksamkeit ihm gegenüber; deshalb ist sie auch rein.

V1 C M G P1 P5 A2 V4 P2 B1 B2 P6 Z N2 V5 L2 A3

Ὡς] ἄμεμπτος καθαρὸς (= glossa in Ps 18,8a) ante ὡς add. M | om. G || πρὸς ἀντιδιαστολὴν] ἀντιδιαστολὴν B1 || τὸ τοιοῦτο] om. M | τὸ τοιοῦτο γὰρ ante ἐκεῖνος γὰρ A3 || ἦν] εἴη M | ἡμῶν P1

M: exp. 314 und 315 sind nach exp. 316 gestellt. P7: exp. 314 wird ausgelassen. Montfaucon: exp. 314 entspricht P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:314

A1

ἁγνός] ἁγνῶς A1* | ἁγνός A1m.sec.
(18,11a)
ἐπιθυμητὰ ὑπὲρ χρυσίον καὶ λίθον τίμιον πολὺν
(11a) begehrenswerter als Gold und viel Edelstein,
(18,11b)
καὶ γλυκύτερα ὑπὲρ μέλι καὶ κηρίον.
(11b) und süßer als Honig und Honigseim.
(18,12a)
καὶ γὰρ ὁ δοῦλός σου φυλάσσει αὐτά·
(12a) Auch dein Knecht bewahrt sie ja,
(18,12b)
ἐν τῷ φυλάσσειν αὐτὰ ἀνταπόδοσις πολλή.
(12b) sie zu bewahren, (bedeutet) großen Lohn.
Expositio 315:
Μισθὸς γὰρ φυλακῆς γίνεται, ἃ ὀφθαλμὸς οὐκ εἶδεν καὶ οὖς οὐκ ἦκουσεν καὶ ἐπὶ καρδίαν ἀνθρώπου οὐκ ἀνέβη: –
Ὑπ[ὲρ] γὰρ τ[ὰ] [ἐν τῇ γῇ(?)] [.....][τα(?)] τίμια ἃ ὀφθαλμ[ὸ]ς οὐ[κ] εἶδε[ν καὶ οὖς οὐ]κ ἦκ[ου]σεν· ἃ ἡ[τοί]μα[σ]εν ὁ θεὸ[ς] [τοῖς ἀγαπῶσιν(?)] αὐτ[ό]ν· ταῦτ[α] μὲν γ[ὰ]ρ π[ο]ιότ[η]ς χ[...][ων(?)] [ἐ]φ[η]μέρω[ν], [ἐ]κεῖνα δὲ μ[έ]νοντα εἰ[ς ἀ]εί: –
Denn Lohn der Bewahrung wird, was ein Auge nicht sah und ein Ohr nicht hörte und zum Herzen des Menschen nicht aufstieg. [1Cor 2,9]
Edler als die ... (auf Erden?) ist das, was ein Auge nicht sah und ein Ohr nicht hörte. Das bereitete Gott den ihn (Liebenden?). [cf. 1Cor 2,9] Denn diese Dinge sind Element der vergänglichen ..., aber die anderen bleiben für immer.

V1 C M G P1 P5 A2 V4 P2 B1 L1 P6 Z N2

Μισθὸς – γίνεται] Μισθὸς γὰρ φυλακῆς αὐτῶν γίγνεται (γίνεται N2) P5 P6 Z N2 | Μισθὸς γὰρ τῆς φυλακῆς αὐτῶν γίνεται P2 B1 L1 | in Δηλονότι perstrinxerunt A2 V4 || οὐκ εἶδεν] οὐκ οἶδε G P1 | οὐκ ἴδεν B1 L1 || καὶ2 – ἀνέβη] καὶ τὰ ἑξῆς G A2 | om. P5 P2 B1 P6 Z N2

P5, P6 Z (Typus III): Nur diese Handschriften haben die Lesart γίγνεται gemeinsam. Dies stellt eine weitere Bestätigung dafür dar, dass der Kompilator des Typus III die Expositiones ab Ps 17 einer Quelle entnommen hat, die der sogenannten Katene des Photius (P5) sehr nahe stand. Die Handschriften beziehen diese Expositio überwiegend auf Ps 18,12b bzw. Ps 12 – mit Ausnahme von M und G, die sie entweder falsch oder gar nicht verknüpfen – sowie von P2. Denn in dieser letzten Handschrift steht exp. 315 nach einem umfangreichen Lemma, das Ps 18,11–13a umfasst. A2 V4: exp. 315 wird irrtümlich Theodoret zugeschrieben. Unmittelbar nach ihr folgt Theodorets Kommentar zu Ps 18,13 (τοῦ αὐτοῦ). Montfaucon: exp. 315 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:315

A1

exp. 315 steht nach Ps 18,10b–11.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:315par

(18,13a)
παραπτώματα τίς συνήσει;
(13a) Verfehlungen - wer kann (sie) entdecken?
(18,13b)
ἐκ τῶν κρυφίων μου καθάρισόν με.
(13b) Von meinen verborgenen reinige mich.
(18,14a)
καὶ ἀπὸ ἀλλοτρίων φεῖσαι τοῦ δούλου σου·
(14a) Und vor fremden verschone deinen Knecht!
(18,14b)
ἐὰν μή μου κατακυριεύσωσιν, τότε ἄμωμος ἔσομαι
(14b) Wenn sie mich nicht beherrschen, dann werde ich untadelig sein
(18,14c)
καὶ καθαρισθήσομαι ἀπὸ ἁμαρτίας μεγάλης.
(14c) und gereinigt von großer Sünde.
(18,15a)
καὶ ἔσονται εἰς εὐδοκίαν τὰ λόγια τοῦ στόματός μου
(15a) Und die Worte meines Mundes werden wohlgefällig sein,
(18,15b)
καὶ ἡ μελέτη τῆς καρδίας μου ἐνώπιόν σου διὰ παντός,
(15b) und das Sinnen meines Herzens ist stets vor dir,
(18,15c)
κύριε βοηθέ μου καὶ λυτρωτά μου.
(15c) Herr mein Helfer und mein Erlöser.
Expositio 316:
Ὁ μυσταγωγηθεὶς τῷ νόμῳ λαὸς τῷ εὐαγγελικῷ· καὶ τὰ κρίματα τὰ ἀληθινὰ φυλάττειν εἰπὼν, εὐχὴν ἀναπέμπει καὶ τῶν κατὰ διάνοιαν λογισμῶν καθαρὸς ὀφθῆναι· ὡσαύτως καὶ τῶν ἐκτὸς ῥυσθῆναι δαιμόνων: –
Τ[ὰ ἁμαρτήματα(?)] [......] [καὶ κατὰ τὴν(?)] δ[ιάνοιαν(?)] φησὶ, καθαρὸς ἔσομαι ἐνώπιον τοῦ ἐτάζοντος καρδίας καὶ νεφρούς· κατ᾿ αὐτὴν δὲ τὴν κατόρθωσιν ἐκ θεοῦ περιγενέσθαι λέγει: –
Das Volk, das in das Gesetz des Evangeliums eingeweiht wurde und das sagt, die wahrhaftigen Urteile zu bewahren, erhebt ein Gebet, um sich auch hinsichtlich der Gedanken des Geistes als rein sehen zu lassen; ebenso, um vor den Dämonen draußen errettet zu werden.
(Die Sünden?) ... auch hinsichtlich der Gedanken des Geistes, sagt er, werde ich rein sein gegenüber dem, der die Herzen und Nieren prüft. [cf. Ps 7,10c] Er sagt, aufgrund der von Gott (kommenden) Besserung wird er überlegen.

V1 C M P1 P5 P2 B1 B2 L1 P6 Z N2

Ὁ μυσταγωγηθεὶς] Ὁ μυσταγωγεῖς C* | Ὁ μυσταγωγοθεῖς (-οθ- supra -γ-) ut vid. Cc || τῷ νόμῳ λαὸς τῷ εὐαγγελικῷ] τῷ εὐαγγελικῷ νόμῳ λαὸς P2 B1 B2 L1 || τὰ κρίματα τὰ ἀληθινὰ] τὰ κρίματα ἀληθινὰ P5 P6 Z N2 | κρίματα ἀληθινὰ P2 B1 B2 L1 || εἰπὼν] εἰδὼς B2 | ἰδὼν L1 || καὶ τῶν – δαιμόνων] om. L1 || καὶ τῶν1] τῶν M || καθαρὸς – δαιμόνων] om. B2 || ὡσαύτως – δαιμόνων] om. sicut in Copt. P5 P2 B1 P6 Z N2 || δαιμόνων] κινδύνων M* | δαιμόνων Mc

B1: Es wird einleitend behauptet, dass diese Expositio 13 Zeilen (στίχοι) des Psalms erklärt: [ἐρμη][ν(εία) τῶν] ΙΓ´ στιχ(ων) Ἀθανασιου. Von Ps 18,13 (siehe zu exp. 315) bis zum Ende dieses Psalms sind es acht Zeilen. Die Zahl ΙΓ´ ist wahrscheinlich das Ergebnis eines falsch gelesenen Η´. Montfaucon: exp. 316 wurde aus der Sammlung von Colville übernommen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:316

A1

Psalm 19
(19,1)
Εἰς τὸ τέλος· ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ.
(1) Auf das Ende hin. Ein Psalm, bezogen auf David.
Expositio 317: Hypothesis
Λέγεται μὲν ὁ ψαλμὸς, ὡς ἐκ προσώπου τῶν περὶ τὸν Δαυῒδ ἑταίρων· αὐτῷ τῷ Δαυῒδ ἐπευχομένων ποιοῦντι θυσίας· ἀναφέρεται δὲ καὶ εἰς πρόσωπον τῶν ἀποστόλων, ὡς ἐν ἡμέρᾳ τοῦ σταυροῦ λεγομένων: –
Λέγεται μὲν οὗτος ὁ ψαλμὸς ἱστορικῶς ἐκ προσώπου τῶν περὶ τὸν Δαυῒδ ἑταίρων· αὐτῷ τῷ Δαυῒδ ἐπευχομένῳ ποιοῦντι θυσίας· ἀναφέρεται δὲ ἀναγωγικῶς καὶ εἰς πρόσωπον τῶν ἀποστόλων, ὡς ἐν ἡμέρᾳ τοῦ σταυροῦ λεγόμενος· νοεῖται δὲ καὶ ἐκ ψυχῆς ἁπάσης ὑπὲρ ἑτέρας ἐν θλίψει οὔσης προσευχομένης: –
Der Psalm wird gleichsam aus Sicht Davids Gefährten gesprochen, die für David selbst beten, während er die Opfer darbringt. Er kann aber auch auf die Person der Apostel bezogen werden, (so) als ob sie am Tag des Kreuzes sprechen würden.
Historisch wird dieser Psalm in der Person von Davids Gefährten gesprochen, die für David selbst beten, während er die Opfer darbringt. Im anagogischen Sinn kann er aber auch auf die Person der Apostel bezogen werden, (so) als ob er am Tag des Kreuzes gesprochen wäre. Er kann aber auch ausgehend von jeder Seele gedacht werden, die für eine andere betet, die sich in Bedrängnis befindet.

V1 C M G P1 P5 V4 P2 B1 B2 P6 Z N2 V5 P7

Λέγεται – θυσίας] om. V4 || Λέγεται – ἐκ προσώπου] Λέγεται δὲ ὡς ἐκ προσώπου M | Λέγεται μὲν ὁ ψαλμὸς οὗτος ἐκ προσώπου B2 || τῶν περὶ τὸν Δαυῒδ ἑταίρων] τῶν περὶ τὸν Δαυῒδ ἑτέρων C P1 | τῶν περὶ τῶν Δαυῒδ ἑταίρων G | τῶν περὶ τοῦ Δαυῒδ· ἑτέρων B1 | τῶν περὶ Δαυῒδ ἑτέρων B2 | τῶν περὶ τοῦ Δαυῒδ ἑταίρων V5* P7 | τῶν περὶ τὸν Δαυῒδ ἑταίρων V5c || ἑταίρων· αὐτῷ τῷ Δαυῒδ] om. (homoeoteleuti causa) M || αὐτῷ τῷ Δαυῒδ] αὐτοῦ τὸν Δαυῒδ B1 V5 P7 || ἐπευχομένων] ἐπευχομένω B2 || ποιοῦντι – τῶν2] om. B2 || ποιοῦντι θυσίας ] ποιοῦντι θυσίαν V1 C G P1 | ποιοῦνται (ut vid.) θυσίαν M | ποιοῦντι θυσίας Copt. sicut ceteri || ἀναφέρεται] φέρεται P2 B1 V5 P7 || δὲ] supra lin. add. V4 || εἰς πρόσωπον τῶν ἀποστόλων] εἰς τοὺς ἀποστόλους V4 || ὡς ἐν ἡμέρᾳ] ἐν ἡμέρᾳ V5 P7 || λεγομένων] λεγόντων M | λεγόμενον B1 | ῥηθέντος V4

V5 P7: exp. 317 nahe der Tradition der (Text-)Katenen basierend auf den Expositiones und den Kommentaren des Hesychius von Jerusalem (P2 B1). Koptische Version: exp. 317 wird wiedergegeben. Montfaucon: exp. 317 nach P1 (λεγομένων in ῥηθέντος korrigiert).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:317

A1

οὗτος] οὕτως (ut vid.) A1* | οὗτος A1m.sec. || ποιοῦντι] π- corr. (ut vid.) A1m.sec. || λεγόμενος] sicut in Copt. A1
(19,2a)
Ἐπακούσαι σου κύριος ἐν ἡμέρᾳ θλίψεως,
(2a) Der Herr erhöre dich am Tag der Bedrängnis,
(19,2b)
ὑπερασπίσαι σου τὸ ὄνομα τοῦ θεοῦ Ἰακώβ.
(2b) der Name des Gottes Jakobs beschütze dich.
(19,3a)
ἐξαποστείλαι σοι βοήθειαν ἐξ ἁγίου
(3a) Er sende dir Hilfe von (seinem) Heiligtum her,
(19,3b)
καὶ ἐκ Σιὼν ἀντιλάβοιτό σου.
(3b) und vom Sion her stehe es dir bei.
(19,4a)
μνησθείη πάσης θυσίας σου
(4a) Er erinnere sich an jedes deiner Opfer,
(19,4b)
καὶ τὸ ὁλοκαύτωμά σου πιανάτω.
(4b) und dein Ganzbrandopfer schätze er.
(19,4c)
διάψαλμα.
(4c) Zwischenspiel.
(19,5a)
δῴη σοι κατὰ τὴν καρδίαν σου
(5a) Er gebe dir nach deinem Herzen,
(19,5b)
καὶ πᾶσαν τὴν βουλήν σου πληρώσαι.
(5b) und jeden deiner Pläne erfülle er.
(19,6a)
ἀγαλλιασόμεθα ἐν τῷ σωτηρίῳ σου
(6a) Jubeln wollen wir über dein Heil,
(19,6b)
καὶ ἐν ὀνόματι θεοῦ ἡμῶν μεγαλυνθησόμεθα.
(6b) und durch den Namen unseres Gottes wollen wir groß gemacht werden.
Expositio 318:
Τὸ σωτήριον φησὶν ὃ δέδωκας τῷ ἀνθρωπίνῳ γένει· διὰ τῆς σῆς ἀναστάσεως, πᾶσι φανερὸν καταστήσεις: –
Das Heilmittel, sagt er, das du dem menschlichen Geschlecht gegeben hast, wirst du durch deine Auferstehung für alle sichtbar aufstellen.

V1 C M G P5 A1 P2 B1 P6 Z N2

Τὸ] Φαιδρυνάτω στεασάτω (= glossae in Ps 19,4b) ante τὸ add. M || Τὸ σωτήριον φησὶν ὃ δέδωκας] ... τὸ σωτήριόν σου ὃ δέδωκας M | Τὸ σωτήριον, ὃ δέδωκάς φησὶ A1 || τῷ ἀνθρωπίνῳ γένει] τῷ ἀνθρωπείῳ γένει C P5 P6 Z N2 | τῷ τῶν ἀνθρώπων γένει P2 || καταστήσεις] κατέστησα (sed. linea ex -α educta V1) V1 M | κατέστησας C G

Zu Ps 19,1–5 ist keine expositio vorhanden. M: exp. 318 steht nach exp. 319. Die exp. 318 beigefügten Glossen (siehe app.) befinden sich ebenfalls in V1 unmittelbar vor dieser Expositio (allerdings getrennt). P1: exp. 319 ist durch eine andere Erklärung ersetzt (Origenes, schol. [?] in Ps 19,6a [PG 12,1248 B5–6), Montfaucon hat diese Erklärung ediert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:318

(19,6c)
πληρώσαι κύριος πάντα τὰ αἰτήματά σου.
(6c) Der Herr erfülle alle deine Bitten.
Expositio 319:
Τίνα ἦν τὰ αἰτήματα, ἢ τὸ πάτερ ἅγιε· τήρησον αὐτοὺς ἐκ τοῦ κόσμου· δῆλον δὲ, ὅτι τοὺς πιστεύσαντας εἰς αὐτόν: –
Welches waren die Bitten, wenn nicht 'heiliger Vater, bewahre sie [Ioh 17,11] vor der Welt?' [Ioh 17,15 passim] Es sind offensichtlich diejenigen, die an ihn glauben.

V1 C M G P1 P5 A1 P2 B1 L1 P6 Z N2 V5a P7a V5b P7b L2a A3a L2b A3b

Τίνα – εἰς αὐτόν] per ras. del. L2b || Τίνα ἦν] Τίνα φησὶν L1 | ... τίνα δὲ ἦν M | Tίνα δὲ ἦν G | ... τί δὲ εἴη V5a P7a L2a A3a || ἢ τὸ] om. M V5a P7a L2a A3a || πάτερ ἅγιε] ἅγιε V5b P7b A3b | [ἅγιε(?)] L2b || τήρησον] διατήρησον Z N2 V5b P7b A3b | [διατήρησον(?)] L2b || ἐκ τοῦ κόσμου] ἐν τῷ ὀνόματ[ί σου] (= Ioh 17,11) A1 || δῆλον δὲ, ὅτι] δηλονότι M P5 P6 Z N2 V5a P7a V5b P7b L2a A3a A3b | [δηλονότι(?)] L2b | δῆλος δὲ, ὅτι L1 || τοὺς πιστεύσαντας] τοὺς πιστεύοντας M P1 B1 Z N2 V5a P7a V5b P7b L2a A3a A3b | [τοὺς πιστεύοντας(?)] L2b || εἰς αὐτόν] [εἰς] [αὐτόν(?)] A1 | αὐτῷ L1 | εἰς σέ V5a P7a L2a A3a

V5 P7 L2 A3: exp. 319 ist in zwei Fassungen vorhanden: Die erste (V5a P7a L2a A3a) ist mit Ps 19,5 verbunden, die zweite (V5b P7b L2b A3b) mit Ps 19,6c–7a. Der L2-Schreiber bemerkte das Duplikat und radierte die zweite Fassung aus. M V5a P7a L2a A3a: Evagrius (schol. nr. γ´ in Ps 19,6c [414 Rondeau – Géhin – Cassin]) ist mit exp. 319 verbunden. A1: Es ist anzumerken, dass nur diese Handschrift nicht ein Mischzitat aus Ioh 17,11 und Ioh 17,15 bietet, sondern bei Ioh 15,11 bleibt. Die koptische Version bietet ebenfalls das Mischzitat wie alle andere hier betrachteten Handschriften (ἐκ τοῦ κόσμου). Montfaucon: exp. 319 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:319

(19,7a)
νῦν ἔγνων ὅτι ἔσωσεν κύριος τὸν χριστὸν αὐτοῦ·
(7a) Jetzt habe ich erkannt: Der Herr hat seinen Gesalbten gerettet.
(19,7b)
ἐπακούσεται αὐτοῦ ἐξ οὐρανοῦ ἁγίου αὐτοῦ·
(7b) Er wird ihn von seinem heiligen Himmel her erhören;
Expositio 320:
Ὡς ἤδη φωταγωγηθεὶς διὰ τοῦ πνεύματος, τὰ περὶ τῆς ἀναστάσεως : –
Ὡς ἤδη φωταγωγηθεὶς διὰ τοῦ πνεύματος τὰ περὶ τῆς ἀναστάσεως, ταῦτα φησὶν· ἐν εὐχῆς τύπῳ τὸ προσῆκον εὐσεβεῖ διαθέσει ἀποπληρῶν: –
(Er hat erkannt), gleichsam bereits erleuchtet durch den Geist, die Dinge der Auferstehung.
Geichsam bereits durch den Geist über die Dinge der Auferstehung erleuchtet, sagt er diese Worte, indem er in Form eines Gebets das vollbringt, was einem frommen Geist geziemt.

V1 C G P1 P5 A1 P2 B1 P6 V5 P7 L2 A3

φωταγωγηθεὶς] πληροφορ[η]θεὶς A1 | φωταγωγηθεὶς φησὶν B1 | post φωταγωγηθεὶς add. καὶ φωτισθεὶς (= glossa?) V5 L2 A3 || τὰ περὶ τῆς ἀναστάσεως] τὰ περὶ τῆς θείας καὶ σωτηρίου (σωτηρίου correximus | σωση B1) κόσμου αὐτοῦ ἀναστάσεως B1 | post τὰ περὶ τῆς ἀναστάσεως add. ἐμεμαθήκει V5 P7 L2 A3 | post τὰ περὶ [τῆ]ς ἀναστάσεως add. φησὶν ὁ λόγος A1

Montfaucon: exp. 320 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:320

Z N2

(19,7c)
ἐν δυναστείαις ἡ σωτηρία τῆς δεξιᾶς αὐτοῦ.
(7c) in Machttaten (offenbart sich) das Heil seiner Rechten.
Expositio 321:
Ἔσωσεν ἡμᾶς φησὶν, δυνάμεις μεγάλας ἐργασάμενος· τὰς πράξεις γὰρ ἐνταῦθα, σημαίνει διὰ τῆς δεξιᾶς: –
Ἔσωσεν ἡμᾶς φησὶν ἐκ τῶν ἐχθρῶν ἡμῶν, δυνάμεις μεγάλας καὶ ποικίλας ἐργασάμενος· τὰς πράξεις καὶ τὰς ἀρετὰς ἐνταῦθα σημαίνει, διὰ τῆς δεξιᾶς αὐτοῦ τοῦ θεοῦ: –
Er rettete uns, sagt er, indem er große Kräfte wirkte. Denn hier deutet er auf die Taten durch die Rechte (Hand) hin.
Er rettete uns von unseren Feinden, will er sagen, indem er große und vielfältige Kräfte wirkte. Denn hier deutet er auf die Taten und Tugenden durch die Rechte (Hand) Gottes selbst hin.

V1 C P1 P5 P2 B1 B2 L1 P6 Z N2

Ἔσωσεν] Ἔσωσας P5 P6 Z N2 || φησὶν] om. B2 || ἐνταῦθα σημαίνει] σημαίνει ἐνταῦθα L1 || διὰ τῆς δεξιᾶς] post διὰ τὰς δεξιὰς (sic) add. δυνάμεις τοῖς προσιοῦσιν ὀρέγειν = Theodoretus, comm. in Ps 19,7c (PG 80,1001 C2–3; cf. app. ad loc.) P1

P1: exp. 321 ist mit Theodoret verwoben (siehe app.). Z N2: exp. 321 wird Didymus zugeschrieben. Beim ältesten Zeugen des Typus III (P6) gehört diese Zuschreibung zum nächsten Fragment, das tatsächlich auf Didymus zurückgeht (fr. 163 in Ps 19,7 [217,11–12 Mühlenberg]). Montfaucon: exp. 321 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:321

V5 P7

(19,8a)
οὗτοι ἐν ἅρμασιν καὶ οὗτοι ἐν ἵπποις,
(8a) Die einen (fühlen sich groß durch ihre) Wagen und die anderen (durch ihre) Pferde,
(19,8b)
ἡμεῖς δὲ ἐν ὀνόματι κυρίου θεοῦ ἡμῶν μεγαλυνθησόμεθα.
(8b) wir aber werden durch den Namen des Herrn, unseres Gottes, groß gemacht werden.
(19,9a)
αὐτοὶ συνεποδίσθησαν καὶ ἔπεσαν,
(9a) Sie sind gefesselt worden und gefallen,
(19,9b)
ἡμεῖς δὲ ἀνέστημεν καὶ ἀνωρθώθημεν.
(9b) wir aber sind aufgestanden und aufgerichtet worden.
(19,10a)
κύριε, σῶσον τὸν βασιλέα σου
(10a) Herr, rette deinen König
(19,10a)
καὶ ἐπάκουσον ἡμῶν ἐν ᾗ ἂν ἡμέρᾳ ἐπικαλεσώμεθά σε.
(10b) und erhöre uns am Tag, an dem wir dich anrufen.
Expositio 322:
Ὥσπερ τῶν αἰσθητῶν αἰγυπτίων σώζων τοὺς ἐξ ἰσραὴλ· ἅρματα Φαραὼ καὶ τὴν δύναμιν αὐτοῦ ἔρριψεν εἰς θάλασσαν· οὕτω καὶ πάντων ἀνθρώπων σώζων τὸ γένος, τῶν νοητῶν αἰγυπτίων συνέτριψε τὰ ἅρματα: –
Ὥσπερ αἰσθητῶν αἰγυπτίων σώζων τοὺς ἐξ ἰσραὴλ· ἅρματα Φαραὼ καὶ τὴν δύναμιν αὐτοῦ ἔρριψεν εἰς θάλασσαν, οὕτως καὶ πάντων ἀνθρώπων σώζει τὸ γένος τῶν πιστῶν· καὶ συν〈ε〉τρίβη τὰ βέλη τῶν δαιμόνων, ὥσπερ πάλαι τοῖς φαραωνίταις: –
So wie er, als er die Israeliten von den sichtbaren Ägyptern rettete, die Wagen des Pharao und seine Macht ins Meer warf, so zerschmetterte er auch, als er das Geschlecht sämtlicher Menschen rettete, die Wagen der geistigen Ägypter.
So wie er, als er die Israeliten von sichtbaren Ägyptern rettete, die Wagen des Pharao und seine Macht ins Meer warf, so rettet er auch das Geschlecht aller gläubigen Menschen; und die Pfeile der Dämonen wurden zerschmettert, wie es einst den Männern des Pharao (erging).

V1 C M P1 P5 A1 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7

τῶν αἰσθητῶν αἰγυπτίων] [ἐ]κ τῶν αἰσθ[ητ]ῶν αἰγυπτί[ω]ν A1 | τῶν αἰγυπτίων V1 C M V5 P7 || σώζων τοὺς] -ζων τοὺς evanida A1 || σώζων] σώζων καὶ ἐλευθερῶν V5 P7 || τοὺς ἐξ ἰσραὴλ] τὸν ἰσραὴλ P1 || εἰς θάλασσαν] εἰς θάλασσαν ἐρυθρὰν V5 P7 || οὕτω] evanidum A1 || πάντων ἀνθρώπων] πάντων τῶν ἀνθρώπων P5 P6 Z N2 || τῶν νοητῶν αἰγυπτίων] [τῶν] νοητῶν ἐχθρῶ[ν] καὶ αἰγυπτίων (αἰ- corr. A1m.sec. [ut vid.]) A1 || τὰ ἅρματα] post τὰ ἅρματα add. ἤγουν τῶν πονηρῶν δυνάμεων καὶ τῶν τούτοις ἀρχόντων καὶ ἔργον αὐτῶν V5 P7

B1: Es wird einleitend behauptet, dass diese Expositio 6 Zeilen (στίχοι) des Psalms erklärt: ἐρμην(εία) τῶν Ϛ´ στίχ(ων) Ἀθανασιου. Während in V1 exp. 322 mit Ps 19,8a verbunden ist, steht sie in B1 nach Ps 19,10b. Dieser Bereich des Psalmes umfasst genau 6 Zeilen. V5 P7: Eine erweiterte Fassung von exp. 322 (siehe app.) ist mit einer erweiterten Fassung des Theodoret (comm. in Ps 19,8–9 [PG 80,1001 C9–11]) verbunden. Montfaucon: exp. 322 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:322

L1

Psalm 20
(20,1)
Εἰς τὸ τέλος· ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ.
(1) Auf das Ende hin; ein Psalm, bezogen auf David.
Expositio 323: Hypothesis
Καὶ τοῦτον τὸν ψαλμὸν, οἱ προδηλωθέντες ἑταῖροι τοῦ βασιλέως ἀναπέμπουσιν· ὡς ἤδη αὐτοῦ εὐφραινομένου· διὰ τὸ ἐκ τοῦ σπέρματος αὐτοῦ γεγενημένον τῷ κόσμῳ σωτήριον· τοῦτο γὰρ ἦν, ὃ ἐπεθύμει κατὰ ψυχὴν· καὶ ἐδέετο λαβεῖν· ὅπερ καὶ δοθὲν, γέγονεν αὐτῷ οἷά τις στέφανος ἐκ λίθου τιμίου· τὴν κεφαλὴν δοξάζων· δοξάζεται γὰρ ἐν πᾶσι τοῖς ἔθνεσιν ὁ Δαυῒδ μετὰ τοῦ κυρίου αὐτοῦ καὶ υἱοῦ τὸ κατὰ σάρκα· οὐ μόνον δὲ στέφανος αὐτῷ γέγονε τὸ σωτήριον, ἀλλὰ καὶ ζωή· καὶ μακροημέρευσις· καὶ δόξα καὶ μεγαλοπρέπεια· καὶ εὐφροσύνη καὶ χαρά· καὶ ἐλπὶς, καὶ ἔλεον οὐ σαλευόμενον: –
Καὶ τοῦτον τὸν ψαλμὸν, οἱ προδ[η]λωθέν[τε]ς ἑταῖροι τοῦ βασιλέ[ως] [Δαυῒδ] [ἀνα(?)][πέμ]π[ουσιν]· ὡς ἥδη αὐτοῦ εὐφραι[ν]ο[μένου· διὰ τὸ ἐκ σπέρ]ματος Δαυῒδ γεγε[ν]ημέ[ν]ο[ν τῷ κόσμῳ] σωτή[ριο]ν· τοῦτο γὰρ ἦν, ὃ ἐπ[εθύ]μ[ει] κα[τὰ ψ]υχ[ὴ]ν [αἰτεῖν(?)]· καὶ ἐδέετο λαβεῖν· [ὅ]θ[εν] γέγονε[ν] α[ὐ]τ[ῷ], [οἷά τις(?)] στέφανος ἐκ λίθ[ου τι]μ[ί]ου· τ[ὴ]ν κεφαλ[ὴν δο]ξ[άζων]· δοξάζεται γὰρ ἐ[ν π]ᾶσιν ὁ Δαυῒ[δ] [μετὰ τοῦ κυρίου(?)] αὐτοῦ καὶ τοῦ [υἱοῦ] το[ῦ κ]ατὰ σάρ[κα·] [οὐ μόνον δὲ(?)] στέφανος αὐτῷ γέγονε τ[ὸ] σωτήρ[ιον], [ἀλλὰ καὶ(?)] ζωὴ καὶ μακρο[η]μέ[ρευσις]· [καὶ δόξα καὶ(?)] μεγαλοπρέπ[εια]· [καὶ εὐφροσύνη καὶ χαρὰ(?)]· καὶ ἐλ[πὶ]ς [καὶ] ἔλ[εο][ν οὐ σαλευόμενον· οἱ(?)] δὲ φασὶν, ἐκ τοῦ [προσώπου τῶν ἀποστόλων λέγεσθαι(?)] τοῦτον: –
Auch diesen Psalm erheben die vorher gezeigten Gefährten des Königs, als ob er sich bereits freuen würde, (nämlich) über das Heil, das aus seinem Samen der Welt entsprossen ist. Denn das war es, was er in seiner Seele begehrte und zu erlangen flehte. Und als es ihm gegeben wurde, wurde es für ihn wie eine Krone aus Edelsteinen, die seinen Kopf verherrlicht. Denn David ist verherrlicht mit seinem Herrn und Sohn nach dem Fleisch unter allen Völkern. Das Heil ist für ihn nicht nur eine Krone geworden, sondern auch Leben; aber auch Langlebigkeit, Herrlichkeit und Hoheit, Frohsinn und Freude; und Hoffnung und Erbarmen, das nicht erschüttert wird.
Auch diesen Psalm erheben die vorher gezeigten Gefährten des Königs David, als ob er sich bereits freuen würde, (nämlich) über das Heil, das aus seinem Samen der Welt entsprossen ist. Denn das war es, was er in seiner Seele zu (bitten?) begehrte und zu erlangen flehte. Dadurch wurde es für ihn (wie?) eine Krone aus Edelsteinen, die seinen Kopf verherrlicht. Denn David ist verherrlicht mit seinem (Herrn?) und Sohn nach dem Fleisch unter allen. Das Heil ist für ihn (nicht nur?) eine Krone geworden, (sondern auch?) Leben und Langlebigkeit, (Herrlichkeit?) und Hoheit, (Frohsinn und Freude?), Hoffnung und Erbarmen, (das nicht erschüttert wird. Andere?) sagen, dass dies (in Person der Apostel gesagt wird?).

V1 C M G P1 P5 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7

ἑταῖροι] ἑτέροι V1 B1 | ἕτεροι M || ἀναπέμπουσιν] ἀναπέμψουσιν V5 P7 || ὡς ἤδη] λίαν ἤδη V5 P7 || ἐκ τοῦ σπέρματος] ἐκ σπέρματος M P1 B1 || γεγενημένον] γεγεννημένον P5 P6 Z N2 | γεγενημένην (sic) P7 || τῷ κόσμῳ σωτήριον] τὸ τῷ κόσμῳ σωτήριον C || τοῦτο γὰρ ἦν] τοῦτο γὰρ ἣν V1 | τοῦτο δὲ ἦν P1 || ὃ ἐπεθύμει] ὁ ἐπεθύμει C || κατὰ ψυχὴν] κατὰ ψυχῆς B1 || μετὰ τοῦ κυρίου αὐτοῦ] μετὰ τοῦ κυρίου ἑαυτοῦ P5 P6 Z N2 | κυρίου αὐτοῦ M | μετὰ τοῦ κυρίου G || καὶ υἱοῦ τὸ κατὰ σάρκα] καὶ τοῦ υἱοῦ αὐτοῦ τοῦ κατὰ σάρκα M | καὶ υἱοῦ τοῦ κατὰ σάρκα P2 B1 | τοῦ υἱοῦ τὸ κατὰ σάρκα V5 P7 || αὐτῷ γέγονε] γέγονεν αὐτῷ P2 B1 || τὸ2] τοῦ V1* P1* | τὸ V1c P1c || μακροημέρευσις] μακροημέρε〈υ〉σις V5 P7 || καὶ χαρά] om. M || ἔλεον] ἔλεος P5 M P2 P6 Z N2 V5 P7

A1

ἑταῖροι] ἑτέροι A1
(20,2a)
Κύριε, ἐν τῇ δυνάμει σου εὐφρανθήσεται ὁ βασιλεὺς
(2a) Herr, in deiner Kraft wird sich der König freuen
(20,2b)
καὶ ἐπὶ τῷ σωτηρίῳ σου ἀγαλλιάσεται σφόδρα.
(2b) und über dein Heil sehr jubeln.
(20,3a)
τὴν ἐπιθυμίαν τῆς ψυχῆς αὐτοῦ ἔδωκας αὐτῷ
(3a) Das Begehren seiner Seele hast du ihm gegeben
(20,3b)
καὶ τὴν θέλησιν τῶν χειλέων αὐτοῦ οὐκ ἐστέρησας αὐτόν.
(3b) und den Willen seiner Lippen ihm nicht versagt.
(20,3c)
διάψαλμα.
(3c) Zwischenspiel.
(20,4a)
ὅτι προέφθασας αὐτὸν ἐν εὐλογίαις χρηστότητος,
(4a) Denn du nahtest dich ihm im Lob der Güte,
(20,4b)
ἔθηκας ἐπὶ τὴν κεφαλὴν αὐτοῦ στέφανον ἐκ λίθου τιμίου.
(4b) hast auf seinen Kopf seine Krone aus Edelstein gesetzt.
(20,5a)
ζωὴν ᾐτήσατό σε, καὶ ἔδωκας αὐτῷ,
(5a) Er bat dich um Leben, also hast du (es) ihm gegeben,
(20,5b)
μακρότητα ἡμερῶν εἰς αἰῶνα αἰῶνος.
(5b) eine Länge an Tagen von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Expositio 324 (dubium):
Τὸ δὲ εἰς αἰῶνα αἰῶνος, οἱ μὲν λαμβάνουσι τὴν ἐκεῖθεν ἀτελεύτητον ζωὴν τῶν δικαίων· ἣ〈ν〉 ἐν τῷ σταυρῷ· τουτέστιν ἐν τῇ ἐπιδημίᾳ Χριστοῦ, οἱ ἅγιοι δέχονται: –
Die einen fassen den Ausdruck 'von Ewigkeit zu Ewigkeit' als das unendliche Leben der Gerechten dort (oben) auf. Dieses (Leben) empfangen die Heiligen im Kreuz, das heißt bei der Ankunft Christi.

A1

Dieses Dubium ist entfernt vergleichbar mit Theodoret (comm. in Ps 20,5 [PG 80,1004 B12–C1]), aber auch mit exp. 281. Tουτέστιν wurde in der Handschrift rubriziert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:324

(20,6a)
μεγάλη ἡ δόξα αὐτοῦ ἐν τῷ σωτηρίῳ σου,
(6a) Groß ist seine Herrlichkeit in deinem Heil,
(20,6b)
δόξαν καὶ μεγαλοπρέπειαν ἐπιθήσεις ἐπ᾿ αὐτόν·
(6b) Herrlichkeit und Hoheit wirst du auf ihn legen.
Expositio 325 (dubium):
Ὅτι διὰ τὸ κατὰ σάρκα ἐξ αὐτοῦ προελθεῖν σοῦ τὸ σωτήριον, δόξης καὶ μεγαλοπρεπείας πλησθήσεται: –
Weil dein Heil nach dem Fleisch von ihm (i.e. David) hervorgegangen ist, wird er voller Herrlichkeit und Hoheit sein.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:325

(20,7a)
ὅτι δώσεις αὐτῷ εὐλογίαν εἰς αἰῶνα αἰῶνος,
(7a) Denn du wirst ihm Lob geben von Ewigkeit zu Ewigkeit,
(20,7b)
εὐφρανεῖς αὐτὸν ἐν χαρᾷ μετὰ τοῦ προσώπου σου.
(7b) ihn erfreuen mit Freude mit deinem Angesicht.
(20,8a)
ὅτι ὁ βασιλεὺς ἐλπίζει ἐπὶ κύριον
(8a) Denn der König hofft auf den Herrn,
(20,8b)
καὶ ἐν τῷ ἐλέει τοῦ ὑψίστου οὐ μὴ σαλευθῇ.
(8b) und durch das Erbarmen des Höchsten wird er gewiss nicht erschüttert.
(20,9a)
εὑρεθείη ἡ χείρ σου πᾶσιν τοῖς ἐχθροῖς σου,
Deine Hand möge von allen deinen Feinden gefunden werden,
(20,9b)
ἡ δεξιά σου εὕροι πάντας τοὺς μισοῦντάς σε.
deine Rechte möge alle finden, die dich hassen.
Expositio 326:
Ὡς πρὸς αὐτὸν τὸν κύριον ὁ λόγος, διὰ τὰ γεγονότα κατ᾿ αὐτοῦ παρὰ τοῦ ἰουδαίων λαοῦ: –
Als ob diese Worte an den Herrn selbst (gerichtet wären) wegen der Dinge, die gegen ihn vom jüdischen Volk getan wurden.

V1 C G P1 P5 A1 P2 B1 B2 P6 Z N2

κατ᾿ αὐτοῦ] ἐπ᾿ αὐτοῦ B1 || παρὰ τοῦ ἰουδαίων λαοῦ] παρὰ τῶν ἰουδαίων A1

P1: Nach Ps 20,7a steht der Kommentar des Theodoret (comm. in Ps 20,7 [PG 80,1004 D1–1005 A6]). Dieser wird Athanasius zugeschrieben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:326

(20,10a)
θήσεις αὐτοὺς ὡς κλίβανον πυρὸς εἰς καιρὸν τοῦ προσώπου σου·
(10a) Du wirst sie einem Feuerofen gleichmachen für die Zeit deines Angesichts.
Expositio 327:
Ἀντὶ τοῦ πυρὸς ἀποδείξεις μετόχους· τοῦτο γὰρ ἑαυτοῖς ἐθησαύρισαν ἐν τῇ δευτέρᾳ σου ἐπιφανείᾳ, ὅτ᾿ ἂν καὶ ἀποδίδως ἑκάστῳ κατὰ τὰ ἔργα αὐτοῦ: –
Ἀντὶ τοῦ πυρὸς ἀποδείξεις μετόχους· τοῦτο δὲ αὐτοὶ ἑαυτοῖς ἐθησαύρισαν· τὸ δὲ εἰς καιρὸν τοῦ προσώπου σου, ἀντὶ τοῦ εἰς τὸν καιρὸν τῆς δευτέρας ἐπιφανείας· ὅτε καὶ ἀποδώσεις ἑκάστῳ κατὰ τὰ ἔργα αὐτοῦ: –
Anstelle von 'Du wirst ihnen am Feuer Anteil verschaffen.' Denn dies haben sie für sich selbst angesammelt (als einen Schatz) bei deiner zweiten Epiphanie, wenn du auch einem jeden nach seinen Werken vergelten wirst. [cf. Mt 16,27 parr]
Anstelle von 'Du wirst ihnen am Feuer Anteil verschaffen.' Dies haben sie nämlich für sich selbst (als einen Schatz) angesammelt. Aber der Ausdruck 'für die Zeit deines Angesichts' [Ps 20,10a] steht anstelle von 'für die Zeit deiner zweiten Epiphanie', wenn du auch einem jeden nach seinen Werken vergelten wirst. [cf. Mt 16,27 parr]

V1 C M P1 P5 P2 B1 B2 P6 Z N2

ἀποδείξεις] ἀποδείξης P1 | ἀναδείξεις P2 B2 || τοῦτο – ἐθησαύρισαν] om. M B1 || ἑαυτοῖς] αὐτοὶ ἑαυτοῖς P2 B1 B2 || ἐν – ἐπιφανείᾳ] ἀντὶ τοῦ ἐν τῇ δευτέρᾳ σου παρουσίᾳ P2 B2 || ὅτ᾿ ἂν] ὅτε P5 P2 B2 P6 Z N2 || καὶ ἀποδίδως] ἀποδίδως M || κατὰ τὰ ἔργα αὐτοῦ] om. M

M: Die Paraphrase des Eusebius (fr. 5 in Ps 20,9–10 [Villani]) ist mit einer verkürzten exp. 327 verbunden. V5 P7: Die Erklärung des Hesychius (comm. brevis in Ps 20,10a [34–35 Jagić]) wird am Ende durch einen Relativsatz erweitert (ἐν ᾧ μέλλει ἀποδοῦναι ἑκάστῳ τὰ ἔργα αὐτοῦ. [cf. Mt 16,27 parr]). Obwohl es möglich ist, dass dieser Satz ursprünglich aus exp. 327 übernommen wurde, ist es wahrscheinlicher, dass Jagićs Ausgabe hier eine Lücke enthält.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:327

A1

A1: exp. 327 ist zweiteilig. Denn nach ἐθησαύρισαν folgt ein trennendes Interpunktionszeichen (⁘).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:327par

(20,10b)
κύριος ἐν ὀργῇ αὐτοῦ συνταράξει αὐτούς,
(10b) Der Herr wird sie in seinem Zorn aufschrecken,
(20,10c)
καὶ καταφάγεται αὐτοὺς πῦρ.
(10c) und Feuer wird sie fressen.
Expositio 328:
Ὀργὴν φησὶ τὴν τιμωρίαν, τὴν γενησομένην αὐτοῖς διὰ τὴν εἰς αὐτὸν ὕβριν: –
Ὀργήν φησιν, τὴν τιμωρίαν τὴν γενησομένην αὐτοῖς δι᾿ αὐτὴν εἰς αὐτὸν ὕβριν· λέγοντες καὶ βοῶντες· ἆρον ἆρον, σταύρωσον αὐτόν· καὶ τὸ αἶρε τοῦτον ἀπὸ τῆς γῆς: –
Zorn nennt er die Strafe, die ihnen wegen der Freveltat gegen ihn widerfahren wird.
Zorn nennt er die Strafe, die ihnen gerade wegen der Freveltat gegen ihn widerfahren wird, da sie sagten und riefen: 'Weg, weg mit dem! Kreuzige ihn!' [Ioh 19,15]; und auch: 'Hinweg von der Erde mit einem solchen'. [cf. Act 22,22]

V1 C G P1 P5 A1 P2 B1 B2 L1 P6 Z N2

τὴν γενησομένην] τὴν γενομένην A1

V5 P7

(20,11a)
τὸν καρπὸν αὐτῶν ἀπὸ γῆς ἀπολεῖς
(11a) Ihre Frucht wirst du von der Erde vertilgen
(20,11b)
καὶ τὸ σπέρμα αὐτῶν ἀπὸ υἱῶν ἀνθρώπων,
(11b) und ihren Samen aus den Menschenkindern.
(20,12a)
ὅτι ἔκλιναν εἰς σὲ κακά,
(12a) Denn sie wandten Böses gegen dich,
(20,12b)
διελογίσαντο βουλήν, ἣν οὐ μὴ δύνωνται στῆσαι.
(12b) erdachten einen Plan, den sie gar nicht ausführen können.
Expositio 329:
Τοὺς λόγους τοὺς πονηροὺς καὶ τὰ ἐνθυμήματα· ταῦτα δὲ ἦν, αἱ ἐπιβουλαὶ αἱ παρ᾿ αὐτῶν· αἳ καὶ ἀνήρηνται διὰ τῆς ἀναστάσεως: –
Καρπὸν καὶ σπέρμα, τοὺς λόγους τοὺς πονηροὺς καὶ τὰ ἐνθυμήματα· ἔτι δὲ καὶ τὰς ἐπιβουλὰς τὰς παρ᾿ αὐτῶν λέγει· ἃ καὶ ἀνηρέθησαν διὰ τῆς ἀναστάσεως: –
Die Reden, die schlecht sind, und die Gedankengänge. Aber das waren die Anschläge von ihnen, die gerade durch die Auferstehung zunichte gemacht worden sind.
Frucht und Samen nennt er die Reden, die schlecht sind, und die Gedankengänge, aber auch die Anschläge von ihnen. Diese wurden gerade durch die Auferstehung zunichte gemacht.

V1 C M G P1 P5 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7

Τοὺς λόγους – τὰ ἐνθυμήματα] Τοὺς λογισμοὺς τοὺς πονηροὺς καὶ τὰς ἐνθυμήσεις, καὶ τὰ διανοήματα (τὰ νοήματα P7) V5 P7 || ταῦτα δὲ ἦν] ταῦτα δὲ εἰσὶν P1 | ταῦτα δὲ εἶεν ἂν V5 P7 || αἱ παρ᾿ αὐτῶν] om. G | αἱ παρ᾿ αὐτῶν συντεθεῖσαι V5 P7 || αἳ καὶ] ἃ καὶ P1

B1: exp. 329 Theodoret zugeschrieben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:329

A1

(20,13a)
ὅτι θήσεις αὐτοὺς νῶτον·
(13a) Denn du wirst sie rückwärts stellen.
Expositio 330:
Tουτέστιν ὀπίσω, καὶ παρακολούθημα τῶν ἐθνῶν: –
Das heißt, nach hinten und als Nachhut zu den Heidenvölkern.

V1 C M G P5 A1 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7

Tουτέστιν] Ὁ δὲ Σύμμαχος οὕτως ἡρμήνευσεν ὅτι θήσεις αὐτοὺς ἀποστρόφους (ex Theodoreto, comm. in Ps 20,13a [PG 80,1008 A8–9] ante τουτέστιν V5 P7 || καὶ] καὶ καὶ (sic) M

M: exp. 330 steht nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. Sie liegt ohne eindeutige Trennung zwischen Evagrius (schol. nr. ε´ in Ps 20,12a [418 Rondeau – Géhin – Cassin]) und Hesychius (comm. brevis in Ps 20,13a [35 Jagić]).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:330

(20,13b)
ἐν τοῖς περιλοίποις σου ἑτοιμάσεις τὸ πρόσωπον αὐτῶν.
(13b) Mit deinen Übriggebliebenen wirst du ihr Angesicht (für den Untergang) bereiten.
Expositio 331:
Καταλέλοιπας φησὶν αὐτοῖς, ἐπιστροφῆς καιρόν· αὕτη δέ ἐστιν, ἡ μετὰ τὸ πλήρωμα τῶν ἐθνῶν κλῆσις αὐτῶν: –
Du hast ihnen, sagt er, Gelegenheit zur Bekehrung hinterlassen. Diese (Bekehrung) ist, wenn die Zahl der Heidenvölker voll ist, [Rom 11,25] deren Berufung.

V1 C M G P5 A1 P2 B1 P6 V5 P7

φησὶν αὐτοῖς] φησὶν αὐτοὺς V1 C M | αὐτοῖς φησιν V5 P7 || καιρόν] post καιρὸν add. πρὸς τὸ μετανοῆσαι V5 P7 || αὕτη δέ ἐστιν] ἔτι δὲ A1 || κλῆσις αὐτῶν] κλῆσις P2 | om. B1 | κλῆσις καὶ ἐπιστροφή V5 P7

M: exp. 331 liegt ohne eindeutige Trennung zwischen Cyrillus (fr. in Ps 20,13 [PG 69,837 A7–15 B3–6]) und einem Dubium (Origenes, schol. [?] in Ps 20,10–13 [PG 12,1252 C5–D3]).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:331

(20,14a)
ὑψώθητι, κύριε, ἐν τῇ δυνάμει σου·
Erhebe dich, Herr, in deiner Kraft.
Expositio 332:
Ὅμοιον τὸ, 'ἐλθέτω ἡ βασιλεία σου'· τὴν δευτέραν δὲ σαφῶς παρουσίαν, εὔχεται διὰ τούτου γενέσθαι: –
Ähnlich ist die Stelle 'kommen soll dein Königtum'. [Mt 6,10par] Deutlich fleht er damit, dass die zweite Ankunft stattfinden soll.

V1 C M G P1 P5 A1 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7

Ὅμοιον τὸ] Ὅμοιον τὸ A1* | Ὅμοιον τῷ A1m.sec. P5 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 || ἐλθέτω] ἐλθάτωι (sic) B1 || δὲ] om. A1 V5 P7 | γὰρ P2 || σαφῶς] -ς supra lin. add. B1 || παρουσίαν εὔχεται] παρουσίαν εὔχετεαι (ut vid.) A1* | παρουσίαν εὔχετο (ut vid.) A1m.sec. | εὔχεται παρουσίαν V5 P7 || διὰ τούτου γενέσθαι] διὰ τοῦτο γενέσθαι M | δι[ὰ(?)] του (τοῦ A1m.sec.) γενέσθαι A1 | γενέσθαι καὶ διὰ τούτου P2 | τοῦ υἰοῦ τοῦ θεοῦ V5 P7

V5 P7: Die beiden Teilsätze von exp. 332 sind umgestellt. Mit Hesychius (schol. nr. 25 in Ps 20,14a [Antonelli; PG 27,720]) ist τὴν δευτέραν – τοῦ θεοῦ verbunden (siehe app.). Darauf folgt Ὅμοιον – σου als eigenständiges Fragment.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:332

(20,14b)
ᾄσομεν καὶ ψαλοῦμεν τὰς δυναστείας σου.
Wir werden singen und preisen deine Machttaten.
Expositio 333:
Τότε γὰρ πᾶσα δικαίων ψυχὴ· ἐν ταῖς ἄνω γενομένη μοναῖς, τὰς πνευματικὰς ἀναπέμπει λατρείας: –
Τότε γὰρ πᾶσα τῶν δικαίων καὶ ἁγίων καὶ πάντων τῶν εὐαρεστησάντων τῷ κυρίῳ ψυχὴ· ἐν ταῖς ἄνω γενομένη μοναῖς καὶ σκηναῖς, τὰς πνευματικὰς ἀναπέμπει λατρείας: –
Denn dann erheben alle Seelen der Gerechten, nachdem sie in den höheren Wohnstätten sind, die geistigen Dienste.
Denn dann erheben alle Seelen der Gerechten, der Heiligen und all derer, die an dem Herrn Gefallen haben, nachdem sie in den höheren Wohnstätten und Zelten sind, die geistigen Dienste.

V1 C M P1 P5 A1 P2 B1 P6 Z N2

δικαίων – μοναῖς] ψυχὴ ἐν ταῖς ἄνω γενομέναις μοναῖς P2 || ἀναπέμπει] ἀναφέρει B1

Syrische Version (Kurzfassung): Die Lesart μοναῖς wird bestätigt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:333

V5 P7

ἀναπέμπει] ἀναπέμπεις V5* P7 | ἀναπέμπει V5corr
Psalm 21
(21,1)
Εἰς τὸ τέλος, ὑπὲρ τῆς ἀντιλήμψεως τῆς ἑωθινῆς· ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ.
(1) Auf das Ende hin, über den Beistand am Morgen. Ein Psalm, bezogen auf David.
Expositio 334: Hypothesis
ᾌδεται ὁ προκείμενος ψαλμὸς, ὑπὲρ τῆς ἀντιλήψεως τῆς ἑωθινῆς· τουτέστιν, ὅτι νυκτὸς καὶ ἀχλύος διαβολικῆς ἠλευθέρωσεν ἡμᾶς· ἐπιλάμψας ὁ μονογενὴς τοῦ θεοῦ λόγος· ἀνατολὴ ἐξ ὕψους κατὰ τὸ γεγραμμένον· καὶ ἀντίληψιν ἑωθινὴν, τὸν τῆς ἀναστάσεως τοῦ σωτῆρος ὀνομάζει καιρόν· ἐγήγερται γὰρ ὄρθρου βαθέος, ὁδοποιήσας τῇ ἀνθρώπου φύσει τὴν εἰς ἀφθαρσίαν ὁδόν· ᾄδει δὲ τὸν ψαλμὸν ὁ Χριστὸς, ἐκ προσώπου τῆς ἀνθρωπότητος· σαφῶς δὲ καὶ τὰ συμβαίνοντα αὐτῷ παρὰ τῶν ἰουδαίων ἐν τῷ καιρῷ τοῦ σταυροῦ, ἐξηγεῖται ἡμῖν : –
Der vorliegende Psalm wird über den Beistand am Morgen gesungen: Das heißt, dass das einziggeborene Wort Gottes uns aus der Nacht und aus der Finsternis des Teufels befreit hat, indem es aufleuchtete, [cf. Ioh 1,14] 'ein Aufgang aus der Höhe' [Lc 1,78], gemäß dem geschriebenen Wort. Oder er nennt Beistand am Morgen den Augenblick der Auferstehung des Erlösers. In der Tat ist er am frühesten Morgen auferstanden und bahnte der Menschennatur den Weg zur Unverweslichkeit. Christus aber singt den Psalm aus Sicht des Menschseins. Deutlich stellt er uns auch dar, was ihm von den Juden im Augenblick des Kreuzes angetan wurde.

V1 C M G P1 P5 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

ᾌδεται ὁ προκείμενος ψαλμὸς] ᾌδεται ὁ ψαλμὸς τοῦτος G | Ὁ παρὼν ψαλμὸς ᾄδεται N2 || ὅτι] ὅτε P2 B1 || ἀχλύος διαβολικῆς] ἀχλύος M | ἀγνοίας διαβολικῆς Z || ὁ μονογενὴς τοῦ θεοῦ λόγος] om. G || ἀνατολὴ ἐξ ὕψους] [ὥσπε]ρ ἀνατολὴ ἐξ [ὕ]ψους G | om. P2 | ἀνατολῆι ἐξ ὕψους B1 || ἢ – ἡμῖν] om. G || ] εἰ P2 | ἧν B1 || ὀνομάζει] ὀνομάζουσι P2 || ἐγήγερται] ἐγείγερται P1 B1 P6 || βαθέος] βαθέως C* M P1 P2 B1 | βαθέος Ccorr || ὁ Χριστὸς] om. P2 B1 || ἐκ προσώπου] ὡς ἐκ προσώπου B1 || δὲ καὶ] δὲ A3 || τὰ συμβαίνοντα] τὰ συμβαίνοντα L2*vid. | τὰ σύμβα*τα (sic) A3* | τὰ σύμβαινοντα (sic) A3c | τὰ συμβάντα M P2 L2corr || παρὰ τῶν ἰουδαίων] περὶ τῶν ἰουδαίων V5utvid. P7 A3utvid. || ἐν τῷ καιρῷ] ἐν καιρῷ P1 || ἡμῖν] om. P2 B1 V5 P7

M: exp. 334 wird Theodoret zugeschrieben. Montfaucon: P1 (wie es scheint) korrigiert mit einer Variante aus P6 oder P7 (ἐν τῷ καιρῷ). Syrische Version (Epitome): Inhaltliche Parallelen sind zu finden (ᾌδεται – λόγος; ᾄδει – ἐξηγεῖται).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:334

(21,2a)
Ὁ θεὸς ὁ θεός μου, πρόσχες μοι· ἵνα τί ἐγκατέλιπές με;
(2a) Gott, mein Gott, achte auf mich. Warum hast du mich verlassen?
Expositio 335:
Αἰτεῖ τὴν ἐποπτίαν τὴν παρὰ τοῦ πατρὸς, τὰ ἡμῶν εἰς ἑαυτὸν μετατιθεὶς ἵνα παύσῃ τὴν ἀρὰν· καὶ ἐφ᾿ ἡμᾶς μεταγάγῃ τὸ πρόσωπον τοῦ πατρός· ἡμεῖς γὰρ ἐσμὲν, οἱ γεγονότες ἐν ἀποστροφῇ καὶ ἐγκαταλείψει· διὰ τὴν ἐν Ἀδὰμ παράβασιν: –
[Α]ἰτ[εῖ τὴν] ἐ[ποπτί]αν [τὴν παρὰ τ]οῦ πατρὸς, [τ]ὰ [ἡ]μῶν ε[ἰς] [ἑαυτὸν μετατιθεὶς(?)] [ἵν]α παύσῃ τὴν ἀρὰν τ[ὴ]ν γε[γενημένην τῷ(?)] Ἀδὰμ [σὺν γ(?)]][έν]ει· ἡμεῖ[ς] γ[ὰρ] ἐσμὲ[ν οἱ] [............] [ἀποσ]τροφῇ καὶ ἐ[γ]κατα[λείψει· διὰ τὴν ἐν] Ἀδ[ὰμ πα]ράβ[ασιν]: –
Er bittet um die Aufsicht des Vaters, als er das Unsere auf sich nimmt, um den Fluch zu beseitigen und das Angesicht des Vaters auf uns zu lenken. In der Tat sind wir es, die aufgrund der Übertretung Adams in Abkehr und Verlassenheit geraten sind.
Er bittet um die Aufsicht des Vaters, (als er das Unsere auf sich nimmt?), um den Fluch zu beseitigen, der Adam (zusammen mit seinem Geschlecht befallen hatte?). In der Tat sind wir es, die aufgrund der Übertretung Adams in Abkehr und Verlassenheit (...).

V1 C M G P1 P5 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Αἰτεῖ – τοῦ πατρὸς] Αἰτεῖ τὴν παρὰ τοῦ πατρὸς ἐποπτίαν M | [Α]ἰτεῖ τ[ὴ]ν παρὰ τοῦ σωτῆρος ἐπ[οπτ]είαν G || μετατιθεὶς] μετατεθεὶς M || ἀρὰν· καὶ] per ras. corr. (ut vid.) V1 || ἐφ᾿ ἡμᾶς] εἰς ἡμᾶς P2 || μεταγάγῃ] μετάγει V1 C M G | μεταγάγει P1 P2 || ἐν ἀποστροφῇ] ἀποστροφῆ P1 || ἐγκαταλείψει] ἐν καταλήψει V1 B1 V5 P7 || ἐν Ἀδὰμ παράβασιν] ἐπ᾿ Ἀδὰμ παράβασιν P2 | ἐν Ἀδὰμ παραβάσει B1

V5 P7 L2 A3: exp. 335 Theodoret zugeschrieben. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Montfaucon: P1 korrigiert mit einer Variante aus P6 (μεταγάγῃ).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:335

A1

(21,2b)
μακρὰν ἀπὸ τῆς σωτηρίας μου οἱ λόγοι τῶν παραπτωμάτων μου.
(2b) Weit weg von meiner Rettung sind die Reden meiner Verfehlungen.
Expositio 336:
Σκόπει μοι πάλιν τὸ τῆς ἀνθρωπότητος πρόσωπον, ἐν Χριστῷ παρακαλοῦν ἀπαλλάττεσθαι τῶν παραπτωμάτων· καὶ τῶν ἐπ᾿ αὐτοῖς λόγων· δῆλον δὲ, ὅτι τῆς ἑκάστῳ πρεπούσης δίκης: –
Σκόπει μοι πάλιν τὸ τῆς ἀνθρωπότητος πρόσωπον, ἐν Χριστῷ παρακαλοῦν ἀπαλλάττεσθαι τῶν παραπτωμάτων· καὶ τῶν ἐπ᾿ αὐτοῖς λόγων· δῆλον δὲ ὅτι ἓν ἕκαστον ῥητὸν τοῦ ψαλμοῦ τοῦ προκειμένου, ὅτι τῆς ἑκάστῳ πρεπούσης δίκης ἐστίν: –
Betrachte wieder die Sicht des Menschseins, die in Christus fleht, von den Verfehlungen und den Reden über sie befreit zu werden, das heißt, von der Strafe, die jedem zusteht.
Betrachte wieder die Sicht des Menschseins, die in Christus fleht, von den Verfehlungen und den Reden über sie befreit zu werden: Das heißt, dass ein jedes Wort des vorliegenden Psalms genau die Strafe betrifft, die jedem zusteht.

V1 C M P1 P5 A1 P2 B1 B2 P6 Z N2

Σκόπει – ἀνθρωπότητος] Σ[κόπει μοι πάλιν τὸ τῆς(?)] [ἀνθρωπότη]τος A1 || Σκόπει μοι] Σκόπει M || πρόσωπον] -ρόσ- ex corr. M || τῶν παραπτωμάτων] evanida A1 | τῶν πταισμάτων, ἤτοι τῶν παραπτωμάτων P1 || λόγων] λόγον P2 || δῆλον – δίκης] om. A1 P2 B2 || δίκης] δικαιοσύνης V1 C M P1

Montfaucon: exp. 336 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:336

V5 P7

V5 P7: exp. 336 ist der letzte Text des Abschnitts, in dem die Hypotheseis gesammelt sind.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:336par

(21,3a)
ὁ θεός μου, κεκράξομαι ἡμέρας, καὶ οὐκ εἰσακούσῃ; [εἰσακούσῃ, Rahlfs]
(3a) Mein Gott, bei Tag werde ich schreien, und du wirst (es) nicht anhören,
(21,3b)
καὶ νυκτός, καὶ οὐκ εἰς ἄνοιαν ἐμοί.
(3b) und bei Nacht, und (es wird) mir nicht zu Torheit (werden).
(21,4)
σὺ δὲ ἐν ἁγίοις κατοικεῖς, ὁ ἔπαινος Ἰσραήλ.
(4) Du aber wohnst in den Heiligen, Israels Lobpreis.
Expositio 337:
Καθ᾿ ὑποστιγμὴν ἀναγνωστέον· σημαίνει δὲ ἡμῖν, ὅτι οὐκ ἀνόνητος τῆς προσευχῆς ὁ καρπός· φησὶ γὰρ, οὐκ εἰς ἄνοιαν ἐμοί· τουτέστιν οἶδα σαφῶς, ὡς κεκράξομαι μὲν ἐγὼ· εἰσακούσῃ δὲ αὐτός· ὅτι γε καὶ· κατοικῶν ἐν ἁγίοις τοῖς εἰς σὲ τὸν νοῦν ἔχουσιν, ἔπαινος καὶ δόξα αὐτῶν γίνῃ: –
Es muss gemäß einem Interpunktionszeichen gelesen werden. Es zeigt uns, dass die Frucht des Gebets nicht nutzlos ist. Denn er sagt, '(es wird) mir nicht zu Torheit (werden)'. Das heißt, ich weiß sicher, dass ich schreien werde, dass du aber anhören wirst. Weil doch du, indem du in den Heiligen wohnst, die in dir den Geist haben, ihr Lob und ihre Herrlichkeit werden wirst.

V1 C M G P1 P5 A1 A2 V4 P2 B1 L1 P6 Z N2 V5 P7

ἀναγνωστέον] ἀναγνωσταῖον P1 B1 || ἡμῖν] om. A2 V4 || ὅτι οὐκ ἀνόνητος] ὡς οὐκ ἀνόνητος P2 | καὶ νοητῶς L1 || τῆς προσευχῆς ὁ καρπός] om. B1 || προσευχῆς] π- ex corr. (ut vid.) V1 || ὁ καρπός· φησὶ γὰρ] ὁ καρπός φησιν· A2 V4 || οὐκ εἰς ἄνοιαν] evanida A1 || τουτέστιν] τοῦτο ἐστιν M | om. A2 V4 V5 P7 || οἶδα σαφῶς] οἶδα σαφῶς L1* | οἶδας σαφῶς L1c || ὡς] ὅτι A1 || εἰσακούσῃ] εἰσακούσει P1 V5 P7 | εἰσακούη L1 || ὅτι2 – γίνῃ ] om. V4 || ὅτι γε καὶ] ὅτι γε P2 | ὅτι δὲ καὶ A1 B1 P7 | om. L1 || κατοικῶν ἐν ἁγίοις] κατοικῶν ἐν ἁγίοις τόποις P5 | ἐν ἁγίοις κατοικῶν A1 || εἰς σὲ τὸν νοῦν ἔχουσιν] τοῖς σὲ εἰς νοῦν ἔχουσιν M | εἰς (εἰ〈ς〉 L1) σὲ νοῦν ἔχουσιν P2 L1 || ἔπαινος] post ἔπαινος add. ἀντὶ γὰρ τοῦ ἔπαινος, ὕμνος οἱ ἄλλοι τεθείκασιν ἑρμηνευταὶ = Theodoretus, comm. in Ps 21,4 (PG 80,1012 C11–12) V5 P7 || ἔπαινος καὶ δόξα αὐτῶν] ἔπαινος α[ὐτ][ῶν(?)] A2 | ἔπαινος καὶ δόξα αὐτοῖς P5 P6 Z N2 | ἔπαινος καὶ δόξα A1 P2 L1 | αὐτὸς γὰρ ἐδόξασε τὸν πατέρα δι᾿ ἑαυτοῦ V5 P7 || γίνῃ] γίγνῃ C G P1 A2 | post γίνῃ add. ἐν τῇ ἀρχῇ τῶν προφητῶν = schol. nr. 3 in Ps 21,3a (Antonelli; PG 27,721) L1

B1: Es wird einleitend behauptet, dass diese Expositio drei Zeilen (στίχοι) des Psalms erklärt: Ἑτερα ερμηνεια τῶν Γ´ στιχω(ν) Ἀθανασιου. Während in V1 exp. 337 mit Ps 21,3a verbunden ist, steht sie in B1 nach Ps 21,4. Dieser Bereich des Psalmes umfasst genau drei Zeilen. V5 P7: Der Begriff ἔπαινος gab Anlass zur Einfügung einer Stelle aus Theodoret. Was nach dieser Stelle folgt, scheint eine Paraphrase dessen zu sein, was in exp. 337 nach ἔπαινος folgt. Montfaucon: exp. 337 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:337

(21,5a)
ἐπὶ σοὶ ἤλπισαν οἱ πατέρες ἡμῶν,
(5a) Auf dich haben unsere Väter gehofft,
Expositio 338:
Πατέρας ἑαυτοῦ διὰ τὸ κατὰ σάρκα, τοὺς πατριάρχας καὶ τοὺς προφήτας φησίν: –
Πατέρας ἑαυτοῦ διὰ τὸ κατὰ σάρκα ἤγουν τὴν ἀνθρωπότητα, πατριάρχας καὶ τοὺς προφήτας καὶ τοὺς ἁγίους 〈φησὶν〉· τοὺς πρὸ τοῦ νόμου διαλάμψαντας τοῖς θελήμασιν αὐτοῦ: –
Er nennt seine eigene Väter nach dem Fleisch, die Patriarchen und Propheten.
(Er nennt) seine eigene Väter nach dem Fleisch, dass heißt nach dem Menschsein, (die) Patriarchen, die Propheten, und die Heiligen, die nach seinem Willen (bereits) vor dem Gesetz geglänzt haben. [cf. Ps 1,2]

V1 C M P1 P5 A1 P2 B1 B2 L1 P6 Z N2

Πατέρας ἑαυτοῦ] Πατέρες αὐτοῦ A1 L1* | Πατέρες ἑαυτοῦ L1c || διὰ] supra lin. add. N2 || τὸ] τὸν (sic) L1 || κατὰ σάρκα] post κατὰ σάρκα add. ἐκ τοῦ Δαυῒδ εἶναι A1 || καὶ τοὺς προφήτας φησίν] om. M || καὶ] καὶ καὶ P2 || φησίν ] λέγ[ει] A1

M P1: exp. 338 wird mit Theodoret (comm. in Ps 21,5a [PG 80,1012 C13–14]) verbunden. In M ersetzt die kurze Erklärung Theodorets den Schlussteil dieser (ihm zugeschrieben) Einheit. In V1 folgen beide Erklärungen ebenfalls aufeinander (allerdings getrennt). Montfaucon: Die Verbindung mit Theodoret (P1) wurde wiedergegeben und διὰ τὸ κατὰ σάρκα wurde zu κατὰ σάρκα korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:338

V5 P7 L2 A3

Diese Langfassung (mit Ps 21,5 verbunden) hat Berührungspunkte mit einem Fragment eines unbekannten Kommentators, das in V5 P7 unmittelbar darauf folgt (allerdings mit Ps 21,6 verbunden): Οἱ γὰρ αὐτοῦ πρὸ τοῦ νόμου πατέρες καὶ πατριάρχαι καὶ προφήται καὶ δίκαιοι, τῷ θελήματι αὐτοῦ τοῦ Χριστοῦ ἐξακολουθήσαντες· βοώντων αὐτῶν, τῆς φωνῆς αὐτῶν εἰσήκουσεν (ed. Dorival [IV 374]). L2: exp. 338 unter der Kolumne des Psalmtextes. A3 hat sie im Kommentar, aber nicht richtig verbunden.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:338par

(21,5b)
ἤλπισαν, καὶ ἐρρύσω αὐτούς·
(5b) sie haben gehofft, und du hast sie beschützt.
(21,6a)
πρὸς σὲ ἐκέκραξαν καὶ ἐσώθησαν,
(6a) Zu dir haben sie geschrien, und sie wurden gerettet;
(21,6b)
ἐπὶ σοὶ ἤλπισαν καὶ οὐ κατῃσχύνθησαν.
(6b) auf dich haben sie gehofft und sind nicht völlig zuschanden geworden.
Expositio 339 (dubium):
Ὥσπερ ἐπὶ Μωυ[σέ]ως καὶ τῶν [ἐ]ξ [ἰ]σρα[ὴ]λ, [ἔσω(?)]σεν ἐκ χε[ι]ρ[ὸ]ς φαραὼ κα[ὶ τῶν] α[ἰγυπτίων]: –
Wie zur Zeit Moses und des Volkes aus Israel (rettete?) er sie aus der Hand des Pharaos und der Ägypter. [cf. Ex 18,9–10]

A1

Dieses Dubium steht in dieser Textkatene nach Ps 21,5b, aber von der Wortwahl erläutert es auch Ps 21,6. Nach Ps 21,6–7a steht exp. 340.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:339

(21,7a)
ἐγὼ δέ εἰμι σκώληξ καὶ οὐκ ἄνθρωπος,
(7a) Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch,
Expositio 340:
Ταπεινόφρονας εἶναι διδάσκει, καὶ μάλιστα προσιόντας θεῷ: –
Er lehrt uns demütig zu sein, vor allem dann, wenn wir uns Gott nähern.

V1 C P1 P5 A1 P2 B1 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ταπεινόφρονας] Τῶ ταπεινόφρονας B1 || εἶναι – μάλιστα] evanida A1 || προσιόντας θεῷ] τοὺς προσιόντας (προσιῶντας B1) θεῷ P1 B1 | τοὺς προσιόντας τῷ θεῷ B2 | προσιόντας τῷ θεῷ A3

A1: exp. 340 ist mit einem kaum lesbaren Text verbunden, bei dem es sich um eine Paraphrase des Theodoret handeln könnte (comm. in Ps 21,7 [PG 80,1013 A4–8]). V5 P7: In V5 wird exp. 340 einem Dionysius zugeschrieben, in P7 Didymus. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele vorhanden (Ταπεινόφρονας – διδάσκει). Montfaucon: exp. 340 nach P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:340

(21,7b)
ὄνειδος ἀνθρώπου καὶ ἐξουδένημα λαοῦ.
(7b) (Gegenstand der) Schmach für den Menschen und der Verachtung beim Volk.
(21,8a)
πάντες οἱ θεωροῦντές με ἐξεμυκτήρισάν με,
(8a) Alle, die mich betrachteten, verhöhnten mich;
(21,8b)
ἐλάλησαν ἐν χείλεσιν, ἐκίνησαν κεφαλήν
(8b) sie redeten mit ihren Lippen, sie schüttelten den Kopf:
(21,9a)
Ἤλπισεν ἐπὶ κύριον, ῥυσάσθω αὐτόν·
(9a) Er hat auf den Herrn gehofft, er soll ihn erretten;
(21,9b)
σωσάτω αὐτόν, ὅτι θέλει αὐτόν.
(9b) er soll ihn retten, denn er hat Gefallen an ihm.
Expositio 341:
Ταῦτα σαφῶς ὁ εὐαγγελιστὴς πεπράχθαι εἰς αὐτὸν, κατὰ τὸν καιρὸν τοῦ σταυροῦ φησιν· καθ᾿ ὃν ἐπέσειον αὐτῷ οἱ παραπορευόμενοι τὰς κεφαλὰς· καὶ ἐβλασφήμουν εἰς αὐτὸν λέγοντες· εἰ υἱὸς εἶ τοῦ θεοῦ, σῶσον σεαυτόν : –
Dass diese Dinge ihm im Augenblick des Kreuzes angetan wurden, sagt der Evangelist deutlich, als die Vorübergehenden ihre Köpfe über ihn schüttelten und ihn lästerten, indem sie sagten: 'Wenn du der Sohn Gottes bist, rette dich selbst!' [cf. Mt 27,39–40]

V1 C G P1 P5 A1 A2 V4 P2 B1 L1 P6 Z N2

Ταῦτα – εἰς αὐτὸν] Τὰ εἰς αὐτὸν πεπράχθαι φησὶν ὁ εὐαγγελιστὴς G | Τοῦ[το] σ[α]φ[ῶς] [πεπράχθαι εἰς αὐτὸν] A1 | Ταῦτα φησὶν ὁ εὐαγγελιστὴς πέπρακται L1 || κατὰ – φησιν] [κ]ατὰ τὸ[ν] κα[ιρὸ]ν τοῦ σταυροῦ G | κατὰ τὸν καιρὸν φησὶν τοῦ σταυροῦ L1 || φησιν – ἐπέσειον] [φησίν(?)]· [καθ᾿][ὃν ἐπέσειον(?)] A1 || καθ᾿ ὃν] post καθ᾿ ὃν add. Theodoretus, comm. in Ps 21,8–9 (PG 80,1013 A13–14 B1–3) G || τὰς κεφαλὰς – λέγοντες] [τὰς κεφαλὰς(?)] [*******] A1 || καὶ – σεαυτόν] om. A2 V4 || ἐβλασφήμουν εἰς αὐτὸν] ἐβλασφήμουν αὐτὸν P5 || εἰ – σεαυτόν] om. L1 || σεαυτόν] σ- per ras. corr. V1 | σὲ αὐτόν C | σεαυτὸν καὶ ἡμᾶς P2

Textkatenen: exp. 341 steht nach Ps 21,7b–8a (C P1) oder Ps 21,7b (P5 A1 P2) oder Ps 21,8a (L1) oder Ps 21,8–9 (N2). Randkatenen: exp. 341 mit Ps 21,7b (V1 P6) oder Ps 21,8 (A2 V4 Z) verknüpft. G verbindet nicht. B1: Am äußeren Rand wird behauptet, dass diese Expositio 4 Zeilen (στίχοι) des Psalms erklärt: ερμ(ηνεία) τω(ν) Δ´ στιχ(ων). In diesem Fall is die Information redundant, da exp. 341 nach einem Lemma steht, das alle zu erklärenden Zeilen enthält (Ps 21,8–9 = 4 Zeilen). Syrischen Version (Langfassung): Das Lemma für exp. 341, das fragmentarisch vorhanden ist, scheint aus Ps 21,7b–9 zu bestehen. Dass der Raum der Exegese von exp. 341 auch Ps 21,7b umfasst, ist daher die Variante, die von der knappen Mehrheit der Zeugen bevorzugt wird. Montfaucon: exp. 341 vermutlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:341

(21,10a)
ὅτι σὺ εἶ ὁ ἐκσπάσας με ἐκ γαστρός,
(10a) Denn du bist der, der mich aus dem Leib gezogen hat,
(21,10b)
ἡ ἐλπίς μου ἀπὸ μαστῶν τῆς μητρός μου·
(10b) meine Hoffnung seit den Brüsten meiner Mutter.
(21,11a)
ἐπὶ σὲ ἐπερρίφην ἐκ μήτρας,
(11a) Auf dich bin ich geworfen worden vom Mutterschoß an,
(21,11b)
ἐκ κοιλίας μητρός μου θεός μου εἶ σύ.
(11b) vom Leib meiner Mutter an bist du mein Gott.
Expositio 342:
Τοῦτο φησὶν, ἐπειδὴ κατ᾿ εὐδοκίαν τοῦ πατρὸς ἐνηνθρώπησεν· ὅτε γὰρ φησὶν ἦλθε τὸ πλήρωμα τοῦ χρόνου, ἐξαπέστειλεν ὁ θεὸς τὸν υἱὸν αὐτοῦ· γενόμενον ἐκ γυναικός· ἐπιγράφεται γὰρ καὶ ἐλπίδα τὸν ἑαυτοῦ πατέρα· διὰ τὴν τῶν ἀνθρώπων σωτηρίαν, καὶ τοῦτο λέγων ὡς ἄνθρωπος: –
Dies sagt er, weil er nach dem Wohlgefallen des Vaters Mensch wurde. Denn er sagt: 'als die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau.' [Gal 4,4] Denn er bezeichnet seinen eigenen Vater sogar als Hoffnung wegen der Errettung der Menschen; und auch das sagt er als Mensch.

V1 C M G P1 P5 A1 P2 B1 B3 L1 P6 Z N2

Τοῦτο φησὶν] om. M || ἐπειδὴ] ὅτι B3 || κατ᾿ εὐδοκίαν] κατευ*δοσίαν L1* | κατευδοκίαν L1corr || ἐνηνθρώπησεν] ἐνη〈ν〉θρώπησεν P5 || ὅτε] ὅταν P5 P6 || φησὶν ἦλθε] ἦλθε(ν) φησὶν P2 L1 | ἦλθε(ν) A1 B1 B3 || τὸν υἱὸν – ἐκ γυναικός] καὶ τὰ ἑξῆς M || γενόμενον – γυναικός] om. A1 || γενόμενον – ἄνθρωπος] om. L1 || γενόμενον] γεννώμενον V1 C | γενόμενον G P5 P2* B1 P6 Z N2 | γεννόμενον (sic) P1 P2corr B3 || ἐπιγράφεται γὰρ] ἐπιγράφεται δὲ A1 P2 || διὰ – σωτηρίαν] om. V1 C M G P1 B1 | sicut Syr.long. habent P5 P2 P6 Z N2 | καλῶν· διὰ τὴν [τῶν ἀνθρώπων σωτηρίαν(?)] A1 | || τῶν ἀνθρώπων] ἀνθρώπων P2 P6 || καὶ τοῦτο – ἄνθρωπος] om. A1 P2 B3

P1: exp. 342 mit Evagrius (schol. nr. δ´ in Ps 21,10a [420 Rondeau – Géhin – Cassin]) verbunden. B1: Am äußeren Rand wird behauptet, dass diese Expositio 4 Zeilen (στίχοι) des Psalms erklärt: ερμ(ηνεία) τω(ν) Δ´ στιχ(ων). In diesem Fall is die Information redundant, da exp. 342 nach einem Lemma steht, das alle zu erklärenden Zeilen enthält (Ps 21,10–11 = 4 Zeilen). In V1 ist exp. 342 mit Ps 21,10a verbunden. Montfaucon: exp. 342 nach P1 (γεννόμενον zu γεννώμενον korrigiert). Die Verbindung mit Evagrius wurde wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:342

(21,12a)
μὴ ἀποστῇς ἀπ’ ἐμοῦ, ὅτι θλῖψις ἐγγύς,
(12a) Weiche nicht von mir, denn nah ist die Bedrängnis,
(21,12b)
ὅτι οὐκ ἔστιν ὁ βοηθῶν.
(12b) denn es gibt keinen, der hilft.
Expositio 343:
Εὔχεται πάλιν, ὡς ἐκ προσώπου τῆς ἀνθρωπότητος: –
Er betet wieder gleichsam aus Sicht des Menschseins.

V1 C G P1 P5 A1 P2 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

ὡς ἐκ προσώπου] ἐκ προσώπου G || ἀνθρωπότητος] -ω- ex corr. V1

P1: exp. 343 mit Theodoret (comm. in Ps 21,12 [PG 80,1013 C6–8]) verbunden. N2: exp. 343 und 344 bilden durch die Hinzufügung eines καὶ eine Einheit. Diese Einheit ist mit der Paraphrase des Eusebius verbunden (fr. 10 in Ps 21,13–14 Villani); für P6 Z siehe nächste Expositio. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (Εὔχεται). Montfaucon: exp. 343 nach P1. Die Verbindung mit Theodoret wurde wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:343

(21,13a)
περιεκύκλωσάν με μόσχοι πολλοί,
(13a) Ringsum umschlossen haben mich viele Jungstiere,
(21,13b)
ταῦροι πίονες περιέσχον με·
(13b) fette Stiere haben mich umgeben.
Expositio 344:
Τῶν ἰουδαίων τοὺς ἄρχοντας φησίν: –
Er meint die Herrscher der Juden.

V1 C G P1 P5 A1 P2 B1 B2 P6 Z N2

B1: exp. 344 mit Hesychius (comm. brevis in Ps 21,14b [37,3–5 Jagić]) verbunden. B2: exp. 344 mit Hesychius (comm. brevis in Ps 21,13a [36,2–4 Jagić]) verbunden. P6 Z: exp. 344 mit der Paraphrase des Eusebius (fr. 10 in Ps 21,13–14 Villani) verbunden. Syrische Version (Epitome): exp. 344 wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:344

(21,14a)
ἤνοιξαν ἐπ᾿ ἐμὲ τὸ στόμα αὐτῶν
(14a) Gegen mich öffneten sie ihren Rachen
(21,14b)
ὡς λέων ὁ ἁρπάζων καὶ ὠρυόμενος.
(14b) wie ein Löwe, der reißt und brüllt.
Expositio 345 (dubium):
Φ[ησὶ], π[ε]ρὶ οὗ εἴρηται· ὁ ἐχθρὸς ἡμῶν διάβολος, περιέρχεται ὡς λέων ὠρυόμενος· ζητῶν τίνα ὑμῶν καταπίῃ: –
Er spricht über den gesagt wurde: 'Unser Feind, der Teufel, geht umher wie ein Löwe, der brüllt, und sucht, wen er unter uns verschlingen kann'. [1Petr 5,8var = Iohannes Chrys., exp. in Ps. 7 (PG 55 84, l. 28–30) in Ps 7,3]

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:345

(21,15a)
ὡσεὶ ὕδωρ ἐξεχύθην,
(15a) Wie Wasser wurde ich ausgeschüttet,
(21,15b)
καὶ διεσκορπίσθη πάντα τὰ ὀστᾶ μου,
(15b) und alle meine Gebeine wurden zerstreut,
Expositio 346:
Ὀστᾶ αὐτοῦ φησὶν, τοὺς ἁγίους μυσταγωγούς· εἰ γὰρ σῶμα αὐτοῦ ἡ ἐκκλησία, εἰκότως καὶ οἱ συνέχοντες αὐτὴν νοηθεῖεν ἂν ὀστᾶ· ἠκούσαμεν δὲ τοῦ εὐαγγελιστοῦ ὡς συλληφθέντος αὐτοῦ παρὰ τῆς σπείρας τῶν στρατιωτῶν, διεσκορπίσθησαν οἱ μαθηταί: –
Seine Gebeine nennt er die heiligen Mystagogen. Denn wenn sein Leib die Kirche ist, könnten auch diejenigen, die sie zusammenhalten, mit Recht als Gebeine gedacht werden. Wir haben aber vom Evangelisten gehört, dass die Jünger, als er von der Kohorte der Soldaten ergriffen wurde, zerstreuten wurden. [cf. Ioh 18,12]

V1 C M P1 P5 A1 P2 L1 P6 Z N2

Ὀστᾶ αὐτοῦ φησὶν] Ὀστᾶ αὐτοῦ M | Ὀστέα ἑαυτοῦ φησὶ A1 | Ὀστᾶ φησὶν ἑαυτοῦ P2 L1 || εἰκότως] οὐκ ἀπεικότως A1 | οὐκ ἀπεικῶς P2 | οὐκ ἀπηκῶς (ut vid.) L1* | οὐκ ἀπεικὸς L1corr || νοηθεῖεν ἂν] νοηθείησαν (sic) A1 | νοειθήεν ἂν P1 || ὀστᾶ] ὀστέα A1 || δὲ] δὲ καὶ A1 || ὡς συλληφθέντος αὐτοῦ] ὡς συλληφθέντων αὐτῶν P2 || παρὰ – οἱ μαθηταί] om. P2 || τῆς σπείρας] τῆ σπείρα (ut vid.) L1* | τῆς σπείρας L1corr || οἱ μαθηταί] οἱ μαθηταί αὐτοῦ L1 | post οἱ μαθηταὶ· add. οἳ εἰσὶν ὀστέα αὐτοῦ A1

P1: exp. 346 mit Evagrius (schol. nr. ς´ in Ps 21,15b [424 Rondeau – Géhin – Cassin]) verbunden. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist vorhanden (οἱ μαθηταί). Montfaucon: exp. 346 nach P1. Die Verbindung mit Evagrius wurde wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:346

(21,15c)
ἐγενήθη ἡ καρδία μου ὡσεὶ κηρὸς τηκόμενος ἐν μέσῳ τῆς κοιλίας μου·
(15c) mein Herz wurde wie schmelzendes Wachs inmitten meines Leibes.
Expositio 347:
Ἴδιον λύπης τὸ εἰρημένον· γέγραπται γὰρ, ἤρξατο λυπεῖσθαι καὶ ἀδημονεῖν· ἐλυπεῖτο δὲ ὑπέρ τε τοῦ ἰουδαίων ἔθνους καὶ τοῦ προδότου, ὅτι δὴ ἀπωλείᾳ παρελαμβάνοντο· διὰ τὴν εἰς αὐτὸν ἀσέβειαν: –
Was gesagt wird, ist dem Leiden eigen. Denn es steht geschrieben: 'Er begann zu leiden und Angst zu haben.' [cf. Mc 14,33] Er litt aber sowohl für das Volk der Juden als auch für den Verräter, gerade weil sie wegen der Gottlosigkeit gegen ihn vom Verderben ergriffen waren.

V1 C M G P1 P5 A1 P2 B1 L1 P6 Z N2

λύπης] αὐτῆς B1 || τὸ εἰρημένον] τὸ εἰρημένω (sic) L1 || γέγραπται γὰρ] γέγραπται γὰρ περὶ αὐτοῦ, ὅτι A1 P2 L1 | γέγραπται γὰρ ὅτι B1 || λυπεῖσθαι] λυπεῖσθαι V1* | λυπῆσθαι V1corr L1* | λυπεῖσθαι L1corr || ἐλυπεῖτο δὲ] ἐλυπεῖτο γὰρ B1 || ὑπέρ τε τοῦ ἰουδαίων ἔθνους] ὑπέρ τε τῶν ἰουδαίων ἔθνους P1 | ὑπὲρ τοῦ τῶν ἰουδαίων ἔθνους A1 | ὑπὲρ τοῦ (τῶν L1) ἰουδαίων ἔθνους M P2 L1 | ὑπὲρ γὲ τοῦ ἰουδαίων ἔθνους B1 || τοῦ προδότου] τοῦ Ἰοῦδα τοῦ προδότου L1 || ὅτι δὴ] ὅτι τῇ M A1 | ὅτι P2 || ἀπωλείᾳ παρελαμβάνοντο] ἀπωλείᾳ παρεδίδοντ[ο] A1 | ἀπώλειαν παρελάμβανον L1 || εἰς αὐτὸν] ἑαυτῶν P2 L1

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden. Montfaucon: P1 korrigiert mit einer Variante aus P6 (τοῦ ἰουδαίων ἔθνους).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:347

(21,16a)
ἐξηράνθη ὡς ὄστρακον ἡ ἰσχύς μου,
(16a) Vertrocknet wie eine Tonscherbe ist meine Kraft,
Expositio 348 (dubium):
Ἀντὶ τοῦ ἀπετάγη ἡ δύναμίς μου: –
Anstelle von 'meine Kraft hat aufgegeben'.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:348

(21,16b)
καὶ ἡ γλῶσσά μου κεκόλληται τῷ λάρυγγί μου,
(16b) und meine Zunge klebt an meiner Kehle,
Expositio 349:
Σημαίνει διὰ τούτων, τὴν ἐπὶ τῷ τιμίῳ σταυρῷ συμβᾶσαν αὐτῷ δίψαν· ὅτε καὶ αἰτήσαντι πιεῖν, ὄξος προσήνεγκαν αὐτῷ μετὰ χολῆς: –
Σημαίνει διὰ τούτων, τὴν ἐπὶ τῷ τιμίῳ σταυρῷ συμβάσαν αὐτῷ δίψαν· ὅτε καὶ αἰτήσαντι αὐτῷ πιεῖν· σπόγγον καλάμῳ προσδήσαντες· ὄξους μεστὸν καὶ χολῆς, προσήγαγον αὐτῷ: –
Durch diese Worte deutet er den Durst an, der ihn am kostbaren Kreuz befiel, als sie ihm, der zu trinken bat, Essig mit Galle überreichten. [cf. Ioh 19,28–29]
Durch diese Worte deutet er den Durst an, der ihn am kostbaren Kreuz befiel, als sie für ihn, der zu trinken bat, einen Schwamm voll Essig und Galle an einen Rohrstab anbanden und (ihn) ihm brachten. [cf. Ioh 19,28–29 et Mt 27,48par]

V1 C G P1 P5 A2 V4 B1 L1 P6 Z N2

Σημαίνει διὰ τοῦτων] Tò τοίνυν ἐξηράνθη ante σημαίνει (διὰ τοῦτων om.) add. G | Διὰ τούτων σημαίνει A2 V4 | Σημαίνει διὰ τούτου B1 | Σημαίνει διὰ τούτου τοῦ στίχου L1 || ἐπὶ τῷ τιμίῳ σταυρῷ] ἐπὶ τοῦ τιμίου σταυροῦ B1 | τῷ τιμίῳ σταυρῷ L1 || ὅτε – μετὰ χολῆς] καὶ τὰ ἑξῆς L1 || αἰτήσαντι πιεῖν] αἰτήσαντος αὐτοῦ πιεῖν B1 || ὄξος – μετὰ χολῆς] ὄξος μετὰ χολῆς προσήγαγον αὐτῷ A2 V4 | ὄξος μετὰ χολῆς προσήνεγκαν αὐτῷ P5 P6 Z N2 B1

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (τὴν – δίψαν). Montfaucon: exp. 349 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:349

A1 P2 B2 V5a P7a V5b P7b L2a A3a L2b A3b

Σημαίνει – δίψαν] Διὰ τὴν ἐν τῷ σταυρῷ δίψαν ταῦτα φησίν: – V5b P7b L2b A3b || Σημαίνει διὰ τούτων] Τοῦτο σημαίνει A1 | Σημαίνει δὲ διὰ τούτων V5a P7a L2a A3a || συμβάσαν αὐτῷ] αὐτῷ ἐπισυμβᾶσαν V5a P7a L2a A3a || ὅτε – αὐτῷ2] om. V5b P7b L2b A3b || αὐτῷ πιεῖν] πιεῖν A1 | αὐτῷ B2 || ὄξους – αὐτῷ] ὄξους μεστὸν χολῆς προσήνεγκαν αὐτῷ A1 | ὄξους μεστὸν καὶ χολὴν προσήγαγον B2 | ὄξους χολῆς καὶ μεστὸν προσήγγαγον αὐτῷ L2* | ὄξους καὶ χολῆς μεστὸν προσήγαγον αὐτῷ V5a P7a L2acorr A3a

V5 P7 L2 A3: exp. 349 ist in zwei Fassungen vorhanden: Die erste (V5a P7a L2a A3a) ist anonym, die zweite (V5b P7b L2b A3b) wird Athanasius zugeschrieben (in V5b P7b mit Ps 21,17a–b verbunden).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:349par

(21,16c)
καὶ εἰς χοῦν θανάτου κατήγαγές με.
(16c) und in Todesstaub hast du mich hinabgeführt.
Expositio 350:
Χάριτι γὰρ θεοῦ, ὑπὲρ παντὸς ἐγεύσατο θανάτου: –
Χάριτι γὰρ θεοῦ, ὑπὲρ παντὸς ἀνθρώπου τῆς σωτηρίας ἐγεύσατο θανάτου ὁ ἀθάνατος: –
Denn durch die Gnade Gottes kostete er den Tod für jeden. [cf. Heb 2,9]
Denn durch die Gnade Gottes kostete der Unsterbliche den Tod für die Rettung jedes Menschen. [cf. Heb 2,9]

V1 C G P1 P5 A2 V4 P2 B1 B2 P6 Z N2

ἐγεύσατο] [ἐ]*[γ]εύσατ[ο] G

P1: exp. 350 ist mit Evagrius (schol. nr. ζ´ in Ps 21,16c [424 Rondeau – Géhin – Cassin]) verbunden. Montfaucon: exp. 350 entspricht P1. Sie wird zusammen mit Evagrius als ein Fragment wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:350

V5 P7 L2 A3

ἐγεύσατο θανάτου] ἐγεύσατο θανάτον A3
(21,17a)
ὅτι ἐκύκλωσάν με κύνες πολλοί,
(17a) Denn umschlossen haben mich viele Hunde,
Expositio 351:
Πάλιν τοὺς ἄρχοντας σημαίνει: –
[Πάλιν μόσχους, τοὺς ἄ]ρχ[ο]ντας [σημαίνει(?)]· [πονηρ]ε[υομ]ένων δὲ [κατὰ Χριστοῦ(?)] [τ]ῶν [ἰου]δ[α]ίων: –
Er bezeichnet wieder die Herrscher.
Wieder (bezeichnet?) er die Herrscher der Juden als Jungstiere, weil die Juden Übeltäter (gegen Christus?) waren.

V1 C P1 P5 P2 B1 P6 Z N2

σημαίνει] post σημαίνει add. τῶν ἰουδαίων P2corr

G

G: Diese Fassung scheint aus exp. 351 und 352 (dubium) zusammengesetzt zu sein. Der Verfasser stand noch unter dem Einfluss von exp. 344 zu Ps 21,13, die unmittelbar vorausgeht und fast identisch mit exp. 351 ist. In der Tat würde man hier nicht μόσχους (vgl. Ps 21,13a) erwarten, sondern κύνας.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:351par

(21,17b)
συναγωγὴ πονηρευομένων περιέσχον με,
(17b) die Versammlung der Übeltäter hat mich umgeben,
Expositio 352 (dubium):
Τοὺς ἰουδαίους λέγει: –
Er meint die Juden.

V1 G P2 B2 L1

λέγει] αἰνίττεται B2

Dieses Dubium ist in allen Zeugen anonym. In V1 steht es zwischen der Kolumne des Psalmtextes und der äußeren Spalte, ohne gezählt zu werden, wie es bei Expositiones der Fall ist. In P2 befindet sich das Dubium dort, wo hauptsächlich Expositiones verwendet werden, d.h. im Haupttext (erste Hand) und nicht in den Rändern. Diese Tatsache legt nahe, dass es sich um eine Expositio handeln könnte. Siehe auch die vorherige Expositio (G) und das folgende Dubium. L1: Eine fast identische Erklärung findet sich auch hier nach Ps 21,17b (Tοὺς αὐτοὺς ἰουδαίους λέγει). Da die Lemmata in dieser Handschrift zunächst mit den Scholia des Hesychius erklärt werden, wäre es möglich, dass es sich auch hier um ein Scholion des Hesychius handelt. In Antonellis Ausgabe (PG 27,724) ist diese Erklärung jedoch nicht vorhanden: schol. nr. 32,33 betrifft nur Ps 21,17a. Die Tatsache, dass bereits Ps 21,16a fast identisch erklärt wird, ist vielleicht ein Hinweis auf einen Fehler in der Edition (schol. nr. 29 in Ps 21,16a [Antonelli; PG 27,724]: Tοὺς ἰουδαίους λέγει).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:352

Expositio 351–352 (dubium):
Πάλιν κύνας, τοὺς τοῦ Π[ι]λάτου στρατιώτας λέγει· μετὰ γὰρ τῶν ἰουδαίων ο[ἱ] στρατιῶται· οἵτινες ἦσαν ἐθνικοὶ καὶ ῥωμαῖοι, ἐνέπαιζον αὐτῷ· τὸ δὲ συναγωγὴ πονηρ[ε]υομένων, τοὺς ἰουδαίους λέγει: –
Wieder nennt er die Soldaten des Pilatus Hunde. Denn die Soldaten, die Römer und Heiden waren, haben ihn zusammen mit den Juden verspottetet. [Lc 22,63] Er nennt 'Versammlung der Übeltäter' die Juden.

A1

τῶν ἰουδαίων] post τῶν ἰουδαίων del. ἔθνους κ*** προδό A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:351–352

(21,17c)
ὤρυξαν χεῖράς μου καὶ πόδας.
(17c) durchstochen haben sie meine Hände und Füße.
Expositio 353:
Διὰ τοὺς ἐν τῷ σταυρῷ ἥλους φησίν: –
Er redet wegen der Nägel am Kreuz.

V1 C P1 P5 A1 A2 V4 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

ἐν τῷ σταυρῷ] ἐν σταυρῷ P1 P5 || φησίν] om. A1

A3: Theodoret (comm. in Ps 21,17c–18a [PG 80,1017 A13–B3 B5–8]) mit exp. 353 verbunden. Monfaucon: exp. 353 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:353

(21,18a)
ἐξηρίθμησαν [ἐξηρίθμησα Rahlfs] πάντα τὰ ὀστᾶ μου,
(18a) Ich zählte alle meine Gebeine,
Expositio 354:
Ψηλαφῶντες κατὰ τὸ εἰκὸς ἅπαν αὐτοῦ τὸ σῶμα· καὶ ἀναμετροῦντες ἕκαστον τῶν ὀστέων, ἵνα ἴδοιεν οὗ τοὺς ἥλους πῆξαι χρή: –
Indem sie aller Wahrscheinlichkeit nach seinen ganzen Körper abtasteten und jeden Knochen abmaßen, um zu sehen, wo man die Nägel eingeschlagen muss.

V1 C G P1 P5 A2 V4 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ψηλαφῶντες – τὸ σῶμα] om. G || Ψηλαφῶντες] Ψηλαφοῦντες P2 || τῶν ὀστέων] τῶν ὀστέων [αὐ]τοῦ G | τῶν ὀστῶν P2 B1 || ἵνα ἴδοιεν οὗ] ἵνα (ἵν᾿ P2) εἰδεῖεν ποῦ P5 P2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 | ἵνα ἴδοιεν, ποῦ A2 V4 | ἣν ἰδεῖν οὗ B1

Montfaucon: exp. 354 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:354

(21,18b)
αὐτοὶ δὲ κατενόησαν καὶ ἐπεῖδόν με.
(18b) sie aber beobachteten mich und sahen auf mich.
Expositio 355:
Ἀντὶ τοῦ ἐπεγέλασαν· ταῦτα δὲ φησὶν, διὰ τὴν κοκκίνην χλαμύδα· καὶ τὸν ἐξ ἀκανθῶν στέφανον· καὶ τὸν ἀντὶ σκήπτρου κάλαμον: –
Ἀπέγνωσαν, ὅτι οὐκ εἰμὶ θεὸς· κράζοντες· εἰ υἱὸς εἶ τοῦ θεοῦ, σῶσον σεαυτόν· τὸ δὲ ἐπεῖδον, ἀντὶ τοῦ ἐπεγέλασαν· ταῦτα δὲ φησὶν, διὰ τὴν κοκκ[ίνη]ν χ[λ]αίν[α(?)]ν· καὶ τὸν ἐξ ἀκανθῶν [στ]έφα[νο]ν· καὶ τὸν ἀντὶ σκήπτρ[ο]υ κάλαμον: –
Anstelle von 'sie lachten mich aus.' Das sagt er wegen des scharlachroten Mantels, der Krone aus Dornen und des Rohrs anstelle eines Zepters. [cf. Mt 27,28–29]
Sie haben verkannt, dass ich Gott bin, als sie schrien: Wenn du der Sohn Gottes bist, rette dich selbst. [cf. Mt 27,40] Aber der Ausdruck 'sie sahen' ist anstelle von 'sie lachten aus.' Das sagt er wegen des scharlachroten Oberkleides, der Krone aus Dornen und des Rohrs anstelle eines Zepters. [cf. Mt 27,28–29]

V1 C G P1 P5 P2 B1 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

ἐπεγέλασαν] ἐπεγέλουν (sic) L1 || ταῦτα δὲ φησὶν] ταῦτα γὰρ φησὶν B1 | ταῦτα ἔφη L1 || τὸν1] τῶν C A3utvid || ἐξ ἀκανθῶν] ἐξ ἀκα〈ν〉θῶν P2 || ἀντὶ σκήπτρου] ἀντὶ σκήπτρον (ut vid.) P7* | ἀντὶ σκήπτρου P7corr

Montfaucon: exp. 355 vermutlich aus P1 (= P6 P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:355

A1

(21,19a)
διεμερίσαντο τὰ ἱμάτιά μου ἑαυτοῖς
(19a) Sie verteilten unter sich meine Kleider,
(21,19b)
καὶ ἐπὶ τὸν ἱματισμόν μου ἔβαλον κλῆρον.
(19b) und um meine Kleidung warfen sie das Los.
Expositio 356:
Σαφῶς ταῦτα, ἐν τοῖς εὐαγγελίοις ἀνεγράφη: –
Σ[α]φῶς τ[ὰ ἐν] τ[οῖς ε]ὐαγγ[ελίοι]ς γενόμενα περὶ αὐτοῦ προφ[ητ]εύε[ι]: –
Deutlich wurden diese Dinge in den Evangelien aufgezeichnet. [cf. Mt 27,35 et Ioh 19,23–24]
Deutlich prophezeit er, was in den Evangelien mit ihm geschah. [cf. Mt 27,35 et Ioh 19,23–24]

V1 C P1 P5 A2 V4 P2 B1 P6 Z N2

ἀνεγράφη] ἀνεγράφει V1 | ἐγράφει P1

Montfaucon: exp. 357 nach P1 (ἐγράφει zu ἐγράφη korrigiert).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:356

A1

περὶ αὐτοῦ] fort. περὶ αὐτῶν A1* | fort. περὶ αὐτοῦ A1c
(21,20a)
σὺ δέ, κύριε, μὴ μακρύνῃς τὴν βοήθειάν μου,
(20a) Du aber, Herr, lass meine Hilfe nicht fern sein,
(21,20b)
εἰς τὴν ἀντίλημψίν μου πρόσχες.
(20b) achte darauf, mir beizustehen
Expositio 357:
Μεθίστησι τοὺς λόγους εἰς προσευχὴν· ὑποτύπωσις ἡμῖν γενόμενος, ὡς δεῖ ἐν τοῖς πειρασμοῖς ἐπικαλεῖσθαι θεὸν· καὶ μὴ καταπίπτειν εἰς ἀκηδίαν: –
Μ[εθίστη]σι τ[ο]ὺς λό[γου]ς εἰς [πρ]οσευχ[ὴ]ν· ὑποτύπωσ[ι]ς ἡ[μῖν(?)] γ[ι(?)][νόμ]ε[ν]ος, [ὡς] δ[εῖ ἐν τοῖς πει]ρασμοῖς προσ[κα]λ[εῖσ]θ[αι τὸν θ[εὸν] ἐξ [ὅλης καρ]δίας εἰς [βοή]θειαν· [καὶ μὴ] κατ[απ]ίπτειν εἰ[ς] [αὐθάδειαν(?)] κα[ὶ] [ἀ]κ[η]δ[ί]αν: –
Er verwandelt die Worte in ein Gebet, indem er für uns zum Vorbild wurde, wie man Gott in Versuchungen anruft und nicht in Trübsinn verfällt.
Er verwandelt seine Worte in ein Gebet, indem er für uns zum Vorbild wird, wie man in Versuchungen von ganzem Herzen Gottes Hilfe zu sich ruft und nicht in (Eigenwille?) und Trübsinn verfällt.

V1 C G P1 P5 A2 V4 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Μεθίστησι] Μεθίστησι φησὶ P2 || ὑποτύπωσις ἡμῖν] ὑποτύπωσις ἡμῶν V1 C G || γενόμενος] γιγνόμενος A2 V4 | γινόμενος P2 B1 V5 P7 L2 A3 || ὡς δεῖ] ὡς δὴ B1 || ἐπικαλεῖσθαι θεὸν] προσκολλᾶσθαι θεῷ P2 | ἐπικαλεῖσθαι V5 P7 L2 A3 || εἰς ἀκηδίαν] εἰς ἀδικίαν G | εἰς κακίαν V5 P7 L2 A3 | post εἰς κακίαν add. μηδὲ ἐκλύεσθαι ὑπὸ (ἀπὸ A3) τῶν θλίψεων V5 P7 L2 A3

Montfaucon: exp. 357 vermutlich nach P1 (= P6). Sie wurde jedoch mit dem Zusatz aus P7 erweitert (μηδὲ – θλίψεων).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:357

A1

(21,21a)
ῥῦσαι ἀπὸ ῥομφαίας τὴν ψυχήν μου
(21a) Errette vor dem Schwert mein Leben,
(21,21b)
καὶ ἐκ χειρὸς κυνὸς τὴν μονογενῆ μου·
(21b) und aus der Hand des Hundes mein einziges.
(21,22a)
σῶσόν με ἐκ στόματος λέοντος
(22a) Rette mich aus dem Rachen des Löwen,
(21,22b)
καὶ ἀπὸ κεράτων μονοκερώτων τὴν ταπείνωσίν μου.
(22b) und vor den Hörnern der Einhörner meine Niedrigkeit.
Expositio 358:
Τὴν κακίαν καὶ τὴν ἄνοιαν τῶν ἰουδαίων, διὰ τούτων σημαίνει· διὰ ῥομφαίας καὶ χειρὸς κυνὸς· καὶ λέοντος, καὶ κεράτων μονοκερώτων: –
Τὴν κακίαν καὶ τὴν ἀγριότητα τοῦ διαβόλου καὶ τῶν δαιμόνων, σημαίνει διὰ τῆς ῥομφαίας· καὶ χειρὸς κυνὸς· καὶ λέοντος· καὶ κεράτων μονοκερώτων· δύναται γὰρ λαμβάνεσθαι ἕκαστον τούτων προσφόρως εἰς τὰς διαφόρους ἐνεργείας τῶν δαιμόνων: –
Durch diese Worte bezeichnet er die Bosheit und den Unverstand der Juden, (nämlich) durch das Schwert, die Hand des Hundes, den Löwen und die Hörner der Einhörner.
Durch das Schwert, die Hand des Hundes, den Löwen und die Hörner der Einhörner bezeichnet er die Bosheit und die Wildheit des Teufels und der Dämonen. Denn jedes davon kann passend in Bezug auf die unterschiedlichen Wirkkräfte der Dämonen interpretiert werden.

V1 C G P1 P5 P2 B1 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Τὴν κακίαν – τῶν ἰουδαίων ] Τὴν κακίαν τῶν ἰουδαίων καὶ τὴν ἄνοιαν V1 C G P1 || διὰ τούτων] διὰ τοῦτο L1 | τούτων A3 || κεράτων μονοκερώτων ] κέρως (κέρας P7) τῶν μονοκερώτων P5 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Montfaucon: exp. 358 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:358

A1

(21,23a)
διηγήσομαι τὸ ὄνομά σου τοῖς ἀδελφοῖς μου,
(23a) Erzählen will ich deinen Namen meinen Brüdern,
Expositio 359:
Ἐδίδαξε γὰρ ἡμᾶς τὸν φύσει καὶ ἀληθῶς θεόν: –
Ἐδίδαξε γὰρ ἡμᾶς, τὸν φύσει καὶ ἀληθῶς θεὸν, καὶ ὁμοούσιον αὐτοῦ πατέρα: –
Weil er uns den natürlichen und wahrhaftigen Gott erklärt hat.
Weil er uns den natürlichen und wahrhaftigen Gott erklärt hat, sowie seinen wesensgleichen Vater.

P5 A1 P2 B1 P6 Z N2

Ἐδίδαξε γὰρ ἡμᾶς] Ἐδίδαξεν· ἤτοι ἐγνώρισεν ἡμῖν B1 || ἀληθῶς θεὸν] ἀληθείᾳ θεὸν A1 | ἀληθῆ θεόν P5 P6 Z N2

V4: Die Erklärung des Theodoret (comm. in Ps 21,23 [PG 80,1020 A10–12]) wird mit Ps 21,23a verbunden und Athanasius zugeschrieben. Es ist möglich, dass ursprünglich mit dieser Zuschreibung exp. 359 eingeführt wurde. In A2 ist diese Erklärung anonym.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:359

V1 C P1

Ἐδίδαξε] Ἐδίδασκε P1 || ἀληθῶς θεὸν] ἀληθεῖ θεὸν P1

P1: exp. 359 und 360 bilden eine Einheit (in Ps 21,22–23). Montfaucon: exp. 359 nach P1 (ἀληθεῖ zu ἀληθείᾳ korrigiert). Die Einheit von exp. 359 und 360 wurde wiedergegeben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:359par

(21,23b)
ἐν μέσῳ ἐκκλησίας ὑμνήσω σε
(23b) inmitten der Gemeinde dich preisen:
(21,24a)
Οἱ φοβούμενοι κύριον, αἰνέσατε αὐτόν,
(24a) Die ihr den Herrn fürchtet, lobt ihn,
Expositio 360:
Πάλιν ὡς ἄνθρωπος· ἢ ὅτι διὰ τῆς ἐκκλησίας: –
Πάλιν ὡς ἄ[ν]θρωπος· ἢ ὅτι δ[ιὰ τὴν] ἐ[κκλη]σίαν· ὡς νυμφίος αὐτ[ῆ]ς: –
(Das sagt er) wieder als Mensch. Oder weil (er spricht) durch die Kirche.
(Das sagt er) wieder als Mensch. Oder wegen der Kirche als ihr Bräutigam.

V1 C P1 P5 P2 B1 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Πάλιν – ἐκκλησίας] Πάλιν ὡς ἄνθρωπος (ἀνθρώποις P2) ἥνωται διὰ τῆς ἐκκλησίας: – P1 P2 B2

V1 C: exp. 360 und 361 bilden eine Einheit. Ps 21,24c (ἅπαν τὸ σπέρμα Ἰσραὴλ) stellt den Übergang zwischen den ursprünglich getrennten Expositiones dar. In einem Vorläufer des Typus XIX (Textkatene oder Ähnliches?) könnte dies die letzte Zeile des Lemma gewesen sein, nach dem exp. 361 folgte. Montfaucon: Siehe die Parallelversion der vorherigen Expositio.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:360

A1

(21,24b)
ἅπαν τὸ σπέρμα Ἰακὼβ, δοξάσατε αὐτόν,
(24b) (ihr,) die ganze Nachkommenschaft Jakobs, verherrlicht ihn,
Expositio 361:
Tοὺς ἀποστόλους σημαίνει: –
Er bezeichnet die Apostel.

V1 C P5 A1 P2 B1 P6 Z N2

P1: Ps 21,24 wird mit Theodoret (comm. in Ps 21,24 [PG 80,1020 B11–C5]) erklärt (anonym), und nicht mit exp. 361. P5: exp. 361 neben Ps 21,24b am äußeren Rand geschrieben. Montfaucon: Die Erklärung Theodorets wird als Expositio ediert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:361

Expositio 360–361:
Καὶ τοῦτο πάλιν ὡς ἄνθρωπος· τοὺς γὰρ ἀποστόλους σημαίνει, καὶ τοὺς δι᾿ αὐτῶν πεπιστευκότας καὶ προσελθόντας τῷ Χριστῷ: –
Auch dies (sagt er) wieder als Mensch. Denn er meint die Apostel und diejenige, die durch sie geglaubt haben und zu Christus gekommen sind.

L2 A3

τοὺς γὰρ ἀποστόλους] τοὺς ἀποστόλους A3

urn:cts:etf:psath.expps.grc:360–361

(21,24c)
φοβηθήτωσαν αὐτὸν ἅπαν τὸ σπέρμα Ἰσραὴλ,
(24c) fürchten soll ihn die ganze Nachkommenschaft Israels.
(21,25a)
ὅτι οὐκ ἐξουδένωσεν οὐδὲ προσώχθισεν τῇ δεήσει τοῦ πτωχοῦ
(25a) Denn weder verachtete noch verabscheute er das Flehen des Armen
(21,25b)
οὐδὲ ἀπέστρεψεν τὸ πρόσωπον αὐτοῦ ἀπ᾿ ἐμοῦ
(25b) noch wandte er sein Angesicht von mir ab,
Expositio 362:
Ἃ κατώρθωσεν ἡμῖν δι᾿ ἑαυτοῦ ὁ μονογενὴς, ἐκδιδάσκει σαφῶς: –
Er lehrt deutlich die Dinge, die der Einziggeborene durch sich selbst für uns wiederhergestellt hat.

V1 C P1 P5 A1 P2 B1 P6 Z N2

Ἃ κατώρθωσεν] Ὃ κατώρθωσεν N2 || ἡμῖν] om. A1 || ἐκδιδάσκει σαφῶς] διδ[άσ]κει σαφῶς A1 | ἐκδιδάσκει P2 | διδάσκει φησίν B1

Randkatenen: exp. 362 mit Ps 21,25a (V1) oder Ps 21,25 (P6) oder Ps Ps 21,25b–c (Z) verbunden. Tetxkatenen: exp. 362 steht nach Ps 21,24c–25 (C) oder nach Ps 21,24c–25a (A1) oder Ps 21,25 (P1 N2) oder nach Ps 21,25a (P5 P2) oder nach Ps 21,25b (B1). Wo im Psalmtext die genauen Grenzen der Exegese von exp. 362 liegen, bleibt unklar. Montfaucon: exp. 362 vermutlich nach P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:362

(21,25c)
καὶ ἐν τῷ κεκραγέναι με πρὸς αὐτὸν εἰσήκουσέν μου.
(25c) und wenn ich zu ihm schrie, hörte er mich an.
Expositio 363 (dubium):
Π[άλ]ιν ἐκ π[ρ]ο[σώπου] τῆς ἐκκ[λη]σίας, ποιεῖ[ται] τὴν αἴτ[ησι]ν [τὴν(?)] [........][ν· καὶ(?)] τῶν πι[στῶ]ν ὑποδεικνύων φάρμακον: –
Wieder in Person der Kirche verrichtet er die ... Bitte, indem er (auch?) ein Heilmittel der Gläubigen zeigt.

A1

Dieses Dubium steht nach Ps 21,25b–c.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:363

(21,26a)
παρὰ σοῦ ὁ ἔπαινός μου ἐν ἐκκλησίᾳ μεγάλῃ,
(26a) Von dir (kommt) mein Lobpreis in großer Gemeinde,
Expositio 364:
Ἔπαινον, τὴν δοξολογίαν φησίν· ἔστι δὲ ταύτην παρὰ τοῦ πατρὸς αὐτῷ γενομένην ἰδεῖν, ὅτε ἦλθεν φωνὴ ἄνωθεν λέγουσα· καὶ ἐδόξασα, καὶ πάλιν δοξάσω: –
Lobpreis nennt er die Verherrlichung. Man kann aber sehen, wie ihm diese vom Vater erwiesen wurde, als eine Stimme von oben kam und sagte: 'Und ich habe verherrlicht, und wieder werde ich verherrlichen'. [Ioh 12,28]

V1 C G P1 P5 A1 A2 V4 P2 B1 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἔπαινον – φησίν] Τὴν δοξολογίαν λέγει A1 || ἔστι – δοξάσω] om. A2 V4 || ἔστι – ἰδεῖν] ἔστι δὲ ταύτην παρ᾿ αὐτοῦ μαθ[εῖν] τοῦ σωτῆρος γενομένην A1 | ἔστι δὲ περὶ τοῦ πατρὸς αὐτῷ ταύτην (-α- ex corr. P7) γεγενημένην ἰδεῖν V5 P7 L2 A3 || ἔστι] αἰτεῖ P2 L1 || παρὰ τοῦ πατρὸς] παρὰ τοῦ σωτῆρος G || αὐτῷ γενομένην] γενομένην P1 A3 | αὐτῷ γινομένην P5 B1 P6 Z N2 | αὐτοῦ γενησομένην P2 L1 || ὅτε] ὅτι L1 || ἄνωθεν] ἐκ τοῦ οὐρανοῦ (cf. Mt 3,17) V5 P7 L2 A3 || καὶ ἐδόξασα] ἐδόξασα L1 || καὶ πάλιν δοξάσω] καὶ δοξάσω G | post καὶ πάλιν δοξάσω add. καὶ οὗτός ἐστιν ὁ υἱός μου (μου ὁ L2 A3) (= Mt 3,17parr) V5 P7 L2 A3

Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist zu finden (καὶ ἐδόξασα – δοξάσω). Montfaucon: exp. 264 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:364

(21,26b)
τὰς εὐχάς μου ἀποδώσω ἐνώπιον τῶν φοβουμένων αὐτόν.
(26b) meine Gelübde will ich erfüllen vor denen, die ihn fürchten.
Expositio 365:
Εὐχὴ μὲν, ἡ ἐπαγγελία παρὰ τῇ θείᾳ ὀνομάζεται γραφῇ· οὐκοῦν ἡ τῆς ὑπακοῆς ἐκπλήρωσις, ἡ γενομένη παρὰ τοῦ υἱοῦ τῷ πατρὶ· – καὶ τοῦτο μέχρι θανάτου σαρκὸς –, ὡσαύτως ἂν νοηθείη· ἀποδοθείσης τῆς εὐχῆς παρ᾿ αὐτοῦ τῷ πατρί: –
Ein Gelübde wird in der göttlichen Schrift das Versprechen genannt. Folglich kann die Erfüllung des Gehorsams, die vom Sohn dem Vater geleistet wurde – und dies bis zum Tod des Fleisches – so verstanden werden, als ein Gelübde von ihm beim Vater erfüllt wurde.

V1 C M G P1 P5 P2 B1 P6 Z V5 P7 L2 A3

Εὐχὴ – γραφῇ] Εὐχὴ μὲν παρὰ τῇ θείᾳ ἐπαγγελία ὀνομάζεται γραφῇ M | Εὐχὴ ἡμῖν ἡ ἐπαγγελία παρὰ τῆ θείᾳ νομιζομένη γραφῇ V5 P7 L2 A3 || ἡ τῆς ὑπακοῆς ἐκπλήρωσις] ἡ τῆς ἐπακοῆς ἐκπλήρωσις P5 P6 Z | τῆς ἀκοῆς ἐκπλήρωσις V5 P7 L2 A3 || ἡ γενομένη – τῷ πατρὶ] ἡ γενομένη τῷ πατρὶ· παρὰ τοῦ υἱοῦ V5 P7 L2 A3 || υἱοῦ] υ- per ras. corr. C || καὶ τοῦτο – σαρκὸς] μέχρι θανάτου P1 P2 V5 P7 L2 A3 || ἂν νοηθείη] -η ex corr. V1 | νοηθείη ἂν M || ἀποδοθείσης τῆς εὐχῆς] [ἀ]ποδοθεῖσαν τῆς εὐχῆς (sic) G | τῆς ἀποδοθείσης εὐχῆς P2 B1 V5 P7 L2 A3 || ἀποδοθείσης] -είσ- per ras. corr. (ut vid.) C | ἀποδοθήσης P1 || παρ᾿ αὐτοῦ τῷ πατρί] παρὰ τοῦ τῶ πατρί (sic) V5 L2*utvid A3 | παρὰ τῶ πατρί P7 | παρ᾿ αὐτοῦ τῷ πατρί L2corr

N2: exp. 365 verloren (Blattausfall nach f. 195v). V5 P7 L2 A3: exp. 365 Origenes zugeschrieben. Montfaucon: exp. 365 nach P6 (μέχρι τοῦ θανάτου statt μέχρι θανάτου; πατρὶ statt τῷ πατρὶ).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:365

(21,27a)
φάγονται πένητες καὶ ἐμπλησθήσονται,
(27a) Die Bedürftigen werden essen und sich sättigen,
(21,27b)
καὶ αἰνέσουσιν κύριον οἱ ἐκζητοῦντες αὐτόν·
(27b) den Herrn werden loben, die ihn eifrig suchen;
(21,27c)
ζήσονται αἱ καρδίαι αὐτῶν εἰς αἰῶνα αἰῶνος.
(27c) ihre Herzen werden leben von Ewigkeit zu Ewigkeit.
(21,28a)
μνησθήσονται καὶ ἐπιστραφήσονται πρὸς κύριον πάντα τὰ πέρατα τῆς γῆς
(28a) Alle Enden der Erde werden sich erinnern und sich zum Herrn hinwenden,
Expositio 366:
Προαγόρευσις τῆς τῶν ἐθνῶν κλήσεως, διὰ τούτων σημαίνεται: –
Durch diese Worte wird eine Vorhersage der Berufung der Heidenvölker kundgetan.

V1 C G P1 P5 A1 P2 B1 B2 L1 P6 Z V5 P7 L2 A3

Προαγόρευσις] Προσαγόρευσις P1 A1 B1 | Προαγόρευσιν P2 | Προσαγόρευσιν B2 L1 || σημαίνεται] σημαίνει P2 B2 L1

N2: exp. 366 verloren (siehe zu exp. 365). V5 P7 L2 A3: exp. 366 Didymus zugeschrieben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:366

(21,28b)
καὶ προσκυνήσουσιν ἐνώπιόν σου πᾶσαι αἱ πατριαὶ τῶν ἐθνῶν,
(28b) und niederfallen werden vor dir alle Stämme der Völkerschaften.
(21,29a)
ὅτι τοῦ κυρίου ἡ βασιλεία,
(29a) Denn dem Herrn gehört die Königsherrschaft,
(21,29b)
καὶ αὐτὸς δεσπόζει τῶν ἐθνῶν.
(29b) und er herrscht über die Völkerschaften.
Expositio 367:
Βασιλεῦσαι λέγεται τῶν ἐπὶ τῆς γῆς· – καίτοι βασιλεὺς πάντων ὢν καθὸ θεὸς –, διὰ τὸ ἐπιστρέψαι αὐτοὺς ἐκ τῆς τῶν δαιμόνων πλάνης εἰς τὴν εἰς αὐτὸν πίστιν: –
Man sagt, dass er über die (Menschen) auf Erden herrsche, – obwohl er als Gott König über alles ist –, weil er sie vom Irrtum der Dämonen zum Glauben an ihn hingewendet hat.

V1 C M G P1 P5 A1 P2 B1 B2 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Βασιλεῦσαι] post... βασιλεῦσαι add. δὲ M | Βασιλεὺς A1 || λέγεται τῶν ἐπὶ τῆς γῆς] λέγεται ἐπὶ γῆς V1 C M G P1 Z N2 | τῶν ἐπὶ τῆς γῆς λέγεται B1 | ἐλέγετο τῶν ἐπὶ τῆς γῆς A1 || καίτοι βασιλεὺς πάντων ὢν] καίτοι βασιλεὺς πάντων B1 | καίτοι βασιλεὺς ὢν πάντων B2 | καίτοι βασιλεὺς ὢν L1 || καθὸ θεὸς] καὶ θεὸς A1 | καθὼς θεὸς B1 L1 || αὐτοὺς] αὐτὸν P1 || εἰς τὴν – πίστιν] εἰς τὴν αὐτῶν πίστιν P1 | εἰς τὴν αὐτοῦ πίστιν L1 N2 V5 P7 L2 A3 | post πίστιν add. καὶ εὐγνωμοσύνην καὶ δικαιοσύνην V5 P7 L2 A3

Randkatenen: exp. 367 mit Ps 21,28b (V1) oder Ps 21,28b–29 (M P6 Z V5 P7 L2 A3) oder Ps 21,29 (B2) verbunden. Textkatenen: exp. 367 steht nach Ps 21,28b (C P1 P5) oder Ps 21,28b–29 (A1) oder Ps 21,29 (P2 B1 L1). Dies zeigt, dass keine Katene exp. 367 auch auf Ps 21,28a bezieht, obwohl es einen Bezugspunkt gibt (ἐπιστρέψαι/ἐπιστραφήσονται). M: Theodoret (comm. in Ps 21,28a [PG 80,1021 C11–14]) mit exp. 367 verbunden (mit Zuschreibung an Theodoret). In V1 folgen beide Erklärungen ebenfalls aufeinander (aber getrennt). Montfaucon: P1 korrigiert (αὐτῶν zu αὐτοῦ) und erweitert (καὶ εὐγνωμοσύνην καὶ δικαιοσύνην) durch P7.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:367

(21,30a)
ἔφαγον καὶ προσεκύνησαν πάντες οἱ πίονες τῆς γῆς,
(30a) Alle Wohlbeleibten der Erde haben gegessen und sind niedergefallen,
Expositio 368:
Τὴν πνευματικὴν δηλονότι τροφήν· πίονας δὲ αὐτοὺς καλεῖ, διὰ τὸ εὐτραφὲς τῶν θείων λογίων : –
Die geistige Nahrung nämlich. Er nennt sie aber wohlbeleibt wegen der gute Ernährung der göttlichen Sprüche.

V1 C M G P1 P5 A1 A2 V4 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Τὴν πνευματικὴν] Τὴν πατρικὴν P5 P6 Z V5* P7 A3 | Τὴν πνευματικὴν V5corr || τροφήν] γραφήν V1 G || πίονας – λογίων] om. M || τὸ εὐτραφὲς] τὸ εὐτραφὲς ὑψηλ[ὸν] A1

M: exp. 368 steht nicht im Hauptkommentar, sondern über der Kolumne des Psalmtextes. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele ist möglicherweise zu finden (Τὴν πνευματικὴν – τροφήν). Montfaucon: exp. 368 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:368

(21,30b)
ἐνώπιον αὐτοῦ προπεσοῦνται πάντες οἱ καταβαίνοντες εἰς τὴν γῆν.
(30b) vor ihm werden sich alle niederwerfen, die zur Erde hinabsteigen.
Expositio 369:
Τοῦτο φησὶν, διὰ τὸ κλίνειν αὐτῷ γόνυ τοὺς πιστεύοντας· οὗτοι δὲ οἱ πιστεύσαντες, πάλαι ἦσαν οἱ καταβάντες εἰς τὴν γῆν· τουτέστιν· οἱ πεσόντες εἰς ὄλεθρον καὶ φθορὰν, διὰ τὸ μὴ εἰδέναι αὐτοὺς τὸν κύριον: –
Er sagt dies, weil diejenigen, die zum Glauben kamen, vor ihm das Knie beugen. Solche aber, die geglaubt haben, waren einst diejenigen, die zur Erde hinabgestiegen sind: Das heißt diejenigen, die in den Untergang und ins Verderben gefallen sind, weil sie den Herrn nicht kannten.

V1 C M G P1 P5 A1 P2 B1 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Τοῦτο – τοὺς πιστεύοντας] om. M || διὰ τὸ κλίνειν] διὰ τὸ κλ[εί(?)][νειν] A1 | ει supra -[νειν] add. A1corr | διὰ τὸ κλεῖναι (sic) B1 || αὐτῷ γόνυ] τὸ γόνυ P2 | αὐτῷ πᾶν γόνυ V5 P7 L2 A3 || τοὺς πιστεύοντας] τοὺς πιστεύσαντας P2 B1 L1 V5 P7 L2 A3 | τοὺς πιστεύοντας εἰς αὐτόν A1 || οὗτοι – ἦσαν] Οὗτοι δὲ ἦσαν οἱ πιστεύσαντες πάλαι M || οἱ πιστεύσαντες] οἱ πιστεύοντες P5* | οἱ πιστεύσαντες P5c || οἱ καταβάντες] οἱ καταβαίνοντες G P1 A1 P2 B1 L1 N2 V5 P7 L2 A3 || εἰς τὴν γῆν] εἰς γῆν M G A1 || οἱ πεσόντες] om. M | [π]εσόντες (ut vid.) A1 | πεσόντες P2 V5 P7 L2 A3 | πεσοῦνται L1 || καὶ φθορὰν] om. M || διὰ τὸ μὴ] διὰ μὴ V5 P7 || εἰδέναι] 〈ε〉ἰδέναι P2 L1 || τὸν κύριον] τὸν θεόν P2 V5 P7 L2 A3 | τὸν τῶν ἁπάντων θεόν L1

M: exp. 369 Theodoret zugeschrieben. Syrische Version (Epitome): Eine inhaltliche Parallele scheint vorhanden zu sein. Montfaucon: exp. 369 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:369

(21,30c)
καὶ ἡ ψυχή μου αὐτῷ ζῇ,
(30c) Und meine Seele wird ihm leben,
(21,31a)
καὶ τὸ σπέρμα μου δουλεύσει αὐτῷ·
(31a) und mein Samen wird ihm dienen.
Expositio 370:
Ἁγία γὰρ καὶ ἄμωμος, ἡ Χριστοῦ γέγονε ζωὴ· ἣν πεποίηται μετὰ σαρκὸς ἐπὶ τῆς γῆς· ὥστε καὶ ἱερὰν εἶναι τῷ θεῷ καὶ πατρί· μόνος γὰρ αὐτὸς, οὐκ ἐποίησεν ἁμαρτίαν· καίτοι καθ᾿ ἡμᾶς γεγονὼς καὶ σάρκα λαβὼν τὴν φιλαμαρτήμονα· σπέρμα δὲ θεοῦ νοηθεῖεν ἂν, οἱ δι᾿ αὐτοῦ κεκλημένοι διὰ πίστεως: –
Ἁγία γὰρ καὶ ἄμωμος, ἡ Χριστοῦ γέγονε ζωὴ· [ἣν πεποίηται] μετὰ σαρκὸς ἐπὶ τῆς γῆς· ὥστε καὶ ἱερ[έαν] εἶναι τῷ θεῷ καὶ πατρί· μόνος γὰρ αὐτὸς, οὐκ ἐποίησεν ἁμαρτίαν· καίτοι καθ᾿ ἡμᾶς γεγονὼς διὰ τὸ ἐκ σπέρματος Δαυῒδ εἶναι τὸ κατὰ σάρκ[α]· σπέρμα δὲ θεοῦ, καὶ ἡμεῖς δι᾿ αὐτ[ῶ(?)]ν νοηθείημεν· ναοὶ δι᾿ αὐτοῦ κεκλ[η]μένοι δ[ι]ὰ πίστεως εἰς [υ]ἱοθεσί[αν] τοῦ θεοῦ: –
Denn heilig und untadelig war das Leben Christi, das er auf Erden im Fleisch geführt hat, so dass es auch Gott und dem Vater heilig war. Denn er allein hat keine Sünde begangen, obwohl er uns gleich geworden ist und Fleisch angenommen hat, das die Sünde liebt. Diejenigen aber, die von ihm im Glauben berufen worden sind, könnten als Gottes Samen angesehen werden.
Denn heilig und untadelig war das Leben Christi, das er auf Erden im Fleisch geführt hat, so dass es Gott und dem Vater heilig war. Denn er allein hat keine Sünde begangen, obwohl er uns gleich geworden ist, da er nach dem Fleisch aus dem Samen Davids ist [cf. Rom 1,3]. Durch sie können aber auch wir als Samen Gottes angesehen werden, weil wir durch ihn durch den Glauben an die Gotteskindschaft Tempel gennant worden sind. [cf. 2Cor 6,16par]

V1 C M G P1 P5 A2 V4 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἁγία – τὴν φιλαμαρτήμονα] om. A2 V4 || ἣν πεποίηται] ἣν πεποίηκε G || ἐπὶ τῆς γῆς] ἐπὶ γῆς P1 M || ὥστε – πατρί] om. V1 C M G P1 B1 V5 P7 L2 A3 || ἱερὰν] ἱερέα P2 || σπέρμα δὲ] σπέρμα A2 V4 || νοηθεῖεν ἂν] νοηθείαν ἂν (sic) V1 | om. A2 V4 | νοηθεῖεν V5 P7 L2 A3

Montfaucon: exp. 370 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:370

A1

ἣν πεποίηται] ἣν πεποί ante ἣν πεποίηται A1 || τοῦ] supra lin. add. A1c
(21,31b)
ἀναγγελήσεται τῷ κυρίῳ γενεὰ ἡ ἐρχομένη,
(31b) Die kommende Generation wird dem Herrn verkündet werden,
(21,32a)
καὶ ἀναγγελοῦσιν τὴν δικαιοσύνην αὐτοῦ
(32a) und verkünden werden sie seine Gerechtigkeit
Expositio 371:
Πάλιν τὰ ἔθνη σημαίνει: –
Er bezeichnet wieder die Völkerschaften.

V1 C G P1 P5 A1 P2 B1 B2 L1 P6 Z N2

Πάλιν – σημαίνει] Καὶ ταῦτα περὶ τῶν ἐθνῶν σημαίνει: – P1 | Tὰ ἔθνη λέγει: – B2

V1: exp. 371 steht nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. Neben dieser Expositio steht die Zahl ιζ´ anstelle der Zahl KZ´. Die Zahl ιζ´ hätte neben das Scholion des Evagrius gesetzt werden müssen, das ungezählt blieb. Neben Ps 21,31b stehen sowohl die Zahl KZ´ als auch die Zahl ιζ´. C: exp. 371 vom Schreiber am äußeren Rand hinzugefügt. A2 V4: Theodoret (comm. in Ps 21,31b–32 [PG 80,1024 C11–D2; 1025 A1–5]) mit Ps 21,31b verbunden und Athanasius zugeschrieben. Es ist wahrscheinlich, dass ursprünglich mit dieser Zuschreibung exp. 371 eingeführt wurde. Montfaucon: exp. 371 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:371

(21,32b)
λαῷ τῷ τεχθησομένῳ, ὅτι ἐποίησεν ὁ κύριος.
(32b) dem Volk, das geboren wird, denn der Herr hat (es) gemacht.
Expositio 372:
Ὅμοιον τὸ οἳ οὐκ ἐξ αἱμάτων· οὐδὲ ἐκ θελήματος σαρκὸς, ἀλλ᾿ ἐκ θεοῦ ἐγεννήθησαν: –
Ähnlich ist die Stelle 'die nicht aus Blut und nicht aus Fleischeswillen, sondern aus Gott gezeugt wurden.' [Ioh 1,13]

P1 A1 P2 B1 L1

τὸ] τῶ A1 P2 B1 || οἳ] om. P1 A1 P2 L1 || ἐκ θεοῦ] ἐκ θελήματος θεοῦ L1 || ἐγεννήθησαν] ἐγενήθησαν P1

Exp. 372 wird Athanasius zugeschrieben (B1 L1). Sie findet sich auch in anderen Textkatenen, die hauptsächlich Expositiones wiedergeben (P1 A1). Es ist möglich, dass zwei Traditionslinien unabhängig voneinander diese Expositio weggelassen haben (Typus XIX [V1 C G] und Typus III [P6 Z N2] mit P5). Angesichts der textlichen Nähe zwischen P1 und P5 ist es überraschend, dass P5 exp. 372 nicht enthält. Montfaucon: exp. 372 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:372

Psalm 22
(22,1a)
Ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ.
(1a) Ein Psalm bezogen auf David.
Expositio 373: Hypothesis
Ἄδεται ὁ προκείμενος ψαλμὸς, ἐκ προσώπου τῶν ἐθνῶν· ἀγαλλομένων ἐπὶ τὸ ποιμᾶναι αὐτοὺς τὸν κύριον· καὶ μὴν, καὶ τὴν μυστικὴν ἐξηγοῦνται εὐωχίαν· ἣν παρέθηκεν αὐτὸς ὁ ποιμαίνων αὐτούς: –
Der vorliegende Psalm wird aus der Sicht der Heidenvölker gesungen, die sich darüber freuen, dass der Herr sie weidet. Sie erzählen sogar von dem mystischen Festmahl, das derjenige, der sie weidet, für sie vorbereitet hat.

V1 C M G P1 P5 A1 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἄδεται – αὐτούς] Ἐκ προσώπου τῶν ἐθνῶν, ᾄδεται ὁ προκείμενος ψαλμὸς· ἀγαλλιωμένων ἐπὶ τὸ ποιμαίνεσθαι ὑπὸ τοῦ κυρίου· ἐξηγοῦνται δὲ καὶ τὴν μυστικὴν εὐωχίαν, ἣν παρέθηκεν αὐτοῖς: – V4 || ἀγαλλομένων – ἐξηγοῦνται] ἐπὶ τὸ ποιμάναι αὐτὰ τὸν κύριον, καὶ μὴν κατὰ τὴν μυστικὴν ἐξήγοντο P2 || ἀγαλλομένων] ἀγαλλιαμένων M || ἐπὶ τὸ ποιμᾶναι] ἐπὶ τῷ ποιμᾶναι G A1 Z N2 V5 P7 L2 A3 || τὸν κύριον] κύριον A1 | τὸν θεόν V5 P7 || εὐωχίαν] εὐωδίαν V1 C M G P1 | εὐοχίαν P2 | εὐω[*]χίαν N2 || παρέθηκεν] περιέθηκεν B1 || αὐτὸς] αὐτοὺς M* | αὐτὸς Mc | αὐτοῖς P1 A1 B1 | ἑαυτοῖς αὐτὸς L2*utvid | αὐτοῖς αὐτὸς P5 P2 P6 Z N2 V5 P7 L2corr A3 || ὁ ποιμαίνων] ποιμαίνων V5 P7 L2 A3

M: exp. 373 und 374 bilden eine Einheit (Theodoret zugeschrieben). Montfaucon: exp. 373 nach P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:373

(22,1b)
Κύριος ποιμαίνει με, καὶ οὐδέν με ὑστερήσει.
(1b) Der Herr weidet mich, und nichts wird mir mangeln.
Expositio 374:
Μέγα ἐπὶ τῷ κυρίῳ φρονοῦσιν, οἱ παρ᾿ αὐτοῦ ποιμαινόμενοι: –
Die, die von ihm geweidet werden, denken großes über den Herrn.

V1 C M P1 P5 A1 A2 V4 P2 L1 P6 Z N2

Μέγα] Μεγ[ά]λ[α] γ[ὰ]ρ A1

Montfaucon: exp. 373 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:374

(22,2a)
εἰς τόπον χλόης, ἐκεῖ με κατεσκήνωσεν,
(2a) Am Ort frischen Grüns, dort ließ er mich lagern,
Expositio 375:
Tὴν νοητὴν πόαν φησίν: –
Er meint die geistige Wiese.

V1 C M G P1 P5 A1 A2 V4 P2 P6 Z N2

Tὴν] Τὸ τοῦ βαπτίσματος ante τὴν add. V1 || Tὴν – φησίν] Τὸ τοῦ βαπτίσματος: – G | Τ[ῆς] νοη[τῆς] π[ό]ας φ[ησ]ίν: – A1 || φησίν] post φησὶν add. ἤγουν (τουτέστι V4) τὴν ἱερὰν τῶν θείων λογίων διδασκαλίαν ≅ Theodoretus, comm. in Ps 22,2a (PG 80,1025 C13–14) A2 V4

C: exp. 375 vom Schreiber am inneren Rand hinzugefügt. V1 M: exp. 375 in der inneren Kolumne. P1: Eine hexaplarische Variante (Aquila, Symmachus [Ps 22,2a]) mit exp. 375 verbunden. Montfaucon: Die Verbindung von P1 wurde übernommen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:375

(22,2b)
ἐπὶ ὕδατος ἀναπαύσεως ἐξέθρεψέν με,
(2b) am ruhigen Wasser zog er mich auf.
Expositio 376:
Ὕδωρ ἀναπαύσεως, νοηθείη ἂν τὸ τοῦ ἁγίου βαπτίσματος· ἅτε δὴ τὸ φορτίον ἐξαλεῖφον τῶν ἁμαρτημάτων: –
Unter ruhigem Wasser wird wohl das der heiligen Taufe zu verstehen sein, da es nämlich die Last der Sünden auslöscht.

V1 C M P1 P5 A1 A2 V4 P2 B1 B2 L1 P6 Z N2

νοηθείη ἂν] om. M | νοηθείη A1 P2 B2 | νοηθείεν (sic) L1 | λέγει A2 V4 || τὸ τοῦ ἁγίου βαπτίσματος] ἀ[ν]τ[ὶ] τοῦ ἁγί[ο]υ βαπτίσμ[ατ]ος A1 | τοῦ ἁγίου βαπτίσματος P5 P6 Z N2 || ἅτε – τῶν ἁμαρτημάτων] om. A2 V4 || ἅτε δὴ] ἅτε δεῖ P1 | ἅτε M || τὸ φορτίον] φορτίον B2 || ἐξαλεῖφον τῶν ἁμαρτημάτων] ἐξαλείφων τῶν ἁμαρτημάτων V1 C M P2 B1 | ἐξαλείφων τῶν ἁμαρτιῶν P1 | τῶν ἁμ[α]ρτιῶν ἐξαλείφ[ον(?)] A1

L1: exp. 377 ist exp. 376 vorangestellt. Sie bilden eine Einheit, die nach Ps 22,2b steht. Montfaucon: exp. 377 nach P1, aber δεῖ und ἐξαλείφων korrigiert zu δὴ und ἐξαλεῖφον (nach P6?).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:376

(22,3a)
τὴν ψυχήν μου ἐπέστρεψεν.
(3a) Meine Seele ließ er umkehren.
Expositio 377:
Ἐκ θανάτου, εἰς ζωήν: –
Vom Tod zum Leben.

V1 C G P1 P5 A1 A2 V4 P2 B1 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἐκ – ζωήν] Ἐπέστρεψε δηλονότι ἐκ θανάτου, εἰς ζωὴν: – G

C: exp. 377 wurde vom Schreiber am äußeren Rand hinzugefügt. V5 P7: Ein Scholion des Hesychius (nr. 4,5 in Ps 22,3a–b [Antonelli; PG 27,729]), das exp. 377 folgt, wird Athanasius zugeschrieben. L2: Theodoret (comm. in Ps 22,3a–b [PG 80,1028 A2–4]) ist mit exp. 377 verbunden; ein Interpunktionszeichen, das ursprünglich die beiden Erklärungen trennte (wie im Fall von A3), wurde wahrscheinlich ausradiert. Montfaucon: exp. 377 (wahrscheinlich aus P1 = P6 P7) wurde am Ende des Scholion des Hesychius (aus P7) angefügt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:377

(22,3b)
ὡδήγησέν με ἐπὶ τρίβους δικαιοσύνης
(3b) Er führte mich auf die Pfade der Gerechtigkeit
(22,3c)
ἕνεκεν τοῦ ὀνόματος αὐτοῦ.
(3c) um seines Namens willen.
Expositio 378:
Τὰ εὐαγγελικά φησι δόγματα: –
Er meint die Lehren des Evangeliums.

V1 C G P1 P5 A1 P2 B1 P6 Z N2

Τὰ – δόγματα] Τρίβους φησὶ δικαιοσύνης, τὰ εὐαγγελικὰ δόγματα: – G | Τ[ῶν εὐαγγελ]ι[κῶν φησὶ δογμάτων] χ[άρ]ιν: – A1

C: exp. 378 wurde vom Schreiber am inneren Rand hinzugefügt. N2: exp. 378 wird irrtümlich Origenes zugeschrieben. Diese Zuschreibung hätte neben dem nächsten Fragment platziert werden müssen (so P6 Z). Montfaucon: exp. 378 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:378

(22,4a)
ἐὰν γὰρ καὶ πορευθῶ ἐν μέσῳ σκιᾶς θανάτου,
(4a) Denn wenn ich auch wandle inmitten des Todesschattens,
(22,4b)
οὐ φοβηθήσομαι κακά, ὅτι σὺ μετ᾽ ἐμοῦ εἶ·
(4b) werde ich Böses nicht fürchten, denn du bist mit mir.
Expositio 379:
Ὡς πρὸς τὸν πατέρα ὁ λόγος: –
Als ob die Rede an den Vater (gerichtet wäre).

V1 C M

urn:cts:etf:psath.expps.grc:379

(22,4c)
ἡ ῥάβδος σου καὶ ἡ βακτηρία σου, αὐταί με παρεκάλεσαν.
(4c) Dein Stab und dein Stock, sie haben mich getröstet.
Expositio 380a:
Aὐτὸν τὸν Χριστὸν φησὶν, κατὰ τὸ ῥάβδον δυνάμεως ἐξαποστελεῖ σοι κύριος ἐκ σιών· καὶ ῥάβδος εὐκλεὴς, καὶ ῥάβδος μεγαλειότητος: –
Er meint Christus selbst, gemäß den Stellen 'Einen Stab der Kraft wird dir der Herr von Sion aussenden' [Ps 109,2a]; und 'Ein ruhmvoller Stab und ein Stab der Herrlichkeit'. [cf. Ier 31,17]

V1 C M P1 P5 B1 L1 P6 Z N2

Aὐτὸν τὸν Χριστὸν φησὶν] ... αὐτὸν δὲ τὸν Χριστὸν φησὶν V1 C | om. M | Aὐτὸν τὸν Χριστὸν φησὶν οἷμαι λέγει (sic) B1 | Aὐτὸν τὸν θεὸν καὶ Χριστὸν φησὶν L1 || κατὰ – μεγαλειότητος] om. B1 || κατὰ τὸ ῥάβδον] κατὰ τὸν ῥάβδον L1 || ἐξαποστελεῖ σοι κύριος] ἐξαποστελεῖ κύριος P5 P6 Z N2 || ἐκ σιών] om. M || ῥάβδος1] ῥά〈β〉δος M | -β- supra lin. add. P6c || μεγαλειότητος] μεγαλώτατος P1 L1

M: exp. 380a befindet sich ohne klare Trennung zwischen Gregor von Nyssa (hom. 12 in Cant. 5,5–7 [365,16–366,6; 362,6–14 Langerbeck] in Cant 5,7b et in Ps 22,4c–6) und Isidor von Pelusios (ep. 301 [PG 78,357 B4–8]) in Ps 22,4c. In V1 findet sich eine fast identische Abfolge. B1: Eine stark gekürzte Fassung von exp. 379 wird Theodoret zugeschrieben. P1: exp. 380a steht nach Ps 22,3c–4b (sic). Ps 22,4c wird mit exp. 380b (dubium) erklärt. Montfaucon: exp. 380a und 380b (nach P1) wurden miteinander verbunden (κατὰ τὸ umgewandelt in καὶ τὸ).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:380a

Expositio 380b (dubium):
Ῥάβδος, ἡ παιδευτικὴ δύναμις· βακτηρία δὲ, ἡ διὰ τῆς παρακλήσεως ἀντίληψις: –
Ein Stab ist die Kraft zur Erziehung, während ein Stock der Beistand durch Trost ist.

V1 M P1 A1 A2 V4 P2 B1 P3 B2 V5 P7 L2 A3

Ῥάβδος – δύναμις] Ῥάβδος θεοῦ ἡ παιδευτικῆι δύναμις (sic) B1 | Ῥάβδός ἐστιν ἡ παιδευτικὴ δύναμις: – V5 P7 | Ῥάβδος δέ ἐστιν ἡ παιδευτικὴ δύναμις: – L2 A3 || Ῥάβδος ἡ παιδευτικὴ] evanida A1 || βακτηρία – ἀντίληψις] om. V5 P7 L2 A3 || βακτηρία δὲ] βακτηρία M || ἡ διὰ τῆς παρακλήσεως] ἡ διὰ τῆς παρα- evanida A1

B1: Dieses Dubium wird Theodoret zugeschrieben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:380b

(22,5a)
ἡτοίμασας ἐνώπιόν μου τράπεζαν ἐξ ἐναντίας τῶν θλιβόντων με·
(5a) Du hast vor mir einen Tisch bereitet, meinen Bedrängern gegenüber;
Expositio 381:
Tὴν μυστικὴν τράπεζαν λέγει: –
Tὴν μυστικὴν λέγει, ἤτοι τὸ ἄχραντον σῶμα: –
Er meint den mystischen.
Er meint den mystischen, das heißt den unbefleckten Leib.

V1 C G P5 P2 P6 Z N2 L2 A3

Tὴν μυστικὴν λέγει] Tὴν μυστικὴν τράπεζαν φησίν: – P5 P6 Z N2 L2 A3

C P2: exp. 381 wurde vom Schreiber am äußeren Rand hinzugefügt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:381

A1 B1 B2

Tὴν – σῶμα] post T- solum ἄχ[ρ][αντον(?)] legere potes A1 || Tὴν – ἤτοι] om. B2

B1: Diese Fassung von exp. 381 wird Theodoret zugeschrieben. A1 scheint eine etwas umfangreichere Version als B1 gehabt zu haben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:381par

(22,5b)
ἐλίπανας ἐν ἐλαίῳ τὴν κεφαλήν μου,
(5b) du hast mit Öl mein Haupt gesalbt,
Expositio 382:
Καὶ τοῦτο τὸ χρίσμα μυστικόν: –
Kαὶ τοῦτο χρίσμα μυστικόν· οἶμαι δὲ, τὸ τοῦ βαπτίσματος εἶναι: –
Auch dies ist die mystische Salbung.
Auch dies ist mystische Salbung. Ich glaube, es ist die der Taufe.

V1 C G P1 P5 P2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Καὶ τοῦτο] om. P2 || τὸ χρίσμα μυστικόν] τὸ χρίσμα τὸ μυστικόν P1 | Χρίσμα τὸ μυστικόν: – P2 | χρίσμα μυστικόν N2 V5 P7 L2 A3

C P2: exp. 382 vom Schreiber am äußeren Rand hinzugefügt. V5 P7 L2 A3: exp. 382 steht unmittelbar nach exp. 383. A3: exp. 382 mit einem angepassten Zitat aus Didymus (fr. 206 in Ps 22,5b [238 Mühlenberg]) verbunden. In L2 ist diese Verbindung nicht vorhanden. Montfaucon: exp. 382 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:382

A1 B1

Kαὶ – εἶναι] K[αὶ τοῦτο] [*****] [το]ῦ χρ[ίσματος] [τοῦ μυστι(?)][κοῦ λέγεται], [ἤ]γουν [το]ῦ β[απτίσματος]: – A1

B1: Diese Langfassung von exp. 382 wird irrtümlich Theodoret zugeschrieben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:381par

(22,5c)
καὶ τὸ ποτήριόν σου μεθύσκον ὡς κράτιστον.
(5c) und dein Becher machte trunken wie der stärkste Trank.
Expositio 383:
Πάλιν τὴν μυστικὴν εὐφροσύνην: –
Ποτήριον, τὴν μυστικὴν εὐφροσύνην λέγει τοῦ τιμίου αἵματος: –
(Er meint) wieder die mystische Freude.
Mit Becher meint er die mystische Freude des kostbaren Blutes.

V1 C G P1 P5 L1 P6 Z N2

εὐφροσύνην] εὐφρ〈ο〉σύνην C | λέγει εὐφροσύνην G | εὐφροσύνην φησίν P1

C: exp. 383 wird vom Schreiber am äußeren Rand hinzugefügt. N2: Ein adaptiertes Zitat aus Didymus (fr. 206 in Ps 22,5b [238 Mühlenberg]) wird mit exp. 383 verbunden; diese Verbindung ist in P6 Z nicht vorhanden. Montfaucon: exp. 383 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:383

A1 P2 B1 V5 P7 L2 A3

Ποτήριον – αἵματος] Τὸ τίμιον αἷμα ἤγουν τὴν μυστικὴν εὐφροσύνην: – P2 | Πάλιν τὴν μυστικὴν εὐφροσύνην, οἷμαι δηλ〈ο〉ῦν· ἤγουν τὸ τίμιον αἷμα: – B1 | Πάλιν τὴν μυστικὴν εὐφροσύνην, τὸ τίμιον αἷμα τοῦ Χριστοῦ λέγει: – V5 P7 L2 A3 || μυστικὴν] -ικὴν ex corr. A1m.sec.
(22,6a)
καὶ τὸ ἔλεός σου καταδιώξεταί με πάσας τὰς ἡμέρας τῆς ζωῆς μου,
(6a) Dein Erbarmen wird mich verfolgen alle Tage meines Lebens,
(22,6b)
καὶ τὸ κατοικεῖν με ἐν οἴκῳ κυρίου εἰς μακρότητα ἡμερῶν.
(6b) und wohnen darf ich im Haus des Herrn für die Länge der Tage.
Expositio 384:
Οἱ γὰρ τῶν προλεχθέντων ἁπάντων μεταλαβόντες, ἔσονται διὰ παντὸς ἐν τῷ ἐλέει τοῦ θεοῦ· καὶ μὴν, καὶ κατοικήσουσιν ἐν τῶ οἴκῳ αὐτοῦ: –
Denn diejenige, die an allen zuvor genannten Dingen teilhaben, werden für immer in Gottes Barmherzigkeit stehen und sogar in seinem Haus wohnen.

V1 C G P1 P5 A1 P2 B1 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

ἁπάντων μεταλαβόντες] πάντων μεταλαμβάνοντες A1 P2 L1 V5 P7 L2 A3 || ἔσονται] ἀεὶ ἔσονται A1 || ἐν τῷ ἐλέει] ἐν τῷ ἐλαίῷ (sic) B1 || καὶ μὴν καὶ] καὶ μὴν A1 P2 L1 | καὶ V5 P7 L2 A3 || κατοικήσουσιν] κατασκηνώσουσιν V1 | κατοικήσουσιν καὶ A1

B1: exp. 384 wird doppelt, nämlich Ἀθανασιου και Θεοδωριτ(ου), zugeschrieben; in der Ausgabe des Psalmenkommentars des Theodoret (PG 80) findet sich jedoch zu Ps 22,6 keine Entsprechung zu dieser Expositio. V5 P7 L2 A3: exp. 384 nahe der Tradition der (Text-)Katenen basierend auf den den Expositiones und den Kommentaren des Hesychius von Jerusalem (P2 L1). Montfaucon: exp. 384 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:384

Psalm 23
(23,1a)
Ψαλμὸς τῷ Δαυΐδ· τῆς μιᾶς σαββάτων.
(1a) Ein Psalm, bezogen, auf David; am ersten (Tag) der Woche.
Expositio 385: Hypothesis
Τὴν ἀνάληψιν τοῦ κυρίου, ὁ παρὼν ἡμῖν κηρύττει ψαλμός· καὶ τῶν ἐθνῶν διδασκαλίαν, πῶς ἂν καὶ αὐτοὶ ἄξιοι γένοιντο τῶν ἐπουρανίων σκηνῶν: –
Οὗτος ὁ ψαλμὸς ἀναγωγικῶς περιέχει τὴν ἀνάληψιν, ἥντινα νοητοῖς ὀφθαλμοῖς προορῶν ὁ Δαυῒδ λέγει: –
Der vorliegende Psalm verkündet uns die Aufnahme des Herrn (in den Himmel) und die Belehrung der Heiden, wie auch sie der Zelte im Himmel würdig werden könnten.
Dieser Psalm umfasst anagogisch die Aufnahme (in den Himmel), welche David mit geistigen Augen voraussehend erzählt.

V1 C M P1 P5 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Τὴν – ψαλμός] om. M || τοῦ κυρίου] omnes fere codices sicut Sir.long. | τοῦ Χριστοῦ P2 || κηρύττει ψαλμός] ψαλμὸς ἀνακηρύττει P2 || τῶν ἐθνῶν – αὐτοὶ] διδασκαλίαν τῶν ἐθνῶν· ὡς ἂν M || ἄξιοι – σκηνῶν] τῶν ἐπουρανίων ἄξιοι γένοιντο σκηνῶν P2 | ἄξιοι τῶν ἐπουρανίων γένωνται σκηνῶν B1 || γένοιντο] γένωνται V1vid. C M B1 Z N2 V5 P7 L2 A3 | γένονται P1 | γένοι〈ν〉το P5

Montfaucon: exp. 385 wahrscheinlich aus P1 (γένονται korrigiert in γένωνται).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:385

A1

(23,1b)
Τοῦ κυρίου ἡ γῆ καὶ τὸ πλήρωμα αὐτῆς,
(1b) Dem Herrn gehört die Erde und ihre Fülle,
(23,1c)
ἡ οἰκουμένη καὶ πάντες οἱ κατοικοῦντες ἐν αὐτῇ·
(1c) der Erdkreis und alle, die auf ihm wohnen.
Expositio 386:
Τὴν βασιλείαν ἣν ἐβασίλευσε τῶν ἐθνῶν· ἐπιδημήσας ὁ μονογενὴς τοῦ θεοῦ λόγος, διὰ τῶν παρόντων κηρύττει: –
Mit den vorliegenden Worten verkündet er das Königreich der Heidenvölker, dessen König das einziggeborene Wort Gottes war, als er (auf Erden) war.

V1 C M P1 P5 P2 B1 B2 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Τὴν – τῶν ἐθνῶν] ... τὴν βασιλείαν ἣν ἐβασίλευσεν M | Tὴν βασιλείαν τῶν ἐθνῶν ἐβασίλευσεν B1 || ἐπιδημήσας – λόγος] ἐπιδημήσας ὁ τοῦ θεοῦ μονογενῆς λόγος M | ἐπιδημήσας ὁ κύριος N2 || κηρύττει] ἀνακηρύττει P2 B2 L1

M: Eine Paraphrase aus Theodoret (comm. in Ps 23,1a [PG 80,1029 A8–11 A5–7 A11–12]), die aus der Typus III-Tradition (P6 [f. 54r] Z N2) entstammt, wurde mit exp. 386 und 385 verbunden. exp. 386 (vollständig) geht exp. 385 (gekürzt) voraus, wobei beide Expositiones leicht überarbeitet wurden. Diese Einheit wird als Hypothesis bezeichnet und Theodoret zugeschrieben. Montfaucon: exp. 386 wahrscheinlich aus P1 (= P6 P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:386

(23,2a)
αὐτὸς ἐπὶ θαλασσῶν ἐθεμελίωσεν αὐτὴν
(2a) Er hat ihn über den Meeren gegründet,
Expositio 387:
Ἵνα μή τις τῶν ἐχθρῶν δόξῃ εἶναι μὲν τὴν γῆν τοῦ σατανᾶ· νυνὶ δὲ αὐτῆς βασιλεῦσαι τὸν Χριστὸν, τούτου χάριν τὸν Χριστὸν αὐτῆς ποιητὴν ἀποδείκνυσιν· ἅμα δὲ καὶ τὴν δύναμιν αὐτοῦ δηλοῖ, ὥστε τοσοῦτον μέγεθος τῆς γῆς ἐπὶ ὑδάτων ἐστηρίχθαι: –
Ἵνα μή τις τῶν ἐχθρῶν δόξῃ εἶναι μὲν τὴν γῆν τοῦ σατανᾶ· νυνὶ δὲ αὐτῆς βασιλεῦσαι τὸν Χριστὸν, τούτου χάριν τὸν Χριστὸν ποιητὴν αὐτῆς ἀποδείκνυσιν· ἅμα δὲ καὶ τὴν δύναμιν αὐτοῦ δηλοῖ καὶ τὸν τῆς δημιουργίας λόγον· ᾧ τοσοῦτον τὸ τῆς ἰσχύος καὶ τὸ τοῦ θεϊκοῦ προστάγματος, ὥστε τοσοῦτον μέγεθος τῆς γῆς ἐπὶ ὑδάτων ἐστηρίχθαι: –
Damit nicht einer der Feinde glaube, die Erde gehöre dem Satan, aber nun herrsche Christus über sie, deshalb stellt er Christus als ihren Schöpfer dar. Zugleich zeigt er aber auch seine Kraft, sodass eine derartige Masse an Erde über den Wassern gegründet worden ist.
Damit nicht einer der Feinde glaube, die Erde gehöre dem Satan, aber nun herrsche Christus über sie, deshalb stellt er Christus als ihren Schöpfer dar. Zugleich zeigt er aber auch seine Kraft und die der Schöpfertätigkeit eigene Vernunft, der so viel Stärke und göttlicher Befehl (innewohnt), sodass eine derartige Masse an Erde über den Wassern gegründet worden ist.

V1 C G P1 P5 P2 B1 L1 P6 V5 P7 L2 A3

τῶν ἐχθρῶν] τῶν ἐθνῶν sicut Sir.long. V5 P7 L2 A3 || εἶναι μὲν] εἶναί με L1 || τούτου χάριν τὸν Χριστὸν] om. V5 P7 L2 A3 || τούτου χάριν] τούτου γὰρ χάριν L1 || αὐτῆς ποιητὴν] ποιητὴν αὐτῆς P2 B1 L1 V5 P7 L2 A3 || ἅμα – ἐστηρίχθαι] om. G || δὲ2] δὲ {δὲ} A3 || τὴν δύναμιν] τὴν δύνα{να}μιν B1 || ὥστε τοσοῦτον μέγεθος] ὥστε τὸ τοσοῦτον μέγεθος C | ὡς τοσοῦτον μέγεθος P2 A3 | ὡς τοσουτονέγεθος B1* | ὡς τοσουτομέγεθος B1c | ὡς τὸ οὕτως μέγεθος L1 | ὡς τὸ τοσοῦτον μέγεθος V5 P7 L2 || ἐπὶ ὑδάτων] ἐπὶ τῶν ὑδάτων V5 P7 L2 A3 || ἐστηρίχθαι] στηριχθῆναι V1 C P1 | ἐστηρίχθη P2 | ἐστηρηχ L1 | ἐνήρησται (sic) V5 P7 | ἐνήρεισται L2 A3

B1: Es wird einleitend behauptet, dass diese Expositio 4 Zeilen (στίχοι) des Psalms erklärt: ερμην(εία) τῶν Δ´ στι(χων) Ἀθανασιου. Allerdings ist nur eine Zeile Gegenstand der Erklärung von exp. 387. Die Zahl Δ´ ist möglicherweise das Ergebnis einer Fehllesung eines ursprünglichen A´. Syrische Version (Langfassung): Eine Übereinstimmung mit der Kurzfassung dieser Expositio ist festzustellen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:387

Z N2

(23,2b)
καὶ ἐπὶ ποταμῶν ἡτοίμασεν αὐτήν.
(2b) und über den Flüssen hat er ihn bereitet.
Expositio 388:
Ἀντὶ τοῦ διεκόσμησεν: –
Anstelle von 'er hat angeordnet'.

V1 C G P1 P5 P2 B2 P6 Z N2

τοῦ] ** τοῦ P6 || διεκόσμησεν] -σ-1 ex ε (ut vid.) corr. V1

C P2: exp. 388 wurde von den jeweiligen Schreibern am äußeren Rand hinzugefügt. Montfaucon: exp. 388 wahrscheinlich aus P1 (= P6). Syrische Version (Langfassung): exp. 388 wird durch einen Vergleich erweitert, der in den hier berücksichtigen griechischen Traditionen keine Entsprechung hat. Die Flüsse werden mit Dienern verglichen, die durch die Kraft der Dreifaltigkeit den Tisch der Erde für ihre Bewohner reichlich decken.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:388

(23,3a)
τίς ἀναβήσεται εἰς τὸ ὄρος τοῦ κυρίου
(3a) Wer wird hinaufziehen auf den Berg des Herrn,
(23,3b)
καὶ τίς στήσεται ἐν τόπῳ ἁγίῳ αὐτοῦ;
(3b) und wer wird stehen an seinem heiligen Ort?
Expositio 389:
Μετὰ τὸ ἐκθέσθαι τὴν πίστιν, καὶ ἔργων διδασκαλίαν εἰσηγεῖται· ἵνα δι᾿ ἀμφοτέρων, τῆς ὄντως κληρονομίας ἐπιτύχωμεν οἱ ἀκούοντες: –
Mετὰ τὸ ἐκθέσθαι τὴν πίστιν, καὶ ἔργων διδασκαλίαν εἰσηγεῖται· ἵνα δι᾿ ἀμφοτέρων τῆς ὄντως κληρονομίας ἐπιτύχωμεν οἱ ἀκούοντες· ὄρος γὰρ τοῦ θεοῦ, αἱ ἐντολαί· τόπος ἅγιος, αἱ ἀρεταί· πρῶτον τοίνυν εἰς τὸ τῶν ἐντολῶν ὄρος διὰ μαθήσεως· καίτοι τῷ ἁγίῳ τῶν ἀρετῶν τόπῳ, διὰ τοῦ πράττειν ἀναβαίνωμεν: –
Nachdem er den Glauben dargelegt hat, führt er auch eine Lehre über die Werke ein: Damit wir, die wir zuhören, durch beides die wahrhaftige Erbschaft erlangen können.
Nachdem er den Glauben dargelegt hat, führt er auch eine Lehre über die Werke ein: Damit wir, die wir zuhören, durch beides die tatsächliche Erbschaft erlangen können. Denn Berg des Herrn sind die Gebote. Heiliger Ort sind die Tugenden. Zuerst also zum Berg der Gebote durch die Erkenntnis, obwohl wir durch das Tun auf den heiligen Ort der Tugenden aufsteigen.

V1 C M P1 P5 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

διδασκαλίαν εἰσηγεῖται] διδασκαλίας ἐξηγεῖται P1 || δι᾿ ἀμφοτέρων τῆς ὄντως κληρονομίας] ** ἀ〈μ〉φοτέρων τ[ὴν(?)] ὄντως κληρονομί[αν(?)] M

M: exp. 389 nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. Montfaucon: exp. 389 nach P1. Syrische Version (Langfassung): Eine Übereinstimmung mit der Kurzfassung dieser Expositio ist festzustellen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:389

B1

B1: exp. 389 wird durch eine bisher unbekannte Erklärung erweitert. Diese Einheit wird doppelt zugeschrieben (Ἀθανασιου καὶ Θεοδωριτου). Es gibt jedoch keine vergleichbare Stelle bei Theodoret.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:389par

(23,4a)
ἀθῷος χερσὶν καὶ καθαρὸς τῇ καρδίᾳ,
(4a) Einer, der unschuldige Hände und ein reines Herz hat,
Expositio 390:
Eἴρηται περὶ τούτων ἐν τῷ IΔ΄ ψαλμῷ: –
Über diese Dinge wurde im vierzehnten Psalm gesprochen.

V1 C M P1 P5 P2 B1 P6 Z N2

Eἴρηται – ψαλμῷ] Περὶ τούτου εἴρηται ἐν τῷ τέσσαρες καὶ δεκάτῳ ψαλμῷ: – P1 | Eἴρηται περὶ τούτου ἐν τῷ τετάρτῳ ψαλμῷ: – P2 || περὶ τούτων] τελεώτερον Z N2

C: exp. 390 vom Schreiber zwischen den Zeilen hinzugefügt. Z N2: Ein Fragment, das sowohl Origenes als auch Didymus zugeschrieben wird (PG 17,113 C10–D8), ist mit exp. 390 verbunden. Infolge dieser Verbindung wurde περὶ τούτων in τελεώτερον umgewandelt. Bei P6 sind diese beiden Texte noch getrennt voneinander. Montfaucon: exp. 390 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:390

(23,4b)
ὃς οὐκ ἔλαβεν ἐπὶ ματαίῳ τὴν ψυχὴν αὐτοῦ
(4b) der sein Leben nicht zu Nichtigem verwendet hat
Expositio 391:
Ματαίωσιν, τὴν ὑψηλοφροσύνην φησίν: –
Nichtiges nennt er den Hochmut.

V1 C G P1 P5 P2 B1 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

φησίν] δηλοῖ P2 V5 P7 L2 A3 | λέγει B1 B2

C: exp. 391 vom Schreiber am äußeren Rand hinzugefügt. Montfaucon: exp. 391 wahrscheinlich aus P1 (= P6). Syrische Version (Langfassung): exp. 391 um ein Glied erweitert, das in den hier berücksichtigen griechischen Traditionen keine Entsprechung hat.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:391

(23,4c)
καὶ οὐκ ὤμοσεν ἐπὶ δόλῳ τῷ πλησίον αὐτοῦ.
(4c) und nicht zum Betrug an seinem Nächsten geschworen hat.
(23,5a)
οὗτος λήμψεται εὐλογίαν παρὰ κυρίου
(5a) Dieser wird Segen empfangen vom Herrn
(23,5b)
καὶ ἐλεημοσύνην παρὰ θεοῦ σωτῆρος αὐτοῦ.
(5b) und Barmherzigkeit von Gott, seinem Retter.
(23,6a)
αὕτη ἡ γενεὰ ζητούντων αὐτόν,
(6a) Dies ist das Geschlecht derer, die ihn suchen,
(23,6b)
ζητούντων τὸ πρόσωπον τοῦ θεοῦ Ἰακώβ.
(6b) derer, die das Angesicht des Gottes Jakobs suchen.
Expositio 392:
τὰ προειρημένα φυλάξασα: –
(Das Geschlecht,) das die vorhergesagten Dinge beachtet.

V1 C M G P1 P5 P2 B1 P6 Z N2 L2 A3

] Εἰ L2 A3 || φυλάξασα] φυλάξασα γενεὰ φησίν P1 | φυλάξει L2 A3

C: exp. 392 wurde vom Schreiber am äußeren Rand hinzugefügt. M: exp. 392 steht nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. V5 P7: exp. 392 wurde ausgelassen; L2 A3 haben sie. Montfaucon: exp. 392 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:392

(23,6c)
διάψαλμα.
(6c) Zwischenspiel.
(23,7a)
ἄρατε πύλας, οἱ ἄρχοντες ὑμῶν,
(7a) Erhebt die Tore, ihr Herrscher über euch,
(23,7b)
καὶ ἐπάρθητε, πύλαι αἰώνιοι,
(7b) und lasst euch hinaufheben, ihr ewigen Tore,
(23,7c)
καὶ εἰσελεύσεται ὁ βασιλεὺς τῆς δόξης.
(7c) und einziehen wird der König der Herrlichkeit.
Expositio 393:
Οἱ διακονοῦντες τῷ σωτῆρι ἐπὶ γῆς ἄγγελοι· ἀναλαμβανομένου αὐτοῦ, ταῖς οὐρανίαις δυνάμεσι δηλοῦσιν ἀνοίγειν τὰς πύλας: –
Die Engel, die dem Erlöser auf Erden dienten, weisen die himmlischen Kräfte an, die Tore zu öffnen, als er (in den Himmel) aufgenommen wird.

V1 C G P1 P5 P2 B1 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Οἱ – τὰς πύλας] Oἱ διακονοῦντες τῷ κυρίῳ ἐπὶ γῆς· ἀγγελίαν λαμβάνουσι ταῖς οὐρανίαις δυνάμεσι δηλούντων ἀνοίγειν τὰς πύλας: – V5 P7 L2 A3 || Οἱ – αὐτοῦ] Οἱ διακονοῦντες τῷ κυρίῳ ἐπὶ γῆς (ἐπὶ τῆς γῆς L1) ἀγγελίαν λαμβάνουσι(ν) P2 L1 || ἐπὶ γῆς] ἐπὶ τῆς γῆς V1 C G L1 || ταῖς οὐρανίαις δυνάμεσι] ταῖς οὐρανίoις δυνάμεσιν C P2 P6 || δηλοῦσιν ἀνοίγειν τὰς πύλας] δηλοῦν τὸ ἀνοίγειν τὰς πύλας (sic) P2 L1

V5 P7 L2 A3: exp. 393 nahe der Tradition der (Text)-Katenen basierend auf den den Expositiones (P2). Montfaucon: exp. 393 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:393

(23,8a)
τίς ἐστιν οὗτος ὁ βασιλεὺς τῆς δόξης;
(8a) Der Herr, stark und mächtig,
Expositio 394:
Ἐρωτῶσιν αἱ ἄνω δυνάμεις, τὸ παράδοξον τῆς οἰκονομίας καταπληττόμεναι: –
Die oberen Kräfte fragen, erstaunt über das Paradox des Heilsplans.

V1 C M G P1 P2 B1 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

καταπληττόμεναι] ἐκπληττόμεναι M P1 P5 B2 P6 Z N2 A3

M: exp. 394 steht nach exp. 395. Montfaucon: exp. 394 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:394

(23,8b)
κύριος κραταιὸς καὶ δυνατός,
(8b) Der Herr, stark und mächtig,
(23,8c)
κύριος δυνατὸς ἐν πολέμῳ.
(8c) der Herr, mächtig im Krieg.
Expositio 395:
Μυσταγωγοῦσι τοὺς ἄνω οἱ σὺν αὐτῷ ἀνελθόντες ἄγγελοι τὸ μυστήριον· ὅτι ὁ καταπατήσας τοὺς ἐχθροὺς· τοὺς νοητοὺς δὲ δηλονότι, αὐτός ἐστιν ὁ τῶν ὅλων κύριος: –
Die Engel, die mit ihm aufgefahren sind, führen die Oberen in das Geheimnis ein, dass der, welcher die Feinde, nämlich die geistlichen, zertreten hat, selbst der Herr über alles ist.

V1 C M P1 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

τοὺς ἄνω] τοῖς ἄνω (ut vid.) M || ἀνελθόντες] ἐλθόντες P2 V5 P7 L2 A3 || ὁ καταπατήσας] καταπατήσας V1 M P2 || τοὺς νοητοὺς δὲ δηλονότι] τοὺς νοητοὺς δηλονότι M | νοητοὺς δὲ δηλονότι P2 | τοὺς νοητοὺς δῆλον δὲ ὅτι P6* | τοὺς νοητούς· δῆλον δὲ ὅτι P6c | τοὺς νοητοὺς, δηλονότι (post νοητοὺς interpunxit N2m.sec. [ut vid.]) Z N2 V5 P7 L2 A3 || ὁ τῶν ὅλων κύριος] ὁ τῶν δυνάμεων κύριος P1 P2 B1 | om. V5 P7 | ὁ βασιλεὺς τῆς δόξης κύριος τῶν δυνάμεων (= Ps 23,10; post δόξης duo puncta L2) L2 A3

P5: exp. 395 verloren (ein Blattausfall). Montfaucon: exp. 395 nach P1 (τοὺς νοητοὺς δὲ δηλονότι korrigiert in τοὺς νοητοὺς δηλονότι; nach P7?). Syrische Version (Langfassung): δηλονότι bezieht sich auf τοὺς νοητοὺς und nicht auf αὐτός ἐστιν. Die Satzgliederung von P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 wird daher nicht bestätigt. Außerdem könnte die griechische Vorlage einen Ausdruck wie ὁ βασιλεὺς τῶν δυνάμεων (vgl. L2 A3) anstelle von ὁ τῶν ὅλων κύριος enthalten haben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:395

(23,9a)
ἄρατε πύλας, οἱ ἄρχοντες ὑμῶν,
(9a) Erhebt die Tore, ihr Herrscher über euch,
(23,9b)
καὶ ἐπάρθητε, πύλαι αἰώνιοι,
(9b) und lasst euch hinaufheben, ihr ewigen Tore,
(23,9c)
καὶ εἰσελεύσεται ὁ βασιλεὺς τῆς δόξης.
(9c) und einziehen wird der König der Herrlichkeit.
(23,10a)
τίς ἐστιν οὗτος ὁ βασιλεὺς τῆς δόξης;
(10a) Wer ist dieser König der Herrlichkeit?
(23,10b)
κύριος τῶν δυνάμεων, αὐτός ἐστιν ὁ βασιλεὺς τῆς δόξης.
(10b) Der Herr der Heerscharen – er ist der König der Herrlichkeit.
Expositio 396 (dubium):
Τοῦ κυρίου μὲν φησὶν, ἡ γῆ καὶ τ[ὸ] πλήρωμα αὐτῆς· καὶ γὰρ αὐτὸς ἐθεμελίωσεν αὐτὴν καὶ ἐκαλλώπισεν· ἀλλ᾿ ἐγὼ οὐ ταύτην ἐπιθυμῶ, ἀλλὰ μακαρίζω· τίς ἀναβήσεται εἰς τὸ ὄρος τῶν ἐλαιῶν μετὰ τοῦ κυρίου ἐν τῇ ἀναλήψει, καὶ στήσεται ἐκεῖ μετ᾿ αὐτοῦ; [ὅστις(?)] ἔσται ἀθῷος καὶ καθαρός· οὗτος λήψεται τὴν ε[ὐ]λογίαν· ὅτε Xριστὸς· ἐκτείνας τὰς χεῖρας, εὐλογήσει τοὺς ἀποστόλους· οὗτος ἐλεηθήσεται· καὶ ἔσται συγγενὴ[ς] [Χριστῷ(?)], καὶ ἀδελφὸς καὶ φίλος Χριστοῦ· καὶ τότε ὄψεται, αὑτὸν συναναλαμβανόμε[ν]ον· καὶ ἀκούσεται τ[ὸ] ἄρατε πύλας τῶν ἀγγέλω[ν] ἀλλήλοις λε[γ]όντων· εἶτα ἐρωτώντων τῶν ἄνω δυνάμεων ὡς ἐκπληττομένων τὸ παράδοξον τῆς οἰκονομίας, τίς [ἐστιν] οὗτ[ο]ς ὁ βασιλεὺς τῆς δόξης: –
Dem Herrn, will er sagen, gehört gewiss die Erde und ihre Fülle. [Ps 23,1b] Und in der Tat hat er selbst sie gegründet und sie schön gemacht. Aber ich begehre sie nicht, sondern ich bewundere sie. Wer wird mit dem Herrn bei der Aufnahme (in den Himmel) auf den Ölberg hinaufziehen und dort mit ihm stehen? Jeder, der unschuldig und rein sein wird. [cf. Ps 23,3–4a] Dieser wird den Segen empfangen, [cf. Ps 23,5a] wenn Christus mit ausgestreckten Händen die Apostel segnen wird. Dieser wird Barmherzigkeit erfahren [cf. Ps 23,5b] und sowohl ein Verwandter (von Christus?) als auch ein Bruder und Freund Christi sein. Und zu dieser Zeit wird er sehen, dass auch er (in den Himmel) aufgenommen wird. Und er wird hören, wie die Engeln einander sagen 'Erhebt die Tore', [Ps 23,9a]; und dann (wird er hören) wie die höheren Heerscharen staunend über das Paradoxon des Heilsplans fragen 'Wer ist dieser König der Herrlichkeit?'. [Ps 23,10a]

A1

τῶν ἐλαιῶν] τῶν ἐλεῶν A1* | τῶν ἐλαιῶν A1c || ὅστις] [ὅστις(?)] ex corr. A1m.sec. || ἔσται2] fort. ἔστε A1* | ἔσται (ut vid.) A1m.sec. || αὑτὸν] correximus | αὐτὸν A1 || ἀκούσεται] -τ- ex corr. A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:396

Psalm 24
(24,1a)
Ψαλμὸς τῷ Δαυιδ.
(1a) Ein Psalm, bezogen auf David.
Expositio 397: Hypothesis
Ἐν τῷ προκειμένῳ ψαλμῷ, τὸ ἑκάστου τῶν κεκλημένων εἰσφέρεται πρόσωπον· ἤγουν· ἁπάντων τῶν συνειλεγμένων, εἰς πνευματικὴν ἀπευθύνεσθαι ζωήν: –
Ἐν τῷ προκειμένῳ ψαλμῷ· νοητ[ῶ]ς μὲν, τὸ τῶν κεκλημένων εἰσφέρεται πρόσωπον· ἤγουν· ἁπάντων τῶν συνειλεγμένων, εἰς πνευματικὴν παρακαλούντων ἀπευθύνεσθαι ζωήν· ἱστορικῶς δὲ, δείκνυσιν ὠφελημένους τοὺς ἰσραηλίτας ἀπὸ τῆς αἰχμαλωσίας· καὶ οὐκέτι προσέχοντας τοῖς εἰδώλοις· ἀλλὰ π[ᾶ]σ[α]ν τὴν ἐλπίδα ἔχοντας εἰς θεὸν· ἐχθροὺς δὲ τοὺς βαβυλωνίους: –
Im vorliegenden Psalm wird die Person eines jeden der Berufenen eingeführt, nämlich all jener, die versammelt wurden, um auf das geistige Leben ausgerichtet zu werden.
Auf der spirituellen Ebene wird in dem vorliegenden Psalm die Person der Berufenen eingeführt, nämlich all der Versammelten, die flehen, auf das geistige Leben ausgerichtet zu werden. Auf historischer Ebene zeigt er die Israeliten, wie sie aus der Gefangenschaft Nutzen ziehen und sich nicht den Götzen zuwenden, sondern ihre gesamte Hoffnung auf Gott setzen aber die Babylonier als Feinde haben.

V1 C M G P1 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἐν τῷ] fort. ex Ἐν τούτ corr. A3 || ψαλμῷ] om. P2 || τὸ ἑκάστου] τῶ ἑκάστω P1* | τῶ ἑκάστου P1c B1 | ἑκάστῳ P2 || πρόσωπον] προσωπ V5 | προσώπων P7 | ὄν πρόσωπον A3 || ἁπάντων τῶν συνειλεγμένων] ἁπάντων τῶν συνηλεγμένων V1 M | αὐτῶν τῶν συνειλεγμένων P1 | ἁπάντων συνειλεγμένων (συνηλεγμένων P2) P2 B1 || εἰς – ζωήν] καὶ εἰς πνευματικὴν παρακαλούντων ἀπευθύνεσθαι ζωήν P2 | εἰς πνευματικὴν παρακαλούντων, ἀπευθύνεσθαι δίκην B1 | εἰς τὴν πνευματικὴν ἀπευθύνεσθαι ζωήν P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

M: exp. 397 wird mit einer leicht modifizierten Hypothesis aus Theodoret (comm. in Ps 24,1a [PG 80,1036 B2–15]) verbunden; diese Einheit wird Theodoret zugeschrieben. P1: exp. 397 wird mit Evagrius (schol. nr. α´ in Ps 24,1b–3a [442 Rondeau – Géhin – Cassin]) verbunden. V5 P7 (Typus XV) L2 A3 (Typus XVI): exp. 397 steht der Typus III-Tradition (P6 Z N2) nahe. Montfaucon: Die Verbindung von P1 wurde übernommen, aber τῶ ἑκάστου in τὸ ἑκάστου korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:397

A1

Die Hypothesis in A1 besteht aus exp. 397, der zwei Erklärungen aus Diodor von Tarsus (comm. in Ps 24,1b–2a et in Ps 24,2b [143,30–144,32; 144,35 Olivier]) angefügt werden. Im Gegensatz zu anderen Hypotheseis in A1, bei denen Expositiones vermutlich durch paraphrasierte Ergänzungsquellen erweitert werden, ist die Abhängigkeit von Diodor in diesem Fall eindeutig anhand des wörtlichen Zitats nachweisbar.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:397par

(24,1b)
Πρὸς σέ, κύριε, ἦρα τὴν ψυχήν μου, ὁ θεός μου.
(1b) Zu dir, Herr, habe ich meine Seele erhoben, mein Gott.
(24,2a)
ἐπὶ σοὶ πέποιθα· μὴ καταισχυνθείην,
(2a) Auf dich vertraue ich. Nicht soll ich zuschanden werden,
Expositio 398:
Ὡς ἀποστραφέντες ἤδη τὴν εἰδωλολατρείαν φησίν: –
Er spricht, als hätten sie sich bereits vom Götzendienst abgewendet.

V1 C G P1 A1 P2 B1 B2 L1 P6 Z N2 V5 P7

Ὡς ἀποστραφέντες ἤδη ] Ὡς ἀποστραφεὶς ἤδη G L1 | Ὡς ἀποστραφέντας ἤδη A1 | Ὡς ἀποστραφέντος ἤδη Z N2 || τὴν εἰδωλολατρείαν] τῆς εἰδωλολατρείας P1 L1 || φησίν] om. P2 B2 L1 V5 P7

Montfaucon: exp. 398 nach P1, aber φησίν zu φασίν emendiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:398

(24,2b)
μηδὲ καταγελασάτωσάν μου οἱ ἐχθροί μου.
(2b) und nicht sollen meine Feinde mich verlachen.
Expositio 399:
Οἱ νοητοὶ δηλονότι: –
Οἱ Βαβυλώνιοι δηλονότι φησίν: –
Nämlich die geistigen.
Nämlich die Babylonier, sagt er.

V1 C M P1 P2 B1 B2 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

δηλονότι] δηλονότι οἱ δαίμονες B1

M (Typus IV): exp. 399 steht nicht im Hauptkommentar, sondern zwischen den Zeilen des Psalmtextes. C (Typus XIX): exp. 399 wurde vom Schreiber am äußeren Rand hinzugefügt. Montfaucon: exp. 399 wahrscheinlich aus P1 (= P6 P7).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:399

A1

Diese Fassung von exp. 399 steht möglicherweise unter dem Einfluss von Diodor von Tarsus (comm. in Ps 24,2b [144 Olivier]). Die Stelle lautet Ἐχθροὺς τοὺς Βαβυλωνίους λέγει.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:399par

(24,3a)
καὶ γὰρ πάντες οἱ ὑπομένοντές σε οὐ μὴ καταισχυνθῶσιν·
(3a) Es sollen ja auch alle, die auf dich harren, gewiss nicht zuschanden werden.
Expositio 400:
Ἀπὸ τῶν ἤδη πεποιθότων ἐπὶ θεῷ καὶ γενομένων λαμπρῶν· διὰ τὸ τὴν πεποίθησιν ἔχειν τῆς εὐχῆς ἐπιτεύξασθαι, ἰσχυρίζονται: –
Bezüglich derer, die bereits auf Gott vertraut haben und strahlend geworden sind, weil sie die Zuversicht haben, mit dem Gebet Erfolg zu haben, gewinnen sie an Kraft.

V1 C M G P1 A1 P2 B1 B2 L1 P6 Z N2 V5 P7

Ἀπὸ] Ὑπὸ V5 P7 || ἐπὶ θεῷ] ἐπὶ τῷ θεῷ A1 P2 B2 L1 V5 P7 | om. M || διὰ τὸ τὴν πεποίθησιν] διὰ τὸ πεποίθησιν M | πεποίθησιν B1 B2 | διὰ τὸ τὴν πεποίθησιν ἐπ᾿ ἐκείνῳ Z N2 | διὰ τὴν πεποίθησιν V5 P7 || ἔχειν] ἔχει add. supra lin. P2corr | linea del. P7 || ἐπιτεύξασθαι] ἐπιτεύξεσθε A1 | ἐπιτεύξεσθαι P6 Z N2 | ἐπιτεύχεσθαι (sic) B1 || ἰσχυρίζονται] διϊσχυρίζονται P1 A1 P2 B2 L1 | ἰσχυρίζεται G Z N2 | διϊσχυρίζεσθαι V5 P7

M: exp. 400 steht nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. Montfaucon: exp. 400 nach P1, aber διϊσχυρίζονται zu διϊσχυρίζεται emendiert. Diese und die folgende Expositio wurden als eine Einheit im Ergänzungsband zur editio princeps neu ediert. Sie wurden aus der Sammlung von Colville übernommen und nach Ps 24,3b gestellt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:400

(24,3b)
αἰσχυνθήτωσαν πάντες οἱ ἀνομοῦντες διὰ κενῆς.
(3b) Zuschanden werden sollen alle, die umsonst gesetzlos handeln.
Expositio 401:
Ταῦτα περὶ τῶν ἔτι κατεχομένων ἐν εἰδωλολατρείᾳ φησίν: –
Ταῦτα περὶ τῶν ἔτι κατεχομένων ἐν εἰδωλολατρ〈ε〉ίᾳ φησὶν, καὶ τῶν ἐν ἀνομίαις ζ[ώ]ντων: –
Er sagt diese Dinge über die, die noch im Götzendienst gefangen sind.
Er sagt diese Dinge über die, die noch im Götzendienst gefangen sind, und die, die in Gesetzlosigkeit leben.

V1 C M P1 P2 B1 B2 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ταῦτα] Τὰ G || ἔτι] ἤδη P1 | om. B2 V5 P7 || ἐν εἰδωλολατρείᾳ] τῇ εἰδωλολατρείᾳ B2

Montafaucon: exp. 400 nach P1. Siehe auch zu exp. 399.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:401

A1

(24,4a)
τὰς ὁδούς σου, κύριε, γνώρισόν μοι
(4a) Deine Wege, Herr, tu mir kund,
(24,4b)
καὶ τὰς τρίβους σου δίδαξόν με.
(4b) und deine Pfade lehre mich.
Expositio 402:
Τὰ εὐαγγελικὰ δόγματα: –
(Er meint) die Lehren des Evangeliums.

V1 C P1 P2 B1 B2 L1 P6 Z N2

Τὰ – δόγματα] Τὰ εὐαγγελικὰ δόγματα φησίν: – P1 B1 | Τὰ εὐαγγελικὰ διδάγματα: – B2

C: exp. 402 vom Schreiber am äußeren Rand hinzugefügt. L1: Nach Ps 24,4b steht eine Erklärung, die mit exp. 402 identisch ist. Jedoch ist die kompositorische Struktur dieses Manuskripts zu berücksichtigen. In der Regel wird ein Lemma, zumeist bestehend aus einer einzelnen Zeile des Psalms, mit dem entsprechenden Scholion des Hesychius erläutert, dem zuweilen eine Expositio folgt (beinahe ausnahmslos mit Zuschreibung an Athanasius). In diesem Fall folgt die Erklärung unmittelbar auf Ps 24,4b und ist anonym, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass es sich um ein unbekanntes Scholion des Hesychius handelt, das mit exp. 402 identisch ist. Dieser Verdacht wird durch die Tatsache erhärtet, dass in Antonellis Ausgabe Ps 24,4 (= zwei Zeilen) nur ein Scholion entspricht, bezeichnet als nr. 6,7 [PG 27,733]), das zudem nur Ps 24,4a erklärt. Das Scholion in L1 wäre dann das in dieser Ausgabe fehlende Scholion des Hesychius (nr. 7) zu Ps 24,4b. Montfaucon: exp. 402 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:402

(24,5a)
ὁδήγησόν με ἐπὶ τὴν ἀλήθειάν σου
(5a) Führe mich zu deiner Wahrheit
Expositio 403 (dubium):
Ὡς μηδέπω φθάσας ἐπὶ τὴν ἀλήθειαν, ταῦτα φησίν: –
Er sagt diese Dinge, als wäre er noch nicht bei der Wahrheit angekommen.

V1 C M P1

ταῦτα φησίν] om. V1 M

urn:cts:etf:psath.expps.grc:403

(24,5b)
καὶ δίδαξόν με, ὅτι σὺ εἶ ὁ θεὸς ὁ σωτήρ μου,
(5b) und lehre mich, denn du bist Gott, mein Retter,
Expositio 404 (dubium):
Τοῦ προφήτου· μηδέπω ἐγνωκότος τὰς ὁδοὺς κυρίου· μὴ δὲ διδαχθέντος τὰς τρίβους αὐτοῦ· καὶ ὡς μηδέπω ὁδηγηθέντος ἐπὶ τὴν ἀλήθειαν τοῦ θεοῦ· μὴ δὲ διδαχθέντος τὰ περὶ θεοῦ ὡς σωτῆρος· οὕτως εὐχομένου, τίς οὐκ εὐλαβηθήσεται τὸ 'οὐαὶ οἱ σοφοὶ ἐν ἑαυτοῖς· καὶ ἐνώπιον ἑαυτῶν ἐπιστήμονες' : –
Wenn der Prophet, der noch nicht die Wege des Herrn kannte und in seinen Pfaden nicht belehrt war, wie einer, der noch nicht zur Wahrheit Gottes geführt und noch nicht einmal über die Dinge Gottes als Erlöser belehrt worden ist, so betet, wer wird (dann) nicht die Worte fürchten: 'Wehe (über) sie, die verständig sind bei sich selbst und vor sich selbst gelehrt'. [Is 5,21]

V1 C M G P1

Τοῦ προφήτου] Tὰς προφήτου (sic) M || τὰς τρίβους – ὁδηγηθέντος] om. M || τὰς τρίβους] πορεύεσθαι τρίβους P1 || τὰ περὶ θεοῦ] περὶ θεοῦ P1 || ἑαυτῶν] αὐτῶν M P1

V1 C: Diese anonyme Erklärung wird am Rand als σχολ(ιον) bezeichnet.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:404

Expositio 405 (dubium):
Ἀ[ν]τὶ τ[ο]ῦ παρά[σ]χου μοι κύριε τὴν σωτηρίαν, καὶ δ[ί]δαξόν με τοῦ ποιεῖν τὸ θέλημά σου· οὐ γὰρ ἀγν[ο]οῦν[τ]ες τὸν νόμον· ἀλλὰ ποιεῖν ἐν τῇ αἰχμαλωσ[ί]ᾳ μὴ συγχωρούμενοι, τοῦτο παρεκάλουν: –
Anstelle von 'verschaffe mir, Herr, die Erlösung und lehre mich deinen Willen zu tun'. Sie flehten nicht darum, weil sie das Gesetz nicht kannten, sondern weil ihnen in der Gefangenschaft nicht eingeräumt wurde es zu praktizieren.

A1

Dieses Dubium steht nach Ps 24,4–5b.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:405

(24,5c)
καὶ σὲ ὑπέμεινα ὅλην τὴν ἡμέραν.
(5c) und auf dich habe ich den ganzen Tag (lang) geharrt.
Expositio 406 (dubium):
Ἐντ[α]ῦθ[α] ἡμέραν, τὴν ζωὴν αὐτοῦ λέγει [π]ᾶσαν· οὕτω γὰρ καὶ οἱ περὶ τ[ὸ]ν ἀμπελῶνα, τὸ βάρος ἐβ[άσ]τ[ασα]ν τῆς [ἡ]μέρας· καὶ ἑσπέρας ἔλαβον τ[ὸ]ν μ[ισ]θόν: –
Hier mit 'Tag' meint er sein gesamtes Leben. So trugen auch die, die im Weinberg waren, die Last des Tages, und am Abend nahmen sie den Lohn ein. [cf. Mt 20,1–16]

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:406

(24,6a)
μνήσθητι τῶν οἰκτιρμῶν σου, κύριε,
(6a) Gedenke (der Erweise) deines Mitleids, Herr,
(24,6b)
καὶ τὰ ἐλέη σου, ὅτι ἀπὸ τοῦ αἰῶνός εἰσιν.
(6b) und (der Erweise) deines Erbarmens, denn von Ewigkeit her sind sie.
(24,7a)
ἁμαρτίας νεότητός μου καὶ ἀγνοίας μου μὴ μνησθῇς·
(7a) Der Sünden meiner Jugend und meiner Unkenntnis gedenke nicht;
Expositio 407:
Νεότητα, τὴν ἀφροσύνην φησίν· ἀφροσύνη δὲ σαφὴς, ὁ τῆς εἰδωλολατρείας αὐτῶν καιρός: –
'Jugend' nennt er die Unbesonnenheit. Aber eine klare Unbesonnenheit war die Zeit ihres Götzendienstes.

V1 C M P1 P2 B1 L1 P6 Z N2

Νεότητα – φησίν] ... νεότητα γὰρ, τὴν ἀφροσύνην καλεῖ ὁ προφήτης B1 || Nεότητα ] Nεότηται P2* | Nεότητα P2corr || τὴν ἀφροσύνην] ἀφροσύνην P2 || φησίν] om. M || ἀφροσύνη – καιρός] om. B1 || ἀφροσύνη δὲ σαφὴς] ἀφροσύνη δέ ἐστιν L1 || αὐτῶν] om. L1

M: exp. 403 nicht im Hauptkommentar, sondern in der inneren Spalte. B1: Eine Erklärung, die mit Diodor von Tarsus weitgehend übereinstimmt (comm. in Ps 24,7a–b [145,68–72 Olivier]), wird durch einen Satz erweitert, der eine Paraphrase des ersten Satzes von exp. 403 zu sein scheint. Allerdings wird diese Einheit Theodoret zugeschrieben. In der Ausgabe des Theodoret findet sich tatsächlich eine Erklärung zu Ps 24,7a–b, die starke Parallelen zu Diodor aufweist (comm. in Ps 24,6–7b [PG 80,1037 Α30–C4]). Bei dieser Stelle handelt es sich um eine von L. Schulze aus dem Codex 1 des Theodoret stammende und durch eckige Klammern kenntlich gemachte Ergänzung. Die Erklärung in B1 ist jedoch näher an der Fassung in der Edition von Diodor als an jener in der Ausgabe des Theodoret. Montfaucon: exp. 405 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:407

(24,7b)
κατὰ τὸ ἔλεός σου μνήσθητί μου σὺ
(7b) gemäß deinem Erbarmen gedenke meiner, du,
(24,7c)
ἕνεκα τῆς χρηστότητός σου, κύριε.
(7c) um deiner Güte willen, Herr.
(24,8a)
χρηστὸς καὶ εὐθὴς ὁ κύριος·
(8a) Gütig und aufrichtig ist der Herr;
(24,8b)
διὰ τοῦτο νομοθετήσει ἁμαρτάνοντας ἐν ὁδῷ.
(8b) deshalb gibt er den Sündern (sein) Gesetz auf (ihrem) Weg.
Expositio 408 (dubium):
Φωτίσει ἁμαρτωλούς· ὑποδείξει ἁμαρτάνουσιν ὁδόν: –
Er wird die Sünder erleuchten; er wird denen, die sündigen, den Weg zeigen.

P1

Dieses Dubium wird Athanasius zugeschrieben. Montfaucon hat es aus P1 ediert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:408

(24,9a)
ὁδηγήσει πραεῖς ἐν κρίσει,
(9a) Er wird die Sanftmütigen in (sein) Recht einführen,
(24,9b)
διδάξει πραεῖς ὁδοὺς αὐτοῦ.
(9b) wird die Sanftmütigen seine Wege lehren.
(24,10a)
πᾶσαι αἱ ὁδοὶ κυρίου ἔλεος καὶ ἀλήθεια
(10a) Alle Wege des Herrn sind Erbarmen und Wahrheit
(24,10b)
τοῖς ἐκζητοῦσιν τὴν διαθήκην αὐτοῦ καὶ τὰ μαρτύρια αὐτοῦ.
(10b) für die, die seinen Bund und seine Zeugnisse eifrig suchen.
(24,11a)
ἕνεκα τοῦ ὀνόματός σου, κύριε,
(11a) Um deines Namens willen, Herr,
Expositio 409 (dubium):
Τὸ 'ἕνεκεν τοῦ ὀν[ό]ματός σ[ο]υ'· ἢ ὅτι ἕνεκεν τοῦ μὴ βλασφ[η]μηθῆναι δι᾿ ἐμοῦ τὸ ὄνομά σου ἐν τοῖς ἔθνεσιν· ἢ ὅτι οὐχ ἕνεκεν τῶν ἔργων μου· ἀλλ᾿ ἕνεκεν τ[ῆ]ς πίστεώς μου· καὶ τοῦ ἐπικαλεισθα[ί] με τὸ ὄνομά σου μόνον: –
Der Ausdruck 'um deines Namens willen' (wird) entweder (verwendet), weil dein Name durch mich unter den Heidenvölkern nicht gelästert wird, oder (im Sinne von) 'nicht um meiner Werke willen, sondern um meines Glaubens willen und weil ich allein deinen Namen anrufe'.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:409

(24,11b)
καὶ ἱλάσῃ τῇ ἁμαρτίᾳ μου· πολλὴ γάρ ἐστιν.
(11b) wirst du auch gegenüber meiner Sünde gnädig sein, denn sie ist groß.
(24,12a)
τίς ἐστιν ἄνθρωπος ὁ φοβούμενος τὸν κύριον;
(12a) Wer ist der Mensch, der den Herrn fürchtet?
(24,12b)
νομοθετήσει αὐτῷ ἐν ὁδῷ, ᾗ ᾑρετίσατο.
(12b) Er wird ihm (sein) Gesetz geben auf dem Weg, den er erwählt hat.
Expositio 410 (dubium):
Ἀντὶ τοῦ ἐν ἐκείν[ῳ] τῷ βί[ῳ]· εἰς ὃν προαιρεῖτ[α]ι β[ιω]τεύε[ιν] ἄνθρωπος, τοὺς ἁρμόζοντας αὐτῷ τιθεὶ[ς] νόμους ὑποδείξ[ε]ι· τ[ὸ] μὲν γὰρ προαιρεῖσθαι τοὺς βίους· – κ[αὶ] ἄλλον μὲν [.....]ε[ν(?)]εύειν· ἄλλον δὲ κοινωνεῖν γάμῳ· – τοῦ ἡμῶν αὐτεξουσίου· τὸ δὲ τοὺς νόμους ἑκάστῳ [ὑπο]δεικνύειν, θεοῦ· ἄλλως γὰρ, νομοθετεῖ τῷ κ[οσ]μ[ι]κῷ· καὶ ἄλλως τῷ μοναχῷ, καὶ ἄλλως τ[ῷ] στρατιώτῃ: —
Anstelle von 'bei jener Lebensweise, wofür sich ein Mensch entscheidet zu leben, wird ihm (Gott) die passenden Gesetze zeigen, die er aufgestellt hat'. In der Tat ist der Akt, (zwischen) Lebensweisen zu entscheiden – während der eine ..., nimmt der andere an einer Ehe teil – ein Merkmal unserer Selbstbestimmung. Der Akt, jedem die Gesetze zu zeigen, ist ein Merkmal Gottes. Denn anders verordnet er dem weltlichen (Menschen), anders dem Mönch und wieder anders dem Soldaten.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:410

(24,13a)
ἡ ψυχὴ αὐτοῦ ἐν ἀγαθοῖς αὐλισθήσεται,
(13a) Seine Seele wird Wohlstand genießen,
(24,13b)
καὶ τὸ σπέρμα αὐτοῦ κληρονομήσει γῆν.
(13b) und sein Samen wird das Land erben.
Expositio 411:
Ἢ αἱ πράξεις αἱ γενόμεναι φησὶν, πρόξενοι αὐτῷ τοῦ κληρονομῆσαι τὴν νοητὴν γῆν γενήσονται· σπέρμα τῶν ἀγαθῶν ἀνδρῶν, τοὺς κατὰ θεὸν δι᾿ αὐτῶν γεννωμένους φησίν: –
Αἱ πράξεις φησὶν· αἱ γενόμεναι πρόξενοι αὐτῷ τοῦ κληρονομῆσαι τὴν νοητὴν γῆν, γενήσονταί γῆ σπερμάτων ἀγαθῶν ἀνδρῶν· τοὺς κατὰ θεὸν δι᾿ αὐτῶν γεννωμένους φησίν: –
Entweder, sagt er, werden die vergangenen Taten zu Fürsprecherinnen für ihn, um das geistige Land zu erben. Oder mit dem Samen der guten Menschen meint er diejenigen, die durch sie gottgemäß gezeugt werden.
Die Taten, sagt er, die zu Fürsprecherinnen geworden sind, um das geistige Land zu erben, werden zum Land der Samen der guten Menschen. Er meint diejenigen, die durch sie gottgemäß gezeugt werden.

A1 P2 B1 P6 Z N2

Ἢ – φησὶν] Ἢ αἱ πράξεις φησὶν αἱ γενόμεναι πρόξενοι A1 P2 | Eἰ αἱ πράξεις φησὶν· αἱ γενομένοι πρόξενοι B1 || τὴν νοητὴν γῆν] [τὴν γῆν·] τὴν νο[η]τὴν τῶν οὐρα[νίω]ν A1 || γενήσονται] γεν[ν(?)][ή]σ[ον]τα[ι] A1 | om. P2 || ] evanidum A1 || θεὸν] evanidum A1 || γεννωμένους] γεννηθέντας A1 | γενομένους P2

V1 C M G

αἱ γενόμεναι πρόξενοι] αἱ γενόμεναι πρόξεναι V1 | αἱ γενόμενοι πρόξενοι C | αἱ γινόμεναι πρόξενοι G || γῆ – φησίν] om. G || γενήσονταί γῆ σπερμάτων ἀγαθῶν ἀνδρῶν·] γενήσονται γῆς σπέρματα ἀγαθῶν ἀνδρῶν M || γεννωμένους] γενομένης (sic) M

Montfaucon: exp. 409, die in P1 fehlt, wurde aus der Sammlung von Colville übernommen. Diese Fassung enthält einige Lesarten, die mit keiner der hier berücksichtigten Katenen übereinstimmen: Αἱ πράξεις, φησὶν, αἱ γενόμεναι πρόξενοι αὐτῷ τοῦ κληρονομῆσαι τὴν νοητὴν γῆν γενήσονταί γε σπέρμα τῶν ἀγαθῶν ἀνδρῶν, δι᾿ ὧν τοὺς κατὰ Θεὸν γεννωμένους φησίν.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:411par

(24,14a)
κραταίωμα κύριος τῶν φοβουμένων αὐτόν,
(14a) Der Herr ist die Stärke derer, die ihn fürchten,
[καὶ τὸ ὄνομα κυρίου τῶν φοβουμένων αὐτόν,]
[und der Name des Herrn derer, die in fürchten,]
(24,14b)
καὶ ἡ διαθήκη αὐτοῦ τοῦ δηλῶσαι αὐτοῖς.
(14b) und sein Bund ist dazu da, (es) ihnen zu offenbaren.
Expositio 412:
Ἡ εὐαγγελική· τί δὲ δηλώσει, τῆς σωτηρίας τὰς ὁδούς; : –
(Der Bund) des Evangeliums. Was aber wird er zeigen, wenn nicht die Wege der Erlösung?

V1 C M G P1 A1 P2 P6 Z N2 V5 P7 L2a A3a L2b A3b

Ἡ – τὰς ὁδούς] Εὐαγγελικὴ δηλονότι δηλώσει τὰς τῆς σωτηρίας ὁδούς: – V5 P7 L2a A3a || Ἡ εὐαγγελική] om. A1 || τί δὲ] [τί] G | Τῆ (sic) A1 || ] ἡ A1 || τῆς σωτηρίας τὰς ὁδούς] τὴν τῆς σωτηρίας ὁδόν P1 P2 L2b | τὴν σωτηρίας ὁδόν A3b

M: exp. 410 wird mit Diodor von Tarsus (comm. in Ps 24,14b [147 Olivier]) verbunden. L2 A3: exp. 410 ist doppelt vorhanden. Die erste Fassung, eine Paraphrase, ist mit Ps 24,14 verbunden (L2a A3a; vgl. App.); die zweite Fassung steht aufgrund eines thematischen Anhaltspunkts (ὁδοὺς) in Verbindung mit Ps 24,9b (L2b A3b). Diese zweite Fassung steht in L2 nicht im Hauptkommentar, sondern unter der Spalte des Psalmtextes. Beide Fassungen sind anonym. In V5 P7 wird die Doppelung durch das Weglassen der zweiten Fassung vermieden. Montfaucon: exp. 410 entspricht P1 mit einer kleinen Abweichung (τὴν σωτηρίας ὁδόν). Außerdem wurde diese Expositio durch die in dieser Handschrift folgende Erklärung ergänzt (Diodorus Tars., comm. in Ps 24,14b [147 Olivier]). Dies geschah, obwohl eine klare Trennung zwischen den beiden Erklärungen besteht.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:412

(24,15a)
οἱ ὀφθαλμοί μου διὰ παντὸς πρὸς τὸν κύριον,
(15a) Meine Augen sind stets auf den Herrn (gerichtet),
(24,15b)
ὅτι αὐτὸς ἐκσπάσει ἐκ παγίδος τοὺς πόδας μου.
(15b) denn er wird meine Füße aus der Schlinge ziehen.
(24,16a)
ἐπίβλεψον ἐπ’ ἐμὲ καὶ ἐλέησόν με,
(16a) Blicke auf mich herab und erbarme dich meiner,
(24,16b)
ὅτι μονογενὴς καὶ πτωχός εἰμι ἐγώ.
(16b) denn ich bin ein Einziger und arm.
Expositio 413 (dubium):
Ὅτι μόνος εἰμὶ, καὶ ἐγκαταλελειμμένος ὑπὸ παντὸς βοηθοῦ: –
Denn ich bin einsam und von jedem Helfer verlassen.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:413

(24,17a)
αἱ θλίψεις τῆς καρδίας μου ἐπλατύνθησαν·
(17a) Die Bedrängnisse meines Herzens haben sich vermehrt;
(24,17b)
ἐκ τῶν ἀναγκῶν μου ἐξάγαγέ με.
(17b) aus meinen Nöten führe mich heraus.
Expositio 414 (dubium):
Ἐκ τῶν συνεχῶν μου: –
Aus meinen anhaltenden (Nöten).

P1 B1 B2

συνεχῶν] συνοχῶν B1 || μου] om. B2

P1: Theodoret (comm. in Ps 24,17–18 [PG 80,1044 A2–6]), der nach dem Lemma Ps 24,17a steht, wird irrtümlich Athanasius zugeschrieben.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:414

(24,18a)
ἰδὲ τὴν ταπείνωσίν μου καὶ τὸν κόπον μου
(18a) Sieh meine Erniedrigung und meine Mühsal
(24,18b)
καὶ ἄφες πάσας τὰς ἁμαρτίας μου.
(18b) und vergib alle meine Sünden,
Expositio 415:
Δεῖ γὰρ μὴ ὑπτίους εἶναι καὶ ἀναπεπτωκότας· θαρροῦντας τῷ ἐλέει τοῦ θεοῦ, ἀλλὰ γὰρ καὶ ἡμᾶς εἰσφέρειν τὸν διὰ τῶν ἔργων πόνον: –
Δεῖ γὰρ τοὺς ἐν θλίψεσι μὴ ὑπτίους εἶναι καὶ ἀναπεπτωκότας· καὶ ἁπλῶς θαρροῦντας τῷ ἐλέει τοῦ θεοῦ, ἀλλὰ καὶ αὐτοὺς ἡμᾶς εἰσφέρειν τὸν διὰ τῶν ἔργων πόνον ἐν τα[ῖ]ς δεήσεσι· καὶ ἀγρυπνίαις ταῖς πρὸς τὸν θεόν: –
Denn es ist notwendig, dass wir nicht nachlässig werden und uns zurücklehnen, vertrauend auf die Barmherzigkeit Gottes, sondern dass auch wir gewiss die Mühe der Werke darbringen.
Denn es ist notwendig, dass diejenigen, die in Bedrängnis sind, nicht nachlässig werden und sich zurücklehnen und allein auf die Barmherzigkeit Gottes vertrauen, sondern dass gerade auch wir die Mühe der Werke darbringen mit (unseren) Bitten und Nachtwachen vor Gott.

V1 C M G P1 P2 B1 B2 B3 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Δεῖ] Δὴ B1 || μὴ ὑπτίους] μὴ ὑποπτίους B1 | ὑπτίους V5 | Οὐ ante Δεῖ add. P7corr. || ἀλλὰ γὰρ καὶ] ἀλλὰ ἀεὶ M | ἀλλὰ καὶ P2 V5 P7 L2 A3 || τὸν – πόνον] τὸ διὰ τῶν πόνων ἔργον (ἔργο*ν A3) V5 P7 L2 A3

Montfaucon: exp. 415 wahrscheinlich aus P1 (= P6), aber καὶ ἡμᾶς ausgelassen.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:415

A1

τοὺς] τοῖς A1* | τοὺς (ut vid.) A1m.sec. || τὸν1] τῶν (ut vid.) A1* | τὸν A1m.sec.
(24,19a)
ἰδὲ τοὺς ἐχθρούς μου, ὅτι ἐπληθύνθησαν
(19a) Sieh meine Feinde, denn sie sind zahlreich geworden,
(24,19b)
καὶ μῖσος ἄδικον ἐμίσησάν με.
(19b) und mit ungerechtem Hass hassen sie mich.
(24,20a)
φύλαξον τὴν ψυχήν μου καὶ ῥῦσαί με·
(20a) Bewahre meine Seele und errette mich.
(24,20b)
μὴ καταισχυνθείην, ὅτι ἤλπισα ἐπὶ σέ.
(20b) Ich soll nicht zuschanden werden, denn ich habe meine Hoffnung auf dich gesetzt.
Expositio 416:
Καὶ ἀπὸ τῆς ἀδικίας τῶν ἐχθρῶν, εἰς ἔλεον ἐκκαλεῖται τὸν θεόν: –
Δεῖ γὰρ καὶ ἀπὸ τῆς ἐπηρείας τῆς ἀπὸ τῶν ἐχθρῶν, εἰς ἔλεον ἐκκαλεῖσθαι τὸν θεóν: –
Selbst aus der Ungerechtigkeit der Feinde heraus fordert er Gott zur Barmherzigkeit auf.
Selbst aus der Bedrohung heraus, die von den Feinden (ausgeht), ist es notwendig, Gott zur Barmherzigkeit aufzufordern.

V1 C M G P1 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Καὶ] om. B1 || ἀπὸ τῆς ἀδικίας τῶν ἐχθρῶν] ἀπὸ τῆς ἁμαρτίας τῶν ἐχθρῶν μου (μου per ras. del. L2) V5 P7 L2 A3 || ἐκκαλεῖται] ἐκκαλεῖ V1* | ἐκκαλεῖται, ut vid., V1m.sec. | καλεῖ M G | ἐκκαλειτε B1

Montfaucon: exp. 415 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:416

A1

ἐκκαλεῖσθαι] ἐγκαλεῖσθαι A1* | ἐκκαλεῖσθαι A1m.sec.
(24,21a)
ἄκακοι καὶ εὐθεῖς ἐκολλῶντό μοι,
(21a) Arglose und aufrichtige Menschen haben sich mir angeschlossen,
(24,21b)
ὅτι ὑπέμεινά σε, κύριε.
(21b) denn ich habe auf dich geharrt, Herr.
(24,22a)
λύτρωσαι, ὁ θεός, τὸν Ἰσραήλ
(22a) Erlöse, Gott, Israel
(24,22b)
ἐκ πασῶν τῶν θλίψεων αὐτοῦ.
(22b) aus all seinen Bedrängnissen.
Expositio 417 (dubium):
Ἰσραὴλ δ[ὲ], ἢ τὸν νοῦν αὐτοῦ φησι τὸν πρὸς θεὸν ὁρῶντα· ἢ καὶ ἰδίωμα τούτου· εἰς τὸ τέλος εὐχομένου [τὸν] λαόν: –
Mit Israel meint er also entweder seinen Geist, der auf Gott schaut, oder eben eine Eigenschaft dessen, der bis ans Ende (für) das Volk ersehnt.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:417

Psalm 25
(25,1a)
Τοῦ Δαυΐδ·
Von David.
Expositio 418: Hypothesis
Τῶν πεπιστευκότων εἰς Χριστὸν, εἰσφέρεται τὸ πρόσωπον· ἀρνουμένων καὶ διϊσχυριζομένων ἐπὶ τῇ ἀποστάσει τῆς κοινωνίας τῶν ἰουδαίων· τῶν συνεληλυθότων 'κατὰ τοῦ κυρίου καὶ κατὰ τοῦ Χριστοῦ αὐτοῦ': –
Ἀναγωγικῶς [μ]ὲν, τῶν [πε]πιστευκό[των ε]ἰς Χριστὸ[ν ο]ὗτ[ος] [ὁ(?)] ψαλμὸς [εἰ]σφέρ[εται τὸ πρόσωπον]· [ὡς ἀρνου(?)]μέ[ν]ων καὶ διϊ[σ]χ[υρι]ζομέ[νω]ν ἐ[πὶ τῇ] [ἀπο(?)]στάσει [τ]ῆς κο[ιν]ω[ν]ί[ας τῶν ἰου]δ[αί]ων· τῶν σ[υνε]ληλυθότων κατὰ [τοῦ κυρίου καὶ κατὰ τοῦ Χριστοῦ] αὐ[τ]οῦ· ἱστορικῶς δὲ, ἐκ π[ροσώ]που ε[ἴ(?)][ρ]η[ται(?)] [τοῦ Δα]υῒδ· ἡνίκ[α] ἐδίωκ[ετο] [ὑπὸ(?)] τ[ο]ῦ [Σ]αο[ὺ]λ εἰς τ[ὰ ἔ]θ[νη]· ἢ ἐκ προσώπ[ου] [τοῦ λαοῦ(?)] [τοῦ αἰ]χ[μαλωτισ]θ[έν]τος ἐν βαβυλῶ[νι]· κ[αὶ νο]ητῶ[ς] [δηλαδὴ(?)], ε[ὔ]χ[εται(?)] κατὰ [τῶν] [ἀκαθάρτων δαιμόνων τῶν(?)] [πο]λεμούντ[ων] [αὐτὴν τὴν ψυχήν(?)]: –
Es wird die Person der an Christus Glaubenden eingeführt, die sich lossagen und und beharrlich an der Trennung von der Gemeinschaft der Juden festhalten, derjenigen, die sich 'gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten' versammelt haben. [Ps 2,2c]
Im anagogischen Sinn führt dieser Psalm die Person der an Christus glaubenden ein, (als ob) sie sich lossagten und beharrlich an der Trennung von der Gemeinschaft der Juden festhielten, die sich 'gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten' versammelt haben [Ps 2,2c]. Im historischen Sinn aber ist er aus der Sicht Davids gesprochen, als er von Saul verfolgt wurde, hin zu den Völkern; oder aus der Sicht (des Volkes?), das in Babylon gefangen (weggeführt) wurde. Und im geistigen Sinn (betet er offenbar) gegen die (unreinen Dämonen?), die (gerade die Seele?) bekriegen.

V1 C M G P1 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Τῶν] -ν supra lin. add. C || εἰσφέρεται] εἰσφέρει M || ἐπὶ τῇ ἀποστάσει] ἐπὶ τῇ ἀποστασια B1 | ἐπὶ τῇ καταστάσει P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 || τῶν συνεληλυθότων] τῶν συνελθόντων A3* | τῶν συνεληλυθόντων (sic) A3c || κατὰ – αὐτοῦ] τοῦ ἀποτοῦ κυρίου (sic) καὶ κατὰ τοῦ Χριστοῦ αὐτοῦ M | κατὰ τὸν τοῦ κυρίου καὶ κατὰ τοῦ Χριστοῦ αὐτοῦ G | καὶ κατὰ τοῦ Χριστοῦ αὐτοῦ V5 P7 L2 A3 | κατὰ τοῦ Χριστοῦ αὐτοῦ A3

M (Typus IV): exp. 418 wird irrtümlich Theodoret zugeschrieben. Montfaucon (P1 P6 P7): exp. 418 entspricht P6.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:418

A1

(25,1b)
Κρῖνόν με κύριε ὅτι ἐγὼ ἐν ἀκακίᾳ μου ἐπορεύθην·
(1b) Richte mich, Herr, denn ich bin in meiner Unschuld gewandelt,
Expositio 419:
Ἀκακίαν καλεῖ, τὸ μὴ μετασχεῖν τῆς φαυλότητος καὶ τῆς ἀπονοίας τῶν ἰουδαίων: –
Er nennt es Unschuld, nicht an der Schlechtigkeit und dem Unsinn der Juden teilzuhaben.

V1 C M G P1 P2 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἀκακίαν] Ἢ ἀκακίαν M || τῆς ἀπονοίας] τῆς ἀπονοίας τῆς V5 P7 L2 A3

N2 (Typus III): exp. 419 wird irrtümlich Theodoret zugeschrieben. Diese Zuschreibung hätte neben dem folgenden Fragment platziert werden sollen – einer verkürzenden Paraphrase des Theodoret (comm. in Ps 25,1b–c [PG 80,1045 A13–B3]). In den übrigen Zeugen des Typus III (P6, Z) sind sowohl die Expositio als auch die Paraphrase anonym. V5 P7 (Typus XV), L2 A3 (Typus XVI): Diese beiden Katenentypen sind Sammelkatenen, die von einem gemeinsamen Vorläufer abhängen, in dem verschiedene katenarische Traditionen zusammengeführt wurden. In beiden Typen ist exp. 419 ohne eindeutige Trennung mit einer Paraphrase des Theodoret verbunden, die mit der zuvor besprochenen, im Typus III (P6 Z N2) bezeugten übereinstimmt. Ob auch exp. 419 aus der Tradition dieses Typus stammt, lässt sich aufgrund fehlender gemeinsamer Varianten jedoch nicht nachweisen. Montfaucon (P1 P6 P7): exp. 419 entspricht P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:419

(25,1c)
καὶ ἐπὶ τῷ κυρίῳ ἐλπίζων οὐ μὴ ἀσθενήσω·
(1c) und wenn ich auf den Herrn hoffe, werde ich gewiss nicht schwach sein.
Expositio 420:
Βεβαίαν φησὶν ἕξω τὴν στάσιν, εἰς σὲ τὰς ἐλπίδας ἀπογραψάμενος: –
Ich werde, sagt er, einen festen Stand haben, indem ich (meine) Hoffnungen auf dich setze.

V1 C G P1 A1 P2 B1 L1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Βεβαίαν φησὶν ἕξω] Βεβαίαν ἕξω V1 G | Βεβαίαν ἔξω (ἕξω L2) φησὶν V5 P7 L2 A3 || ἔξω] post ἕ[ξω] exp. 420 evanida A1 || τὴν στάσιν] τὴν ἔτασιν V1 C G P1 || τὰς ἐλπίδας] τὰς ἐλπίδας τῆς σωτηρίας V5 P7 L2 A3 || ἀπογραψάμενος] ἀναγραψάμενος B1

Eine mit dieser Expositio fast identische Erklärung findet sich, um einen kurzen Zusatz erweitert, in der Ausgabe der Fragmente aus dem Psalmenkommentar des Kyrill (PG 69,852 C3–4). Diese Stelle wurde von Angelo Mai dem Codex Vat. Regin. gr. 40 (f. 50r) entnommen, da sie dort Cyrill zugeschrieben ist. Es handelt sich jedoch um eine späte Sammelkatene (XIII s.), deren Zuverlässigkeit für Autorenzuschreibungen hinterfragt werden muss (siehe zu exp. 421a). A1: exp. 420, die nach den ersten Worten nicht mehr lesbar ist, war offenbar in einer Langfassung überliefert, da sie drei Zeilen dieser Handschrift einnahm. Am Ende dieses Textes lässt sich möglicherweise noch [κ(?)](ύρι)ε lesen. Montfaucon (P1 P6 P7): P1 wurde mit der Lesung τῆς σωτηρίας aus P7 ergänzt.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:420

(25,2a)
δοκίμασόν με κύριε καὶ πείρασόν με·
(2a) Prüfe mich, Herr, und stelle mich auf Probe,
(25,2b)
πύρωσον τοὺς νεφρούς μου καὶ τὴν καρδίαν μου·
(2b) läutere meine Nieren und mein Herz.
(25,3a)
ὅτι τὸ ἔλεός σου κατέναντι τῶν ὀφθαλμῶν μού ἐστιν·
(3a) Denn dein Erbarmen (steht) vor meinen Augen,
(25,3b)
καὶ εὐηρέστησα ἐν τῇ ἀληθείᾳ σου·
(3b) und ich wandelte wohlgefällig in deiner Wahrheit.
Expositio 421a:
Εἰ ἐτάσης φησὶ τῆς ψυχῆς μου τὰ βάθη, ἐπὶ τῷ σῷ μόνῳ εὑρήσεις ἐλέει πάντα μου τῆς διανοίας τὸν πόνον ἐπανέχοντα· τοῦτο δὲ ποιῶν, εὐάρεστος ἔσομαι παρὰ σοὶ· τὴν σὴν ἀγαπήσας ἀλήθειαν: –
'Wenn du, sagt er, die Tiefe meiner Seele prüfst, wirst du finden, dass sich all die Anstrengung meines Geistes an deinem Erbarmen allein festhält', sagt er. Wenn ich das tue, werde ich dir wohlgefällig sein, denn ich liebe deine Wahrheit'.

V1 C M G P1 A1 P5 P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Εἰ – τὸν] deperdita P5 || Εἰ ἐτάσης] Εἰ ἐτάσεις C G P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 | Εἰ ἐ[τάσ][ει(?)][ς] A1 | Εἰ ἐξετάσης P1 | Εἰ στάσεις P2 | Εἰ στήσεις B1 || φησὶ τῆς ψυχῆς μου τὰ βάθη] τῆς ψυχῆς μου φησὶν τὰ βάθη V1 C G | φησὶ τῆς ψυχῆς μου τὰ πάθη M | τῆς ψυχής μου τὰ βάθη φησὶ P1 | φησὶν τῆς ψυχῆς τὰ βάθη P2 | φησὶν τὴν ψυχήν μου τὰ βάθη B1 || μου] [μου(?)] A1 || τὰ βάθη] β- ex corr. V1 | [τὰ βάθη·] καὶ A1 || ἐπὶ – τὸν πόνον] evanida A1 || ἐπὶ τῷ σῷ μόνῳ] ἐπὶ τῷ σῷ V5 P7 L2 A3 || εὑρήσεις ἐλέει] εὑρήσης ἐλέει P1 | ἐλέει εὑρήσεις (εὑρήσις P2) P2 V5 P7 L2 A3 || πάντα μου] μου πάντα V5 P7 L2 A3 || τὸν πόνον] 〈τὸν〉 τόνον P5 | τὸν τόνον P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3 || ἐπανέχοντα] ἔχοντα M || εὐάρεστος] εὐχάριστος P5

M (Typus IV): exp. 421a ist ohne eindeutige Trennung mit einer Erklärung verbunden, die vermutlich ein Scholion des Origenes zu Ps 25,1c ist; die Einheit ist anonym überliefert. Dass es sich tatsächlich um ein origenisches Scholion handeln könnte, legt die Tatsache nahe, dass in Handschriften des Typus XIX (V1 C) derselbe Text mit dem Namen des Eusebius versehen ist. Denn Scholien des Origenes werden in den Typen IV (M O) und XIX (V1 C P1), sofern sie eine Zuschreibung erhalten, in der Regel nicht Origenes selbst, sondern Eusebius zugeschrieben. Beachtenswert ist ferner, dass dieselbe Einheit – bestehend aus exp. 421a und dem mutmaßlichen Origenes-Scholion – auch in der Ausgabe der Fragmente aus dem Psalmenkommentar des Kyrill begegnet (fr. in Ps 25,1c [PG 69,852 C4–6]). Sie wurde von Angelo Mai dem Codex Vat. Regin. gr. 40 (f. 50r; 13. Jh.) entnommen, einer späten Psalmenkatene (Typus IX), in die verschiedene katenarische Traditionen eingeflossen sind. Dort folgt die betreffende Einheit unmittelbar auf eine erste, Kyrill zugeschriebene Erklärung (siehe zu exp. 420) und wird erneut Kyrill zugeschrieben. Auffällig ist schließlich, dass der Reginensis dabei drei sekundäre Varianten mit der entsprechenden Einheit der Handschrift M teilt. Dies dürfte darauf hindeuten, dass er in diesem spezifischen Fall von der Tradition des Typus IV abhängig ist. Beide Zuschreibungen an Kyrill wären demnach als sekundäre Verderbnis zu bewerten. Montfaucon (P1 P6 P7): exp. 421a entspricht P1; allerdings wurde εὑρήσης zu εὑρήσεις korrigiert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:421a

Expositio 421b (dubium):
Δ[ο]κ[ί]μασόν με φησὶ, κύριε· καὶ εἴ τι ἐλλείπω· διὰ τῶν πειρασμῶν ὧ[ν] πάσχω, πύρωσον· καὶ ὥσπερ χρυσ[ὸ]ν ἐ[ν] καμίνῳ, κα[θ]άρισον· καὶ ποίησον, ἵνα μόνον πρὸ[ς τὸ ἔ]λεός σου ἀφορῶ: –
'Prüfe mich, sagt er, o Herr; und wenn ich etwas ermangele, dann läutere mich durch die Prüfungen, die ich erleide; und reinige mich wie Gold im Schmelzofen; und bewirke, dass ich einzig auf dein Erbarmen schaue'.

A1

Die in ihrer Echtheit gesicherte exp. 421a steht in dieser Textkatene nach dem Lemma Ps 25,2a. Das vorliegende Dubium hingegen steht nach dem Lemma Ps 25,2b–3.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:421b

(25,4a)
οὐκ ἐκάθισα μετὰ συνεδρίου ματαιότητος·
(4a) In einer nichtigen Ratsversammlung habe ich mich nicht niedergelassen,
(25,4b)
καὶ μετὰ παρανομούντων οὐ μὴ εἰσέλθω·
(4b) und bei Gesetzesbrechern werde ich gewiss nicht eintreten.
Expositio 422a:
Σαφῶς ἐπὶ τοῦ εἰδότος τὰς καρδίας ἐτάζειν, τὸ τῶν παρανομωτάτων ἀρχόντων τοῦ ἰουδαίων ἔθνους ἀρνεῖται συνέδριον: –
Deutlich lehnt er vor dem, der die Herzen zu prüfen weiß, die Ratsversammlung der höchst gesetzwidrigen Anführer des jüdischen Volkes ab.

V1 C M P5 P1 A1 P2 B1 L1 P6 Z N2

εἰδότος] εἰδόντος (sic) L1 || τὰς καρδίας ἐτάζειν] ἐτάζειν M || τὸ – συνέδριον] τὰ τῶν παρανομωτάτων ἀρχόντων ἀρνεῖσθαι συνέδριον (sic) M | τὸν (sic) τῶν παρανομωτάτων ἀρνεῖται συνέδριον B1 || τοῦ ἰουδαίων] τῶν ἰουδαίων L1

Montfaucon (P1 P6): exp. 422 entspricht P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:422a

Expositio 422b (dubium):
Ἀπὸ κ[οι]νοῦ τὴν πρᾶξιν σημαίνει, ἀντὶ τοῦ '[ο]ὐ μὴ παρανομήσω': –
Er deutet die Tat im Allgemeinen, anstelle von 'ich werde gewiss nicht gesetzeswidrig handeln'.

A1

τοῦ] correximus | τὸ A1

Die in ihrer Echtheit gesicherte exp. 422a steht in dieser Textkatene nach dem Lemma Ps 25,4a. Das vorliegende Dubium hingegen steht nach dem Lemma Ps 25,4b.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:422b

(25,5a)
ἐμίσησα ἐκκλησίαν πονηρευομένων·
(5a) Ich hasse die Gemeinschaft der Übeltäter,
(25,5b)
καὶ μετὰ ἀσεβῶν οὐ μὴ καθίσω·
(5b) und bei den Gottlosen werde ich mich gewiss nicht niederlassen.
Expositio 423 (dubium):
Ὅτ᾿ ἂν γὰρ ἴδωσιν οἱ δ[α]ίμον[ε]ς τὴ[ν] ψυχὴν τοὺς ματ[α]ίους δεξ[αμέν]ην λο[γ]ι[σ]μοὺς· εἶτ[α] ὁρμήσ[αντα πρ]ὸ[ς τὴν] π[αραν]ομίαν, τότε ἐκκλ[ησί]α π[ο]ν[ηρὰ] γενομ[ένη] κραται[ῶ]ς πολε[μοῦσι]ν· ἵ[να πρ]ὸ[ς τὴν τά]ξιν ἀγώγωσιν· ὅτ᾿ [ἂν] δὲ τ[οῦτο(?)] [ποιήσωσιν], τότε εἰς ἀσέβ[ειαν] [ἔλθ][ου(?)][σ]ι τοῦ λ[έ]γειν [ὅ]τι 'οὐκ ἔστι[ν] [θ]εός' : –
Denn wenn die Dämonen sehen, dass die Seele die nichtigen Gedanken aufgenommen hat und dann zum Gesetzesbruch hingestürmt ist, dann, nachdem sie zu einer bösen Gemeinschaft geworden sind, führen sie heftig Krieg, um sie in (ihre) Ordnung einzuführen. Wenn sie dies aber tun, dann gelangen sie zur Gottlosigkeit, (bis dahin) zu sagen, dass 'Gott nicht ist'. (Ps 13,1b)

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:423

(25,6a)
νίψομαι ἐν ἀθῴοις τὰς χεῖράς μου·
(6a) Unter Unschuldigen will ich meine Hände waschen,
Expositio 424:
Καθαρὸς ἔσομαι φησὶν, τῶν μιαιφόνων αὐτῶν πράξεων: –
Ich werde rein sein, sagt er, von ihren blutbefleckten Taten.

V1 C G P1 P5 V4m.sec. P2 B1 P6 Z N2 V5 P7

Καθαρὸς ἔσομαι φησὶν] Ἀθῷος ἔσομαι φησὶ καὶ καθαρὸς V4m.sec. || τῶν μιαιφόνων αὐτῶν] τῶν μιαιφόνων V5 P7

Montfaucon: exp. 424 wahrscheinlich aus P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:424

(25,6b)
καὶ κυκλώσω τὸ θυσιαστήριόν σου κύριε·
(6b) und deinen Altar umkreisen, Herr,
Expositio 425:
Σαφῶς ἐν τούτῳ, 'τὴν λογικὴν' ἀνακηρύττει 'λατρείαν': –
Hier verkündet er deutlich 'den geistigen Dienst'. [Rom 12,1]

V1 C G P1 P5 V4m.sec. P2 B1 L1 P6 Z N2

ἐν τούτῳ] ἐν τούτοις P1 P2 B1 V4m.sec. L1 || ἀνακηρύττει] om. L1

Montfaucon: exp. 425 aus P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:425

Expositio 424–425 (dubium):
Τὸ 'νίψομαι', παρακλητικῶς νόει· καὶ τὸ 'κυκλώσω', τὰς πράξεις μου φησὶ διὰ τῶν πειρασμῶν· τούτων ἀποπλυνῶ, καὶ οὕτως κυκλώσω εἰς τὸ ἄνω σου θυσιαστήριον: –
Den Ausdruck 'ich werde waschen' sollst du paränetisch verstehen; und mit 'ich werde umkreisen' meint er meine Taten wegen der Versuchungen; von diesen werde ich mich abwaschen und so werde ich (dann) dein oberes Heiligtum umkreisen.

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:424–425

(25,7a)
τοῦ ἀκοῦσαι φωνὴν αἰνέσεως·
(7a) um die Stimme des Lobes zu hören
(25,7b)
καὶ διηγήσασθαι πάντα τὰ θαυμάσιά σου·
(7b) und alle deine Wundertaten zu erzählen.
(25,8a)
κύριε ἠγάπησα εὐπρέπειαν οἴκου σου·
(8a) Herr, ich liebe den Glanz deines Hauses
(25,8b)
καὶ τόπον σκηνώματος δόξης σου·
(8b) und den Ort, wo deine Herrlichkeit wohnt.
Expositio 426:
Εὐπρέπεια τοῦ οἴκου, οἱ διαπρέποντες ἐν τῇ ἐκκλησίᾳ διὰ θεοσεβείας: –
Εὐπρέπεια τοῦ οἴκου κυρίου, οἱ δια[πρ]έποντες ἐν τῇ ἐκκλησίᾳ· κατὰ τὰς ἐντολ[ὰς τ]οῦ Χριστοῦ: –
Glanz des Hauses sind diejenigen, die in der Kirche durch Gottesfurcht hervorglänzen.
Glanz des Hauses sind diejenigen, die in der Kirche gemäß den Geboten Christi hervorglänzen.

V1 C G P1 P5 P2 L1 P6 Z N2 V5 P7

Εὐπρέπεια τοῦ οἴκου] Εὐπρέπεια οἴκου L1 | Eὐπρέπειαν οἴκου (οἴκου σου P7) (= Ps 25,8a) V5 P7 || οἱ διαπρέποντες] οἱ διαπρέποντες V5* P7 | οἱ διαπρέποντας (sic) V5c || διὰ θεοσεβείας] διὰ θεοσέβειαν P2 L1 P6 Z N2 V5 P7 | post διὰ θεοσέβειαν add. ἢ οἱ ἑτέραν ἄλλην ἀρετὴν κεκτημένοι V5 P7

Montfaucon: exp. 426 nach P1.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:426

A1

(25,9a)
μὴ συναπολέσῃς μετὰ ἀσεβῶν τὴν ψυχήν μου·
(9a) Richte meine Seele nicht zugrunde mit den Gottlosen
(25,9b)
καὶ μετὰ ἀνδρῶν αἱμάτων τὴν ζωήν μου·
(9b) und mein Leben (nicht) mit den Mördern,
Expositio 427:
Ἔξω τῆς κολάσεως γενέσθαι εὔχεται, τῆς ἀποκειμένης τοῖς ἰουδαίοις: –
Er betet, außerhalb der Strafe zu sein, die für die Juden aufbewahrt wird.

V1 C M P1 P5 A1 V4m.sec. P2 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

Ἔξω – τοῖς ἰουδαίοις] Ἔξω κολάσεως εὔχεται γενέσθαι τῆς ἀποκειμένης τοῖς ἰουδαίοις M | Ἔξω (Ἔξω τῆς V5 P7) τοῖς ἰουδαίοις ἀποκειμένης κολάσεως γενέσθαι εὔχεται: – P2 V5 P7 | Ἔξω τῆς ἀποκειμένης ἰουδαίοις κολάσεως, εὔχεται γενέσθαι: – B1 || γενέσθαι εὔχεται] αἰτεῖ γενέσθαι N2

L2 A3 (Typus XVI): exp. 427 liegt in einer anderen Textfassung vor als diejenige des verwandten Typus XV (V5 P7). Während diese Expositio im Typus XV der Tradition der Textkatenen nahe steht (P2), entspricht sie im Typus XVI vollkommen Typus III (P6 Z N2). In der Vorlage, aus der die Typen XV und XVI hervorgegangen sind, war exp. 427 wahrscheinlich doppelt vorhanden. L2 und A3 haben die Version aus der Tradition des Typus III übernommen und die andere ausgelassen. In der unmittelbaren Vorlage von V5 P7 war bereits die umgekehrte Auswahl vorhanden. Montfaucon: exp. 427 entspricht P1 (= P6).

urn:cts:etf:psath.expps.grc:427

(25,10a)
ὧν ἐν χερσὶν ἀνομίαι·
(10a) in deren Händen Gesetzlosigkeiten sind,
(25,10b)
ἡ δεξιὰ αὐτῶν ἐπλήσθη δώρων·
(10b) ihre Rechte ist gefüllt mit Geschenken.
Expositio 428:
ὡς καὶ αὐτῶν δώροις παρακρινόντων τὸ δίκαιον, διὰ τὸ δώροις τὸν προδότην ἐξωνήσασθαι: –
Entweder, weil sie aufgrund von Geschenken das Recht falsch beurteilen, oder weil sie aufgrund von Geschenken den Verräter erkaufen.

V1 C G P1 P5 B1 P6 Z N2 V5 P7 L2 A3

] Εἰ B1 || ὡς καὶ] καὶ ὡς N2 V5 P7 L2 A3 || ] εἰ B1 || ἐξωνήσασθαι] ἐξωνήσασθε B1

P1: exp. 428 wird mit Evagrius (schol. nr. η´ in Ps 25,10b [458 Rondeau – Géhin – Cassin]) verbunden. Montfaucon: Die eben erwähnte Verbindung in P1 wurde reproduziert.

urn:cts:etf:psath.expps.grc:428

(25,11a)
ἐγὼ δὲ ἐν ἀκακίᾳ μου ἐπορεύθην·
(11a) Ich aber bin in meiner Unschuld gewandelt.
(25,11b)
λύτρωσαί με καὶ ἐλέησόν με.
(11b) Erlöse mich und erbarme dich meiner.
(25,12a)
ὁ γὰρ πούς μου ἔστη ἐν εὐθύτητι·
(12a) Mein Fuß stand nämlich in Aufrichtigkeit.
(25,12b)
ἐν ἐκκλησίαις εὐλογήσω σε κύριε: –
(12b) In den Versammlungen werde ich dich loben, Herr.
Expositio 429 (dubium):
Ὁ Δαυῒδ διωκόμενος ὑπὸ Σαοὺλ, εἰς ἔθνη συνηυλίζετο· ὁμοίως καὶ οἱ ἐν βαβυλῶνι αἰχμαλ[ω]ισθέντες, ἐπεύχονται τὴν ἀνάκλησιν· ἵνα λυτρωθῶσιν ὁρᾶν τὰ τῶν ἀσεβῶν ἔργα· ἃ καὶ διηγεῖται, ὅτι ἐν χερσὶν αἱ ἀνομίαι· οὐχὶ μόνον ἐνυθυμοῦνται τὰ κακὰ, ἀλλὰ καὶ πράττο[υσι]ν· ἐμὲ δὲ λύτρωσαι, ἵνα ὁ ποῦς μου στῇ· καὶ ἐν ταῖς ἐκκλησίαις τῶν πιστῶν εὐλογήσω [σ]ε: –
David, der von Saul verfolgt wurde, weilte unter den Völkern; ebenso auch jene, die in Babylon gefangen (weggeführt) wurden, erflehen die Rückkehr, damit sie erlöst werden, die Werke der Gottlosen zu sehen – Werke, die er auch beschreibt, weil die Gesetzlosigkeiten in ihren Händen sind. Sie ersinnen nicht nur das Böse, sondern sie tun es auch. Mich aber erlöse, damit mein Fuß fest steht; und in den Versammlungen der Gläubigen werde ich dich loben.“

A1

urn:cts:etf:psath.expps.grc:429

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